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Tierwohl oder Wählerstimmen?

Ein Gastartikel von Jürgen Donhauser Bereits 2023 haben wir in Bayern Landtagswahl, und die Vorboten kündigen sich an! Da sich Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir seit Beginn seiner Amtszeit durch Zaudern, Nichtstun und Arbeitsverweigerung auszeichnet, bringt er seine bayerische Landwirtschaftsministerin Kaniber (CSU) in Zugzwang. Insbesondere in der Schweinehaltung erleben wir Betriebsaufgaben in bisher ungekanntem Ausmaß. Da in Bayern bekanntlich gerade in der Schweinehaltung kleinere Betriebsgrößen bestehen, trifft es eben (mangels Rationalisierungseffekt) genau die sonst so viel gewünschten und favorisierten Familienbetriebe, die jetzt reihenweise das Handtuch werfen. Die Zahlen in unserem Landkreis Amberg-Sulzbach (Oberpfalz/Bayern) sehen derzeit so aus: 1500 Betriebe, davon nur noch ein Drittel im Haupterwerb 154 Betriebe davon wirtschaften ökologisch 1400 Betriebe betreiben eine Viehhaltung (Rind/Schwein etc) Aufgrund der schlechten ackerbaulichen Voraussetzungen (Boden, Temperatur, Niederschläge, kleine Feldstücke) war schon immer die Tierhaltung notwendig, um die vorhanden natürlichen Ressourcen (z.B. Grünland, magere Ertragsstandorte) zu nutzen und die Familie zu ernähren. Die Verbundenheit der Oberpfälzer mit ihrer Scholle zeigt sich darin, dass sie dann sogar noch Geld durch andere Einkünfte (Arbeitnehmer) in die Landwirtschaft stecken, um ihren Betrieb (sogar …

Sommergespräche…

Land schafft Leben setzt sich für österreichische Lebensmittel ein. Und für einen fairen Umgang mit den Landwirten. Ich habe Anfang Juni als Gast von Bauer Fritz in Oberösterreich mit Hannes Royer ein Sommergespräch geführt. Über fast alles, was uns derzeit in der Landwirtschaft so bewegt. Auch interessant für Nicht-Landwirte… also normale Menschen… 🙂 Nehmt euch die Zeit. Es ist ja Sonntag. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Özdemir baut um: PNW und ZKL

Das Praktikernetzwerk (PNW) des BMEL wurde zu Zeiten von Christian Schmidt gegründet und von Julia Klöckner fortgesetzt. Die Mitglieder wurden so ausgewählt, dass alle Regionen, Betriebsgrößen und Betriebsformen vertreten sind. Die Sitzungen, die mindestens einmal jährlich stattfanden, gaben uns die Möglichkeit, unsere Vorschläge an erster Stelle zu addressieren. Wir hatten aber auch den Eindruck, dass die Mitarbeiter des Ministerium froh waren, einmal aus erster Hand zu erfahren, wie es in der Praxis tatsächlich aussieht. Nach längerer Wartezeit und einigen Mails gab es auch einen ersten Termin mit dem neuen BMEL. Vertreten wurde dies von Silvia Bender, der Minister wurde nicht einmal entschuldigt. Da die Sitzung digital stattfand, hätten wir schon ein kurzes Grußwort erwartet. In der Sitzung wurde angesprochen, ob wir uns eine Zusammenarbeit mit der ähnlichen Arbeitsgruppe in Bundesumweltministerium vorstellen könnten. Das macht ja durchaus Sinn, denn Umwelt und Landwirtschaft sind ja eng verwoben. Wir waren damals davon ausgegangen, dass die Zusammensetzung der beiden Arbeitsgruppen bestehen bleiben. Doch das ist nicht so. Man muss sich neu bewerben, was ich natürlich gleich gemacht habe. Etwas …

Rohrkrepierer?

Die Kritik an Cem Özdemir wird deutlicher. Wenn die Tagesschau die Pläne des Ministers zur Tierhaltungs-Kennzeichnung als Rohrkrepierer bezeichnet (wenn auch mit dem bekannten Fragezeichen) dann fällt es immer mehr auf, dass es bei Ankündigungen bleibt und das Vorhaben nicht bis zu Ende gedacht ist https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/oezdemir-tierwohl-103.html Solange nicht geklärt ist, wie der Umbau der Ställe finanziert werden kann, wird es Cem Özdemir so ergehen wie Christian Schmidt und Julia Klöckner. „Interessant“ finde ich die rund  130 Kommentare unter dem Artikel. Da kommt man schon ins Grübeln…

Wohin mit der Agrarwende?

Das fragt sich Bartosz Bartkowski. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Hier ein Ausschnitt, der mir gut gefallen hat: „Kurz formuliert geht es um den Irrglauben, dass die Transformation eines komplexen Systems hin zu mehr Nachhaltigkeit zwangsläufig mit radikalen Veränderungen an der „Basis“ (hier: in der Art der Bewirtschaftung, Struktur der Betriebe etc.) einhergehen muss. Ich gehe erstmal davon aus, dass Ökolandbau, kleinbäuerliche Landwirtschaft, Digitalisierung, autonome Maschinen oder Genome Editing nur Mittel zum Zweck sind, und dass dieser Zweck eine Reduktion der negativen Umweltwirkungen der Lebensmittelproduktion auf ein nachhaltiges Maß ist (bei gleichzeitiger Ernährungssicherung auf globaler Ebene). Sie sind also keine Selbstzwecke.“ Lesen und nachdenken.  

Die Krisen und ihre Konsequenzen

Wie schon mal am Rande erwähnt, schreibe ich ja an einem weiteren Buch. Heute habe ich ein Kapitel geschrieben, dass ich „Die Krisen und ihre Konsequenzen“ genannt habe. Und bevor ich mir weiter eigene Gedanken mache, nutze ich die Schwarmintelligenz und bitte euch um eure Kommentare. Habe ich das eurer Meinung nach richtig dargestellt? Habt ihr Ergänzungen, Vorschläge? Dann her damit. Wenn sie was taugen, werde ich sie ins Buch übernehmen. Der Begriff „Krise “ wird mittlerweile fast inflationär verwendet und ich gehe damit auch sehr zurückhaltend um. Mit welchen Krisen haben wir es also tatsächlich zu tun? Die Corona-Krise, da werden Sie mir vermutlich schnell zustimmen, hat man mittlerweile im Griff und da man ein gutes Handwerkszeug dagegen erarbeitet hat, ist es keine Krise mehr. Zwar kann es immer noch zu einem neuen Aufleben durch neue Varianten geben, aber vom Prinzip her weiß man, was zu tun ist. Es ist mittlerweile schon fast zu einer „normalen“ Krankheit geworden. Die Ukraine-Krise ist tatsächlich eine Krise, weil von diesem Krieg eine Gefährdung ausgeht, die zum Zeitpunkt …

Entscheiden Sie, Herr Özdemir?

Warum machen Herr Özdemir und seine drei Staatssekretärinnen eigentlich nicht ihre Arbeit? Ganz überraschend (Ironie) wird in der kommenden Woche vermutlich überall in Deutschland die Weizenernte mit voller Wucht beginnen. Bei Temperaturen von weit über 30 Grad reift der Weizen jetzt schnell ab. Wir brauchen bis spätestens Ende Juli die Entscheidung, ob die Zwangsstilllegung (GLÖZ 8 genannt) tatsächlich realisiert werden soll. Denn dann dürften wir diese Flächen nicht mehr bearbeiten und müssten sie für mindestens eine Vegetationsperiode verunkrauten lassen. https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/politik/gemeiname-agrarpolitik-im-herbst-ist-es-zu-spaet-102291? Carina Konrad von der FDP hat dies erkannt und Herrn Özdemir angeschrieben. Ob Herr Rukwied ihn auch am Freitag danach gefragt hat?

Schwäbische Connection

Heute war Cem Özdemir auf dem Hof von Joachim Rukwied. https://app.handelsblatt.com/wirtschaft-oezdemir-zu-besuch-auf-dem-hof-von-bauernpraesident-rukwied/28509112.html Ergebnisse sind noch nicht bekannt. Oder doch. Das hier: https://www.stimme.de/regional/landkreis-heilbronn/nachrichten/ost/oezdemir-drischt-mit-rukwied-bei-weinsberg-getreide-art-4651575 Und zur späten Stunde kam noch der Erlebnisbericht von Cem Özdemir rein: BAYQ0066[1]    

Obst: regional? saisonal? ganz egal?

Ein Gastbeitrag von Thomas Bröcker, Obstbauer an der Oder, der beschreibt, wie es aktuell auf dem Obstmarkt zugeht. Obst: regional? saisonal? ganz egal? Alle wollen regional, am Regal aber entscheidet der Preis. Dumpingpreise über Importware, immer gerade, wenn die einheimische Saison für Spargel, Erdbeeren und Kirschen beginnt, sind im LEH zur Regel geworden. Bei denen ist das teuer produzierte einheimische Obst eher ein Störfaktor. Insgesamt kommt z.B. mehr als die Hälfte der in Deutschland gehandelten Kirschen aus dem Ausland und wird in „Angeboten“ mit Preisen unter 4 €/kg verramscht. Diese und tiefere Preise werden ebenso für deutsche Angebotsware aufgerufen. Allein die reinen Lohnkosten liegen in Deutschland bei 1,70 €/kg (reine Erntelöhne bei 1,25 €/kg). Der Handel wird den Teufel tun, die schwankenden, teuren deutschen Kirschmengen gegenüber seinen stabil liefernden türkischen und griechischen Vermarktern zu bevorzugen. Wenn im nächsten Jahr die deutschen Erträge wieder wegen Frost einbrechen, braucht er diese Partner. Der Handel agiert eiskalt und nicht national, das kann nur die Politik durchsetzen (Norwegen, Schweden und die Schweiz tun das, der Import wird bei Verfügbarkeit …