Alle Artikel in: Bauer Willi

Was ist die Botschaft?

Innerhalb einer WhatsApp-Gruppe von Landwirten gab es einen Disput, wie die Aussagen des DBV-Präsidenten in der Pressekonferenz vom 11. Juli 2022 zu verstehen sind. Ich bitte um Meinungsäußerungen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Warum die Bauern den Tieren Ställe bauen

Bei einem Vortrag in der Nähe von Soest hatte ich ein Gespräch mit dem Landwirt Joachim Pehle, der mir erzählte, dass es vielen Mitmenschen nicht klar ist, warum die Tiere halt nicht immer „draussen frei rumlaufen“ sondern sich in einem Stall sehr wohlfühlen. Sein Bekannter Dirk Sennekamp hat die Erklärung dazu in Reimform gebracht. So müsste es jeder verstehen. Der Nutztierstall: Ja, der Mensch, er nutzt das Tier, wie die Gerste für das Bier, und um das Tier korrekt zu nützen, muß man es immer sehr gut schützen! In einem Stall ist dies gegeben, daß Tiere sicher überleben, hier gibt es Schutz vor Wind und Schnee, auch Hagel tut ihm dort nicht weh, als Sonnenschutz dient hier das Dach, gibt Schutz vor Kälte und auch Krach, bei Sturm, Gewitter und auch Regen, kommt solch ein Schutz meist sehr gelegen, sind dort geschützt vor Prädatoren, bleiben hier vorm Wolf meist ungeschoren! Ein Nutztierstall hat sehr viel Gutes, so ist der Bauer frohen Mutes, weil er sehr sicher seien kann, kein Fuchs kommt an die Hühner dran, …

CRISPR/Cas: Sag Deine Meinung

Mehr durch Zufall habe ich von dieser Umfrage der EU erfahren, in der alle Bürger gefragt werden, wie sie zu den neuen Züchtungsverfahren stehen. https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/13119-Rechtsvorschriften-fur-Pflanzen-die-mithilfe-bestimmter-neuer-genomischer-Verfahren-gewonnen-werden_de Bisher sind über 70.000 Antworten eingegangen. Die öffentliche Konsultation endet am 22. Juli. Allerdings läuft sie auch schon seit dem 29. April, ohne dass mich jemand darauf gestossen hätte. Mit Klick auf das Feld „Eingegangene Rückmeldungen einsehen“ kann man lesen, welche Antworten gegeben wurden. Es gibt offensichtlich einen vorgefertigten Text für die Ablehnung. 46% der Antworten kommen aus Deutschland, der Rest aus dem übrigen Europa.

Türkische Kirschen…

Derzeit werden in unserem REWE-Supermarkt Kirschen aus der Türkei verkauft. Deutsche Kirschen sind zu teuer (auch wegen Mindestlohn). Damit setzt sich mit weiteren Kulturen fort, was wir schon bei Spargel und Erdbeeren erlebt haben. Auch diese Lebensmittel wurden und werden vom Lebensmitteleinzelhandel importiert, weil sie im Ausland billiger sind. Die gleiche Situation findet sich derzeit auch im Bio-Markt: weil Mobilität, Wohnen und Urlaub teurer werden, wird an Lebensmitteln gespart. Das hat einen Verbund verschiedener Organisationen dazu bewogen, einen Brief an die Entscheidungsträger zu schreiben, damit jetzt keine Fehler gemacht werden, die später nicht mehr korrigiert werden können. Auch wenn primär die Interessen der Biobauern in den Vordergrund gestellt werden, so gilt das Geschriebene auch für andere Bereiche der Landwirtschaft.  Aufruf_Hessische_Allianz_Nachfrage-Krise_15062022

Freie Bauern: Ein Jahr Zukunft…

Die FREIE BAUERN verstehen sich als die Interessenvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland. Die aktuelle Pressemitteilung halte ich für sehr lesenswert: >> „Ein Jahr nach Übergabe des Abschlussberichts der Zukunftskommission Landwirtschaft an die Bundesregierung sehen sich die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, in ihrer Ablehnung bestätigt. „Die Experten haben ganz offenkundig in die falsche Glaskugel geschaut“, sagte Jann-Harro Petersen von der Bundesvertretung der FREIEN BAUERN mit Blick auf die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Versorgungskrise: „Heute dient das Papier denkfaulen Politikern als Legitimation dafür, stur an ihren Plänen zur Reduzierung der inländischen Agrarproduktion festzuhalten.“ Die nach den Bauernprotesten 2019 von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingerichtete Kommission hatte der deutschen Landwirtschaft gigantische Umweltschäden unterstellt und daraus die Notwendigkeit einer staatlich gelenkten Transformation abgeleitet, kritisiert der 45jähige Milchviehhalter aus Tating in Schleswig-Holstein: „Diese wirklichkeitsfremde Herangehensweise führt zu Frust und Druck und Zukunftsangst auf den Höfen und sollte baldmöglichst in der Versenkung verschwinden.“ Landwirtschaft entwickle sich auch ohne politischen Einfluss ständig weiter, ist Petersen überzeugt: „Wir machen zwar seit Jahrtausenden dasselbe, nämlich Lebensmittel erzeugen aus Bodenfruchtbarkeit, Sonnenenergie und Arbeit, …

Bauernproteste in NL: Nimmt das ein gutes Ende?

Es gibt nur wenige deutsche Medien, die bisher über die Proteste der Bauern in den Niederlanden berichtet haben. Über die Gründe, warum sich die deutschen Medien so zurückhalten und ihrer Informationspflicht nur zögernd nachkommen, kann man nur spekulieren. Im Anhang zwei Berichte eines österreichischen Senders. Aus Gesprächen mit Berufskollegen weiß ich, dass das Verständnis für die niederländischen Berufskollegen hoch ist. Über die Mittel, mit denen diese ihren Zorn und ihre Verzweiflung zum Ausdruck bringen, ist man geteilter Meinung. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren      

Selbstbegrünung fördert keine Biodiversität

Die Stilllegung von 4% der Ackerflächen gilt auch für Öko-Landwirte. Im nachfolgenden Artikel äußert sich ein Bio-Landwirt kritisch zu den Folgen der Selbstbegrünung, die für den Bio-Landbau wesentlich schwerer zu managen sind als für konventionelle Landwirte. https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/politik/stilllegungsmassnahmen-keine-biodiversitaet-gefoerdert-101943? In jedem Fall stellt sich die Frage, welchen konkreten Nutzen für die Biodiversität die Selbstbegrünung auf den Stilllegungsflächen bringen soll. Gibt es dazu Studien?

Eine Umfrage zur Tierhaltung der Zukunft

Von eine Landwirtschaftlichen Fachhochschule erhielt ich den Hinweis auf die nachfolgende Umfrage, an der sich wohl auffallend viele Tierschützer und Tierrechtler beteiligt haben. Was fehlt, ist eine größere Beteiligung von Landwirten, egal ob mit oder ohne Tierhaltung. https://thuenen.limequery.com/847856?lang=de Ich habe die Umfrage, für deren Beantwortung es tatsächlich nur 10 Minuten braucht, ausgefüllt und an manchen Stellen schwer atmen müssen. Die Antworten sind nach meiner persönlichen Auffassung nicht neutral sondern weisen eine Tendenz auf. Das finde ich ärgerlich. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Landwirte ihre Meinung kundtun. Die Umfrage ist bis zum 15.7.2022 offen.

Lebensmittelverschwendung…halbieren…bis 2030…

Und wieder einmal eine Pressemitteilung aus dem BMEL, wo etwas bis 2030 halbiert werden soll. (Bisher ist es die Nutz-Tierhaltung und die „Pestizide“) 07-90-ÖZ-BMEL-BMUV-Bericht Lebensmittelabfälle   Und wieder einmal werden die bekannten Sprechzettel herausgeholt: Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir: „Es passt einfach nicht zusammen, dass bei uns nach wie vor Lebensmittel im Müll landen, während weltweit zig Millionen Menschen hungern. Das ist eine Schande. Und vergessen wir nicht, dass unsere Landwirtinnen und Landwirte hart für unser Essen gearbeitet haben. Es ist also auch eine Frage der Wertschätzung, respektvoll mit Lebensmitteln umzugehen. Und wieder einmal sind die Zahlen fast unverändert zu den Vorjahren.   Und wieder einmal wird kein Konzept vorgelegt, wie man die Reduktion tatsächlich erreichen will. Nur mit guten Ratschlägen wird das wohl nicht gelingen.   https://www.umweltbundesamt.de/themen/ein-drittel-der-lebensmittel-wird-verschwendet Interessant ist in diesem Zusammenhang die Seite der Deutschen Umwelthilfe, die nicht von 11 Mio. Tonnen sondern von 18 Mio. Tonnen verschwendeter Lebensmittel ausgeht. https://www.duh.de/projekte/lebensmittelverschwendung/ Zitat: „Durch Lebensmittelverschwendung entstehen pro Kopf und Jahr knapp eine halbe Tonne Treibhausgase. Dies entspricht circa 4 Prozent der jährlichen Gesamtemissionen von Deutschland.“ Wetten, …