Bauer Willi
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Warum die Bauern den Tieren Ställe bauen

Bei einem Vortrag in der Nähe von Soest hatte ich ein Gespräch mit dem Landwirt Joachim Pehle, der mir erzählte, dass es vielen Mitmenschen nicht klar ist, warum die Tiere halt nicht immer “draussen frei rumlaufen” sondern sich in einem Stall sehr wohlfühlen. Sein Bekannter Dirk Sennekamp hat die Erklärung dazu in Reimform gebracht. So müsste es jeder verstehen.

Der Nutztierstall:

Ja, der Mensch, er nutzt das Tier,
wie die Gerste für das Bier,
und um das Tier korrekt zu nützen,
muß man es immer sehr gut schützen!

In einem Stall ist dies gegeben,
daß Tiere sicher überleben,
hier gibt es Schutz vor Wind und Schnee,
auch Hagel tut ihm dort nicht weh,
als Sonnenschutz dient hier das Dach,
gibt Schutz vor Kälte und auch Krach,
bei Sturm, Gewitter und auch Regen,
kommt solch ein Schutz meist sehr gelegen,
sind dort geschützt vor Prädatoren,
bleiben hier vorm Wolf meist ungeschoren!

Ein Nutztierstall hat sehr viel Gutes,
so ist der Bauer frohen Mutes,
weil er sehr sicher seien kann,
kein Fuchs kommt an die Hühner dran,
kein Greif, kein Marder und Waschbär,
und auch die Ratten tun sich schwer!

Mit Kamera und einem Hund,
gibt’s auch durch Diebstahl keinen Schwund,
ein Doppelzaun gibt hier den Tieren,
den Schutz vor ASP und Viren.

Auch kommt kein Mensch, aus einer Stadt,
der Möhren und auch Brötchen hat,
auch der nur kommt, zum Sabotieren,
schwer in Kontakt, mit unseren Tieren.

Das Wasser gibt‘s aus sicheren Tränken,
und weil wir an die Umwelt denken,
hält man den Dung und Emissionen,
im Stall, um sie zu schonen.

Denn Harn und Dung wird aufgefangen,
kann so nicht ungewollt gelangen,
in Bäche oder den Kanal,
wird so für Fische nicht fatal.

Auch Spatz und Schwalbe bleibt sehr gern,
dem Stall und Bauernhof nicht fern,
sie nutzen Körner, Blume und Insekt,
wenn’s sich nicht irgendwo versteckt.

Das Tier im Stall ist meist gesünder,
durch gutes Futter schneller ründer,
kann meistens selbst auch schon entscheiden,
ob‘s in den Stall will oder weiden.

Das Tierwohl steht wohl, auf die Dauer,
an erster Stelle, für den Bauer,
den Nutztierstall, nach neuestem Wissen,
will man auch zukünftig nicht missen!

Verfasser: ©DirkSennekamp

 Grüße aus Hamm

 Dirk Sennekamp

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23 Kommentare

  1. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Letzte Nacht hatten wir Stromausfall für ne Viertelstunde in drei Gemeinden.
    Die Frage ist jetzt:
    Wars Putin oder die Chinesen.

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  2. Smarti sagt

    Was mich gerade umtreibt: wenn der Bauer im Januar die ( drei-bis vierfache ) Stromrechnung kriegt, er endgültig am Boden liegt.
    Das kriegen wir nicht gebacken – ausser den Biogasern wohl kein Einziger – das wird noch spannend.

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  3. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    “Der Nutztierstall: Ja, der Mensch, er nutzt das Tier, (…)” — Wenn die menschenhassenden Tierschützer so etwas lesen, dann fühlen sie sich in ihrem Menschenhass bestätigt. Denn Tiere haben Rechte und dürfen nicht benutzt werden. Und wenn wir dereinst kein Fleisch mehr haben, dann kommt später noch eine Insektenschutz-NGO und lässt uns das Insektenessen verbieten.

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  4. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    “Wenn im Hof der metzger parkt kriegt das Schwein ein Herzinfarkt”

    Früher,als die welt um 7.00 morgens noch in Ordnung war,da kam Opa Metzger und sein Schwiegerenkel und holten samstags bei mir Schweine,damit diese um 4.30 am Montag geschlachtet werden konnten.
    Opa blieb ruhig,die Schweine blieben ruhig,auch weil Opa ihnen allerlei Leckereien für Sonntag mitbrachte,nur der Schwiegerenkel baute gesundheitlich stark ab und reichte die Scheidung ein.

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  5. Lieschen Müller sagt

    Ganz witzig! Aber denkt ihr echt, die Menschheit ist schon so blöd, dass sie nicht mehr weiß, warum man einen Stall braucht? Ich meine, die stellen doch auch alle ihr Auto in die Garage: gegen Kälte, Marder, Beschädigung und Diebstahl.

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    • Reinhard Seevers sagt

      …in urbanen Räumen stehen Millionen Autos ohne Dach über dem Kopf an den Straßenrändern….deshalb denkt vorwiegend der urban geprägte Mensch auch, die Nutztiere benötigen kein Dach….😎 (Scherz)

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      • Inga sagt

        Die verwechseln ja domestizierte Nutztiere mit Wildtieren und denken wir sperren sie ein.
        Die wissen gar nicht, dass eine ausgemolkene Kuh, wie alle Nutztiere sich im Wald, in unserer Wildnis gar nicht zurechtfinden.

        Und die Ökologie hat sich den Gebäuden angepasst.
        Deswegen haben sich viele Tiere darin evolutionär angepasst, wie z.B. Hausmäuse und Schwalben oder der urbane Menschen in Stadthäuser!

      • Zyniker sagt

        Vorsicht, urbaner Städter übertreibt jetzt mal ganz leicht:

        Ach, bin ich froh, daß ich Eier aus BODENHALTUNG kaufen kann, die sind ganz sicher vegan und nicht etwa aus tierquälerischer Hühnerhaltung.

  6. Thomas Bröcker sagt

    Alles schön zusammengefasst. Wahrscheinlich ist diese Art der Wissensvermittlung sogar besser als jeder “hochwissenschaftliche” Disput geeignet zu mindestens die logischen Grundzusammenhänge verständlich zu machen. Eigentlich sollte man das in dieser Form für alle landwirtschaftlichen Bereiche machen. Das Bemühen sich in die ineinandergreifenden Zusammenhänge hineinzuversetzen ist weitgehend erodiert. “Angstgetriebene Menschen verlieren die Fähigkeit logisch zu denken” (Hans-Joachim Maaz “Die Angstgesellschaft”)

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  7. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Woher soll das Volk wissen,wie Nutztiere gehalten werden!
    In der Nachbarschaft regten sich Jüngere darüber auf,dass ich ausnahmsweise mal die Schrotmühle um 22.00 eingeschaltet hatte,die mussten nämlich früh morgens am Flughafen sein und hatten sich bei offenem Fenster schlafen gelegt.
    Das mit dem Herzinfarkt beim Schwein wird auch öfter behauptet und auch,dass moderne Schweine eine Rippe mehr hätten als die von Opa früher.
    Im Augenblick macht sich Panik breit,weil Putin ja kein Gas mehr liefern wird,aber der Urlaub steht ihnen unbedingt zu.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Unsere Nachbarin führt ihre Katze immer an der Leine aus, weil sie Angst hat, dass sie wegläuft, wenn sie frei wäre……
      Diese Gesellschaft ist so degeneriert, dass einem Angst und Bange wird.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wenn eine Katze wegläuft, sollte man sich fragen, warum.
        Unsere Katzen waren immer im freien, aber einen trockenen Schlafplatz. Wenn die Temperatur unter minus 5 Grad sank, legten die sich in den Heizungskeller, zu dem hatten die einen Zugang.
        Verlassen hat uns nur einen Kater für ca. 5 Wochen, wenn er auf Brautschau war, danach mussten wir ihn wieder zur alten Kraft füttern.😉

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    • Otto sagt

      Uhh jaa hier sind ja alles hochbegabte und hochgebildete Bauern. Wissen alles.
      Nur ist noch niemandem aufgefallen dass die Fettschweine der vor-1970iger kein Herzinfarkt bekamen, die absolut mageren Neuzüchtungen ab der 1980iger (in den 1980gern wars besonders schlimm) reihenweise beim Transport umfielen.
      Die Ursache/Lösung des Rätsels geb ich dann vielleicht morgen. Aber nur wenn die Schreiberlinge brav sind und nicht unter die Gürtellinie hauen

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      • Reinhard Seevers sagt

        Schön, dass Sie die Vergangenheitsform angewendet haben….. Leider halten sich diese Aussagen seit Jahrzehnten, obwohl sie ja bereits keine Grundlage mehr haben.
        Heute haben wir ganz andere Probleme, nämlich wo bleiben wir mit den Tieren, die die Schlachter nicht mehr annehmen, wegen Nabelbruch oder Binneneber. Früher waren das begehrte Spanferkel, heute haben sogar die Bios Probleme diese Tiere irgendwie einer Verwertung zuzuführen.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Brave Schreiberlinge, die nicht unter die Gürtellinie hauen… 🙂

        Haben Sie sämtliche Spiegel in ihrem heimischen Umfeld abgehängt!?

        Aber ja, Sie verkörpern eindrucksvoll das Paradebeispiel gesellschaftlich abstruser Vorstellungen heute:

        Bauern sind eher einfältig, wenig eloquent, sollen treudoof ackern bis Sie umfallen und dabei bloß den Mund halten; könnte ansonsten ja Kritik aus selbigen Reihen heraus geübt werden, derer man sich ernsthaft tatsächlich annehmen müsste…

        (Melden Sie sich jetzt erst übermorgen wieder!? 😉 )

        Die Lösung liegt doch bereits auf dem Tisch, die Schweinehalter streichen ihre Segeln heute in Massen, überlassen den Schwarzkitteln das Feld. Das gute Stück Fleisch wird also auch auf ihrem Teller rarer, sofern Sie nicht ohnehin der Özdemir-Fraktion zugehörig sind.
        Unsere aktuell schon geleerten Ställe -weitere folgen- werden wohl auch künftig nicht mehr belegt. Die Metzger auf den Dörfern sind bereits verzweifelt, weil es wohl mit dem Nachschub aus der Region dünn, sehr dünn wird.

        Aber kein Problem mehr von deutschen Bauern, sondern ganz banal jetzt die Sorge unserer Verbraucher, die das gute Stück Fleisch als Lebenskraft auf dem eigenen Teller nach wie vor nicht missen wollen.

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      • Andi sagt

        Uhh Otto, wer wollte den die Fettschweine nicht mehr haben? Es waren doch die Verbraucher denen es nicht mager genug sein konnte. Und ja dabei wurden Fehler gemacht, die aber schon lange korrigiert sind. Also, welches Rätsel wollen sie eigentlich lösen?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Genau Andi, so war es! Und die Verbraucherschützer und Gesundheitsapostel haben es auch noch unterstützt, in dem sie z.B. im ARD-Ratgeber Gesundheit in den 70ern daraufhingewiesen haben, dass mageres Fleisch gesünder sei……dann kam die Geflügelwelle und es wurde noch gesünder und es wurden immer mehr Hähnchen und Chicken Nuggets…..am Ende ist der Bauer der Blöde, weil er sich dem kapitalistischen System unterwerfen, aber nicht mitspielen darf.
          Und die deutschen Moralapostel stehen immer parat, und nun ist die reine Wahrheit, die neue Wahrheit, die neue kapitalistische Versheißung die vegane Ernährung. Von einer Dummheit in die andere und der Bauer folgt dem Unsinn, weil er Über-LEBEN muss!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        “Uhh jaa hier sind ja alles hochbegabte und hochgebildete Bauern”

        Den Eindruck habe ich auch!
        Da sie das erkannt haben, müssen sie auch zu den Gebildeten gehören.

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  8. Piet sagt

    Moin das Gedicht hat was gestern habe ich noch einen schönen Satz gelernt den schreibe ich dich auf

    Wenn im Hof der metzger parkt kriegt das Schwein ein Herzinfarkt

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