Bauer Willi
Kommentare 46

Türkische Kirschen…

Derzeit werden in unserem REWE-Supermarkt Kirschen aus der Türkei verkauft. Deutsche Kirschen sind zu teuer (auch wegen Mindestlohn).

Damit setzt sich mit weiteren Kulturen fort, was wir schon bei Spargel und Erdbeeren erlebt haben. Auch diese Lebensmittel wurden und werden vom Lebensmitteleinzelhandel importiert, weil sie im Ausland billiger sind. Die gleiche Situation findet sich derzeit auch im Bio-Markt: weil Mobilität, Wohnen und Urlaub teurer werden, wird an Lebensmitteln gespart. Das hat einen Verbund verschiedener Organisationen dazu bewogen, einen Brief an die Entscheidungsträger zu schreiben, damit jetzt keine Fehler gemacht werden, die später nicht mehr korrigiert werden können. Auch wenn primär die Interessen der Biobauern in den Vordergrund gestellt werden, so gilt das Geschriebene auch für andere Bereiche der Landwirtschaft. 

Aufruf_Hessische_Allianz_Nachfrage-Krise_15062022

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46 Kommentare

    • Bauer Willi sagt

      Aktuell liegt der „Kampfpreis“ bei 3,99. Für 2 ((zwei) Kilo!!! Herkunft Griechenland. Da ist der Transport mit drin…

      Das Titelbild ist nur als Titelbild zu verstehen.

    • Inga sagt

      Aber diese wertvolle Kirschen kann man nicht als Mostobst verwerten.

      Ansonsten gilt da auch das selbe wie überall,
      landwirtschaftliche Produkte sind Rohstoffe und werden von Industrie und Handel im Preis gedrückt. Genau wie die Afrikanischenrohstoffe, damit mehrt damit verdient werden kann.

      Soll ich jetzt glaub3en, dass unserer Landwirte in der selben Abhängigkeit gehalten werden, wie die afrikanischen Staaten, um sie auszunutzen?

      Hat das auch so reiche Europa das nötig?
      Oder gilt das nur in Deutschland?

      • Thomas Bröcker sagt

        Inga, da sind die Apfel – Mostobstpreise gemeint. Süßkirschen für Verarbeitung wurden uns 85 Cent angeboten. Das sind Preise von vor 15 Jahren. Der Saisonlohn hat sich inzwischen mehr als verdoppelt. Allein die Pflückkosten und der Transport zur Erfassungsstelle kostet um einen Euro. Da bleiben die schwachen Partien halt einfach hängen. Dumm nur, dass sie gegen Kirschessigfliege weiter mitbehandelt werden müssen, um keine Massenvermehrung der Biester zu provozieren.

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  1. Florian Hess sagt

    Was hat das alles hier mit Bio zu tun? Diese können seit 2 Wochen schon gar nicht mehr liefern, weil sie zum Teil komplett bzw. Mehrfach vermadet sind! Bio Kirschen funktioniert bei uns nicht mehr!
    Wenn ich hier manche Kommentare durchlese, dass die Kirschen zu teuer sind sollte sich Mal Gedanken machen woran es liegt! Erhöhung Mindestlohn, allgemeine Erhöhung der Betriebsmittel sind nur einige davon!
    Wenn ich mir eine neue wadchmafhi6 kaufen möchte muss ich das zu dem Preis tun, wie die Industrie berechnet hat, damit sie Geld verdient! Würde ich das tun stünde vermutlich eine 2 stellige Zahl. Aber es braucht auch keiner mehr zu kommen, die Leute haben kein Geld. Das stimmt so auch nicht! Die wollen es lediglich nicht für Nahrung ausgeben, zumindest nicht wenn damit nicht gefeiert werden kann, denn dann ist das Geld nämlich egal!

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    • Inga sagt

      Bei Waschmaschinen kann man auch unter billigen, vielleicht aus dem Auslande mit billigerem Mindestlohn hergestellten und unseren teureren aber qualitativ guten Markenwaren aussuchen.

      Wenn die teureren Markenwaren länger halten, sind auch ökologischer.
      Hier bezahlt man für die Umwelt mit.

      Dass sollte man bei Kirschen und Salat auch tun.

      • Zyniker sagt

        “Wenn die teureren Markenwaren länger halten, sind auch ökologischer.
        Hier bezahlt man für die Umwelt mit.”

        Ja, wenn das Wörtchen “wenn” nicht wär, wär mein Vater Millionär.

        Es müßte heißen “FALLS die teureren Markenwaren länger halten …”.

        Tun sie aber nicht, meine Erfahrung.

        Der Preis ist ein Qualitätsmerkmal.

        Leider ist der Preis das Qualitätsmerkmal, das sich am leichtesten und einträglichsten fälschen läßt.

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  2. Nelli sagt

    Also 99cent für 100gramm Kirschen finde ich sogar zu teuer für das importierte Zeugs, welches gar nicht mehr so frisch sein kann. In der fränkischen Schweiz, und ich kaufe Obst und Gemüse nur regional auf den Höfen, kostet mit ein Kilo Kirschen zwischen 8 und 10 Euro. Ich finde es eine Schande, Lebensmittel auch wenn Bio draufsteht, um die halbe Welt zu karren, und die hier in den Supermärkten dann mit Speziallicht auszuleuchten, damit es frisch aussieht. Und im Biomarkt liegt dann eine nette Broschüre aus “Mit Bio für eine bessere Welt”. Ja aber was ist, wenn wir Deppen uns diese Art der besseren Welt gar nicht mehr leisten können, und lieber vor der Haustür eine bessere Welt im Kleinen ausrichten wollen? Und wenn das jeder auf der Erde macht, kann es auch nur besser werden, als es die Politik, die ja nur für die Verursacher der Katastrophen Schmiere stehen, erreichen könnte.

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    • Schmeckt gut sagt

      Bin ich ganz bei Ihnen. EDEKA “liebt ja Lebensmittel” und hat zum Wochenende den “Knaller” rausgehauen: griechische Kirschen 2kg – 3,99 Euro. Das kg also für 2 Euro. Es macht uns mittlerweile ziemlich sprachlos, wie gnadenlos die bäuerliche Erzeugung in D an die Wand gefahren wird (nebenbei auch hierbei in Griechenland). Keine Scham, keine “partnerschaftliche “Zusammenarbeit”, null Zukunftsplanung – nur die Rendite und das Ausstechen des Konkurrenten zählt noch.

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        • Zyniker sagt

          Selbstverständlich ist Griechenland auch regional.

          Es ist eben nur eine andere Region. So wie der Kaffee aus Guatemala auch aus regionalem Anbau ist. Nur der Verzehr liegt eben außerhalb der Anbauregion.

          In Zeiten, wo nur der unterschiedliche Stundenlohn die Gemüter bewegt hat, kommt nun dazu, wie man die Ernte von der Erzeugerregion zur Verbraucherregion bringt.

          Cui bono?

          • Inga sagt

            ,it viel Energeiverlust und CO²anstieg.

            Natürlich ist Griechenland und Türkei nicht regional,
            nur es liegt in der EU und wir haben Handelsbeziehungen damit.

            Warum die geringer Löhne haben, weiß ich auch nicht.

            Jedenfalls sind unserer Kirschen hier umweltschonender, durch den langen Transport.

            Mit dem Kaffee aus Guatemala ist es fast genauso,
            nur da können wir den weiten Weg in kauf nehmen, weil,

            1. wächst der hier nicht, wir müssen ihn von da einführen, es gibt keine andere Alternative.

            2. ist es keine Konkurrenz zu den eigenen Früchten, die hier wachsen könnten und unsere Kulturlandschaft sauber halten und unsere Bauern fördern, die diese Arbeit machen..

            3. wenn es hart auf hart kommt mit der Weltenenegiekrise, dann können wir ja wieder Malzkaffee oder andere Alternativen trinken.

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            • Seevers Reinhard sagt

              .” wächst der hier nicht, wir müssen ihn von da einführen, es gibt keine andere Alternative.”

              Es gibt immer Alternativen, fragt sich nur, ob man gerne Malzkaffee oder Zichorie trinken möchte? In wirklich schlechten Zeiten geht es sogar ohne Kaffee….also sag nie, es gäbe keine Alternative.☝️😉

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            • Zyniker sagt

              “3. wenn es hart auf hart kommt mit der Weltenenegiekrise, dann können wir ja wieder Malzkaffee oder andere Alternativen trinken.”

              Ja, und woher bekommen wir das heiße Wasser dafür?

              Holzöfen sind ja quasi abgeschafft, in den meisten Wohnungen fehlt dann auch das Abgasrohr dafür. Gleiches gilt für Kohle.

              Wir tragen die Folgen des Gesamtenergieausstiegs.

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    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      “(…) Ja aber was ist, wenn wir Deppen uns diese Art der besseren Welt gar nicht mehr leisten können, und lieber vor der Haustür eine bessere Welt im Kleinen ausrichten wollen? Und wenn das jeder auf der Erde macht, kann es auch nur besser werden, als es die Politik, die ja nur für die Verursacher der Katastrophen Schmiere stehen, erreichen könnte.” — Tja, die “Verächtlichmachung” des Staates soll strafbahr werden. Wer da etwas tut oder sagt, was den Demokratie-Majästetchen nicht passt, kriegt vielleicht existenzbedrohenden Besuch.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Das frage ich mich auch schon den ganzen Tag…
      Langsam machen sie sich lächerlich

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    • Arnold Krämer sagt

      Da werden neue Bilder moduliert. An der alten hat sich das Volk vielfach sattgesehen.

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  3. Zyniker sagt

    Ich hielt Kirschen immer für wahnsinnig überteuert.

    Seit ich selbst mal Kirschen vom Baum holen durfte, sehe ich das komplett anders.

    War damals ein gutes Kirschenjahr, und mit mehr Übung und besserem Zuschnitt der Bäume hätte man da auch mehr als die 5kg pro Stunde ernten können.

    Kirschen sind Luxus.

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  4. Limes sagt

    13 Organisation haben unterschrieben davon neben Verbänden der Öko Branche wie VÖL und AbL auch NGO`s mit sehr vielen Mitgiedern wie BUND, Nabu sowie u.a Initiativen aus Frankfurt der grössten Stadt in Hessen das ist doch ein sehr beachtliches Kundenpotential von motivierten treuen Bio Käufern sollte man meinen. Da ist es schon sehr verwunderlich das der Absatz von Bio Produkten zurückgeht zumal die Lebensmittelpreise ja in allen Segmenten deutlich gestiegen sind.
    Bevor man wie hier bei diesem Aufruf nach mehr Subventionen zu Lasten anderer Marktteilnehmer ruft sollte man erstmal seine eigene Kundenbasis motivieren denn die scheint ja nicht treu und von der Sache überzeugt zu sein. Übrigens wurden in der Vergangenheit nicht von wenigen Politikern und NGO`s höhere Lebensmittelpreise insbesondere für Bio Produkte gefordert, angeblich würden die Verbraucher/innen dies unterstützen. Jetzt bei den ersten Widerständen geht die eigene Klientel als erstes von der Stange, schwach! Falls es knapp wird mit dem Geld kann man auch einfach weniger Spenden und dafür etwas mehr für Bio Lebensmittel zahlen. Dies ist so sogar effizienter denn ohne Zusatzinvestitionen möglich als z.B den Duschkopf zu wechseln.

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  5. Smarti sagt

    Dieser Brief wurde von vielen Vereinen unterschrieben, es sind deshalb im Unterschied zu vielen Zeitungsartikeln Leute da, die man zur Verantwortung ziehen könnte.
    Das könnte ein sehr farbiger Text werden:
    Rot für die Unterstellungen / Lügen die eigens dazu dienen, der modernen Landwirtschaft zu schaden.
    Orange für Behauptungen die zwar nicht stimmen, aber zumindest auch niemandem schaden. Es sind Behauptungen, die aufgestellt wurden, damit die eigene Blase besser dasteht.
    Blau für ” das blaue vom Himmel lügen, nonsens, Übertreibungen, falsche Aussagen und Schlussfolgerungen ganz allgemein.
    Dieser Text ist sehr farbenfroh ! Sehr peinlich und wird den Unterzeichnenden viel mehr Schaden als nützen.
    Aber: dieser Text ist unterschrieben, niemand kann sich mehr herausreden, er hätte das nicht so gemeint… und deshalb ist er auch richtig gut 🙂 .

    Schon meine Oma wusste: manchmal dauert es seine Zeit – aber Lügen kommen immer ans Tageslicht.

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  6. Ostbauer sagt

    So” Etwas” kommt eben bei raus, wenn man die Ernährung der eigenen Bevölkerung dem globalen “Markt” überlässt!
    Seit über 20 Jahren sind hier in Deutschland die regionalen Wertschöpfungsketten geschliffen worden zu Gunsten billiger Lebensmittel. Keine regionalen Schlachthöfe, keine regionalen Molkereien, keine regionalenMühlen, keine “Tante Emma”-Läden mehr.
    Alle fanden es gut; bis auf den Erzeuger der ersten Stufe, jetzt fällt es uns aber von sowas auf die Füße!
    Wen hat in den 90 igern interessiert, ob in China ein Sack Reis umgefallen ist: Keinen! Heute hat das mehr Auswirkungen als eine flächendeckende Dürre in Europa.
    Komisch; unter Diktaturen ging es den Bauern immer besser; allerdings nur aus dem Grund, weil die Ernährung der eigenen Bevölkerung oberste Priorität hatte.(Sanktionen; kann mann sehr schön an Russland beobachten)
    Für mich ist dieser Brief ein letzter großer Hilfeschrei, der sich in den Strukturen der deutschen und europäischen Landwirtschaftspolitik eingerichteten “Bio`s”.
    Aber es wird noch dicker kommen!
    Was meint ihr, wird passieren, wenn im Herbst der Strom nicht mehr 100 €/Monat sondern 500€/Monat für einen Haushalt kostet? Der Liter Benzin oder Diesel nicht mehr knapp 2€, sondern 5€? Man nicht mehr ca 11% des Lohnes für Lebensmittel ausgeben muss, sondern 30 -50 %? Heizkosten für ein normales Einfamilienhaus nicht mehr bei rund 2000€ liegen, sondern bei 10000€?
    Irgendwie kann ich die Angst der “Biobauern” verstehen!
    Mir geht`s im Übrigen nicht viel anders!!

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    • Stadtmensch sagt

      “unter Diktaturen ging es den Bauern immer besser; allerdings nur aus dem Grund, weil die Ernährung der eigenen Bevölkerung oberste Priorität hatte”

      Das ist aber eine sehr deutsche Sicht – oder? Musste gerade an Holodomor denken oder an Maos Krieg gegen die Spatzen.
      Aber stimmt schon; die liberale Freihandels-Doktrin taugt auch nur bedingt und für die Wenigsten für ein Leben in Saus und Braus. Das erste was dabei geschliffen wird, ist die potenzielle Möglichkeit der Subsistenz oder Regionalwirtschaft. Dazu gehören Einrichtungen, um Zeiten eines relativen Mangels zu überbrücken. Man kann ja angeblich immerzu alles weltweit kaufen und braucht nur Geld horten…

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      • Ostbauer sagt

        Geld wird immer mehr zu dem was es ist: Papier!
        Ich denke, den Holodomor in der Ukraine unter Stalin kann man nicht mit der Priorisierung der Eigenernährung in diktatorischen Staaten vergleichen; die haben sich meistens darauf vorbereitet. ( früher hat man sich immer vorbereitet) (-:
        Und es ist keine typische deutsche Sicht ( vielleicht haben wir es erfunden, vielleicht),
        Guck dir die Autokratien und Diktaturen unser heutigen Welt an; da gilt wie vor 2000 Jahren: Brot und Spiele! ( Ist in Demokratien wahrscheinlich auch nicht anders)
        Russland war jahrzehntelang bei Milchprodukten von Westeuropa abhängig; durch die Sanktionen gezwungen haben die sich mit “tatkräftiger” Unterstützung , auch aus Deutschland, autark gemacht.
        Erfahrung macht klug!

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  7. Obstbäuerin sagt

    …”An die Verantwortlichen in der Politik richtet die Allianz die Forderung, ein nachhaltiges ökologisches Lebensmittel-Erzeugungssystem selbst zu entwickeln und nicht den „Turbulenzen des Marktes“ zu überlassen: „Sie gestalten die Rahmenbedingungen! Wir brauchen jetzt ein klares Bekenntnis dazu, dass die ‚fossile Landwirtschaft‘ ein Auslaufmodell ist.“… Also wir, die moderne Landwirtschaft, (“fossil” – vorweltlich, urzeitlich, als Versteinerung erhalten) können da gar nicht gemeint sein und wenn ich das Video https://www.fluter.de/nachhaltige-landwirtschaft sehe, frag ich mich, ob da nicht was verwechselt wurde.

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    • Stadtmensch sagt

      Abwarten Obstbäuerin! Demnächst werden wir sehen, wie gut sich die Erträge entwickeln , wenn man auf Tierhaltung, Dünger, PSM verzichtet.

      Wenn wir dann demnächst kein “Exportweltmeister” mehr sind, weil ohne Energie und Rohstoffe nun mal nix geht, finden sich sicher auch wieder Fossilenergie-sparende Arbeitstechniken mit hohem Arbeitkräftebedarf (gab Zeiten, da wurden Autobahnen mit Hacke und Schaufel gebaut). Politik hat da in der Vergangenheit mit RAD großen Einfallsreichtum bewiesen.

      Und dann ist es sicher auch wieder billiger, Kirschen hier zu produzieren, als sie über 3000km herzukarren. Oder die Menschen fangen wieder an, Roggen und Hülsenfrüchte zu essen?
      Vielleicht gibt es dann auch Sammelstellen für Wirtschaftsdünger, wo wir Städter unsere Stoffwechselendprodukte gegen Brötchen tauschen können?

      Ick wees et nich…

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      • Obstbäuerin sagt

        Ja, da kann man sich so manches vorstellen, Stadtmensch. Irgendwie hab ich aber nicht das Gefühl, dass es in absehbarer Zeit eine gute Entwicklung nimmt.

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  8. Ferkelhebamme sagt

    Die genannten Organisationen sehen ihre Geldquellen schwinden.
    Ich habe mich als Jugendliche immer gefragt, wie die Propaganda im dritten Reich funktionieren konnte. Inzwischen kann ich es sehr gut nachvollziehen. Dieses Schreiben mit wilden Behauptungen, die pseudowissenschaftlich mit vielen Fußnoten versehen ist, gehört dazu, wie das ständige Framing der Gesellschaft durch die unterzeichnenden Gruppen. Mache gerade eine Auszeit mit den Kindern: in der Naturkundeausstellung (mitfinanziert durch o.g. Träger) über heimische Tierarten natürlich der Hinweis, dass die in landwirtschaftlich genutzten Landschaften nicht vorkommen. (Komisch, meine Kinder konnten die alle benennen und haben sie alle schon einmal rund um unseren Hof in natura gesehen) Im Ozeaneum der Hinweis auf Nitrat und Phosphateinträge durch: die Landwirtschaft. Meldungen über die niederländischen Proteste mit der einzigen, sehr einfachen Begründung, dass sie sich gg höhere Umweltauflagen richten.
    Wir haben Werbung auf dem Auto, ich fühle mich inzwischen, als würde ich einen Judenstern tragen. Nette Beschimpfungen wurden schon drauf geschrieben, ich warte förmlich auf fliegende Steine.
    Ich hoffe nur, dass die Realität Politik und Gesellschaft wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Die Gesellschaft wohl eher, weil es um den eigenen Geldbeutel geht.
    Noch ist es allerdings nicht soweit, die Erhöhung der ökologischen und sozialen Standards durch die Politik ohne Aussenschutz führt gerade zum massiven Abbau von Produktion und Arbeitsplätzen in Deutschland. (s. Kirschen) Der politische Elfenbeinturm wankt noch nicht genug.

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    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      “Ich hoffe nur, dass die Realität Politik und Gesellschaft wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Die Gesellschaft wohl eher, weil es um den eigenen Geldbeutel geht.” – Im eigenen Geldbeutel ist die eigene geronnene Lebenszeit zusammen mit einem Rest an persönlicher Freiheit.

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  9. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    Der verlogene Geist der Grünen Khmer, der keine Alternativen kennt, blüht in diesem Artikel kämpferisch und drohend auf. Wenn wir nicht alle sehr schnell auf Bio-Öko umsteigen, dann wird die Welt untergehen! Eine Basis dieses Wahnsinns ist die Annahme, dass der sogenannte anthropogene Klimawandel tatsächlich existiert und das Potential hat, binnen weniger Jahre – 2018 hieß es, dass die Menschheit nur noch 12 Jahre Zeit hat! – die Menschheit auszurotten. Meines Erachtens leiden Menschen, die derartige Texte wie den vorliegenden verfassen oder für bare Münze nehmen, an einer kollektiven Neurose oder sogar Psychose. Leider ist Angsterzeugung ein sehr wirksames Mittel, Menschen und Menschenmassen zu manipulieren. Vor den Angsterzeugern sollte man sich wirklich fürchten! Und die Psychotiker unter ihnen sollten sich auch vor sich selbst fürchten! Im Artikel wird der psychotisch selektive Tunnelblick sichtbar, denn alternative Szenarien, Fakten, Perspektiven und Lösungen werden strikt ausgeblendet. Zumindest leben diese Dauerverängstigten in einer sehr aufregenden Welt. – Durch z.B. die Agenden “Green New Deal”, “Agenda 2030”, “Great Reset”, “Global Compact for Migration” und “Pandemie” der UNO/WHO und der EU wurden die globalen Krisen künstlich erschaffen. Eine Wurzel des Problems liegt in der Tatsache, dass es durch jahrzehntelange GRÜNE Propaganda gelungen ist, die für das Leben auf der Erde wichtigen Gase CO2 und N2 als tödliche Giftgase, und die Errungenschaften der modernen Chemie als todbringend darzustellen. Wer dieses apokalyptische Weltuntergangs-Narrativ verinnerlicht hat, erlebt die Welt so wie die Flagellanten des 13. und 14. Jahrhunderts. Unter denen soll es ja Gläubige geben, die tatsächlich glauben, dass das Mädchen Greta Thunberg, welches “Agenda Contributor” im “World Economic Forum” in Davos ist, die CO2-Moleküle in der Luft sehen kann. — — —> “Diese Entwicklung gefährdet die Existenz unserer Biobetriebe! Genau der Betriebe, die wir benötigen, um die von uns als Gesellschaft gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen! (…) Denn nur der Ökolandbau bietet Antworten auf die großen globalen Herausforderungen wie der Klimakrise und dem Verlust der Artenvielfalt. (…) 3 Hochpreisige Bioprodukte werden im Regal zugunsten von Bio-Ware im Discounter stehen gelassen; regional erzeugte Ware verliert derzeit immer mehr an Marktanteil gegenüber Billig-Angeboten. (…) Die aktuelle Krise zeigt noch deutlicher als bereits erkannt, wo die Schwächen unseres bisherigen globalisierten Systems der Lebensmittelerzeugung liegen. Eine Landwirtschaft, welche nur durch den Einsatz chemisch-synthetischer Dünge- und Spritzmittel aufrechterhalten werden kann, gewährleistet eine langfristige Nahrungsmittelsicherheit nicht. Die längst bekannten und wissenschaftlich belegten negativen ökologischen Auswirkungen sind jedoch der Hauptgrund, dieses System zu hinterfragen7. (…) Zusammengefasst sind es drei Faktoren, welche die Notwendigkeit zur Transformation dieses Systems offenlegen. Erstens die hochgradig negativen Auswirkungen auf unsere Ökologie (Verschmutzung des Grundwasser, massiver Rückgang der Biodiversität, Abbau des Humusgehaltes der Böden mit einhergehender vernichtender Klimabilanz etc.), zweitens den viel zu hohen Energiebedarf für die Erzeugung dieser Betriebsmittel und den damit einhergehenden weiteren negativen Folgen für den Klimawandel und drittens die Abhängigkeit von autokratischen Staaten, welche uns, wie der aktuelle Konflikt mit Russland zeigt, massive Probleme bereitet.Es besteht wissenschaftlich und in weiten Teilen der Gesellschaft Konsens, dass der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität Krisen darstellen, deren Gefährlichkeit nicht hoch genug einzuschätzen
    sind, da sie unsere Ernährungssicherheit und den Lebensraum auf dieser Erde massiv bedrohen8. Nur der umfassende Ausbau des Ökolandbaus bietet hier eine Alternative!”

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  10. Gerhard sagt

    Also Willi, Du schreibst das das geschriebenen aus diesem Aufruf für alle Berreiche der Landwirtschaft gilt. Da gebe ich Dir schon recht, nur diese Organisationen sehen das genau so nicht.

    Das ganze ist für mich ein Pamphlet der übelsten Art.
    Die merken Ihre eigenen Wiedersprüche nicht und tragen diese noch wie eine Monstrans vor sich her.
    Die Energieintensive fossile Landwirtschaft:
    Dann mögen doch Sie bitte ihre Schlepper stehen lassen und wieder mit dem Pferd raus ( ob das wohl Peta gefällt ). Auch die ganzen Maschinen wurde mal mit viel Energie erzeugt und gebaut. Landwirtschaft ist nicht nur Dünger, der Energieintensiv ist. Mechanische Unkrautkontrolle kostet auch Energie (Hacken Pflügen und Co), reduziert somit auch die Biodiversität, fördert Erossion und Humusabbau durch Nitirfikation. So Nachhaltig ist das auch nicht. Vielleicht sollte man doch nicht so laut nach dem Ende der fossilen Landwirtschaft plärren.

    Die Hybris Deutschland müsse die Welt ernähren:
    Nein müssen wir nicht, weil wir es auch gar nicht können. Aber mann sollte sich schon darüber klar sein, das man seine Beitrag leisten sollte um die Ernährung der Welt zu sichern. Und nicht nur auf den eigenen Nabel zu klotzen, den man gerne für den Mittelpunkt der Erde hält.
    Seltsamerweise haben aber genau diese Organisationen die Hybris das wir hier im Alleingang das Weltklima retten.

    Am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt genesen aus deren Ihre Sicht. Irgendwie kann ich die Länder um uns rum verstehen, wenn sie die Deutschen immer kritsch Beobachten. Etliche neigen immer zu Extremismus welcher Art auch immer.

    Und das der Verbraucher so reagiert wie er es jetzt tut, entgegen dem was er immer in Umfragen verspricht. Nun, die Moral endet am Regal und vorallem am Geldbeutel.

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  11. Seevers Reinhard sagt

    “Es besteht wissenschaftlich und in weiten Teilen der Gesellschaft Konsens, dass der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität Krisen darstellen, deren Gefährlichkeit nicht hoch genug einzuschätzen sind, da sie unsere Ernährungssicherheit und den Lebensraum auf dieser Erde massiv bedrohen 8 .

    Nur der umfassende Ausbau des Ökolandbaus bietet hier eine Alternative! Denn er trägt maßgeblich dazu bei, dass Böden gesund erhalten werden, CO2 sequestriert, Biodiversität gefördert und ein unabhängiges, nachhaltiges und ein weitgehend resilientes Systeme zur Produktion von Lebensmitteln geschaffen wird 9 .”

    Mimimi….echt jetzt? Also alle wollen es, aber wollen dafür nicht bezahlen? Suche den ideologischen Fehler!

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  12. Thomas Bröcker sagt

    Das ist ein aus der puren Verzweiflung über das Schwinden der Gelder aus dem Bio-Zauberland geborenes Papier. Propaganda, die an Heftigkeit kaum zu übertreffen ist !
    Und hier kommt auch wieder das vorherige Thema ins Spiel: Es ist nämlich tatsächlich zu 100 % ein fataler Fehler gewesen, dass DBV und ZVG ihre Unterschrift unter das ZKL-Papier gesetzt haben. UND es ist JETZT Zeit diese Unterschriften zurückzuziehen.

    Was das obige Papier nämlich einfordert, ist die Umrechnung der ominösen 90 Mrd. Schaden aus dem Einleitungskapitel des ZKL Berichtes auf die Preise der Erzeugnisse der modernen Landwirtschaft umzurechnen und einzupreisen. Es geht darum “das Ender der fossilen Landwirtschaft einzuläuten”.
    Es muss allerdings auch von uns mit eigenen Vorschlägen auf die nun mal gesetzten Frames bezüglich Artensterben, Humusabbau usw. reagiert werden – und das geht mit den aktuellen Untersuchungsergebnissen! Wenn WIR die Gelegenheit nutzen jetzt mit eigenen Vorschlägen gegenzusteuern, können wir sogar im Ansehen auf die Überholspur kommen. Es muss nur genau jetzt getan werden.

    Nach Friedensangeboten sieht das hessische Papier jedenfalls definitiv nicht aus.

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