Alle Artikel in: Bauer Willi

Weiter kein Regen – jetzt wird es richtig ernst

In diesem Jahr sind in den Monaten März, April und Mai auf unseren Feldern (Nähe Köln)  weniger als die Hälfte des normalen Niederschlags gefallen. Im Juli waren es nur 20 mm. Im Osten Deutschlands sieht es noch schlimmer aus und für die nächsten zwei Wochen ist kein Regen in Sicht. Überall laufen die Beregnungsmaschinen, hier auf einem Feld mit Petersilie. Jetzt wird es richtig ernst für die Kulturen, die im Herbst geerntet werden. Auch die Logistik über die Flüsse wird immer schwieriger. Aber das werden wir erst in einigen Wochen merken. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Reaktionen auf „Paulinus“

Auf den am 31.7. hier veröffentlichen Vorgang hat es Reaktionen gegeben. Hier die Stellungnahme der Katholischen Landvolk-Bewegung Deutschland. KLB D Paulinus Locklair Die Bundesgeschäftsführerin, die gleichzeitig auch Chefredakteurin der Zeitschrift LANDaktiv ist, hat mit klaren Worten reagiert. Von der KLB Trier gibt es einen ähnlich lautenden Brief. KLB Trier Frey Auch viele Privatleute haben sich mit einem Brief an die Redaktion gewandt. Bisher ist mir noch keine Reaktion seitens der Kirchenzeitung „Paulinus“ bekannt geworden.  

Ernährung 2060

Die „Republik“ ist ein Online-Magazin mit Sitz in der Schweiz, dass von seinen Lesern (und Leserinnen) finanziert wird. https://www.republik.ch/ Der nachfolgende Text beschreibt fiktiv die Ernährung im Jahr 2060. Der Autor ist kein Landwirt… https://www.republik.ch/2022/07/23/globale-hungerkrise-teil-2-wie-sich-10-milliarden-menschen-mehr-oder-weniger-nachhaltig-ernaehren-koennen?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Man kann sich dieser Fiktion verweigern, man kann sie aber auch daraufhin studieren, was wahrscheinlich kommen wird. Und überlegen, was dann doch zu utopisch ist. Ich bin gespannt auf die Diskussion.

Willi der Hahn

Der Artikel passt irgendwie zum Thema von Sonntag. Und er macht mir deutlich, wie unsere Mitbürger unsere Landwirtschaft gerne hätten und warum das „gute Gefühl“ dabei eine große Rolle spielt. https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=35853 Wenn man auf das Dreieck im Kreis tippt, kann man sich den Text von der Autorin vorlesen lassen.

Zum Sonntag: Hat die Kirche sonst keine Probleme?

In der Kunden-Zeitschrift „Schrot und Korn“, die in Naturkost- und Bioläden zum Mitnehmen ausliegt, hat ein gewisser Fred Grimm einen Text über die EU-Subventionen geschrieben. Herr Grimm ist Redakteur beim Greenpeace-Magazin. https://schrotundkorn.de/umwelt/weizen-gegen-putin In diesem Text steht Folgendes: „Verkürzt gesagt funktioniert die europäische Agrarpolitik bislang so: Ein Großteil des EU-Haushalts geht regelmäßig an die Landwirtschaft. Wer die größten Flächen besitzt, bekommt die höchsten Subventionen, egal, ob er Tiere quält, Böden mit Pestiziden und chemischen Düngern versaut oder das Grundwasser gefährdet. Direkt und indirekt profitieren insbesondere Massentierhalter, Futtermittelhersteller, Bodenspekulanten und Giftmischer, denen es gelang, ihre artenausrottenden Produkte als sogenannte Pflanzen„schutz“mittel zu adeln.“ Soweit, so bekannt und für Greenpeace nichts Neues. Doch es geht weiter und zwar noch heftiger: „Plötzlich entdeckte die europäische Agrarindustrie ihr Herz für die Hungernden der Welt und suchte das Scheinwerferlicht. Jede Tonne Weizen sei eine Waffe gegen Putin, fabulierte einer ihrer Lautsprecher, jeder Bauer im Prinzip ein Soldat. Von nun an sollte daher jede Freifläche wieder beackert, vergiftet und überdüngt werden dürfen, sonst müssten Kinder verhungern. Diese Propaganda ist an Perfidie kaum zu …

Trecker-Sprüche

Ich weiß nicht, woran es liegt, dass man sich unter Landwirten mit netten Sprüchen über die eigene oder jeweils andere Treckermarke neckt. Hier eine kleine Auswahl. Jeder kluge Bauernsohn kauft sich einen Ferguson Nur der Steyr ist etwas teurer Hat der Bauer kein Geld, sind des Traktors Felgen gelb Wer ihn liebt und wer ihn kennt, der fährt nen Schlepper namens Fendt Wird der Bauer immer reicher, fährt er einen Allrad Eicher Mit dem Deutz hat man sein Kreuz Der Motor brennt, er hat genug, der IHC vor´m Einscharpflug Lieber reiten auf nem Pony, als zu fahren auf nem Johny Ein Pfund Blech und ein Pfund Lack fertig ist der Hanomag Ob Hänger oder Güllefass, nur mit Case macht’s richtig Spaß Sind die Hühner platt wie´n Teller war der Claas mal wieder schneller Trecker sind wie Kirschen – nur die Roten sind die Guten! Übrigens: Wir fahren in unserer Kooperation einen Fendt. Den über dreißig Jahre alten John Deere behalten wir. Er wird immer zur Getreideernte eingesetzt, um die Anhänger zu bewegen. Da leistet er …

Auch Adler haben Hunger

Aus Gründen des Tierschutzes ist das Kükentöten nach dem Schlüpfen in der Brüterei verboten. Bisher wurden die mit Kohlendioxid getöteten Küken eingefroren und an Zoo´s oder Tierparks verkauft, die damit füttern. Ich habe jetzt von einem Zoo/Tierpark erfahren, der von einer Brüterei lebende Küken geliefert bekommt. Diese werden jetzt vom Personal vor dem Füttern mit einem scharfen Messer ins Jenseits befördert. Der Versuch die Eintagsküken als „Lebendfütterung“ zu verwenden, wurde eingestellt, weil einige Greifvögel die lebenden Eintagsküken – wie in der freien Natur – stückweise zerfleischt haben. Rechtlich ist alles in Ordnung. Die Brüterei gibt lebende Küken ab, die Mitarbeiter dürfen die Küken töten, weil diese ja als Nahrung für Greifvögel (und andere Tiere) dienen. In der Konsequenz hat sich nichts geändert. Warum ich das bringe? Ich weiß auch nicht, irgendwie finde ich das alles etwas absurd.  

Stellenangebot

Das Aktionsbündnis „Wir haben es satt“ sucht jemanden für Social Media. „Du hast ein Gespür für bildstarke Botschaften, nachhaltige Narrative und das passende politische Framing? …Du kannst unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und dabei motivierend und öffentlichkeitswirksam formulieren? Und du hast Lust, die Agrarwende-Bewegung voranzubringen? Dann haben wir eine gute Aufgabe für dich!“ https://www.meine-landwirtschaft.de/ueber-uns/ausschreibungen/ Ich überlege, ob ich mich bewerben soll. Den dritten Punkt der Anforderungen könnte ich ja mitbringen… • ausgeprägtes Kommunikationsvermögen, hohe Internetaffinität und Freude an kreativer Online-Kommunikation • Organisationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Stressresistenz • von Vorteil ist ein gutes Hintergrundwissen zu dem Themenbereich Landwirtschaft Wenn man den Job bekommt, kann man sich zum Beispiel mit diesen Themen hier beschäftigen: https://www.meine-landwirtschaft.de/schwerpunkte/pestizide/?L=0

Zielkonflikt Gas oder Teller

Die Bundesregierung hat wegen der fehlenden Importmengen von russischem Gas ein Energiesicherungspaket beschlossen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/energiesicherungspaket-2063868 Unter anderem ist dieser Satz zu lesen: „Auch die erneuerbaren Energien sollen einen stärkeren Beitrag leisten, um Erdgas aus dem Strombereich zu verdrängen. So soll vor allem die Biogaserzeugung ausgeweitet werden, indem etwa die vorgegebene jährliche Maximalproduktion der Anlagen ausgesetzt wird.“ Diese Maßnahmen machen Sinn. Sie stammen aus dem Ministerium von Minister Habeck. Minister Özdemir wettert aktuell gegen Futtermittel und Biosprit. Er will die Tierhaltung halbieren, den Einsatz organischer Dünger erhöhen. Andererseits sollen aber seit langem fossile Treibstoffe durch erneuerbare Energie ersetzt werden, damit weniger CO2 in die Atmosphäre gelangt. Die Beimischung von Bioethanol und Biodiesel war also politisch gewollt. Im Übrigen werden die Reststoffe aus deren Produktion ja als Futter verwendet, gehen also nicht verloren. Vielleicht sollten sich die beiden Minister einmal darüber einig werden, was jetzt Priorität hat.