Bauer Willi
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Zum Sonntag: Hat die Kirche sonst keine Probleme?

In der Kunden-Zeitschrift “Schrot und Korn”, die in Naturkost- und Bioläden zum Mitnehmen ausliegt, hat ein gewisser Fred Grimm einen Text über die EU-Subventionen geschrieben. Herr Grimm ist Redakteur beim Greenpeace-Magazin.

https://schrotundkorn.de/umwelt/weizen-gegen-putin

In diesem Text steht Folgendes:

“Verkürzt gesagt funktioniert die europäische Agrarpolitik bislang so: Ein Großteil des EU-Haushalts geht regelmäßig an die Landwirtschaft. Wer die größten Flächen besitzt, bekommt die höchsten Subventionen, egal, ob er Tiere quält, Böden mit Pestiziden und chemischen Düngern versaut oder das Grundwasser gefährdet. Direkt und indirekt profitieren insbesondere Massentierhalter, Futtermittelhersteller, Bodenspekulanten und Giftmischer, denen es gelang, ihre artenausrottenden Produkte als sogenannte Pflanzen„schutz“mittel zu adeln.”

Soweit, so bekannt und für Greenpeace nichts Neues. Doch es geht weiter und zwar noch heftiger:

“Plötzlich entdeckte die europäische Agrarindustrie ihr Herz für die Hungernden der Welt und suchte das Scheinwerferlicht. Jede Tonne Weizen sei eine Waffe gegen Putin, fabulierte einer ihrer Lautsprecher, jeder Bauer im Prinzip ein Soldat. Von nun an sollte daher jede Freifläche wieder beackert, vergiftet und überdüngt werden dürfen, sonst müssten Kinder verhungern. Diese Propaganda ist an Perfidie kaum zu überbieten.”

Wie gesagt, dieser Text erschien in einer Zeitung, die vor allem für Kunden in Naturkost- und Bioläden gedacht ist.

Was hat das nun mit der Kirche zu tun? Nun, der Text erschien als Gastkommentar in der Trierer Kirchenzeitung Paulinus vom 24.7.2022. Auf Seite 8 unter der Rubrik “Näher betrachtet”. Dazu noch das Logo des Kundenmagazin “Schrot und Korn”.

Wenn die katholische Kirche einen solchen Text, der gegen die gesamte Landwirtschaft in einer Art und Weise hetzt, die kaum noch zu ertragen ist, muss sie sich nicht wundern, wenn sich auch noch die Landwirte von ihr abwenden. Wenn sie es wegen der diversen Skandale nicht schon längst getan haben.

Was ich erwarte? Eine Stellungnahme der katholischen Kirche, warum sie diesen Text gebracht haben und offensichtlich für gut befinden. Es ist eine Frage des Anstands, der Landwirtschaft die Möglichkeit einzuräumen, die im Text von Herrn Grimm gemachten Aussagen richtigzustellen.

Wenn Sie Kontakt zur Redaktion des “Paulinus” aufnehmen wollen:

https://www.paulinus.de/paulinus/Integrale?SID=CRAWLER&ACTION=ViewPageView&MODULE=Frontend&PageView.PK=1&Document.PK=52

Dort freut man sich sicher über den Dialog.

 

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162 Kommentare

  1. Thomas Bröcker sagt

    Hallo Andreas,
    Sie sind ja offensichtlich einer der Öko-Pioniere der ersten Stunde. Ich vermute aus Ihren Kommentaren heraus, dass es sich bei Ihrem Betrieb um einen Mischbetrieb mit Rinderhaltung, Weidewirtschaft und Ackerbau handelt – optimale Bedingungen für Bio also. Wenn es nicht so ist – auch egal.
    Ich habe größte Hochachtung vor Betrieben, die ihr Konzept konsequent durchziehen – und auch den Markt haben, ihre Produkte abzusetzen und ich verstehe Ihren Stolz auf diesen Werdegang.
    Schwierig finde ich es hingegen, diese Herangehensweise anderen als die einzig richtige überstülpen zu wollen. Bei mir (OGS – Obst-Gemüse-Speisekartoffeln) ist, entgegen allen Behauptungen kein Absatz für Bio-Ware zu generieren. Wir wohnen hier im ärmsten Ort Deutschlands (Einkommenshöhe) und direkt an der Grenze zu billigeren Polen.
    Meine Entscheidung fiel, nicht nur aus diesen Gründen, eindeutig in Richtung moderner IP-Anbau. Erstens, weil die Ressourcennutzung weit nachhaltiger und effektiver ist und zweitens, weil ich keinen Unterschied in der Biodiversität gegenüber meiner Bioland-Nachbarin sehen kann. Dieser Umstand (keine Unterschiede dahingehend) ist ja mittlerweile durch langjährige Untersuchungen in ganz Deutschland bewiesen.
    Die Welt werden wir Beide nicht retten, aber es bei der nüchternen unüberheblichen Sicht auf die eigene Situation und Produktionsweise zu belassen, wäre zwischen konkreten Betrieben sehr hilfreich. Deshalb würde und werde ich nie einen Betrieb wegen seiner Produktionsweise angreifen, mich aber sehr wohl gegen aus meiner Sicht falsche Behauptungen wehren. So wie Sie das auch tun. Mit Biobauern-Bashing hat das m.E. gar nichts zu tun.

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  2. Andreas sagt

    Andi: ” Aber ich frage mich, worüber soll ich mit einem Hardcore-Biobauer wie Andreas diskutieren, der nur schwarzweiß kennt. Nämlich bio = gut und konvi = schlecht. Und sich freut, wenn es im nächsten Jahr vielleicht zuwenig Dünger gibt. ”
    Ich finde es extrem schade, dass Sie nicht mit mir diskutieren wollen. Dass ich mich freue, wenn es im nächsten Jahr weniger Dünger gibt, dass hat mir der Besserwisser Seevers in den Mund gelegt, ich habe es nie geschrieben und mich auch dagegen gewehrt.
    Ich versuche nur, die ganzen Unwahrheiten über den Ökoanbau die hier verbreitet werden, richtig zustellen. Ich bin selbst als Angestellter bei meinem Vater 12 Jahre mit der Unkrautspritze gefahren und habe alle damals zuglassenen Mittel, die heute alle verboten sind, in der Umwelt verteilt. Weil man nach 10 Jahren das Atrazin, dass ich versprüht hatte, in der gemeindlichen Quelle unter unseren Hof im Trinkwasser fand, habe ich nach der Hofübernahme sofort auf Ökoanbau umgestellt. Auch wollte ich nicht mehr für die Staatliche Intervention, sondern für den Markt produzieren. Damals um 1980 gab es im Westen staatliche Interventionspreise zu denen der Staat Getreide, Fleisch, Butter und
    Magermilchpulver aufkaufte und einlagerte. Ich würde mich sehr freuen, wenn das Biobauern-Bashing hier endlich aufhören würde und man über die echten Probleme in der Landwirtschaft diskutieren könnte.

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    • Reinhard Seevers sagt

      ” Dass ich mich freue, wenn es im nächsten Jahr weniger Dünger gibt, dass hat mir der Besserwisser Seevers in den Mund gelegt, ich habe es nie geschrieben und mich auch dagegen gewehrt.”

      DAS ist gelogen, das habe ich nie geschrieben…..immer schön schauen, wen man zitiert!☝

    • Seevers Reinhard sagt

      “Ich würde mich sehr freuen, wenn das Biobauern-Bashing hier endlich aufhören würde und man über die echten Probleme in der Landwirtschaft diskutieren könnte.”

      DAS fände ich auch sehr gut…..
      Wo fangen wir an?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Was für ein Schleimscheißer dieser Bürgermeister. Das traurige an der Sache ist, dass er selbst Landwirt ist.
      Wenn die Gemeinde selbst Busgeldbehörde ist, bräuchte es nur ein Wort und die lächerliche Anzeige wäre im Papierkorb gelandet.

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  3. Elisabeth Ertl sagt

    Kopf und Ermutiger solch billiger Polemiken ist ja EU – Kommissar Frans Timmermans. Ich hab unter “Tierwohl oder Wählerstimmen” folgenden Podcast verlinkt:
    https://www.falter.at/falter/radio/62d533b79c7af30012dfabcd/artenvielfalt-klimaschutz-und-die-europaische-union-774?utm_source=emailCampaign&utm_medium=Falter%20Newsletter&utm_campaign=Aufbruchsstimmung%20%E2%80%93%20FALTER.natur%20%2370&utm_content=
    Warum wurde die anschließende Diskussion gelöscht?

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  4. Jürgen Donhauser sagt

    Als Kleriker und somit auch Vertreter dieser Kirche bin ich ebenfalls wütend, wie viele eben auch in diesem Blog. Danke Willi für das Einstellen des Kontaktformulars – ich habe es eben mit deutlichen Worten versehen genutzt und der Redaktion von Paulinus geschickt. Auch mich bringen solche Artikel in einer Kirchenzeitung und auch das Fehlverhalten zur Weißglut. Warum findet diese Anbiederung an den Zeitgeist in der Kirche statt?
    1. “Heile Welt Gegackere” ist gerade in der Kirche beliebt.
    2. Die jahrelange negative Berichterstattung über die katastrophalen Vergehen der Kirche führte dazu, dass einige Mitarbeiter meinen, sie müssten auf jeden Mainstream-Zug aufspringen um sich irgendwie wieder an das Volk ranzuwanzen, anzubiedern um wieder irgendwie gemocht zu werden. Um so erschreckender für mich, wenn man sich dabei einen Bereich aussucht die eine Minderheit darstellt, auf der so wie so schon rumgetrampelt wird und von der man schon überhaupt keine Ahnung hat.
    3. Die Mitarbeiter in diesen kirchlichen Bereichen sind allesamt weltliche Angestellte – entstammen also aus dem selben “Pool” wie für andere Verlage, Firmen usw.
    Dies bedeutet, das man mit den gleichen “Auswirkungen” ihrer Tätigkeiten zu rechnen hat, wie bei anderen Zeitschriften. Nach einem längerem Gespräch mit meinem Bischof im Frühjahr über genau solch einer Problematik erkannte ich die Hilflosigkeit. Der Bischof kann nicht jeden Artikel und Verlautbarung in seiner Diözese persönlich absegnen. Je weiter es von ihm entfernt ist, um so mehr muss er darauf vertrauen, dass die eigentlich vorgegebene Marschlinie eingehalten wird. Ständig verselbstständigen sich Teile davon und müssen wieder eingefangen werden. Und reagiert der Bischof restriktiv, dann wird ihn sofort mangelndes Vertrauen, Unkenntnis der Lage und Problematik, konservatives Verhalten, altertümliche Weltanschauungen usw. usw. vorgeworfen. Ich kann nur alle im Blog bitten – macht euch bemerkbar! Schreibt an die Redaktion, noch besser an den Bischof selbst. Macht klar, wie ihr euch von solchen haltlosen Vorwürfen falsch dargestellt und von der Kirche in Stich gelassen fühlt! Macht es bitte!!!

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    • Seevers Reinhard sagt

      Die ev. Kirche ist doch genauso unterwegs. Sie versuchen mit “weltlichen” Themen ihren religiösen Überbau zu rechtfertigen und zu legitimieren.
      Sie suchen den Rettungsanker für ihre Daseinsberechtigung.

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  5. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    Dieser an Perfidie nicht leicht überbietbare Text zeigt, warum ich Grün Denkende und Grün Handelnde als grundsätzlich Grüne Khmer bezeichne. Diesen Extremisten geht es nicht um Umwelt- oder Tierschutz. Es ging und geht ihnen immer um politische Macht, um ihren Traum von irgendeiner Marxismusvariante durchzusetzen. Akut setzen die Globalisten des Great Reset den Hebel bei den Nitratwerten in Kanada, Holland und Deutschland an. Und der nagelneue WEF-Präsident Sri Lankas hat die demonstrierende Bevölkerung als Faschisten bezeichnet. In Variationen wird dasselbe Schema weltweit angewendet und ggf. mit existenzbedrohender Gewalt durchgesetzt.

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    • Seevers Reinhard sagt

      AEdgRbg, es ist wie bei allen vorangegangen Revolutionen, sie wollen bessere Menschen aus den schlechten machen, koste es, was es wolle.
      Sie allein haben die Wahrheit inne, und sie muss in die Welt.

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      • Der Grüne Regenbogen ist am Ende sagt

        Vielleicht fällt den Leuten dann etwas auf, wenn die ganze Sache alternativlos ist. Damit meine ich, wenn es keine Alternativen zu den Autos mit Verbrennermotoren gibt und auch nicht genug Strom, um die wenigen sehr teuren E-Vehikel überhaupt zu betreiben. Auch Wärmepumpen funktionieren nur sehr unbefriedigend, wenn der Strom aus keiner Steckdose kommt. War es nicht unser letzter Kaiser, der luzide die Zukunft der Fortbewegung in den Pferden sah?

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    • Wolfgang Kolbe sagt

      Grüne tun alles um ihre kranke marxistische Ideologie durchzusetzen. Korrupt bis aufs Mark, wie alle anderen Parteien der neuen alten SED auch. Denen geht es weder um Tierwohl noch um Umweltschutz. Staatsknete und steuerliche Subventionen abgreifen wo es nur geht. Deutschland hatte bisher 3 Diktaturen. Die Nazi-, die SED-, die Corondiktatur. Zur Zeit erleben wir den Beginn der 4. Diktatur, der Klimadiktatur. Die grüne Ministerin Nonnenmacher aus Brandenburg haelt den Klimawandel für gefährlicher als den Ukraine Krieg. Menschenverachtender geht es scheinbar nimmer. Oberdrein sind die Olivgrünen die schlimmsten Kriegstreiber.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Soll ich einmal versuchen, die konventionelle Landwirtschaft nach diesem Strickmuster pechschwarz zu malen??? 😉

        • Seevers Reinhard sagt

          Nee Elisabeth, sein Beitrag geht gar nicht um Landwirtschaft, sondern um eine Partei.🙄

  6. Andi sagt

    @Elisabeth Ertl
    Werte Frau Ertl, auch ich finde es Schade, dass sich nicht mehr Nichtlandwirte an der Diskussion hier beteiligen. Aber ich frage mich, worüber soll ich mit einem Hardcore-Biobauer wie Andreas diskutieren, der nur schwarzweiß kennt. Nämlich bio = gut und konvi = schlecht. Und sich freut, wenn es im nächsten Jahr vielleicht zuwenig Dünger gibt. Oder Otto (warum nur erinnert mich dieser Name an einen Komiker?), der außer “ha, ha, ha” und nichtssagenden Sprüchen, offenbar nicht an einer ernsthaften Diskussion interessiert ist. Seien Sie mir nicht böse, aber auf solche Leute kann ich gerne verzichten.

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    • Otto sagt

      Der Otto ist schon hundert mal hier rausgeflogen. Anfangs diskutierte der seriös, wurde aber stets ins Lächerliche gezogen sobald der Herrschaft seine Meinung nicht gefiel. Willi baut gerne Brücken, die haben aber nur eine Fahrspur, und die Richtung bestimmt er.
      Deshalb jetzt nur noch Komik. So wie die von ihm vertretene Landwirtschaft.
      Jetzt zeigt ihm sogar die Kirche die Grenzen seines Tuns. Und er will es immer noch nicht wahrhaben. Es ist wie mit dem Geisterfahrer, der glaubt, als einziger richtig auf seiner Spur zu fahren, obwohl ihm 100te entgegenkommen….

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      • Seevers Reinhard sagt

        Geiler Beitrag, inhaltlich, wie stilistisch. Erinnert an den Dadaismus.👍

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        • Bauer Willi sagt

          Otto benutzt immer wieder neue Mailadressen und kann deshalb nicht dauerhaft blockiert werden. Die beste Reaktion: keine Reaktion, wirklich keine. Er will ja provozieren und das sollte ihm nicht gelingen.

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        • Inga sagt

          Ja, wenn für ihn die Kirche mehr Ahnung von Landwirtschaft hat als die Landwirte.

          Die hat bestimmt mehr Ahnung von Seelsorge und Theologie als ein Staatl. Geprüfter Landwirt, eventuell mit Diplom.

    • Elisabeth Ertl sagt

      Und Tom? Man muss ja nicht seiner Meinung sein.
      Negativbeispiele der konventionellen Seite spare ich mir jetzt zu nennen. Da gibt es einen, dem ich schon lange gar nicht mehr antworte.
      Dem Menschen sind die Folgen seiner Handlungen zumutbar. Wenn es in Folge der gegenwärtigen mehrheitsfähigen Politik Nahrungsknappheit geben wird, wird der Gesellschaft keine Wahl bleiben, als die Suppe auszulöffeln. Aber wer weiß, vielleicht irren ja die Konvis.
      Jedenfalls gilt der Spruch von Robert Habeck: “Lieber mit der Demokratie in den Abgrund, als keine Demokratie.” Der Blick auf Putin beweist es.

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      • Andi sagt

        Mit Tom kann man doch ernsthaft diskutieren. Bin nicht immer seiner Meinung, aber er erkennt wenigstens an, dass es nicht nur schwarzweiß gibt. Und dass in der konventionellen Landwirtschaft schon alles heile Welt ist, werden hier zu wenigsten behaupten. Jeder Betrieb ist anders und jeder Landwirt ist und muss offen sein für Veränderungen, sonst hat er doch eh schon verloren.

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        • Peter sagt

          Genau deshalb müssen die Veränderungen aber von dem Betrieb selbst kommen und wirtschaftlich Sinn machen. Die Industrie nutzt dazu KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess). Die Landwirtschaft soll aber ständig von außen verbessert/verändert werden. Logisch muss das scheitern.

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          • Arnold Krämer sagt

            Auch die Landwirtschaft kennt KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) nennt es aber nicht so und ist sich dessen vielleicht nicht einmal bewusst.
            Ich habe rund 25 Jahre meines Berufslebens mit der Vermittlung von Management-Wissen verbracht. Vorträge und Zeitschriften-Artikel hierzu waren gefragt und in den Meisterkursen gehörten die Inhalte selbstverständlich auch dazu. Ich habe keine Erfahrung mit Großbetriebsstrukturen, wie sie in Ostdeutschland anzutreffen sind. Dazu kann ich nichts sagen.
            In den westdeutschen Familienbetrieben gab und gibt es zwei wesentliche Problembereiche für eine systematische Anwendung und Umsetzung der Ideen des KVP.
            1. Die Buchführung wird “fremd” erstellt und dient nur ganz selten einem systematischen Controlling und dem Aufspüren von Schwachstellen und Ansatzpunkten für Verbesserungen. Für einzelne Betriebszweige werden allerdings oft sehr intensive Teilkostenabrechnungen erstellt und durch produktionsbezogene Management-Programme ( z.B. Sauenplaner, Kuhplaner) ergänzt. Darüber findet nicht selten ein intensiver Erfahrungsaustausch unter den Praktikern und auch den beteiligten Familienangehörigen in sogenannten Arbeitskreisen statt.
            2. In den Familienbetrieben sind die Familien-Arbeitskräfte in ihrer Doppelrolle als Knecht und Herr (Magd oder Herrin) oft sehr müde von der Arbeit, die Arbeitsbelastung ist hoch und oft nur mit viel Routine und (guten oder weniger guten, aber immer zeitsparenden ) Gewohnheiten zu bewältigen. Das ist nicht gerade förderlich, Neues auszuprobieren, Gewohnheiten zu ändern.

            Die schlauen Sprüche von Nabu, Peta und Co zur landw. Produktionstechnik im weitesten Sinne sind so überflüssig wie nur was. Wenn die Politik in Brüssel und Berlin sie jedoch inhaltlich zum Gegenstand von Gesetzen und Verordnungen macht, wird’s problematisch, weil dieses oft kontraproduktiv wirkt oder sogar total demotiviert.

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            • Inga sagt

              Wie kann die Politik das Wissen von staatlich geprüfte mit Berufserfahrung den unerfahrenen Theoretikern von den NGOs gleichsetzen?

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        • Seevers Reinhard sagt

          “Und dass in der konventionellen Landwirtschaft schon alles heile Welt ist, werden hier zu wenigsten behaupten.”
          Das hat nie jemand behauptet. Das Gegenteil ist der Fall, Bio hat sich immer dadurch selbst erhöht, in dem es die konventionelle Landwirtschaft schlecht geredet hat. Dadurch sind doch die ganzen Gräben erst entstanden.
          Bio hat ein Problem mit der Anerkennung der Wahrheiten z.B. die geringeren Erträge…aber wenn das angesprochen wird, wird automatisch ein neues Fass Glyphosat aufgemacht.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Da wird der böse konventionelle Bauer aber sehr sehr traurig sein, werte Elisabeth, wenn gerade du überhaupt nicht mehr mit ihm sprichst.

        Tränensturzbäche – armer, armer Kerl!!!

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Wozu, die Feststellung, dass man einzelne konventionelle Bauern von einer Diskussion ausgrenzt. Der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht.

            Kann man auch ohne grosse Ankündigung tun, ansonsten empfiehlt sich generell eine Teilnehmerliste, wer sich hier zu Wort melden darf. Dann wird es aber eine noch einsamere Runde.

            Ich jedenfalls erwarte kein einhelliges Kopfnicken in einer Diskussion. Wäre ja langweilig….

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              • firedragon sagt

                Frau Ertl,
                ich habe mich über Ihren Satz “… Negativbeispiele der konventionellen Seite spare ich mir jetzt zu nennen. Da gibt es einen, dem ich schon lange gar nicht mehr antworte. …” auch sehr gewundert.
                Er ist sehr divenhaft und kommt auch dementsprechend an und da wundern Sie sich über die Reaktionen.
                Wenn man ein Problem mit jemanden hat, sagt man es direkt, dann ist das für den Moment geklärt. So unterschwellige Bemerkungen in den Raum stellen tut nicht gut.

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    • Pälzer Buh sagt

      Ich bin nicht sicher ob Andreas überhaupt LW ist und oder in einem Grünen Beruf arbeitet. Irgend etwas reales Fachliches hat er bislang nicht von sich gegeben. Ausser ähm🙄……….Mimimi ……
      Da Lobe ich doch Smarti😊

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  7. Otto sagt

    haha wenns schmerzt, sollte man die krankheit bekämpfen, nicht den Schmerz, werter Willi.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wo genau liegen ihre Probleme?
      Kann man ihnen helfen, hab grad meinen sozialen Tag.

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    • evo.... sagt

      Meistens werden ja die Schmerzen von Parasiten (Bakterien, Viren,…) verursacht. Der Körper kann sich mit seinem Immunsystem ja meist selbst helfen. wenn nicht, werden diverse Mittel, wie Antibiotika, angewendet.

      Auf die Landwirtschaft übertragen bedeutet das:

      Leute wie Chef Willi oder Thomas Bröker sind das Immunsystem der Landwirtschaft. Wenn es denen nicht gelingt die LW von Öko-Parasitentum zu heilen, brauchen wir zusätzliche Mittel. Ich denke da ,z.B. an Monsanto, Syngenta,u. ä..

      Realität ist doch, dass Monsanto, im Vergleich zum Geschäftsgebaren unserer Bio-Bauern, ein Wohltätigkeitsverein ist.

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      • Andreas sagt

        evo: “Leute wie Chef Willi oder Thomas Bröker sind das Immunsystem der Landwirtschaft. Wenn es denen nicht gelingt die LW von Öko-Parasitentum zu heilen, brauchen wir zusätzliche Mittel. Ich denke da ,z.B. an Monsanto, Syngenta,u.”

        Ja genau, Bayer, BASF und Syngenta haben schon mal vor 80 Jahren die Mittel geliefert, um Andersgläubige und sonstiges Gesindel nachhaltig zu bekehren.
        Mit ihrer Mithilfe wird das der Gefreite Bröker gerne übernehmen.
        Ob das aber zum Endsieg reicht, möchte ich bezweifeln.

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          • evo.... sagt

            Es gibt eine Häufung netzaktiver Bio-Bauern um München (da iss er groß geworden) herum und Richtung Braunau ( da iss er aufgewachsen). Der Andreas könnte Braunau mit einem Spaziergang erreichen.

            Ich hab da jetzt auch eine Hypothese: Das Alpenvorland war Jod-Mangelgebiet. Dafür, wie sich Schilddrüsen-Probleme auf die Psyche auswirken, gibt es ja heute Diagnosen. Der Hiddlör war ja ned ganz gesund. Vielleicht hat er bloß unter Jodmangel gelitten oder seine Eltern und er hat die psychischen Probleme kopiert.
            Reste von den Problemen sind wahrscheinlich immer noch vorhanden.

            • Bauer Willi sagt

              @evo
              Bitte keine persönlichen Angriffe und bitte keine Anspielungen. Auf niedriges Niveau sollte man nicht mit niedrigem Niveau reagieren.

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          • Bauer Willi sagt

            @Mark
            das ist Unfug. Ich kenne sehr viele kluge Bio-Bauern. Solche Verallgemeinerungen sind nicht sinnvoll. Wir wollen doch das Niveau dieses Blogs nicht unnötigerweise herunterziehen.
            Danke.

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        • Bauer Willi sagt

          @Andreas
          Noch so ein Kommentar und ich werde Sie blockieren. Sie wissen warum…

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  8. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Interessant:
    In einer landwirtschaftlichen Fachzeitschrift kürte unlängst eine hochkarätige Jury den „Junglandwirt des Jahres“.

    Hier sein Betriebsspiegel:
    Nutzfläche des Betriebes insgesamt 347 ha (Gemüse-/Kartoffel-/Ackerbau)
    davon 2 ha Grünland, 345 ha Ackerland,
    Pachtanteil 342 ha.
    30 AK, davon 3 Familien-AK u. 27 Fremd-AK

    Werter Herr Grimm, für wen ackert dieser BIO-Jungbauer!?
    Hiervon lassen sich noch sehr viel mehr Beispiele listen!!!

    Man sollte hier vielleicht einmal im Grundbuch hinterleuchten, welche Belastungen dort eingetragen und von diesem Junglandwirt zu schultern sind, damit andere als Sofamelker ein herrlich sorgenfreies Leben führen können!?

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Steffi Lemke in ihrem unverkennbar realitätsfremden BMU-Palast macht gegenwärtig klammheimlich über eine fatale Hintertür die Bioenergien systematisch platt – raus der einen Abhängigkeit, beherzt hinein in so viele extrem geißelnde andere. Die vernetzend notwendige Vorausschau!? Eine Dezentralisierung unserer Energieproduktion, und hierzu zähle ich die gesamte Bandbreite derselben, ist mittlerweile allerdings ein absolutes MAST HAVE!!! Hoffentlich bald vorbei die Zeiten jener „Energieexperten“, deren Wissen allenfalls dafür reichte, orten zu können, dass der Strom aus der Steckdose kommt, den man nicht riechen, schmecken oder sehen kann. Wer nimmt heute einen Horst Seehofer für seine 10-h-Regel bei Windkraft im Lande der Laptop-Lederhosen in die Verantwortung; bajuwarischer Populismus in seiner reinsten Form. So werden wir auch im Hinblick auf die Personalie Lemke spätestens in einem Jahrzehnt ein äußerst ernüchterndes Fazit ziehen müssen. Ja, Frau Lemke, wir Bauern können mehr – wir Bauern können Zukunft!!! Wir ermöglichen den Individualverkehr der Zukunft; ohne uns Bauern wird es diesen nicht geben. // Es braucht deshalb heute mehr denn je dringendst eine nachweisliche Fachlichkeit in den jeweiligen Ministerien und maßgeblichen Gremien, ansonsten fliegt uns dieses abgehoben irreale, ewige Wohlstandswachstumsdenken auf Kosten Dritter gehörig um die Ohren. // Übrigens: Auch die UFOP hat vor 10 Jahren noch den Sonnenblumenanbau hierzulande systematisch geblockt, sah selbigen weit eher in einer günstigen Produktion im Osten Europas verortet. Die Gunstregionen hierzulande sollten sich allenthalben dem Rapsanbau widmen, schließlich verfügten die Erzeuger dort die notwendige Kontendeckung, um denselben finanziell wuppen zu können mit vorauseilend gemutmaßten Supergewinnen. Schwarzes Gold auf unseren Bauernkonten mit sehr hohen Durchfließgeschwindigkeiten!!!… // Wir reduzieren aktuell auf lautes Geheiß eines administrativen Bildschirmdiktates ganz brutal unseren Pflanzenschutz- und Düngereinsatz auf unseren Äckern und verfallen dabei dem nebulösen Irrglauben, dass ein kontinuierlich lineares Ertragswachstum sich dort dennoch vollkommen ungebremst fortschreiben ließe. – Erst wenn der Hunger auch hierzulande an unseren Haustüren anklopft, werden wir geflissentlich endlich zur Kenntnis nehmen müssen: Mit Essen spielt man nicht! – Schon gar nicht solche brandgefährlichen Spielchen!!!

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  10. Bauer Willi sagt

    Diese Mail erhielt ich heute:

    „ Ich schreibe keinen Beitrag in Ihrem Internetforum und werde mich auch nicht öffentlich äußern. Wir haben von drei Kirchengemeinden gepachtet (oft kleine Parzellen unter 1.000 m², die aber mitten in grossen Schlägen liegen) und die Verlängerung der Pachtverträge wird zunehmend schwierig.“

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    • firedragon sagt

      🙂 unbekannt,
      mach Dir nix draus.
      Wir waren froh, endlich Flächen beieinander zu haben, dass man halbwegs wirtschaften konnte.
      Ziemlich mittig ein kleiner Streifen Kirchenland. Das Pachtverhältnis neigte sich dem Ende und die Kirche bat um ein Angebot unsererseits.
      Es muss wohl ein höheres Angebot eingegangen sein. Anstatt mit uns zu reden, ob wir bereit wären, die gleiche Pacht zu zahlen, die geboten wurde, kam von Seiten der Kirche nix. Es ist schon ein starkes Stück, wenn man es nicht schafft, mit dem Pächter zu reden, der die Fläche schon zwanzig Jahre bewirtschaftet.
      Die Fläche haben wir verloren. Der jetzige Pächter wollte sie dann mit uns tauschen – machen wir nicht, er wollte diese Fläche unbedingt, soll er damit glücklich werden.

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      • Tom sagt

        Ein klassischer Fall von unkollegialität – bei uns Landwirten leider oft Alltag.
        Und dann diskutieren wir ( wie Christian Bothe ) über
        ” Landwirte gegeneinander ausspielen”?
        Merkt Ihr was?

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        • firedragon sagt

          Tom,
          Unkollegialität gibt es in allen Berufsgruppen.
          Im Übrigen arbeiten wir mit einigen sehr gut zusammen.
          Ich finde es nicht gut, dass sich Verpächter und Pächter nicht vorher zusammen setzen und sich über Weiterverpachtung unterhalten. Wenn kein Zusammenkommen möglich ist, kann der Verpächter immer noch öffentlich ausschreiben.
          Soll aber jeder machen, wie er denkt … in unserem Fall ist nur ein, sehr gläubiges, Familienmitglied aus allen Wolken gefallen, es konnte nicht wahrhaben, dass gerade Kirche so handelt.

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        • Bauer Willi sagt

          @Tom
          Wenn der Drache die Fläche seit 20 Jahren bewirtschaftet, warum ist er dann unkollegial? Weil er mit dem Überbieter nicht tauscht? Die Logik kann ich nicht nachvollziehen.

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          • firedragon sagt

            Tom meint das anders herum.
            Es gilt das ungeschriebene Gesetz, dass man sich nicht gegenseitig die Flächen wegnimmt oder einem anderen zwischenrein bietet.

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            • Schorsch Summerer sagt

              Manche scheren sich um solches nicht. Ist so. Muss man aber nicht nachmachen es gibt schließlich in jedem Haus einen Spiegel. Oft sieht man sich im Leben zweimal.

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      • firedragon sagt

        Herr Gresshöner,
        es gibt Flurstücke, die sind wesentlich kleiner.
        Viele solcher kleinen Flurstücke ergeben ein Schlag. Das kann schon mal bedeuten, dass ein wirtschaftlicher Schlag aus vielen kleinen Flurstücken besteht. Wenn dann ein Flurstück aus dem Verbund wegfällt, ist dann blöd.

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  11. Smarti sagt

    Warum noch dagegen halten ? Wenn dies die Meinung der Konsumenten – bzw. der selbsterwählten Sprecher der Konsumenten – ist, dann ist das doch in Ordnung.
    Dann sind diese sogenannten konventionellen Produkte so schädlich für die Umwelt und den, der sie zubereiten und essen soll, dass sie endlich verboten gehören !
    Bei den Zigaretten geht das doch auch !
    Jetzt auch alle konventionellen Produkte kennzeichnen mit:
    Diese Tomate gefährdet Ihre Gesundheit und die Ihres ungeborenen Kindes, ausserdem werden die Schmetterlinge vergiftet und die Delfine unfruchtbar…
    Alle Regale leer räumen. Und dann viel Spass – gesundheitsschädliche Produkte dürfen nämlich auch nicht eingeführt werden.

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  12. Elisabeth Ertl sagt

    Ehrlich: Ob die gewendete Agrarwirtschaft genug produzieren wird oder nicht, das wird man definitiv sehen, wenn sie gewendet ist. Alles andere sind theoretische Berechnungen, an die die einen glauben und die anderen eben nicht. Ich glaube nicht, dass man die Entwicklung, die jetzt stattfindet, noch bremsen kann – wohin immer sie führen wird.
    Ich bin sicher keine konventionelle Hardlinern, aber auch keine biologische. Ich versuche, meinen städtischen Freunden die Sache möglichst differenziert darzustellen.
    Die Meinung dieser Leute ändert sich aber nicht: Konventionelle Landwirtschaft macht den Boden kaputt, verdichtet ihn, vergiftet ihn, überdüngt ihn, erodiert ihn, sie sehen das ja selber jedes Mal, wenn sie aufs Land fahren: die Maschinen sind viel zu groß, die Agrarlandschaft ist einfach grottenhässlich, viel hässlicher als die Stadt, wo man sich immerhin um ästhetische Gestaltung bemüht; aus so einer Landschaft können keine gesunden Lebensmittel kommen, die Leute werden eh immer kränker von dem schleichenden Gift; erholen kann man sich daher nur noch in der Wildnis, weil selbst auf die Almen schon mit Maschinen hinauf gefahren wird; es wird bei uns keinen Hunger geben, weil wir alle sowieso zu fett sind, zu viel Fleisch essen und zu viel wegwerfen; es nützt nichts, wenn es auch einen natürlichen Methankreislauf gibt, man muss Wiederkäuer abbauen, um das Methan aus dem Kreislauf zu nehmen, um damit unvermeidliche CO2 – Emissionen zu kompensieren; auch jedes wilde Lebewesen z.B. Wolf hat liebevolle Zuwendung verdient; als fühlender Mensch kann man doch kein Tier töten, um es zu essen etc.
    So sieht die Welt aus der Perspektive der Stadt aus, und aus Bauernsicht sieht sie anders aus. Ist so.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Man muss aber auch sagen: die Aufklärung zum Thema Landwirtschaft, die Gott sei Dank seit einigen Jahren stattfindet, entwickelt sich mittlerweile schon wieder fast zu derselben Schönfärberei wie beim Billa-Schweinchen. Was nützt es mir, wenn ich erzähle, dass heutzutage viel mehr Humus aufgebaut wird als früher, wenn dann so ein Aufgeklärter hinaus fährt und mir Fotos zeigt von einem fahlen Boden unter Mais, der an der Oberfläche völlig verschlämmt ist und viele Risse hat. Es gibt ja diese kaputten Böden wirklich, wenn auch nicht überall. Es gibt in Deutschland heftig überdüngte Böden, wenn auch nicht überall. Es gibt Schweineställe, die den Tierwohlstandards entsprechen mögen, aber wo die Tiere auf eine Art gehalten werden, wie das ein Hobbyhalter seinen paar Tieren niemals antun würde. Der wichtige Hinweis aufs Geld entbindet einen ja nicht davon, sich in einen Außenstehenden auch einmal hinein zu denken.

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          • Seevers Reinhard sagt

            Elisabeth, es gibt jedem Tag Menschen, die gegen Verkehrsrecht verstoßen. Sind deswegen alle Verkehrssünder und muss man alle Menschen als Teilnehmer am Verkehr beschuldigen oder sie ausschließen?
            Die ständige Kollektivschuld geht mir auf den Senkel und die hergeleiteten Lösungen noch mehr.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Aber wenn dir so einer begegnet, regst dich auch auf, nicht wahr? Dann denkst du auch nicht sofort an die vielen Braven, sondern hoffst, dass der bestraft wird.

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              • Seevers Reinhard sagt

                Ich gründe aber keine NGO oder Initiative gegen Verkehrssünder, das regelt das Gesetz.
                Ich hänge auch keine Plakate an Bundesstraßen und prangere diese Mitbürger öffentlich an.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Wenn ein Drittel der österreichischen Ackerböden verdichtet sind, dann ist das zwar nicht die Mehrheit, aber auch nicht die Ausnahme.
                  Man darf nicht vergessen: In einer freien Marktwirtschaft gehört Grund und Boden zwar mehrheitlich den privaten Bewirtschaftern, es ist aber trotzdem Bundesgebiet, und man muss den Einwohnern des Landes zugestehen, dass sie sich dafür interessieren, wie mit diesen Flächen umgegangen wird.
                  Es ist ein Unterschied, ob ich einen Landwirt anprangere, das wäre nur angebracht, wenn er Gesetze bricht und anderen vorsätzlich schadet; oder ob ich darauf hinweise, dass es ein Problem gibt und offen lasse, wer dieses Problem lösen kann und wird.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Elisabeth, mal sprichts du von Vergehen, die seitens der Bauern angemahnt werden sollten, dann relativierst du und sprichst nur noch von Interesse der Einwohner des Landes. Du eierst rum und kannst keine Position beziehen. Du scheinst Angst zu haben, dich für etwas festzulegen.
                  Wenn an unserer Bundesstraße ein Plakat gegen einen “Massentierstall” in der Gemeinde aufgehängt wird, dann ist das in meinen Augen hochgradig undemokratisch und hat nichts mehr mit Interesse zu tun. Wenn der Bürger den Verwaltungen und dem Gesetzgeber nicht mehr traut, dann können wir den Laden auch zu machen.
                  Wo sind denn die gleichen Interessierten, wenn pro Tag 70ha Landfläche dauerhaft versiegelt werden? Es ist eine vorgeschobene Argumentation, die ein Interesse suggerieren soll, in Wirklichkeit ist es ein Angriff auf Eigentum und der Weg zum Sozialismus unter dem Deckmantel der Betroffenheit.
                  P.S: Das Drittel verdichteter Böden in Österreich stelle ich mal in Frage….ist wahrscheinlich der gleiche Papiertiger, wie unser Nitrattiger. Oder ist jeder Quadratmeter Österreichs bereits evaluiert?

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Reinhard, Du warst es, dem bei der Bodenverdichtung als Vergleich der Verkehrssünder eingefallen ist, nicht ich. Ich bin konsequent zum Ursprung meines Anliegens zurück gekehrt.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Das ist definitiv falsch Elisabeth.
                  Ich habe mich hierauf bezogen:
                  “Es gibt Schweineställe, die den Tierwohlstandards entsprechen mögen, aber wo die Tiere auf eine Art gehalten werden, wie das ein Hobbyhalter seinen paar Tieren niemals antun würde.”
                  Da war noch gar nicht von Bodenverdichtung die Rede.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Außerdem: Wenn ein Bürger sein Mitspracherecht missbraucht, muss man den Missbrauch abstellen. Wenn er sich unqualifiziert äußert, muss man ihn mit Sachargumenten schlagen. Aber das Mitspracherecht überhaupt in Frage stellen, das geht zu weit.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Elisabeth, es geht doch gar nicht um Mitspracherecht. Es geht um den Inhalt der “Mitsprache”. Gestern hat Willi doch so schön formuliert, dass der Ton bei Twitter viel besser sei, als hier….dieser retweet auf seinen Twitter-Beitrag ist dann wohl ein solcher weniger scharfer aber dennoch bürgerlicher Mitsprache – Sprech:
                  Eine Ute Bauer schreibt:
                  Agrarlobbyisten Ziel:
                  “Von nun an sollte daher jede Freifläche wieder beackert, vergiftet und überdüngt werden dürfen, sonst müssten Kinder verhungern. Diese Propaganda ist an Perfidie kaum zu überbieten”
                  – Volle Zustimmung

                  In DE wird nur auf 4% der Fläche Essgetreide angebaut.

                  Elisabeth, ist das das Mitspracherecht, dem wir mit Sachargumenten begegnen sollen? Die andere Wange hinhalten, um sich diese auch noch einschlagen zu lassen? Das hat noch nicht oft funktioniert in der Menschheitsgeschichte.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Aha:

                  evo: “Leute wie Chef Willi oder Thomas Bröker sind das Immunsystem der Landwirtschaft. Wenn es denen nicht gelingt die LW von Öko-Parasitentum zu heilen, brauchen wir zusätzliche Mittel. Ich denke da ,z.B. an Monsanto, Syngenta,u. ä..”

                  Dieser Stil also rettet die Welt ????

                • Reinhard Seevers sagt

                  Ja natürlich Elisabeth, diese Rhetorik entspricht deiner Natur. Du findest den einen Makel unter tausend unbedenklichen Posts aber die tausend Vorwürfe die seit Jahren von der anderen Seite kommen, die schaffst du noch zu relativieren.
                  Nach deiner Denke muss der Bauer auf Knien kriechend um Vergebung bitten, damit ihm gestattet wird, EINEN Widerspruch zu formulieren….
                  Ich lese täglich Vorwürfe in den Medien, den sozialen Medien, Chrismon, in Leserbriefen usw. usw…..ich lese keine einzige Gegenrede….wehe einer muckt auf, dann kommt aber der Hammer der Vergeltung, nach dem Motto, : siehste, mit solchen bösen Buben darfst du aber nicht spielen.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Weißt du, ich bin weder bei einem Bioverband noch in irgendeiner konventionellen Organisation,. Ich schau mir das von außen an.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  “Außerdem: Wenn ein Bürger sein Mitspracherecht missbraucht, muss man den Missbrauch abstellen. Wenn er sich unqualifiziert äußert, muss man ihn mit Sachargumenten schlagen. Aber das Mitspracherecht überhaupt in Frage stellen, das geht zu weit.”

                  Der Bürger hat ein Mitspracherecht, das kann er beim Einkauf ausüben, er hat nicht das Recht dem Bauern Vorschriften zu machen, wie der Bauer seine Arbeit verrichten soll.

          • sonnenblume sagt

            Jede Stadt hat auch ihre speziellen dunklen Ecken. Wird oft vergessen, weil man dort nicht hin geht, bzw. sich mit den Problemen nicht auseinander setzt und auch nicht zuständig fühlt.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Wenn in diesem Forum ein Neuling auftaucht und in die dunklen Ecken der Landwirtschaft leuchtet, wird er meist so brutal niedergemacht, dass er gleich nimmer schreibt.
              Es ist schon eine verständliche Reaktion, wenn man in der Öffentlichkeit immer angeschossen wird, dass man dann die Gegendarstellung in den leuchtendsten Farben malt. Aber das nennt sich dann Polarisierung, und die macht es noch schlimmer. Siehe: “Diese Propaganda ist an Perfidie kaum zu überbieten.”

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              • sonnenblume sagt

                Man sollte aber auch so ehrlich sein und sagen, dass die konv. Landwirtschaft nicht nur aus dunklen Ecken besteht, sondern auch viel Gutes hervorbringt. Wo wird das einmal berichtet? Gefühlt wird doch nur noch davon gesprochen, dass sich dort alles sammelt, was die Welt ins Unglück zieht.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Mach ich ja. Ich glaub trotzdem, dass eine Verteidigung, die auch mit dem rechten Maß an Selbstkritik gewürzt ist, beim Gegenüber mehr Vertrauen weckt,

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                • sonnenblume sagt

                  Hat unser Verband nicht immer nach der Maxime gehandelt?
                  Mit dem Ergebnis, dass wir kaum noch Luft zum Atmen finden?
                  Von der Biene, bis zum Wasser, das Tier, der Boden, alles wird durch die Konvis geschädigt.
                  Und die Ernährung schaft Bio auch viel besser. In jeder Hinsicht.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  @Sonnenblume: Ich erwarte solche Selbstkritik natürlich auch von den Bios. Aber gerade Tom übt hier weiter unten ja solche Selbstkritik.

              • Reinhard Seevers sagt

                Leibe Elisabeth, ich hänge hier mal einen aktuellen Leserbrief an, das ist tägliche Propaganda, die dunklen Ecken muss man gar nicht suchen, die haben andere schon längst für sich erkoren:

                Leserbrief aus der Kreiszeitung vom 30.7.2022

                „Sparaufruf, aber 24 Stunden den Mais bewässern“
                Wiedereinmal hat Frau Seidel im wohlgemeinten Interesse derjenigen. Die das Wasser in unserer Region gebrauchen, aber nicht wirklich unbedingt auch gebrauchen, das gemeine Volk im Schrebergarten und am Kinderpool zum Wassersparen aufgerufen, um uns vor existentieller Nt zu bewahren. Bravo für diese Nachhaltigkeit.
                Ich habe meinen Nachbarn, einen klassischen Kuhbauern, lachen hören, als er wohl diesen artikel gelesen hat. Er hat seine Beregnungsanlage gleich eine Nummer höher gestellt.
                Wer kann mir diese Sparaufrufe an Gartenbesitzer und Spaß spendende Väter plausibel machen, wenn mein Nachbar dieser Tage 24 Stunden seinen Mais wässert, mit dem er die Milchkühe füttert und Milch produziert, die wir alle existenznotwendig, weil schon zu viel, gar nicht brauchen und Putin nicht mehr haben will.
                Eine Beregnungsanlage sprüht je nach Auslegung zwischen 3 und 21 Kubikmeter pro Stunde, was bei 24 Stundenbetrieb, also bei täglichen Verbrauch von mittleren 10 Kubikmetern, insgesamt 240 Kubikmeter ausmacht- und das die letzten drei Tage.
                Lehre: „Liebe Nachbarin mach deine Gießkanne noch einmal voll und lass Anke Seidel weiter für die deutsche Agrarindustrie arbeiten! Aber glaub ihr nicht, sie hat es mit dem ganzheitlichen Denken nicht so.“ Das hat sie von Herrn Ippen. (Anm.: Ippen ist Chef der Verlagsgruppe Ippen, dem auch die Kreiszeitung angehört)
                Und warum hat der Landkreis, der augenblicklich vollmundig wie schon beim Krankenhaus alles im Griff haben will, die Genehmigung für diese Wasserentnahme in 2021 neu für die Dauer von 20 Jahren genehmigt? Ist das etwa Wassermanagement? Denk ich an Diepholz in der Nacht…..

                gez. Hartmut Zehrer, Bassum

              • Bauer Willi sagt

                Das sehe ich auch so, Elisabeth. Ich meine das Niedermachen der Neulinge.
                So bleibt es bei der immer gleichen Blase. Das ist bei Twitter definitiv anders. Dort ist man toleranter und offener.

                Nur eine Feststellung. Ich persönlich finde es schade.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Bauer Willi

                  Wenn ich zu einem Thema keine Ahnung habe, schreibe ich keinen Kommentar, oder Frage nach Informationen.
                  Genau dies vermisse ich bei den Neulingen. Die meisten meinen, sie können den Bauern zeigen, wie man Landwirtschaft macht, haben selbst nicht einmal eine Salatstock zur Erntereife gebracht.
                  Sind das seriöse Diskussionspartner?

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          • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

            “meinen städtischen Freunden die Sache möglichst differenziert darzustellen”

            Das gelingt mir bei meinen Schwestern,Akademiker,die früher Kühe melken und Rüben hacken mussten,auch nicht.
            Insbesondere am Bodensee muss eine ausserordentliche Landwirtschaft zuhause sein,da wird mal eben in einen Melkroboter oder eine eigene Hofmolkerei investiert.
            Da ist wohl die Welt noch in Ordnung.

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    • sonnenblume sagt

      Wie würden Sie denn die Aussagen der Bio-Branche in Bezug auf die konventionelle Landwirtschaft bezeichnen?

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    • Inga sagt

      Ein Städter hat uptodate zu sein!

      Man kann sich als Städter nicht leisten altmodisch zu sein und sich von Medien die Meinung machen zu lassen.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Das sehe ich auch so, Inga. Die Städter waren traditionell immer die Avantgarde der Gesellschaft und sind unbemerkt abgerutscht in den Mainstream, während die Leute am Land schon viel weiter denken.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Die Städter meinen – und meinen es immer noch – sie wären die Avantgarde des deutschen Volkes. Wenn ich die kaputten Typen in Berlin sehe, frage ich mich, wo nehmen die ihren Optimismus her.

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  13. Obstbäuerin sagt

    Wir beobachten es ja seit Jahren, wie sich der Ton verschärft und der Umbau der Landwirtschaft vorangetrieben wird. Viele Kräfte haben sich vernetzt und agieren teils auf der Bühne teils dahinter. Und Geld scheint reichlich für Propaganda (die jetzt schon offen in Hetze übergeht) zu fließen. Wenn man sich die Unterstützer der Kampagnen gegen die moderne Landwirtschaft genauer ansieht, finden sich meist dieselben Institutionen und NGO´s, inclusive der Kirchen wieder. Hier mal ein Beitrag aus 2021 zum Einfluss der Stiftungen und NGO´s. Das kann 1 zu 1 auf den politischen Druck zur Ökologisierung der Landwirtschaft übertragen werden.
    Die unterschätzte Macht der grünen Lobby
    Von Axel Bojanowski, Daniel Wetzel (Welt.de 2021)
    „…Die Lobby für den Klimaschutz in Deutschland stützt sich heute auf üppige Geldmittel. Ihre Finanzkraft fußt auf zwei Säulen: Einerseits päppeln Bundesregierung und EU-Kommission die Umweltlobbygruppen mit stark wachsenden Beträgen.
    Die zweite Säule bilden mächtige Stiftungen, die sich aus den Milliardenvermögen philanthropischer Unternehmer und ihrer Erben finanzieren. Die beiden zentralen Stiftungen der deutschen Klimaschutzszene sind die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation (ECF).
    Am Anfang stand ein strategischer Plan, mit dessen Hilfe der Klimaschutz nicht nur in der Politik, sondern in der gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung und Debatte als zentrales Thema verankert werden sollte. 2012, ein Jahr nach Fukushima, skizzierten der Regierungsberater Claus Leggewie und der damalige Geschäftsführer der Mercator-Stiftung, Bernhard Lorentz, das Vorgehen: „Die großen operativen Stiftungen mit breiten Netzwerken und Kontakten zu den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft und den Multiplikatoren in der Gesellschaft können die erfolgreichsten Change Agents werden.“

    „…Wer sich für Klimaschutz und Energiewende engagiert, kann mit Unterstützung zumindest einer der beiden Großstiftungen rechnen.
    Umwelt- und Klimaschutzverbände finanzieren sich außerdem wesentlich aus Steuergeldern. Von 2014 bis 2019 erhielt etwa der Umweltverband BUND rund 21 Millionen Euro aus der Steuerkasse, der größte deutsche Naturschutzverein Nabu insgesamt sogar 52,5Millionen Euro aus acht verschiedenen Bundesministerien und Behörden.
    Der Löwenanteil von 36 Millionen Euro kam dabei aus dem Etat des Bundesumweltministeriums, aber auch die Ministerien für Entwicklungshilfe, Arbeit und Forschung und das Auswärtige Amt zahlten gut. Von 2020 bis Ende 2023 soll der Nabu 47 Millionen Euro aus Steuermitteln erhalten, der BUND 7,5 Millionen Euro….“

    „….Damit wurden nicht nur zahlreiche Projekte des Wald-, Vogel- und Insektenschutzes finanziert. Laut Bundestagsdrucksache wurde etwa auch ein Projekt „Zivilgesellschaft und christliche Kirchen – gemeinsame Bewahrung der Schöpfung / Vernetzung von Umweltaktivisten“ von der Bundesregierung mit 74.800 Euro finanziert,….“

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  14. Tom sagt

    Ok, mit den Worten ” artenausrottenden Produkte” und “vergiftet und überdüngt” bin ich nicht einverstanden, aber an sonsten hat der Schreiber doch uneingeschränkt Recht oder?
    Von den EU Beihilfen profitieren doch hauptsächlich die Großbetriebe und Verarbeiter,
    die mit diesen Subventionen uns kleinere Betriebe ” platt machen”.

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    • Bauer Willi sagt

      Ich finde die Diskussion zwischen Landwirten über groß oder klein nicht zielführend. Was Herr Grimm schreibt, trifft alle Landwirte aller Größen und aller Produktionsrichtungen.

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      • Tom sagt

        Ich finde diese Diskussion (Groß-klein) sehr zielführend.
        Es ist ganz sicher so, daß die Großbetriebe ( Große Ldw-Betriebe, Erzeugervereinigungen, Verarbeiter) den Löwenanteil an Subventionen abgreifen.
        Mit diesen Subventionen wird dann der Produktpreis gedrückt, was die kleinen
        Betriebe in den Ruin führt.

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        • Arnold Krämer sagt

          Die Diskussionen müssen geführt werden zu den Fragen: Welche Subventionen brauchen wir? Welche sind überflüssig? Wieviel Selbstverantwortung brauchen wir? Wieviel Sozialismus wollen/können wir uns im Kapitalismus leisten?

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        • Christian Bothe sagt

          @Tom, ziemlich daneben so Landwirte gegeneinander auszuspielen! Gehen Sie mal in sich zum Sonntag! Übrigens wissen Sie auch wieviel Biolandwirte an Subventionen bekommen ( mehr wie Konvis/ha )? Großbetriebe gibt’s auch bei denen: Bsp.: Dennree . Haben einen 4000ha Betrieb und fast 1000MK als Tochterunternehmen…Was die katholische Kirche da in der Broschüre präsentiert, beschämt mich als Dipl.Agr.Ing. und Katholik!!! Hoffentlich gibt’s ein Statement zu diesen Behauptungen!Ist auch nicht die Meinung der Mehrheit der Gläubigen.

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          • Tom sagt

            Ihrem schreiben nach zu urteilen, führen Sie so einen ” Großbetrieb”,
            was Sie für mich nicht perse schlecht macht.
            Nur möchte ich eben klarstellen, was diese Subventionen in Vermarktungsorganisationen und an Großbetriebe, die selbst an den LEH vermarkten am Ende bewirken.
            Wir haben unseren Betrieb über Jahrzehnte ohne Subventionen
            ( außer natürlich die Flächenbeihifen ) aufgebaut.
            Jetzt schießen Betriebe deren Kühlhallen, Maschinen und Vermarktungsgebäude massiv gefördert wurden aus dem Boden.
            Diese unterbieten, da sie ja geringere Enstehungskosten haben die Preise auf dem Markt. Dies ist ja für eine Regierung auch der Sinn der Subventionen.
            Aus eigener Kraft gewachsene Betriebe, die sich nicht an dem dauernden
            ” wachsen oder weichen” System beteiligen wollen oder können werden somit aus dem Markt gedrängt.

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            • Christian Bothe sagt

              @Tom, nur zur Richtigstellung, bin nicht mehr aktiv tätig. Habe aber als Ossi VEGs geleitet und nach der Wende einen Kartoffelbetrieb geführt. Nichtsdestotrotz verfolge ich die schwierige Zeit für unsere Bauern in Ost und West sehr genau, besonders auch hier in Thüringen! Deshalb finde ich die von B.Willi aufgezeigten Zitate der katholischen Kirche in diesem Falle fehl am Platze!

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              • Christian Bothe sagt

                Letzter Satz: nochmal zum Verständnis, die Meinung der katholischen Kirche ist für mich beschämend zum Thema…

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Ich stimme da Arnold Krämer voll zu. Man muss sich einmal grundlegend fragen, was man eigentlich will.
          Über Klein/Groß denke ich oft nach.
          Der Vorteil der Großbetriebe liegt auf der Hand: sie können billiger produzieren, und der Kunde greift im Geschäft nun einmal zum Billigsten. Deshalb findet das Wachsen oder Weichen statt. Es würde auch ohne Subventionen stattfinden.
          Wenn die gesamtgesellschaftliche Entwicklung in diese Richtung geht, und wenn alle damit zufrieden wären, dann müsste sich ja der Kleine damit abfinden, dass ihn niemand braucht, und etwas anderes machen. Man verdient ja schließlich sein Geld, indem man anderen dient. Der Beruf ist kein Selbsterfahrungsseminar.

          Aber so ist es ja nicht. Es ist doch interessant, woher dieses gesamtgesellschaftliche Unbehagen den Großbetrieben gegenüber kommt. Dass der Kleine immer ökologischer, tierfreundlicher etc. wirtschaftet, kann man ja widerlegen.
          Hier am Land kaufe ich aber wirklich am liebsten bei den kleinen Direktvermarktern ein, die ich persönlich kenne. Ich kann mir die etwas höheren Preise leisten. Nur wenn mir etwas nicht schmeckt, weiche ich aus in den Supermarkt. Die milde Südoststeiermark ist z.B. keine gute Kartoffelgegend.

          Ich wundere mich nicht darüber, wenn man mich in der Stadt um meine
          Möglichkeiten beneidet. Größe ist verknüpft mit Macht, mit Anonymität, man fühlt sich da viel mehr ausgeliefert. Das macht ein mulmiges Gefühl.
          Und dass der Große die gleiche Flächenprämie kriegt wie der Kleine, der beispielsweise in einem engen Alpental wirtschaftet und gar keine Expansionsmöglichkeit hat, das deutet ja darauf hin: je größer, umso mehr Einfluss auf den Staat. Das widerspricht rechtsstaatlichen Grundsätzen.
          Der kleine Bauer von nebenan, oder der Bauer, bei dem ich Urlaub gemacht habe, und der mir gelegentlich seine Produkte mit der Post in die Stadt zusendet, das ist mein Mitbürger, auf einer Ebene mit mir. Unwahrscheinlich, dass der mich heimlich betrügt. Wenn er kein Anständiger ist, dann sehe ich das und kann ihm ausweichen.
          Der Großbetrieb, dessen austauschbarer Angestellter nachts im Mähdrescher über ein riesiges Feld fährt und mir im Wochenendhaus den Schlaf raubt, und bei dem ich dann aber nicht einmal ein Kilo Weizen kaufen kann für meine Getreidemühle, aufgrund von Umständen, die außerhalb seiner Einflussnahme liegen, der ist Teil eines bedrohlichen Machtapparates. Dem traue ich alles mögliche zu: dass er mein Essen vergiftet, ihm die Artenvielfalt nichts bedeutet etc. Auch wenn ich dafür keine Beweise habe.
          In seinem Buch “Small Is Beautiful” schreibt E. F. Schumacher: “Während viele Theoretiker – die möglicherweise keine sehr enge Berührung mit der Wirklichkeit haben – die Größe verherrlichen, gibt es bei realistisch denkenden Menschen im täglichen Leben ein starkes Verlangen und ein Streben danach, die Vorteile der Kleinheit zu nutzen, wo immer das möglich ist: Annehmlichkeit, Menschlichkeit und Überschaubarkeit.”

          Der Kapitalismus, der sich via Werbepsychologie Zugang zum animalischen Unbewussten der großen Masse verschafft hat (“Geiz ist geil”), dem ist es gelungen, die Herde in die Supermärkte zu lenken. Dort haben sie keine sehr enge Berührung mit der Wirklichkeit und verherrlichen mit ihrem Kaufverhalten die Größe.
          Aber die Sehnsucht nach Menschlichkeit und Überschaubarkeit lässt sich damit ja doch nicht abtöten.

          Das sind die Dinge, um die es beim Thema Klein oder Groß geht, meine ich.
          Das wäre dann ein wirklich lohnendes Thema auch für die Kirchen.

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          • Seevers Reinhard sagt

            Diese Klein/Gross- Denke ist ein deutsches und österreichisches Konstrukt und wird rückwärtsgewandt, rührseelig, naturalistisch und romantisierend betrachtet. Wenn in 2050 75% der Menschen auf diesem Planeten in urbanen Zentren leben werden, dann ist es schier unmöglich, diese Heimatbewegung aufrecht zu erhalten. Warum kann diese Tatsache nicht ein klitzekleinwenig in Betracht gezogen werden? Realitätsverlust? Angst vor der Zukunft? Verdrängung?

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              • Seevers Reinhard sagt

                Die europäische Förderung der Metropolregionen ist doch wohl bereits seit Jahren die für unsere Breiten erkennbare Lage.
                Und weltweit geht es täglich in diese Richtung.
                Warum sollte eine seit Jahrzehnten bereits sich vollziehende Entwicklung plötzlich eine andere Richtung annehmen?

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Reinhard, mit deinen Argumentationsmustern verhinderst du jegliches Brückeschlagen vom Land in die Stadt, sondern trägst viel zur Spaltung bei.

    • Arnold Krämer sagt

      Nicht die Großbetriebe pauschal profitieren, sondern die Landbesitzer, die durchaus auch Bewirtschafter sein können. Das ist schon ein Unterschied. In Westdeutschland, wo der Pachtanteil ca. 60% beträgt, werden die EU-Prämien durchgereicht an die Verpächter. Die aktiven Landwirte bei uns im südlichen Weser- Ems-Gebiet erwirtschaften in aller Regel, weil sie oft nur 20, 30, oder 40 ha Eigentumsfläche haben, Zigtausende, manche auch Hunderttausende Euro Pacht für die “Sofa- Bauern”. EU-weit sieht das vierlfach anders aus. Und für Ostdeutschland wird immer argumentiert, dass dort die Arbeitsplätze in den großen Ackerbaubetrieben unterhalten und gestützt würden. Je nachdem, welche Brille man aufsetzt, welches Land und welche Region man anschaut, kommt man zu ganz unterschiedlichen Aussagen.
      Das Beste wäre, die EU-Zahlungen komplett abzuschaffen. Aber dann würde den Öko-Bauern ganz viel fehlen, dann wären viele bullshit-Arbeitsplätze im konrollierenden “Gewerbe” überflüssig und das Selbstverständnis der Geld verteilenden und die Umwelt rettenden Politiker wäre dahin. Es geht also alles so weiter, “Den (Öko-) Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf”.

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      • Inga sagt

        Warum,
        alles in der Welt bekommen Eigentümer Subventionen?
        Die haben doch einen ganz anderen Beruf, mit dem sie ihr Familieneinkommen verdienen.
        Aber der Pächter, der das Land bewirtschaftet und all ihr erlerntes Wissen da einsetzen, bewirtschaften es, um sein Familieneinkommen damit zu generieren.
        Warum reicht dem Eigentümer die normale Pacht nicht aus?
        Warum will er die selben Rechte aber weniger Verantwortung dafür wie der Baurnhofbewirtschafter?

        Ist das eine Neiddebatte?
        Was bilden die sich ein?
        Warum lässt man die zu?

        • Tom sagt

          Inga,
          der Eigentümer bekommt die Subventionen durch den Pächter weitergereicht.
          D.h. der Pächter kann durch den Erhalt von Subventionen mehr Pacht zahlen.
          D.h. die Schuldigen daran sind die Pächter bzw. wiederum Großbetriebe –
          oder Biogasbetriebe, die diese Subventionen durchreichen können.

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  15. firedragon sagt

    https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

    Der Konzern “Kirche” erhält ebenfalls Gelder aus den EU Agrarförderpolitik.

    Ich habe das schon einmal geschrieben – lest Euch die unterirdischen Pachtverträge vom Kirchenkonzern durch.

    Dem Kirchenkonzern war es bisher sch…egal, wer und wie seine Flächen bewirtschaftet.
    Die Kirchenkonzernflächen werden ausgeschrieben und der Meistbietende erhält sie.
    Der Kirchenkonzern betreibt Geldtreiberei.

    Wer im Glashaus sitzt, sollte aufpassen, wenn er einen Stein zum Wurf anhebt …

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    • Tom sagt

      Das stimmt so nicht, die Flächen werden nicht an den Meistbietenden abgegeben.
      Der Kirche ist es auch nicht egal ( zumindest bei uns in Bayern) wer seine Flächen bewirtschaftet.

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              • firedragon sagt

                Normalerweise gilt eine zweijährige Kündigungsfrist, Tom.
                Die Kirche sieht für sich allerdings eine halbjährige Kündigungsfrist zum Ende eines Pachtjahres vor, wenn
                (Ein Auszug … ich schreibe nicht alles auf)
                c. der Pächter seinen Austritt aus der Kath. Kirche erklärt oder sich wiederholt in grober Weise kirchenfeindlich verhält
                f. die Pachtgrundstücke unmittelbar für kirchl. Zwecke, für den sonstigen Gemeinidebedarf, zur allgem. Bebauung oder ganz bzw, teilweise zu Verkaufs- oder Tauschzwecken benötigt werden.

                Aufwuchs- und/oder Entschädigungsansprüche sind in den Fällen ausgeschlossen …

                Das kann man so in einem Pachtvertrag festhalten – hat allerdings nichts mit kirchlicher Nächstenliebe zu tun.
                Deswegen sehe ich die Institution “Kirche” als Konzern und nicht als irgendeine Art Heilsbringer.

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                • Tom sagt

                  An diesen Punkten finde ich nichts ” unterirdisch”.
                  Gerade diese aufgeführten Punkte zeigen doch, daß die Kirche sich ganz genau anschaut, wer seine Grundstücke Pachte darf,
                  und bei Gemeinbedarf auch gekündigt werden kann.
                  Du mustt das mal aus Deine Sicht sehen.
                  Würdest Du jemanden Dein Ackerland verpachten, der sich
                  öffentlich feindlich gegen Dich verhält?

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                • Seevers Reinhard sagt

                  Tom, steht in Pachtverträgen mit Berufskollegen so etwas drin? Das grenzt an Mittelalter. Pachtverträge sollten langfristig laufen, bei Tierhaltung wird mind. 12 Jahre gefordert.

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                • Andi sagt

                  @Tom
                  “Aufwuchs- und/oder Entschädigungszahlungen sind in den Fällen ausgeschlossen”. na wenn dass nicht unterirdisch ist, was dann?

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                • firedragon sagt

                  “… Würdest Du jemanden Dein Ackerland verpachten, der sich
                  öffentlich feindlich gegen Dich verhält? …”

                  Tom,
                  der Unterschied zwischen Kirche und mir ist – da es mir nicht egal wäre, wer mal mein Land bewirtschaftet – würde ich auf meine Wuschpächter zugehen und niemals mein Land öffentlich ausschreiben – nur des Geldes wegen.

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    • Carsten Köthe sagt

      Wäre schön, wenn so eine Aussage etwas konkretisiert rüber käme. Was ist denn der “Kirchenkonzern”?

      Bei uns in der ev. Kirche (Kurhessen-Waldeck) wird sehr ausgewogen darüber entschieden, wer das Pachtland bewirtschaftet.

      • firedragon sagt

        Herr Köthe,
        warum ich diesen Begriff für Kirche passender finde, liegt an meiner Sichtweise auf Kiche.
        Menschen leben Glauben in Kirchen und -gemeinden aus. Manche Menschen folgen Kirche blind und wissen nicht, dass Kirche genauso wirtschaften muss, wie alle anderen Konzerne auch. Kirche hat nix zu verschenken, ihr Selbsterhalt kostet nun mal und zu Gewinnen sagt man nicht nein. Kirche kann es sich nicht leisten, ins Minus zu wirtschaften – wie alle anderen Konzerne auch.

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  16. sonnenblume sagt

    Mit der Umwelt-Enzyklika Laudato Si haben die Umweltverbände den päpstlichen Segen für ihr Vorgehen bekommen.
    Auch die Kirche bläßt ins gleiche Horn. In der deutschen Bischofskonferenz gibt es die Abteilung gesellschaftliche und soziale Fragen, Arbeitsgruppe Umwelt- und Klima und ökologische Fragen. Auch hier eine sehr einseitige Meinung, die mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln an dem Mann und die Frau gebracht wird.

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    • Tom sagt

      Die Enzyklika sagt uns doch ( und dieser Meinung bin ich auch ) dass die hochzivilisierte Menschheit ökologisch gesehen – weit über Ihre Verhältnisse lebt.
      Dieser Konsumrausch kann doch so nicht weitergehen.
      Der “einzige” Weg, wie wir alle eine zukunftsfähige Gesellschaft leben können ist ” Verzicht”.

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      • Bauer Willi sagt

        Das Problem sind wir. Aber nicht nur der Lebensstil der westlichen Welt sondern schlicht auch die bloße Masse Menschen. Als ich geboren wurde, waren es 2,7 Milliarden. Und heute bekommen wir 7,9 Milliarden satt. Wie viele “dürfen” es werden? Und was ist, wenn wir Bauern jetzt weniger produzieren? Dann gibt es Hungersnöte. Und nicht nur das….

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        • Tom sagt

          Also ich bin ja nur ” Bauer”.
          Aber ich stelle so meine Gedanken an, wie das funktionieren könnte!
          Es ist doch meines wissen so, daß ( über den Daumen gesagt ) je reicher eine Gesellschaft ist, desto weniger Kinder kommen nach.
          Wenn wir also ( vereinfacht gesagt ) die armen Regionen auch an einem gewissen Wohlstand teilhaben lassen, wird sich die Weltbevölkerung reduzieren.
          Wobei es so sein wird, daß diese Erde wohl auf Dauer nicht mehr als diese 2,7 Milliarden wie zu Deiner Geburt vertragen kann, und selbst diese 2,7 nur bei stark eingeschränktem Konsumverhalten.
          Das Problem dabei ist nur, daß einige wenige (und die haben die Zügel in der Hand )
          niemals zulassen werden, daß ( nach dessen Ansicht ) die ” Dienenden Untermenschen” die ja letztenendes unseren westlichen Wohlstand mitbegründen – hochkommen können.

          • Seevers Reinhard sagt

            1,4 Milliarden Chinesen plus 1,6 Milliarden Inder bis 2030 sind bereits 3 Milliarden. Nun gestehen wir ihnen die gleichen Wohlstandsrechte wie uns zu, was wird sich ändern und wer soll die Schuld dafür tragen? Über welchen Zeitraum zur Reduzierung der Bevölkerungszahl durch Wohlstandssteigerung reden wir? Die katholische Kirche argumentiert seit Jahrzehnten in gleicher Weise…..und Greta ruft, die Welt geht bereits morgen unter…..also, wer soll sterben und wie viele?

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            • Tom sagt

              Wenn wir daß nicht hinbekommen, werden Kriege das Problem lösen.
              Dazu sollte es nicht kommen.

              • Seevers Reinhard sagt

                Wer ist denn “WIR”? Deutschland sicher nicht, wir zerstören gerade, was wir geschaffen haben.

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                • Tom sagt

                  Soweit ich Informiert bin, werde wir Deutsche ja schon weniger. Also ” Wir” Deutsche haben daß schon geschafft.
                  Wenn es der Rest der Welt nicht verstanden hat, wird daß früher oder später ein großer Krieg ” erledigen”.
                  Wir sind ja gerade auf den Weg dorthin.

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                • Smarti sagt

                  Tom, der schnellste Weg, um (Bürger) – Kriege zu entfachen: Nahrung so teurer machen, dass nicht mehr alle Menschen diese Kaufen können. Ja, wir sind auf einem “guten Weg”. Einfach den Bauern das produzieren verbieten und mit dem Bevölkerungswachstum ist Ende…
                  Ich vermute nur, dass Bomben, Brände etc. nicht gerade zum Umweltschutz beitragen.
                  Und die Kirche befeuert dies mit… nur noch zum k. !

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              • Seevers Reinhard sagt

                “Also ” Wir” Deutsche haben daß schon geschafft.”

                Tom, ich dachte, wir Deutschen SIND das Problem? Nur wenn wir unseren Wohlstand zurückfahren wird die Welt gerettet…..was stimmt denn nun?

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                • Tom sagt

                  Die Bürokratie in Brüssel / Straßburg ist das größte Problem.

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      • sonnenblume sagt

        Die Bevölkerung insgesamt lebt über ihre Verhältnisse. Da muss man aber nicht immer und zuerst die konv. Landwirtschaft ins Feld führen und irgendwann unter ferner liefen auch mal auf den Wust der anderen Probleme nur vorsichtig hinweisen. Das große Publikum mag die Kirche auch nicht verprellen.

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  17. Seevers Reinhard sagt

    Eigentlich müssten die Staus auf den Autobahnen und die Schlangen an den Terminals auch dem Dümmsten zeigen, was das Volk wirklich will, und wie es tickt
    Aber wenn man die Augen so fest verschließt, dann kann man eben nichts sehen.

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  18. oberländer sagt

    Noch was schönes , quasi ein kleiner Trost:
    Hier im Ort , Winterweizen ordentlich to / ha ,
    13,6 Eiweiß gutes Hektoliter Gewicht .
    Kosten Spätdüngung 95 Euro /dt KAS.
    Das macht trotzdem Freude ,
    Schxxß auf Özimür.

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  19. BerndK sagt

    Die “Schrot und Korn” war (die letzte hatte ich vor ca 20 Jahren in der Hand) schon immer ein vor dem Internet existierendes Sammelbecken von Impfgegnern, AIDS-Leugnern und anderen verquerten Menschen. Und das ist sie scheinbar geblieben. Eine bemerkenswerte Kontiunität als Witzblatt.

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  20. oberländer sagt

    Ertrinkende greifen nach jedem Ast!!
    Manche gehe dabei soweit das sie bereitwillig Andere ins
    Elend treiben nur um noch ein oder zwei Atemzüge mehr
    machen zu können , bevor sie mehr oder weniger verdient
    absaufen.

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    • Smarti sagt

      Oberländer, das ist auch meine Hoffnung. Aber die krallen sich jetzt die ganzen Studenten und angehenden Politiker ! Nur noch Sch..sse !

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  21. Ferkelhebamme sagt

    Berechtigt ist auch die Frage, warum sie nicht nach ihrer offensichtlichen Überzeugung handelt, und für ihre Einrichtungen von Kindergarten bis Kloster ausschließlich Bio einkauft? Und das bitte nicht nur bei Nahrungsmitteln, sondern ALLEN landwirtschaftlich hergestellten Gütern.

    Dieses offensichtliche Anbiedern an den vermeintlichen Mainstream ist schon der CDU auf die Füße gefallen.

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    • Mark sagt

      Grimm widerlegt sich selbst, indem er behauptet: “Diese Propaganda ist an Perfidie kaum zu überbieten.” Dabei übersieht er, dass sein eigener “geistiger Erguss” in dieser Kolumne an propagandistischer Perfidie nicht zu überbieten ist.

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  22. Seevers Reinhard sagt

    Vielleicht sollte man schon Mal öffentlich warnen, dass nach dem Beitritt der Ukraine in die EU nur noch ganz wenig Weizen für die Menschheit zur Verfügung stehen wird, weil die Ukraine dann den Bedingungen der Schwachmaten folgen muss. Alles, was sie bisher machen konnten, ist dann vorbei.
    Vielleicht wird der Wahnsinn dann ja etwas deutlicher…..lasst uns an Selenski schreiben, sagen wir ihm, welchen Fehler zu begehen droht.

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    • Arnold Krämer sagt

      Die Agrarpolitik der EU wird renationalisiert, sonst kann man den Laden doch nicht mehr zusammenhalten.

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      • Inga sagt

        Das tut Not,

        wie kann man als ahnungsloser Politiker in den natürlichen Kreislauf der Natur eingreifen.

      • Malte Voerste sagt

        Ich weiß noch nicht wem ich die strategischen Entscheidungen eher zutraue Cem oder Timmermans. Scylla und Charybdis

  23. Thomas Bröcker sagt

    Das geht weit über die bisherige Hetze hinaus, selbst bei “Grünpiss”. Die Schlacht zur “Rettung von Bio” und der Vernichtung der tatsächlichen “Volksernährer” geht in die entscheidende Rund. Die Bandagen werden angezogen. Jetzt ist es an der Zeit sich mit aller Kraft gegen diesen Bio-Wahnsinn zu wehren – kompromisslos. Die Zahlen und Zusammenhänge sind bekannt, aber irgendwie haben wir immer noch Beißhemmungen, weil wir viele Kollegen aus der Branche persönlich kennen. Diese “wir sind doch alle Bauern und Kollegen” Politik der Verbände hat in den letzten 20 Jahren zu fataler Untätigkeit geführt.
    Irgendwie gilt auch hier: “Wer sein Schwert zum Pflugschar schiedet, pflügt bald für einen Anderen” Ich meine hier ausdrücklich nicht reale Waffen, sondern die Waffe der scharfen öffentlichen Auseinandersetzung über (zur Not erzwungenen) Diskurs. Der Pflanzenschutz und alle Methoden der modernen Landwirtschaft MÜSSEN (bei Strafe des Untergangs) genau so verteidigt werden, als wenn die Naturheile und Homöopaten die moderne Medizin abschaffen wollten. Das würden die nämlich auch gern tun, nur kommt das Aua beim Einzelnen direkter an als Hunger woanders, deshalb kommt so eine Diskussion gar nicht erst hoch.
    Die Brisanz dieser derzeitigen Hetzkampagnen gegen die Landwirtschaft ist aber viel größer. Hier geht es nämlich um die Lebensgrundlagen, die Medizin hingegen ist lediglich der “Reparaturbetrieb”.

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    • Thomas Bröcker sagt

      PS.: Einen Brief an die Paulinus – Leute habe ich gerade abgeschickt.

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    • Andreas sagt

      Bröcker: „Jetzt ist es an der Zeit sich mit aller Kraft gegen diesen Bio-Wahnsinn zu wehren – kompromisslos.“
      Ich bekomme direkt Angst, wenn ich mir vorstelle, wie sie und ihre Gesinnungsgenossen mit ihren Spritzen, die mit Glyphosat und Neonics geladen sind, losmarschieren um mit dem Öko-Gesindel in Deutschland aufzuräumen . Wenn das geschafft ist, kommt dann Putin dran ?

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      • Thomas Bröcker sagt

        Hallo Andreas,
        is ja auch ein netter Ton, nicht weit weg von Herrn Grimm. Trotzdem will ich´s nochmal erklären:
        Es ist mit den Öko-Bauern wie mit den Imkern vor Ort. Wenn der Verband gegen die Landwirtschaft schießt, haben sie persönlich immer nichts damit zu tun. Sie tolerieren aber dieses Hass gegen moderne Landwirtschaft schüren, weil es ihnen nützt und Teil des Konzeptes zur Marktabgrenzung ist. Soweit so schlecht, problematisch ist der einseitige mediale Transport nur Eurer Botschaften – die in ihrem Absolutheitsanspruch schlichtweg falsch sind. Bio ist und bleibt eine Glaubenssache und erfüllt in der Realität nicht ansatzweise die behaupteten Ansprüche – weder in Bezug auf die Biodiversität, noch auf die Klimaneutralität, noch auf die Ressourceneffektivität. Das System Bio läuft ohne die unfreiwillige Hilfe der modernen Landwirtschaft nicht rund – vor allem beißt es sich mit der Forderung nach weniger Tierhaltung und Fleischverbrauch (82 % Futterflächen im Bio-System) selbst ins Bein.
        Die verlogenste Bande sind übrigens Vegetarier, wie uns Özdemir, die essen Eier, Milch und Käse, nicht aber die 60 g Rindfleisch, die zu jedem Liter Bio-Milch gehören. Das sollen dann die Anderen tun und sich dafür beschimpfen lassen.

        Ich finde im Übrigen, dass wir das eigentlich gar nicht diskutieren müssten. Soll doch Jeder, der einen Markt für die überteuerten Produkte findet, seine Schiene fahren. Wir haben in unserem System auch drei Bio-Betriebe, die aber nicht ständig krähen “wir zeigen doch dass es geht”, jedenfalls nicht unter uns. Nach außen schon !

        Merkt ihr Bio´s eigentlich gar nicht, dass ihr euch den eigenen Markt mit der Hetze eurer Verbände eher kaputt macht. Ihr werdet die 95 % der Nahrungsmittel, die derzeit von der modernen Landwirtschaft erzeugt werden, nie ersetzen können – und das wisst ihr eigentlich auch.

        Also nochmal ganz klar: ich kämpfe nicht gegen Bio-Betriebe, sondern gegen die öffentlich transportierten Lügen über die modernen Landwirtschaft und zwar egal, von wem sie verbreitet werden – vom Einzelbetrieb, von euren Verbänden oder von Kirchen und anderen NGO´s. Vor allem übrigens, weil die öffentliche Hetze einen Grad von Verantwortungslosigkeit erreicht hat, der den gesellschaftlichen Frieden sprengt!

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        • Tom sagt

          Servus Thomas,
          ich als Biobauer, muss Dir leider in den meisten Punkten Recht geben.
          Biolandwirtschaft erfüllt in der Realität “noch” nicht Ansatzweise die behaupteten Ansprüche in Bezug auf die Klimaneutralität, und Ressourceneffektivität.
          Ich könnte einige Beispiele dazu nennen:
          -Die großen Biomärkte und der LEH bedinen sich momentan Ausländischer Ware,
          von Ländern die keinen Mindestlohn haben um bei uns die Preise zu drücken.
          Es werden tlw. 300% auf den Einkaufpreis beim Bauern aufgeschlagen.
          Bioprodukte sind im Laden teuer aber der Erzeuger bekommt wenig Anteil daran.
          -Die Bioverbände zerfleischen sich gegenseitig, bringen auch rezertifizierte Ware aus dem Ausland zu billigen Preisen zu uns, und drücken damit die heimische Ware
          -Fordern in Ihren Rundschreiben dazu auf die hochwertige Ernte an Billiaufkäufer abzugeben.
          – Das Sytem mit den versch. Bioverbänden gehört meiner Meinung nach zusammen mit unserem untätigen Grünen Landwirtschaftsminister abgeschafft.

          Es spricht aber doch so einiges auch für die Biolandwirtschaft:
          – Die Böden und das Bodenleben werden durch den Kleegrasanbau massiv gefördert, was die langfristige Ertragsfähigkeit und das Wasseraufnahmevermögen deutlich erhöht.
          – Der hohe Pestizid und Düngeraufwand in der konventionellen Landwirtschaft macht uns doch auch nur zum Spielball der Chemieindustrie und nimmt uns einen Großteil unseres Gewinns weg. ( KAS Preise von 95€/dt)
          – Bisher wurde sehr wenig Forschung in Hinblick auf biologisch wirksame Pflanzenschutzmittel betrieben, da es der Industrie weniger Gewinne einbringt
          und daher keine Forschunsgelder zur Verfügung stehen.

          Im übrigen ist die Bioware nicht überteuert, sondern die konventionelle Ware zu billig!

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          • evo.... sagt

            Ich denke der massive Klee- und Luzerneanbau ist ein Problem für die Insekten:

            Leguminosen enthalten Phyto-Östrogene. Das wird sich auf die “Libido” der Insekten auswirken

            10 ha Luzerne sind genauso eine Monokultur wie 10 ha Mais. Mais wird wohl noch insektenfreundlicher sein, da Klee/Luzerne mindestens 3..4 mal im Jahr geerntet werden und dabei jedesmal (fast) alles Leben auf dem Feld vernichtet wird.

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            • Inga sagt

              Mit den Monokulturen der Vergleich ist wohl wichtig.

              Und wie oft blüht dann Klee, bzw. Luzerne?
              Wäre ja für die Bienen auch wichtig.

              Oder gibt es für diese speziellen Blüten dann auch spezielle Insekten, bzw. Bestäubenr?

      • Mark sagt

        Typen wie Andreas sind es, die NGO´s gerne als Kronzeugen zur Verfügung stehen und diesen erst ermöglichen, die Landwirtschaft in “gut und böse” zu spalten. Aus niedrigen Beweggründen (z.B. vermeintlichem Eigennutz etc.) scheuen sie nicht davor zurück, Kollegen in den Rücken zu fallen. In öffentlichen Diskussionen schon oft erlebt: “Biobauern” diskreditieren hemmungslos unter Beifall von Vertretern der ÖKO-NGO Szene die moderne Landwirtschaft mit Fake-Infos. Wehren sich Vertreter der modernen Landwirschaft (mit sachlich richtigen Agrumenten) dagegen, so entrüsten sich die BIO´s und beschweren sich über das schlimme Verhalten der Kollegen. Die nehmen Wahrheit und die “echte Moral” für sich wie selbstverständlich in Anspruch…. es ist zum Knochen kotzen!

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        • Andreas sagt

          1. Es gibt keinen Verband der Biobauern. Die Biovervände sind wirtschaftliche Organisationen, die meist von Verarbeitern und Händlern bestimmt werden und nicht von Bauern.
          Auch bei Greenpeace, BUND oder Schrot und Korn gibt es überhaupt keine Einflussmöglichkeit durch Biobauern.
          Wenn irgendwelche Aussagen dieser Organisationen als falsch angesehen werden, soll man sich bitte mit den Urhebern auseinander setzen und nicht auf die einzelnen Biobauern losgehen.
          Wenn Herr Bröcker hier zur Generalmobilmachung gegen die Biobauern aufruft, dann nehme ich das sehr ernst.

          • Obstbäuerin sagt

            Es mag keinen Verband “der Biobauern” geben aber eine unheilvolle Vernetzung schon. Das geht im Januar bei Whs los über diverse Projekte zur Rettung der Böden, der Bienen (je nach Bedarf Haustierbienen oder Wildbienen), der Artenvielfalt, des Wassers, der Gesundheit aller Erdenbewohner usw. usw. Immer mit dabei die Medien, die schon mal einen völlig veralteten Biobetrieb als Vorbild für die moderne Landwirtschaft hinstellen. Ohne die mediale Hypung der “ökologischen” Landwirtschaft durch die Medien, wäre das Bewusstsein der Menschen nicht so vollkommen neben der Spur. Wenn ich mir vorstelle, wir hätten die Möglichkeit mit all dem Geld von Außen und der Offenheit der Medien unsere moderne Landwirtschaft darzustellen, wir hätten einen top Stand bei den Verbrauchern und wir bräuchten nur die Wahrheit zu sagen.

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  24. Piet sagt

    Schönen Sonntag die sollten sich mehr um sich selber kümmern und versuchen vernünftig zu berichten nicht so ein Blödsinn schreiben

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