Bauer Willi
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Ernährung 2060

Die “Republik” ist ein Online-Magazin mit Sitz in der Schweiz, dass von seinen Lesern (und Leserinnen) finanziert wird. https://www.republik.ch/

Der nachfolgende Text beschreibt fiktiv die Ernährung im Jahr 2060. Der Autor ist kein Landwirt…

https://www.republik.ch/2022/07/23/globale-hungerkrise-teil-2-wie-sich-10-milliarden-menschen-mehr-oder-weniger-nachhaltig-ernaehren-koennen?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Man kann sich dieser Fiktion verweigern, man kann sie aber auch daraufhin studieren, was wahrscheinlich kommen wird. Und überlegen, was dann doch zu utopisch ist. Ich bin gespannt auf die Diskussion.

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54 Kommentare

  1. evo.... sagt

    Ich werde es vermutlich nicht erleben, da ich mal einen Test gemacht habe, nachdem ich Sept./ Okt, 2048 sterben werde( lol), aber ich bereite mich auf folgendes Szenario vor:

    Die Leute werden sich 2060 nach ihren Genen ernähren. Afrikaner werden anders essen als Europäer. Chinesen wieder anders…..!

    Blonde anders als Schwarzhaarige,…..!

    Männer anders als Frauen!

    Das wird die ultimative Chance für die Landwirtschaft. Ich nehme mal wieder das Beispiel Milch: Rohmilch ist gesünder und deshalb müssen Bauern Strukturen entwickeln diese in großen Mengen an die Verbraucher zu bringen.

    Das Thema “frisch” wird sich wohl auch teilweise erledigen, da zumindest der “nördliche Teil” der Menschheit genetisch an konservierte Lebensmittel gewöhnt ist. Z. B. getrocknetes Fleisch.

    Aber was mir in dem Artikel gefällt: Getrennte Kanalisation um die Fäkalien wieder auf die Felder zu bringen.

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    • Inga sagt

      Mann kan ja erstmal aus der Klimaerwärmung mehr Energie gewinnnen, auch Energie für Klimaanlagen.
      Und dann natürlich mehr amgeneme vegane und vegetarische Rezepte entwickeln.
      Besonders in Restaurants anbieten.

      1. Bauern müssen Bio anbauen und
      2. Restaurants müssen es ihnen abkaufen und zubereiten. Und Fernsehköche müssen diese Speisen popuär machen.
      3. Dann wird es auch in privaten Küchen nachgekocht.

      Und nicht die Bauern allein…

      • Thorens sagt

        “Mann kan ja erstmal aus der Klimaerwärmung mehr Energie gewinnnen, auch Energie für Klimaanlagen.”

        Grundsätzlich richtig. Aber jede Klimaanlage, die auf der einen Seite kühlt, heizt auf der anderen Seite. Und genauso, wie es in einem Raum mit einem offenstehenden und laufenden Kühlschrank allmählich wärmer wird, heizen Klimaanlagen für Innenräume die Umwelt allmählich auf.

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        • Inga sagt

          Ich meinte ja Klimaanlagen nur als Beispiel,
          für andere Energie ist es ja auch gut, wenn man CO” spart.

          und man spart fossile Rohstoffe!

  2. Ich habe mir mal selbst Gedanken für eine Ernährung der Zukunft gemacht. Es ist zwar nicht ernst gemeint, aber trotzdem besser als diese Schweizer Fiktion. Momentan gibt es zwei Probleme bei der Weltrettungsernährung:
    1. Teller statt Trog. Das Schweinefutter (Ölschrote und Futtergetreide) muss auf den Teller transformiert werden.
    2. Die Lebensmittelverschwendung muss reduziert werden und zwar beim Erzeuger, im Handel und beim Verbraucher.
    Zum zweiten Punkt gibt es eine einfach Lösung. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden keine Lebensmittel weggeworfen. Sie wurden entweder eingemacht oder an die Schweine (oder Stallhasen) verfüttert. Später gab es dafür auch hervorragende technische Möglichkeiten ( Herr Christian Bothe kennt sich damit aus). Damit sind wir wieder bei Punkt 1 : Was machen wir mit dem Schweinefutter.
    Meine Idee ist wir machen daraus Dosenfutter. Die krummen Karotten vom Erzeuger, das Joghurt (kurz vorm MHD) vom LEH, das alte Brot vom Bäcker und die Kantinenabfälle kommen in einen großen Topf und werden sterilisiert, mit den Ölschroten und dem Futtergetreide aufgewertet und dann verpackt. Solche Konserven halten sich weit über 30 Jahre. Beim Zusatz von Aromastoffen gibt es schon jetzt unbegrenzte Möglichkeiten. Die Vitamine gibt es als Tabletten dazu.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Bauer Wolfi, wer isst sowas denn oder gibt dafür freiwillig Geld aus!!

  3. Sal Mander sagt

    Die Menschheit hat es in 10.000 Jahren nicht geschafft, Land, Rohstoffe, Nahrungsmittel und andere Güter gleichmäßig innerhalb der Menschheitsfamilie zu verteilen. Die Reichen trennen heute nicht nur Millionen, sondern dreistellige Milliardenbeträge von den Armen, ganz zu schweigen von Segeljachten, für die man historische Brücken abreißen muss, oder (steuer-) paradiesische Inseln. Wie will die Menschheit in 38 Jahren schaffen, was sie in 10.000 Jahren auch nicht annähernd geschafft hat? Freiwillig oder nur mit Nudging funktioniert das sicher nicht. Wer immer diese Utopie 2060 durchsetzen will, wird brutale Gewalt anwenden müssen.

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    • Seevers Reinhard sagt

      “Wer immer diese Utopie 2060 durchsetzen will, wird brutale Gewalt anwenden müssen.”

      So sieht’s aus…..!👍

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      • Peter sagt

        Ist doch gar nicht nötig. Man lässt einfach die vielen kleinen Feindbilder untereinander schön auf kleiner Flamme lodern und schafft hin und wieder ein paar größere Aufreger als Ablenkung.

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    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      Das Wort “Menschheit” ist primär eine Abstraktion. Die Realität des kommunistischen Traumes wird so aussehen, dass eine mit militärischer Macht ausgestattete elitäre Minderheit, den Rest der “Menschheit” brutal zur seligmachenden Gleichheit zwingen muss. Welche dieser beiden Gruppen wird wohl in Reichtum schwelgen, während die andere Gruppe in ständiger Angst unfrei vegetieren wird?

      Wer die sog. Menschheit vom Krieg befreien will, muss sie extrem unterdrücken oder extrem manipulieren. Und hier sind wir mitten in dem, was in Davos und in der UNO schon seit vielen Jahren zusammengebraut wird.

      Wir Menschen würden nicht existieren, wenn wir kein angeborenes Aggressionspotential hätten.
      Nimmt man uns unser Aggressionspotential, dann nimmt man uns auch unsere Liebesfähigkeit.
      Und wer nimmt den Eliten die Aggressionsfähigkeit? Glaubt jemand ernsthaft, dass die Eliten sich selbst in Dodos verwandeln und Gleiche unter Gleichen werden wollen?

      Diese elitäre Drecksbande will ganz einfach nicht die Welt mit uns teilen. Das ist alles.
      Es ist sehr wahrscheinlich Platz und Energie genug auf der Welt vorhanden für Dutzende Milliarden Menschen.
      Besonders in den Eliten stecken kleine Pol Pots, Stalins, Maos, Idi Amins, Honeckers, Eichmanns, Lenins und viel anderer skrupellos menschenfeindlicher Abschaum.
      Man kann das z.B. an den Aussagen und Bemerkungen der Davoser Marionetten Trudeau, Macron, Ardern, Habeck, Scholz, Rutte und Merkel mindestens erahnen.

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  4. Thomas Bröcker sagt

    Eigentlich beschreibt der Beitrag genau das, was im Moment politisch und medial passiert.
    Er geht nur etwas weiter, er entwirft das Bild der “Leuchtenden Zukunft”, wenn doch endlich das getan wird, was aus der Sicht dieser Gruppe der Gesellschaft, die Weltrettung ermöglicht.
    Wirklich interessant sind deshalb die beschriebenen Wege zu deren Ziel und nicht die “Ergebnisse”.
    Sie sehen die Aktivität nicht so sehr bei den Bauern, sondern in aktiver Politik mit Verboten und Strafen sowie einem ausgefeilten Nudging der Bevölkerung. Genau das passiert jetzt gerade und es wird ganz sicher auch teilweise “Erfolg” haben, zu mindestens im Verhalten der Menschen. Die Erzeugerbetriebe werden halt (da uneinsichtig) durch Verbote und Geldumverteilung in die gewünschte Produktionsart gezwungen. Timmermans und die EU-Politik lassen grüßen.

    Was ich absolut erstaunlich finde, ist die Unfähigkeit gefühlte Zusammenhänge auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Da kommt nichts an, was die eigenen Erzählungen irgendwie in Frage stellen könnte. Weder die Erkenntnisse zum Methankreislauf, noch die (unerwartet) hohe Biodiversität in den Flächen, in denen mit Abstand die meisten Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig sind und auch durchgeführt werden, werden auch nur ansatzweise zur Kenntnis genommen, geschweige denn diskutiert.
    Da wird dann vom Ende der Massentierhaltung und “wir töten keine Insekten mehr” gefaselt. Dass die Viecher bei der Weidehaltung, wie im 18, und 19, Jhd. vor Daniel Albrecht Thaer, auf der Wiese stehen und auch genau dorthin kacken, also der organische Dünger gar nicht verfügbar ist, hat Keiner auf dem Schirm.
    Das Neue damals war nämlich die strikte Forderung die Tiere in Ställen zu halten, um den Dung für den Acker zur Verfügung zu haben.

    Wer von und zu Löwensteins Buch “Es ist genug da, für alle” gelesen hat, hat vielleicht den Part “MASIPAG” Bewegung (Philippinen) aus den 1980-igern auf dem Schirm. Dabei ging es, genau wie bei Thaer um (ökologische) Intensivierung. Die Grundforderung war, die bislang frei herumlaufenden Haustiere einzustallen und den Dung zu sammeln und auf einem zentralen Platz gemeinsam mit den Küchenabfällen zu kompostieren. Das Ganze ist letztlich daran gescheitert, dass es sehr viel weniger Arbeit macht, wenn die Tiere sich den wesentlichen Teil ihres Futters selber suchen, als selbiges zu ernten und zu einem Stall zu karren. Die Kleinbauern sind nämlich ohnehin schon mit Arbeit “bis Unterkante Oberlippe” zugeschüttet.

    Ich kann sowieso nicht verstehen, warum man die Möglichkeit der absolut präzisen Mineraldüngung (natürlich in Kombination mit organischer Düngung) aus der Hand geben will. Sachliche Argumente gibt es dafür nicht, es sind lediglich (falsche) Erzählungen zur Marktabgrenzung von Öko.

    Und ein Letztes noch: Ich kann überhaut nicht nachvollziehen, warum man reine Produktionsfläche bei der derzeitigen Ressourcenknappheit extensivieren will. Die gedankliche Trennung von reinen Produktionsflächen und Flächenanteilen für die Biodiversität (segregativer Ansatz beim Artenschutz) muss doch neutral diskutiert werden können. Wie bei unseren SOLAWI´s, mit teurem Wasser und Nährstoffen 70 % “Beikraut-Biomasse” zu erzeugen ist einfach aberwitzig.

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    • Ostbauer sagt

      Thomas, es ist auch fachlich nicht nachvollziebar.
      Aber schau Dir doch die Entscheidungsträger in den Ministerien an!
      Welche die Ahnung haben, haben nichts zu sagen und die, die das Sagen haben, haben keine Ahnung.
      Nee, nee; da steh ich mit der Weile voll auf Smartis Standpunkt:
      lass sie machen und lehn dich zurück, halt das Erarbeitete zusammen.

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    • Bauer Willi sagt

      @Thomas Bröcker
      Zustimmung. Und deshalb habe ich den Artikel zur Diskussion gestellt. Was für uns Essensmacher kritisch ist: solche Artikel unterstützen ja das gesellschaftliche Bild immer mehr. Die Realisten und Praktiker verlieren immer mehr an Akzeptanz und sie kommen auch in den Medien immer weniger vor. Beispiel Energie: Frau Kempfert auf allen Kanälen, aber (kaum) einer, der ihre Aussagen als Wunschdenken (oder Schwindel) entlarvt.

      Trotzdem muss man solche Artikel ernst nehmen und darf sie nicht von vorneherein als “Schwachsinn, lohnt nicht zu diskutieren” abtun. Deshalb meine Reaktion von heute morgen… 😉

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      • Seevers Reinhard sagt

        So lange es keine Alternative zum kapitalistisch geprägten Materialismus gibt, so lange wird sich nichts ändern, im Gegenteil, es wollen noch viel mehr Menschen auf diesem Planeten diese Lebensweise annehmen. Das kapitalistische System ist ein sich Selbsterhaltendes, so lange bis es eine Alternative gibt. Und so lange das so ist, wird auch Nahrungserzeugung den Bedingungen dieses Systems unterworfen sein.
        Leider passt Landwirtschaft nur bedingt ins Korsett dieses globalisierten Systems, deshalb diese großen Disparitäten.

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        • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

          Die “Soziale Marktwirtschaft” ist eine Kapitalismusvariante. Seit Jahren wird die “Soziale” Komponente der “Sozialen Marktwirtschaft” durch forcierte Wirtschaftsmigration in die Sozialsysteme vorsätzlich zersetzt. Am Ende wird es heißen, dass der Kapitalismus versagt habe. Das ist ein Ziel des Great Reset.

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  5. Smarti sagt

    Was mir an dem Artikel gefällt: “je mehr Bäuerinnen, je mehr Betriebe sich an der Nahrungserzeugung beteiligen, je widerstandsfähiger ist das System gegen Schocks.”
    Gut erkannt, und wie umgesetzt ?

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  6. Smarti sagt

    Was ich nicht verstehe: warum es immer noch Landwirte gibt, die Geld für Tierhaltung aufnehmen und sich so auf Jahre hoch verschulden und Abhängig machen.
    Ja, wenn man schon Millionen ausgegeben hat und es jetzt “nur noch” die eine Umbaumaßnahme… sauberes Geld dem dreckigen hinterherwerfen…. für wen ?
    Gut, bin ich nicht in der Politik, gut hört niemand auf mich und die Erde dreht sich einfach weiter.
    Vielleicht ist es auch einfach mal an der Zeit, als Landwirt milde zu lächeln und “die Sache” einfach laufen zu lassen ? Hat vielleicht unser Bauernpräsident dies schon lange erkannt und der ist einfach schlauer als alle, die warnen und aufklären wollen.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Hat letztens jemand zu mir gesagt: Schweinehaltung ist momentan wie ins Casino gehen: man weiß es eigentlich besser, aber: Komm, einmal noch.

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      • Smarti sagt

        Ihr Suchthaufen 🙂 . Und bei so vielen Ferkelchen muss das Glück doch mal wieder vorbei schauen.

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  7. Andi sagt

    In meinen Augen sehr, sehr viel Wunschdenken. Aber das wird leider nicht reichen, um die Menschheit zu ernähren.

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  8. Günter sagt

    Der Artikel ist unterirdisch dumm.
    Die Masse der Schweizer haben gerade so zu tun um über die Runden zu kommen. Ich war jetzt 3 Tage bei befreundeten Bauern in der Gegend von Davos, die haben die gleichen Probleme, wie wir hier in Südtirol oder Nordtirol, nur ist preislich alles eine Stufe höher angesiedelt.
    Aber natürlich gibt es auch viele Wohlstandsverwöhnte, wie halt in D auch, siehe Hochzeit auf Sylt und Mittelständler mit Privatflugzeug.
    Ja Reinhard oder Herr Seevers, je nach dem, wir wohnen natürlich in einen Heiteitei Land,
    ( einschließlich Elisabeth ) wo Milch und Honig fließt.
    Nur dumm dass im Moment alle von Nord nach Süd
    In die Alpen unterwegs sind.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Nur dumm dass im Moment alle von Nord nach Süd
      In die Alpen unterwegs sind.”

      😎Ich hatte den gegenteiligen Eindruck…alle sind von Süd nach Nord unterwegs. Am Wochenende 4 Stunden Wartezeit vor der Elbfähre.

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  9. Obstbäuerin sagt

    Inhaltlich will ich mich nicht zu dem Beitrag äußern. Er enthält genau das, was die grüne Politik der SPD, der Grünen und z.T. auch CDU und FDP heute schon versuchen gegen die moderne Landwirtschaft durchzusetzen. Bis 2060 vergehen noch 38 Jahre und wenn ich 38 Jahre zurückblicke befinde ich mich im Jahr 1984. Damals war Fleisch und Wurst in der DDR sehr teuer und betrug an den Gesamtnahrungsmittelkosten etwa 40%. Ebenso teuer waren Schokolade und Kaffee sowie sogenannte Luxusprodukte wie Fernseher, Auto, Schmuck u.a. Gefühlt hat sich mein Konsumverhalten im Ernährungsbereich wenig geändert. Allerdings habe ich jetzt Zugang zu mehr exotischen Früchten inclusive Bananen. Ich esse immer noch sehr gern Schnitzel und Gulasch und ich vertraue meinen konventionellen tierhaltenden Kollegen, dass sie ihre Arbeit so gut wie möglich tun. Die Kinder, die in 38 Jahren in den kleinen und Kleinstbetrieben, für die arbeitserleichternde Maschinen unbezahlbar sein werden, die schwere Arbeit leisten sollen, müssten jetzt schon auf ihre Zukunft vorbereitet werden. Die Arbeit in einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb von heute unterscheidet sich nicht so wesentlich von dem vor 38 Jahren.

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  10. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    https://www.theeuropean.de/vera-lengsfeld/merkel-plant-die-totale-transformation/

    “Bundeskanzlerin will die Gesellschaft total umkrempeln
    Wenn unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren bis zur Unkenntlichkeit umgekrempelt wird, soll keiner sagen, er hätte nicht gewusst, was auf uns zukommt. Die Flammenzeichen stehen bereits an der Wand.„Die Welt müsse gemeinsam handeln, aber jedes Land dazu seinen Beitrag leisten… Deutschland habe sich daher entschieden, bis 2022 aus der Kernenergie auszusteigen und bis spätestens 2038 auch aus der Kohleverstromung, wenn möglich schon bis 2035.Dazu seien aber völlig neue Wertschöpfungsformen notwendig… Es bedeute, keine Treibhausgase mehr auszustoßen und nicht vermeidbare Emissionen auszugleichen. Das seien “Transformationen von gigantischem historischem Ausmaß“…Im Grunde müsse die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren verlassen werden.”Es geht also nicht um Klimaschutz, sondern, nach dem gescheiterten Kommunismus mit seinen 100 Million Toten, wieder um ein Experiment am Leib der lebendigen Gesellschaft. Wohin wir unser gegenwärtiges gutes Leben verlassen sollen, sagt die Kanzlerin nicht. Wenn sie es sagte, würde der Widerstand gegen die „große Transformation“ zu stark werden. Aber die Anzeichen sind deutlich genug.” —

    Diese Dystopie, die von UNO/WHO/EU und WEF (World Economic Forum) als Utopie angepriesen wird, hat seit vielen Jahren die Namen Agenda 2030, Agenda 21 und Great Reset. Es geht hier keineswegs um Umweltschutz oder Philanthropie, sondern um knallharte Machtpolitik und Menschenfeindlichkeit. – Zukünftig geht es um strenge individuelle und lückenlose Kontrolle und Lenkung eines jeden Individduums. Ein individueller “carbon footprint tracker” wird zukünftig wohl obligatorisch, weil man ohne Nachweis über das persönliche Konsumverhalten keinen Zugang zum eigenen digitalen Bankkonto haben wird. Das Smartphone wird die freiwillig getragene Fußfessel. Die völlige Digitalisierung des Lebens wird und soll automatisch zum gläsernen Menschen führen, der gleichzeitig durch Künstliche Intelligenz überwacht und gesteuert wird. Wer z.B. zuviel Fleisch kauft, wird durch Abzug von “Social Credit Points” bestraft. Irgendwann wird er an der Kasse Fleisch nicht mehr kaufen bzw. bezahlen dürfen. Wer “falsche Informationen” verbreitet, wird bestraft. Wer sich nicht um die Klimarettung schert, wird bestraft. Wer die staatlichen Maßnahmen kritisiert, wird bestraft. Wer nicht genug Social Credit Points hat, darf z.B. nicht mehr reisen oder keinen Alkohol mehr kaufen usw. Das alles und noch viel mehr gibt es schon im kommunistischen China. Die Basis für diesen extremistischen Wahnsinn ist die apokalyptische Lüge von der menschengemachten Klimaerwärmung. (Das Klima ist ein Datensatz auf Festplatten, das in Klimamodellen aktiv modelliert wird!) – Auch die sog. Medikalisierung der Gesellschaft ist ein Druckmittel, das seit Beginn der sog. Pandemie immer stärker als Kontroll- und Machtmittel ausgebaut wird. Der digitale Impfpass wird mit dem digitalen Bankkonto, auf dem digitales Geld liegt, welches per Blockchain-Technologie der Überwachung des individuellen Konsumverhaltens dient, verknüpft. Der Staat wird fähig sein, jeden Bürger individuell per Künstlicher Intelligenz vollständig auf der digitalisierten Ebene zu überwachen. Die Digitalisierung wird maßgeblich der Überwachung der Menschen dienen. Die Menschlichkeit soll uns genommen werden. Unser Leben soll in jeder Hinsicht maximal steril werden.

    “Medikalisierung ist die Bezeichnung für einen gesellschaftlichen Veränderungsprozess, bei dem menschliche Lebenserfahrungen und Lebensbereiche in den Fokus systematischer medizinischer Erforschung und Verantwortung rücken, die vorher außerhalb der Medizin standen.(…) In der Medizingeschichte wird der Begriff der Medikalisierung meist deskriptiv, also ohne Wertung, gebraucht. In ihm kommt aber auch eine grundlegende Kritik an einem Fortschritt- und Machbarkeitsglauben innerhalb der Naturwissenschaften zum Ausdruck.(…)

    Beispiele für Medikalisierungstendenzen:

    – die Pathologisierung von Befindlichkeitsstörungen und Angelegenheiten, die auch von vielen sozialen Faktoren bestimmt sind (z. B. sexuelle Unlust, Kinderlosigkeit) und deren medizinische Behandlung

    – das zunehmende Angebot medizinischer Dienstleistungen für eine „Optimierung“ der Lebensführung statt nur die Behandlung von Leiden (z. B. Anti-Aging-Medizin, kosmetische Chirurgie)
    – die Tendenz zur Verantwortungsübertragung an Ärzte und das Gesundheitswesen, sowie die (Selbst-)Entmündigung der Menschen bei leichten Beschwerden, Fragen des Wohlbefindens und bei natürlichen Lebensphänomenen (Geburt, Tod)”

    https://www.achgut.com/artikel/world_economic_forum_gruene_planwirtschaft

    https://www.achgut.com/artikel/je_mehr_digitalisierung_desto_mehr_ueberwachung

    https://www.achgut.com/artikel/welternaehrung_und_noch_eine_transformation

    https://www.achgut.com/artikel/der_smarte_weg_in_den_globalen_ueberwachungsstaat
    ——-
    https://sociable.co/business/individual-carbon-footprint-tracker-alibaba-wef-2022/
    https://sociable.co/military-technology/yuval-harari-hackable-humans-wef-darpa-preconscious-brain-signals/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Medikalisierung

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  11. Mark sagt

    In der Tat: framing at its best. Hat allerdings weniger was mit der Alpenrepublik zu tun, sondern eher was mit wohlstandsverwöhntem Grünen Mainstream. Wie derzeit in vielen anderen Bereichen auch wird dieser von der Realität eingeholt. So eben auch hier:

    https://www.topagrar.com/panorama/news/beyond-meat-macht-deutlich-verlust-12740390.html
    https://www.agrarzeitung.de/new-food-economy/loesungen/mcdonalds-usa-mcplant-test-beendet-analysten-skeptisch-102562?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsletter%2Fnewsletter&utm_medium=newsletter&utm_campaign=nl5616&utm_term=142da8c1d814c65e2906cf9c9f3f4c01

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    • Thomas Bröcker sagt

      In diesem Trend liegt genau das Problem. Es generiert uns gerade eine Politik, die auf biegen und brechen ihre Bio-Ausbau-Versprechen an ihre Wähler durchsetzen wollen. Die Tonlage hat sich enorm verschärft und die Masse eingesetzter (meist hinlänglich bekannter) Falschbehauptungen nimmt zu. Ich habe den Eindruck, dass jetzt mit aller Gewalt versucht wird möglichst viel Geld in den Erhalt der Bio-Wirtschaft zu bekommen. Da ist fast jedes Mittel und jede Verleumdung recht.
      Ich habe gerade (nach 3 Jahren Mitarbeit) den Entwurf der “Ernährungsstrategie” in Brandenburg zur Stellungnahme bekommen. Das Wort Bio wird quasi nicht erwähnt, jede Forderung zielt aber nur in die Richtung der Förderung dieser Wirtschaftsform.
      Interessant ist die Forderung bei verarbeiteter Ware nicht zwingend den Status der Rohstoffherkunft angeben zu wollen.
      Das deutet darauf hin, dass nicht genügend Rohware für Verarbeitung vorhanden ist und auch in der Bio-Verarbeitungsschiene der Preis Herkunft und Regionalität vergessen lässt.

      Die Politik kappt momentan die Verbindungen zu den Verbänden weitgehend, so dass unser Einfluß schwindet. Das wüscht sich die Bio-Branche ganz sicher, auch für sie geht damit aber ein wichtiges Korrektiv aus der erfahrenen Landwirtschaft verloren, das wird ihnen gesellschaftlich gewaltig auf die Füsse fallen. Ganz einfach, weil die Naturgesetze sich im Gegensatz zum Städter nicht durch Propaganda beeinflussen lassen.

      Der ganze Artikel strotzt von Ungereimtheiten, da ist nix zu Ende gedacht oder ausbilanziert, aber alle Falschbehauptungen zur konv. LW sind wieder versammelt.
      Oberarrogant finde ich die Forderung: Die Bauern werden verpflichtet krumme Möhren und Gurken und fleckige Kartoffeln preiswert an die Armen abzugeben. Da schlägt die Almosen-Mentalität der Reichen aber voll durch – die Kosten dafür soll dann auch noch der Erzeuger tragen – oder wird dem “Armen” verboten gerade Gurken und ordentliche Kartoffeln zu kaufen.

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  12. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Bauer Willi,ich finde,jeder sollte die Möglichkeit haben ,hier zu schreiben!
    Wir Bauern werden es hier nicht schaffen,eine Brücke zu Bürgern und Verbrauchern zu schlagen,was nicht an uns liegt,sondern an der Situation,speziell in unserem Land.
    Ich hatte schon mehrfach darauf hingewiesen,dass wir ne Chance hätten uns darzustellen,wenn wir das Profis in die Hand geben würden,was aber möglicherweise 500€ je Betrieb und Jahr kosten würde.Der Wille und das Geld sind das Problem.

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    • Smarti sagt

      Herr Gresshöner, dass von den Bauern etwas ausgehen kann, dass die Beziehung zwischen Konsumenten ( sind wir ja alle ) und Bauern nochmals nachhaltig verbessert… diese Hoffnung habe ich leider aufgegeben.
      Wenn aber die Bauern solange weiter arbeiten können/ wollen/ sollen, bis die Konsumenten ( oder eher die unzähligen Zukunfts-bio-visionäre ) alle die heiße Herdplatte mal angefasst haben, dann ist das Schlimmste geschafft.
      Und dafür ist “Bauer Willi” und ALLE seine Mitschreiber/innen Gold wert.
      Es dauert auch nicht mehr lange und man weiss mehr.

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  13. Hans Mohrmann sagt

    Ohne Kunstdünger und Pestizide würde die Lebensmittelproduktion um mehr als 50% einbrechen. Davon 10. Milliarden Menschen ernähren? Utopisch.

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      • Bauer Willi sagt

        Prima. Das löst gleich mehrere Probleme….
        Ist es in Schweden auch so heiss wie hier?

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        • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

          Überall ist es so heiß wie hier, denn der Klimawandel kennt keine Grenzen! Und nahrhafte Menschen wurden in der Südsee als (salzige) Langschweine angepriesen. … Diversität ist unsere Stärke: “Ich freu’ mich drauf” …


          https://www.breitbart.com/politics/2022/07/24/new-york-times-accused-normalizing-cannibalism-publishing-bizarre-essay/

          https://en.wikipedia.org/wiki/Human_cannibalism

          Human flesh was called “long pig”. W. D. Rubinstein wrote:

          It was considered a great triumph among the Marquesans to eat the body of a dead man. They treated their captives with great cruelty. They broke their legs to prevent them from attempting to escape before being eaten, but kept them alive so that they could brood over their impending fate. … With this tribe, as with many others, the bodies of women were in great demand.

          Wenn man im Internet nach “Langschwein” und “Kannibalismus” sucht, wird man allerlei Skurriles finden.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Kachelmann bringt heute 32°, das sind im Oberrheingraben normale Sommertemperaturen.😎

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      • Smarti sagt

        Wenn dies sozusagen eine andere Abzweigung im Lebensweg ist, dann doch lieber den Weg des oben verlinkten Artikels einschlagen. Alles ist besser… andererseits würde Kannibalismus die Weltbevölkerung sofort deutlich reduzieren – man denke nur an die ganzen übertragbaren Krankheiten von Affenpocken bis Corona Z. Das ist kein Forschung, das ist Gruselkabinett.

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      • Pälzer Buh sagt

        Zu erst würde ich Insekten essen, Mehlwürmer schmecken frittiert ganz gut, Heuschrecken dagegen gewöhnungsbedürftig nach Erdnussbutter.

      • Thorens sagt

        Das ist ja interessant.

        Darf sich dann jeder, der hungrig ist, einen anderen fangen, um ihn oder sie zuzubereiten? So ganz ohne LEH? Oder soll schon gleich nach der Geburt von einer Instanz entschieden werden, wer in die Mast geht? Oder bleibt es den Familien überlassen, welches Familienmitglied in welchem Alter – je jünger umso zarter – verspeist werden soll?

        Dem Vogel haben sie doch ins Hirn …

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    • Inga sagt

      Man muß sich mal die Situation von vor 1950 in Erinnerung rufen?

      Warum und weshalb wurde da die Landwirtschaft mit Erfolg gefördert?

      Man nannte es Grüne Revolution.

      Um den Weltfrieden jetzt zu erhalten, müssen deren Erfolgsrezepte wieder angewendet werden.

      Oder soll Russland mit den reichen Ernten, mit hilfe der Grünen Revolution den Weltfrieden erhalten?

      Und wir haben dann eine intakte Umwelt mit Blümchen im Feld?
      Von wem machen wir uns am Ende abhängig?

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  14. Seevers Reinhard sagt

    Wow, framing at its best aus der Wohlstandsverwöhnten Alpenrepublik. Ich würde erstmal die Existenz der Schweiz in 2060 in Frage stellen, weil bis dahin evtl. die ganzen versteckten Gelder aus den Banken verschwunden sind, und die Mehrzahl der Bevölkerung nun ihre sozialen Leistungen mit eigenen Händen erarbeiten muss. Da macht sich einer Gedanken, der sich Gedanken machen sollte, find ich.
    Aber bis dahin bin ich eh nicht mehr auf diesem Planeten. GsD

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