Leise rieselt …
Unser Spruch zum Advent: Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein…
Unser Spruch zum Advent: Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein…
Wen interessieren schon die Sorgen der Bauern? Dann kommen die Lebensmittel halt aus dem Ausland. Die können es noch billiger. Aber besser?
Wenn die Batterie leer wird, geht irgendwann nichts mehr. http://www.sueddeutsche.de/…/burnout-bei-bauern-alles-mist-…
Bemüht man Wikipedia bei diesem Begriff, so unterscheidet er nach zwei Bedeutungen. In der Landwirtschaft wird der Begriff bei der Fütterung verwendet, wenn die Tiere jederzeit frei über Wasser und Nahrung verfügen können, sie also nicht zugeteilt werden. Hier steht ad libitum für „nicht portioniert“. Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet ad libitum „nach Gutdünken, nach Belieben“. Ad libitum ist aber auch ein Synonym für unsere Gesellschaft, in der alles, auch Nahrungsmittel in unbegrenztem Maße zur Verfügung stehen, nach Belieben. Und wir Landwirte? Was haben wir „ad libitum“? Vor allem eines: Arbeit. Wenn wir wollten, könnten wir Tag und Nacht für den Betrieb da sein. Und viele müssen das auch, vor allem dann, wenn sie Vieh haben. Da kommt schon mal um drei Uhr nachts ein Alarm aufs Handy, weil die Fütterung ausgefallen ist oder die Kuh kalbt. Umdrehen und weiterschlafen geht da nicht, es ist wie bei der Feuerwehr: man muss raus, um Schaden abzuwenden. Und danach beginnt wieder die „ganz normale Arbeit“, die erledigt werden muss. Weil oft mehrere Generationen auf dem Hof leben, ist …
Nach Südtirol, Bayern und Dithmarschen war ich am Mittwoch zu einem Vortrag in Thüringen. Auf der Fahrt dorthin habe ich mindestens sechs Mal die Nachrichten im Radio gehört. Eine der Meldungen: „Wie der Bauernverband berichtet, haben die deutschen Landwirte im Wirtschaftsjahr 2014/15 rund 35% weniger verdient. Nur die Öko-Bauern und die Winzer sind von diesem Rückgang nicht betroffen. Hier hat sich das Betriebsergebnis um 11% bzw. 4% verbessert“. Jetzt bin ich ja Bauer und da macht mich diese Meldung schon nachdenklich. Wie wird wohl der normale Bürger auf diese Nachricht reagieren? Wäre es ihm zu verübeln, wenn er sagen würde, dass die Bauern doch immer jammern? Zieht er nicht den Schluss, dass die Öko-Landwirtschaft wohl eine echte Alternative ist? Könnte er nicht auf den Gedanken kommen, dass die Selbstvermarktung, die viele Winzer betreiben, einen Ausweg aus dem Dilemma darstellt? Lesen Sie dazu auch den Beitrag von Jan Grossarth in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/landwirtschaft-den-bauern-ist-zum-hinschmeissen-zumute-13955211.html Und in der gleichen Ausgabe auch diesen Kommentar: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutsche-landwirte-haben-mehr-als-ein-drittel-ihrer-einkommen-verloren-13955479.html Wie ist eure Meinung? Euer …
Wie wird sich die Struktur der deutschen Landwirtschaft wohl im nächsten Jahrzehnt entwickeln? Unabhängig von politischen Willensbekundungen und angeblichen gesellschaftlichen Forderungen habe ich mir dazu meine persönlichen Gedanken gemacht. In meinem direkten Umfeld, also einem Radius von rund drei Kilometer um unseren Hof, werden in den nächsten Monaten 3 landwirtschaftliche Betriebe aufhören. Alles Familienbetriebe mit 40 bis 70 Hektar Ackerfläche. Die Betriebsleiter haben die Altersgrenze erreicht, die Kinder werden den Betrieb nicht übernehmen, obwohl einige von ihnen eine landwirtschaftlichte Ausbildung haben. Die Flächen wurden im Wesentlichen an die größeren Betriebe (100 bis 300 ha) in der Nachbarschaft verpachtet, da diese sich in der Lage sehen, den geforderten Pachtpreis zu zahlen. So ist der Markt. Schaut man in die Zukunft, so wird sich dieser Trend fortsetzen. Was im Vergleich zu früher allerdings bemerkenswert ist, sind die Gründe, warum die Betriebe nicht weitergeführt werden. In allen drei Fällen handelt es sich um wirtschaftlich gesunde Betriebe, zum Teil mit einem hohen Spezialisierungsgrad, der auch für die nächste Generation noch gereicht hätte. Aber dem Nachwuchs dieser Betriebe fehlte die Überzeugung, dass …
Die Zukunft braucht Landwirte. Die Gemeinschaft braucht Landwirte.Ein toller Film, produziert von der Gemeinschaft der Maschinenringe. Sehenswert auch für Bürger und Verbraucher… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren
Am 2. Dezember war ich in Heide, Schleswig-Holstein, beim Maschinenring Dithmarschen. Und wie immer, hab ich mir vorher noch Interessantes aus der Region angesehen. Dithmarschen ist das größte zusammenhängende Kohl-Anbaugebiet Europas ( rund 2.800 ha) und hat eine lange Tradition. Der Anbau macht richtig viel Arbeit, von der Pflanzung bis zur Ernte ist viel Handarbeit nötig. Im KOHLosseum habe ich erklären lassen, wie aus Weißkohl Sauerkraut wird. Und ich habe ein paar Produkte gesehen, die zeigen, wie pfiffig man dort ist. Hautcreme und Haarshampoo auf Basis von Weißkohl hatte ich nicht für möglich gehalten. Und auch der Brotaufstrich (FRUKO) der unter anderem Weiß- und Rotkohl, Wirsing und Rosenkohl enthält, schmeckte richtig gut. Kann man sich kaum vorstellen, ist aber so. Wer mehr wissen will, sollte unbedingt mal das KOHLosseum besuchen. Hier gibt es schon mal einen Vorgeschmack, aber besser schmeckt es vor Ort. http://www.kohlosseum.de/ Euer Bauer Willi
Palla aus dem Alpenvorland trennt sich gerade von ihrem Milchvieh. Es ist ihr und ihrer Familie nicht leicht gefallen. Was sie aber nachdenklich macht, ist ihr Gespräch mit einer Nachbarin. Ein Einblick in eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Vielleicht auch, weil sich der oder die andere wiedererkennt…? Neulich traf ich eine Milchbäuerin aus unserer Gegend und das erste was sie sagte war: “Ich beneide Euch so, dass ihr den Entschluss gefasst, habt mit dem Milchvieh aufzuhören“. Ich war erstaunt über diese Aussage, weil unsere Entscheidung, mit den Kühen aufzuhören, bisher bei Berufkollegen eher auf Unverständnis gestoßen war und hakte nach. Was nun kam, war ein Bericht über ihr Leben als Ehefrau eines überzeugten Milchviehhalters: Sie kommt ursprünglich, wie heute viele Partnerinnen von Landwirten nicht aus der Landwirtschaft und hatte sich vor Jahren in einen Landwirt verliebt und sich von seiner Begeisterung für seinen Beruf anstecken lassen. Nachdem ein tierhaltender Landwirt ja auch stets in der Nähe seiner Tiere sein muss, hatte sie sich nach kurzer Zeit entschlossen zu ihm auf den Betrieb …
Sage nicht, dass Du nichts beeinflussen kannst! Jammere nicht, sondern handle. Du bist der Souverän. Nimm die Verantwortung an!
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