Autor: Bauer Willi

Droht Deutschland eine Hungersnot?

Wenn am 24.12.2015 um 14 Uhr alle Geschäfte schließen, dann könnte für manche eine ungeahnte Notzeit anbrechen. Denn es können dann fast 90 Stunden lang keine Lebensmittel mehr gekauft werden. Ist der Verbraucher auf diese extrem lange Unterbrechung der Lebensmittelversorgung vorbereitet? Damit Sie, liebe Mitbürger, keine Notzeit erleben müssen haben wir Tipps: Legen Sie rechtzeitig Vorräte an. Hilfestellung (PDF-Broschüre) gibt Ihnen das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Recherchieren Sie jetzt schon wo sich ihr nächstgelegener Landwirt befindet. Notieren Sie sicherheitshalber seine Telefonnummer. 😉 Insbesondere Hofläden mit 24-Stunden Milchtankstelle und Direktvermarktungsautomaten (Regiomat) https://youtu.be/I2DHfCDYAi8 Tipp: Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen. 😉 Ihre Landwirte waren das ganze Jahr fleissig und haben eine gute Ernte eingebracht. Und die Tierhalter kümmern sich auch über die Feiertage um das liebe Vieh. Machen Sie sich keine Sorgen. Genießen Sie Ihre Feiertage. Bauer Willi und Alois

Der Kuhstall ist leer! – Es ist vorbei!

von Palla Nun haben wir unsere Entscheidung mit dem Milchvieh aufzuhören in die Tat umgesetzt und unser Kuhstall ist leer – gähnend leer! Es ist vorbei! Gibt es damit nun weniger Kühe und damit weniger Milch auf dem Markt und bald einen kostendeckenden Milchpreis? Wie geht es den Kühen? Was bedeutet die Aufgabe unseres Milchviehbetriebes für den Markt, unser Umfeld und was eigentlich für uns persönlich? – für den Milchviehbestand in Deutschland: Nichts, denn wir haben so gut wie all unsere Kühe an einen größeren, moderneren Betrieb verkauft. Unser Ziel war, die Kuhherde möglichst als Ganzes zu verkaufen und es war kein leichtes Unterfangen einen geeigneten Betrieb zu finden. Ich bin sehr froh darüber, dass wir nicht gezwungen waren die Kühe schnell loszuwerden. – für die Milchmenge in Deutschland, bzw. die Entwicklung des Milchpreises: Nichts, denn der neue Betrieb hat ein ähnliches Milchleistungsniveau wie wir und lässt die Milch ganz herkömmlich von einer Molkerei abholen. – für unsere Kühe: Sie leben nun in einem nach aktuellen Erkenntnissen gebauten Stallgebäude, das nicht nur weitaus größer, sondern …

Eine frohe Botschaft – die Erfolge der Bauern

Von den Medien wenig beachtet ist die Zahl der unterernährten Menschen in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückgegangen. War es im Jahr 1991 noch fast jeder Vierte, der unter Unterernährung leiden musste, so waren es im Jahr 2013 nur noch 13%. Immer noch zu viel, aber die Verbesserung ist beachtlich. Dieser Rückgang ist um so bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass im gleichen Zeitraum die Weltbevölkerung von 5,3 Mrd. auf 7,2 Mrd. angewachsen ist. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche ist im gleichen Zeitraum weltweit nahezu konstant geblieben. Folglich sind pro Hektar jedes Jahr mehr Kalorien erzeugt worden. Eine bessere Versorgung mit Kalorien, eine höhere Nahrungsmittelqualität und andere Faktoren haben auch zu einem  deutlichen Anstieg der Lebenserwartung geführt. Der Weltbürger wurde im Jahr 1991 nur rund 65 Jahre alt, heute liegt dieser Wert bei rund 71 Jahren. Es sind also rund 6 Jahre mehr, die die weiter wachsende Weltbevölkerung mit Nahrung versorgt wird. Bei einem durchschnittlichen Kalorienverbrauch von rund 2.900 Kcal pro Tag macht dies für einen Bürger in einem Jahr exakt 1,06 Mio. Kalorien, die zusätzlich erzeugt wurden. Zusammengefasst: Trotz einer wachsenden Weltbevölkerung sinkt die …

Weggeworfene Bundesländer

In Deutschland landen pro Jahr etwa 18 Mio. Tonnen Lebensmittel im Abfall. Rechnet man dies um auf die Fläche, auf denen diese Menge produziert wird, entspricht dies in etwa der Fläche von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland auf denen von uns Bauern „umsonst“ gewirtschaftet wurde. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des WWF. (siehe unten) Doch nicht alle Verluste sind vermeidbar: Ernteverluste, Nachernteverluste und Prozessverluste (zusammen 5,18 Mio. t) lassen sich kaum verringern, denn beim Mähdrusch, bei der Kartoffel-, Möhren- oder Rübenernte fallen Teile der Ernte zurück auf den Acker, reduzieren sich nach der Ernte z.B. durch Trocknung bzw. bei der Lagerung oder werden bei der Aufbereitung aussortiert. Zu den Prozessverlusten gehört beispielsweise das Schälen der Kartoffeln, das ja unvermeidbar ist. Die Verteilungsverluste bei Groß- und Einzelhandel fallen mit 2,58 Mio. t ins Gewicht, bei Großverbrauchern wie Restaurationsbetriebe, Großküchen wie Mensen oder Kantinen werden jedoch schon 3,4 Mio. t weggeworfen. Den größten Anteil mit 7,23 Mio. t der weggeworfenen Lebensmittel nehmen die Endverbraucher ein. Fasst man diese drei Verlustquellen zusammen so summiert sich die Menge der vermeidbaren Lebensmittelverluste …