Bauer Willi, Medien
Kommentare 23

Gans einfach: Billiger aus dem Ausland

Mhm, leckere Weihnachtsgänse! Kommen aus Osteuropa, weil sie da billiger ist. Lesen aber Sie aber mal, was die WELT dazu schreibt. Und dann Mahlzeit.

Weltgaense

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23 Kommentare

  1. Gernot sagt

    Nur eine Frage.
    Wer kennt einen deutschen Produzenten für Freilandgänse der Schwierigkeiten hat seine Tiere abzusetzen?
    Meines Wissens ist hier die Nachfrage größer als das Angebot.

    LG
    Gernot

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  2. In Polen leiden sie auch unter den niedrigen Preisen. Bei uns kam ein Bericht mit einer polnischen Halterin, sie sagte der Druck kommt von den deutschen Abnehmern. Für die polnische Halterin rechnet sich das auch nicht mehr. Ich vermute alle haben sich mehr oder weniger auf diese Geschäftsfeld „gestürzt“ und nun ist zuviel auf dem Markt. Gans ist ja nur ein extremes Saisongeschäft, sehr spezieller Markt. Die Preisunterschiede sind schon gigantisch.

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  3. Gernot sagt

    Hallo,
    Darf ich mal einen Vorschlag machen?
    Warum setzt der Bauernverband, Verband der Geflügelzüchter (?) o.ä. sich nicht dafür ein, dass in DE nur Fleisch verkauft werden darf, dass unter Bedingungen aufgewachsen ist, die in DE legal sind?
    Zum Thema Polen- und Ungarngänse.
    Ich als Verbraucher kaufe dieses „Abfallprodukt“ der Stopfleberproduktion nicht.
    @ Detlef Kröger
    Wie bereiten Sie denn Ihre Gans zu?
    Bei 200 Grad 2 Stunden im Ofen?
    Da bekommen Sie jeden Vogel zäh.
    Lieber mal 6 Stunden bei 120 Grad und anschliessen abbräunen versuchen

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Der Bundesverband Deutsches Ei (BDE) fordert z.b. eine Kennzeichnung des Eiproduktes als Rohware und eine Einzelkennzeichnung von Eiern, die zur Weiterverarbeitung in die Lebensmittelindustrie geliefert werden.

      Hintergrund für die Forderung ist, dass in zahlreichen EU-Staaten das Verbot der konventionellen Käfighaltung noch immer missachtet werde, erklärte der Vorsitzende Diekmann. Schätzungen zufolge würden in der EU noch bis zu 50 Millionen Legehennen in illegalen Käfigen gehalten. „Die deutsche Eierwirtschaft fühlt sich von der Politik im Stich gelassen“. Die deutschen Legehennenhalter hätten mit dem Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung schon zwei Jahre vor dem EU-weiten Verbot mit Investitionen im dreistelligen Millionenbereich ihren Teil zu mehr Tierschutz beigetragen: „Jetzt muss endlich die Politik im Kampf gegen Verbrauchertäuschung aktiv werden“, verlangte Diekmann.

      Schätzungen zufolge stammen 50% der in der Verarbeitungsindustrie verwendeten Eier aus der Käfighaltung.

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      • Bauer Christian sagt

        @ ehemaliger Landwirt:
        genau dies ist das Problem: die einen EU Länder setzten es um und die anderen machen nix bis sie wieder Geld bekommen.
        Wettbewerbsverzerrung ist es.

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  4. Michael Goschütz sagt

    Mir kommen werde polnische, noch tschechische oder ungarische Gänse auf den teller. Auch keine ausländische Enten. Basta! Ich will deutsches Geflügel, das ich im Sommer auf den Wiesen rumwatscheln sehe und nicht irgendwelchen Dreck von sonstwoher. Und das hat definitiv NICHTS mit Nationalismus zu tun, sondern mit Ökologie und Verstand. Und mit Respekt vor unseren heimischen Erzeugern. Wer billigen Dreck kauft, ist selber schuld. ich zahle lieber etwas mehr und weiß, dass ich nicht nur mir damit etwas Gutes tu.

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  5. Marion sagt

    Hallo Bauer Willi und Alois,

    ich will hier an dieser Stelle mal herzlich Danke sagen für die tolle Arbeit, die ihr hier macht!
    Ich lese immer sehr gerne eure Artikel und Beiträge und auch die Diskussionen dazu. Obwohl ihr auch oft Kritik einstecken müsst, macht ihr unermüdlich weiter und öffnet dadurch hoffentlich immer wieder vielen Verbrauchern die Augen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Dialoges zwischen Landwirt und Verbraucher. Und zum besseren Verständnis für Landwirte und ihre Situation. Und das ist so wichtig!
    Also, macht bitte bitte weiter so, bin quasi ein Fan! ☺️

    Danke und schöne Weihnachten,
    eure Marion
    (die eigentlich keine Landwirtin ist, sondern immer nur (oft naive) Verbraucherin war – aber einen Nebenerwerbslandwirt mit Mastschweinen geheiratet hat und seitdem Vieles dazugelernt hat und nun viele Dinge mit ganz anderen Augen sieht! Meinen eigenen Umgang/Einkauf mit/von Lebensmitteln, Fleisch, Milch etc. habe ich geändert und eure Artikel haben auch mit dazu beigetragen.)

    Und zur Weihnachtsgans – vielleicht kennt ihr die Geschichte „Der Weihnachtsbraten“ von Margret Rettich! Ganz nett zu diesem Thema… Das passiert, wenn man plötzlich einen Bezug hat zu dem Tier, das man essen möchte….?
    nachzulesen zum Beispiel hier:
    http://www.sanktmichael.de/uploads/Advent/Die%20Geschichte%20vom%20Weihnachtsbraten.pdf

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  6. Bauer Christian sagt

    dieses Beispiel ist ja nicht nur auf die Lanwirtschaft zuztreffend, sondern für mehr oder weniger alle Branchen.
    Wir sollten schon mal nachdenken woher unser Wohlstand auch kommt.!
    Dies spiegelt den weltweiten freien Handel wieder, den ich auch sehr befürworte, aber der nicht gerecht funktioniert, solange soziale und umweltstandards nicht eingepreist werden. Wir importieren hiermit mit unserer „Geiz ist geil“ Mentalität die Umweltverschmutzung und Ausnutzung von Arbeistkräften auf anderen Erdteilen, wo die Demokratien, das Umweltbewusstsein, Arbeitnehmerschutz etc. noch nicht so etabliert sind – bzw. das Tierwohl einen anderen Stellenwert hat.

    Der Volkswirtschaft spricht hier von negativen Externalitäten, die entweder wer anderer trägt oder die Allgemeinheit zu tragen hat. Sollte man eigentlich mal in der Schule gelernt haben.

    Alles was weit weg ist bzw. war wir nicht sehen (wollwn) kratzt uns nicht. Deshalb kaufe ich regional soweit es geht bzw. meide Firmen mit Geschäftspraktiken die nur auf den letzten Cent schauen.

    Jeder von uns hat es selbst in der Hand.

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Ja, das stimmt. Das ist nicht nur ein Thema der Landwirtschaft.
      Und es stimmt auch, dass unser gigantischer Wohlstand allgemein auf dieses billig produzieren im Ausland und teuer verkaufen im Inland zurückgeht.
      Mit jedem Schnäppchen sollten wir uns daran erinnern.

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      • Bauer Christian sagt

        ja Alois nicht nur die Schnäppchen.
        Man soll sich mal ansehen was die Produktion wirklich kostet und was der Vertrieb eigentlich mit wenig Risiko kostet/draufschlägt.
        Da muss man halt auch die Besteuerung der Arbeit ins Auge fassen bei uns, wo ja der Staat nicht unschuldig ist. Man nehme dem Volk viel weg, damit man viel zu verteilen hat.
        Man sieht ja nur die Förderungen des Nachbarn (Nachbarbranche, was kriegt man für…)
        Daher Förderungen weg – Steuern fast weg – spart sich viel an Verwaltung, die ja nichts produziert, sondern ihre Daseinsberechtigung nur durch möglichst viele komplizierte Vorschriften hat. Stellt euch mal die Frage wie viele Berufsgruppen leben (indirekt) von komplizierten Steuer-, Förder- und Geld-Verteilungswesen?

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    • Klemens sagt

      So perfekt auf den Punkt gebracht hat den Zusammenhang von Wohlstand, Umwelt, Sozialen Wohlstand, noch niemand. Ich Teile Ihre Meinung ganz und gar.

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