Die nie endende Milchkrise
Neulich habe ich beim BDM (Bund deutscher Milchviehhalter) einen Vortrag gehalten mit meinem Lieblingsthema: „Das Dilemma der Essensmacher“. Man hatte mich dann noch gebeten, meine persönliche Sicht der Dinge über den Milchmarkt zu erläutern. Das habe ich gemacht und wie immer, meine ganz persönliche Meinung gesagt. Dass für mich Verträge ohne vorherige Preisfestlegung eigentlich keine Verträge sind, dass wir Ackerbauern unsere Preise mit Vorkontrakten selbst festlegen, dass ich von meiner Zuckerfabrik einen einjährigen Vertrag angeboten bekomme und den dann annehmen kann oder nicht. Übrigens mit der Wahlmöglichkeit, einen festen oder flexiblen Preis zu wählen. Und da merkte ich schnell in der Diskussion, dass der BDM hier andere Prioritäten hat. Agrarmärkte sind halt doch nicht gleich Agrarmärkte. „Warum machen das die Milchbauern nicht?“, fragte ich provokativ. Schaber und andere Mitglieder entgegneten mir sofort, dass Milch und Zucker nicht vergleichbar seien. Der fundamentalste Unterschied ist ja wohl, dass Milch nur ein paar Tage haltbar ist und quasi sofort verarbeitet werden muss. Damit können die Milchbauern nicht ihre Milch zurückhalten. Die muss jeden Tag weg. Und auch die …







