Bauer Willi
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Die nie endende Milchkrise

Neulich habe ich beim BDM (Bund deutscher Milchviehhalter) einen Vortrag gehalten mit meinem Lieblingsthema: „Das Dilemma der Essensmacher“.  Man hatte mich dann noch gebeten, meine  persönliche Sicht der Dinge über den Milchmarkt zu erläutern. Das habe ich gemacht und wie immer, meine ganz persönliche Meinung gesagt. Dass für mich Verträge ohne vorherige Preisfestlegung eigentlich keine Verträge sind, dass wir Ackerbauern unsere Preise mit Vorkontrakten selbst festlegen, dass ich von meiner Zuckerfabrik einen einjährigen Vertrag angeboten bekomme und den dann annehmen kann oder nicht. Übrigens mit der Wahlmöglichkeit, einen festen oder flexiblen Preis zu wählen.

Und da merkte ich schnell in der Diskussion, dass der BDM hier andere Prioritäten hat. Agrarmärkte sind halt doch nicht gleich Agrarmärkte. „Warum machen das die Milchbauern nicht?“, fragte ich provokativ. Schaber und andere Mitglieder entgegneten mir sofort, dass Milch und Zucker nicht vergleichbar seien. Der fundamentalste Unterschied ist ja wohl, dass Milch nur ein paar Tage haltbar ist und quasi sofort verarbeitet werden muss. Damit können die Milchbauern nicht ihre Milch zurückhalten. Die muss jeden Tag weg. Und auch die „Anbauplanung“ ist etwas schwieriger, weil eine Kuh erst nach 3 Jahren Milch gibt und die Ställe längere Laufzeiten haben. Während ein Ackerbauer bei einem schlechten Angebot der Zuckerfabrik einfach mal ein Jahr aussetzt, kann der Milchbauer nicht einfach mal ein Jahr Pause machen, bis der Preis wieder passt.

Oder vielleicht doch? Denn Schaber legte dann sehr interessante Folien zu den Entwicklungen auf den internationalen Milchmärkten auf. Demnach reicht meist eine kleine Überproduktion und die internationalen Milchpreise können bis weit unter die Produktionskosten fallen. Was vielen Milchbauern dann die Existenz kostet. Aber da komme ich dann doch wieder mit meinen Zucker-Erfahrungen, denn wenn ein Zuckerbauer mehr als seine vertraglich geregelte Menge anliefern möchte, dann gibt es dafür einen saumäßig schlechten Preis, der unter den Produktionskosten liegt. Darum macht das kein vernünftiger Zuckerrübenbauer: Über die vertragliche Menge hinaus zu liefern. Aber die Milchbauern machen das immer wieder.

Da reagiert dann der Herr Schaber gleich pikiert und verwehrt sich dagegen, dass man nicht von „schlauen Zuckerrübenbauern“ und von „dummen Milchbauern“ reden darf. Wollte ich ja auch nicht, nur eben zeigen, dass es auch andere Modelle gibt. Aber was ist dann das Rezept vom BDM? Schaber sagt ganz klar: Die Politik müsse das richten. Sie müsse die Milchmengen begrenzen und eventuell freiwillige Milchmengenaufkaufaktionen machen. Europaweit. Also willigen Milchbauern Geld dafür geben, weniger zu produzieren. Ehrlich gesagt: Kapiere ich nicht. Das gibt es in keinem anderen Markt. Warum können sich nur beim Milchmarkt die Verarbeiter und die Milcherzeuger nicht so abstimmen, dass er für beide passt? Warum können Molkereien nicht ein Jahr im Voraus Kontrakte mit ihren Abnehmern machen, damit Preise und Mengen klar sind, bevor produziert wird? Wenn ich meinem Weizen- oder Rapspreis für 2018 heute schon klar habe, kann ich den Anbauumfang ja darauf einrichten. Und warum soll ich mich heute schon für zwei Jahre festlegen, so wie bei der Milch?

Doch auf diese Frage bekomme ich nun gar keine Antwort. Auf die Frage von Alois, wie denn der BDM zum Vorstoß des Kartellamtes stehe, die Lieferbeziehungen zugunsten der Erzeuger zu regeln, gibt es nur ein Achselzucken. Bringt nicht viel. In der Diskussion wird ganz viel vom „Kampf“ geredet und auf die „Lobbyisten“ im fernen Brüssel verwiesen.

Wie die weitere Entwicklung aussähe? Schaber bringt es in seinem Vortrag auf den Punkt: „Die Krise ist nicht vorbei!“ steht da. Weil die Produktion aktuell wieder steigt, die Preise wieder fallen und die Läger mit Magermilchpulver voll seien. Und er wirbt dafür, weiterzukämpfen und den BDM zu unterstützen. Irgendwie erinnert mich die Veranstaltung an Robin Hood und seinen Kampf gegen „die da oben“. Wobei Robin Hood damals ja gesiegt hat. Wie es hier ausgeht bleibt offen. Ich habe ein mulmiges Gefühl.

Aber ansonsten habe ich tolle Gespräche an dem Abend. Manche Bauern sind auch echt witzig drauf, wie derjenige, der sich für eine Wahl mit den Worten vorstellt: „Ich bin glücklich verheiratet – was ich von meiner Frau nicht behaupten kann!“

Am Ende bekomme ich auch noch einen „Freßkorb“ mit allerlei Leckereien: Nudeln, Eier, Würste und Obst. Schön gemacht, doch werde ich bei diesem Geschenk sehr nachdenklich. Es sind doch alles Milcherzeuger hier im Saal. Milch und Käse, Quark und Joghurt fehlen aber in diesem Präsent.

Nur gut, dass mir der Alois von der Sennerei Gunzesried ganz in der Nähe einen würzigen Bergkäse besorgt hat. Auf der Verpackung der Gunzesrieder sind alle Namen der Milcherzeuger aufgedruckt mit dem Hinweis, dass es die besten Milchprodukte nur bei ihnen gäbe. Und billig war der Käse auch nicht. Ist übrigens eine Sennerei-Genossenschaft von 12 Landwirten mit durchschnittlich 16 Kühen.

Wer will, kann deren Produkte sogar online bestellen: http://www.gunzesrieder-bergkaese.de/

Und ein schönes Video gibt es da auch (unter „Aktuelles“) und bei Facebook sind die natürlich auch und geöffnet haben die an 7 Tagen in der Woche, im Sommer bis 19 Uhr. Geht doch…

Habe leider ganz vergessen zu fragen, ob die in irgendeinem Verband sind…Aber wozu?

Damit das hier nicht als BDM-Bashing rüberkommt: Andere Organisationen und Verbände (DBV, DRV, MIV etc.) scheinen aus der letzten Milchkrise auch nicht viel gelernt zu haben. Klare Konzepte oder konkrete Pläne, wie die nächste Krise verhindert werden soll, sucht man auch dort vergebens. Es würde aber langsam Zeit, denn die Mengen steigen bereits wieder und die Preise fallen.

Und so wird die Milchkrise nie enden. Und es werden wieder eine Reihe von Milchbauern das Handtuch werfen. Wie bei den letzten Milchkrisen auch….

Euer Bauer Willi

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75 Kommentare

  1. Eckehard Niemann sagt

    Lieber Bauer Willi,
    Dein Titel “Die nie endende Milchkrise” suggeriert fälschlicherweise, dass Bäuerinnen und Bauern (gemeinsam mit gesellschaftlicher Unterstützung) nichts erreichen könnten. Ohne den BDM, die AbL und die vielen aktiven Milchbäuerinnen und Milchbauern, die sich aus der Molkerei-Abhängigkeit der Bauernverbandsspitze ausgeklinkt haben und konsequent eine Interessenvertretung für Bauern betreiben, sähe es heute noch viel schlimmer aus. Sie haben damit ein ermutigendes Signal und einen neuen Denkansatz auch für andere Agrarbranchen verankert:

    Durchsetzung von Mengenregulierung zugunsten fairer Erzeugerpreise: Bei der Milch durch die noch konsequentere Durchsetzung politischer Mengenregulierung, durch Erzeugerbündelung, durch Änderungen im Verhältnis zu den Molkereien und Weidemilchprogramme und auch Tierwohl-Vorgaben .

    In der Schweinehaltung durch die längst von der EU eingeforderte ordnungsrechtliche, EU-weite Umsetzung der EU-Tierwohl-Maßnahmen und dem damit verbundenen Überschuss-Abbau.

    Im Geflügelbereich durch Tierwohl-Vorgaben und durch die Schaffung wirklich konzernunabhängiger und konzernübergreifender Erzeugervertretungen, die faire Preise gegenüber den Geflügelkonzernen sichern durch Mengenbegrenzungen und durch Forderungen, dass diese Konzerne die Preise hiesiger Mäster nicht unterlaufen durch ihre Tochterfimen im Ausland und deren Vertragspreisen mit dortigen Mästern.

    Im Rübenanbau durch Aufrechterhaltung des Außenschutzes und durch konzernübergreifende, koordinierte Maßnahmen der Rübenanbauerverbände gegen die von den Zuckerkonzernen angeheizte Überproduktion (mit fatalen Folgen für die künftigen Vertragsangebote der Fabriken an die Bauern).

    Im Getreide- und Ölsaatenbereich durch Begrenzung der Überschüsse durch EU-Vorgaben bei Cross-Compliance für wirklich vielseitigere Fruchtfolgen mit 20% Leguminosenanteil (ersetzt Soja-Importe und Dünger-Zukäufe und löst viele aktuelle ackerbauliche Probleme).

    Bei alledem hat sich in letzter Zeit viel getan – bei gesellschaftlichen getragenen Forderungen und auch beim Denken vieler Bauern und Bauernverbandsmitglieder.

    Lieber Bauer Willi, bei alledem könntest auch Du noch konsequenter und deutlicher werden…

  2. In der Landwirtschaft aufgewachsener (End)kunde sagt

    Passt zu meiner Vorstellung, dass einige Bauern den (End)kunden als Verbraucher verinnerlicht haben. Der Verbraucht aber nun mal nicht alles, was die Jungs so produzieren können. Für ein selbst eingebrocktes Problem, Überangebot der Milch, ist es kein gutes Zeichen, wenn ich möchte dass andere (Politik) dies lösen sollen.
    Übrigens: Wie viel Milch der Bauern geht über Genossenschaften in den Lebensmitteleinzelhandel? Bei Genossenschaften ist der Landwirt doch wohl auch der Besitzer des Verarbeitungsbetriebes.
    Was produzieren diese Genossenschaften überwiegend? Wie hoch ist hier die Wertschöpfung im Gegensatz zu anderen nicht genossenschaftlich firmierenden Milchverarbeitungsbetrieben?

    Jungs und Mädels aus der Landwirtschaft ich kann Euch verstehen, glaub ich. Ihr habt nen echt anstrengenden Job. Die meisten 7 Tage die Woche. Da will man schon angemessen entlohnt werden und vielleicht auch ein bisschen Anerkennung bekommen.
    Ich habe den Eindruck das dies bei den meisten (End)kunden auch der Fall ist mit der Anerkennung. Wenn ich als Kunde ein Produkt recht günstig einkaufen kann, dann mach ich das auch. Wär ja auch irgendwie komisch wenn nicht. Macht ein Landwirt bei seinem Einkäufen doch auch, privat wie beruflich oder?

      • Alois Wohlfahrt sagt

        Aber ohne Anerkennung kann kein Selbst existieren…
        sagte Hegel. Einer der größten deutschen Philsophen!!!
        Und mit der zentralen Schrift von Hegel “Herrschaft und Knechtschaft” hatte der Sozialphilosph Günter Rohrmoser den Allgäuer Krisenstab fasziniert. Dieser Krisenstab war der Vorläufer des BDM. Ganze Stadthallen füllte Rohrmoser wenn er über “Herrschaft und Knechtschaft” referierte und den Bauern zurief: “Herrschaft ist immer steril. Innovation aber kommt von unten, von der Knechtschaft”
        Rohrmoser brachte 1996 sogar eine eigene Schrift heraus mit dem Titel: Landwirtschaft in der Ökologie- und Kulturkrise” (ISBN 3-930218-25-9) Er sah damals schon die Bäuerlichkeit in Deutschland in ihrer ständigen Existenzkrise sterben und sah die Wurzeln dieses “Sterbens der Landwirtschaft” in ihrem fehlenden Ökologie- und Kulturdenken.
        Alois

  3. Friedrich sagt

    Die Milch ist immer dann unter Druck , wenn auf dem Weltmarkt zuviel da ist, dann drücken die Mengen auch auf den EU-Markt. Da ist die Frage nach dem Außenschutz. Gibt es überhaupt einen richtigen Außenschutz , oder ist der überhaupt nicht gewollt. Der Weltmarkt ist ein Spotmarkt , denn jeder haut alles raus , was weg muß . Der Preis ist dann egal. Auch sollten die Bedingungen mal betrachtet werden , wer wan wo unter welchen Rahmenbedingungen produziert. Hier ist mal der Kostenfaktor Stall oder Futter und Arbeit zu betrachten. Aber auch die Klimabilanz , auf die hier sehr viel Wert gelegt wird. Deutschland ist in der Klimabilanz per Liter Milch Weltmeister , denn keiner kann mit weniger CO2 den Liter produzieren. Während in Neuseeland ohne Ställe nur mit Grasland ca. 5000 ltr/Kuh/Jahr Milch produziert wird , liegt bei uns eine Kuh bei 8000 – 11.000 ltr./Kuh/Jahr. Wir brauchen also bei gleicher Milchmenge nur die halbe Kuhzahl.
    Damit sind wir erheblich Umweltfreundlicher . Während die Produktionskosten je Liter Milch in Neuseeland bei 18 ct/ltr. liegen , ist es bei uns mit den teuren Ställen und Vorschriften nicht unter 30 ct zu machen, teilweise auch erheblich über 40 ct/ltr. All das sollte in die Betrachtungen mit einbezogen werden. Rein Marktmäßig betrachtet müßten alle Milcherzeuger bei Überangebot einfach mal eine Woche die Milch nicht abliefern , sondern auf dem Land verteilen , sprich entsorgen , so wie es die Gemüseanbauern auch machen. Das stabilisiert dann die Preise. Das ist dann der Markt von dem alle reden. Ich hätte das schon längst gemacht. Erst dann wachen alle auf.

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Friedrich, wenn ich bei der BDM-Versammlung richtig aufgepasst habe, dann hat Herr Schaber mit seinem Situationsbericht zum Milchmarkt aufgezeigt, dass die Mengensteigerungen vor allem in der EU passiert sind. Neuseeland und die USA waren relativ stabil. Innerhalb der EU wurde nach dem Quotenende gemolken “auf Teufel komm raus”. Und der Mengendruck aus Europa hat dann den Weltmarktpreis ruiniert. Darum hat Schaber ja auch vehement eine Mengenbremse in der EU gefordert.
      Alois

    • Stadtmensch sagt

      >>Damit sind wir erheblich Umweltfreundlicher
      Glaub ich nicht!

      Zitat:
      “Ob Kühe jedoch tatsächlich klimaschädlich sind oder nicht, ist auch unter Umweltschützern umstritten – sofern sie nicht auf gerodetem Regenwaldland weiden. Stehen sie beispielsweise im Stall und werden mit Kraftfutter ernährt, fällt die Bilanz insgesamt negativ aus, was allerdings an den starken Lachgasemissionen (ein sehr potentes Treibhausgas) der Futtermittelproduktion liegt. Weiden sie hingegen auf Grünland, das große Mengen Kohlendioxid speichern kann, so leisten sie durch den Erhalt dieses Ökosystems sogar einen Beitrag zum Klimaschutz: Die Kohlenstoffsenke wiegt das Methan der Rinder mehr als auf. ”
      http://www.spektrum.de/news/wie-wird-die-kuh-klimafreundlicher/1359659

      • Pflanzenernährer sagt

        Sehr geehrter Stadtmensch,
        unter Fachleuten ist es unumstritten, dass mit Kühen mit hoher Milchleistung je Liter Milch rechnerisch weniger Treibhausgase emittiert werden als mit Kühen mit niedriger Milchleistung. Ist es unter diesem Gesichtspunkt verwerflich, dass die leistungsschwache Milchkuh in der afrikanischen Selbstversorgerlandwirtschaft mehr Treibhausgase emittiert als die deutsche Kuh? Ich denke nein. Oder soll alles einer wie auch immer gearteten Treibhausbilanzierung, die immer noch viele offen Fragen aufweist, geopfert werden.
        Bitte nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass die deutsche Milchkuh im Stall überwiegend Grobutter (vom Grün- oder Ackerland) verzehrt und nur einen geringen Anteil Kraftfutter. Bei Schweinen ist das anders.
        Die C-Bindung im Grünlandboden ist sehr interessant. Nur kann bei bestehendem Grünland praktisch keine zusätzlicher Kohlenstoff mehr angereichert werden. Das belegen viele Dauerversuche. Aller Kohlenstoff, der nicht im Boden stabil bleibt, wird letztlich als CO2 wieder freigesetzt.

        • Stadtmensch sagt

          Lieber Pflanzenernährer,
          unterschätzen sie nicht die ambitionierten Google-Bauern. In theoretischer Hinsicht könnte man sich (genügend Zeit vorausgesetzt) ein profundes Fachwissen um die Zusammenhänge bei den Haltungsbedingungen von Nutztieren aneignen. Ich finde es nicht klug, von oben herab auf die angeblich minderleistende Viehhaltung nomadischer (bzw. nicht industrialisierter) Mensch-Nutztier-Systeme zu schauen. Diese Systeme sind im Gleichgewicht mit dem Energieeintrag durch die Sonne. Da müssen auch wir wieder hin. Man sieht ja, welche katastrophalen Auswirkungen z.B. die Sesshaftmachung zentralasiatischer Hirtenstämme auf die Steppen-Ökosysteme hat. Es ist Augenwischerei, TG-Emissionen auf den Liter Milch zu beziehen. Die gesamte Haltungsform bis zum Konsumenten muss bilanziert werden.

          • Pflanzenernährer sagt

            Sehr geehrter Stadtmensch,
            scheinbar haben Sie mich falsch verstanden. Ich schaue nicht von oben auf die Milchleistung in der Selbstversorgerlandwirtschaft außerhalb der EU herab. Im Gegenteil. Ich möchte nur davor warnen, dass auf dem Altar der THG-Minderung die Landwirte in den ärmeren Ländern dieser Erde mit unerfüllbaren Forderung aus den Wohlstandsgesellschaften überzogen werden.
            Ich gehe davon aus, dass die Natur alle Säugetieren zu Milchverzehrern entwickelt hat und Milchtrinken etwas ganz natürliches ist.
            In der der gegenwärtigen aufgeregten Diskussion müssen Landwirte und der ländliche Raum als Zielscheibe verschiedener Kritiken aus den Städten herhalten. Welche Leistungen erbringen eigentlich die Städte hinsichtlich eigener Ernährung und dem Erhalt einer hohen Biodiversität. Wie “gut” ist das Ökosystem Stadt? Welche Stadtgröße ist mit Blick auf die verteufelte Massentierhaltung im ländlichen Raum noch ökologisch? 1.000 oder 100.000 oder 5.000.000 Einwohner?
            Eigenes Handeln ist also gefragt.

  4. Schade, dass die Verbände lieber Forderungen an die Politik richten als selbst der Politik und den Molkereien eigene Qualitätsstandards vorzulegen. Wenn es unbedingt Weltmarkt sein muss, dann geht das nur mit Veredelungsprodukten. Was Käse wertvoll und einzigartig macht, ist die regionale Herkunft, der Geschmack der Region und letzten Endes des Futters. Die Milchbauern sollten sich im eigenen Interesse darauf beschränken, nur Futter von eigenen Flächen zu verfüttern. Dann gäbe es keine Überproduktion und man könnte die Herkunft der Milch aus natürlichem, regionalen Futter ganz anders vermarkten. Siehe Heumilch etc. Etwas anderes dürfte den Molkereien gar nicht mehr angeboten werden. Wenn die Molkereien nicht mitspielen, sollen sie sich die Milch doch aus Mexiko holen und das dann mal den Verbrauchern erklären.

    • Ottmar Ilchmann sagt

      Guter Ansatz, in Niedersachsen startet gerade ein Weidemilchprogramm, das genau mit solchen Qualitätsstandards Alleinstellungsmerkmale für bestimmte Milchprodukte setzen will und so sich von der Massenware für den Weltmarkt abheben soll. Das Logo hat Karl Steindorf schon hier gepostet. Mal sehen, wie der Verbraucher reagiert, ob er den Mehrpreis zahlt. Viele Kollegen wollen aber bei so etwas gar nicht mitmachen, sondern setzen nahc wie vor auf Masse.

  5. Friedrich sagt

    Milchpolitik ist Strukturpolitik. Rinderbetriebe sitzen in den Bergen, Mooren oder auch reinen , nicht ackerfähigen Grünlandgebieten. Meistens sind oder waren das strukturschwache Gebiete in Deutschland. In der Statistik werden diese Betriebe als Futterbaubetriebe geführt. Die Futterbaubetriebe haben fast immer die schlechtesten Betriebsergebnisse gegenüber Ackerbau- oder Veredlungsbetrieben. In den Futterbaubetrieben wird sehr viel gearbeitet. Oft haben die Vorfahren das Land erst urbar gemacht. Ein Spruch kommt mir da in den Kopf : Dem Ersten den Tod, dem Zweiten die Not und dem Dritten das Brot. So habe ich es einmal in einem Moormuseumsdorf in Ostfriesland gelesen. Entsprechend sind die Leute im Lande tief verwurzelt. Das Risiko der Lebensmittelproduktion tragen immer die Bauern . Alle Weiterverarbeiter haben ihre Marge. Deshalb sterben die Bauern und nicht die industrieellen Weiterverarbeiter. Auch gibt es natürlich zwischen Betrieben , z. B. einem Allgäuer Almbetrieb und einem Grünlandbetrieb in Ostfriesland mit großen ebenen Flächen einen riesigen wirtschaftlichen Unterschied. Allein die Futterbergung in den Bergen mit kleinen Flächen ist natürlich erheblich teurer als in der Ebene bei großen Flächen. Während in den Bergen Betriebe mit mehr als 50 Kühen selten sind , gibt es in Ostfriesland nur noch wenige Betriebe mit unter 100 Kühen. Auch die Arbeitszeit hat eine Spanne von fast 30 Stunden bis weit über 50 Stunden /Kuh/Jahr. Auch muß hintertfragt werden , was es uns von der Gesellschaft Wert ist , daß die Landschaft offen gehalten wird. Deshalb ist Milchproduktion nicht nur einfach allein nur wirtschaftlich und vom Markt her zu betrachten. Geht der Bauer , stirbt vielfach die Region. Kann man gut im südlichen Niedersachsen oder Ostdeutschland sehen.

    • Ottmar Ilchmann sagt

      Sehr guter Beitrag, nur eine kleine Korrektur: Auch in Ostfriesland gibt es noch viele kleinere Familienbetriebe mit unter 100 Kühen. Da wird oft auf reinem Grünland mit Weidehaltung gewirtschaftet, und zwar sind die Flächen eben, aber dafür oft feucht/anmoorig und mit vielen Landschaftselementen wie Wallhecken “gesegnet”. Es stimmt aber, dass gerade diese Betriebe zur Zeit massiv aufgeben und von den “Wachstumsbetrieben” übernommen werden.

  6. Zenzi sagt

    Milchkrise: “Die Milchbauern verkaufen ihre Milch nicht, sie liefern ab”
    Da jeder Einzelne Milchlieferant quasi ohne Stimmgewicht für die Molkerei ist, zählt wohl nur die Masse der Milchbauern mit ihrer Verhandlung. War das nicht auch mit der Grund wieso sich BDM gegründet hat? Es ist ja nicht so, dass es nur noch wenige große Molkereien gibt, oder? https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Molkereien_in_Deutschland

    Trotzdem war bei uns in Bayern die “Faire Milch” zum scheitern verurteilt und spielt fast keine Rolle mehr. Gründe werden oben genug genannt. Welches Druckmittel für die Verhandlung können die Milchbauern schon auffahren? Keine einzige Molkerei wollte hier mit den vereinigten Milchbauern Verträge schliessen. Irgendwelche Streitereien mit der Marke “Faire Milch” brachte dann die “Sternenfair” zutage.
    Gleiches Konzept mit Grünfutter, (Omega 3 Wert) “Bienenfair”, kein Gentechnisch verändertes Futter, garantierter Festpreis für die Milchbauern.

    Im Kleinen gibts wohl immer Möglichkeiten wo echte faire Verträge noch gehen.
    Das Beispiel http://www.gunzesrieder-bergkaese.de/ ist auch so eines.
    (Auch wenn die Darstellung fast zu idyllisch ist und natürlich immer die Sonne scheint)
    So geht Milch! Da zahl ich doch gern ein paar Euro mehr !

    @Willi: “Zuckerbauer” ist ein schöner Begriff. Weißt du deine Zahlen für die Zuckerrüben schon 1 Jahr im Voraus (also schon vor der Saat) mit der Zuckerfabrik und du musst auch möglich exakt die Menge liefern? Für “Mehr ” gibts nur noch `n Appel und `n Ei, für weniger aber den verhandelten Preis garantiert?
    Was machst du wenn dir der Preis nicht passt. Was anderes anbauen?

    • Bauer Willi sagt

      Es gab zwei Preismodelle, aber bei jedem ist der Preis in etwa bekannt. Vor der Anlieferung. Und in meinem Falle ist es ein Dreijahresvertrag. Schwankungsbreite der Anlieferung zwischen 80 und 105%, bei mir waren letzte Ernte 106 %… Die Zuckerfabrik hat bis 105 % den vollen Preis bezahlt, alles danach ist ein Hungerlohn. Und das ist so auch richtig!!
      Die Verträge für drei Jahre sind für mich ok. Wenn danach der Preis nicht stimmt, muss ich keinen neuen Vertrag machen. Baue dann eben Hanf an…so ja mehr bringen. ..??

  7. Willy Toft sagt

    Das hast Du schon richtig analysiert Willi! Aber mit den Meiereien gibt es noch nicht solche Kontrakte. Die merken schon, dass sie da bald nicht mehr umhin kommen, weil das Kartellamt denen auf im Nacken sitzt. Es gibt Verbände die der Meinung sind, die Politik soll es richten. Nur die Politik kann sich nicht ständig am Markt vorbei orientieren, und sie hat auch letztlich nicht die Mittel, um sich gegen Handelsabkommen und Markteinflüssen zu stemmen! Der Milchbauer muss verlässliche Verträge abschließen können, sonst geht bald mehr, als nur die Milchbauern über die Wupper!

  8. Detmar sagt

    Falsch ist, dass es in keiner anderen Branche Geld gäbe um weniger zu produzieren. Das gibt ist es in der Tat ziemlich häufig. In so einigen Branchen.
    Nennt sich allgemein “Kurzarbeit”. Durch Wirtschaftskrisen angeschlagene Branchen können die Produktionszeit verringern, deren Angestellte bekommen einen finanziellen Ausgleich vom Staat für die nichtgeleistete Arbeitszeit. Die produzierten Waren werden dadurch knapper und in Folge dessen steigen die Preise. Die Branche kommt wieder aus der Krise raus. Und das alles ohne Verluste von Arbeitsplätzen.
    Wenn derlei Methodik für so viele andere Branchen möglich ist, warum sollte dies für die Milcherzeugung nicht auch möglich sein? Es spricht absolut nichts dagegen. Und es gibt da auch nichts nicht zu verstehen!

    • Martin Gork sagt

      Du kannst ja als Milchviehbetrieb mal Kurzarbeit anmelden, Deine Mitarbeiter könnten dann Geld bekommen, Du als “Unternehmer” eben nicht.

  9. Mark sagt

    Tagesaktuell kommt die Meldung, dass Aldi die Milch und Butterpreise um ca. 5% erhöht hat. Dieses Ergebniss war bei den Kontraktverhandlungen nur möglich, weil die Milchanlieferungen deutlich unter den Anlieferungsmengen des Vorjahres lagen, was in erster Linie auf die Mengenbegrenzungsmassnahmen der EU zurück zu führen ist. Insofern scheint der Ansatz des BDM schon zielführend zu sein.
    Warum machen die Bauern die Mengenpolitik nicht selbst? Weil ein einzelner Landwirt keinen Einfluß auf den Markt hat (atomistische Anbieterstruktur). Würde eine einzelner Milchbauer seine Milchmenge um 10% senken, weil ihm der Milchpreis zu niederig ist, hat er 10% weniger Milch beim gleich schlechten Preis. Letzlich kann ein Milchbauer nur entscheiden, ich melke weiter oder och gebe komplett auf. Daher reagiert die Milchmenge am Markt auch erst bei extrem niedrigen Preisen, nämlich dann wenn die ersten Aussteigen. Daher auch die extremen “Preiskrisen”. Ackerbauern haben es da tatsächlich leichter. Wenn der Weizenpreis nicht passt, macht man halt Biogasmais(Staat) oder Raps(Staat) oder Blühpflanzen(sehr lukrative staatliche Kultur).

    • Bauer Willi sagt

      Wenn eine Molkerei eine Genossenschaft ist, wem gehört dann die Molkerei? Wenn der Vorstand beschließt, die Menge zunsenken zum Nutzen aller, kann ich das als Mitglied tun oder den Vorstand entlassen. Ersteres halte ich für sinnvoller. Es geht vieles…
      Bauer Willi

      • Mark sagt

        Wenn eine Genossenschaft beschließt die Menge zu senken, während alle anderen nichts machen oder gar erhöhen, dann war sie die längste Zeit eine Genossenschaft. Es gibt eine ganz bekannte Privatmolkerei, die hat den Bauern eine Prämie für Mehrlieferung angeboten, als die EU im letzten halben Jahr die Mengenrückführungsprogramme beschlossen hat! Dreimal darfst Du raten warum wohl. Bei den Erzeuger- und Verarbeitungsstrukturen in Europa wird das nichts mit einer Mengensteuerung durch die Branche selbst. Da sind die Interessen viel heterogen und egoistisch (was auch völlig normal ist). Der Markt kennt keine Vernunft!! Ich habe kein Problem damit, die Regelung der Menge dem freien Markt zu überlassen, Nur muss er dann auch wirklich frei sein, d.h. keine Liquiditätshilfen, keine Milchprämie, keine Intervention etc. Der Preis muss auf null durchrauschen können, dann erholt sich der Markt am schnellsten. Alles andere ist nur Verlängerung der Krise. Interessant wäre sicherlich, welche Betriebe es dann vom Markt pustet.

  10. Ottmar Ilchmann sagt

    Dass es zur Zeit auf dem Milchmarkt nicht zu einer vernünftigen Lösung kommt, die die Interessen auch der Milchbauern berücksichtigt, liegt an den dort herrschenden ungleichen Machtverhältnissen. Bei den Genossenschaftsmolkereien gibt es ja aufgrund der Regelungen in den Lieferbeziehungen gar keinen funktionierenden Markt, Stichworte: Andienpflicht und Abnahmegarantie, lange Kündigungsfristen, Festlegung der Preise im Nachhinein, Referenzpreissystem und nicht zuletzt in vielen Regionen Quasi-Monopole einer “Leuchtturm”-Molkerei. Bauern verkaufen nicht, sie liefern ab. Deshalb haben sie auch, wie sogar Minister Schmidt erkannt hat, die Last der Milchkrise ganz alleine getragen. Molkereien sind, so viel mir bekannt ist, nicht pleite gegangen, Milchbauern schon.

    Das Kartellamt hat in seinem Bericht zum Milchmarkt festgestellt, dss hier großer Reformbedarf besteht. Die Lieferordnungen müssen so abgeändert werden, dass Bauern und Molkereien auf Augenhöhe verhandeln können über Preise, Mengen, Qualitäten und Laufzeiten. Im Biomilchsektor wird das übrigens genauso praktiziert und funktioniert sehr gut. Dass sich Milchindustrieverband, Genossenschaftsverband und die Molkereien vehement dagegen wehren, ist kein Wunder: Sie könnten ein sehr komfortables Geschäftsmodell verlieren.

    Warum auch der Bauernverband viele Aspekte des Kartellamtsberichts kritisch sieht, müsste er seinen Mitgliedern mal erklären, vielleicht liegt´s an der personellen Verbandelung mit Vorstands- und Aufsichtsratsposten bei vielen Molkereien. Die einfache Formel: “Wenn es “meiner” Molkerei gut geht, geht´s auch mir gut”, stimmt jedenfalls überhaupt nicht, zu unterschiedlich sind die Interessen der “Partner” in der Wertschöpfungskette.

    Der Kampf des BDM für staatliche Vorgaben für Kriseninstrumente bleibt richtig, denn diese gelten europaweit und sind sehr wirksam, wie das gerade ablaufende europäische Reduzierungsprogramm eindrucksvoll bewiesen hat. Dennoch sollte auch der BDM die Chancen ergreifen, die sich den deutschen Milchbauern durch eine Reform der Vertragsbeziehungen bieten. Für mich ist es wichtig, dass Bauern auch ihren Teil der Verantwortung wahrnehmen und sich nicht nur auf den Staat verlassen. Aber das hat der BDM auch auf dem Schirm, so heißt es in einer PM von gestern nach einer Aufforderung zur Einführung eines festen Kriseninstruments wörtlich:
    “Gleichzeitig müssen die Erkenntnisse des Bundeskartellamts endlich ernstgenommen werden. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass die Milchviehhalter auf Augenhöhe am Wettbewerb teilnehmen können und das Marktrisiko gerechter entlang der Wertschöpfungskette verteilt wird”.

    • Berthold Lauer sagt

      “Molkereien sind, so viel mir bekannt ist, nicht pleite gegangen, Milchbauern schon.”
      Und wieso müssen dann Molkereien seit Jahren schon fusionieren oder werden übernommen???? Kann doch nach Ihrer Theorie gar nicht sein, weil die Ihre Kosten ja immer weitergeben können und die mitglieder nicht weglaufen können!
      Und auf der anderen Seite: Wo steht geschrieben, dass Milchbauern nicht pleite gehen dürfen??? Wenn im gleichen Markt die einen überleben und andere pleite gehen, dann waren die einen wohl bessere Betriebswirtschaftler als die anderen.

      • Ottmar Ilchmann sagt

        Fakt ist, dass die Milchkrise keine Molkerei zur Aufgabe gezwungen hat. Die Mindererlöse wurden eins zu eins an die Bauern durchgereicht, und bei schlechten Molkereien wie dem DMK hat das dazu geführt, dass viele Bauern aufgeben mussten. Natürlich können auch Bauern pleite gehen, aber das Ärgerliche an der Milchkrise ist ja, dass sie hausgemacht und unnötig war und viele an sich gut aufgestellte Betriebe die Existenz gekostet hat. Mit guter Betriebswirtschaft hat das wenig zu tun, eher mit Querfinanzierung aus anderen Quellen oder mit größerer Leidensbereitschaft oder mit Alternativlosigkeit, weil es aufgrund hoher Verschuldung kein Zurück mehr gibt. Kein Milchbauer kann für 20 Cent produzieren!

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Das ist korrekt, dass in der jetzigen Form mit Andienpflicht und Abnahmegarantie im Gegenzug das volle Preisrisiko an die Erzeuger abgegeben wird. Darum kann ich es nicht verstehen, dass es von bäuerlicher Seite so wenig Unterstützung für die Kartellamts-Pläne gibt, die dieses Gehabe aufs Korn nimmt und die Marktstellung der Erzeuger verbessern soll. Ich kann mir das nur erklären, weil die “Vernetzung” der Genossenschaften mit den landw. Verbänden sehr stark ist.

          • Mark sagt

            Es wird auch bei Genossenschaften zu vielfältigeren Lieferverträgen kommen, welche die Abnahmegarantie, Andienpflicht und die Kündigungsfristen unterschiedlich regeln. Der Milcherzeuger wird dann die Qual der Wahl haben. Ob dies aber das Grundproblem des Milchmarktes lösen wird, wage ich sehr zu bezweifeln.

            • Alois Wohlfahrt sagt

              Das große Grundproblem des Milchmarktes ist, dass die Milcherzeuger das volle Preisrisiko tragen und die Molkereien derzeit nicht bereit sind den Erzeugern sichere Preise zu garantieren. Würde ein Arbeitnehmer einen Job annehmen der zwei Jahre Kündigungsfrist hat und wo als Arbeitsentgeld ein floatender Weltmarktlohn drin steht?

            • Mark sagt

              Der Milcherzeuger ist bei seiner Genossenschaft nicht angestellt, sondern ihr Besitzer. Als Unternehmer wird er immer das Preisrisiko tragen, wenn er das nicht will, muss er z.B. staatlich alimentierter Professor werden.

            • Ottmar Ilchmann sagt

              Leider hat aber der Milchbauer als “Besitzer und Unternehmer” herzlich wenig Einfluss auf die UnternehmensPOLITIK seiner Genossenschaft! Warum ist denn z.B. beim DMK ein Viertel der Milchmenge aktuell in Kündigung? Weil die Genossen mit ihrem Unternehmen alle so zufrieden sind und sich in den Gremien gut vertreten fühlen? Oder doch eher, weil sie sehr unzufrieden sind, aber keine Hoffnung haben, dass sie Einfluss geltend machen können, um etwas zu ändern? Einfach mal den Kartellamtsbericht lesen, dann legt sich die Genossenschaftsromantik vielleicht.

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