Bauer Willi
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Grüne Signale…

Nachdem neulich Greenpeace entdeckt hat, dass die Bauern die falschen Feindbilder sind, hört man jetzt auch versöhnlichere Töne von Robert Habeck (Minister in Schleswig-Holstein) und Friedrich Ostendorf, MdB und Sprecher für Agrarpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

In einem gemeinsamem Gastbeitrag der Frankfurter Rundschau stellen sie fest, dass es „ein Problem ist, wenn immer mehr Höfe zumachen“. Das die Kinder der Bauern sich abwenden, weil „sie es satt sind, als Umweltfrevler der Nation angeklagt zu werden und an der Armut in den Ländern Afrikas mitverantwortlich zu sein“.

Sie bieten eine Partnerschaft an, damit die landwirtschaftlichen Betriebe tragfähige Perspektiven entwickeln können, unter Einbeziehung der ökologischen Erfordernisse.

Ein sehr starker Satz lautet dann auch: „Partnerschaft statt Krieg – am Küchentisch und auf der Grünen Woche“. Und weiter heißt es: „ Das klingt so einfach, ist es aber nicht…wir müssen alte Rituale aufgeben…wir müssen unsere Argumente überprüfen…wir brauchen neue Instrumente…und den Landwirten ein Angebot machen jenseits von Wachsen oder Weichen“.

Der Artikel endet mit den Sätzen: „Wir müssen und wollen uns an diese Arbeit machen. Da haben wir Grünen noch viel zu lernen aber wir haben auch einiges beizutragen. Es ist Zeit, die Hände zu reichen und wo immer möglich gemeinsam anzupacken. Wir sind dazu bereit.“

Nachdem ich den Text mehrfach gelesen habe, bin ich hin und her gerissen zwischen „ich würde euch das ja gerne glauben“ und „ist das nicht nur taktisches Geplänkel in Zeiten von deutlich sinkenden Umfragewerten“.

Aber ich will der Diskussion nicht vorgreifen. Wie ist eure Meinung?

Euer Bauer Willi

Den gesamten Artikel findet ihr hier:

http://www.fr.de/politik/meinung/gastbeitraege/landwirtschaft-die-wende-auf-dem-land-ist-eine-herausforderung-a-1261870

 

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163 Kommentare

  1. Hubert Laxen sagt

    Eigentlich haben die doch nichts anderes zum Besten gegeben wie sonst auch oder glaubt jemand wirklich das deren Feindbilder sich plötzlich in Luft aufgelöst haben?
    Warten wir die Wahlen in NRW und im Bund ab!

    @Bauer Willi: Prima Idee mit dem Beitrag!

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      • Hubert Laxen sagt

        Wenn bestimmte Parteien und NGO’s (insbesondere Tierrechtler die illegal in Ställe einbrechen oder schlimmer noch Brandstiftung vollziehen) ständig Begriffe wie Massentierhaltung benutzen und damit pauschal konventionelle Nutztierhalter angreifen, dann spreche ich von Feindbildern. Leider gibt es auch genug Grüne darunter!
        Ich nehme Herrn Ostendorf jedenfalls nicht ab, das er plötzlich von Saulus zum Paulus geworden ist!

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  2. Hubert Laxen sagt

    Sonntag geh ich wählen und ich weiß auch schon was – ihr in NRW hoffentlich auch! 😉

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  3. H sagt

    Die Glaubwürdigkeit lässt sich recht gut am verwendeten Vokabular festmachen.

    Ostendorff verwendet gerne Kampfbegriffe wie das nichtssagende „Massentierhaltung“ – ebenso wie so ziemlich alle seiner Parteikollegen. Schon das disqualifiziert ihn und den Großteil seiner Parteikollegen als ernsthaften Diskussionspartner. Ähnlich wie wenn ein besorgten Bürger pauschal „Ausländer raus“ ruft.

    Habeck dagegen hat immerhin schon vor versammelter grüner Mannschaft darauf gedrängt, auf den nichtssagenden Kampfbegriff „Massentierhaltung“ zu verzichten. Natürlich erfolglos.
    Das gibt ihm eine gewisse Glaubwürdigkeit, auch wenn ich viele seiner Vorstellungen explizit NICHT teile. Er zeigt auch in vielerlei Hinsicht, dass er in den letzten Jahren etliches gelernt hat. Leider erst NACH seiner Ernennung zum Minister – dabei sollte ein gewisses Grundwissen eigentlich verpflichtende Vorausssetzung für so ein hohes Amt sein.

    Allerdings müsste Habeck aus seinem erlenten Wissen so langsam Konsequenzen ziehen – Knickerlass rückgängig machen usw.; und eigentlich müsste er sogar aus der Partei Bündnis 90 / Die Grünen austreten, zu der er so wenig passt wie BaWüs Kretschmann als Hüter der Automobilindustrie.
    Solange er aber scheut, die Fehler seiner Anfangsjahre aufzuarbeiten, kann ich ihn leider auch nur als Opportunisten ansehen, der sich als Gesprächspartner disqualifiziert.

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  4. Paulus sagt

    Also, ich fand den Artikel in der FR zunächst mal gar nicht so unanständig. Zumal die Herren Habeck und Ostendorff ja auch nicht die Schlimmsten unter den Grünen sind.
    Man bietet Partnerschaft an und ist bereit gemeinsam anzupacken … und von Hände reichen habe ich da auch noch was gelesen. Das kann der Minister Remmel in NRW ja auch ganz gut.
    Nachdem ich den Artikel dann nach einiger Zeit des Nachdenkens und nach einem langen Spaziergang mit dem Hund noch mal gelesen hatte, zu einer gewissen Erkenntnis kam und ganz schön stinkig war, hat mir meine Gattin verboten mich hier darüber auszulassen. Ihr schlagendes Argument war, es sei in diesem Blog schon alles gesagt. Punkt!
    Schöner 1. Mai übrigens. Was mich annähernd beruhigt ist, dass es hier im Rheinland endlich mal regnet.
    Eine Bitte noch an Willi. Könnte es demnächst vielleicht mal wieder etwas weniger Brisantes sein, bei dem man keinen Herzkasper bekommt? Ein kurzes Video von den Aktivitäten auf deinem Acker vielleicht?
    Im Sinne der Volksgesundheit könnte ich mir durchaus vorstellen, dass dies sinnvoll ist.

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Paulus, Dein Wunsch ist mir Befehl. 🙂 Morgen kommte ein MEGA-entspannendes Zuckerrüben-Video von Rommerskirchen. Zwischenzeitlich biete ich Dir an mit mir mal nach dem Rechten zu sehen… https://youtu.be/O8BGtEWd_aQ
      Alois

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      • Paulus sagt

        Hallo Alois,
        danke für die blutdrucksenkenden Maßnahmen! Und ob Du es glaubst oder nicht, unser Vieräugl geht mir jetzt auch nicht mehr aus dem Weg.

        Wenn z.B. der WDR oder andere öffentlich Rechtliche statt diesem teils unsäglich dummen Stuss und Trailern, mal wöchentlich für 10 Min. die Videos von dir und Willi bringen würde, mit einem kurzen und objektiven redaktionellen Beitrag, dann wäre nach meiner Auffassung schon viel gewonnen. Warum nur ist das nicht möglich?

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        • bauerhans sagt

          weil auch der wdr,wie alles in nrw,von der einen partei dominiert wird!

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  5. Martin Gork sagt

    Robert Habeck aktuell im Wahlkampf:
    „Naturschutz und Landwirtschaft, aus Gegensätzen schaffen wir Neues…“
    http://www.robert-habeck.de/positionen/agrarwende-tierschutz/

    Wer solche Parolen klopft, der hat kein Interesse verbal abzurüsten, die Aussage zum aktuellen Wahlkampf ist eine sehr üble Unterstellung.
    Weil Landwirte nicht immer medial Naturschutz leisten sondern eher tatkräftig, mag Herr Habeck das nicht mitzubekommen.

    Offensichtlicher kann man ja schon die Wahrheit verdrehen wie die beiden Wahlkämpfer.
    Die Grünen bleiben ihrer Linie treu, Da ändern breit gefächerte Pressemitteilungen nichts dran aber es wird immer Menschen geben, die auf die Grünen reinfallen.

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  6. Ehemaliger Landwirt sagt

    Was die Grünen noch wollen, bzw. verbieten wollen:

    http://www.lyrikheute.com/2013/05/was-ist-eigentlich-ein-nanny-staat-was.html

    Alkohol am Steuer (Null Promille)
    Alkoholwerbung
    Amflora (Kartoffel)
    ATOMVERBOT (im Hamburger Hafen)
    Aufklärung über Gentechnik
    Autos (mit Verbrennungsmotor)
    Autowerbung
    BANK-PROVISIONEN
    Bären u.a. im Zoo
    NEU! BIERTRINKEN (In der Öffentlichkeit).
    Biathlon
    Bleimunition
    BÖLLER DIE TERRORANSCHLÄGE VON PARIS DIENEN ALS VORWAND!
    Bundeswehr-Rekrutierungsversuche
    CCS (Unterirdische Endlagerung von CO2)
    EHE (GRÜNE JUGEND WILL EHE ABSCHAFFEN)
    Erste Klasse bei der Deutschen Bahn
    Filmen (von Google)
    FLOHMÄRKTE (Sonntags-Flohmärkte)
    Fracking (generell)
    Freie Fahrt für freie Bürger
    In Baden-Würtember fangen ROT/Grün an: Tempo 120 auf den Autobahnen. Das geht nicht nur auf alle, die am Steuer so etwas wie ein letztes Bisschen individuelle Freiheit erleben. Es soll auch die verhasste deutsche Automobilbranche tödlich treffen.
    Funkzellenüberwachung EDEKA wirbt mit den Worten „Wir LIEBEN Lebensmittel“. Bei GRÜNEN und Linken müsste es wohl heißen „Wir lieben VERBRECHER“. Halt alles, was die Gesellschaft kaputt macht…
    E-Zigarrette
    Delfinhaltung
    Egoshooter
    FLEISCHGERICHTE (täglich) in der Bundestagskantine
    FLEISCH in der Kantine (zunächst nur einmal wöchentlich)
    Genmais – Futtermais
    ÖLHEIZUNGEN
    Paintball
    Pflanzenschutzmittel für Kleingärtner
    Panzerspaßfahren
    PENIS 🙂 🙂 🙂 🙂
    Plastiktüten
    Ponyreiten
    Quadtouren
    Rauchen im Grünen
    Richard-Wagner-Platz Er soll jetzt Refugees-Welcome-Platz heißen.
    Schenkelbrand bei Pferden
    SHITSTORMS
    Der Hamburger Justizsenator Till Steffen ist fest entschlossen. Am 17. November will er bei der Fachministerkonferenz des Bundesrats eine Beschlussvorlage einbringen, nach der „Shitstorms“ im Internet künftig als „bandenmäßige Straftaten“ eingestuft werden, sofern darin „illegale Inhalte“ vorkommen.

    „Illegale Inhalte“ sind nicht erst gegeben, wenn mit Mord und Todschlag gedroht wird, sondern bereits dann wenn mit Bildern, evtl. grafisch verfremdet, gegen das Urheberrecht verstoßen wird. Nach dieser Einschätzung gibt es praktisch keinen Shitstorm, in dem nicht auch justiziable Elemente vorkommen können.
    SATIRE (mit EU-Parlament als Thema)
    Sexistische Werbung
    Schneller Fahren als 120 (auf der Autobahn)
    Sonntags-Flohmärkt
    Straftatbestand der illegalen Einwanderung Bisher noch strafbar. Aber obwohl schon bisher gillt: „Illegal = Scheißegal“ wollen Grüne und Linke jetzt auch rechtlich freie Bahn schaffen für das Herr der Millionen.
    STRASSENNAMEN, männliche. Bis die Frauenquote erreicht ist.
    Stromarmut
    Stromsperren
    Süßes, die Werbung dafür.
    Sudiengebühren
    SUV
    Tempo 50 innerorts (stattdessen überall „30“)
    Therapien für Homosexuelle
    TERMINATOR (Saatgut)
    Trümmerfrauen. Das Gedenken an sie.
    TV-Werbung vor und nach Kindersendungen
    VERBOT (das Wort)
    VOLKSABSTIMMUNGEN
    Endgültig zeigen die Grünen ihr wahres, antidemokratisches Gesicht. Die schleichend alle Bereiche erobernde EU-Diktatur darf nicht in Frage gestellt werden.
    V-Männer beim Verfassungsschutz
    Waffen zu Hause
    Weihnachten der Zukunft in Menden
    WEIHNACHTEN in der Öffentlichkeit
    WEIHNACHTSBÄME Kotau vor dem Islam
    Weihnachtsbäume Pflanzen
    Welpen – Handel mit…
    Werbung für Süßigkeiten
    Wildtiere im Zikus
    Worte (in Österreich)
    Zigarettenautomaten
    Zulassung für Spritfresser

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  7. Friedrich sagt

    Ich glaube den GRÜNEN garnichts mehr. Die waren doch immer hinter neuen Stellen im „Öffentlichen Dienst “ her , wo man seine Ideologie ausleben kann , wenig arbeiten muß und viel
    Geld dafür bekommt. In der Freizeit geht das dann so weiter , um die arbeitende Bevölkerung immer wieder zu ärgern. Erst wenn die Herrschaften Stellen abbbauen , Kontrollen reduzieren , sich für mehr Luft und Einkommen der Bauern einsetzen, den Dialog zwischen Stadt und Land in die Gänge bringen , sich wirklich nachhaltig verhalten, ordentliche Politiker stellen usw. , erst dann kann ich diese Vertreter der Umwelt- und Tierschutzdiktatur ernst nehmen. Aber das wird bei diesen Ideologen wohl ein ewiger Traum bleiben. Mit ihrer Politik und medialer Unterstützung machen diese Leute den ländlichen Raum wirtschaftlich fertig. Dafür kriechen sie unter die Decke der teilw. kriminellen Industrie (Auto)und lassen sich von denen ihr Stillsein bezahlen. Gut bezahlte Mandate in den Parlamenten lassen einen GRÜNEN der späteren Rente in Ruhe entgegensehen. Die Spur der Verwüstung auf dem Lande können andere später wegräumen. Sie schaffen es so , daß die Strukturen auf dem Lande zusammenbrechen.
    Erst stirbt der Bauer, dann der Handwerker, der Einzelhandel, die Ärzte, Krankenhäuser,Schulen , usw.

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  8. Sophus sagt

    Die beiden Herren mögen es vielleicht kapiert haben, dass eine Partei und deren Führungsriege mit Vorbildfunktion voran gehen muss, aber die Basis Grünen und die kopfgewaschenen Mitbürger fängt man nicht so schnell wieder ein! Dort bleiben die eingehämmerten Parolen in den Köpfen.
    Ach und der Fisch stinkt immer am Kopf.

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  9. Martin Gork sagt

    Woher stammt denn die Grundlage zum Mobbing?
    Ostendorff lässt keine Gelegenheit aus, um gegen die Landwirtschaft Stimmung zu machen.
    Untermauert werden deren Parolen mit den „Arbeiten“ der Boell Stiftung, Atlanten voller Vorurteile und Verdrehung von Tatsachen.
    Wenn die Grünen ernsthaft einen Wechsel in der Stimmungsmache um die Landwirtschaft anstreben, dann sollten die erst einmal dafür sorgen, dass diese Kampfwerke verschwinden.

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  10. Sabine sagt

    Meine Meinung mag ja von Vorurteilen zusammengesetzt sein, aber so grün find ich die Grünen einfach nicht.
    Das was ich nachprüfen kann, bestätigt meine Vorurteile leider.
    An Ostern fordeten die Grünen über Plakate und im Internet die Leute auf doch bitte Freilandeier zu kaufen, damit es :“Ein frohes Fest für alle wird. „Und da wo sie in der Verantwortung sind, hockte das Freilandgeflügel auch zu Ostern noch unfreiwillig in den Ställen.
    Wie sieht das in anderen Bereichen aus? Ich mein Habeck will ja gerne die Sau rauslassen. Wie sieht es da eigentlich aus.
    Ich hätte mal wirklich gerne gewusst, ob es einen Unterschied macht wie Grün das Land/Kreis/Gemeinde ist, wenn man Anträge auf entsprechende Stallumbauten macht, ne Hofkäserei einrichtet, nen Hofladen eröffnet oder gar wirklich ne Sau rauslassen will.
    Niedliche Küken auf Plakate kann jeder drucken, Landwirte und Hobbyhalter wirklich unterstützen ist schon etwas schwieriger.
    Ich fand es echt erschreckend, dass die einzigen in unserem Bezirk, die sich während der Vogelgrippe mal ne Hobbyzuch/haltung angucken wollten, dann doch eher aus dem sehr viel dunklerem Bereich des politischen Spektrums kamen.

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  11. Lars Henken sagt

    Eigentlich bevorzuge ich den Dialog gegenüber dem Konflikt, aber wenn ich die Herren Habeck und Osterndorf höre, dann kann ich ihre Aussagen nicht glauben. Irgendwie erinnern mich die Aussagen an den vergifteten Apfel, ein zweischneidiges Schwert oder eine offene Steckdose, fasse hinein und lebe mit den Konsequenzen. Zu einem produktiven Dialog gehört ein gewisses Grundvertrauen und das ist aus meiner Sicht gegenüber den GRÜNEN nicht gegeben. Das ist in etwas so, also ob man einen Nachbarn hat. Dieser Nachbar hat die letzten 20 Jahre nur Ärger gemacht, gespuckt und getreten. Plötzlich frisst der Wolf Kreide und hält einen Köder hin und hofft, dass der Gegenüber ihn samt Haken schluckt. Mir kommt es eher so vor, als ob man angesichts der fallenden Wahlprognosen eine Doppelstrategie plant. Habeck und Osterndorf sollen gegenüber der Landwirtschaft für gutes Wetter sorgen und der Rest der Truppe macht weiter wie gewohnt. Gerade die GRÜNEN tragen aus meiner Sicht eine große Mitschuld dafür, dass Bauernkinder gemobbt werden. Ich erinnere hier nur mal an die Muttermilchstudie zu Glyphosat und wann diese veröffentlicht wurde. Wenn die GRÜNEN wirklich einen Dialog mit uns suchen, dann müssen sie erst einmal ihr Verhalten ändern und Zeichen setzen. Sie behaupten, sie wollten kleine Betriebe retten, doch jede neue, von den GRÜNEN gepuschte Auflage bricht doch gerade den Kleinbetrieben das Genick und fördert den Strukturwandel. Wenn die GRÜNEN ihr Verhalten in der nächsten Legislaturperiode ändern und deutlich auf die Landwirtschaft zugehen, dann kann man vor der nächsten Wahl über einen Dialog nachdenken, aber erst möchte ich Taten sehen, um die Aussagen glauben zu können.

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  12. Helmut Dammann-Tamke sagt

    Berichterstattung vom 21.3.17 aus der NWZ. Die Schlagzeile- „Ställe machen krank“- ist vom Journalisten Reichenbachs mit Anführungszeichen gesetzt worden. Daneben ein Interview mit Meyer, der über eine potenzielle Krebsgefahr philosophiert. Da soll man dem Grünen „Nachbarminister“ glauben schenken? Da gibt es unter den Grünen offensichtlich erheblichen Klärungsbedarf, bevor so etwas wie Vertrauen und Glaubwürdigkeit wachsen kann.
    http://www.nwzonline.de/wirtschaft/staelle-machen-krank_a_31,2,2788454104.html

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  13. Ich seh das so sagt

    Als interessierter Beobachter des bisher verheerenden Aktionismus der dt. Gründen in Sachen Landwirtschaft, schließe ich mich denen an, die zur Vorsicht bei solchen Schalmeientönen mahnen.
    Wenn die Autoren schreiben: „Da haben auch wir Grünen noch viel zu lernen, aber wir haben auch einiges beizutragen.“ muß man wohl sagen, daß die Grünen das Lehrgeld nicht selbst bezahlt haben sondern es sich auf dem Rücken der Bauern haben zahlen lassen, und nun (vor der Wahl) feststellen, daß sie viel zu oft das Nebenfach „Propaganda“ besucht haben und das Hauptfach „Sachkunde“ geschwänzt haben. Somit fällt die Abschlußbewertung – wenig überraschend – negativ aus.

    „Lehrlinge“, bei denen man nach so vielen Jahren der Duldung draufkommt, daß sie eigentlich das Falsche gelernt haben und für den Job eigentlich ungeeignet sind, wurden daher auch üblicherweise nicht weiter benötigt. Die Grünen aber wollen sich nochmal weitere Jahre in der Ausbildung auf Kosten der Allgemeinheit aushalten lassen.

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  14. Rainer sagt

    Mal wieder Wahlkampf…..Landwirte sind ja auch nur Wahl(Schlacht)vieh. Nach der Wahl wird dann weiter gemacht, wie vorher….. lasst es nicht so weit kommen. 2 Bundesländer haben es schon vorgemacht: UNTER 5% FÜR DIE GRÜNEN.

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  15. Sandra Harms sagt

    „und vielleicht sogar für Neueinsteiger, die aufgegebene Höfe wieder in Betrieb nehmen? “
    an diesem einen satz erkennt man ohne groß studiert zu haben,ohne viel ahnung von landwirtschaft zu haben wie weltfremd die beiden Herren sind.
    1. macht ein betrieb zu (und das gilt auch für alle anderen betriebe jenseits der landwirtschaft) werden betriebseinrichtungen und maschinen verkauft soweit das möglich ist.
    2. Scheinen die beiden nicht den leisesten hauch einer ahnung zu haben was landmaschinen kosten wenn man sie anschaffen muss.
    3. Glauben die beiden denn im ernst, das sich irgendeine bank bereiterklärt und quereinsteigern oder neueinsteigern einen großen kredit für eine betriebsgründung gibt
    4. Glauben die im ernst, das irgendein altlandwirt sich fremde leute auf den hof holt nachdem er diesen geschlossen hat?
    5. Glauben die im ernst, das irgendein landwirt nur aus spaß an der freude, wider mit der viehhaltung beginnt nachdem er sie einmal abgeschafft hat, und gemerkt hat das das leben auch noch aus etwas anderem besteht wie 365 tage im jahr 2 mal tägich zu füttern und zu melken…

    ich habe nichts gegen umwelt und artenschutz, ganz im gegenteil, aber die Grünen und die NGO´s vergessen immer wider eins, bzw machen immer wider das gleiche, sie zeigen mit dem finger auf das schwächste glied in der kette. warum prangern die nicht mal an wie gute lebensmittel verramscht werden in den diskountern…. auch darauf findet sich ne einfache antwort, Brot und Spiele…

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    • Paulus sagt

      Hallo Sandra Harms,
      dazu werde ich sobald es mir die Zeit erlaubt, einen Beitrag bzw. einen Erfahrungsbericht schreiben. Zu Pkt. 4 möchte ich vorab bemerken, dass es sich nach meiner Kenntnis nur um ein gewisses Klientel handelt das Höfe übernehmen will. Mit alternativen Ideen, null Eigenkapital und ausschlafen ist es aber leider nicht getan.

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  16. Bruddler sagt

    Den Grünen geht wegen des Absinkens unter die 5%-Hürde der Arsch auf Grundeis und da sagt man schon mal so was – auch gegen die eigene Überzeugung;/

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  17. Ehrlicher sagt

    In der Momentbeschreibung stimme ich mit den beiden Grünen überein, dass es ein ende haben muss Landwirte und moderne Landwirtschaft pauschal zu diffamieren und das die Kinder keine lust mehr haben auf das Ganze. ABER: Die Grünen sind für mich Ausgangspunkt und permanente Puscher dieser Diffamierung und selbst in diesem angeblich versönlichen Text werden wieder pauschale Diffamierungen von den beiden grünen Spitzenpolitikern formuliert. Ich schätze es wird in NRW sehr viele Hoffeste geben, wenn die Grünen aus dem Landtag gewählt werden oder zumindest nicht mehr Herrn Remmel alös Umweltminister stellen können.

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    • Josef sagt

      Sind wirklich die Grünen und andere Kritiker von Wachstum, Strukturwandel und Art der Tierhaltung Ausgangspunkt der Diffamierung, oder vielleicht das konsequente Ignorieren dieser Kritik ? Welche andere Branche kann es sich leisten, Kundenwünsche zu ignoriren ?

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      • bauerhans sagt

        die landwirtschaft erfüllt täglich kundenwünsche!
        wir produzieren gut und billig!
        die grünen kritisieren der stimmen wegen,haben aber wohl erkannt,dass sie den bürger nicht bevormunden dürfen,weshalb sie habeck und ostendorf jetzt vorschicken.

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      • Lars Henken sagt

        Josef, in welcher anderen Branche gehen denn die angeblichen Kundenwünsche und das tatsächliche Kaufverhalten soweit auseinander? Macht man eine Umfrage, vor einem Supermarkt und fragt, ob die Kunden Bio, Tierwohl, glücklich kaufen würden, so geben ca. 90% der Kunden an, sie würden nur Bio, Tierwohl, glücklich kaufen und würden dafür auch mehr Geld ausgeben. Ca. 10% geben an, sie würden rein preis-orientiert einkaufen. Wertet man dann am Abend die Kasse des Supermarktes aus, so wurden 90% der Tagesumsatzes im Billigsegment gemacht und nur 10% des Umsatzes waren Bio, Tierwohl, glücklich. Diese Zahlen wurden durch viele Untersuchungen in diesem Verhältnis immer wieder belegt. Also erfüllen die Landwirte doch genau die Anforderungen des Kunden, sie liefern preisgünstige Lebensmittel. Lable, Tierwohl, Umwelt usw. sind bestenfalls Zusatznutzen die man gratis mit nimmt. Es werden immer höhere Standards gefordert, die Kosten dafür bleiben beim Landwirt hängen. Wie passt das zusammen? Immer besser Standards fürs gleich Geld geht halt nur mit mehr Rationalisierung und großen Betrieben. Für einen neuen PKW gab man 1980 im Durchschnitt 8.420 € aus. 2015 kostete ein Neuwagen im Durchschnitt 28.153 € und entsprach damit fast einem durchschnittlichem Jahreseinkommen in Deutschland. natürlich sind die Ausstattungen besser geworden, aber das wäre vergleichbar mit den verbesserten Standards in der Landwirtschaft. Die Kostenentwicklung in der Landwirtschaft stellt sich aber ganz anders da. 1980 gab ein durchschnittlicher Deutscher 20% seines Einkommens für Lebensmittel aus. Im Jahr 2015 waren es noch 13,8% des Einkommens. Während für die Deutschen steigende Preise bei PKW vollkommen normal sind, werden die Kosten für Lebensmittel immer weiter gedrückt. Bei Lebensmittel geht es in erster Linie nur um den Preis, die Qualität wird einfach vorausgesetzt.

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        • Josef sagt

          Zum Kaufverhalten: Können Verbraucher aufgrund der Kennzeichnung erkennen, welche Produkte umweltschonender oder tiergerechter Erzeugt wurden ? Nein, ausser bei Biolebensmitteln und bei Eiern. Biolebensmittel werden mehr gekauft als in D produziert werden. Käfigeier sind schnell aus den Regalen verschwunden. Dafür dass verarbeitete Eier nicht gekennzeichnet werden müssen sind Verbraucher nicht verantwortlich.
          Ausgaben für Lebensmittel: Offensichtlich sind andere Branchen geschickter als die Landwirtschaft, ihre oftmals total überflüssigen Erzeugnisse gewinnbringend zu verkaufen.

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          • bauerhans sagt

            „Biolebensmittel werden mehr gekauft als in D produziert werden.“

            importiertes bio bringt ne höhere marge und die verfügbaren mengen sind einfacher zu handhaben,weils von biogrossbetrieben kommt.

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            • Josef sagt

              Es ging um das Verhalten der Verbraucher. Manchmal wäre es schon sinnvoll, im Zusammenhang zu antworten, statt hinzuschreiben, was einem gerade einfällt. Daß sie von Bio nichts halten wissen inzwischen alle.

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      • Ehrlicher sagt

        Also ich kann nicht erkenne, dass die Kundenwünsche nicht erfüllt werden, wenn man mal davon absieht, dass Schweine nicht nur aus edelen Teilstücken bestehen un die Pute nicht nur aus Brust. Aber im Ernst: Der Deutsche Verbraucher stimmt jeden Tag an der Ladentheke ab und bestimmt über sein Kaufverhalten was produziert wird bzw. angeboten wird. Wir Landwirte sind doch keine betriebswirtschaftlichen Vollpfosten sondern würden doch sofort umstellen auf die „eielegende Wollmilchsau mit einheimischen Soja und Außenhütten inkl. hohen Kuschelindex“ wenn es sich denn rechnen würde? Im übrigen konnte mir noch niemand beantworten warum Biolebensmittel in Deutschlland so hoch subventioniert werden, wenn sie den Bauern doch zum hohen Preis aus der Hand gerissen werden? Biolebensmittel sind, soweit ich weiß gibt es keine eindeutigen Studien, nicht gesünder oder schmecken besser als konventionelle Lebensmittel und über die nachahlziogkeit der verschieden Produktionsprozesse wird noch wissenschaftlich gestritten. Wenn das deutsche Bürgertum uns Landwirten ein wirtschaftliches Angebot m,acht greifen wir doch zu wie bei Biogas und Photovoltaik und Windkraft, das wird dann aber zu kostspielig wie immer mehr meinen!

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  18. In dem Artikel wird doch nicht angeprangert, dass die Hochpreisphasen immer kürzer und die Krisen immer länger werden. Es wird auch nicht gesagt, dass die Vorwürfe gegen Landwirte unberechtigt sind. Im Gegenteil. Was angeprangert wird, ist: dass die Kinder der Bauern es satt haben. Dass die Bauern schlechte Laune haben. Dass sie aufgeben.

    Die Partnerschaft mit den Bauern, die in dem Artikel angeboten wird, sieht so aus, dass die Bauern die Grünen anerkennen und tun was, die Grünen sagen, weil die Grünen ja auch bei der Energiewende erfolgreich waren.

    In dem Artikel steht nicht, dass die Bauern auch was richtig machen, sondern dass die Bauern die ökologischen Lebensgrundlagen und die Bedürfnisse der Tiere nicht achten.

    Da steht, dass der Politik auf Bundesebene schon viel eingefallen ist, aber dass das noch nicht reicht. Das heißt, dass sich grüne Politik noch mehr einmischen will als die bisherige.
    Da steht nicht, dass die bisherige Politik verfehlt ist und geändert werden muss.

    Da steht, dass die Argumente überprüft, aber nicht, dass sie geändert werden.

    Das Traktat ist eine Aufforderung an die Bauern, die Grünen und ihre Forderungen anzuerkennen.

    Das ist doch dieselbe Position, die die Grünen immer hatten.

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    • Mark sagt

      „Wir suchen eine Sprache, die Bäuerinnen und Bauern mitnimmt in unsere Welt. Wenn wir sie als „TierquälerInnen“ bezeichnen, stossen wir sie vor den Kopf.“ Aussage einer Grünenkandidatin. Die Grünenwelt bleibt die gleiche, es ändert sich nur die Sprache.

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      • Ich seh das so sagt

        Ein schönes Beispiel für das Sender-Empfänger-Problem von Sprache. Während die Grünen unter „mitnehmen“ eher das motivierend transportmäßige meinen, merkten sie die letzten Jahre (Jahrzehnte) nicht, daß die Bäuerinnen und Bauern durch deren Gerede nahezu ausschließlich seelische und emotional demotiviert „mitgenommen“ sind.

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    • Inga sagt

      Von den GRÜNEN erwarte ich eigentlich, dass sie eine Bauernpartie sind, weil die bauren ja viel im Grünen arbeiten.

      So könnten sie erstmal dieses soziale Gleichgewicht in Punkto Diskriminierung herstellt haben.
      Ich habe als Bauernkind in den 60iger Jahren auch darunter gelitten.

      Dann könnten sie uns von der industieellen einmischen (wie Monanto usw.) retten.

      Viellicht hat man denen zu verdanken, dass Alois, seinen Bergbauernhof, Alp, weiterführen kann, weil er nebenher als Ranger oder Naturschützer die ganze Alp in Ordnung hält, wo die ganze touristische Industrie in der Gegend etwas hat!

      Desgleichen könnte sie bewirken, dass die Landwirte entlohnt werden, für weniger Tiere im Stall, aber dafür irgendwie tiergerechter.

      Das ist dann egal, ob der Landwirt über höher Produktpreise, wie Fleisch- o. Milchpreise vom Handel bezahlt wird, oder durch Subventionen aus Steuergeldern.
      Die Last den Natur- und Tierschutzes wäre gerechter verteilt, oder?

      Aber das Ganze wäre dann politisch gewollt gerechter.
      Es gäbe kein Benachteiligung eines Berufsstandes mehr!
      (Dass das im 21.Jahrhundert von einen Sozialstaat noch zugelassen wird???)

      Und für den Bauern menschlicher, also hätte er gegenüber seinen Kindern weniger schlechte Laune.

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  19. Ottmar Ilchmann sagt

    Ich glaube den Grünen schon, dass sie die Bauern eigentlich lieb haben, sie können das manchmal nur nicht so zeigen 😉

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    • Bauer Willi sagt

      Ja, die Bauern haben sie schon lieb, aber das was sie tun, nicht. 😉
      Bauer Willi

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      • Ottmar Ilchmann sagt

        Bitte differenzieren! Kritisieren „die Grünen“ bzw. alle anderen kritschen Organisationen denn alles, was alle Bauern tun? Und ist denn auf der anderen Seite alles, was alle Bauern tun, richtig? Alle sollten mal einen Gang zurückschalten, sonst klappt es nicht mit dem ehrlichen Dialog. Und da ist das, was von Habeck und Ostendorff kommt, doch auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

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        • Bauer Willi sagt

          Hallo Ottmar, ich hatte mal ein sehr langes Gespräch mit Herrn Hofstetter. Der kann durchaus differenzieren und ich finde den als Mensch sympathisch. Gewisser Kritik kann ich mich durchaus anschließen. Was dann aber in den Kampagnen „rausgehauen“ wird, hat mir ehrlichem Dialog dann leider wenig zu tun.
          Dass Habeck (SH) und Ostendorff (NRW) solche Texte exakt zu ihren Landtagswahlen bringen hat aber auch ein gewisses „Geschmäckle“, oder? Ich empfinde das jedenfalls so.
          Bauer Willi

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        • Martin Gork sagt

          Die Landwirtschaft macht sicher nicht alles richtig und es gibt immer etwas zu verbessern, das streitet überhaupt niemand ab.
          Nur verhindern die Grünen seit einem Jahrzehnt Verbesserungen, die aus der Landwirtschaft und Forschung kommen, damit können die keine Wählerstimme generieren, daher wird mit allem möglichem eingedroschen.
          Und der gravierende Unterschied liegt darin, wir Landwirte machen nicht auf dem Rücken der Grünen unseren Job. Die Grünen begründen ihre Politik auf dem Rücken der Landwirtschaft und deren Familien.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ich bin schon zufrieden, wenn ich von meiner Frau geliebt werde, von den Grünen brauch ich das nicht. 😉

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      • Bauer Willi sagt

        Und? Wirst Du geliebt? 🙂 Von deiner Frau, meine ich… 😉
        Bauer Willi

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ich hoffe doch. 🙂

          Da sie fast 40 Jahre bei mir ist, nehme ich das an,
          die andere Möglichkeit wäre, sie ist besonders Leidensfähig. 😉

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  20. Schweinebauer Piet sagt

    Erst wenn der Hofreiter das in Tagesschau sagt, glaube ich es!

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Piet, das wirst Du so schnell nicht erleben. Weil Habeck und Hofreiter nicht gut miteinander können…
      Bauer Willi

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