Bauer Willi
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Erster Pflanzenschutz bei den Zuckerrüben

Am Samstag, 29. April, haben wir die erste Spritzung gegen Unkraut in den Zuckerrüben gemacht. Es wurde auch langsam Zeit, weil das Unkraut sich schon weit entwickelt hat. Aber vorher ging es nicht, weil es immer noch Nachtfröste gab und dann die Rüben geschädigt worden wären. Wir haben abends gespritzt, weil es dann windstill ist. Kann man im Video auch gut an den Dampfschwaden der Kraftwerke im Hintergrund sehen. Übrigens machen wir die Pflanzenschutzmaßnahmen im Raps auch immer in den Abendstunden, sobald die Bienen wieder in den Stock zurückgekehrt sind. Da wir ja Bienenvölker auf unserer Weide stehen haben, können wir uns da „vor Ort“ informieren.

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22 Kommentare

  1. Paulus sagt

    Sehr geehrter Herr Moritz,
    Sie scheinen mir eher ein Journalist als ein Landwirt zu sein.
    Die Tabellenwerte der Hersteller beinhalten immer die Faktoren „Unsicherheit und Vernachlässigbar“. Dies, weil kein Landwirt oder Lohnunternehmer vor einer Feldbefahrung, sprich Spritzvorgang Messgeräte aufstellen kann um genaue Windrichtungen und Windstärken in Bft festzustellen.
    Das ist eine rein akademische Diskussion die in der Praxis nicht anwendbar ist.
    Nichtzielflächen werden übrigens nicht kontaminiert sondern allenfalls in Randbereichen herbizid, fungizid oder ggf. insektizid mitbehandelt. Die Fahrgeschwindigkeit ist dabei sekundär.
    Auf einem Acker herrschen, je nach Witterung und angrenzender Vegetation alle paar Meter durchaus unterschiedliche Windverhältnisse. Unzählige Versuche mit eingefärbtem Wasser und unterschiedlichsten Düsen und Einstellungen durfte ich zur Genüge begleiten und dokumentieren. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

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  2. Friedrich sagt

    Hier in Südhannover sind ,bedingt durch den Frost und starkem Wind erst wenig Rüben gespritzt. Heute regnet es ein wenig. Gestern haben wir nur die Gerste das zweite mal kurzgespritzt , denn wenn die Ähren kommen darf man das nicht mehr. Heute steht dann
    Maschinenpflege und Getreidelager säubern an. Unsere ersten Rüben sind erheblich größer als Willis , haben ja auch mehr Regen bekommen.

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  3. Friedrich sagt

    @ Zenzi. Es gibt auch Rostpilze die nur, wie gehabt, bei Trockenheit kommen , z. B. Gelbrost. Die Reihenweite bei Getreide richtet sich nach der optimalen Pflanzenverteilung. Dabei haben sich Reihenabstände von ca. 12 cm etabliert. Man will 500 – 650 ährentragende Halme/m2 haben. Bei den Rüben ist im Allgemeinen die Reihenweite 45 cm. Etwas enger wäre sicherlich besser , erschwert aber die Ernte. Bei den Rüben wollen wir ca. 8 -11 Pflanzen/m2 haben. PS: Willi kannst du in den nächsten Tagen nicht fragen , der muß Urlaub machen, mit -Cheffin !! Dem Willi gehts dann so wie mir , ist Arbeitsverbot erteilt. Mein Laptop muß dann auch zu Hause bleiben.

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  4. Schweinebauer Piet sagt

    Moin, oh ja, das Gestänge ist hoch, ob das richtig ist! ?

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    • Paulus sagt

      Hallo C-W Rieckmann, hallo Piet, wenn ich aus rein technischer Sicht mal klugscheißen darf. Entscheidend ist der Spritzwinkel in Abhängigkeit von Düsen- und Gestängeabstand. Die Abdrift ist bei Windstille vernachlässigbar und solange die Randabstände eingehalten werden, ist das schon OK so. Ein höherer Abstand kann durchaus günstig sein, weil sich die Aufprallenergie der Tröpfchenpartikel mit zunehmender Entfernung von der Zielfläche deutlich verringert und somit eine bessere Benetzung erfolgt. Die Tabellen der Landmaschinenhersteller beinhalten immer nur Anhaltswerte; entscheiden muss zum Glück (noch) der Landwirt selbst. Aber wie das so ist hat der gute Willi als Praktiker wahrscheinlich eine ganz einfache Erklärung.

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  5. Zenzi sagt

    Hallo Willi
    Fragen:
    1. Welche Wirkstoffe musst du denn spritzen, damit es nur das Unkraut angeht?
    2. Dein Beitrag kürzlich über den „Kartoffelweizen“ wie du es so schön genannt hast. Dort wolltest du demnächst gegen Pilzerkrankungen spritzen.
    Würden sich Pilzerkrankungen am Blatt evtl weniger ausbreiten, wenn die Reihen nicht so dicht stünden? (Am Regen kann es bei euch dieses Jahr ja nicht liegen wenn sich da Pilze ausbreiten.)

    Die Beiträge der Felderbearbeitung einschliesslich der Ernte im Jahresverlauf finde ich gut.

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    • Martin Gork sagt

      Rost breitet sich ohne Regen aus, in einigen Regionen Deutschlands ist dieses Jahr der Gelbrost wieder gut vertreten. Bei dem derzeitigem Wind werden die Sporen weit in Deutschland verbreitet.

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    • Andreas Müller sagt

      Was genau wurde denn gegen welche Unkräuter gespritzt, Bauer Willi?
      Vielleicht geht es etwas genauer… das Unkrautspektrum bedarf einer angepassten Bekämpfung, sagt man doch.

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      • Andreas Müller sagt

        Keine Antwort ist auch eine Antwort… Hauptsache die Musik plätschert schön dahin

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        • Jochen Böhrer sagt

          Können Sie mit Metamitron, Phenmedipham, Ethofumesat , Quinmerac usw was anfangen?

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