Mehr Bio – etwas mehr Ehrlichkeit bitte!
Ein Gastartikel: Dietmar Groß ist Bio-Bauer der ersten Stunde. Hier die Gedanken eines bäuerlichen Pioniers des Biolandbaus zur Ausweitung des Bio-Landbau: „Bio“ boomt mal wieder in der Werbung der Lebensmittelhandelskonzerne und auch in der Politik. Lidl wirbt ganzseitig und großflächig mit Bioland-Produkten. Aldi hält ebenso großformatig mit Bio-Qualität zum Aldi-Preis dagegen. Auch in der Politik hat das Thema Konjunktur: Aufgeschreckt durch Hiobsbotschaften von Naturschützern (z.B. Artenschwund), aber auch durch die Wahlergebnisse der Grünen ist die Förderung des Ökolandbaus wieder mal ein Mainstream-Thema. Auf Bundesebene sollen es nach dem Willen von Schwarz-Rot 20% werden(dieses Ziel haben Gerhard Schröder und Renate Künast schon vor zwanzig Jahren proklamiert); Hessens schwarz-grüne Landesregierung nennt 25% Ökolandbau als Ziel für die laufende Legislaturperiode. Auf der Ebene der Landwirtschaft liegen derzeit wohl die geringsten Hindernisse. Der Frust über die (ökonomischen) Rahmenbedingungen der konventionellen Landwirtschaft ist in allen Erzeugungsbereichen hoch, der Glaube an die Verheißungen einer auf Export setzenden Agrarindustrie tendiert gegen null. Und auf der praktischen Ebene zeigen immer mehr erfolgreiche Biobetriebe, dass Landwirtschaft auch ohne Agrarchemie betrieben werden kann. Außerdem geht …










