Bauer Willi
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Foodwatch – Die Essensretter

Ein Bericht über einen Dialog, an dessen Text von beiden Seiten lange „gefeilt“ wurde. Damit es keine Missverständnisse gibt.

Essensretter. So nennt sich die Organisation Foodwatch im Untertitel. Laut Wikipedia ist Foodwatch „ ein deutscher gemeinnütziger Idealverein, der sich mit den Rechten von Verbrauchern und der Qualität von Lebensmitteln auseinandersetzt.“

Was unterscheidet Foodwatch von anderen NGO´s? Das wollte ich wissen und habe mich im Berliner Büro von Foodwatch mit Martin Rücker (Geschäftsführer) und Andreas Winkler (Pressesprecher) unterhalten.

Foodwatch ist vor allem eine Organisation, die sich ganz generell und unvoreingenommen mit der Qualität von Lebensmitteln beschäftigt, was zu der Erkenntnis geführt hat, dass z.B. Bio-Lebensmittel nicht per Se ohne Qualitätsmängel sind oder eine bessere Umweltbilanz aufweisen müssen. Das unterscheidet sie schon mal von anderen Organisationen.

Tierhaltung

Doch mich interessierte, was Foodwatch in Richtung Landwirtschaft sonst noch an Zielsetzungen auf der Agenda hat. Dazu zählt eine Tierhaltungswende, für die online Unterschriften gesammelt werden, damit „Julia Klöckner endlich Tiergerechtigkeit durchsetzt„. Vom staatlichen Tierwohllabel hält Foodwatch im Übrigen nicht viel. Aber auch nicht von der Label-Vielfalt diverser Organisationen oder Lebensmittelketten. Der Verbraucher könne bei der vollkommen unübersichtlichen Flut an Labeln und (oft selbstgemachten) Gütesiegeln, die alles Mögliche versprechen,  kaum erkennen, was wirklich dahinter steckt. Hat das Tier bei einer Wurst für 3,99 wirklich ein besseres Leben gehabt als bei einer für 99 Cent? Da sei es doch logisch, dass viele zu dem Produkt mit dem günstigeren Preis greifen. Deshalb die Forderung von Foodwatch: „Tiere müssen generell tiergerecht gehalten werden.“  Das klingt logisch und kann man fordern, wenn die Rahmenbedingungen dies dem Tierhalter auch ermöglichen. Für die richtigen Rahmenbedingungen allerdings müssen viele Player „mitspielen“, die Politik, aber auch der Lebensmitteleinzelhandel, der die Label oft nur für Marketing-Zwecke nutzt.

Ackerbau

Landwirte müssen sich gefallen lassen, dass mit der Gesellschaft eine Diskussion darüber geführt wird, welche Landwirtschaft gewollt ist und welche Auswirkungen sie auf Mensch und Umwelt hat“, meinte Martin Rücker von foodwatch. Genau aus diesem Grund habe ich ja das Gespräch mit Foodwatch gesucht. „Ich widerspreche allen, die der Meinung sind, Landwirtschaft ist reine Privatsache„, sagte Martin Rücker. Und dieser Meinung kann ich mich schon anschließen. Ich kann dennoch auf meinen Acker tun und lassen was ich will. Ich kann da nichts anbauen, Blumenwiese einsäen oder Winterweizen, Kartoffeln oder Sonnenblumen. Ich kann da grubbern oder pflügen, mineralisch düngen oder organisch. Oder gar nicht.  Ich kann da tun und lassen was ich will, wenn ich alle geltenden Vorschriften und Gesetze einhalte und zudem noch mit gesundem Menschenverstand und 40 Jahre Berufserfahrung an die Sache herangehe. Dem wollte Foodwatch nicht widersprechen, an diesem Punkt waren wir uns einig. Aber mein Blutdruck war schon wieder deutlich über dem Normwert. Bei der Frage, dass es „keine reine Privatangelegenheit ist, welche Unkrautmittel Landwirte versprühen“, konnten wir uns nicht einigen.

In der Diskussion um mehr Natur- und Artenschutz stieß meine Idee von „Naturschutz als Betriebszweig“ durchaus auf Interesse. Überhaupt war man der Meinung, dass die Landwirte für öffentliche Leistungen auch entlohnt werden müssen. Was ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, in unserem heutigen System so aber nicht gut abgebildet wird. Aber daran kann man ja arbeiten. Durchaus auch gemeinsam.

Leider war die Zeit für alle Beteiligte aufgrund von Folgeterminen begrenzt. Es war trotz der Kürze ein spannendes Gespräch und es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein, dass wir uns ausgetauscht haben. Denn noch sind wir uns ja nicht in allen Punkten einig. Aber die Chemie stimmt und das stimmt hoffnungsvoll.

Übrigens haben wir noch Bücher getauscht. Foodwatch hat von mir „SAUEREI“ bekommen, ich habe „Das Schweine-System“ von Matthias Wolfschmidt bekommen.

Hat ja beides was mit Schweinen zu tun… 🙂

Bauer Willi

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80 Kommentare

  1. Inga sagt

    Hoffentlich liest Food-Watch das Buch“Sauerei“ auch,

    denn da finden sie ja noch mehr Ungereimtheiten in unserer Gesellschaft, besonders, dass der Verbraucher von LEH genauso behandelt (oder gar hintergangen) wird ,wie die Bauern!

    Das ist doch ein gefundenes Fressen für so eine Organisation, da muß sie doch was tun, ein neues Ziel?

    0
    • Thomas Apfel sagt

      Hallo @tiwas,
      ich bleibe mal oben über Ihrem Kommentar, damit der Bezug räumlich etwas enger ist.
      Das was Sie von sich geben, ist ja momentan Mainstream. Und bei der Art der Berichterstattung und Darstellung sind Ihre geäußerten Schlussfolgerungen nachvollziehbar und auch so gewollt.
      Vielleicht hier mal ein Vorschlag für einen alternativen Denkansatz.:
      „Pflanzenschutz ist Phytomedizin und sichert das Überleben der Menschheit“
      Geht man vom medizinischen Ansatz aus, ist der chemisch synthetisch basierte Pflanzenschutz mit der Schulmedizin vergleichbar (eine große Palette an Medikamenten, mit entsprechenden Nebenwirkungen, für den medizinischen Ernstfall)
      Es ist wesentlich die Schulmedizin und die Verfügbarkeit gesunder, hygienisch einwandfreier Lebensmittel, die unsere Lebenserwartung derart hat steigen lassen.
      Daneben gibt es „Auswüchse“ (z.B. das Geschäft mit Cholesterinsenkern).
      Naturheilkunde und alternative Medizin haben sicher das Potential dafür zu sorgen, dass nicht bei jedem Zipperlein die Schulmedizin in Anspruch genommen werden muss.
      Das kann man, denke ich, auch direkt auf die Landwirtschaft und den Konflikt zwischen „Schulmedizinischem Pflanzenschutz“ und Bio-Alternativ-Methoden übertragen.
      Nicht ohne Grund ist z.B. der Antibiotikaeinsatz auch bei BIO erlaubt.
      Wenn beide Systeme voneinander lernen und Missionierung und dogmatisches Denken ausklammern, kann es gelingen für das ganze System etwas Gutes zu erreichen.
      Da das Ganze momentan aber ein Kampf um Fördermittelverteilung und Marktanteile ist, gehe ich davon aus, dass das schwierig wird.
      Ihre Äußerungen und Einlassungen empfinde ich als Maschinenstürmerei.

      3+
      • tiwas sagt

        an Thomas Apfel: Endlich mal ein Kommentar, dem man auch folgen kann. Diese anderen, zutiefst beleidigten, hochemotionalen Kommentare als Antwort auf meinen sind leider nicht zielführend. Also Danke für den Ihren.

        Ja, zum Glück ist das, was ich skizziere, jetzt mittlerweile Mainstream und es wird noch mehr werden. Und ich bin einer der Gemaßigten, es gibt Leute, die sind da eher sehr ungeduldig bis unduldig.

        Fakt ist: Wir Konsumenten (allgemeine Befragungen) hier in Deutschland (und auch Europa) lehnen die massiv zerstörerischen und krank machenden Auswüchse der industriellen Landwirtschaft zunehmend ab.

        Die Aussage „der Konsument will es so“ ist ja ein wenig daneben gegriffen.
        Wenn es in der Vergangenheit zuwenig Kontrolle ( oder nennen wir es Vertrauenß)
        seitens der Konsumenten gabe, sicher auch zu wenig Nachdenken über das Thema gab, dann werden diese Lücken gerade geschlossen. Immer mehr machen sich schlau und stellen berechtigte Forderungen.

        Die Haltebedingungen in Qualzuchten bei Tieren, die Misshandlung der Natur, der Böden, der Umgebung, unserer Umwelt auf Wald, Wiese und Acker ist in einem Zustand, der kein „Weiter-so!“ duldet.
        Die auf niederträchtige Weise ergaunerte Verlängerung von Glyphosat in der EU seitens eines aus meiner Sicht ehrlosen Schurken, die erneute Verschiebung des Verbots des Kastrierens von Ferkeln ohne Narkose, das Weiter-Schreddern von Küken, das Ausbringen von Giften, die keine wirkliche Zulassung haben und deren „Zulassung“ nur verlängert wird, weil angeblich keine Kapazitäten da sind, diese zu prüfen, und, und, und …. es geht nicht mehr so weiter, glauben Sie es mir! Die „Industriellen“ spielen wie drogenspüchtige Kranke nur auf Zeit, noch ein, zwei Jahre weiter so“
        Daraus resultiert das Schlagwort: „Wir sind es satt!“

        „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ sagt der Volksmund, da ist in der Tat was dran. – Wie oft wurde die Öffentlichkeit schon verschaukelt?
        Im Alltag: Es wird gespritzt, wenn ein Anwohner fragt, was das ist, sagt der Bauer nur „Ach, das Übliche“ oder „Das geht dich einen Dreck an!“ „Ich spritze, was ich will!“.
        „Ist kein Gift, ist Kamellenwasser“ – Der Normalbürger versteht da keinen Spaß mehr.
        Wer das nicht kapiert, muss weg vom Fenster.

        Was hat das mit dem Thema zu tun? – Ja, „wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!“ eben. Das Vertrauen ist dahin, zu Geld gemacht, Schluss und vorbei.

        Und diese „Menschen“ (industrielle Landwirte), die sich außerhalb der Gesellschaft befördert haben durch Dickköpfigkeit, hasserfüllte Aktionen, starrsinniges „Weiter so!“, Lügnerei, wollen jetzt auch die Genpflanzen in die Natur ausbringen? – Diejenigen, die gerade dabei sind, durch stetes Einbringen von Giften in die Umwelt, von Vernichten der letzten Refugien für Vögel, Insekten, Nager, Amphibien, von rücksichtsloser Vernichtung der Artenvielfalt unsere Zukunft zu zerstören?

        Bitte um Verständnis, dass es da kaum eine/n mehr gibt, der/die diesen Leuten auch nur noch ein Wörtchen glaubt. Das Vertrauen ist dahin und kann nur durch Taten, die aus hehrer Überzeugung entspringen, wieder hergestellt werden.
        Prüfen Sie selber, wer hier aus diesem Kreis auch nur ansatzweise willig und in der Lage ist, diese Gedankengänge nachzuvollziehen.
        Da gibt es dann – hier in diesem Blog wieder Antworten wie „Was nehmen Sie für ein Zeugs? – Kann ich auch was davon haben?“ – auf dem geistig armen Niveau eiern hier sehr, sehr viele rum! Können Sie sich vorstellen, dass es immer mehr Leute satt haben?

        Nehmen Sie Ihre Mitmenschen endlich ernst!

        Die von Ihnen angesprochenen Fördermittel werden in Zukunft sinnvoller verteilt werden. Wie, wird nicht jedem hier passen. – Oder vielleicht doch?

        Allen einen schönen Rosenmontag!

        2+
        • Bauer Willi sagt

          Hallo tiwas
          Jeder Kauf ist der Auftrag, das gleiche Produkt in gleicher Weise noch einmal herzustellen. Der Käufer unserer Produkte ist unser Auftraggeber.
          Sie beklagen die Qualzucht von Tieren. Der Marktanteil von Bio-Fleisch liegt so um bei 1-2%, bei Schweinefleisch bei 0,7%. Die größte Wahlurne der Welt ist die Scannerkasse im Supermarkt. Dort wird täglich (!) abgestimmt. Wenn also mehr Verbraucher eine andere Form der Landwirtschaft durch ihre Wahl belegen, werden wir diese Nachfrage auch bedienen. Verarbeiter von Biomilch (Molkereien) nehmen derzeit umstellungswillige Landwirte nicht mehr auf, weil die Nachfrage fehlt.

          Ich durfte auf der Demo „Wir haben es satt“ in Berlin reden. Den über 35.000 Demonstranten habe ich gesagt „Je lauter und je schneller ihr immer neue und weitergehende Forderungen stellt, um so schneller wird der bäuerliche Familienbetrieb, den ihr euch alle so wünscht, verschwunden sein.“
          Ich bewirtschafte einen solchen. Sie dürfen gerne vorbeikommen (solange es ihn noch gibt.)

          4+
          • tiwas sagt

            an Bauer Willi:

            Sie haben Recht, dass es seitens der Konsumenten noch eine Menge Unverstand gibt und geben wird. Wir sind halt Menschen und keine homogene Masse, in Ihrem Rheinland sagt man „Jeder Jeck ist anders“.

            Können Sie sich aber vorstellen, dass viele Leute keinen Gedanken an den Produzenten bzw. die Produktionsweise verwendet haben oder es tun? Und das ist nicht immer Dummheit oder Ignoranz, sondern es wurde Vertrauensvorschuss gegeben, dass das schon richtig und verantwortungsbewusst gemacht wird.
            Blauäugig – sicher? Ganz daneben? – Sicher nicht!
            Man kann schon erwarten, dass mit Tieren auch ordentlich umgegangen wird und dass die Erzeugnisse nicht vorwiegend Chemie sind, sondern wertiges Gemüse oder Obst. Dass es „Lebens-Mittel“ sind und keine Giftklumpen.

            Man kann schon erwarten, dass nicht nur das Aussehen zählt, sondern auch eine Wertigkeit, die man von den Erzeugnissen erwarten kann.

            „Der Kunde will immer nur billig, billig!“ ist die Klage des industriellen Landwirts.
            Dann aber darf er aber nicht seinen Hof abschotten und keinen in seinen „Sau-Stall“ hineinlassen. Man hört dann nur von den Missständen, wenn sich Aktivisten über Rechte des Menschen zugunsten der Rechte der Tiere hinwegsetzen und darüber berichten, oder wenn z.B. 900 Schweine ersticken, weil etwa 20 Stunden kein Mensch deren Wohl kontrolliert und die Tiere scheinbar in einem Bunker ohne Tageslicht und natürlicher Luftzirkulation qualvoll verenden, weil der Strom ausgefallen ist (angeblich durch Einbrecher hervorgerufen – geschenkt).

            Nun gut, dann lassen wir uns annähern.

            Klären Sie darüber auf, was Sie zu spritzen müssen glauben, um die prachtvollen Wirsinge zu produzieren, normierte Äpfel anzubauen und dergleichen mehr.
            Was ist der Preis des niedrigen Preises?
            Warum tun Sie sich da so schwer? Ich vermute, manch einer weiß, das es nicht richtig ist, welche Ekzesse vorherrschen und vielleicht schämt sich sogar der eine oder andere.

            Warum geben Sie zu verstehen, dass Sie ohne Chemie keinen einzigen Halm Roggen oder Mais mehr anbauen können?
            Die Pflanzen sind so hochgezüchtet (auch die Tiere), dass sie von Grund auf wie Patienten behandelt werden müssen. Sie sind in dem Sinne keine Bauern mehr, sondern Krankenpfleger.
            Die Chemie-Industrie freut das. Der Verbraucher wird aber leider auch krank dabei. Das nehmen Sie aber scheinbar in Kauf (?).

            Wenn der bäuerliche Familienbetrieb das Lied der Großen singt und sich wie ein Co-Abhängiger eingliedert in diese Riege, statt sich abzugrenzen, dann hat der Verbraucher da wenig von.

            Sie ahmen doch die Unbelehrbaren und Gierigen nach, geben dem verteufelten System die Stimme,
            statt ihre Stärke im Familienbetrieb auszuspielen.

            Ich wünsche mir sehr, dass Sie da die Kurve kriegen.

            „Der Verbraucher“ muss indes ebenso lernen und seine Gewohnheiten überprüfen.

            Fangen wir alle damit an?

            3+
            • bauerhans sagt

              „„Der Kunde will immer nur billig, billig!“ ist die Klage des industriellen Landwirts.“

              den industriellen landwirt gibts nicht!
              der kunde kauft „gut und günstig“, er hat alternativen,die teurer sind,die aber nur geringe marktanteile haben.

              3+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Laut Wikipedia:
                  Als industrielle Landwirtschaft (auch maschinengerechte Landwirtschaft oder Agrarwirtschaft) wird im engen Sinne ein Typ von Landwirtschaft bezeichnet, der industriespezifische Produktionsweisen verwendet.

                  Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt, das habe ich in der Schule gelernt, aber das stimmte schon damals nicht.

                  Ich habe mal gehört, dass ein Schweinebauer pro Schwein 5 bis 8 Euro verdient, wenn man dem Schweinemäster den selben Lohn zubilligt, wie dem Facharbeiter beim Automobilzulieferer in unserer Gegend, dann müsste er bei 2.5 maliger Belegung über 3.000 Stellplätze haben und natürlich auch belegen.

                  An einem Grillhänchen verdient der Landwirt ca. 8 Cent, bei einer 10 maligen Belegung mit Broilern, musste der Stall 78.000 Broiler aufnehmen können.

                  Aber um die Träumereien, die Du und Politiker an den Tag legen, zu verwirklichen, müsste man junge Menschen von diesem Beruf überzeugen, derzeit sieht es so aus, dass sie Bauernkinder in die Industrie gehen, bei den derzeitigen Aussichten braucht man sich nicht wundern, die begehen „Fahnenflucht“.

                  2+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Laut Wikipedia:
                  Als industrielle Landwirtschaft (auch maschinengerechte Landwirtschaft oder Agrarwirtschaft) wird im engen Sinne ein Typ von Landwirtschaft bezeichnet, der industriespezifische Produktionsweisen verwendet.

                  Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt, das habe ich in der Schule gelernt, aber das stimmte schon damals nicht.

                  Ich habe mal gehört, dass ein Schweinebauer pro Schwein 5 bis 8 Euro verdient, wenn man dem Schweinemäster den selben Lohn zubilligt, wie dem Facharbeiter beim Automobilzulieferer in unserer Gegend, dann müsste er bei 2.5 maliger Belegung über 3.000 Stellplätze haben und natürlich auch belegen.

                  An einem Grillhänchen verdient der Landwirt ca. 8 Cent, bei einer 10 maligen Belegung mit Broilern, musste der Stall 78.000 Broiler aufnehmen können.

                  Aber um die Träumereien, die Du und Politiker an den Tag legen, zu verwirklichen, müsste man junge Menschen von diesem Beruf überzeugen, derzeit sieht es so aus, dass sie Bauernkinder in die Industrie gehen, bei den derzeitigen Aussichten braucht man sich nicht wundern, die begehen „Fahnenflucht“.

                  1+
                • bauerhans sagt

                  industrielle landw. ist ein kunstbegriff wie massentierhaltung,um zu diskreditieren.

                  2+
            • Inga sagt

              Weil Kinderarbeit verboten ist: Deshalb
              „Warum geben Sie zu verstehen, dass Sie ohne Chemie keinen einzigen Halm Roggen oder Mais mehr anbauen können?“

              müssen wir teure Maschinen zum Ernten benutze n udn die müssen sich bezahlt machen, sonst können wir uns weder neue kaufen, noch von den vorhande3nen die Reparaturen leisten.
              Die Maschinenbauer wollen doch auch leben und sich mal eine teure Dauerwurst leisten können, oder dürfen die das nicht?

              Und diese teuren Maschinen fahren nur ihre Kosten wieder ein, wenn sie genügend zu Ernten haben, nicht wenn sie so ein paar Hälmchen pro ha abernten.

              Aber wenn wir nur diese paar Hälmchen abernten,dann herrscht wiederum Nahrungsmittelknappheit, oder?
              Und der Landmaschinenmechaniker (auch andere Berufe) könnte sich wieder keine teure Dauerwurst leisten, weil die noch teurer wäre, denn die Schweine kann man nur mit dem Inhalt von der Ähre auf dem Halm ernähren, so wird Wurst gemacht!
              Und die ganze Müller- und Bäckerinnung würde schrumpfen!

              1+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Können Sie sich aber vorstellen, dass viele Leute keinen Gedanken an den Produzenten bzw. die Produktionsweise verwendet haben oder es tun? Und das ist nicht immer Dummheit oder Ignoranz, sondern es wurde Vertrauensvorschuss gegeben, dass das schon richtig und verantwortungsbewusst gemacht wird.
              Blauäugig – sicher? Ganz daneben? – Sicher nicht!
              Man kann schon erwarten, dass mit Tieren auch ordentlich umgegangen wird und dass die Erzeugnisse nicht vorwiegend Chemie sind, sondern wertiges Gemüse oder Obst. Dass es „Lebens-Mittel“ sind und keine Giftklumpen.“

              Jahrzehntelang hat sich niemand darum gekümmert, erste hinweise seitens der Bauern wurden mit „Ihr seid dauernd am Jammern“ quittiert.

              Folglich hat der Bauer das gemacht, was der Verbraucher will, er hat das billige Fressen ermöglicht, das billige, das gerne vom Verbraucher gekauft wird.

              Dass es Fälle gibt, dass Tiere nicht so gehalten werden, wie es sein soll, ist nicht zu bestreiten, es gibt auch Fälle, wo die Partner geschlagen werden. Wer die Viehhaltung kritisiert, der soll sich mal die Ställe ansehen, bei Schweineställe ist es aus Hygiene gründen allerdings problematisch.

              Bei Obst wird heutzutage eine äußere Qualität verlangt, die unsere Natur von sich aus nicht gibt. In unserer Genossenschaft wird jeder Apfel 48 x abgelichtet, ein Schorffleck in der Größe einer Stecknadelspitze führt zu einer Aussonderung in die Industrie.
              Da der Obstbauer die Kühlkosten bezahlen muss, macht er ein Verlustgeschäft.

              Die ersten Obstbaubetriebe reduzieren bereits, die ersten größeren geben schon auf. Mit einer ev. Erhöhung des Mindestlohnes auf 12.- Euro wird sich der Verbrauch auf Äpfel von Chile, oder Australien einstellen müssen.

              Beerenobst wird das ganze Jahr eingeflogen und der Verbraucher wird über die Erfolge jubeln, endlich keine PSM mehr bei deutschem Beerenobst.

              Halleluja

              https://www.ugb.de/lebensmittel-im-test/flugtransporte-von-lebensmitteln/?treibhausgase-klimaschutz

              3+
              • Obstbäuerin sagt

                So wird es wohl kommen, Ehemaliger und die die dafür verantwortlich sind, wissen nichts mehr davon oder sind längst über alle Berge.

                1+
              • Inga sagt

                Weil der Verbraucher davon ja nichts weiß und auch stolz darauf ist,
                verarmt er irgendwie und es fehlt ihm was, nämlich das Wissen wie seine Lebensmittel, die er täglich zu sich nimmt, entstehen und hergestellt werden,

                weil er sich da nicht informiert
                schiebt er die Schuld den Bauern zu, macht ihn für sein Defizit verantwortlich und
                die Massenmedien haben leichtes Spiel und verstärken den Effekt noch!

                1+
                • tiwas sagt

                  an Inga: „Weil der Verbraucher davon ja nichts weiß und auch stolz darauf ist,
                  verarmt er irgendwie und es fehlt ihm was, nämlich das Wissen wie seine Lebensmittel, die er täglich zu sich nimmt, entstehen und hergestellt werden,…“

                  …ja, hinter seinem Rücken hat sich dann was abgespielt, was der Bauer auch lieber klein- und schönredet: Die Verarmung der Ethik und des Anstands bei der Erzeugung von Lebensmitteln, den Hass auf den Verbraucher, schön geschürt von denen, die wirklich ihre Gegner sind, projeziert auf die eigenen Böden. Das ist dann wirkliche Verarmung, wenn man voller Hass für Menschen produziert, die man hasst.

                  Es geht auch anders.
                  Das werden Sie aber wohl nie verstehen, sondern immer die Konsumenten-Keule rausholen.

                  Es heißt jetzt für Sie: „Wende oder Weiche!“

                  Was Sie tun werden, weiß ich schon.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  “ Die Verarmung der Ethik und des Anstands bei der Erzeugung von Lebensmitteln, den Hass auf den Verbraucher, schön geschürt“

                  Drehen sie jetzt vollkommen durch?

                  2+
                • Mark Rössler sagt

                  Sehr viel hetzerische Meinung die hier verbreitet wird…

                  „Chemie“
                  Ohne diese Chemie wächst nicht ein Körnchen und der Teller bleibt lehr.
                  Viele, viele chemische Reaktionen und Vorgänge benötigt eine Pflanzen um zu wachsen.
                  Das mag für den einen oder anderen erschreckend sein, da würde Bildung aber schon sehr viel helfen.

                  Was lass ich letztens, Kreationismus breitet sich in Deutschland wieder rasant aus, Naturwissenschaften werden vermehr abgelehnt…
                  Ein tiwas scheint genau in dieses Schema zu passen, hinzu kommt eine sehr aggressive Art.

                  Was mich stutzig macht, anscheinend ist er ja ein Discounter Kunde und möchte billig kaufen, ansonsten könnten „Ihn“ ja nicht „die“ Bauern vergiften und seine Hasskommentare könnten etwas entspannter und sachlicher ausfallen.

                  2+
          • fingerphilosoph sagt

            „Jeder Kauf ist der Auftrag, das gleiche Produkt in gleicher Weise noch einmal herzustellen. Der Käufer unserer Produkte ist unser Auftraggeber.“ (Zitat Bauer Willi)

            Hätten die Bauern darauf bestanden, dass eine dem Tier angemessene Tierhaltung ihren Preis hat und hätten sie sich auf Kosten von Tier, Pflanze und Umwelt nicht permanent gegenseitig unterboten, wäre die Preisgestaltung für Nahrungsmittel heute eine andere. Dass sich die Billigpreise durchgesetzt haben, haben sich die Bauern selbst zuzuschreiben. Die Verantwortung, wie der Bauer seine Tiere hält und wie er mit dem Acker umgeht, hat der Bauer und nicht der Verbraucher.

            Wer sich als Fluggast in einen Flieger setzt, hat nicht die Verantwortung dafür, wenn das Flugzeug technische Mängel aufweist, ganz egal, ob er für den Flug 30,- oder 3.000,- Euro bezahlt.
            Wer sich einer Operation unterzieht, hat nicht die Verantwortung dafür, wenn der Chirurg ein rostiges Skalpell benutzt, ganz egal, ob er ein Kassen- oder Privatpatient ist.
            Wer über eine Brücke geht, hat nicht die Verantwortung dafür, wenn die Brücke einstürzt, ganz egal, ob es was kostet, über die Brücke zu gehen oder nicht.
            Ebensowenig hat der Käufer eines Schweinebratens die Verantwortung dafür, wie der Bauer das Schwein hält, ganz egal, was der Braten kostet.

            Ein Verbraucher braucht in etwa immer dieselbe Menge Nahrungsmittel. Er braucht den Liter Milch, egal ob der nun 30 Cent kostet oder 3 Euro. Der Verbraucher kann sich nur deshalb für Billigpreise entscheiden, weil diese bereits so auf dem Etikett stehen. Da der Verbraucher immer dieselbe Menge Nahrungsmittel braucht und diesbezüglich gar keine Wahl hat, ist es eben nicht der Verbraucher, der die Preise macht und entscheidet, wie weit sie in den Keller gehen, sondern der Bauer, der sich vom Handel erpressen lässt.

            3+
            • Brötchen sagt

              fingerphilosoph darf ich mal fragen ungefähr, wie alt du bist? nur ganz grob?
              ich bin ü50.

              1+
            • Brötchen sagt

              beim Edeka
              gibt es Milch….konventionell niedriger Fettgehalt, 3.8 %
              als normale günstige, dann gibt es weidemilch und biomilch. teilweise von unterschiedlich Herstellern. preisdifferenziert. genauso Butter und Käse. Hähnchen gibt es auch günstig und für über 10 Euro das Stück.
              ich kann ja mal die Preise aufschreiben.
              es gibt normales Fleisch abgepackt, du kannst an der Theke beim Edeka auch dryaged Rindfleisch bekommen, in den reifeschrank man man reinsehen. ich kann seranoschinken oder parmaschinken mir abschneiden lassen. es ist alles im Überfluss da.

              0
              • fingerphilosoph sagt

                Brötchen, das ist gar nicht das Problem. Ich kann bei einem Flug first, business oder economy class buchen und entweder 3000,- oder 300,- hinblättern. Ich kann auch mit einer Billigfluglinie für 30,- Euro fliegen. Ich bin als Fluggast trotzdem nicht für technische Mängel am Billigflieger verantwortlich. Kein Flugzeugbauer kann und darf technische Mängel damit rechtfertigen, dass der Fluggast nicht mehr Euronen für den Flug rüberschiebt. Nochmal: Wenn das Flugzeug abstürzt, ist nicht der Fluggast daran schuld, ganz egal, wieviel er bezahlt hat. Auch wenn der Flugzeugbauer von der Pleite bedroht ist, darf er die Flieger nicht unter Preis verkaufen und stattdessen am Material sparen, was die Absturzgefahr erhöht, oder Sicherheitsbestimmungen außer Acht lassen. Wenn er es trotzdem tut, wird er zu Recht dafür verantwortlich gemacht.

                Es wäre eine Katastrophe für den Flugverkehr, wenn die Fluggäste mit ihrem Geldbeutel darüber entscheiden könnten, welches Material für die Flugzeuge verwendet wird oder welche Sicherheitsbestimmungen gelten.

                Tierschützer und Bauern reden ständig aneinander vorbei. Eine nicht tiergerechte Tierhaltung (=Massentierhaltung) ist für den heutigen Tierschützer ein technischer Mangel, der nicht sein darf, unabhängig vom Preis, den der Verbraucher dafür bezahlt. Der Bauer hingegen tut so, als wäre eine tiergerechte Haltung bloß ein Unterschied, der auf der Ebene first, business oder economy class spielt.

                Dabei ist noch nicht mal klar definiert, was „tiergerecht“ bedeutet. Für den Tierschützer bedeutet „tiergerecht“, dass das Wesentliche die natürlichen Bedürfnisse des Nutztiers sind und Mensch und Technik sich diesen Bedürfnissen beugen.
                Für den Landwirt bedeutet „tiergerecht“, dass das Nutztier den menschlichen Bedürfnissen und den technischen Möglichkeiten unterworfen und durch Züchtung/Genom Editing dementsprechend gestaltet wird.

                3+
                • Brötchen sagt

                  „Für den Landwirt bedeutet „tiergerecht“, dass das Nutztier den menschlichen Bedürfnissen und den technischen Möglichkeiten unterworfen und durch Züchtung/Genom Editing dementsprechend gestaltet wird.“

                  das ist nicht so korrekt, das ist deine Unterstellung.
                  ich arbeite nicht so! wir rennen uns die Beine aus dem Leib, um die Tiere gut zu versorgen.

                  1+
                • fingerphilosoph sagt

                  Ist es nicht so, dass die Tiere und Pflanzen in den vergangenen Jahrzehnten ständig auf Hoch- und Höchstleistung hin gezüchtet wurden? Wem dient das? Etwa dem Tier oder der Pflanze?

                  Ist es nicht so, dass gerade Du mir erzählt hast, dass heutige Schweinerassen bei geringerem Futterbedarf mehr Muskelmasse und heutige Kühe bei weniger Futterbedarf mehr Milch produzieren? Wem dient das? Etwa dem Tier? Oder dem Geldbeutel des Bauern?

                  Ist es nicht so, dass von dieser Hochleistungszüchterei aufgrund der Überproduktion und der Krankheitsanfälligkeit wieder Abstand genommen wird, und nicht, weil für die Bauern plötzlich die natürlichen Bedürfnisse des Tiers im Mittelpunkt stehen?

                  Ist es nicht so, dass die Betriebe durchtechnisiert werden, um Arbeitskräfte zu sparen, und nicht wegen der natürlichen Bedürfnisse der Tiere, auch wenn dank Melkrobotern Euterentzündungen zurückgehen und nebenher eine E-Massagebürste erfunden wird?

                  3+
                • Obstbäuerin sagt

                  Während der Tierschützer seine Ideale und Vorstellungen vollkommen losgelöst von ökonomischen Betrachtungen durchgesetzt bekommen möchte, kann der Bauer nur im Rahmen seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten diesen Forderungen nachkommen. Bekommt der Tierschützer mit seinen Forderungen die Oberhand, bleibt der Bauer auf der Strecke. Gilt auch für andere Bereiche der Landwirtschaft.

                  1+
                • Brötchen sagt

                  fingerphilosoph!
                  das eine schliesst das andere nicht aus!

                  viele Grüsse!

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                • fingerphilosoph sagt

                  Wenn Tierwohl und Tierliebe offenbar nur da funktionieren, wo das Eine das Andere nicht ausschließt, gibt es für den Verbraucher keinen triftigen Grund, das Tierwohl nochmal extra zu bezahlen. Das ist der springende Punkt, Brötchen.

                  0
                • Brötchen sagt

                  ich bezahle für biomilch, weil ich die Haltung unterstütze! viele Produkte haben heuten einen Wert, der ideell zugewiesen wird und nicht am Produkt direkt zuordenbar sind.
                  moderne züchtung kann sehr vielfältige Anforderungen an das zuchtziel durch moderne Methoden ausgleichen, die scheinbar nicht vereinbar sind. das ist eine rechentechnische Leistung indem sehr viele informationsquellen zusammengeführt werden. das ist ein ständiger Prozess, der durch ständige Arbeit mit den Tieren rückgekoppelt wird. das ist keine zaubertechnik, es wird immer noch gezählt, gewogen, gemessen.
                  Du hast eine Vorstellung, jedenfalls macht es den Anschein, es ist alles automatisiert.
                  in der schweinehaltung läuft eine Futterkette mit ein paar angesteuerten ventilen oder die Lüftung misst eine Temperatur und macht eine Klappe auf und zu. die kann ich auch mit der Hand auf und zu machen.

                  0
                • Inga sagt

                  Natürlich Fihngephilosoph werden tiere und Pflanzhen zu unserem nutzen zu Nutztiere und -pflanzen gezpüchtet.

                  „Ist es nicht so, dass die Tiere und Pflanzen in den vergangenen Jahrzehnten ständig auf Hoch- und Höchstleistung hin gezüchtet wurden? Wem dient das? Etwa dem Tier oder der Pflanze?“
                  Da hängen mehrere Industireien dran, nich tnur der bauer alleine!
                  Und er Nutzen des Menschen ist eben die Lebensmittel so billig wie möglich zu konsumieren,
                  dann müssen solche Tiere gezüchtet werden, die dann mit wenig „Input“ Futter sehr viel „Output“ Leistung für Menschen erbringt. Das schlägt sich dann im Preis nieder!
                  Nutzen für uns Menschen!
                  Wenn das aber nicht mit der Gesundheit der Tiere in Einklang zu bringen ist, nimmt man wieder Abstand von dieser Art Vorteilnahme,
                  aber erst in 2.. Linie weil man Tiere schützen will oder die B4eddürfnisse er Tiere im Mittelpunkt stehen, und in 1. Linie aus Kostengründen, weil ein krankes Tier im Bestand ja keine Leistung bringt! (z.B. weniger Milch gibt).
                  Beim Geldverdienen kann man sich keine Sentimentalitäten leisten.
                  Das machjst du ja beim Fliegen auch nicht, oder?

                  Deshalb ist es auch so, dass die Betriebe durch technisiert werden, um Arbeitskräfte zu sparen, und nicht wegen der natürlichen Bedürfnisse der Tiere, auch wenn dank Melkrobotern Euterentzündungen zurückgehen und nebenher eine E-Massagebürste erfunden wird.

                  Im einem echten konventionellen betrieb ist es shcon lange so
                  und im Obstbau teilweise noch immer, dass Fremdarbeiter mithelfen.

                  Damit das Obst nicht so teuer wird, werden da nur Billiglohnempfänger angestellt, viel aus Osteuropa und wen diese noch den vollen Mindestlohn bekommen müssen, dann macht mancher Obstbetrieb zu, wie du hier des öfteren erfahren konntest.
                  Im Ausland, die einen geringeren Mindestlohn haben, die können dann das Obst und Gemüse billiger herstellen und hier in D auf den Markt fahren.
                  Was die für Pestizidrückstände haben, weil vielleicht anderes PSGesetz, weiß ich nicht!
                  Wie ökologisch ist das???

                  1+
                • Inga sagt

                  Ja Brötchen,
                  die Klappe hat man früher bei noch niedrigeneren Beständen im Stall mit der hand zu gemacht.
                  Dabei hat man die Tiere gleich wegen ihres Befinden beobachtet.
                  Da war das Fleisch und die Wurst noch teurer und eine Familie konnte von einer überschaubaren Zahl an Nutztieren leben.
                  Nebeher sie noch besser beobachten und Stroh enstreuen!

                  Heutzutage, wo alles automatischer funktioniert, muß manextra inden Stall gehen, das Licht anmachen, die Tierr stören, wenn man mal ihre Befindlichkeit beobachten will!

                  0
                • Inga sagt

                  Der Fluggast kann sehr wohl mit der Wahl seiner Linie aussuchen was für eine qualitativ gute Ausstattung im Flugzeugsitz ist.

                  Und der Verbraucher kann auch mit seinem Konsum und Wahl von Obst und Gemüse Einfluss auf die Qualität dieser nehmen,
                  wusstest du das nicht?

                  Hast du denn von Ökonomie keine Ahnung, Fingerphilosoph?
                  Der Kunde ist König und was er verlangt das ordert der Supermarkt.
                  Wenn er nur eingepackte Billigwurst will dann legt er das in sein Kühlregal, will der Verbraucher aber teurere handgemacht qualitativ bessere Wurst vom Metzger seines Vertrauens, dann nimmt er eine Filiale des örtlichen Metzgers in sein Supermarkt.
                  Wenn in diese Filiale von den Kunden mehr gekauft wird, dann wird eben weniger Verpackte Billigwurst und Fleisch im Kühlregal gekauft.
                  Der Dorfmetzger kann zu den Bauern gehen und sagen ich nehme die Schweine aus deiner Freiland Haltung und bezahle dir das 1.5 fache des üblichen Preises.
                  Wenn der Bauer dann eine große Weide neben dem Stall hat dann kann der aber sehr viele Schweine da drauf rum laufen lassen und den höheren Preis erzielen. Die Schweine haben dann mehr Platz.
                  Der Dorfmetzger macht dann eine ganz große Werbekampagne und verkauft seine Ereignisse von dem Bauern seinen Schweinen dann teurer, denn er muß ja das mehr an Geld, das er an den Bauern bezahl in den Verkaufspreis seiner Wurst mit einkalkulieren, oder nicht?

                  Natürlich ist Massentierhaltung in engen Ställen mit der Billigklasse im Flugzeug vergleichbar.
                  Der Stall kostet Geld, das Flugzeug kostet Geld
                  beide müssen arbeiten (für Geldeinnahmen genutzt werden) damit das Geld wieder rein kommt.
                  wer nicht so viel bezahlen will bekommt nicht so viel Platz, also eine Billigklasse.

                  Wer mehr bezahlen will, mehr vom teuren Flugzeug haben will, kann eine teurer Klasse nehmen und mehr Platz.

                  Also der m² kostet Geld, egal im Stall oder Flugzeug!

                  Und wenn der Verbraucher mehr Billigwurst kauft, dann fördert er billige Schweinehaltung.
                  Der LEH nutzt das noch aus und drückt die Preise, alles schon hier zu genüge diskutiert und in Bauer Willis Buch steht es auch.
                  Hast du schon mal einen erwachsenen Bauer gesehen, der auf den Knien lag oder stand seine Zuckerrübenpflänzchen auf dem Acker gezählt hat?
                  Du bist bestimmt vorbei gefahren und hast ihm respektlos einen Vogel gezeigt.

                  Der arme Bauer muß sehen ob auf dem Acker auch genügend Pflanzen wachsen, damit sich der teure Einsatz mit der modernen Technologie auch bezahlt macht.
                  Platz ist Geld, egal im Flugzeug, im Stall oder auf dem Feld!

                  Wußtest du das nicht?
                  Nicht nur Zeirt ist Geld, sondern auch Platz ist Geld!

                  Ist doch logisch, oder?

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            • Schmeckt gut sagt

              Leider muss ich immer wieder darauf hinweisen. Es gibt nicht den Bauern, der dem Handel sagen kann, ich verkaufe aber nur zu diesem Preis. Einige Genossenschaften haben versucht, Bauern mit zu den Preisverhandlungen zu nehmen. Es blieb aber bei den Versuchen, weil der LEH gesagt hat, wir verhandeln nicht mit den Bauern über deutschlandweite Aktionen. Druck auf die Vorstände und Aufsichtsräte auszuüben kann helfen, bei Inhabergeführten Unternehmen ist dies zwecklos. Für uns Bauern ist aber eins sehr wichtig – wir müssen unsere Erzeugnisse verkaufen, sonst droht die Pleite. Genau dies wissen die Ein- und Verkäufer. Helfen kann nur die Politik, indem die Rechte von EO’s und auch Bauern insgesamt gestärkt werden. Aber ist dies im Interesse der Politik? Nochmal: Mittlerweile werden über 60% der Frischeprodukte über Aktionen und Discounter verkauft – mit steigender Tendenz. Wie sollen kostendeckende Preise für die Bauern gesichert werden? Ich persönlich sehe eher eine Erosion der Preise. Sichere Kalkulation geht anders und auf dieser unsicheren Grundlage zu investieren, geht nun einmal garnicht. Umstellung auf Bioanbau? ich sage nur LIDL und Bioland, Kaufland und Demeter, Edeka und Naturland…. wird auch nur mit Rationalisierung gehen = Industrialisierung. Gute und umsetzbare Vorschläge sind nötig. Die anstehende Volksabstimmung in der Schweiz wird zeigen, ob in einem Hochpreisland eine Wende gewünscht ist. Und wenn ja, ob sie gelingt. TIWAS, wie wäre es denn, einmal etwas Substanzielles beizutragen? Der Verzicht auf alle Hilfsmittel ist doch wohl etwas platt und billig. Sind ihrer Meinung nach denn wenigstens Kulturschutznetze erlaubt? Ohne solche werden wir nicht auskommen. Plastikmeer inklusive.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @fingerphilosoph

              Mit diesem Beitrag zeigst Du mal wieder, dass du keine Ahnung von der Materie hast, was die Bauernseite betrifft. 🙁

              1+
              • fingerphilosoph sagt

                Verkaufen Sie Ihre Äpfel an einen von diesen Saftherstellern, die ihren Saft mittels Hochdruck behandeln und ihn mit „schmeckt wie frisch gepresst“ bewerben.

                0
                • Thomas Apfel sagt

                  Was soll das denn? Mir muss doch Jemand der den Markt und die Absatzschienen nicht kennt, nicht erzählen wo ich meine Äpfel vermarkten soll. Das ist als Antwort zu wenig. Es geht auch nicht um meine Äpfel, sondern um die Stellung des Bauern im Markt.
                  Unsere“ Machtmittel „waren die Berufsverbände und die anerkannte Fachwissenschaft im politischen Geschäft. Die Genossenschaften sind unsere „Marktmacht“ im wirtschaftlichen Geschäft. Das war bisher so, wird im Moment aber durch nicht demokratisch gewählte Kräfte und Verhetzer ausser Kraft gesetzt. Der Markt ist so wie er ist und lässt sich nicht durch plumpe Aufforderungen Dinge zu ändern, die ich objektiv nicht ändern kann, beeinflussen.
                  Es ist ohnehin schon schwer am Markt zu bestehen, da haben mir Klugscheisser mit wohlfeilen Sprüchen gerade noch gefehlt.

                  1+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Letztes Jahr habe ich alle Äpfel eingeschlagen, das gibt Obstbrand, mit dem Schaps können sie einen heben, wenn der Magen rebelliert, oder auch nur die Birne vollhauen.

                  Apfelsaft mittels Hochdruck zu behandeln, nie gehört, sie meinen Apfelsaftkonzentrat? Da ist Vakuum im Spiel.
                  Kaufen sie einfach Direktsaft, das ist das drinnen, was darauf steht.
                  Sie können auch Apfelschorle kaufen, da können sie sicher sein, dass die meisten der Äpfel in China wuchsen.

                  2+
                • fingerphilosoph sagt

                  Einfach mal googeln unter: Hochdruckpasteurisierung. Die Säfte und Smoothies sind besonders in smarten Kreisen absolut hipp (und deshalb nicht gerade billig).

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                • Inga sagt

                  Ja „hipp“ Fingerphilosph
                  ist noch lange nicht gut.

                  Das ist bestimmt eine neue Technik die ich nicht kenne, ob sie nun einen Vorteil für die
                  Saftqualität hat
                  oder für
                  Billigherstellung hat,

                  weiß ich nicht, jedenfalls muß sich die Maschine bezahlt machen, amortisieren!

                  Verdienen kann man damit bestimmt so und so!

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              • Inga sagt

                Er lernt doch noch, Ehemaliger,

                wenn man in der LW nicht groß geworden ist,
                dann muß man die Thjematik eben mehrmals „durchkauen“ bis sie sitzt, lass ihn doch fragen!
                Dafür ist der blog doch da!

                Nutztierhaltung ist ekien Streichelzoo, wenn der Kudne fürdie Prodzukte nicht bezhalenwill, der LEH es ihm billig anbieten will, wegen Kundenbindung

                dann kommt eben aus seiner Sicht
                „Billighaltung“ bei raus!

                Diese Billighaltung ist zwar ohne Stroh, aber dafür mit Klimaanlage und Heizung.

                Bring das mal auf einen Nenner, als Berufsfremder.
                Dazu noch diese flasche ode rübertriebene Darstellungen in den Massenmedien!

                0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Wenn man sich nicht auskennt, kann man Fragen, warum es so ist, wie es ist, aber nicht seine Weisheiten mit päpstlicher Unfehlbarkeit verbreiten.

                  4+
                • Inga sagt

                  Richtig,
                  fragen können Fingerphilosoph und andere Städter so viel sie wollen,
                  weil sie keine oder weniger Ahnung, Erfahrung deswegen vielleicht auch die falsche Vorstellung haben, wie wir, die mit all den Tieren auf dem Hof groß geworden sind.
                  Aber nicht frech werden und uns Bauern Vorschriften machen wollen, denn zeugt nur von ihrer Dummheit, denn manche sind ja stolz darüber.
                  Und zeugt von fehlenden Respekt!
                  Eine Verarmung der Ethik und des Anstands der Respektlosen, oder nicht?

                  0
            • Thomas Apfel sagt

              Diese Ansicht ist meiner Meinung nach genauso einseitig und unsinnig wie das „Verbraucher-Bashing“ der Bauern als Reaktion auf das „Bauern-Bashing“ durch Teile der Verbraucher.
              Der einzelne Bauer ist im Marktwirtschaftlichen System der Restgeldempfänger. Es lässt sich nicht logisch erklären, weshalb ich für meine Äpfel 2019 20 Cent bekomme und 2018 75 Cent möglich waren, ohne dass sich die Endverbraucherpreise im LEH wesentlich geändert hätten (langfristig planen und kalkulieren könnte ich bei 42 Cent/kg). Die Player im LEH sind Kaufleute und preisen den Marktdruck mit ein. Sie verkaufen deshalb nicht mehr Ware, verdienen aber mehr Geld.
              Marktwirtschaft ist produktiv und erzeugt Überfluss. Planwirtschaft kann die Ressourcen schonen, erzeugt aber Mangel.
              Eine Möglichkeit das Ganze zu steuern und die Forderungen der Gesellschaft an die Produktionsweise umzusetzen wären Mindestpreise (die derzeit nur national funktionieren würden ).
              Dem steht das Interesse der Industrie (die unseren Wohlstand garantiert) nach offenen Grenzen entgegen.
              Lieber FiPhil., erklären Sie mir doch mal wie ich als Stadt-ferner Erzeugerbetrieb anders als durch Produktivitätssteigerung (abseits von Nischen) aus dieser Nummer rauskomme.
              (Stückkostenführer bei Apfel ist übrigens Südtirol mit 70% höheren Erträgen als Deutschland und auch das beeinflusst in marktwirtschaftlicher Logik die erzielbaren Erzeugerpreise))

              1+
              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Thomas Apfel,
                du darfst nicht Polen vergessen, deren Ernte lag letztes Jahr bei 5 Millionen Tonnen, bei einem Eigenverbrauch von 500.000 Tonnen.

                Dazu kommt noch das die Polen von der EU 50% der Neuanlagen bezuschusst bekommen und Polen legt noch 25% obendrauf.

                Deshalb können die Aggressiv mit billiger Ware verkaufen, zu Preisen mit denen Du nicht mithalten kannst.

                2+
            • Inga sagt

              Wie bist du denn drauf, fingephilosph?

              Ja, du hast Recht,
              „Ein Verbraucher braucht in etwa immer dieselbe Menge Nahrungsmittel. Er braucht den Liter Milch, egal ob der nun 30 Cent kostet oder 3 Euro. Der Verbraucher kann sich nur deshalb für Billigpreise entscheiden, weil diese bereits so auf dem Etikett stehen.“

              Nur für eine Geringverdiener oder Hatz4ler-Familie mit mehren Kindern ist es nicht egal! Willst du den armen Kindern die Milch nicht gönnen?
              Und so Leute wie du, die sind froh wenn sie in Nahrungsmittel sparen können, damit sie sich mehr Fernreisen oder interessante Konsumgüter wie SUVs usw. leisten können.
              Was denkst du, was das die Wirtschaft und Industrie anfeuert!
              Und auch sozialen Frieden schafft, oder nicht?

              „Wer sich als Fluggast in einen Flieger setzt, hat nicht die Verantwortung dafür, wenn das Flugzeug technische Mängel aufweist, ganz egal, ob er für den Flug 30,- oder 3.000,- Euro bezahlt.“
              doch er kann regulieren ob er lieber viele Billiglines oder teure Fluglinien bevorzugt, wo das Flugpersonal noch gut entlohnt wird, vielleicht auch mehr Sicherheit geboten wird!?! Vielleicht auch Umweltfreundlicher fliegt!?!

              „Hätten die Bauern darauf bestanden, dass eine dem Tier angemessene Tierhaltung ihren Preis hat und hätten sie sich auf Kosten von Tier, Pflanze und Umwelt nicht permanent gegenseitig unterboten, wäre die Preisgestaltung für Nahrungsmittel heute eine andere. “

              Wie sollten sie denn das in den 50igern machen? Die Politik war doch viel u stark, gerade nach dem Krieg, wo man hier 12 Mill. Menschen mehr von der gleichen Fläche ernähren musste.
              Und die Vermarktung liegt nicht in des Bauern Hand.
              Oder jede Familie damals in der Wohnungsnot müsste für sich ein ganzen Schwein kaufen, schlachten und aufbewahren. das hätte ja ein Jahr lang gereicht, dann brauchten wir den Fleisch- und Wursthandel und die später daraus entstandene Industrie und LEH nicht.

              Dann würde jede Familie mit dem Bauern kaufen und verhandeln, dann könnten wir auch Bio wirtschafteten und hätten auch nicht so viel Überschüsse.
              Der Bauer könnte sich mehr dem Naturschutz in seiner Flur kümmern, ohne das der Staat dafür extra Geld in Form von Subventionen ausgeben müßte.
              Das Leben wäre ehrlicher, Die Städter müßten besser einteilen lernen und hätten mehr Verbindung zur Natur und ihren Gesetzen!
              Und die Bauern bräuchten sich nicht so diskriminieren lassen wie jetzt, wo alle Verantwortung auf ihn geschoben wird.
              Er ist entrechtet worden,denn der Kunde ist König im LEH und kauft deswegen was er möchte, vielleicht bevorzugt er mehr Quantität als Qualität, deswegen die Differenz zwischen Bioprodukte wünschen und kaufen, bzw. bezahlen wollen.

              Wenn er schon Bio möchte, dann muß er sich das leisten wollen und nicht so machen als ob, denn davon kann kein Narhungsmittelerzeuger existieren, da darf er sich nicht drauf einlassen, wenn er in die Pleite wirtschaften will und seiner Familie viele Existenzsorgen bereiten will. Denn die gehen ja auch auf die Gesundheit, willst du das, nur damit du dir ein SUV leisten kannst??
              Ich hatte den Eihndruck, du hättest hier im Blog echt was gelernt.

              Und die Ländereien müssen des Bauern Eigentum sein, damit er sie ordentlich behandelt und bewirtschaftet. Das ist ein ökonomisches Gesetz! (siehe landw. Erlös pro ha zwischen Kapitalmus und Sozialismus) Und das kommt ja dem Verbraucher zu Gute, oder nicht?
              Davon hat der Bauer aber nix. Weil er ja seinen Arteitsplatz nicht verkaufen kann, höchstens Nebenerwerbslandwirte, die in der Industrie einen sicheren Job haben.
              Also darüber brauchst du nicht neidisch zu sein!
              Ich dachte das hättest du hier im Blog was gelernt.

              2+
              • fingerphilosoph sagt

                Einen Haufen Geld bezahlen, um umweltfreundlich zu fliegen? Haha, das ist ein guter Witz. 🙂
                Liebe Inga: egal, wieviel Geld ich bezahle, Fliegen ist NIE
                umweltfreundlich, es sei denn, ich fliege im Ballon.

                Egal, wieviel ich bezahle, ich habe damit keine Kontrolle darüber, ob das Personal gut behandelt wird. Ein teurer Flug heißt nicht automatisch, dass das Personal gut behandelt wird.

                Genausowenig Kontrolle habe ich darüber, ob der Bauer seine Tiere gut behandelt oder nicht, egal, wieviel ich bezahle.
                Egal, wieviel Geld ich für Milch bezahle, deshalb wird die industrielle Landwirtschaft nicht wieder abgeschafft. Denn auch die Bio-Landwirtschaft ist industriell.

                Es ist ganz einfach: je mehr Leute Bio kaufen, desto mehr nähert sich Bio der konventionellen LW wieder an und der Begriff „Bio“ verliert dabei peu à peu seine ursprüngliche Bedeutung, wird aufgeweicht und verkommt zum Etikettenschwindel. Deshalb liegt mir auch nichts mehr an „Bio“ oder irgendwelchen Tierwohl-Labels oder Marken. Ja, genau: das habe ich hier auf diesem Blog gelernt.

                Und wenn ich bis jetzt noch keinen SUV habe, dann habe ich spätestens jetzt große Lust gekriegt, mir einen zu kaufen.

                1+
          • Rischels sagt

            @Bauer Willi: „Die größte Wahlurne der Welt ist die Scannerkasse im Supermarkt. Dort wird täglich (!) abgestimmt. Wenn also mehr Verbraucher eine andere Form der Landwirtschaft durch ihre Wahl belegen, werden wir diese Nachfrage auch bedienen. Verarbeiter von Biomilch (Molkereien) nehmen derzeit umstellungswillige Landwirte nicht mehr auf, weil die Nachfrage fehlt.“
            Da gebe ich Ihnen im großen Ganzen recht, aber einen ebenso großen Anteil haben die Supermärkte selbst. Beispiel: Regelmäßig ist die Biomilch schnell ausverkauft, während von der normalen Milch noch jede Menge vorhanden ist. Ich fühle mich von der Supermarktleitung zu einem bestimmten Kaufverhalten gedrängt, lasse mich da nicht beirrren, aber nicht jeder hat die Möglichkeit, dann noch woanders einzukaufen. Ich vermute, dass die Gewinne bei vielen Bioprodukten für die Supermärkte geringer sind als bei Nicht-Öko-Produkten, weshalb sie mengenmäßig entsprechend weniger davon anbieten. Auf diese Weise greifen dann doch viel Kunden, die Bio bevorzugt hätten, mangels Masse zu Nicht-Bio-Produkten und der Supermarkt hat den angestrebten Gewinn.

            0
        • Bauer Willi sagt

          Und noch was. Ich möchte statt Subventionen lieber faire Preise. Wenn Sie das auch so sehen, sind wir schon zwei…

          4+
          • tiwas sagt

            an Bauer Willi: „Und noch was. Ich möchte statt Subventionen lieber faire Preise. Wenn Sie das auch so sehen, sind wir schon zwei… “

            Ja, bin dabei!

            3+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie möchten lieber faire Preise?

              Jetzt war ich doch der Meinung, dass sie bei ihrer Wirtschaftsweise – die sie von andern fordern und hoffentlich auch selbst anwenden – genügend Geld verdienen.

              Oder doch nicht?

              Warum soll dann der konv. Landwirt Brennesselbrühe ansetzen, wenn der Erlös genau so beschissen ist?

              1+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ sagt der Volksmund, da ist in der Tat was dran. – Wie oft wurde die Öffentlichkeit schon verschaukelt?
          Im Alltag: Es wird gespritzt, wenn ein Anwohner fragt, was das ist, sagt der Bauer nur „Ach, das Übliche“ oder „Das geht dich einen Dreck an!“ „Ich spritze, was ich will!“.“

          Sie werden es es kaum glauben, auch Bauern lesen böswillige Kommentare die darauffolgenden Leserbriefe, sie lesen auch in Foren mit, deren Beiträge dermaßen unter die Gürtellinie gehen.

          Wenn ein Anwohner vernünftig mit dem Bauer spricht, wird er auch ein vernünftige Antwort bekommen, der Anwohner wird auch erfahren, dass er nicht das spritzt was er will, sondern Mittel die auch zugelassen sind.

          Leider ist es so, dass man dem Bauer jede Schandtat zutraut und Menschen wie sie befeuern noch diese Meinung.

          Eine Frage hätte ich noch, wer kauft eigentlich die Lebensmittel von konventionellen Bauern noch?

          El, dessen ehemalige Produktionsfläche alles andere, als ein industrieller landw. Betrieb war.

          4+
  2. tiwas sagt

    Ist doch schön, wenn sich der so vielbescholtene Konsument einmischt, oder. War das nicht der Wunsch?
    Dass es der Wunsch der Konsumenten ist, nicht vergiftet zu werden, sollte schon akzeptiert werden können, ohne dass einem der „Blutdruck … deutlich über dem Normwert“ ansteigt.

    Nein, es ist eben n i c h t Privatsache, wenn unsere Lebensgrundlagen zerstört werden.

    Zauberlehrlinge auf Treckern spritzen Zeugs, was nur durch Finten und Gesetzes-Schlupflöcher (die auch bald geschlossen werden) überhaupt im Umlauf ist. Die Interaktionen der vielen Chemikalien ist weder erforscht noch bekannt.
    Trotzdem immer feste druff.

    Nein, auch wenn man – vermeintlich – sich im Recht befindet, es ist nicht immer richtig.
    Ein vernünftig fühlender, denkender und im stillen Kämmerlein in sich gehender Landwirt wird es auch wissen, was der Begriff „Recht und Billigkeit“ bedeutet. Die Billigkeit habt ihr nicht! Es wird nicht gebilligt, was Sie tun!

    Fakt ist, es ist etwas in Bewegung gekommen und wir erfreuen uns dieser Dialogseite, um es zu betrachten.

    0
    • Inga sagt

      Hallo Tiwas,

      also bist du kein Landwirt und hast da auch keine Ahnung von, trotzdem hast du in den ersten beiden Sätzen recht.

      Wenn man da mitdiskutieren will, um das Recht einzufordern, gesunde Lebensmittel in diesem unserem Land kaufen zu können, dann kann man nicht dazwischen gehen, wie ein Elefant im Porzellanladen, wo ist denn deine Kinderstube?

      Jede Putzfrau muß, um in Unternehmen, das Lebensmittel herstellt einen Gesundheitspass haben, auch wenn man im Verein oder Kindergarten die Würstchenbude betreibt, das wirst du doch wohl wissen, oder ist es mit deine Allgemeinbildung nicht so weit her?

      Und du kannst keinen ausgebildeten Landwirt nicht als „Zauberlehring auf dem Trecker beschimpfen. Das ist ja eine Beleidigung, oder? Aus welchem Nest kommst du, ist da bei Euch so üblich?
      Hast du wenigsten schon mal im Garten geholfen?

      Wer hier Zauberlehrling ist, bist du, wenn du mal Trecker fahren dürftest.
      Aber eine Feldspritze bekommst du von einem Verantwortlichen Landwirt nicht angehängt, denn wäre ja für dich Zauberlehrling viel zu gefährlich.

      Außerdem würde er sich da strafbar machen.

      Denn du hast ja kein

      Neue Pflanzenschutz-Sachkundenachweise und Fortbildungsverpflichtungen

      Unerforschte Mittel kommen gar nicht in den Handel, das weiß du aber gar nicht, weil du keine Ausbildung hast, aber Leute mit der Feste Druff Theorie müssen ja so denken. Ob die auch sachlich bleiben können?

      Und diskutiert wird schon lange drüber,hast du das verschlafen?
      Hast du mal was vom integrierten Pflanzenschutz gehört?

      Aber wen du nach der Theorie lebst „immer feste druff“ dann willst du das ja gar nicht wissen, sondern nur stänkern.
      Warum sind Bauern Leute 2. Klasse, stammst du nicht auch von einem Bauern ab?
      Warum haben die Bauern denn keine Billigkeit, wer behauptet denn das?
      Ist das Theorie vondeiner Oma, bist du ein ewig gestriger?

      „Nein, es ist eben n i c h t Privatsache, wenn unsere Lebensgrundlagen zerstört werden.“

      Bauern zerstören keine Lebensgrundlage, denn dann würden sie ja ihren Arteisplatz vernichten!

      Fang erstmal klein an zu fragen, z.B. warum wir die Pflanzen mit so giftigen Sachen vor Schädlingen schützen müssen.

      Warum schützt dich der Arzt mit giftigen Medikamenten auch vor einer Krankheit?
      Warum muß die Schwester eine bestimmte Fortbildung haben um Medikamente aus zuteilen und auch um Spritzen zu setzen?

      So geht es in der Landwirtschaft auch zu.

      Und wenn die NGOs oder Massenmedien da auch noch Schlagzeilen draus machen wollen, dann sollen sie, so einfache Leute wie du fallen da ja drauf rein.

      Aber du willst ja diskutieren,
      dann fang an u fragen
      oder lese Bauer Willis Buch, da steht alles drin.

      2+
      • tiwas sagt

        an Inga: Von Ihnen wieder iel emotionaler Krimskrams, aber was soll´s. es ist ja Karneval.
        „Lebensgrundlage“ ist eine möglichst unbelastete Umgebung. Das gezielte Einbringen massiver Gifte gehört zur Kategorie fahrlässiger Körperverletzung bis hin zu gefährlicher Körperverletzung.

        Sie denken mit Barrieren, das Empathische ist scheint´s erst gar nicht ausgebildet. Nur ich-ich-ich.

        Jeder so, wie er es kann…

        Hier mal was zu ihren völlig „unbezweifelbaren“ Giften: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-02/glphosat-pestizide-zulassung-verlaengerung

        0
        • Mark Rössler sagt

          Toller Artikel…
          Wir leben in der EU, die Prüfung ist schon lange gelaufen und alle gesetzlichen Anforderungen wurden mit dem Antrag erfüllt.

          Das Deutschland seiner Verantwortung EU-Recht in nationales umzusetzen ist nichts neues und gehört endgültig abgeschafft. Dazu liegen ja mittlerweile dutzende Klagen vor, wo Hersteller die Zulasssungsbehörden wegen Verschleppung verklagen.

          0
          • tiwas sagt

            an Mark Rössler: Falsch, die Prüfungen sind nicht gelaufen. Es gibt praktisch eine zwangsweise Duldung, weil man eben nicht geprüft hat.

            Und es kann kein Mensch sagen, was die Unzahl an verschiedenen Chemikalien aus Bioziden und Kunstdüngern im Boden anrichten.
            Insbesondere, wenn sie mitzeinander reagieren.
            Wer das behauptet, ist schlichtweg ein Scharlatan und wer es gar glaubt, ist irre.

            Alleine aus dem Grund gehören schon alle diese Stoffe in der Anwendung in der Umwelt verboten, sofern sie in Serie ausgebracht werden.
            „Bedenklich“ wäre da ein sehr sanfter Begriff, aber schon der müsste schon zum sofortigen Stopp der Chemie-Cocktails führen.

            Wer solche Chemie-Cocktails ausbringt, muss schon von „besonderer Natur“ sein.
            Diese Vergifter gilt es zu stoppen – in ihrem eigenen Interesse.

            2+
            • Mark Rössler sagt

              Ihre Beleidigungen könnten Sie gerne unterlassen, runden aber den Eindruck ab, den man von Ihnen hier bekommt.

              Es gab keine Prüfung durch die EFSA?
              Dann wäre die EU-Zulassung ja gar nicht zu Stande gekommen.
              https://ec.europa.eu/germany/news/20171127GlyphosatFragenAntworten_de

              Und die Verlängerung der Zulassung muss anschließend in nationales Recht übernommen werden, ist nicht nur beim Pflanzenschutz so. Die Verzögerung durch deutsche Behörden führt eben zur automatischen Verlängerung.

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              • tiwas sagt

                an Mark Rössler: Wie konnte ich Sie beleidigen? (Welcher Schuh passte?)

                Die von Ihnen so hochgejubelte EFSA ist nicht unabhängig. Sie arbeitet für die Firmen, die sie kontrollieren soll. Das ist mehr als ein Neutralitätskonflikt, wegen sowas werden Richter in einem Prozess wegen Befangenheit erfolgreich abgelehnt! U.a. hat die EFSA, genau wie die deutsche BfR, komplette Texte des Glyphosat-Herstellers Monsanto in ihr eigenes Unbedenklichkeits-Gutachten übernommen. Eigene Krebsstudien wurden nicht vorgenommen, dem Auftraggeber und der Öffentlichkeit bis zum Zeitpunkt einer Befragung durch die Parlamente aber vorgegaukelt. Fazit: „Expertisen“ von dieser „Behörde“ werden wegen Befangenheit und Abhängigkeit strikt abgelehnt!

                Sie können also Ihr einstudiertes Sprüchlein so oft abfideln, wie Sie wollen, es wird nicht besser oder wahrer dadurch.

                Im Übrigen bitte ich um mehr Gelassenheit, es wird sich schon alles finden. Immer mehr Betroffene werden ihre Stimme erheben und Klarheit einfordern.
                Nur wer Rückstände von Giften in seinen Erzeugnissen abliefert, hat Totaleinbußen zu befürchten, die anderen ja nicht. Und soviel steht fest, erneute „Anpassungen“ der Höchstwerte wird es so rasch nicht mehr geben!

                Das kann Ihnen doch auch recht sein, oder?

                0
                • Mark Rössler sagt

                  Ach herrje,,,
                  Nun kommen noch Verschwörungstheorien.
                  Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit ihrer Einstellung.

                  Haben Sie mal einen Bauantrag gestellt?
                  Hat die genehmendige Behörde da gar die Passagen aus dem Bauantrag übernommen?
                  Wie viel haben Sie denen bezahlt?
                  https://www.bfr.bund.de/cm/343/offener-brief-des-bfr-an-doz-dr-stefan-weber-sachverstaendiger-fuer-plagiatspruefung.pdf

                  Wie kann man nach 2 Jahren immer noch auf solche „Theorien“ herein fallen und hat in der ganzen Zeit nicht eine einzige Sekunde zur Recherche genutzt um mal die Grundsätzlichen Verfahren bei Zulassungen zu verstehen und worum es geht?
                  Die sind weltweit bei den Industriestaaten sehr ähnlich und berufen sich auf Richtlinien (zB OECD), sowas wurde nicht nur für Glyphosat ausgearbeitet, sondern ein Großteil was Sie heute umgibt durchläuft ähnliche Prozesse in der Zulassung.

                  Ahnungslose fallen sehr schnell auf solche Verschwörungstheorien rein und den meisten kann man dann nicht mehr helfen.
                  Egal ob 9/11 oder Glyphosat…

                  Ich bin damit raus, damit sind wir wirklich am Tiefstpunkt angelangt.

                  2+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Und soviel steht fest, erneute „Anpassungen“ der Höchstwerte wird es so rasch nicht mehr geben!“

                  Die einzigen Anpassungen nach oben, die mir bekannt sind, wurden in der Zeit gemacht, wo eine Frau Künast Landwirtschaftsministerin war. Da wurden in einem Fall die Höchstmenge um 30 mal und bei einem anderen Mittel um 100 mal erhöht. Diese Mittel hatten in Deutschland keine Zulassung, nur durch die Erhöhung konnten die Spanier und Italiener ihre Erdbeeren in Deutschland verkaufen.

                  1+
              • tiwas sagt

                an Mark Rössler: „Ach herrje,,,
                Nun kommen noch Verschwörungstheorien.“

                Ja, und „Aluhut aufsetzen!“ etc.
                Das ist dann wohl Ihr letzter Trumpf im Köcher?
                Sie schrecken auch vor nichts zurück bzw. sind sich nicht für den dumpfesten Angriff zu schade, so er Ihnen zu nutzen scheint.

                Fakt ist und bleibt bis heute, das weder das BfR, auf dessen „Expertise“ des von – aus meiner Sicht – ehrlosen Schurken und Präsidenten Hensel, ein Tierarzt, der hier zu neuen Weihen aufgestiegen ist, weil er Gefälligkeits-„Studien“ anstellen ließ und vor laufender Kamera stammelnd zugeben musste (was blieb ihm übrig – es wäre ja ohnehin rausgekommen, er hätte die Studien präsentieren müssen – es waren aber keine da!) dass sein Institut keinerlei eigene Krebs-Studien vorgenommen hatte, weil ja (Zitat Hensel, Präsident BfR) ) „das ja unnötig war, da sowieso klar ist, dass das Mittel ungiftig ist“. Ist aufgezeichnet, da beißt die Maus keinen Faden ab.
                Jetzt Sie wieder „Fake-News!“, „Verschwörungstheorie“? Oder können Sie die Fakten das sein lassen, was sie sind?

                Die EFSA beruft sich widerum auf Deutschland als Berichterstatter, d.h., die oben skizzierten Schmierwürstchen-Studien sind da zu Rate gezogen worden, auch hier gab es (bis heute!) keine eigenen Studien.

                Wenn etwas so umstritten ist, warum macht man nicht flugs neue Studien unter internationeller Aufsicht der Experten?
                Die Antwort liegt auf der Hand: Dann wäre sofort Schluss mit dem Dreckszeug.
                Jeder weiß es: 1964 wurde Glyphosat als chemischer Rohreiniger patentiert, dann unter dem Namen „Roundup“ von dem Chemiekonzern Monsanto als Pflanzengift patentiertes Herbizid – 1974 auf den Markt gegeben.

                Die Zulassungen beruhen auf Selbstauskünften von Monsanto, Studien anderer Institute weltweit haben in jedem Fall Krebs verschiedener Arten bei Versuchen mit Ratten festgestellt.

                Was ist daran Verschwörungstheorie?
                Das sind Fakten, lieber Mark Rössler.

                Wenn aber lediglich die Eigenstudie des Herstellers die einzige Quelle ist für eine Zulassung von derlei umstrittenen Produkten, dann ist nicht nur was faul. sondern sowas ist in meinen Augen schlichtweg Betrug!

                Wenn Sie versuchen, Fakten als Verschwörungstheorie zu betiteln und diese auf gleiche Ebene mit „9/11“ etc. bringen, haben Sie die Marke für den erreichten „Tiefstpunkt“ ja selber vorgegeben. – Unterste Schublade – von Ihnen aufgezogen!

                Ich widerum erkenne, dass Argumente und Fakten Sie nicht erreichen (das lässt sich ja nachprüfen – man darf nur nicht komplett „zu“ sein wie Sie!) und dass eben nur drastische Vorgaben, Einschränkungen, strikte Verbote und eine starke Kontrolle mit saftigen, empfindlichen Strafen bei Zuwiderhandlung helfen werden.
                Ihre Verbohrtheit und komplette Einsilbigkeit lassen keine anderen Schlüsse zu.
                Sie hatten mal die Wahl, aber wenn es nicht anders geht:
                Wer nicht hören will…

                0
                • Thomas Apfel sagt

                  Mit Tiwas wird das Nie was. Selten so einen verbohrten Hirni gehört.

                  0
                • Mark Rössler sagt

                  Die EU/ Deutschland würde zum Erliegen kommen, wenn für jede Zulassung der Staat eigene Studien anstellen würde.
                  Daher gibt es ja zB die OECD Richtlinien.

                  Selbst die Hersteller machen das vielfach gar nicht mehr selbst, dazu gibt es heute Dienstleister, die nach diesen Standards die Sicherheitsstudien durchführen, egal ob bei Glyphosat, Aspirin oder anderem.

                  Sollte das Bauamt die Statik in eigenen Studien überprüfen, die im Bauantrag angegeben sind?

                  Wenn Sie das BfR und die EFSA für korrupt halten, dann vermutlich auch die ECHA. Sowie einige Dutzend weitere Behörden im Rest der Welt…
                  Einige Tausend Prüfer und Bewerter werden also geschmiert…

                  Jeder, der nicht Ihre Meinung unterstützt ist also korrupt, falsch und ein Idiot.
                  Ich bleibe dabei, das ist eine billige Verschwörungstheorie, die zum Mainstream wurde.
                  Alex Jones hat da viel Vorarbeit geleistet.

                  2+
                • Thomas Apfel sagt

                  Guten Morgen Mark.
                  ich hatte voriges Jahr mit einem Mitarbeiter des Landesumweltamtes eine ähnliche Diskussion wie hier im Blog mit Tiwas. Der Mann war für Gewässerökologie zuständig und somit an der „Umstellung“ der Landeskarten bezüglich Qualität des Oberflächenwassers von gut (grün = unter 50 mg Nitr.) auf schlecht ( rot= schlecht) durch klammheimliches halbieren des Grenzwertes beteiligt.
                  Er war nach seinen Angaben gleichzeitig Vorstandsmitglied im BUND.
                  Da solche verbohrten Ideologen der NGO´s über die „Vergrünung“ des öffentlichen Dienstes an solche Stellen gekommen sind, ist eine faire Diskussion kaum noch möglich.
                  Im Grunde müsste es rechtlich verboten werden, dass solche Ideologen an die Stellen kommen wo sie ihre Ideologie gegen allen Sinn und Verstand umsetzen können. Es wäre in dieser Beziehung auch sinnvoll nur Klarnamen im Blog zuzulassen.
                  Das Anliegen von der Person oder Gruppe, die hinter „Tiwas“ steht ist ja klar: die Abschaffung aller chemisch synthetischen Hilfsmittel in der Nahrungsmittelproduktion.
                  Die aus NGÓ- Kommunikationspraxis bekannte ständige Wiederholung von Lügen und Halbwahrheiten, kann man nur unterbinden, indem man bei der dritten Wiederholung des gleichen Mülls, nicht mehr darauf eingeht.
                  Weil, Ziel einer so geführten Diskussion ist das Einhämmern der als allein- seelig- machenden eigenen Dogmatik. Dem sollte man nicht zuviel Raum geben.

                  2+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Das Anliegen von der Person oder Gruppe, die hinter „Tiwas“ steht ist ja klar: die Abschaffung aller chemisch synthetischen Hilfsmittel in der Nahrungsmittelproduktion.“

                  Wir hätten ein Problem weniger, dann wären Typen wie
                  „Tiwas“ auch Bauern.

                  0
    • Obstbäuerin sagt

      Tiwas, es werden viele Höfe frei, weil die Umstände nicht günstig sind, weiter Landwirtschaft zu betreiben. Nutzen Sie die Gunst der Stunde und zeigen Sie den Bauern, wie es richtig geht. Sie haben das Recht, Ihre Nahrungsmittel so anzubauen, ganz ohne Zeug´s zu spritzen und im Einklang mit Ihrem Blutdruck. Nur mit der Billigkeit wird es schwierig, denn so ein Hof, der kostet schon was und investieren müssen Sie auch noch ein wenig (vielleicht 100.000 €) am Anfang. Aber die Banken werden Ihnen schon unter die Arme greifen und dann können Sie beweisen, wie einfach es ist die Wünsche der Kunden zu erfüllen.

      2+
      • Inga sagt

        Geld oder sonstiges Guthaben braucht am und eine Menge Bildung und Technikwissen, bzw. know how in high-tech!

        Da muß man sensibel vorgehen um zum Ziel zu kommen!

        1+
      • tiwas sagt

        an Obstbäurin: Die Umstände sind „nicht günstig“, weil es einige Bauern und deren „Vertreter“ (es sind nicht Ihre Vertreter, kapieren Sie das nicht?) versaut haben.

        Und ja, es werden andere in ihre Fußstapen treten und es besser machen.

        So wie ich Ihre Kommentare verfolgt habe, sind Sie nicht für 0,005% in der Lage, eine andere Sichtweise zu akzeptieren oder Ihre Vorgehensweise zu hinterfragen, z.B. die Ihrer Kunden. Tolle Sache!
        Die Folge: Weg damit! Sie sind dann eben Geschichte.

        Dialog geht anders!
        Es wurden schon viele Lösungsansätze angeboten, Sie sind nicht im Geringsten in der Lage, darauf einzugehen. Von Ihnen immer nur: Geht nicht, Nein, Nein, Nein!
        Also nehmen Sie die Rechnung entgegen, es ist Zahltag.

        Hauptsache, hier immer die Verbitterte zu geben, großes Drama!

        0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Frage, was sind *Fußstapen*? Etwa ein Fastnachtsgebäck?

          Wenn sie richtig gelesen habe, bin ich landwirtschaftlicher Rentner, deshalb hätte ich Zeit, morgen mit ihnen zum ALDI zu gehen, zuerst schauen wir die PKWs an, die auf dem Parkplatz stehen, dann schauen wir was die mit dem Daimler oder Audis in den Einkaufswagen legen. Da liegt kaum was drinne, was nach Bio aussieht.

          Möglicherweise ist ihnen entgangen, dass die “ Zauberlehrlinge“ der Bio- Betriebe auch Gifte spritzen.

          https://www.oekolandbau.de/erzeuger/pflanzenbau/allgemeiner-pflanzenbau/pflanzenschutz/pflanzenschutzmittel/

          https://blogagrar.de/psm_oekoliste-de/

          Für die Verlängerung eine PSM ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verantwortlich und nicht die Meinung eines Journalisten.

          Es ist erschreckend, wie wenig Grundlagenwissen bei manchen im Forum und „draußen in der Realität“ zu diesem Themenkomplex vorhanden ist. Man saugt sein „Wissen“ aus jenen Quellen, die die eigene Meinung widerspiegeln und verteufelt die Sachkundigen als Lobbyisten oder obrigkeitshörig.
          Leider spielen bei uns die Medien dieser Denkart in die Hände.

          Schon die Überschrift des obigen Artikels ist ja genaugenommen so falsch wie emotionalisierend.
          „100 Pestizide sollen ohne Prüfung zugelassen bleiben“ – nein, alle Mittel sind geprüft und nicht ohne Prüfung im Handel. Lediglich eine ERNEUTE Prüfung wurde ja aufgeschoben.
          Bei Zweifeln und neuen Erkenntnissen über die zugelassenen Stoffe darf die Zulassung auch jederzeit widerrufenen oder eingeschränkt werden, was auch regelmäßig geschieht.

          2+
        • Obstbäuerin sagt

          Was soll ich dazu sagen, Tiwas? Ihre Vorwürfe finde ich sehr merkwürdig, vor allem, weil sie so persönlich sind. Zumindest stimme ich mit Ihnen überein, dass Ihre Lösungsansätze nicht meine sind aber ich verlange nicht von Ihnen, dass sie meine übernehmen. Wenn Sie Bauer sind, können Sie sich für eine Produktionsweise entscheiden und wenn sie Kunde sind, müssen Sie meine Produkte nicht kaufen. Sie haben doch die Wahl. Es gibt doch für jeden ein Angebot und welcher Weg der Richtige ist, wird die Zukunft zeigen.

          3+
          • Inga sagt

            Ja tiwas,
            so stimmt der moderne Mensch per seinen Fußtapen ab,
            er kauf da was für ihn richitg ist,
            anstatt darüber zu nörgeln, weil er ja genau weiß dass er von LW recht wenig versteht, er hat ja einen andren Beruf und will sich da auch nicht berufsfremden reinreden lassen!
            Er respektiert die Arbeit andere Berufe!
            Wir sind jamodern im 21. Jahrhundert!

            0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Zauberlehrlinge auf Treckern spritzen Zeugs, was nur durch Finten und Gesetzes-Schlupflöcher (die auch bald geschlossen werden) überhaupt im Umlauf ist. “

      Gott der allmächtige, der Mann ohne Fehler hat gesprochen, ja man muss den Bauern an das Hosenbein pinkeln, es gehört heutzutage fast zum „guten“ Ton.

      Der Mensch liebt die Bosheit, aber sie richtet sich nicht gegen die Einäugigen und Unglücklichen, sondern gegen die Glücklichen und Stolzen.
      Blaise Pascal
      französischer Mathematiker, Physiker und Philosoph
      * 19.06.1623, † 19.08.1662

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  3. Christian Bothe sagt

    Wieder so eine überflüssige Organisation der Weltverbesserer und hoffentlich noch gemeinnützig? Wenn ich deren Auffassungen zur LW allgemein,Tierproduktion und Pflanzenbau schon höre,graut es einem solchen Unfug zu lesen.

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  4. Hartmut Keller sagt

    Ich bekomme immer die Rückrufmeldungen von Foodwatch; da wird wirklich zwischen bio und konventionelle Produkte kein Unterschied gemacht. Da ist man in der Bewertung schon ziemlich neutral. In den Kommentaren der User sieht es jedoch anders aus, da ist Bio bei vielen hoch und heilig. Da wird dann schnell ein gesundheitliches Risiko runtergespielt, wohingegen das gleiche bei konventionellen Produkten aufs schärfste verurteilt wird. Auch wenn man sich auch schon mal über Foodwatch ärgern muss, halte ich diese Organisation für vergleichsweise seriös und fair.

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  5. Bergbäuerin sagt

    Die Gesellschaft kann dann mitreden, wie Landwirtschaft aussehen soll, wenn sie sich zuvor umfassend über Landwirtschaft aufklären lässt, vor allem über ALLE VOR- und NACHteile ALLER Alternativen. Und dafür muss sie viel Zeit und Energie opfern wollen, da geht es wohl nicht ohne verpflichtende Information, ohne verpflichtende Praktika für jeden, schon in der Schule. Zum Nulltarif geht es nicht. Wer sich wie die meisten Zeitgenossen im Lauf der Generationen aus der knochenharten Landwirtschaft emanzipieren wollte, der hat jetzt aus seinem selbstgewählten Aufstieg heraus nicht über die Arbeit der „Zurückgebliebenen“. Der Personenkreis, der jetzt als Quereinsteiger in die professionelle Landwirtschaft zurückdrängt, hält sich ja sehr in Grenzen!
    Ich denke zurück an die Abstimmung über das Atomkraftwerk Zwentendorf. Kreisky hat dieser Abstimmung zugestimmt, nicht ohne mit großem Ernst zu betonen: Da müssen wir aber das Volk jetzt gründlich informieren! Ich erinnere mich noch, wie VIELE Fernsehdiskussionen es da gegeben hat mit Experten für und gegen das Kraftwerk. Da wurden vom unabhängigen ORF viele technische Lehrsendungen gemacht, welche die Funktionsweise für Laien so verständlich wie möglich darlegten, und auf welche sich die Experten mit ihren Appellen pro oder contra dann stützen konnten. Da gab es in den Familien viele Gespräche. Technisch gebildete Verwandte wurden mit Fragen gelöchert, um ihre Haltung gefragt, diese Haltung dann kritisch hinterfragt etc. Da gab es noch keine politisch korrekte Meinung, da hat man noch offen diskutiert. Das Kraftwerk wurde abgelehnt, mit KNAPPER Mehrheit, denn auch die Vorteile waren allen auf fundiertem Niveau bekannt gewesen. Und DIESE Entscheidung hat sich als richtig erwiesen, da ist das Volk dann schon ein guter Seismograph.
    Wie man so etwas wiederholen könnte in Zeitalter der medialen 3 – Minuten- Konzentrationsspanne und einer zeitgeistigen Meinungsdisktatur, das ist nur schwer vorstellbar. Und in der Landwirtschaft gibt es ja viele Detailthemen, die man in dieser Tiefe diskutieren müsste, und noch dazu hängen die alle zusammen.
    DASS das Volk bei Landwirtschaft wieder mitreden will, verstehe ich schon. Es ist tief innen das Bewusstsein, dass wir noch immer ALLE von der Landwirtschaft leben, auch wenn nur noch wenige Prozent die Arbeit machen. Das zeigt sich jetzt in den CSAs, bei den Hobbygärtnern, beim Urban Gardening, und eben auch im Interesse an diesen Dingen.
    Reine Privatsache ist Landwirtschaft wirklich nicht. Aber das ist sie ja jetzt schon nicht. Über den Preis wird dem Bauern diktiert, was er anbauen kann oder nicht und ob es überhaupt biologisch geht oder nicht (siehe Zuckerrübe).
    Auch ich als Hobbybäurin versuche für mich so einen kategorischen Imperativ zu formulieren für das, was ich auf meinem Grund tu. Ich weiß, dass die gegenwärtige Intensivlandwirtschaft der EU nicht mehr als 93% der Kalorien erzeugt, welche die Bevölkerung verbraucht. Ich weiß, dass diese Kalorien zu einem Drittel verschwendet werden. Ich weiß, dass es ökologische Probleme gibt. Daraus ergibt sich die Haltung von Schafen auf der Streuobstwiese. Das gibt ein höheres Gefühl von Sinn, als wenn ich einfach zwei Reitpferde füttern würde. Und aus diesem kategorischen Imperativ heraus weigere ich mich, den Wolf zu akzeptieren und zu seiner Abwehr auch noch zwei Hunde zu halten, die wesentlich mehr Fleisch fressen, als meine Schafe überhaupt hergeben. Weil ich weiß, dass ein Wolfsfreak diese Idee nur aus tiefer Unwissenheit nachplappert.

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    • Sorry, da ist ein Satz unvollständig geblieben: Wer sich wie die meisten Zeitgenossen im Lauf der Generationen aus der knochenharten Landwirtschaft emanzipieren wollte, der hat jetzt aus seinem selbstgewählten Aufstieg heraus nicht über die Arbeit der „Zurückgebliebenen“ billig zu befinden.

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  6. bauerhans sagt

    „Bei der Frage, dass es „keine reine Privatangelegenheit ist, welche Unkrautmittel Landwirte versprühen“, konnten wir uns nicht einigen.“

    ich weiss noch als hier vor knapp 30 jahren im wasserschutzgebiet bestimmte pflanzenschutzmittel vorsorglich verboten wurden,aber auch eine entschädigung seitens der wasserwerke gezahlt wurde.

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    • Inga sagt

      Was heißt Privatangelegenheit?

      Man muß doch die Verantwortung und Ausbildung dazu haben, um diese Mittel auszubringen.
      Jeder Betriebsinhaber hat Verantwortung für seinen Betrieb und auch die Mittel,die er bearbeitet und vertreibt.
      Warum soll das bei Bauern anderes sein?
      Warum traut man denen nicht zu in die Zukunft zu planen?

      Und wer so denkt, der respektiert auch die Notwendigkeit, die ein Wasserschutzgebiet in Puncto Flammschutzmittel mit sich bringt.
      Und wenn es dann noch vom Amt finanziell ausgeglichen wird, dann ist es doch ok.
      Wer will da ertwas gegen haben?

      Aber das wissen so Ottonormalverbraucher nicht und die, nicht alle, die sich benehmen wie die „Axt im Walde“ oder wie der „Elefant im Porzellanladen“, die „dreschen immer druff“
      Mit denen kann man zwar gar nicht diskutieren, aber die kochen das Thema hoch und wir sollen oder müssen uns rechtfertigen.
      Welche andere Berufsgruppe muß das noch?

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