Jahr: 2018

(G)Artenvielfalt

Jetzt, Mitte Juni, sieht es im Garten richtig toll aus. Wir können die ersten Zucchini ernten, die Tomaten werden bald folgen. Durch den vielen Regen und die warmen Temperaturen gedeiht alles prächtig und wir kommen beim Salat mit dem Essen gar nicht hinterher. Kürbisse, Bohnen, Tomaten, Spinat, alle möglichen Kohlarten und mehrere Sorten Kartoffeln. Dazu noch Zuckermais, Lein und anderes. Neben den vielen Nutzpflanzen haben wir aber auch Saaten für die Insekten ausgebracht. Und das zu mehreren Terminen, damit immer ein Nektar-Angebot da ist. Schaut doch mal rein, was unser Sohn so alles im unserem Garten anbaut. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Der globale Tisch

Ein Gastartikel der „Obstbäuerin“, einer unserer Kommentatorinnen, zum globalen Fleischkonsum mit unterschiedlichen Zukunftsszenarien. 2010 habe ich einen Vortrag erarbeitet, in dem es einerseits um den weltweiten pro Kopf Ausstoß von CO2 und andererseits um den Fleischkonsum aller Erdenbürger ging. Da die Zahlen nicht mehr der Realität entsprechen, habe ich sie auf den neuesten Stand (2015) gebracht. Dabei musste ich feststellen, dass sehr unterschiedliche Zahlen in den Statistiken auftauchen und deshalb kann es sein, dass Abweichungen auftreten. Im Großen und Ganzen dürften sie aber stimmen. Insgesamt sitzen 2018 rund 75 Erdenbürger – je 1 steht für 100 Millionen Menschen – am Tisch. Die Verteilung ist sehr anschaulich in der Grafik oben zu sehen. 2015 wurden 321 Milliarden kg Fleisch weltweit gegessen. Das ist die Ausgangssituation. Im Folgenden spiele ich verschiedene Varianten durch, wie der Fleischverbrauch sich entwickeln könnte und welche Auswirkungen das hat. Was passiert, wenn alle Menschen die gleiche Menge Fleisch essen wie wir Europäer? In Asien würde jeder 44 kg mehr essen, in Afrika jeder 56. Sinke müsste der Verbrauch in Nordamerika (-44), Australien (-44) und …

Stress in der Landwirtschaft

Folgende Nachricht erreichte uns bei Facebook: Hallo Bauer Willi, Ich verfolge regelmäßig Ihre Nachrichten. Ich finde es super, das Sie vor allem zu kritischen Themen Stellung beziehen. Genau solche Köpfe braucht gerade in der heutigen Zeit unsere Landwirtschaft. Ich bin Landwirt aus dem Allgäu und studiere Landwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan Triesdorf. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit befasse ich mich mit dem Thema Stress in der Landwirtschaft. Peter Damit möchte ich herausfinden, welche Faktoren Landwirte stresst. Somit kann abgeleitet werden, welche Tätigkeiten oder Auflagen Landwirte vor große Herausforderungen stellt. Bisher haben schon ganz viele Landwirte teilgenommen. Ich weiß, das Sie bestimmt sehr beschäftigt sind. Aber wenn Sie an der Umfrage teilnehmen würde mich das ganz besonders freuen. Zudem wäre es super wenn Sie mich unterstützen und meinen Link posten. Das machen wir gerne. Hier der Link: https://ww2.unipark.de/uc/bandr_HOCHSCHULE_WEIHENSTEPHAN-T/954a/ Die Umfrage geht wirklich schnell. Die Fragen sind in drei bis vier Minuten beantwortet.

Der kleine Keiler „Willi“ – eine Lesergeschichte mit Video

Tilman Ziegler ist ein treuer Blog-Leser und auch Kommentator. Wir haben auch schon einige Gast-Beträge von ihm gebracht, denn Tilman bloggt selbst auf der Seite liegeboxen.de. Diesmal hat er uns allerdings ein berührende Geschichte geschickt. Sie handelt von einem kleine Helden, namens „Willi“…. Pfingsten ist uns ein kleines Wildschwein zugelaufen. Der offenbar mutterlose Frischling wurde in Nachbars Garten aufgegriffen. Wir haben den kleinen Keiler Willi genannt. In der Umgebung des Dorfes wurden noch weitere Frischlinge gesehen. Vielleicht ist die Bache angefahren worden und irgendwo verendet, vielleicht wurde sie auch versehentlich geschossen. Willi war erst ungefähr vier Wochen alt und hatte großes Glück. Mutterlose Frischlinge sind begehrte Beute für Füchse und anderes Raubwild, das in dieser Jahreszeit selbst hungrigen Nachwuchs zu versorgen hat. Eigentlich sollte man einen scheinbar verlassenen Frischling auf keinen Fall mitnehmen. Die Mutter kann noch in der Nähe sein, und mit einer führenden Bache ist nicht zu spaßen. Außerdem unterliegen Wildschweine dem Jagdrecht: das Wild gehört dem Jagdpächter. Wer sich Wild ohne dessen Einverständnis aneignet, begeht Wilderei. Wir halten Willi mit Einverständnis des …

Die gängige „Lehrmeinung“ kannte diese einfache Lösung nicht.

Die Herkules-Staude ist sehr giftig und zu einer Plage geworden. Seit Jahren bekämpft man sie landauf landab mit Schutzanzug und Sondermüllentsorgung. Nun aber haben ein paar Praktiker vom Angelverein eine ganz simple Lösung gefunden. Seht Euch das Video an…. https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bonn/video-das-ende-der-herkulesstaude-100.html

Wieder mal Starkregen am Grünten im Allgäu

Hier ist der Alois. Gestern Nachmittag gab es ein Gewitter bei uns. Nichts besonderes an sich. Bis mich mein Sohn anrief und fragte, ob der Roßbach hinter unserem Haus Hochwasser hätte? Ich antwortete „Nein, es hat doch nicht so stark geregnet“. Da sagte mir mein Sohn, dass die Feuerwehr-Alarmierung der Feuerwehr Rettenberg aber von Starkregen am Grünten und Hochwasser und Überschwemmung von eben diesem Roßbach berichtete. Also bin ich raus und um zu schauen. Und tatsächlich: Der Roßbach schwoll als braune Brühe sehr schnell an. Innerhalb von 10 Minuten trat er dann über die Ufer. Wieder ein paar Minuten später war die Hauptstraße überflutet. Schließlich gab die Wolkendecke den Blick zu meinem Hausberg, dem Grünten frei. Weit sichtbar schossen richtige Bäche über die steilen Felsen talwärts. Aber wir hatten Glück. Denn die Hochwasserwelle ebbte so schnell wieder ab, wie sie gekommen war. So blieb mein Hof und auch mein Tagesheim vor der brauen Brühe verschont. Als dann klar war, dass keine Gefahr mehr drohte, bin ich mit meinem Quad losgefahren zu meiner Alpe am Grünten …

Was ein „Macher“ uns sagt

Ich hatte Gelegenheit mit Michael Horsch, Geschäftsführer der Firma Horsch Maschinen, zu sprechen. Eigentlich wollte ich ihn zu den Zukunftsaussichten der Landwirtschaft interviewen. Doch als „Macher“ will er sich nicht mit „Aussichten“ begnügen. Sehr impulsiv äußerte er seine eigenen, durchaus kritischen Ansichten über die Landwirt-Verbraucherbeziehung. Ich bin gespannt, was Ihr dazu sagt? Die Hintergrundgeräusche sind leider etwas laut. Hatte mein externes Mikro vergessen. Doch mit seiner impulsiven Rhetorik versteht man Michael Horsch trotzdem recht gut. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren OK, nachdem hier doch einige die Aussagen von Horsch nicht so gut verstehen, habe ich mal ein bisschen mitgeschrieben. Nicht alles, aber das Wesentliche: Landwirte müssen ein gewisses stereotypes Verhalten ablegen. Aussagen wie: „Wir machen alles, aber ihr müsst es dann aber bezahlen“ Wenn wir diese Forderungen stellen, dann laufen die anderen schon wieder weg. Wir müssen umgekehrt denken. … Am …

Herr Plöger, ich hab da mal ein paar Fragen

Weil seit Tagen eine Gewitterfront nach der anderen über das Rheinland zieht, (gestern Abend erst wieder 43 mm in 60 Minuten) habe ich mir überlegt, mal jemanden zu fragen, der sich mit dem Wetter auskennt: Sven Plöger, der wie ich auf einer Veranstaltung als Redner eingeladen war. Ich wollte auch wissen, ob eine andere Wetterbeobachtung stimmt. und zwar, das in den letzten Jahren immer häufiger das Wetter aus Osten kommt statt der bisher „üblichen“ Westwind-Drift. Hier die Fragen und Antworten: > 1. Wir haben seit vielen Tagen im Süden und Westen eine brisante Gewitterlage, im Osten regnet es dagegen kaum oder überhaupt nicht. Warum ist das so? Sven Plöger: Wir haben eine sogenannte Blocking-Lage. Das Hoch über dem Süden Skandinaviens bewegt sich ebensowenig weiter, wie das Tief über Frankreich und der Biskaya. So hat der Nordosten Deutschlands wiederkehrend mit Hitze und Dürre zu tun und der Südwesten mit Gewittern, Hagel und Starkregen. Extrem unterschiedliches Wetter steht sich also auf engem Raum quasi bewegungslos gegenüber. > 2. Lässt sich aus den hohen Temperaturen im Mai eine seriöse Prognose für das Sommerwetter machen. …