Das Getreideabkommen, mit dem der Export von ukrainischen Agrarrohstoffe in großem Stil auf den Weltmarkt möglich war, ist von Russland nicht verlängert worden. Das ist keine Überraschung, denn es war mehrfach angekündigt worden. Die Frage ist nun, wie es weitergehen kann. Ich gehe davon aus, dass die westlichen Staaten einen Plan B in der Tasche haben, weil es ja, wie oben gesagt, keine Überraschung ist. Sollte das nicht der Fall sein , dann hier was mir dazu einfällt: Die Export-Kapazitäten über Land oder die bekannten Schwarzmeerhäfen ausserhalb der Ukraine dürften weitestgehend ausgeschöpft sein. Sie hatten ja in den vergangenen Monaten zu einem rasantem Preisverfall in Westeuropa gesorgt, weil sie nur in begrenztem Umfang tatsächlich in die bedürftigen Länder gelangten Die Ukraine könnte ihre Exporte weiter fortsetzen, wenn sichergestellt ist, dass die Schiffe ohne Störungen (also ohne Angriffe seitens Russland) den Bosporus passieren können. Dazu wäre ein Geleitschutz anderer Staaten notwendig, der ja keine kriegerische Handlung wäre. Würden diese Schiffe von Russland angegriffen, würde das die Situation weiter eskalieren. Wird nichts unternommen, werden in den kommenden …