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ARD: Ein wirklich guter Beitrag – bis knapp vor Schluss

Eine faire Berichterstattung der ARD von heute, 26.7.. Bis kurz vor Schluss, als es ein Interview mit Cem Özdemir gibt. Aber auch da wirkt er diesmal etwas offener. Die Seitenhiebe gegen den politischen Gegner kann er allerdings nicht sein lassen. Trotzdem: empfehlenswerte 10 Minuten, besonders für Obstbauern! https://www.ardmediathek.de/video/mittagsmagazin/pestizide-ja-nein/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2FyZC1taXR0YWdzbWFnYXppbi85NmE2NjExMS0yN2VmLTRkNDktYWMyMi1jNWE5ZWJkMzQ4ZTk  

7 Grad kälter…

Ist es Ihnen auch aufgefallen, dass neuerdings bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in den Nachrichten über irgendein Wetterereignis berichtet wird, das noch vo wenigen Jahren niemanden interessiert hätte? Und ganz ehrlich: mich interessiert es auch heute nicht, ob es irgendwo in Oklahoma wieder einen Wirbelsturm gegeben hat, der ein halbes Dorf verwüstet hat. Auch die Hagelschauer im Alpenvorland kann mich nicht wirklich aufregen. Beide Ereignisse gibt es seit Jahrhunderten und sie sind für die Region typisch. Allerdings werden Sie heute mehr oder weniger direkt dem Klimawandel in die Schuhe geschoben. Doch das soll nicht das Thema heute sein. Mir geht seit Tagen etwas durch den Kopf, das ich nicht mehr loswerde. Was wäre eigentlich, wenn morgen irgendwo auf den Philippinen ein Vulkan ausbricht? Nicht irgend so ein ein kleiner, nein, ein richtig großer, fetter Vulkan, den man nicht auf dem Schirm hatte. Die Aschewolke wird in bis zu 30 km Höhe geschleudert und hat nach wenigen Tagen rund um den Erdball eine dünne Schicht gebildet, die das Sonnenlicht nicht mehr so wie gewohnt durchlässt. …

Was will uns der Minister sagen?

Draußen regnet es und es ist kühl. Hier im Allgäu um 11 Uhr gerade mal 14 Grad. Da schaut man etwas Fernsehen und so auch ein Interview mit Cem Özdemir, der gerade in Brüssel weilt. https://amp.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/cem-oezdemir-186.html Das Interview dauert 5 Minuten. Was nehme ich aus den Antworten mit: Die Politik hat Mist gebaut, in dem sie die Exporte aus der Ukraine unkontrolliert ins Land gelassen hat. Jetzt will Özdemir, „dass die Ware in die Häfen kommt und von dort in den globalen Süden“. Özdemir wollte, dass Lebensmittel teurer werden. Durch den Mißbrauch des billigen ukrainischen Getreides sind die Preise für Agrarrohstoffe massiv eingebrochen. Das erwähnt er nicht. Der Grund dafür: siehe oben. LKW, Waggons und Schiffe müssen verplompt werden! Habe ich schon vor vier Wochen gesagt Polen, Rumänien und andere Anrainerstaaten dürfen nicht die Grenzen dicht machen. Vorschläge, wie der Mißbrauch der Warenströme verhindert werden soll, hat er nicht. Es wird im Interview nicht darüber gesprochen, dass die Preise ja auch für westliche Bauern eingebrochen sind. Von den Zahlungen der EU an die osteuropäischen Länder …

Planwirtschaft?

Dr.Daniel Stelter ist Ökonom. Jetzt unterhält er sich mit Prof.Windisch über Agrarmärkte und -politik. Sehr hörenswert, aber erst richtig interessant ab etwa der 24. Minute. https://podcasts.apple.com/de/podcast/beyond-the-obvious-der-ökonomie-podcast-von-daniel/id1561142763?i=1000620266318 Unter dem blauen Quadrat links geht es los, mit dem Schieberegler kann man vorspulen. Wie gesagt, ab da wird es richtig interessant und auch sehr lehrreich.

Gene und Patente – was man wissen muss

Ich habe mit Ludger Wess wieder ein Gespräch über moderne Züchtungsmethoden geführt. Er wiederum wollte wissen , wie ich als Landwirt mit Sorten umgehe. Wir hoffen, dass das Gespräch der Meinungsbildung dienen kann. Ludger, in Diskussionen um moderne Züchtungsmethoden wie die Genschere wird immer wieder über die Patentierung von Pflanzen gesprochen. Wie ist die Meinung der Züchter dazu? Reicht der aktuelle Sortenschutz nicht aus? Sorten können in Europa nicht patentiert werden; sie unterliegen dem Sortenschutz, selbst wenn sie einzelne patentierte Eigenschaften haben. Die Patentierung neuer Eigenschaften ist nämlich in Europa möglich, sofern sie innovativ mit technischen Methoden erzeugt wurden. Das ist aber für die Landwirte völlig unbedeutend – für sie ändert sich gar nichts. Es gilt weiterhin der normale Sortenschutz. Sie können aus ihrer Ernte Saatgut gewinnen und es erneut anbauen – auch wenn die Sorten patentierte Eigenschaften enthalten. Dafür müssen sie die im Sortenschutzrecht vorgesehene Nachbaugebühr bezahlen – das war’s. Das Sortenschutzrecht ist in Europa vorrangig. Es werden also nicht – wie verschiedentlich in Diskussionen behauptet – „Schnüffler von Monsanto“ durch die Lande ziehen und …

Frohe Botschaften machen nicht froh

Wenn man bei Gesprächen und Diskussionen, gerade auch in den Sozialen Medien, darauf hinweist, dass etwas doch inzwischen viel besser geworden ist, wird man entweder für naiv. meistens aber für gekauft dargestellt. Positive Sichtweisen werden als Provokation empfunden. Selbst bei politisch interessierten und gebildeten Menschen ist die verbreitete Ansicht, dass alles nur schlechter wird. Was sind die Gründe dafür? Wir sind das Ergebnis von Selektion. Unser Vorfahre, der sich mutig dem Säbelzahntiger entgegengestellt und ihm die Faust in den Rachen gesteckt hat, konnte nicht unser Vorfahre werden. Er ist schlicht gefressen worden. Fortgepflanzt hat sich der Angsthase, der seine Umgebung ununterbrochen nach möglichen Gefahren abgescannt hat und geflohen ist. Seine Gene tragen wir in uns. Menschen sind also von Natur aus auf Angst und Gefahr ausgerichtet und beides versuchen wir zu vermeiden. In der Wahrnehmung ist aber derjenige erfolgreich, der es fertigbringt, unsere Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken, was uns Angst macht und seinen Zielen dient. Versicherungen leben davon und natürlich viele NGO´s. Greenpeace hat auf dieser Methode einen riesigen Weltkonzern aufgebaut, der es in …

Früher war alles schlechter….

Ich möchte in den nächsten Tagen ein paar frohe Botschaften erzählen. Weil es Katastrophenmeldungen schon genug gibt. Noch nie in der Geschichte der Menschheit ging es uns (in Deutschland) so gut! Wir leben seit fast 80 Jahren in Frieden Wir geniessen – im internationalen Vergleich – eine große Freiheit Wir lebten noch nie so gesund Wir waren noch nie so gebildet und wir waren noch nie so reich. Auch wenn es sich verrückt anhört: die Armen haben in den letzten Jahrzehnten den meisten Wohlstand dazugewonnen. Und auch die Reichen sind reicher geworden, aber nicht im gleichen Maß. Warum werden negative Botschaften gesendet? Es liegt am Pessimismus der Inkompetenen. Sie verstärken die Ängste mit ein Flut von Hiobsbotschaften, zum Teil übertrieben, aus dem Zusammenhang gerissen oder gar frei erfunden. Was nicht zu den apokalyptischen Vorstellungen passt, wird passend gemacht. Es ist der Erfolg populistischer Propaganda, dass sich die Ansicht durchsetzt, man müsse „die Ängste und Sorgen der Menschen ernstnehmen“. Diese ernst zu nehmen bedeutet, Irrtümer, Ignoranz und gezielte Propagandalügen ernst zu nehmen. Lesen Sie jetzt noch …

Heute ist alles besser

Spinnt der jetzt? Nein, aber wir neigen, Verbesserungen als selbstverständlich hinzunehmen. Wir sind großartig darin, immer neue Ängste zu schüren, wenn alte Probleme gelöst wurden. Schauen Sie nur mal auf die Kampagnen der Spendenindustrie. Hier ein paar Beispiele für frohe Botschaften Die Lebenserwartung des/der Westeuropäer/in liegt mittlerweile bei weit über 80 Jahren. Noch im Jahr 1950 war mit 69 Jahren die Kiste zu. Und um 1900 erlebte niemand statistisch seinen fünfzigsten Geburtstag . Statistisch gesehen. Die Wochenarbeitszeit eines Industriearbeiters lag 1870 bei 72 Stunden. Heute reden wir offen über eine 4-Tage-Woche. Aus zwei Wochen Jahresurlaub wurden 6 Wochen. Unser Problem wird immer mehr die Gestaltung unserer freien Zeit. Alphabetismus ist für uns normal. Global können mittlerweile 85% der Menschen lesen und schreiben. 1960 waren es noch 60%. Menschen, die Zugang zu Informationen haben, kann man aber nicht so leicht unterdrücken Der deutsche Wald hat seit 1970 über eine Million Hektar dazugewonnen. Noch vor 200 Jahren sah das völlig anders aus, denn Holz war Energiequelle und Baustoff gleichermaßen. Erdöl und Beton haben das Holz abgelöst. Malthus …

Ukraine: Getreide für Afrika? Nein, für China und Europa!

Mich hat interessiert, welche Länder Getreide und andere Agrarrohstoffe im Rahmen der „Black Sea Grain Initiative“, kurz „Getreideabkommen“ aus der Ukraine bekommen haben. Die Fakten, die auf der Seite der UN zu finden sind, besagen, dass rund 50% der Agrar-Waren, die aus der Ukraine exportiert wurden (rund 32,9 Mio. Tonnen) Mais waren und nur etwa 25% Weizen. Mais wird vorwiegend zur Tierfütterung verwendet. Die Hauptzielländer der Exporte waren mit China, gefolgt von Spanien. In Spanien landet Mais und Weizen ganz überwiegend im Futtertrog. Spanische Schweine mit ukrainischem Futter gemästet werden dann in die restliche EU exportiert. Platz 3 der Destination ist die Türkei, Platz 4 Italien, Platz 5 die Niederlande. Auf dem 6. Platz Ägypten., dem ersten afrikanischen Land. Erst auf Platz 20 steht Äthiopien mit 280.000 t, gefolgt vom Yemen mit 260.000 t. Zum Vergleich: China erhielt 8.000.000 t. Auch Deutschland findet sich auf der Liste mit 412.000 t die aus der Ukraine an uns geliefert wurden. In Somalia kamen 53.000 t an, im Sudan 95.000 t. Die Summe der Low-Income- Länder betrug 833.000 …

Das Getreideabkommen…

Das Getreideabkommen, mit dem der Export von ukrainischen Agrarrohstoffe in großem Stil auf den Weltmarkt möglich war, ist von Russland nicht verlängert worden. Das ist keine Überraschung, denn es war mehrfach angekündigt worden. Die Frage ist nun, wie es weitergehen kann. Ich gehe davon aus, dass die westlichen Staaten einen Plan B in der Tasche haben, weil es ja, wie oben gesagt, keine Überraschung ist. Sollte das nicht der Fall sein , dann hier was mir dazu einfällt: Die Export-Kapazitäten über Land oder die bekannten Schwarzmeerhäfen ausserhalb der Ukraine dürften weitestgehend ausgeschöpft sein. Sie hatten ja in den vergangenen Monaten zu einem rasantem Preisverfall in Westeuropa gesorgt, weil sie nur in begrenztem Umfang tatsächlich in die bedürftigen Länder gelangten Die Ukraine könnte ihre Exporte weiter fortsetzen, wenn sichergestellt ist, dass die Schiffe ohne Störungen (also ohne Angriffe seitens Russland) den Bosporus passieren können. Dazu wäre ein Geleitschutz anderer Staaten notwendig, der ja keine kriegerische Handlung wäre. Würden diese Schiffe von Russland angegriffen, würde das die Situation weiter eskalieren. Wird nichts unternommen, werden in den kommenden …