Bauer Willi
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Heute ist alles besser

Spinnt der jetzt? Nein, aber wir neigen, Verbesserungen als selbstverständlich hinzunehmen. Wir sind großartig darin, immer neue Ängste zu schüren, wenn alte Probleme gelöst wurden. Schauen Sie nur mal auf die Kampagnen der Spendenindustrie.

Hier ein paar Beispiele für frohe Botschaften

  • Die Lebenserwartung des/der Westeuropäer/in liegt mittlerweile bei weit über 80 Jahren. Noch im Jahr 1950 war mit 69 Jahren die Kiste zu. Und um 1900 erlebte niemand statistisch seinen fünfzigsten Geburtstag . Statistisch gesehen.
  • Die Wochenarbeitszeit eines Industriearbeiters lag 1870 bei 72 Stunden. Heute reden wir offen über eine 4-Tage-Woche. Aus zwei Wochen Jahresurlaub wurden 6 Wochen. Unser Problem wird immer mehr die Gestaltung unserer freien Zeit.
  • Alphabetismus ist für uns normal. Global können mittlerweile 85% der Menschen lesen und schreiben. 1960 waren es noch 60%. Menschen, die Zugang zu Informationen haben, kann man aber nicht so leicht unterdrücken
  • Der deutsche Wald hat seit 1970 über eine Million Hektar dazugewonnen. Noch vor 200 Jahren sah das völlig anders aus, denn Holz war Energiequelle und Baustoff gleichermaßen. Erdöl und Beton haben das Holz abgelöst.
  • Malthus war 1798 der vollen Überzeugung, dass bald die Menschheit mangels Nahrungsmitteln dem Untergang geweiht sei. Die verbesserte Effizienz der industriellen Landwirtschaft hat in den letzten 50 Jahren bei einer Verdoppelung der Menschheit für immer weniger Hunger gesorgt. Eine der erstaunlichsten Erfolgsgeschichten.

 

Folgen wir nicht dem Pessimismus der Inkompetenten sondern dem Optimismus der Fachleuten.

Und hier noch ein nützlicher Link:

https://www.focus.de/wissen/mensch/psychologie/wir-sind-zu-pessimistisch-frueher-war-alles-besser-warum-diese-aussage-voellig-falsch-ist_id_9812652.html

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76 Kommentare

  1. Viktor sagt

    Bin 65 vor 100 Jahre wäre ich schon Tod kleine OP heute keine große Sache vor 100 Jahre nicht möglich . Meine Generation nach den 2 WK es hat nie Hunger bei uns gegeben, dürften fleißig sein konnten was aufbauen . Gott sei dank sind unsere größten Ängste die man hatte nie eingetreten.

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  2. roy sagt

    Malthus war 1798 der vollen Überzeugung, dass bald die Menschheit mangels Nahrungsmitteln dem Untergang geweiht sei. Die verbesserte Effizienz der industriellen Landwirtschaft hat in den letzten 50 Jahren bei einer Verdoppelung der Menschheit für immer weniger Hunger gesorgt.

    Eine der erstaunlichsten Erfolgsgeschichten.

    mit verlaub: das ist falsch

    ueberbevoelkerung ist kein erfolg. ueberbevoelkerung ist eine katastrophe.

    eine kleine, homogene, gesunde bevoelkerung ist ein erfolg.

    die augenblickliche situation wird ja auch schon bereinigt.

    die natur schert sich nicht um politik oder religion

    das natuerliche gleichgewicht wird sich wieder einstellen.

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  3. Lady sagt

    “Folgen wir nicht dem Pessimismus der Inkompetenten sondern dem Optimismus der Fachleuten. ”

    Gerne, schön formuliert!
    Vermutlich sammeln sich Pessimisten deswegen auch so gerne in den NGO. Ohne die Jammer- oder Untergangsgeschichten hätte das Geschäftsmodell sonst keine Basis. Mit dem Motto ” Alles prima” ist man doch heute bereits verdächtig nah an einer Verschwörungsgruppe .
    Und der Pessimist muss sich wohl auch selbst Mut zusprechen. Deswegen kommt gerade von solcher Seite viel Welterklärung, viel “Geschichte”, viel Blabla. Dabei wäre ein freundlicher Blick auf das Leben, auf den Anderen und auch auf sich selbst viel erfolgreicher.

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  4. Marian E. Finger sagt

    Naja, jeder Fortschritt hat seinen Preis. Manches ist heute besser, anderes schlechter. Meine Großeltern konnten ihr Haus noch so bauen, wie sie sich das erträumt hatten und viel in Eigenleistung machen. Heute muss man eine Million Vorschriften beachten. Und die meisten können den Traum vom Eigenheim inzwischen sowieso in den Wind schießen.

    Meine Großeltern konnten sich mit Tatkraft und Initiative noch in die Welt einbringen und etwas “Neues” erschaffen. Heute ist die Welt verteilt, und aufgrund unserer schieren Masse von acht Milliarden müssen wir stattdessen immer mehr Rücksicht nehmen, bis wir vor lauter Rücksicht vergessen haben, wer wir selber sind. Für meine Großeltern war das Leben noch spannend, voller Herausforderungen und sie konnten scheitern. Heute ist das Leben stinklangweilig, die Herausforderungen sind eingebildete und es stehen an jeder Ecke tausend Berater bereit, die Scheiternde auffangen. Scheitert trotzdem jemand, ist er nicht selber schuld, sondern die Gesellschaft. Die Hälfte der Gesellschaft schluckt heute Pillen, gegen Schlaflosigkeit, Kopfweh, Depressionen und gebrochene Herzen.

    Heute stirbt die Mehrzahl der Menschen einsam im Altersheim oder im Krankenhaus und die Beerdigung ist ein würdeloses “Event” geworden. Heute gilt ein Mensch schon als behandlungsbedürftig, wenn er mehr als acht Wochen um einen Verstorbenen trauert. Überhaupt wird heute ein Drittel der Kinder als krank, auffällig, übergewichtig oder sonstwie behandlungsbedürftig eingestuft und werden mit der Vorstellung ins Erwachsenendasein entlassen, dass sie das Leben alleine nie schaffen. Kinder haben den Freiraum “Natur” verloren, den wir noch hatten, und verbringen ihre Kindheit in überwachten Räumen, ständig betüddelt von irgendwelchen Erwachsenen, die sonst nichts mehr zu tun haben.

    Seit mehr als 50 Jahren leben sämtliche Generationen mit dem bevorstehenden “Weltuntergang”, ob das nun Atomkrieg, Waldsterben, Ozonloch oder Klimawandel ist, und das nicht, weil die Ängste bloß eingebildet sind, sondern weil das Anthropozän das Zeitalter ist, in dem der Mensch sich dank seiner Technologien selbst zur größten Gefahr geworden ist und sich jederzeit selbst die Birne auspusten kann.

    So gesehen, leben wir heute nicht in einer “besseren” Welt, sondern lediglich in einer “anderen” Welt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Tja, so sieht es wohl aus Marian. Wenn aber die Alten immer von den “guten alten Zeiten” elaborieren und den Jungen die Zukunft als düstere Dystopie vor Augen gehalten wird, dann ist das ja alles kein Wunder.
      Der Kapitalismus trägt seinen Teil dazu bei, indem er beide Bereiche mit vielen Lösungsvorschlägen zu bedienen weiß….hier ein paar Nahrungsergänzungsmittel für ewige Jugend und späten Tod, dort ein Joga-Kurs für die mentale Stärke, hier eine Reise in die Region deiner Träume, dort ein E-Auto zur Rettung der Welt….

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    • Smarti sagt

      Herr Finger, da stimme ich zu. Bei Ihrer Beschreibung von Früher habe ich aber gedacht: das ist doch heute auch noch so ? Was für ein trauriges Leben sie für heutige Menschen beschreiben… schrecklich. Landwirte halten wohl in erster Linie trotz aller Widrigkeiten immer noch an ihrem Beruf fest, weil gerade Ihr Zitat: “sie konnten sich mit Tatkraft und Initiative noch in die Welt einbringen und etwas Neues erschaffen, das Leben war spannend, voller Herausforderungen und sie konnten scheitern… genau so würde ich auch heutzutage den Beruf des Landwirts beschreiben. Während früher aber etwas Glück, etwas Erbe und etwas Hektar und Fleiss für den Landwirt und seine Familie relativen Wohlstand garantierte, spielt heute die Gesellschaft und die Politik mit uns Russisch Roulette.

      Wir haben auf dem Hof immer wieder Gäste, mal für ein paar Tage, Wochen, mal für länger. Es gibt natürlich immer Ausreisser nach oben ( sehr nette Leute, sonst würde ich es ja nicht mehr machen ) und nach unten, aber im Durchschnitt würde ich schon sagen, dass die Leute anspruchsvoller und gleichzeitig auch weniger hilfsbereit sind. Und die psychischen Probleme deutlich steigen. Oder bin ich einfach auch selber weniger Tolerant geworden, das spielt sicher auch mit hinein. Momentan haben wir vor Allem eine Strähne mit Nichtzahlern bei den Pensionspferden, die setzen die Pferde sozusagen einfach bei uns ab und verschwinden auf nimmerwiedersehen… das gabs früher bei uns so nicht – das ist super egoistisch, dem Lebewesen Pferd und uns gegenüber.

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    • Smarti sagt

      Als mittelalter Sack, die viel mit den ganz Jungen zu tun hat würde ich sagen, dass die nicht leiden. Kleberchen sind nur die laute oberste Eisbergspitze, die man sieht. Die normale Jugend ist anders. Die Feiern, geniessen das Leben, die Liebe und sind auch fleissig in der Schule. Anders als Früher stehen den Jungen so viele tolle Möglichkeiten offen… man kann studieren was man will ohne früh den ganzen Druck des Geld verdienens für die Familie ausgesetzt zu sein. Man kann nebenher arbeiten gehen, ein paar Prozent, fürs Taschengeld. Man kann reisen, in jedes beliebige Land, viele sprechen fliessend englisch, sonst gibt es den Echtzeit-Übersetzer vom Handy. Es gibt nicht mehr den Einen Beruf, der die ganze Woche und fürs ganze Leben ausgeübt wird. Man kann wechseln, wenn man mag. Zwei Berufe gleichzeitig machen. Es gibt das Navy :), das führt Dich in jede Ecke der Welt. Mit dem Internet kannst Du Dich mit so vielen gleich Gesinnten austauschen oder diskutieren.
      Die meisten Problemchen werden von kleinlichen, doofen Leuten gemacht, denen muss man halt aus dem Weg gehen.
      Theoretisch, praktisch ist das mit einem Hof mit 200 Tieren ein bisschen kompliziert 🙂 . Dann spielen wir halt weiter russisches Roulette.

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      • Reinhard Seevers sagt

        “Die meisten Problemchen werden von kleinlichen, doofen Leuten gemacht, denen muss man halt aus dem Weg gehen.”

        Jepp….was mir zunehmend auffällt, es sind gar nicht die jungen Menschen, die die Probleme machen. Immer mehr Rentner und best-ager engagieren sich in Initiativen gegen alles Mögliche. Die haben Zeit, die haben Geld, die haben Lust auf Einflussnahme und Wiedergutmachung der eigenen Veräumnisse durch Blockieren derjenigen, die noch wirtschaften müssen.

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      • Marian E. Finger sagt

        “Anders als früher stehen den Jungen so viele tolle Möglichkeiten offen …”
        … deshalb gehen 900 von 1.200 Abiturienten in die Verwaltung oder sonst einen Bürojob und erfinden neue Vorschriften für Leute, die einen Hof haben oder sonst was Nützliches machen. 🙂

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  5. evo.... sagt

    Na ja, neu sind die Umwelt-Probleme. Aber auch da sollte man nicht in Panik verfallen, sondern in Ruhe, aber mit Biss, nach Lösungen suchen.

    Was mir dazu auch gleich einfällt: Hier haben die ersten Bauern, die auf Bio umgestellt haben, selber Angst vor den “Pestiziden” gehabt. Diese Ängste tragen sie heute noch in die Gesellschaft hinein. Und dann haben viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen auf Heilung mit Bio gehofft. Die psychologischen Wirkungen daraus auf die Gesellschaft sollte man auch mal thematisieren.

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    • Obstbäuerin sagt

      Evo, haben Sie die 70ger nicht erlebt, weil Sie noch zu jung sind? Damals waren die Untergangszenarien aufgrund der “zerstörten” Umwelt nicht anders als heute.

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  6. Franz Fuchs sagt

    Im Jahr 1900 lag die durchschnittliche Lebenserwartung unter 50 Jahre. Dabei ernährten sich die Menschen ausschließlich von Bioprodukten und verzehrten wenig Fleisch.

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      • Thorens sagt

        Ja, das stimmt ein Stück weit.

        Aber die durchschnittliche Lebenserwartung sagt nichts dazu aus, wie alt die Menschen tatsächlich werden konnten, wenn sie nicht z.B. der damalig hohen Kindersterblichkeit, einer noch nicht behandelbaren Sepsis oder einem Schicksal als Kanonenfutter zum Opfer gefallen sind. Auch der medizinische Fortschritt hat seinen Anteil daran, dass wir heute so viele sind.

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      • Arnold Krämer sagt

        … und der Erfolg (in meiner Region erkennbar z. B. an großen, modernen Wohnhäusern) macht neidisch. Auch EIN Grund, um die Bauern kleinkriegen zu wollen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Naja Herr Krämer….die Größe der Wohnhäuser gerade im Emsland ist beim Gemeinen Bürger auch anders ausgeprägt als in unserer Region. Ich war gerade am Wochenende in Haselünne, Herzlake, Rieste unterwegs….was da in den Wohngebieten steht, ist schon krass. Der Wohlstand im Emsland spiegelt sich gerade auch in den Wohnhäusern auch der Angestellten und Arbeiter wieder….und alles, vom Bürgersteig bis zur Hofeinfahrt und der Terrasse mit Vollklinkersteinen. 😐

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          • Arnold Krämer sagt

            Wir haben eben viel zu verlieren. Und Vechta und Cloppenburg können das Ganze noch einmal toppen. Aber wem sage ich das.

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    • Andreas sagt

      FF@ Hand aufs Herz, würden sie heute noch leben,
      wenn die Ärzte noch so praktizieren würden wie vor 1900 ?
      Heute wird doch im Durchschnitt mehr für Arzneien ausgegeben,
      als für Nahrungsmittel.
      Wenn es darum geht, wie alt die Menschen heute werden,
      sollten bitte auch die Abtreibungen eingerechnet werden.
      Früher sind viele Kinder nach der Geburt gestorben,
      die heute davor abgetötet werden

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      • Reinhard Seevers sagt

        “Wenn es darum geht, wie alt die Menschen heute werden,
        sollten bitte auch die Abtreibungen eingerechnet werden.”

        Früher wurden auch gaaaanz viele abgetrieben…es gab gaaanz viele Engelmacherinnen.
        Aber Andi, wie willste die Anzahl denn hinzurechnen, willste alle Abtreibenden verpflichten auch noch eine Statistik zu führen?
        Am Ende zählt die Zahl der Lebenden, und die wird mehr und mehr und mehr….egal woran das liegt oder wer nicht mitgezählt wird.

      • firedragon sagt

        “… Früher sind viele Kinder nach der Geburt gestorben,
        die heute davor abgetötet werden …”

        Und jetzt? Ist es besser das Leben der Frau zu gefährden und zuzugucken, wie das Kind verreckt?

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Oh bitte – nicht so abschätzig verächtlich bei diesem Thema!!!

          Da läuft es mir eiskalt den Buckel runter. Es gibt auch heute noch Frauen, die ihre Kinder in der Spätschwangerschaft verlieren trotz modernster Medizin – da spielen sich Dramen ab!!! Oder kurz nach der Geburt….

          Wir dürfen die Achtung vor jedem Leben nicht verlieren.

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          • firedragon sagt

            unkomplizierter Wurzelwicht,

            ich bin abschätzig verächtlich?
            Andreas hat was von “davor abtöten” geschrieben.
            Das zum Einen, zum Anderen – Männer haben nicht das Recht, die Entscheidungen von Frauen für oder gegen ein Kind, in irgendeiner Weise zu kritisieren.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Drachen,
              man sollte das Ergebnis akzeptieren, wenn man vergisst zu Verhüten, so viel Verantwortung sollte jeder, jede tragen.
              Bei Vergewaltigungen und wenn bekannt ist, das das Kind Behindert auf die Welt kommt, kann man anders entscheiden.
              Meine Meinung

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              …ich spreche da von keiner Entscheidung der betreffenden Frauen, ich beschreibe da die Härte der Natur. Du musst richtig lesen.

              Diese Tragödie schliesst den Mann/Vater mit ein.

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  7. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Was mach ich denn mit sonem zugezogenen “Alten Sack”,der die Böschung zu meinem Weizen regelmässig entsprechend seiner Grundstücksbreite mäht und das Mähgut in den Weizen kippt?

  8. Ursula Fischer sagt

    vor Justus v.Liebig konnte ein Bauer mit seiner Drei-Felder-Wirtschaft ca. 7 Personen ernähren, also Eltern, drei (nur!) Kinder und die Grosseltern. Wenn er etwas verkaufte, um Geld in die Hände zu bekommen, musste dafür die Familie hungern. Wem in unserer Wohlstand Gesellschaft ist das heute noch bekannt???

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    • Andreas sagt

      Frau Fischer haben sie schon mal was von der Landshuter Hochzeit von 1475 gehört:
      “Anschließend wurde mit bis zu 10.000 Besuchern der Hochzeitsgesellschaft über acht Tage hinweg gefeiert, getanzt, gespeist, getrunken und den Turnierspielen zugesehen. Während der Hochzeitswoche durften in ganz Landshut keine Speisen verkauft werden, sondern, jeder, der etwas zu essen oder trinken benötigte, wurde von der herzoglichen Küche verköstigt. So wurden während der Festwoche beinahe 150 Köche vom Herzog beschäftigt. Während den Feierlichkeiten in Landshut wurden angeblich 333 Ochsen, 1.130 ungarische Schafe, 285 Schweine, 625 halbjährige Schafe, 75 Wildsäue, 162 Hirsche, 1.537 Lämmer, 490 Kälber, 12.000 Gänse, 62.000 Hühner, 194.045 Eier, 220 Zentner Schmalz, 5 Zentner Weinbeer, 140 Zentner Rosinen, 286 Pfund Pfeffer, 205 Pfund Zimmet, Käse, Fische und Krebse verspeist. Anhand dieser Zahlen wird deutlich, wie groß die Hochzeitswoche tatsächlich gewesen sein muss und wie viele Besucher anwesend waren. ”
      Die Landshuter Hochzeit wurde auch heuer wieder von den Landhuter Bürgern detailgenau nachgespielt.
      Auf den Feldern wurden damals nicht nur das Essen, sondern auch die gesamte Kleidung und der Treibstoff für den gesamten Tranport mit hilfe der Pferde hergestellt

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      • evo.... sagt

        Andreas hat geschrieben:

        Die Landshuter Hochzeit wurde auch heuer wieder von den Landhuter Bürgern detailgenau nachgespielt.

        Was wurde heuer alles verspeist und versoffen? Beim nächsten Fest komm ich auch und wann ist das?

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  9. firedragon sagt

    “… Wir sind großartig darin, immer neue Ängste zu schüren, wenn alte Probleme gelöst wurden. …”

    Das ist schon seltsam, dass manche Menschen genau darin ihre Daseinsberechtigung sehen. Und ich dachte, der Mensch hat mittlerweile verstanden, dass Negativdenken nur dem Gemüt schadet.

    Und dieses neu geschaffene Kaudawelsch macht das Leben unnötig schwer – “… Die Lebenserwartung des/der Westeuropäer/in liegt …”
    Korrektur: Des Westeuropäers und die Westeuropäerin
    Alles andere ist Murks und grammatikalisch fehlerhaft.

    Es schreiben hier nicht nur “alte weise Männer”, es gibt da Obstbäuerin, Ferkelhebamme, Smarti, Sonnenblume, Lady und sogar Frau Ertl, von denen man was lernen kann.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wenn schon korrekt, dann korrekt bitte!
      Es ist die Rede von “alten Säcken”, nicht von “alten weisen Männern”.
      Wer sich als “alter Sack” fühlt, der muss heutzutage nicht unbedingt mehr männlich sein…und weise schon gar nicht. 😎

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      • firedragon sagt

        “alte Säcke” ist sooo negativ, ich hab’ das extra positiv ausgedrückt … denken Sie an das menschliche Gemüt, Herr Seevers 😏

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        • Arnold Krämer sagt

          Ich kann nicht immer ein passendes smiley zufügen, um die Richtung meiner Aussage noch zu unterstreichen. PS: Ich persönlich finde den Ausdruck “alter Sack” nicht ehrenrührig. Ich beziehe ihn auch auf mich, ohne dabei meine Selbstachtung zu verlieren, im Gegenteil.

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          • firedragon sagt

            Herr Krämer,
            ich habe ein Smiley verwendet und dies sollte nun keine Debatte über den Begriff “alter Sack” werden. Wenn Sie sich selber oder Ihre Bekannten Sie im Scherz als “alten Sack” bezeichnen, ist das in Ordnung. Sie sollten aber weder mir, noch anderen Diesen Freifahrtschein gewähren.
            Wenn ich z.Bsp. im Bekanntenkreis mit “Bauer” scherze, bedeutet das noch lange nicht, daß ich das mir gegenüber von Außenstehenden dulde. Da “Bauer”, wie “alter Sack”, nicht nur scherzhafte Bedeutung haben kann, sondern auch verletzend sein kann.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wenn ich als alter Sack bezeichnet werde, ist das für mich eine Beleidigung.

      • Arnold Krämer sagt

        Danke für Richtigstellung, falls der “Drache” mich gemeint haben sollte. Aber von alten “Säckinnen” zu sprechen widerstrebt mir total.

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        • Ferkelhebamme sagt

          Ich fühle mich durchaus angesprochen, obwohl eher mittelalt 🙂 Außerdem geht mir momentan vieles auf den selbigen, der BITTE nicht gegendert wird.

          Ansonsten gilt (wie Anthony auch sagt) Mund abwischen, weitermachen, und abwarten, bis die hysterisch im Kreis drehenden vor die Wand rennen. Ein paar Tage Medien-Abstinenz ist da sehr hilfreich.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Jeder dieser alten weisen Männern und Frauen in diesen Block wissen, dass man Probleme lösen muss und auch kann. Ich habe das Gefühl, dass allgemein immer mehr nach dem Staat gerufen wird und die Problemlösung anderen überlassen wird.

      Dass die die Bauern beim Jammern weit übertreffen, wird gerne übersehen.

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      • evo.... sagt

        Ich denke unsere Gesellschaft leidet daran, dass sie zu wenig gesunde “alte Säcks” produziert. Die ungesunde Lebensweise führt dazu, dass die Leute zu früh krank werden. Adenauer wurde mit 72 Bundeskanzler und damals ist auch was gut gelaufen.

        Ansonsten hatten wir in den Anfängen bei Grünen und Braunen das gleiche Problem:
        Beide Bewegungen sind von jungen Leuten, die nix gelernt hatten, ausgegangen. Nach den Braunen gab es ein Tief und mit den Grünen gibts auch wieder ein Tief. Dann müssen die wenigen gesunden “alten Säcks” die Gesellschaft wieder auf Kurs bringen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Sorry, falsch zitiert…nicht die Politik, sondern “das Schicksal hat mir ein sorgenfreies Leben zu garantieren”, hat sie gesagt!

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          • Smarti sagt

            Ja, und mit Schicksal meine “die” dann alle Anderen, nur ich brauche mich nicht anzustrengen, denn ich arbeite ja schon, wenn ich Forderungen stelle.

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  10. Arnold Krämer sagt

    Die „alten Säcke“, die hier bei Bauer Willi diskutieren, können aufgrund der tatsächlich längeren Lebenszeit sehr viel überblicken und wissen: Alles ist im Fluss. Und wenn es aufwärts geht, kann es auch wieder abwärts gehen. Das gilt für Familien, für einzelne Betriebe, für Wirtschaftssektoren und sicherlich auch für ganze Volkswirtschaften und Gesellschaften. Der verbale „Kampf“ hier Tag für Tag, hat das Ziel, die erkennbar negativen Entwicklungen zumindest für den Agrarsektor ein wenig zu bremsen und abzumildern.

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/elite-panel-deutschland-hat-seinen-zenit-ueberschritten-19044601.html

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ein Grund für die andauernde Katastrophenstimmung und Panikanmutung liegt m.Ea. darin, dass die Medien in all ihren Formen den größten Beitrag dazu leistet.
      Jeder, sogar die “alten Säcke” können ihre Meinung, ihre Weltanschauung und ihre Wut sekündlich rausposaunen. Man hat das Gefühl, dass es aus allen Poren wabert….
      Wer sich gar nicht mit den medialen Lautsprechern befasst, und davon gibt es doch sehr viele, der lebt ruhiger und gelassener, so kommt es mir vor.

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      • Obstbäuerin sagt

        Wenn in den Medien gleichzeitig Themen auftauchen, denen viel Platz eingeräumt wird (Pestizide, Umweltkatastrophen, Klimawandel, Corona, braune Gefahr, Artensterben, Wassermangel, Wärmepumpe usw. usw,) ganz aktuell Hitzetote und Extremhitze, dann kann man darauf warten, dass es eine politische Agenda gibt, deren Auswirkungen uns demnächst treffen werden. Politik und Medien sind eine Symbiose, die gut füreinander sorgen. Wir älteren Semester wissen aus eigenem Erleben, dass so manche Katastrophe im Interesse einzelner Gruppen künstlich herbeigeredet wurde und andere wiederum durch technische Lösungen verhindert werden konnten. Diese Erfahrung fehlt der jungen Generation, was sie so anfällig für ihre derzeitige Endzeitstimmung macht.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Vorgestern hat RTL eine Sondersendung über die Hitze im Mittelmeer gebracht. Grottenschlecht, aber immer mit dem unterton der Katastrophe.
          Se haben Menschen interviewt, natürlich ausschließlich Urlauber und vorwiegend Deutsche. Die Frage lautete immer: Wie gehen die Menschen mit der Hitze um….dann die Antworten der Urlauber: Schatten sichen, ein Eis essen, viel Trinken, ein kühles Bad nehmen, Mittags drinnen bleiben, wenig Alkohol…aber Spaß haben.
          Und am Ende der Sendung dann die Frage an den “Wetterexperten” ist diese Katastrophe der Klimawandel und ist der Menschengemacht? Antwort: Ja, kein Zweifel!
          Jaaaaa, aber kein Wort darüber, dass die Spaßhabenden evtl. mit dem Hintern zu Hause bleiben könnten, damit in den Regionen nicht noch mehr Wasser verschwendet wird….nein wir reisen ja so gern. Die kognitive Dissonanz bleibt bestehen…..dann doch lieber weniger Fleisch essen, leichte Kost ist auch besser bei der Hitze! 😀

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Herr Seevers,
            positiver denken, bei jedem Kg Rindfleisch, das im Urlaub vertilgt wird, wird angeblich 16.000 Liter Wasser gespart, was sie positiv auf unser Grundwasser auswirkt.😉
            Es sei denn, es handelt sich um Fleisch aus Deutschland.
            Außerdem ist das Wasserproblem in den Urlaubsländern kein Problem für “uns” Urlauber, ist ja nicht in Deutschland.😉

      • Eifelbauer sagt

        Viele und immer mehr leben von den alarmierenden Nachrichten die täglich in allen möglichen
        Formen in Bild,Ton und Text auf uns einprasseln.Dazu wird immer weniger selbst recherchiert sondern Einer schreibt/kopiert vom anderen ab und setzt im Zweifelsfall noch was obendrauf um
        möglichst viel Aufmerksamkeit zu erheischen. Merke : Nur schlechte Nachrichten sind gute
        Nachrichten.

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        • Bergamasca sagt

          Doomscrolling soll ja süchtig machen und vor allem seit dem ersten Lockdown extreme Ausmaße angenommen haben. Medien und Politik befeuern das Phänomen, jeweils im eigenen Interesse. Langfristig wird sich das gewaltig rächen.

  11. Eckhardt Bültermann sagt

    Ein showcase in Disneyland Florida ist ein großes Karussell, unterteilt in Tortenstücke die dem Betrachter jeweils eine jüngere Geschichtsepoche darstellen .
    . Das Bemerkenswerte daran: Das Lied das bei jedem Segment ertönt ist immer das gleiche: “This is the best time of life”. Walt war eben Ami!

  12. Frikadellen piet 44 sagt

    guten Morgen den meisten fehlt der zeitliche Zusammenhang und die wissen nicht dass wir doch deutlich besser leben als früher wo wir noch auf dem Donnerbalken gehen mussten für ein großes Geschäft zumindest unsere Vorfahren

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      • Frikadellen piet 44 sagt

        früher waren oft bundesverübungen bei uns auf dem Hof die Soldaten haben dort den Güllebehälter als Donnerbalken benutzt das fanden wir Kinder witzig

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bei uns war der Donnerbalken seit 1949 passe.

        Laut dem damaligen Planfertiger das erste WC im Ort, danke an meine Eltern.

        Ps: Um auf das Plumpsklo zu gehen, musste man über den Hof gehen.

        • Günter sagt

          Das Plumpsklo war direkt mit der Güllegrube verbunden und wegen der Mücken dort war der Aufenthalt dort begrenzt möglich

          • Reinhard Seevers sagt

            Nicht nur wegen der Mücken….der Geruch setzte sich schön in die Klamotten und kleine Larven krabbelten durch die Bodenbretter….😎
            Als Toilettenpapier wurde die Zeitung genutzt und jeder wahr sauer, wenn Oma die Hochglanz-Werbepapiere hingelegt hatte. die Teile ließen sich schlecht nutzen…ging einfach nicht. Und bei der Bildzeitung hatte man hinterher immer schwarze Finger von der ganzen Druckerschwärze……ach das waren schöne Zeiten, denn man hatte immer was zum Lesen dabei.

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          • Thorens sagt

            “Das Plumpsklo war direkt mit der Güllegrube verbunden und wegen der Mücken dort war der Aufenthalt dort begrenzt möglich”

            Bis Mittag warten, dann sind die Fliegen in der Küche.

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  13. Rainer Henking sagt

    Hier kann ich nur das Buch Factfulness von Hans Rosling empfehlen. Seine TED-Talks sind auch sehr sehenwert.

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    • Er hat zudem die Gapminder-Stiftung gegründet, die mehrere Studien zu falscher Wahrnehmung macht und auch unterhaltsame Quizze zu Vorurteilen anbietet.

      Inzwischen wurden viele Leute von ihm inspiriert und schreiben konstruktive statt destruktive Nachrichten. Leider noch nicht die ganz großen Medien wie z.B. die Tagesschau, aber im Rahmenprogramm der öffentlich rechtlichen Sender folgen inzwischen einige Angebote diesem Ansatz: Bei NDR Info “Perspektiven” und “Mission Klima”, beim BR24 “Dreimal besser”. Vermutlich gibt es noch mehr, aber das sind die, die ich kenne.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich glaube nicht, dass das sog. Faktenbasierte Wissen uns weiterhilft, die Welt besser zusehen. Was interessiert es mich, wie viel Prozent der Mädchen weltweit heute lesen können und wie sollte es mein Leben beeinflussen zu einem Besseren?
        Wir sehen es doch beim Glyphosat. Alle Wissenschaft hilft nicht, wenn die Fakten durch Ängste überlagert werden.
        Ich halte es mit Yuval Noah Harari: Urteilsfreiheit ist der Wegweiser zu einem Frieden des Geistes, an den keine andere Form des Glücks heranreicht.

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