Bauer Willi
Kommentare 84

Die Pachtpreise…

…sind zu hoch, sagen die einen. Gerade einige (besonders laute) Agrarökonomen verweisen dann darauf, dass “es den Landwirten ja gut gehen muss, wenn sie solche Pachtpreise bezahlen”. (Oft entstammen diese Professoren der “Göttinger Schule”)

Ich kann auf solche Argumente kaum antworten, denn bei Pachtpreisen von über 1.000 €/ha für mehrjährige Pachtverträge wird es “schwierig”, diese mit einer normalen Ackerbau-Fruchtfolge zu verdienen. Für Sonderkulturen und einjährige Verträge kann die Summe auch schon mal doppelt so hoch liegen.

Meine Frau hat eine kleine Fläche, die sehr weit weg liegt und wo es unsinnig ist, dort extra hinzufahren. Sie hat diesen Acker an einen Berufskollegen verpachtet, der

  1. Willi heißt,
  2. ein vernünftiger Mensch ist und
  3. den wir seit langem kennen.

Der Pachtpreis beträgt 800 €/ha für Lößboden mit 90 Bodenpunkten. Die Pachtpreisfindung dauerte genau eine Minute.

Ich bekomme mittlerweile fast wöchentlich Anrufe von Firmen, die auf meinem Acker Photovoltaik bauen wollen. Unsere Flächen liegen alle direkt an eine Bahnlinie, so dass hier eine Privilegierung vorliegt.

https://www.thuenen.de/de/newsroom/detail/freiflaechen-pv-an-autobahnen-und-schienen-in-deutschland

Auf einer Karte, die ich in dem Link gefunden habe, werden meine Flächen tatsächlich mit Nutzung (2023) dargestellt und die Eigentümer kann jeder leicht ermitteln. Datenschutz gibt es hier nicht.

Angeboten wurde mir für PV bisher 4.000 €/ha für einen 20jährigen Vertrag.( Ich habe bisher alle Angebote abgelehnt und werde sie auch weiterhin ablehnen.)

Und jetzt meine Frage: Wie bekommt man die Pachtpreise wieder auf ein Maß, dass sich durch normalen Ackerbau rechnet?

(Aufrufe 3.146 gesamt, 1 heute)

84 Kommentare

  1. Klartexter sagt

    Das Thema hier beschäftigt mich sehr und auf dem Sofa ist mir noch was eingefallen was belegt, mit welchen Gerüchten und Vorurteilen Bauernfamilien zu kämpfen haben.
    Bei Pachtpreisen geht es darum, ob man erfolgreich auf der Fläche wirtschaften kann oder nicht. Da man weder Wetter noch Preise langfristig vorplanen kann, reden wir über ein Risikogeschäft.
    Man wirtschaftet öffentlich und ein neuer Trecker löst Spekulationen aus und Verpächter glauben sie kommen zu kurz. Diese These wurde unten ja schon missgünstig verworfen und da fällt mir als Gegenbeweis die TV Sendung Günter Jauch ein, mit Bauer Willi zu Gast.
    Ein Diskutanten hatte B.W. vorgeworfen einen dicken Fendt zu fahren und er solle nicht auf hohem Niveau jammern… (dass es der Fendt des Nachbarn war, spielt keine Rolle…)

    Genau das ist unser Problem, dass jeder sich ein Bild von außen bastelt und die Vielfalt der Landwirtschaft kann für jedes Klischee genutzt werden.

    Ich wollte diesen Aspekt nur noch loswerden für Stadtmenschen und raten, mit Bauern selbst zu sprechen und nicht alles zu glauben was angebliche Experten gut artikuliert verbreiten. Jeder Bauer kann gut erklären warum er aufgibt.

    (Sorry in eigener Sache: Ich hatte unten angekündigt den Blog zu ignorieren, um nicht wegen Seevers aus dem Fenster springen zu müssen . Dies machte Bauer Willi glücklich wie er sagte. Was ihn mehr erfreut, den “Abschied” oder den angedeuteten Fenstersprung, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich ihn glücklich machen werde ab jetzt. So viel Kollegialität muss sein und ist kein Problem.) 😉

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  2. Limes sagt

    Lassen wir mal die Top Böden z.B die mit 90er Bodenpunkten aussen vor der sollte doch nicht für PV geopfert werden.
    PV kann auf anderen Standorten stehen. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren fällt der Standort wohl auch nach den 20 Jahren komplett aus der landwirtschaftlichen Produktion bedenkt man den Aufwand für die Wiederherstellung der Böden für vernünftige Erträge. Ein Rückumwandlung ist zudem wish full thinking macht man ja bei Umwandlung von ldw Flächen in Strassen, Gebäude… auch nicht.
    4000 € Pacht p.a für 20 Jahre hört sich gut an aber ist es dann nicht eher sinnvoller die Fläche für mind. 80000 € eher mehr zu verkaufen und das Geld anderweitig zu investieren. Der neue Eigentümer/PV Investor hat doch nur Vorteile er kann die Fläche länger nutzen. Finanzieren kann er Kauf über Kredit, die Banken sind sicher gerne dazu bereit.
    Die Sinnhaftigkeit der weiteren Versiegelung grosser offenen Flächen durch PV man könnte es auch als Verschandelung der Landschaft bezeichnen lasse ich mal aussen vor. Das ist ja wohl gesellschaftlich akzeptabel und gewünscht.

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  3. Arnold Krämer sagt

    Die bereits abgegebenen Kommentar sind ein eindeutiger Beweis!

    Beim Thema Flächenpacht kann man sich die Köpfe heiß reden, weil jeder, aber auch wirklich jeder, andere Bedingungen vorfindet, was das Angebot an Pachtflächen und die Nachfrage nach Pachtflächen angeht.

    Es gibt Landwirte, die z.B. mit 30 ha Eigentum über 200.000 € Pachteinkommen für die Landbesitzer in ihrer Gemeinde erwirtschaften und trotzdem mit mehreren 100.000 € Gewinn über die gezahlte Einkommensteuer einen nennenswerten Beitrag für meine Pension (kleiner Hinweis an den Klartexter!) leisten. Das hängt vor allem von den Betriebszweigen ab, die unterschiedlich rentabel betrieben werden können, was dann vor allem auch wieder von der Existenz leistungsfähiger Verarbeitungsunternehmen in der Region abhängt. Dafür müssen die Unternehmen nicht einmal eine Betriebsgröße haben, die 3 oder 4 ständige Fremd-Arbeitskräfte erfordert.

    Es gibt aber auch Landwirte, die ihre 20 oder 30 ha Eigentumsflächen nicht verpachtet haben und dann hohe Pachtforderungen stellen, sondern Gesellschafter z.B. in GbR’s geworden sind, einem außerlandwirtschaftlichen Beruf nachgehen und nur in Arbeitsspitzen und zur Aushilfe dem Gemeinschaftsbetrieb als Arbeitskraft zur Verfügung stehen (also erfolgs- oder verlustbeteiligt sind). Dieses Betriebsmodell ist z.B. in Ostniedersachen recht häufig anzutreffen im Westen des Landes aber völlig unbekannt.

    Es gibt auch Landwirte, die den Banken, den Berufskollegen und letztlich auch sich selbst sehr lange ein X für ein U vormachen können, wenn sie aggressiv zupachten und Wachstum „vortäuschen“. Wenn die „Wahrheit dann spät ans Licht kommt“, sind leider oft auch eine Vielzahl von Berufskollegen „auf der Strecke geblieben“.

    Auf der Angebotsseite verhalten sich Private auf dem Pachtmarkt oft moderater als Körperschaften, weil sie nicht Gewinne sondern Nutzen maximieren wollen.

    Der Pachtmarkt ist regional, teilweise sogar auf Kreis- oder Gemeindeebene so heterogen, so intransparent, so unterschiedlichen Einflussfaktoren und Motiven ausgesetzt, dass es einheitliche Maßstäbe für die Pachtmodalitäten und Pachtpreise nicht geben kann.

    Auch landwirtschaftliche Unternehmen sind und bleiben „selbstgebastelte Abenteuerspielplätze“.

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    • Bauer Willi sagt

      @Arnold Krämer
      Das war der Grund, das Thema “Pachtpreise” einmal zur Diskussion zu stellen. Wie man sieht, gibt es für den Einen einen vernünftigen Grund, die geforderten Pachtpreise zu zahlen, für den Anderen jedoch die absolute Ablehnung ebenso logisch zu erklären. Ich fand die Diskussion interessant, würde mir aber wünschen, dass man auf gegenseitige Beschimpfungen verzichtet. Das richtet sich an mehrere Personen hier im Blog, nicht an Sie.

      Auch der Anspruch, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, sollte etwas unterdrückt werden. Es geht hier um Meinungsaustausch mit Respekt.
      Hoffentlich fühlen sie die Richtigen angesprochen.

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  4. Thomas Wörle sagt

    Warum regen sich alle über die hohen Pachtpreise auf. Es wird keiner gezwungen sie zu bezahlen. Aber wenn auch nur ein Grundstück zu haben ist stehen 20 da und überbieten sich gegenseitig . Angebot und Nachfrage

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  5. Rößle Rudolf sagt

    Lieber Willi
    Wir sind auch Biogaseinzugsgebiet und müssen eine Pachtpreiserhöhung nach der anderen schlucken oder Flächen abgeben. Das Motto wird sein wachsen und weichen. Mit Freude können dann die Enkel, die dann wieder Lust an der Landwirtschaft haben die alten Aufgabebetriebe wieder aufbauen.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Viele Biogasanlagen werden jetzt 20 Jahre alt und fallen aus der staatlichen Förderung, ohne die es sich nicht rechnet. Neu gebaute Anlagen sind hier in der Gegend keine reine NawaRo-Anlagen mehr, gleichzeitig nimmt die Zahl der tierhaltenden Betriebe, die Flächen vorhalten müssen, ab, so dass sich, denke ich, die Explosion der Pachtpreise erledigt hat.
      Die Pachtangebote für Energieerzeugung sind exorbitant, die geeigneten Flächen aber begrenzt und eine Verpachtung sollte mit allen Eventualitäten gut überlegt sein. Ein Bekannter hat seit ein paar Jahren drei WKA auf seinen Flächen stehen und sagt, er bereut es extrem, weil er mit dem Pächter nur Theater hat. (Eine der Anlagen hat ständig technische Ausfälle.)

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  6. Smarti sagt

    Nur dass nicht jeder jetzt denkt, dass man als Bauer locker 1000.- Euro fürs nix tun verdient bzw. 1000.- Euro aus der Portokasse bezahlen kann für Pachtland: wir bezahlen für hügelige Wiesen bis 120.- Euro den Hektar und für Ackerland bis 240.- . Dies ist die obere Schmerzgrenze, darüber ist der Gewinn futsch und wir würden drauf zahlen ( mit Gratisarbeit z.B.) Deshalb können wir mit den Schweizer Kollegen nicht mehr mithalten, welche teils das dreifache bieten. Dieses so erzeugte Futter wandert zollfrei über die Grenze und hat in der Schweiz schwupps den drei-bis vierfachen Wert.
    Nein und nochmals nein ! So schnell können wir bald nicht mehr nein sagen, wie “unser” Land gerade weniger wird. Zum Glück reicht das eigene Land recht weit, auch noch für die Kinder. Weniger Arbeit und weniger Verantwortung ist auch eine Form von Glück.

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  7. Klartexter sagt

    Ein Sachverhalt muss ergänzt werden.
    Würde Bauer Willi seine Landwirtschaftliche Nutzfläche in eine Solarfläche umwandeln, hätte er große Probleme bei der Erbschaftssteuer bei Übertragung oder Vererbung an die Kinder.
    Die Fläche verliert den Ackerstatus und die Folgen sind in 30 Jahren nicht absehbar.

    Es wäre Aufgabe des Kammerberaters Krämer darauf hinzuweisen, aber er kann nur Bauern beleidigen statt zu beraten.

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    • Stadtmensch sagt

      “aber er kann nur Bauern beleidigen statt zu beraten.”

      Das ist Unsinn. Herr Krämer sorgt meiner Meinung nach u.a. maßgeblich für dafür, dass auch Leute von außerhalb der landwirtschaflichen “Blase” hier mit Gewinn lesen können.
      Natürlich kann man immer gezielt provozieren, um jemanden aus der Reserve zu locken. Warum auch immer. Die Kommunikation wird dann eben schlechter.
      Wenn man Confirmation-Bias vermeiden will, kann man auch “sticheln”, ohne persönlich zu werden.

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      • Klartexter sagt

        Lieber Stadtmensch, man kann sowohl Stadtmenschen informieren als auch Landwirte gut beraten. Warum schließt sich das aus?

        Ich habe nur ein Problem damit, sich auf Kosten der Landwirte zu amüsieren und sich selbst zu beschäftigen.

        Es macht mich traurig, dass die klare Botschaft oben, nämlich dass PV auf Ackerflächen landwirtschaftliche Familienbetrieben ruinieren können, von den 2 bekannten Dauerpostern ins Lächerliche gezogen wird.

        Ich teile langsam die Meinung von unkomplizierten Wurzelwicht, dass man solche Chancen ergreifen muss, damit Stadtmenschen ukrainischen Weizen und Schnitzel aus Chile genießen können\muessen.

        P.S.: Danke für die Fütterung des Trolls (ich) 😉 Meine Frau hat übrigens den Trollvorwurf gelesen und wollte eigentlich Posten: “Stellt euch nicht so an. Ich muss den jeden Tag füttern…”.
        Wir hatten jedenfalls Spaß und dafür auch danke…

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        • Stadtmensch sagt

          Der Humor ihrer Frau gefällt mir! 😉

          Irgendwie versuche ich noch zu verstehen, warum “Die Marktwirtschaft” dazu führt, dass hierzulande keine Nahrungsmittel mehr mit möglichst regionalen Rohstoffen erzeugt werden können.

          Müssen wir mal den Ralf Füchs fragen. Das ist doch der große Erklärbär für Liberale Moderne und Freiheit und Fortschritt und Kartoffeln…

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Vielleicht sollte man ergänzen, dass in den meisten Bundesländern Stand heute Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Abhängigkeit von den nachweislichen Bodenrichtwerten überhaupt beantragt werden können, die in manchen Regionen bei 45 Bodenpunkten, in anderen bei 60 Bodenpunkten an ihre Grenzen stoßen.

          Inwieweit das ggf. vereinzelt ausgehebelt ist, da habe ich noch nicht dezidiert recherchiert, ich möchte aber vorsichtig in Frage stellen, ob ein mit viel Geld vollgepackter Investor auf Willis 90er Sahneböden behördlicherseits durchstarten könnte….!?

          Wer neueres weiß, darf mich jetzt sehr gerne belehren. Ich bin dahingehend überaus aufnahmefähig… 🙂

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          • Bauer Willi sagt

            @UKW
            das hat hier jemand versucht mit PV, auf 90er Böden. Einziger Verhinderungsgrund: es gibt dort eine Kolonie von Feldhamstern. Aus die Maus…

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Willi, mache dich interessehalber doch mal schlau, ob ein 90er Boden nicht auch ein Knock-out-Kriterium ist – ohne Feldhamsterkolonien.

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  8. Christina sagt

    Mir war nicht so ganz bewusst, dass man solche Pachtpreise erzielen kann bzw. Landwirte so viel für gepachteten Acker zahlen müssen/können?! Werde immer schlauer, wenn ich Willis Blog lese!
    Wir besitzen Wiesen, die Pferdebesitzer bei Bedarf (umsonst) nutzen können bzw. auf denen Obstbäume stehen, und Ackerland, was wir an die hiesigen Landwirte verpachtet haben. Allerdings gibt’s bei uns für die Pacht mal ne “rote Wurst” oder eine Flasche Wein von den Bauern; wir sind froh, dass die Flächen bearbeitet werden, weil wir nicht die Maschinen dafür haben und uns freuen, wenn der Bauer die Wiese nebenan mit mulcht oder die drei Meter Ackerland hinter unserem Haus, die uns sind, mit bearbeitet.
    Ich möchte jetzt aber auch nicht unbedingt wissen, wieviel der Landwirt für den Rest des Ackers bei uns am Haus an Pacht zahlen muss?! Manche Verpächter scheinen ja tatsächlich gutes Geld zu verdienen, wenn sie verpachten …
    Ob der Landwirt durch mehr Ertrag, den er durch mehr gepachtetes Ackerland hat,
    so viel mehr Geld in der Tasche hat, bezweifle ich?!

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Eine grandiose Orientierungshilfe in Zahlen, lieber Willi, ohne zu umreißen, dass diese 800 Eurönchen kein rechtsverbindliches mittelpreisiges Niveau abbilden können.

      …Damit schreibst du nicht wenige nicht so gut aufgestellte Betriebe gemäß der Reichsbodenschätzungstabelle in unseren Realteilungsgebieten unwissentlich(!?) an die Wand, ist dir das bewusst!?

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      • Reinhard Seevers sagt

        “…Damit schreibst du nicht wenige nicht so gut aufgestellte Betriebe gemäß der Reichsbodenschätzungstabelle in unseren Realteilungsgebieten unwissentlich(!?) an die Wand, ist dir das bewusst!?”

        Echt jetzt? Die Kollegen kennen das regionale Pachtpreis -Niveau nicht und orientieren sich nun hier im blog? 😁

        Hier in der Region geben die drei großen “M´s” bis zu 1500,.-€ für 30er Boden aus….was macht man jetzt? Die Polizei holen? UWW anrufen und eine Demo organisieren? Oh Herr hilf!

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        • Arnold Krämer sagt

          Herr Seevers, lassen Sie doch bestimmte Aussagen einfach mal stehen. Müssen Sie immer zu allem und jedem “Ihren Senf dazu geben” und dann in einer besserwisserischen Form, die nicht gut ankommt? Das sollten Sie doch auch längst bemerkt haben!

          Diese Anmerkung sagt nichts über die besondere fachliche Qualität der meisten ihrer Kommentare.

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          • Reinhard Seevers sagt

            NOCH gebe ich meinen Senf zu, wo ich ihn zugeben möchte….Ob etwas gut oder schlecht ankommt, das muss wohl jeder für sich beantworten, aber bestimmt nicht für andere. Wenn man das alles wirklich ehrlich bewerten wollte, dann gute Nacht. Ich denke, dass es hier alles in allem gesittet zugeht, und ich mich noch extrem zurückhalte….
            Ihre wiederholten Erziehungsversuche sind auch nicht sooo hilfreich, finde ich. Das erzeugt eine gewisse Spaltung, finde ich.

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            • Ertl Elisabeth sagt

              “Ob etwas gut oder schlecht ankommt, das muss wohl jeder für sich beantworten, aber bestimmt nicht für andere. ”
              Nun, 9:0 für Arnold, wie man sieht!

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ist langsam wie bei einer von diesen realityshows Elisabeth, wo die Zuschauer den Unbeliebtesten rauswählen. Ich frage mich immer, warum die Leute das anschauen, jetzt weiß ich es, sie möchten gerne zu den Gewinnern von Irgendwas gehören. 🥳

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                • Bauer Willi sagt

                  Herr Seevers, ich finde, es reicht. Und ich finde Arnold Krämers Kommentar sehr passend. Warum nur müssen Sie zu allem Ihren Senf zugeben und warum müssen Sie andere Kommentatoren angreifen? Sie haben doch schon ein großes Ego…
                  Bitte halten Sie sich zurück. Wenn Sie es nicht von selbst tun, werde ich dafür sorgen…Sie wissen schon…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Faktenchek: Wann hab ich wen persönlich angegriffen?

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                • Bauer Willi sagt

                  Ich hoffe, Sie haben mich verstanden. Wir führen diese Diskussion doch nicht zum ersten Mal.

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                • Peter sagt

                  Es wäre sehr schade, @R.S. in irgendeiner Form auszubremsen. Da ginge ein großer Teil der „Würze“ dieser Veranstaltung hier verloren. Ist doch gut, wenn jemand seine persönlichen Ecken und Kanten hat…auch, wenn man manchmal biss`l schlucken muß. Offensichtlich wurde z.B. vorgestern der Verweis auf den Film „Demolition Man“ nicht verstanden. Es ist diese fortschreitende allgemeine Angepasstheit, der Hang, es allen recht machen zu wollen und Normen für allgemeinverbindlich zu halten, welche die sogenannte moderne Gesellschaft förmlich im „Weichspüler“ ertrinken lässt und zu vielen Verwerfungen führt. …nix mit: „sanfte Grüße“ ! https://www.youtube.com/watch?v=LD5Tgn_tw7Q

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Lieber Reinhard, der kluge Kopf verbrennt sich daran seine Fingerchen nicht, ganz einfach.

          1000 -1500 € Pachtzins bei durchaus heute möglichem Totalausfall; man vernimmt ein Plup-Plup-Plup der Ertrinkenden.

          Sie empfehlen das zur Nachahmung – Ich halt nicht.

          Es lebe der Kannibalismus in Reihen der Landwirte. Manche fressen sich selbst die Haare vom Kopf… Chapeau!

          Dann hört auf zu jammern u. schafft…

          Ich habe übrigens einen Verpächter, der ist Polizist und ein guter Freund von mir und meiner Frau, der wünscht sich, dass wir überleben und nicht die Lust verlieren. – Ein wirklicher Freund 🙂

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          • Sonnenblume sagt

            Unter 1000 € Pachtzins läuft hier seit mindestens 20 Jahren nichts mehr. Da kann ich die Aussage von Herrn Seevers nur bestätigen. Ich wundere mich schon lange über die offizielen Zahlen. Werden sie absichtlich so niedrig angesetzt, oder ist das gemittelt für ganz Deutschland? Es gibt sicher eine ordentliche Bandbreite bei den Zahlen, je nach Größe und Bundesland.

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Sie empfehlen das zur Nachahmung – Ich halt nicht.”

            DAS empfehle ich niemanden…das IST so. Wie kann man aus dem Text eine Empfehlung ableiten? Falsche Senftube?

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Der personifizierte “Stein der Weisheit” spricht zu uns, bewaffnet mit der Wunder-Senftube für alle Fälle.

              Hat was, diese spezielle Superschärfe…

              Sie sollten ihr Geld mit dem Göschle verdienen. 😉

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      • Frank sagt

        “Eine grandiose Orientierungshilfe in Zahlen, lieber Willi..”

        Grandios, es gibt ja sonst auch keine, am Ende gar noch detailliertere bzw. tiefergehende Infos dazu, gelle? Wenn man dann auch noch “Pachtpreise, Ackerland” googelt, kommt ja auch immer nichts. Weder von den Statistikern in Bund und Ländern, noch vom Bauernverband, noch von agrarheute, Maklern etc. pp. Ne, da sind die 3 Werte eines individuellen Sachverhalts von Bauer Willi die grandioseste aller Informationen. Himmel hilf!

        Das ist schon fast wie mit Groupies, die sich auch noch mokieren, wenn andere solches übertriebenes Getue etwas daneben finden.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Ja nun, hochverehrter Bauern- und Verbraucherversteher Frank, es ist wohl sehr schwer, anderen eine eigene persönliche Meinung zugestehen zu wollen.

          Herr Seevers wird in dieser Frage sogleich außerordentlich renitent im übrigen. Wie soll ich jetzt reagieren!? Beleidigte Leberwurst spielen und Sie mit was auch immer verbal bewerfen!?

          Ich habe aber sehr gut verstanden, nachdem das “Maschinengewehr” auf mich gerichtet war… – Himmel hilf!? Der hilft in dieser Frage nicht. Sollen seine Menschlein mal ganz alleine klarkommen.

          Wenn Sie hier bei Willi nicht die Online-Plattform installiert sehen möchten nach dem Motto “wir sind ja schließlich unter uns”, dann sollten Sie eine anständige Diskussionskultur respektieren wollen. Es existieren ja heute bereits nicht wenige “Vertriebene”, die sich nicht mehr zu Wort melden möchten. Einige vermisse ich tatsächlich nicht, andere wiederum haben sehr interessante Blickwinkel aufgeworfen, über die ich intensiv ins Grübeln und Nachdenken gekommen bin.

          Ich meine, Willi weiß das; wie er das beurteilt, müssen Sie ihn fragen, mir hat er seine Meinung dazu nicht geflüstert. IHNEN?

          Ich tue mich sehr schwer, den DBV als mein Sprachrohr zu sehen. – Sie sollten vielleicht Wille fragen, ob Sie sein Sprachrohr spielen dürfen.

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    • Bauer Willi sagt

      Wir haben auch zwei kleine Flächen, die der Schäfer in Ordnung hält. An Weihnachten gibt’s dafür von ihm ein Stück Fleisch. Jeder ist zufrieden.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Meine Frau hat nach dem Tod ihres Vaters einen Weinberg geerbt, den wir jetzt kostenlos dem Nachbarbewirtschafter überlassen haben.

      1. Wollte ich mir/uns diese neue “Baustelle” nicht antun.
      2. Brauchen wir diese paar Kröten nicht zum Leben.
      3. Ist damit der Wunsch des Verstorbenen erfüllt, dass SEIN(!) geliebter Weinberg ihn überdauert – seine größte Sorge war, dass er gerodet bzw. verkauft wird.

      Ich denke mal, alle können damit zufrieden sein. – Wir wünschen dem neuen Bewirtschafter ein langes Leben u. gute Erträge mit seinem “Herrgottströpfle” 😊

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  9. Bauer Fritz sagt

    Es ist schon eine Eigenart mit den Gütern die Bauern gehören:
    *) Die Erzeugnisse dürfen nichts kosten – weil sonst könnte ja die 1000 Euro-Smartphone-Gesellschaft verhungern
    *) Die Flächen dürfen nichts kosten, weil sonst kann die Anti-Bodenversiegelungs-Gesellschaft nicht billig bauen (es kosten ja die Baustoffe ohnehin genug)
    *) Der Boden darf auch keinen Pachterlös bringen, weil sonst entweder die Berufskollegen diese (verständlicherweise) kaum mehr erwirtschaften können oder andererseits die Renditen von außerlandwirtschaftlichen Interessenten die eingeplanten 50-100% nicht erreichen. Und der Bauer wäre ja dann eine Wucherer, wenn er sich untersteht davon auch was abhaben zu wollen.

    Eine der Perversitäten der “Alles gratis – Alles sofort” -Gesellschaft

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  10. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Lieber Willi, ich bin doch etwas irritiert, wie du dich in dieser Thematik heute noch vereinnahmen lässt!?

    Wie rechnet sich die eigene Fläche wieder!? – Na ja, die Antwort blitzschnell: Indem man den Ackerbau einstellt!

    Wer 4.000,00 €/ha -vielleicht sogar mehr- realiter erzielen kann, ohne nur einen einzigen Finger krümmen zu müssen und ein solches Angebot ablehnt, der kann nicht rational intensiv nachgedacht haben!?

    Freiwillig sich den brutalen Geißelungen und Knebeleien, die noch immer kein Ende nehmen wollen, in der Landwirtschaft auch fortan untertan machen zu wollen, läßt für Außenstehende oftmals an einem in selbigen Reihen zu verortenden Intellekt doch ganz erheblich zweifeln.

    Der Nahrungsmittelsektor, daselbst ohne jedwede nachweisliche Ethik und Moral auf “Freiersfüßen”, verfängt mit seinen mannigfaltig ausgeworfenen Seelenfängernetzen in bestens geübter Nepper-Schlepper-Bauernfänger-Qualität. – Willi, bist nicht auch du hier “ins Netz” gegangen!?

    Der Stromtransport aus dem hohen Norden wurde eingangs in der Planungsphase mit einem Invest in Höhe v. geschätzten 6 Mrd. veranschlagt, jetzt reichen offensichtlich um die 20 Mrd. nicht einmal mehr aus. – Für NUR EINE STROMAUTOBAHN(!), die SÜDLINK-Erdkabeltrasse. Diese Gleichstrom-Autobahnen verbrauchen 70-80 Meter breite Streifen quer durch Deutschland, man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Die Eigentümer werden allenthalben mit Krümelchen abgespeist. Freiheitlich demokratische Umgangsformen haben hier absolut Sendepause: DU, EIGENTÜMER, MUSST!!! Und bist du nicht willig, gebrauch’ ich Gewalt in jeder mir nur zugängigen Art und Weise. Das ist die “Freiheit” hierzulande heute, die die AMPEL WIE(!?) zu schützen weiß!? Die Antwort ein sprichwörtliches Armutszeugnis auf ganzer Linie!

    Erzeugt der Eigentümer selbst Strom auf seiner Fläche, darf er teilhaben an der Stromerzeugung, steht er unter der Knute eines Klaus Müller, gibt er seine Rechte an der eigenen Hofhaustüre vollumfänglich sofort ab für die Ewigkeit. Dem Eigentümer die Pflichten, er behält proforma das Recht am Eigentum, aber fett Kohle heimsen alleinig die anderen NN ein.

    Dieses kaum mehr bezahlbare Luxus-Modell hegt alleinig die Intentionen, eine Demokratisierung unserer Energieproduktion weitgehend verhindern zu wollen. Stromautobahnen im europäischen Umfeld -ein kontinuierliches Hin- u. Herschieben generiert Top-Margen- wo handverlesene Machtkonstrukte fett Kohle scheffeln können, ….und der Otto Normalbürger latzt, berappt im Jahrestakt, wenn die Stromrechnungen ins Haus flattern nicht nur für den Stromverbrauch sondern auch für das Netzentgelt, ohne kaum zu mucken Abzockpreise.

    WARUM!?

    Es dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein, dass das Einzelindividuum Mensch heute von der Energie ebenso abhängig ist wie von seiner durchgängigen Nahrungsmittelgrundversorgung tagtäglich auch.

    Der Obermacho, der hier als Allrounder wirklich alles regulieren will, ein Stratege Klaus Müller, weiß hier korrekt zu deuten, in die Alltagspraxis umzusetzen.

    Lieber Willi, erbärmlich, dass wir heute noch Lithiumspeicher einsetzen, die technologische Entwicklung in eine zukunftsfähige Moderne verfügen wir hierzulande doch bereits und setzen diese allenfalls spärlich ein. Eine energiepolitische Schande ohnegleichen, die von welchem Intellekt zeugt!?

    – Lithium kostete in einer absoluten Hochpreisphase in 2022 sagenhafte 80.000 US-Dollar pro Tonne, wurde im Februar 2024 mit knapp 14.000 US-Dollar pro Tonne gehandelt, letzteres “Preistief” zu verorten in den entstandenen Überkapazitäten nach einem doch beachtlichen Einbruch im E-Autoabsatz.

    – Und nun der Preisknüller: Natriumchlorid ist für etwa 220 € pro Tonne (in Worten: zweihundertzwanzig EURO!!!) zu erstehen und kann damit für meine Begriffe mit dem Preisniveau von Lithium aktuell absolut konkurrieren, oder etwa nicht!? (Ironie off)

    Kochsalz ist in DE abrufbar in einem gigantischen Überfluss in unseren Salzstöcken hierzulande. – Warum setzen wir in einer zu beschleunigenden zukunftsfähigen Fortentwicklung unserer Speichertechnologien nicht endlich auf Natriumchloridspeicher, wo uns keine Grenzen gesetzt wären – nachweislich in Preis und Menge nicht!? Insbesondere für stationäre Mega-Speicher in Verbindung mit Photovoltaik wäre ein solches Modell geradezu prädestiniert.

    WER agiert hier als Verhinderer, lieber Willi. – Vielleicht kannst du uns Ross und Reiter nennen!?

    Nun zu den 3.000-4.000 Eurönchen pro Jahr für Photovoltaikfreiflächenanlagen:

    Wer in Mietwohnungsprojekte eine Mio. Euro investiert, wird sich damit sicherlich nicht zufrieden geben wollen,…nur ganz randständig angemerkt.

    Die Göttinger AGRAR-STAR-ÖKONOMEN (…alle Vöglein sind schon da, alle Vöglein alle. 🙂 ) können sich insgeheim sicherlich bestens ausrechnen, wie schnell sie bei den Energiemodellen von heute auf morgen verzichtbar wären. Laufzeiten von 20 Jahren mit optional nochmals 10 Jahren Verlängerung im Nachgang schickte die Elfenbeinturm-Himmelsstürmer als Hochschulabsolventen nach ihrer Ausbildung direkt auf die (wie gesicherte) Rentenbank!?

    Unsere Margit Sponheimer besingt die Grundschulrechenarten hier:

    “Wer kann das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel Pinke Pinke, (aktualisiert) ….WEM gehört die Welt!?”

    Wer als Austragsbauer mit mtl. 600 € ausgestattet wird von einem System, in das man zwangsweise über nahezu ein halbes Jahrhundert selbst eingezahlt hat, wird in welches finanzielle Paradies hineinkatapultiert!?

    Das Wetter der letzten Woche tangierte die Photovoltaikmodule jedenfalls nicht, so manche Zuckerrüben ließen hernach jedoch extrem beleidigt ihre Köpfe hängen…!!!

    Hier ist die Vielschichtigkeit sämtlicher Überlegungen zu verorten, bevor man sich zu einer eindeutigen “JA/NEIN-Positionierung” verlocken lässt. – Jedem WINDMÜLLER huscht hier wohl allenfalls ein sanftes Lächeln übers Gesicht…!?

    “Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.” (aus China)

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    • Bauer Willi sagt

      UkW, ich benötige eine Erklärung für diesen Satz:

      “Lieber Willi, ich bin doch etwas irritiert, wie du dich in dieser Thematik heute noch vereinnahmen lässt!?”

      Ich habe dieses Thema aus freien Stücken gewählt und wie man sieht, scheint es zu interessieren.

      Ich lasse mich nur äußerst selten von irgendjemandem für irgendwas vereinnahmen. Seit über 8 Jahren.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Wenn dem so ist, ist es ja gut, Willi.

        Ist in der Nahrungsmittelerzeugung nix mehr zu verdienen ist, respektiere ich jeden Flächeneigentümer, der seine Renditen über die Energieerzeugung realisieren möchte und sehe diese persönliche Entscheidung genau da auch verortet.

        Wenn ich nun bei dir nachlesen kann, wie sich hier die Pachtpreise förmlichst überbieten, so stellt sich mir die Frage, sollte ich höchstbietend verpachten, mir es auf meinem Käutschle gemütlich machen und nur noch die Zahlungseingänge verwalten – so sie denn auch zuverlässig dauerhaft fließen.

        Und im Schlussteil vorstehenden Absatzes sehe ich die eigentlichen Probleme verortet, gerade viele großen Höfe, die seit eingangs 2024 auf die Straßen gezogen sind, ungesund gewachsen sind, jammern ohne Unterlass, dass die Renditen fehlen, kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Ich bin mit meinen Oldies (but Goodies), jeder einzelne bestückt mit moderner Highendtechnik 🙂 schön brav Zuhause geblieben, solidarisch in stillen Protesten am eigenen Hoftor….

        Wenn ich jetzt so länger nachdenke, wird’s nix mit dem Käutschle, solche Ausfälle riskiere ich mal lieber nicht u. verlasse mich neben meinem guten Bauchgefühl in erster Linie auch auf mein voll intaktes Oberstübchen. 😉

        Machst du doch auch, oder!?

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  11. Klartexter sagt

    Zuerst mal vielen Dank, dass man das Thema offen und ehrlich aufgreift.
    An meinem Beispiel kann man belegen, dass die Göttinger
    falsch liegen.
    Ich zahle weit über 1000€ weil man mir mit Kündigung gedroht hat und hier gibt es Spezialbetriebe die immer mehr können.
    Bei Unterschrift der Verträge lag der Getreidepreis bei 30€, sodass ich das Risiko eingegangen bin.
    Habe jetzt das Buchführungsergebnis 22\23 bekommen, das einen Verlust von rund 40000€ ausweist. Der Ernteausfall aus 2023 ist da noch nicht eingepreist nur der aus 2022.
    Gesetzlich gibt es die Vorgabe, den Viehbestand zum 30.06. (Bilanzstichtag) falsch zu bewerten, sodass Ferkel mit Einkaufspreis 100€ mit 30€ zu bewerten. Aber mit einer Korrektur bleibt das Ergebnis immer noch sehr schlecht. Deshalb habe ich mich über die frohe Kunde des Bauernverbandes über tolle Gewinne in der Landwirtschaft sehr gewundert…

    Zur obigen Frage, wie man zu fairen Pachtpreisen kommt, bleibe ich beim Bauernverband. Dessen Mitglieder sind überwiegend Sofapflueger. Pachtpreiswucher ist erklärtes Ziel des Verbandes.
    Pachtverträge des Bauernverbandes beinhalten Gleitklauseln der besagt: “Wenn der Lebenshaltungsindex steigt oder fällt, sind Vertragsparteien zur Anpassung des Pachtpreises berechtigt…” . Das heißt, bei Dürre und Ernteausfall kann der Index steigen und zu Pachtpreisanhebungen führen.
    Wer im ungekehrten Fall als Pächter eine Senkung einfordert, kann sich sicher sein gekündigt zu werden…

    Städte und Gemeinden wie der Staat mit PV Förderung treiben die Spirale des Flächenverbrauchs weiter…

    Fazit:
    1. Sofort die Mitgliedschaft im Bauernverband kündigen.
    2. Mit Transparenz ein Vertrauensverhältnis zum Verpächter aufbauen. Skrupellose Verpächter abschreiben und öffentlich brandmarken.
    3. In kommunalen Medien für Klarheit sorgen wenn auf dem Acker Geld verbrannt wir. Statistik aufführen, wie viele teure Schlepper geleast sind…

    Habe aber wenig Hoffnung auf Besserung

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Statistik aufführen, wie viele teure Schlepper geleast sind…”

      DAS hat jetzt WAS mit den Pachtverhältnissen zu tun?

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      • Klartexter sagt

        Ach Herr Seevers, ihre mangelnde Menschlikeit die zu einer verringerten Auffassungsgabe führt, ist eigentlich ganz lustig aber lästig.

        Bei Neumaschinen kommen Verpächter regelmäßig zu dem Trugschluss, dass auf dem Acker Geld verdient wird und die Pacht erhöht werden kann.
        Oft wird kein Geld verdient und der neue Trecker kommt weil der alte Schrott ist. Der Neue ist oft geleast und nicht bezahlt. Dann kommen zusätzliche Pachtkosten nicht gut…

        Sprechen sie künftig zuerst mit ihrem Bruder statt mich zu belästigen, danke!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Sorry, Klartexter, der Schwachsinn kam von Ihnen:

          “3. In kommunalen Medien für Klarheit sorgen wenn auf dem Acker Geld verbrannt wir. Statistik aufführen, wie viele teure Schlepper geleast sind…”

          p.s.: Mein Bruder least nicht, der kauft nur….😉

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            …übrigens tue ich es deinem Bruder gleich, ein sehr schlauer Kerl. 😉

            Der hat wohl auch schon die Erfahrung gemacht, dass man uns das heute (!?) als “betriebswirtschaftlichen Schwachsinn” vorzurechnen weiß, natürlich auf ganz anderen Fakten basierend.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Eine Vollkostenrechnung, idealerweise ad hoc im eigenen Oberstübchen immer abrufbar, ist nicht jedermanns Ding.

        Da reitest du rückwärts auf deinem Pferdchen u. gibst ihm die Sporen, lieber Reinhard, ….leider!

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      • Bauer Willi sagt

        Wer hohe Pachtpreise bezahlt, kauft nicht. Ich denke, das ist die Logik.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          …und so gewollt!? (von wem auch immer)

          Tut man sich mit der Verstaatlichung von Flächen nicht so schwer. oder!?

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    • firedragon sagt

      “… Deshalb habe ich mich über die frohe Kunde des Bauernverbandes über tolle Gewinne in der Landwirtschaft sehr gewundert… ”
      Nicht nur Du, Klartexter.

      Wir lassen uns nicht auf Pachtduelle ein. Aus dem einfachen Grund – wir arbeiten nicht für die Verpächter.
      Wenn es unsere wirtschaftliche Lage zulässt, dann erhöhen wir den Pschtbetrag von uns aus, unsere Verpächter wissen das, das steht allerdings nicht in den Verträgen.
      Ab und an kommt es vor, dass Neusofabauern oder Erben deutlich höhere Pachten wünschen. Diese Wünsche erfüllen wir nicht. Wir treten dann vom Pachtverhältnis zurück, bzw. verlängern ein jahrzehnte bestehendes Pachtverhältnis nicht mehr.

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      • Arnold Krämer sagt

        Die Fähigkeit “NEIN” zu sagen, ist nicht jedem persönlich wie betrieblich gegeben. Da wo es geht, sollte man immer davon Gebrauch machen. Und wer sich schwer tut, sollte es ausprobieren. Verschafft manchmal ein richtiges Glücksgefühl.

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        • Klartexter sagt

          Ja Herr Krämer, nein sagen liegt mir nicht.
          Ein nein wäre in meinem Fall das Aus für meine Kinder die Vollblutlandwirte sind.

          Da überlegt man sich das Nein dreimal und hofft auf die Zukunft.

          Schon wieder wird hier der aktive Landwirt lächerlich gemacht und ich steige hier aus dem Blog aus, bevor mich der Seevers noch in den Selbstmord treibt.
          Viel Spaß weiterhin!

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          • Arnold Krämer sagt

            Ich habe doch geschrieben, dass das Nein-Sagen oft auch persönlich schwer fällt. Das hat doch wirklich nichts mit Lächerlich-machen zu tun. Wie ist Ihnen zu helfen?

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            • Klartexter sagt

              Habe ich Hilfe gefordert?
              Genau diese Harabsetzende Frage von ihnen belegt das “lächerlich machen” hart arbeitender aktiver Landwirte.

              Sie können mangels Kompetenz nicht helfen, weil das Problem von Willi klar dargestellt wurde und sie das nicht erkennen. Nämlich, Schulabbrecher der Ampel machen Solarpolitik die zu Pachteinnahmen von bis zu 4000€ je Hektar führen. Der Landwirt kann da nicht mit.

              Sie raten dazu nein zu sagen und der Bauer ist dumm wenn er nicht nein sagt. Die Politik als Verursacher ist ok. die Landwirte sind dumm laut Krämer.
              Hätten sie geschwiegen, …

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          • Ferkelhebamme sagt

            Und die Kinder müssen den Karren dann aus dem Dreck ziehen, wenn der Hof bei Übergabe hoch verschuldet ist? Vollblutlandwirten stehen alle Türen offen, dass muss nicht zwangsweise der elterliche Betrieb sein. Das geben wir unseren Kindern mit!

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          • Bauer Willi sagt

            @Klartexter, Sie machen mich mit Ihrer Ankündigung sehr glücklich.

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        • firedragon sagt

          Erklärung zu unserem “Nein”

          Wenn ein Verpächter zum Bspl das Doppelte an Pacht wünscht, dann ist davon nicht nur diese Pachtfläche betroffen.
          Der Pachtpreis spricht sich ja rum. Wenn dann alle Verpächter das Doppelte an Pacht fordern, weil wir es schließlich einem anderen zahlen, dann kann ich den Betrieb schließen.

          Und das hat überhaupt nix damit zu tun, aktive LW ins Lächerliche ziehen zu wollen.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Firedragon – Ich hätte es nicht besser umreissen können.

        Wundere mich bisweilen dann aber, wenn der Testballon erst einmal geplatzt ist, dass man dann nicht selten doch bevorzugt auf bestens bewährte Kontinuität setzt.

        Da haben doch einige schon begriffen, was nutzt das Papier, wenn die Eurönchen zum Ende des Wirtschaftsjahre nicht fliessen.

        Bei Neuverträgen zuzuschlagen mit Höchstbeträgen ist total superklug, ruft es doch auch die “Alt”-Verpächter auf den Plan. Du erhöhst in der eigenen Bilanz dann nicht deinen Gewinn sondern in beschwerlichem Mass die Kostenstelle “Aufwand Pachtentgelt”. – Mancher überlebt es, andere nicht. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Einfach mal „Nein“ sagen, wie wäre das?
      Es sind nicht immer die anderen Schuld, die angeblich mehr zahlen. Dieses dumme Gelaber treibt die Pachtpreise hier auch hoch. Wir haben Land dazu bekommen, und die Mehlmützen drumherum wussten gleich, dass wir über 1000€ zahlen. Nein, tun wir nicht! Ab 750,- lohnt es sich auf diesen Böden einfach nicht mehr. Das weiß man und muss dann nicht heulen, wenn der Steuerberater erzählt, dass unterm Strich nichts überbleibt. Und immer wieder ist der Bauernverband schuld, ich kann es nicht mehr hören. Betriebsentscheidungen trifft der Betriebsleiter und nicht der Verband.
      Der nächste Sofabauer, der gerade eine Erhöhung verlangt, bekommt eine aktuelle Kalkulation vorgelegt und muss sich fragen lassen, wie das gehen soll. Wenn er dann einen anderen Dummen findet, ist das so. Wenn die Pachten nicht kommen, stehen die wieder auf der Matte.
      Ganz schlimm sind die, die aus wirtschaftlichen Gründen aufgehört haben, aber jetzt meinen, für Land und Ställe richtig fette Pachten zu bekommen. Nö, einfach: Nö.

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  12. Smarti sagt

    Wenn angeblich dutzende neu gegründete Firmen in der Lage sind, Pachtpreise von 4000.- Euro pro ha zu bezahlen, selber noch eine gute Rendite erwirtschaften und dazu noch Investoren mit Dividenden zu überschütten… würde es sich da nicht eher lohnen mal selber eine Bank zu fragen ?
    Da man ja gerade bei vielen anderen Gelegenheiten sieht, wie sehr man sich auf die Politik verlassen kann, würde ich dieses Risiko selber nicht eingehen, weder als Verpächter, der dann auf dem Schrott (z.B. nach einem Hagel) hocken bleibt, noch als Besitzer einer solchen Anlage.
    Wenn aber Andere dieses überschaubare Risiko eingehen wollen und dann damit auch eine Rendite erzielen, dann habe ich damit keine Probleme. Allerdings sollte dann für alle Betriebe Chancengleichheit bestehen – das heisst, jeder Landwirt darf selber entscheiden, ob er seine gesamte Ernte als Energiepflanze (Dieselersatz, verheizen oder Biogas), als Futtermittel (ohne bösartige Belehrungen, wie gestern wieder in den Nachrichten des ZDF) oder als Nahrung verkaufen will.
    Dies würde die Einkommen, und damit die Mittel um diese pachten zu bezahlen, auf einen Schlag deutlich verbessern.
    Auch die unseligen “jeder Hof sollte einen eigenen Kreislauf mit Dünger und Futter haben und nichts zukaufen müssen” ist verlogen bis zum Horizont. Jeder andere Familie kauft seine Lebensmittel und viel Energie (analog Futter und Dünger) – jede Firma in Deutschland kauft seine Betriebsmittel oder lebt gar nur vom Handel. Ja sogar das Land Deutschland hätte ein Riesenproblem, auf Importe aller Art zu verzichten.
    Aber die Landwirte sollen moralisch und gesetzlich dazu verpflichtet werden, nur noch so viele Tiere zu halten, wie der eigene Grund hergibt ?!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Gestern schien die Sonne und der Wind wehte ordentlich…alle Windräder standen still in unserer Region. Hmmmmhh, kratz anne Birne….

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      • Smarti sagt

        Herr Seevers, schade, dass man an den Solarfeldern nicht auf einen Blick sieht, ob gerade Strom verkauft wird. Solche Schilder gibt es ja schon lange. Wenn der Strom von den Windmühlen nicht abgenommen wird, sind dann immer auch die Solaranlagen vom Netz ? Oder haben die irgendwie Vorrang ?

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    • Frank sagt

      Glückwunsch, Sie haben entdeckt, dass es einen Zusammenhang zwischen Rendite und Riskio gibt.
      Genau das bingt die Chancengleichheit ein Stück selbst mit sich, allerdings wie immer statistisch und nie individuell gleichförmig und möglicherweise auch nie perfekt, das stets Kalkulationsfehler auftreten. Es gibt auch Leut, die haben halt in Bezug auf einige Parameter eine historische gegründete Arschkarte. Hätten manche (Ur-)Großeltern einfach anders entschieden (was oft möglich war), dann wäre heute der siebenstellige Unterschied nicht da.
      Früher waren die Preisverderber (zu Abwechslung mal Kaufpreis und nicht Pacht) wohl die Bauern am Stadtrand, die an die Bauwirtschaft verkauften.

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  13. Arnold Krämer sagt

    Das Thema Landpacht ist fast überkomplex.
    1. In jedem Fall sind gezahlte Pachten einerseits und erwirtschaftete Pachtansätze für Eigentumsflächen andererseits Einkommen für Menschen im ländlichen Raum (wenn sie als Eigentümer nicht schon Großstadtmenschen geworden sind). Das ist grundsätzlich erst einmal gut.
    2. Wesentlicher Preistreiber auf dem Bodenmarkt ist der Staat
    a) durch die stetige Landverknappung für Bebauung und Kompensation der Eingriffe (aktuell durch PV und Stromleitungen)
    b) durch Subventionen des Staates, (manchmal gut gemeint, aber immer verzerrend).
    Punkt 2b) möchte ich durch Beispiele für meine Region näher erläutern:
    Pachtpreisbestimmend war bis in die 1990 Jahre hinein der damals hoch subventionierte Stärkekartoffelanbau.
    Ein weiterer wesentlicher Pachtpreisschub erfolgte durch die massive Biogasförderung (Verbraucher wurden gezwungen einen erhöhten Strompreis zu zahlen) ab Anfang der 2000er Jahre.
    Durch die Umstellung der EU-Agrarförderung auf reine ha-Prämie und die Veröffentlichung der Zahlungen im Internet wurde die Subvention für die Verpächter absolut transparent. Praktisch überall in D stiegen ab Mitte der 2010er Jahre die Pachtpreise unabhängig vom Pachtpreisniveau um 200-300 €/ha.

    Es gibt weitere Faktoren, die örtlich und regional wirksam sind, deren Darstellung aber den hier möglichen Rahmen sprengt, sicherlich aber von anderen Diskutanten angesprochen werden (z.B. Baurecht, Düngerecht, Förderrecht).

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    • Reinhard Seevers sagt

      Der gesellschaftliche Anspruch zur Weltrettung, der sich über das Solarpaket nun manifestiert hat, überantwortet den Flächeneigentümern die Pflicht zur Aufstellung von möglichst viel PV-Elementen. Die monetäre Lage wird dann über ein neues Gesetz geregelt werden müssen, damit nicht nur “Besitzende” von der Weltrettung profitieren. Es wird ein erneutes Hauen und Stechen, eine Neiddiskussion und eine gesellschaftliche Gerechtigkeitsfrage gestellt werden, da wette ich drauf. Und der arme Naturschutz, wie der darauf reagieren soll, das weiß der Herrgott….🤡🙃
      Folgenabschätzungen und Zielkonflikte wurden wiederum ausgeblendet, weil die Zeit so drängt….der Rus steht auch schon vor der Tür. 🤔

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  14. Malte Voerste sagt

    Kann man nach dem Unwetter von gestern dort dieses Jahr noch 800€ erwirtschaften? Ich höre von 50mm in Rommerskirchen.

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    • Bauer Willi sagt

      Zum Glück waren es bei uns nur 44 mm in 12 Stunden. Doch dazu demnächst mehr…

      2
  15. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Pachtpreise werden emotional verhandelt!
    WILL ICH HABEN!

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Hans, ich nehme mal an, nachdem zu bekennender “Börsianer” bist, dass du dich hoffentlich nicht von solchen Emotionen leiten lässt!?

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Ich hatte 1975 eine Fläche gepachtet,die ich noch bewirtschafte.
        Habe aber live erlebt,wie sich hier Betriebe durchs Pachten und Folgeinvestitionen übernommen haben.

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  16. Reinhard Seevers sagt

    Schöne Korrelation zur Sicherstellung der Pachtverhältnisse für Tierhalter (Sarkasmus). Die Aufrechterhaltung der 50% Hauptfutterfläche durch den Nachweis von mind. 12jährigen Pachtverträgen unter den derzeitigen Bedingungen bei gleichzeitiger Zwangsbestückung von 50% der Dachflächen mit PV nenne ich mal eine nachhaltige Sicherung nationaler Versorgung auf Kosten der Erzeuger. So viel bullshit kann man nicht mehr ertragen.

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  17. Christian Bothe sagt

    Bin ja ein PV Fan, da ich bereits 2001 207kwp auf einem Kartoffellagerhaus habe installieren lassen! Die Dachfläche habe mit einem 20 jährigen Vertrag verpachtet( Einspeisevergütung ~ 0,90 DM/ KWh)! Errichtung von PV auf LN ist für mich absolut daneben und hat mit LW und Bauernehre nichts mehr zu tun. Agri -PV ist dabei etwas anders zu bewerten (Hanglagen, absolutes Weideland usw.). Im Übrigen gibts genug Ödland oder Deponien, wo man PV auf Freiflächen errichten kann( Wismutflaechen in Ostthueringen etc.)!Dacflaechen auch zur Genüge…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Christian, damals, als die Hasen noch so groß waren, wie die heutigen Esel, damals da gab es noch Kohle für Strom. Was bekommt man heute für die Einspeisung? 6Cent bis max. 13Cent?
      Im privaten Bereich mit halbjährlicher Reduzierung um 1%?

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      • Christian Bothe sagt

        Stimmt, war ja auch absoluter Vorreiter damals in Thüringen ! ARD,MDR waren vor Ort, da ich einer der ersten Wegbereiter in Thüringen war…Hatte sogar eine Ueberbaugenehmigung von Wellasbest, und erstmals wurden rahmenlosen Module installiert! 2 Mill.DM wurden durch den Betreiber investiert!R.S.So weit waren wir schon mal

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    • Christian Bothe sagt

      Mal sehen wie’s bei uns in Thüringen mit dem Agrarstrukturgesetz weitergeht, auch was Verpachtungen und den Erwerb von Fläche u.a.betrifft! BVVG Flächen sind ja auch noch im Rennen…

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  18. Limes sagt

    diese Pachtpreise kann ein Landwirte nicht zahlen. Wie ist Bewirtschaftung bzw Pflege dieser PV Flächen vertraglich geregelt? Verantwortlich der Pächter oder der Verpächter? Weiterhin wer ist für den Erhalt bzw die Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit verantwortlich?

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  19. Udo Junghans sagt

    lieber Bauer Willi,
    super, danke für eure Entscheidung, einen wertvollen Boden nicht mit künftigen Industrieabfall vollzustellen. ich verstehe es nicht, warum das auf Ackerflächen passieren muss (klar Kosten, ist billiger, ein paar Pfosten in die Erde zu rammen, als ein Gerüst an ein Gebäude zu stellen und das auf dem Dach zu installieren.) . von den 4000/a*ha sollte der Verpächter noch einige Rücklagen anlegen. den nach der Nutzung als PV Anlage ist der vorige Zustand wiederherzustellen. wenn die GmbH pleite ist, zahlt das also wer?

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Das Argument ist, dass man mehr Energie herausholen kann, als wenn man Mais verheizt. Außerdem sei die Fläche ja nicht für immer verloren, weil man PV wieder abbauen kann, wenn man den Grund als Acker braucht. Man kann die Paneele sogar weiter verwenden.
      Mich überzeugt die Strategie auch trotzdem nicht. Österreich war 2020/2021 noch zu 94% autark bei Getreide, 2022/2023 nur noch zu 88%. ähnlich bei Kartoffeln. Und auch bei uns schießen die Agri-PV-Anlagen wie >Pilze aus dem Boden, während viele Dächer noch frei davon sind. Komischerweise regen sich auch die Grünen nicht darüber auf.

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    • Harald Butenschön sagt

      Zweifellos kann man aus ethischen Gründen in Frage stellen, ob es richtig ist PV auf landwirtschaftliche Flächen zu stellen.
      Allerdings ist es doch mittlerweile so, dass auch die “gute landwirtschaftliche Praxis” mit den abenteuerlichsten Begründungen für unmoralisch erklärt wird.
      Man hat also bestenfalls die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich bevorzuge dann doch eher “böse und reich” statt “böse und arm”.
      Die Rückbaukosten werden in guten Verträgen per Bankbürgschaft insolvenzsicher geregelt; z.T. wird das auch so von den Genehmigungsbehörden gefordert.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Zur Absicherung des Insolvenzrisikos sollte kein Flächeneigentümer einen Pachtvertrag von Investoren unterzeichnen, wo eine Rückbauverpflichtung für den Fall der Fälle nicht eindeutig geregelt ist.

      Das ganze kann entsprechend über eine Bankbürgschaft abgedeckt werden.

      Die Qualität der vorgelegten Vertragsregularien sind entscheidend, man sollte deshalb nicht vorschnell ohne juristische Prüfung sich ein Kuckucksei ins Nesten holen wollen…, das ist keine Geldgier wert.

      7
  20. Mark sagt

    “Und jetzt meine Frage: Wie bekommt man die Pachtpreise wieder auf ein Maß, dass sich durch normalen Ackerbau rechnet?” Falsche Frage. Richtig muss es heissen, wie kann man die Rentabilität (und damit in erster Linie die Erlöse der Feldfrüchte) des Ackerbaus steigern, damit sich die Pachtpreise rechnen….

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    • Bauer Willi sagt

      @Mark
      Gegen industrielle Nutzung kommt man mit Lebensmittel-Produktion nicht an.
      Nicht mal mit Spargel.😉

      5
      • Mark sagt

        Genau, und dies zeigt, dass die landwirtschaftliche Produktion gegenüber der industriellen oder energetischen Produktion total unterbewertet ist. Da muss der Hebel angesetzt werden.

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  21. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen Ich habe auch keine Ahnung wie man sich das immer zurecht rechnet ich weiß nur dass einige Betriebe immer großer werden aber nicht mehr Gewinn machen dass das ziel ist ???

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