Alle Artikel in: Bauer Willi

Regional? Nein, lieber billig aus Spanien!

Ich habe mal zwei Artikel, die ich innerhalb von wenigen Tagen zugeschickt bekommen habe, untereinander verlinkt. Im ersten Artikel geht es darum, dass ein Landwirt in Hessen sein lange geplantes Gewächshaus mit regionalen Tomaten und Gurken nicht mehr bauen wird (Auflagen, Kritik der NGO). Im zweiten Artikel eine Beschreibung, wie eine ganze Region in Spanien platt gemacht wird, damit unsere Supermärkte von dort billiges Gemüse für den deutschen Markt importieren können. Bemerkt denn niemand, dass es da einen Zusammenhang gibt? https://www.hessenschau.de/wirtschaft/landwirt-legt-plaene-fuer-riesen-gewaechshaus-in-gernsheim-auf-eis-v1,xxl-gewaechshaus-gestoppt-100.html https://www.welt.de/wissenschaft/article248083164/Landwirtschaft-Wie-fuer-deutsche-Supermaerkte-Spaniens-Natur-zerstoert-wird.html Merkt wirklich keiner, wie verlogen und doppelzüngig die „Big Four“ (Edeka, Rewe, Aldi, Lidl) reden und handeln? Weil sie es können und das Kartellamt sie gewähren lässt! In der Zwischenzeit kümmert sich Cem Özdemir um Warnwesten für Hühner und sorgt sich um die Getreideexporte aus der Ukraine auf unsere Märkte.  

Zwei Systeme im Zeitraffer

Ein Lehrvideo eines Landwirten, der die Wirkung der Kreiselegge und der von Glyphosat auf dem gleichen Acker vergleicht und dies in einer Zeitrafferaufnahme wiedergibt. Kann man ja mal Menschen zeigen, denen der Unterschied nicht klar ist. Bitte das Video erst bis zum Schluss anschauen und dann erst schreiben. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

„Veredlungstag“: Abwarten, Stillstand, Resignation… und die Nische

Arnold Krämer, im Emsland ansässig, wollte im benachbarten Kreis Cloppenburg mehr über Möglichkeiten und Wege zur Weiterentwicklung der Schweinehaltung erfahren. Was daraus wurde? Hier sein kurzer (subjektiver) Bericht: Der Veredlungstag 2023 des Deutschen Bauernverbandes (DBV) wurde am Dienstag in Cloppenburg, also mitten in der Hochburg nicht nur der deutschen Schweineproduktion, sondern auch der Geflügelhaltung und -mast durchgeführt. Trotzdem ging es thematisch ausschließlich um die Schweineproduktion und ihre Zukunftsaussichten, weil dieser Betriebszweig das größte verbandspolitische Sorgenkind des DBV ist. Das liegt vor allem daran, dass sich Medien, Politik, Gesetzgeber und Verwaltungen sich fortwährend und fast vorrangig an der Ferkelerzeugung, der Schweinemast und der Ernährung mit (Schweine-) Fleisch abarbeiten. Die Nachfrage geht stetig zurück. Gleichzeitig werden mit der Begründung „Tierwohl“ die produktionstechnischen gesetzlichen Daumenschrauben immer weiter kostensteigernd angezogen. Und der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) verkündet ehrgeizige eigene Nachfrageziele beim Fleisch bezüglich der Haltungsformen, die über dem gesetzlichen Standard liegen. Nach zwei sehr schwierigen Jahren konnten die Schweinehalter im letzten Wirtschaftsjahr überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielen. Die aktuelle wirtschaftliche Situation steht allerdings im krassen Gegensatz zur Stimmungslage im Berufsstand. Dieser war …

Aktuell: Horrorabstimmung in Brüssel

Der nachfolgende Artikel liest sich wie ein Horroszenario. Doch ein gutes hat die Abstimmung: Sie ist nicht bindend. https://www.landundforst.de/landwirtschaft/agrarpolitik/pflanzenschutz-eu-abgeordnete-fuer-noch-drastischere-reduktion-570218 Hier eine Reaktion aus Österreich: https://www.wochenblatt-dlv.de/regionen/oesterreich/pflanzenschutzverbot-harte-kritik-eu-umweltausschuss-574573  

FAIRDI – der faire Apfel vom Bodensee

Ich habe mehrfach Urlaub am Bodensee gemacht und dort  Menschen kennengelernt, die sich sehr für den dortigen Obst- und Weinbau engagieren. Jetzt haben sie eine neue Initiative gegründet und mir nachfolgenden Text mit Bildern geschickt.  Obstbauern am Bodensee gestalten Zukunft und entwickeln Nachhaltigkeitsinitiative Weithin bekannt sind die Äpfel vom Bodensee: ob Einheimische oder Touristen – beim Gedanken an einen knackigen, saftigen Apfel läuft fast jedem das Wasser im Mund zusammen. Äpfel in höchster Qualität zu produzieren, sodass sie lecker schmecken und die Menschen mit regional produzierten Vitaminen versorgen, war schon immer das Ziel der Obstbauern am Bodensee. Gleichzeitig soll der Anbau die Umwelt schonen und fördern, er soll Anforderungen der modernen Gesellschaft erfüllen sowie wirtschaftlich für die Erzeuger sein. Um diesen Dreiklang aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen zukünftig in einer stabilen Balance zu halten und den Obstbau am Bodensee so weiterzuentwickeln, hat Obstbauer Markus Maier aus Riedern, zusammen mit engagierten Kollegen, eine Nachhaltigkeitsinitiative angestoßen. Sie wird seit Ende 2021, mit Unterstützung des Ministeriums für Ländlichen Raum durch die Obstregion Bodensee e.V., dem Kompetenzzentrum Obstbau …

Jahresniederschlag (fast) erreicht

Mit den Niederschlägen der letzten Woche haben wir an unserem Standort in der Nähe von Köln mit 701 mm den durchschnittlichen Jahresniederschlag, der im Bundesgebiet 670 mm beträgt, überschritten. Für in der Nähe liegende Orte liegt das Jahresmittel bei 720 – 760 mm. https://www.dwd.de/DE/leistungen/klimadatendeutschland/mittelwerte/nieder_8110_fest_html.html?view=nasPublication&nn=16102 Es fehlt also nicht mehr viel, bis auch bei uns die ortsübliche Jahressumme erreicht ist. Die nächsten Tage soll es weiteren Niederschlag geben, allerdings nicht mehr so ergiebig wie bisher. In der Rückschau wird also 2023 ein eher nasses Jahr. Auswirkungen auf die Feldarbeit? Probleme bereitet der nasse Oberboden derzeit bei der Kartoffel-, Zuckerrüben- und Maisernte. Unterhalb von 60 cm bis etwa 100 cm ist bei uns der Boden noch trocken, was sich jetzt aber ändern wird, weil die Feuchtigkeit nach und nach in tiefere Schichten verlagert wird. An eine Aussaat von Getreide ist in unserer Region nicht zu denken. Und in den Vorjahren? 2022 war sehr trocken. Das Jahr 2021 ist ja durch die Ahr-Flut bekannt geworden und hat auch bei uns im Juli zu Rekord-Niederschlägen geführt, allerdings ohne Schäden. …

Ich habe es auch nicht geglaubt….

Vor einer Woche war ich zur standardmäßigen, halbjährlichen KHK-Untersuchung bei unserem Hausarzt. Alles in bester Ordnung. An der Rezeption wurde ich gefragt, ob ich nicht auch gleich die Grippeschutzimpfung haben wollte und meinen Coronaschutz auffrischen. Klar, wenn man doch schon einmal in der Praxis ist. Im Wartezimmer sind mir einige aufgefallen, die Maske trugen. „Was soll denn das?“ habe ich mich gefragt, „übetreiben die es nicht ein wenig?“ Gestern, Sonntag morgen, hatte ich etwas Kratzen im Hals und die Nase lief. Auf mehrfachen Wunsch einer einzelnen Dame habe ich eine Coronatest gemacht. Und dann noch einen. Das Ergebnis seht ihr oben. Wirklich krank bin ich nicht, halt nur Kratzen im Hals und laufende Nase, also weniger als eine Männer-Grippe. Noch müsst ihr euch keine Sorgen um mich machen und wenn ich Mitleid brauche, melde ich mich. 🙂 Wollte ich euch nur mal mitteilen, weil es für mich auch eine Überraschung war. Übrigens hat meine Frau erst im dritten Geschäft Corona-Tests kaufen können, zwei waren ausverkauft.

Kühe im Krieg…

Worüber weniger berichtet wird… …und was wir lieber auch nicht lesen würden Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Wie werden wir weiter regiert?

Heute mal nichts Landwirtschaftliches sondern etwas, was mich schon länger bewegt und zu dem ich mal Meinungen einsammeln möchte. Das ZDF-Politbarometer hat die Sonntagsfrage gestellt. https://www.zdf.de/nachrichten/politik/politbarometer-ampel-afd-israel-asyl-100.html Würde jetzt eine Bundestagwahl stattfinden, käme die Ampel-Koalition auf 34%, CDU und Freie Wähler hätten zusammen 33%, zweitstärkste Kraft ist die AfD mit 21%. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Unzufriedenheit mit der Regierung in der Bevölkerung schon mal so groß war.  Eigentlich wäre jetzt die Situation so, dass man Neuwahlen anstreben müsste. Ja, ich weiß, dann würde die AfD über 20% bekommen und niemand will mit ihr eine Koalition eingehen. Für eine Zweier-Koalition der CDU mit einer weiteren Partei würde es vermutlich auch nicht klappen. Ob die FDP wieder in den Bundestag kommt, ist offen. Was bleibt also? Einen interessanten Gedanken habe ich im Handelsblatt gefunden: Die FDP soll aus der Regierung aussteigen. https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-die-fdp-sollte-den-ampelausstieg-vorbereiten/29448302.html Ich finde, das wäre tatsächlich eine demokratisch saubere Lösung. Was meint ihr? Neuwahlen?

Der Ernährungsreport 2023

Ich habe mir die Mühe gemacht, den aktuellen Ernährungsreport 2023 durchzulesen. https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungsreport2023.html Was mir aufgefallen ist: Es gibt auffällig viele Suggestivfragen, auf die man mit der sozial erwarteten Antwort reagiert. Beispiel: weniger Fleisch essen für das Klima, Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen usw. Ein deutlicher Schwerpunkt der Fragen betrifft die Themen, die das aktuelle Ministerium in den Vordergrund haben will. Beispiel: Tierhaltungs-Kennzeichnung, dass in der realen Welt kaum einen Konsumenten interessiert. Die Interpretation der Antworten ist so gewählt, dass die derzeitige Richtung der Politik unterstützt werden soll. Beispiel: „Die Politik soll sich für mehr Bio-Landbau einsetzen.“ Einige Antworten sind schlichtweg nicht seriös. So geben rund 72% der Befragten an, für sie wäre die ökologische Erzeugung der Lebensmittel entscheidend. Das mag ja sein, aber die Kassen der Supermärkte sprechen eine völlig andere Sprache. Das für 57% der Befragten der Preis ein entscheidendes Kriterium ist, ist auch nicht glaubhaft. In anderen Umfragen ist meist der Preis das entscheidende Kriterium beim Einkauf. Wenn Sie den Ernährungsreport lesen wollen, gerne. Für mich persönlich war es verschwendete Lebenszeit, weil ich …