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Im Einklang mit der Natur

Diesen Text hat uns Marian geschickt. Wir sind der Meinung, dass er gut zum Karfreitag passt. Wer Marian ist, wissen wir nicht. Nur, das er unter https://fingerphilosoph.net wirklich gute und nachdenkliche Texte veröffentlicht. Das Thema „Im Einklang mit der Natur“ ist ja für Bauer und Bürger bedeutsam!   Viele Menschen glauben felsenfest daran, dass Indianer jahrtausendelang im Einklang mit der Natur gelebt haben, bis der Weiße Mann dazwischen kam. Die Vorfahren der Indianer sind vor ca. 15.000 Jahren über die Beringstraße nach Amerika eingewandert, und von diesem Zeitpunkt an verschwanden dort, von den Bisons mal abgesehen, nach und nach die großen Säugetiere, unter anderem das Wildpferd. Komischerweise parallel zur Ausbreitung der Menschen. Zufall? Oder hatte es vielleicht damit zu tun, dass die Indianer nicht nur große Jäger waren, sondern auch die Wälder abfackelten, um Grassteppe für die besagten Bisons zu schaffen? Die Prärie, die wir aus den Wildwest-Filmen kennen, ist kein natürlicher, sondern ein von Menschenhand geschaffener Lebensraum. Lebten die Indianer im Einklang mit den Bisons? Zwischen Bisons und Menschen bestand eine Symbiose, von der beide …

Interview mit Romuald Schaber BDM

Was für ein Mensch ist eigentlich Romuald Schaber; der Bundes-Vorsitzende des Bund deutscher Milchviehhalter (BDM)? Um das zu erfahren, bin ich ins Allgäu gefahren, um mit ihm ein Interview zu führen. Und neben den fachlichen Themen habe ich ihm auch ein paar persönliche Fragen gestellt. Aber sehen und hören Sie selbst…. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Lasst dem Bürger den Zehnten…

Ich sitze hier im Zug. Auf der Rückfahrt aus dem Allgäu. Da bekomme ich diesen Brief. Er berührt mich. Aber er lässt mich auch ratlos zurück. Hat Herr oder Frau F. Recht?   Lieber Bauer Willi, ich bin so ein Verbraucher, der gerade eben aus dem Supermarkt kommt, wo ich auf einen Schlag fünf blaue Scheinchen, also fünf mal zwanzig Euro losgeworden bin. Und da habe ich schon mal wieder Bauklötze gestaunt. Denn ich habe fast nichts im Wagen. Okay, zwei Flaschen Olivenöl von der teuren Sorte, um meine Vorräte aufzufüllen. Macht vierzehn Euro. Und ein Pappfass-Wein ist auch dabei. Acht Euro. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und zweimal Erdnussbutter. Auch acht Euro. Für Erdnussbutter lass ich mein Leben. Erdnussbutter ist nicht verhandelbar. Dass das mal klar ist. Aber der Rest ist bloß das ganz normale Zeug: Mehl, Zucker, Butter, Eier, Joghurt, Shampoo und was man als zivilisierter Mensch halt sonst so braucht. Und eine neue Zahnbürste für 2,49 Euro. Nach dem Bezahlen lege ich also meine Einkäufe brav in den Wagen zurück. Alles …

Bauern gehen an die Börse

Jedenfalls dann, wenn sie organische Dünger abgeben oder beziehen wollen. Dazu haben diverse Organisationen, meist Maschinenringe, Lohnunternehmer und Landwirtschaftskammern, Nährstoffbörsen eingerichtet. Dort finden Abgeber und Aufnehmer zusammen. Ich habe mich bei meinem Besuch beim einem Betriebshilfsdienst und Maschinenring in Westfalen informiert. In diesem Maschinenring werden jedes Jahr rund 25.000 cbm organische Dünger (rund 45% Schweinegülle, 40% Gärsubstrat und 15% Rindergülle)  für wenige Cent pro Kubikmeter vermittelt. In verschiedenen Laboren wird der Nährstoffgehalt bestimmt, damit der aufnehmende Betrieb dies in seine Nährstoffbilanz aufnehmen kann. Diese kann auch vom Maschinenring erstellt werden. Die Lieferscheine werden vom abgebenden und aufnehmenden Betrieb unterschrieben. Die Abrechnung erfolgt über den Maschinenring. So wie bei diesem Maschinenring läuft es auch bei den anderen Organisationen. Eine gute Sache, die in den Medien ruhig auch mal erwähnt werden könnte. Ist doch eine gute Nachricht. Schließlich kümmern sich die Bauern selbst darum, dass es nicht zur Überdüngung kommt. meint Euer Bauer Willi Hier mal ein paar Links https://www.naehrstoffboerse.de/ https://www.maschinenring.de/leistungen/naehrstoffboerse.html

Bauern sind beliebt – ja, aber…

Im März 2017 wurde die Emnid-Studie über das Image der deutschen Landwirtschaft veröffentlicht. Ich habe mir die jetzt mal angesehen und bringe hier ein paar Ausschnitte, die mir interessant erschienen. In jedem Fall lohnt es sich aber, die Grafiken mal selbst durchzublättern. Hier ist der Link: http://media.repro-mayr.de/79/668279.pdf Bedeutung der Landwirtschaft Das bäuerliche Leben ist ein wichtiger Bestandteil deutscher Kultur finden 82% richtig und damit 9% mehr als 2012 Moderne Landwirtschaft trägt zum Klimaschutz bei sagen 35% bei der gleichen Fragen und damit 5% weniger als 2012.  Folglich sind 65% nicht dieser Meinung Informationsquellen über Landwirtschaft Mit über 70% ist dies Fernsehen, gefolgt von Rundfunk und Zeitungen. Die Werte sind gegenüber 2012 kaum verändert. Das Internet als Informationsquelle hat von 2002 bis 2017 einen steilen Anstieg erfahren (41%) wobei es bei den Jugendlichen mehr als 60% ausmacht. Interesse an landwirtschaftlichen Themen Großes Interesse an landwirtschaftlichen Themen haben in der Altersgruppe von 14-29 Jahren 22%, in der Altersgruppe über 60 Jahre 59%. Gar kein Interesse haben 14 bzw. 11%. Interessante Themen in der Landwirtschaft Für 94% ist dies primär die Qualität …

Der gute Wolf…

Der Wolf als Inbegriff der Natur. So sehen ihn Aktivisten und preisen die Vorteile dementsprechend an: *https://chwolf.org/woelfe-kennenlernen/oekosystem/wolf-als-teil-des-oekosystems Der Wolf ist ein wichtiger Bestandteil der Biodiversität. Die Rückkehr des Wolfes wird für das Ökosystem von grossem Vorteil sein. Es ist erwiesen, dass die Wölfe aktiv dazu beitragen, dass Wildtierbestände vitaler werden und Ökosysteme natürlich im Gleichgewicht gehalten werden. Oder: Durch die Rückkehr des Wolfes und dessen Regulierung des Wildbestandes, verändert sich auch das Verhalten der Hirsche und Rehe. Sie wandern mehr umher und bleiben nicht immer am selben Ort, somit hat die Vegetation mehr Zeit um nachzuwachsen und die Schutzwälder können sich besser verjüngen. Dadurch wird Erosion und damit Erdrutsche, Lawinen und Hochwasser natürlich verhindert und somit profitieren auch die Lebensgemeinschaften von Insekten, Fischen, Vögeln über Biber bis hin zum Menschen. Also, hier einige praktische Tipps, wie du dich verhältst, wenn dir mal so ein „Naturschutzwolf“ begegnet… Aber vielleicht kann man sich ja fragen, wie natürlich ist der Wolf in der menschlichen Kulturlandschaft? http://wolfmagazin.blogspot.de/2016/03/wie-verhalte-ich-mich-wenn-ich-einem.html?m=1

Freie Hühner, freie Schweine…

Was passiert, wenn plötzlich und unerwartet ein Huhn in einem Dorf auftaucht und sich dort „einbürgert“? . Das zeigt das nachfolgende Video sehr anschaulich. Der Effekt ist verblüffend. http://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/13923698/Unbekanntes-Huhn-im-Baum/14019149                   Und da kam mir eine Idee: Menschen in der Stadt kennen viele unserer Tiere nicht mehr aus eigenem Erleben. Um das zu ändern, habe ich mir überlegt, dass ich in die nächste größere Stadt fahre und dort auf einem belebten Platz ein paar Hühner und vielleicht auch ein Schwein laufen lasse. Vielleicht Ostersamstag, weil dann besonders viele Menschen in den Städten sind und die Tiere bewundern können. Besonders Kinder dürften sich über so einen „Besuch vom Lande“ freuen. Ich habe das mal mit ein paar Freunden und Freundinnen diskutiert. Auweia, da ging es aber los! Das könnte gefährlich für die Tiere und die Passanten sein. Es wäre ein tierschutzrelevantes Thema (weil ich Tiere freilasse?) wenn die Tiere unbeaufsichtigt wären. Und der Einsatz der Polizei könnte auch Kosten verursachen (Wieso Polizei? Die sollen die doch nicht einfangen!). In geschlossenen …

Was ist Natur?

Jetzt wird es philosophisch: Wir Bauern arbeiten ja in der Natur, mit der Natur und manchmal auch gegen die Natur. Und das machen nicht nur konventionelle Bauern so, sondern auch deren Kollegen, die Bio-Bauern. Auch sie lassen das Unkraut nicht einfach so wachsen. Aber was ist eigentlich „die Natur“? Haben wir in Deutschland eigentlich noch eine ungestörte Natur? Je weiter wir uns von der Natur entfernen, um so mehr sehnen wir uns offensichtlich danach. Ist unsere Natur natürlich? Oder ist sie nicht vielmehr das Produkt von mehr als 2000 Jahren Kultur? Zur Zeit der Römer war fast ganz Deutschland von Wald bedeckt, heute ist das anders. Manche werden das möglicherweise„schlimm“ finden, aber es ist das Ergebnis der Tätigkeit unserer Vorfahren. Soll man denen jetzt nachträglich Vorwürfe machen? Ist die Natur schön? Ja klar, wird jeder sofort ausrufen, wie kann man nur eine solche Frage stellen! Wenn mir die Schnecken oder Mäuse meinen Rübenbestand dezimieren, finde ich das nicht schön. Und wenn Sie ihr geliebtes Auto nach einer Nacht unter Alleebäumen mit Vogeldreck verschmutzt wiederfinden, erfreut Sie …

Das sind solche Tage…

…an denen es richtig Freude macht, Bauer zu sein. Sonntag morgen, 11 Uhr. Der Raps beginnt zu blühen, heute abend sind unsere Rüben alle gesät. Diese Nacht hat es zwei Millimeter geregnet, perfekt für die Keimung. Die Luft riecht so richtig nach Frühling. Jetzt kann es wachsen. Auf dem Bild seht ihr übrigens vier verschiedenen Formen von Energie. Links ein Braunkohlen-Kraftwerk, das bald abgeschaltet wird (Frimmersdorf), rechts, ganz im Hintergrund die Windkraft. Vorne die frisch gesäten Zuckerrüben und dahinter unser Raps. Daraus wird Zucker und Rapsöl. Euch allen einen schönen Sonntag Euer Bauer Willi

REWE, ich bin entsetzt…

…weil ich neulich bei euch im Laden eine extreme Form von Massentierhaltung gesehen habe. Zusammengedrängt auf engstem Raum, ohne Tageslicht, am Sonntag sogar vollständig im Dunkeln. Genau das gleiche bei der Wildtier-Variante mit Streifen und Punkten. Ihr solltet euch schämen. Gleich morgen werde ich eine Petition anschieben, die dazu auffordert, diese Produkte zu boykottieren. Und dem WWF, mit denen ihr ja ein sehr enges Verhältnis pflegt, werde ich das auch sagen. Mal sehen, ob die dann noch eure Freunde sind. Euer Bauer Willi