Alle Artikel in: Bauer Willi

Greenpeace sollte Gabriele Mörixmann fragen…

Gestern Abend (09.05.17) sendete das Magazin Panorama den unten angezeigten Bericht von Gabriele Mörixmann. Darin wird ihr jahrelanges Engagement für mehr Tierwohl in ihrem „Aktivstall für Schweine“ gezeigt. Und Sie berichtet, dass ihre Vorleistungen am Markt nicht bezahlt werden. Sie überlegt ihren vorbildlichen Tierwohlstall zu schließen, bevor Sie in den Ruin wirtschaftet. Vor 2 Tagen haben wir noch über eine Greenpeache-Studie berichtet, wo sagenhafte 95% der Discounter-Kunden angeblich bereit sind für Fleisch mehr zu bezahlen, „wenn sichergestellt wäre, dass das Fleisch aus einer artgerechteren und tiergerechteren Haltung käme“. Das passt nun überhaupt nicht zusammen. Wir glauben Greenpeace sollte sich dringend mal mit Gabriele Mörixmann unterhalten. 🙁 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Willi hatte übrigens Gabriele schon vor geraumer Zeit besucht und bei Ihr ein Video gedreht. Wir hoffen sehr, dass dieser Panorama Bericht für Gabriele Mörixmann Chancen eröffnet kostendeckend zu vermarkten, …

Der neue Pizza-Bote…

…könnte in Zukunft auch ein Liefer-Roboter sein, der auch frische Lebensmittel vom Bauern direkt zum Verbraucher bringt. Im folgenden Video ist ein solcher Prototyp schon zu sehen. Die Digitalisierung wird also nicht nur Produktivitätssteigerungen bringen, sondern auch neuen Ideen Raum geben. Vielleicht fährt dann in ein paar Jahren der automatische „Bauer-Willi-Express“  von Rommerskirchen nach Köln…. 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren  

Greenpeace fragt…

…und 1001 Kunden von Lidl und Aldi antworten. 95% der Discounter-Kunden (und nur diese wurden von FORSA im Auftrag von Greenpeace befragt) wären bereit, für ihr Fleisch mehr zu bezahlen „wenn sichergestellt wäre, dass das Fleisch aus einer artgerechteren und tiergerechteren Haltung käme“. Doch das können sie schon heute: sie könnten Bio-Fleisch kaufen. Die Bio-Branche wirbt damit, dass es ihren Tieren „besser“ gehe. Doch das soll nicht Gegenstand der Betrachtung sein. Und wie sind die Marktanteile? Wie wird tatsächlich eingekauft? Nachzulesen ist dies bei „Foodwatch“, die sich auf Zahlen des BÖLW berufen, die wiederum die Zahlen dem GfK-Haushaltspanel entnommen haben. Demnach liegt der Marktanteil (2015) bei Geflügel bei 0,7%, mit rückläufigem Trend. Bei Schweinefleisch beträgt der Marktanteil 1,2%, bei Rindfleisch 2,4%. Was fange ich mit einer solchen Umfrage nur an? Und da bin ich auf eine sehr interessante Arbeit der Uni Bayreuth zum Attitude-Behavior-Gap gestoßen, die sich mit der „Lücke zwischen geäußerter Einstellung und Verhalten im Bio-Produkte-Segment“ wissenschaftlich beschäftigt. http://www.fiwi.uni-bayreuth.de/de/download/WP_04-14.pdf. Sehr interessant zu lesen. Eine der Aussagen: (Zitat) „Das Produktinvolvement kann als eine Ursache angesehen werden, wenn Konsumenten …

Die nie endende Milchkrise

Neulich habe ich beim BDM (Bund deutscher Milchviehhalter) einen Vortrag gehalten mit meinem Lieblingsthema: „Das Dilemma der Essensmacher“.  Man hatte mich dann noch gebeten, meine  persönliche Sicht der Dinge über den Milchmarkt zu erläutern. Das habe ich gemacht und wie immer, meine ganz persönliche Meinung gesagt. Dass für mich Verträge ohne vorherige Preisfestlegung eigentlich keine Verträge sind, dass wir Ackerbauern unsere Preise mit Vorkontrakten selbst festlegen, dass ich von meiner Zuckerfabrik einen einjährigen Vertrag angeboten bekomme und den dann annehmen kann oder nicht. Übrigens mit der Wahlmöglichkeit, einen festen oder flexiblen Preis zu wählen. Und da merkte ich schnell in der Diskussion, dass der BDM hier andere Prioritäten hat. Agrarmärkte sind halt doch nicht gleich Agrarmärkte. „Warum machen das die Milchbauern nicht?“, fragte ich provokativ. Schaber und andere Mitglieder entgegneten mir sofort, dass Milch und Zucker nicht vergleichbar seien. Der fundamentalste Unterschied ist ja wohl, dass Milch nur ein paar Tage haltbar ist und quasi sofort verarbeitet werden muss. Damit können die Milchbauern nicht ihre Milch zurückhalten. Die muss jeden Tag weg. Und auch die …

Erster Pflanzenschutz bei den Zuckerrüben

Am Samstag, 29. April, haben wir die erste Spritzung gegen Unkraut in den Zuckerrüben gemacht. Es wurde auch langsam Zeit, weil das Unkraut sich schon weit entwickelt hat. Aber vorher ging es nicht, weil es immer noch Nachtfröste gab und dann die Rüben geschädigt worden wären. Wir haben abends gespritzt, weil es dann windstill ist. Kann man im Video auch gut an den Dampfschwaden der Kraftwerke im Hintergrund sehen. Übrigens machen wir die Pflanzenschutzmaßnahmen im Raps auch immer in den Abendstunden, sobald die Bienen wieder in den Stock zurückgekehrt sind. Da wir ja Bienenvölker auf unserer Weide stehen haben, können wir uns da „vor Ort“ informieren. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Grüne Signale…

Nachdem neulich Greenpeace entdeckt hat, dass die Bauern die falschen Feindbilder sind, hört man jetzt auch versöhnlichere Töne von Robert Habeck (Minister in Schleswig-Holstein) und Friedrich Ostendorf, MdB und Sprecher für Agrarpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. In einem gemeinsamem Gastbeitrag der Frankfurter Rundschau stellen sie fest, dass es „ein Problem ist, wenn immer mehr Höfe zumachen“. Das die Kinder der Bauern sich abwenden, weil „sie es satt sind, als Umweltfrevler der Nation angeklagt zu werden und an der Armut in den Ländern Afrikas mitverantwortlich zu sein“. Sie bieten eine Partnerschaft an, damit die landwirtschaftlichen Betriebe tragfähige Perspektiven entwickeln können, unter Einbeziehung der ökologischen Erfordernisse. Ein sehr starker Satz lautet dann auch: „Partnerschaft statt Krieg – am Küchentisch und auf der Grünen Woche“. Und weiter heißt es: „ Das klingt so einfach, ist es aber nicht…wir müssen alte Rituale aufgeben…wir müssen unsere Argumente überprüfen…wir brauchen neue Instrumente…und den Landwirten ein Angebot machen jenseits von Wachsen oder Weichen“. Der Artikel endet mit den Sätzen: „Wir müssen und wollen uns an diese Arbeit machen. Da haben wir Grünen …

Kartoffelchipskrise

Die japanische Kartoffel-Chips-Krise! Nie davon gehört? Warum auch, wir haben ja genug davon. In Japan hingegen stehen die Verbraucher vor leeren Regalen. Ja, vor leeren Regalen, weil das Wetter große Teile der Kartoffelernte zerstört hat. Und jetzt kann ich mir schon vor meinem geistigen Auge die Kommentare vorstellen…. https://kurier.at/wirtschaft/warum-in-japan-die-kartoffelchips-ausgehen/260.588.947

Wenn das Essen teurer würde…

„Ich würde ja für meine Lebensmittel gerne mehr bezahlen, wenn ich wüsste, dass…“ „Für mehr Tierwohl ist der Verbraucher gerne bereit, für ein Kilo Fleisch soundso viel Euro mehr zu bezahlen“ „Die Landwirte sollten doch mehr darauf achten, dass die Umwelt geschont wird. Das wäre mir was wert“ „Ich bin dafür, dass die Subventionen für Landwirte abgeschafft werden“ „Lebensmittel sind viel zu billig, es müsste mal wieder eine Hungersnot geben“ Wer kennt sie nicht, diese Aussagen. Und immer geht es dabei nur um eines: um Geld.  Nun habe ich mir überlegt, was passieren würde, wenn Lebensmittel doppelt so teuer würden, als sie heute sind. Wir Bauern sollen ja nach dem Wunsch unserer Mitbürger ökologischer als heute produzieren (Stichwort: mehr Bio). Das hat aber seinen Preis, denn der Verzicht oder die Einschränkung von Betriebsmitteln hat sinkende Erträge und damit ein geringeres Angebot zur Folge. Dann steigen die Preise. Doch auch die Streichung der Subventionen käme zu einem ähnlichen Ergebnis. Wenn die staatlichen Transferzahlungen wegfallen, muss ich als Bauer mein Einkommen über einen höheren Produktpreis erzielen. (Man …

Europas Reste für den Export

Hähnchenbeine nach Afrika. Gleiches mit Hähnchen-Flügel. Und ja, Deutschland ist auch dabei. Warum aber diese Exporte? Damit hat sich die Wochenzeitschrift „Zeit“ beschäftigt. Eine der Aussagen: „Seit Jahren gibt es Kritik an den billigen Hähnchenfleisch-Exporten der EU nach Afrika. In der Regel sind das Reste aus der heimischen Produktion, die bei den europäischen Kunden, die am liebsten mageres Brustfleisch mögen, nicht so gut ankommen.“ Darüber lohnt es sich doch, einmal nachzudenken… http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/exporte-gefluegel-afrika

Methangas Anstieg

Und nun? Ist „Wetteronline“ jetzt unseriös? Und was bedeutet das für die Diskussion um die landwirtschaftliche Tierhaltung? Oder alles von der Industrie gefakt und dahinter steckt Donald Trump? Ihr wisst es sicherlich besser (ich jedenfalls nicht) http://www.wetteronline.de/klimawandel/2017-04-23-mg