Alle Artikel in: Bauer Willi

Gestern im WDR Fernsehen

Bin gestern morgen angerufen worden, ob ich am Nachmittag was in einer Live-Sendung des WDR zum Gipfel mit der Kanzlerin sagen wollte. Sie wollte ja mit dem Lebensmittelhandel über faire Handelsbeziehungen reden. Hier die 7 Minuten des Gespräches im Kölner Sender. Danke an Sven Kroll für die guten Fragen. Hat Spaß gemacht. https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/hier-und-heute/video-lebensmittel-zu-dumping-preisen-100.html Ansonsten gibt es einige Stellungnahmen in den Medien dazu. Der Tenor ist ähnlich. Man darf gespannt sein, was davon umgesetzt wird. https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_87268360/aldi-lidl-rewe-co-merkel-will-keine-mindestpreise-fuer-lebensmittel.html https://www.rnd.de/politik/das-mussen-sie-zum-lebensmittel-gipfel-mit-merkel-wissen-JIUW3AMOTNAOJAKNIYHPIZZHJA.html   Bildquelle: WDR

Wenn das die EU-Politik der Zukunft ist…???

Manchmal lohnt ein Blick über die Grenzen. Dort ist folgender Artikel zu lesen, der mich geschockt hat.  https://www.melkvee.nl/artikel/231626-timmermans-maakt-boeren-rijp-voor-ongehoord-maatregelen/ Hier die Übersetzung: Der europäische Klimakommissar Frans Timmermans schikaniert die Landwirte weiterhin, um sie auf „unerhörte Maßnahmen“ vorzubereiten. Das sagt ein französischer Sprecher in Brüssel, der an den Verhandlungen mit den EU-Mitgliedstaaten über die bevorstehende Agrarreform beteiligt ist, die zwischen 2021 und 2020 Gestalt annehmen soll. Timmermans zum Beispiel hat hart dafür gekämpft, gegen die Bauern in den Niederlanden zu protestieren. Er sagte Mitgliedern des Europäischen Parlaments und der internationalen Presse, „dass er nicht verstehen kann, dass die Bauern in seinem Land (den Niederlanden) auf die Straße gehen und ein Landwirtschaftssystem verteidigen, das keine Zukunft hat“. Timmermans bedeutet die GAP (Gemeinsame Europäische Agrarpolitik). Und er geht noch einen Schritt weiter: „Die Bauern halten an veralteten Ideen fest, anstatt sie jetzt zu ändern. Wenn sie sich an die derzeitige intensive Produktionsmethode halten, haben sie keine Überlebenschance. „ Green Deal Timmermans gab seine bäuerlich-unfreundlichen Äußerungen nicht zum ersten Mal ab. Zuvor erklärte er als Antwort auf den „Green Deal“, …

Fragen an: Jörg Schönenborn, WDR

Herr Schönenborn, mit dem Image von Journalisten steht es nicht zum Besten. Vermutlich halten Sie das für nicht gerechtfertigt. Mit dem Image der Landwirtschaft sieht es ähnlich aus, wobei der Landwirt als Person schon sehr beliebt ist. Wo sehen Sie Parallelen? Oder gibt es keine? Dass es mit dem Image von Journalisten nicht zum Besten steht, kann ich in dieser Pauschalität nicht nachvollziehen. Nach meinem Eindruck beobachten die Menschen sehr genau, welchen Medien sie vertrauen können. Laut einer aktuellen repräsentativen Studie von Infratest dimap im Auftrag des WDR werden Tageszeitungen und der öffentlich-rechtliche Rundfunk von rund drei Viertel der Befragten als glaubwürdig eingeschätzt – ein deutliches Signal dafür, dass unser Publikum in einer immer komplizierteren Welt Vertrauensanker und verlässliche Quellen sucht. Ich sehe auch nicht, dass das Image der Landwirtschaft per se ein schlechtes ist. Tatsache ist aber, dass es kein Berufszweig wie jeder andere ist. Die Verbraucher sind sich darüber bewusst, dass ihre Gesundheit auch von der Landwirtschaft abhängt. Es ist also verständlich, dass sie den Landwirten eine, nennen wir es kritische Sensibilität entgegenbringen …

Presseclub 2. Februar 2020 über Landwirtschaft

Wer die Sendung verpasst hat, hier die Aufzeichnung: https://youtu.be/u2p2UjJCEUo     Hier die Ankündigung. https://www1.wdr.de/daserste/presseclub/ Ich kenne Tanja, Valentin und Matthias. Das wird mit Sicherheit eine sehr interessante Diskussion. Allerdings ahne ich schon die Richtung, in die es wieder gehen wird. Hotline der Sendung: 0800 -5678555 Fragen nach der Sendung auf Phoenix. Heute mittag (12:00 Uhr) bringe ich hier ein Interview mit Jörg Schönenborn, den ich Anfang Januar getroffen habe. Könnte sogar sein, dass die Idee für die Sendung daher stammt.    

Immer noch zu trocken

Ein sehr guter Beitrag des WDR, der die Situation der Bodenfeuchte in ganz Deutschland sehr gut beschreibt. Auch die Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft… Sehr hörenswert!! Ich habe was gelernt.   Wer wissen will, wie es mit der Bodenfeuchte im Unterboden (bis 1,80 m) aussieht, findet das hier: https://www.ufz.de/index.php?de=37937 Ich war überrascht…und erschrocken… Bauer Willi    

Die „Bauern-Milliarde“…

Heute ging es richtig rund. Selten habe ich an einem Tag so viele WhatsApp, SMS, Mails bekommen wie am 30.1.2020. Was ist passiert? Die Groko tagte bis in den frühen Morgen und heraus kam eine Milliarde für die Bauern. Gegen 8:30 Uhr berichtet RP Online kurz und knapp: https://rp-online.de/politik/deutschland/spd-und-union-milliardenhilfen-fuer-landwirte-und-laengeres-kurzarbeitergeld_aid-4864118 Das nächste, was ich bekommen habe, war ein Video vom bayrischen Bauernpräsidenten Heidl mit kernigen Worten. (Dauer 1:18 min)   Kurze Zeit später dann ein Video von Dirk Andresen, einer der Sprecher von „Land schafft Verbindung Deutschland“ mit ähnlichem Tenor. (Dauer 1:24 min) Nur das Güllefass hätte er besser weggelassen, um niemand auf dumme Ideen zu bringen. Und er sollte das Datum richtig angeben… (bin halt ein Klugscheißer…) Gegen 12 Uhr dann ein deutlicher Kommentar in der FAZ: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/hilfe-fuer-landwirte-ein-ganz-fauler-kuhhandel-16608292.html Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes meldet sich zu Wort. Hier sein Statement: Wenig später dann ein Video des Generalsekretär des DBV, Krüsken mit einer Videobotschaft: (Dauer 0:47 min)   Am Abend fasst top agrar die Geschehnisse des Tages und die vielen verschiedenen Stellungnahmen diverser Parteien sehr gut …

Wenn Fleisch teurer wird….

Ein oft gehörte Argumentation, um den Verzehr von Fleisch zu senken, ist die Idee, Fleisch teurer zu machen. Da ist von einer Fleischsteuer die Rede, einer Veränderung der Mehrwertsteuer und einiges mehr. Nun sind die Preise für Schweinefleisch im Verlauf des letzten Jahres um fast 50% gestiegen. Den Wünschen der Fleisch-Gegner wurde also in hohem Maße entsprochen. https://www.ami-informiert.de/ami-fleischwirtschaft/schweinepreis Grund dafür ist die Afrikanische Schweinepest, die in Asien, vor allem China aber auch Indonesien, zu einem starken Rückgang der Schweinebestände geführt hat und nun Importe, auch aus Europa, notwendig macht. Wenn die Theorie der Befürworter der Verteuerung von Fleisch stimmt, dann müsste der Verzehr von Schweinefleisch (und Wurst) deutlich zurückgegangen sein. Meldungen hierzu sucht man vergebens. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36573/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-fleisch-in-deutschland-seit-2000/ Hier  eine Statistik nach Ländern weltweit: https://www.watson.ch/wissen/die%20welt%20in%20karten/773522112-weltkarte-welches-land-isst-am-meisten-fleisch Die Unterschiede sind extrem und haben ihren Grund vor allem in kulturellen Gegebenheiten. Und ob man die so schnell ändern kann? Das fragt sich Bauer Willi      

Kein Kükentöten mehr!

Neulich hatte ich einen Anruf von Dr. Ludger Breloh, den ich seit langem kenne und den ich immer noch bei REWE verortet habe. Das stimmt nur noch halb, denn mittlerweile hat er sich ganz dem Thema „Ende des Kükentötens“ gewidmet.  Ich habe mich mit ihm und Kristin Höller unterhalten. Wie ist der Stand der Dinge? Die gute Botschaft: Das Verfahren zur Geschlechtsbestimmung und damit zur Selektion der Eier ist praxistauglich. Derzeit ist es möglich, mit einer Anlage pro Sekunde ein Ei zu untersuchen und damit 3600 Eier in der Stunde. In Deutschland werden pro Jahr rund 45 Mio. Legehennen gehalten. Der Rest ist Mathematik. Bedenke: Das Jahr hat 12 Monate bzw. 52 Wochen. Wie funktioniert das technisch? In der Brüterei  wird nach etwa 8 Tagen mit einem Laserstrahl ein winziges Loch in der Kalkschale hergestellt. Das Innere des Ei bleibt unbeeinflusst. Mittels eines Druckunterschiedes gelangt ein Tropfen des Ei-Inneren in eine Reaktionflüssigkeit, die auf ein Hormon reagiert, dass nur in Eiern vorkommt, die sich zu weiblichen Tieren entwickeln. Durch eine Farbumschlag bei den Eiern, aus …

Das Davos der Landwirtschaft

Nun ist sie vorbei, die Grüne Woche in Berlin, die – wie auch die  GFFA-Tagung (Global Forum for Food and Agriculture) – als das „Davos der Landwirtschaft“ bezeichnet wurde. Ja, da ist was dran. Auch in Davos waren einige Redner, die sich vor allem selbst lobten. Politiker wie Trump und andere wirkten, als wären sie aus der Zeit gefallen und als hätten sie vom Thema Klimawandel noch nie etwas gehört. Entsprechend isoliert blieben sie, was sie aber  selbst wohl nicht bemerkten. Andere wiederum wollten zeigen, dass sie ja schon viel weiter als alle anderen sind. Die Vertreter der Wirtschaft wurden nicht müde, sich gegenseitig zu erklären, wie nachhaltig sie schon seien. Fridays for Future erklärten zum wiederholten Male, dass das alles nicht reicht und nicht schnell genug geht. Auch so wie immer. Jeder in seiner Blase, kaum Kontakte untereinander. Gewisse Parallelen So ähnlich verlief auch die Grüne Woche. Von den Demonstrationen der Bauern bzw. der Umwelt-Aktivisten im Vorfeld war dort nichts zu sehen, zu hören oder zu spüren. So, als hätten sie überhaupt nicht stattgefunden. …

Gefragt auf der Grünen Woche…(Video)

Von der CDU/CSU-Fraktion bin ich während der Grünen Woche zu Themen rund um die Landwirtschaft befragt worden. Die Fragen stellte Albert Stegemann. Mit dabei war Lea Fließ vom Forum Moderne Landwirtschaft. Aber auch ich konnte, ganz zum Schluss, Herrn Stegemann eine Frage (zur CDU) stellen, auf die er sehr „geschmeidig“ geantwortet hat. Was hättet ihr auf die Fragen von Herrn Stegemann geantwortet? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren