Bauer Willi
Kommentare 34

Immer noch zu trocken

Ein sehr guter Beitrag des WDR, der die Situation der Bodenfeuchte in ganz Deutschland sehr gut beschreibt. Auch die Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft…

Sehr hörenswert!! Ich habe was gelernt.

 

Wer wissen will, wie es mit der Bodenfeuchte im Unterboden (bis 1,80 m) aussieht, findet das hier: https://www.ufz.de/index.php?de=37937

Ich war überrascht…und erschrocken…

Bauer Willi

 

 

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34 Kommentare

  1. Thomas Apfel sagt

    Beim „Durchblättern“ des Heftes des UfZ findet man ein par Seiten weiter etwas zum Rückgang der Lurche. Erstens gibt es den Rückgang, oder „das Sterben“ bei Lurchen tatsächlich. Zweitens ist die Ursache eine Pilzkrankheit, die durch weltweiten Handel mit Amphibien halt weltweit verbreitet wurde. Bislang wurde über NABU und BUND immer die Landwirtschaft als Hauptursache kolportiert. Das lässt die Vermutung zu, dass auch bei Vögeln und Insekten weltweiter „Krankheitsexport und Import“ über Güter- und Personenverkehr wesentliche Ursachen für Rückgänge (oder genauer Verschiebungen im Artenspektrum) sind. Illustriert wurde dieser Weg der Beeinflussung lokaler Ökosysteme über Einschleppung von Arten und Krankheiten ja auch schon über verschiedenste Meldungen: Einwanderung v. Ambrosia, Kirschessigfliege, Viruskrankheiten bei Bienen usw. Die Liste der Folgen unserer Handelsaktivitäten ist lang.
    Wie beim Klima ist die Landwirtschaft eher ein Betroffener als ein Verursacher.

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  2. firedragon sagt

    Gute Erklärungen.
    Ich dachte bisher, dass es bei uns zu trocken ist. Nachdem ich die Karte (1,8m) gesehen habe, es ist anderswo ja viel trockener.
    Derzeit regnet es bei uns, das ist sehr gut. Auf den Wiesen steht das Wasser, es kann nicht in den tiefen Boden, da der zu trocken ist.
    Wir haben schon überlegt, ob es Sinn machen würde, mit dem Einfuß die untere Bodenschicht zu brechen, damit das Wasser runter kann.
    Hat das Sinn, hat das schon jemand von Euch gemacht?

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    • Bauer Willi sagt

      Finger davon lassen. Die Schluffanteile gehen mit nach unten. Einfach Geduld haben. Bis zur Aussaat von Irgendwas sind es ja noch mindestens 6 Wochen

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    • Karl Timme sagt

      Das Wasser ist dann zwar schneller unten, die Schichten darüber haben noch keine Feldkapazität. Die guten Böden haben länger durchgehalten, brauchen aber genausolange bis das sie wieder aufgefüllt sind, Geduld heißt hier die Dewiese.

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  3. Verner sagt

    Interessant ist vor allen Dingen, daß immer wieder neue Forschungsinstitute ausgegraben werden.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn Gemeinderäte unangenehme Entscheidungen zu treffen haben, holt man gern ein Gutachten ein. Siehe da, das Gutachten bestätigt immer die Meinung, der das Gutachten bezahlt.

      So ist es auch bei Forschungsinstitut, man gibt das Ergebnis vor.

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          • Lady sagt

            Lieb von dir, Ehemaliger ! Vor Gericht zahlt auch der Verlierer.
            Bei den Forschungsinstituten muss man sicher unterscheiden. Das Umweltinstitut München macht euch sicher zu jedem Thema, das in das eigene Weltbild passt, die passende Studie.
            An den Unis etwa ist das schon anders. Da läuft es eher so, dass die Studie zwar durchaus die Aspekte, die der Auftraggeber „bezahlt“ , hinreichend gewürdigt werden. Aber sie werden normalerweise nicht bewertet. Die Studie an sich ist weitgehend „neutral“, für die Interpretation sind dann aber andere zuständig. Und da wird es leider häufig abenteuerlich.

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            • firedragon sagt

              Hallo Lady,
              Deinem vorletzten Satz muß wohl ich leider zustimmen.
              Mir hat mal jemand erzählt, der Studien „interpretiert“, wie’s „läuft“. Ich dachte damals, derjenige macht einen Scherz und habe dem eher nicht geglaubt.

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              • Lady sagt

                Ja Feuerdrachen. Ich habe auch nur kurz wissenschaftlich gearbeitet. Und war ziemlich entsetzt, was aus einer Studie, die wir damals erstellt haben, dann als Interpretation raus kam. Es war eigentlich das Gegenteil. Als Wissenschaftler sollte ich alle Aspekte abklopfen und schon gar nicht bewerten, bevor ich überhaupt die Situation beschrieben haben. Die Auftraggeber machen es eher andersrum: Sie suchen sich das raus, was gefällt. Landwirte killen Insekten, stimmt sicher. Aber so isoliert geht es völlig an der Problematik vorbei. Wenn du Pech hast ,geht es dann medial weiter. Nur die Landwirte killen Insekten, und eigentlich nur aus Boshaftigkeit oder Geldgier. Und raus kommt blanker Unsinn. Die Studie kann trotzdem richtig gewesen sein.

                Aber mal eine andere Frage, zurück zum Thema. Ich habe keine Ahnung , wie lange es überhaupt braucht, bis sich tiefere Bodenschichten wieder mit Feuchtigkeit füllen. Die Bilder zeigen ja durchaus eine Entwicklung an.

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                • firedragon sagt

                  Eine Zeitangabe kann wohl keiner geben.
                  Wichtig ist, dass es stetig immer mal wieder ein bischen regnet. Dann hat der Boden Zeit, das Wasser aufzunehmen. Kommt zuviel Wasser, läuft es einfach auf der Oberfläche davon,
                  Ähnlich einem feuchten Schwamm, der nimmt eher Flüssigkeit auf, als ein trockener Schwamm.

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  4. Karl Timme sagt

    Ja, auch ich gehöre zu dem Nordosten. Aber da hier, auf Grund starken Kartoffelanbaues schon immer Beregnung vorhanden war, konnten dennoch, zwar unterdurchschnittlich und mit schlechtere Qualität, noch Erträge eingefahren werden. Da aber in 2018 in vielen Beregnungsverbänden die genehmigten Wassermengen aufgebraucht waren, wurden nur geringe Notmengen bewilligt. Also konnte hier trotz einer besseren Niederschlagsverteilung in 2019, durch die Technik der Defizit nicht aufgefangen werden. Zur Zeit findet ein weiterer Schub im Ausbau der Beregnungsstruktur statt (Erdleitungsnetz, feste Entnahmestellen, automatisierte Brunnen, u.a.)
    In Deutschland und in Europa merkt der Verbraucher hiervon nichts, die unterschiedlichen Regionen gleichen dieses aus.
    Anders in Regionen, in denen die Versorgung mit Lebensmittel ohnehin Grenzwertig ist. Dort lässt sich unser Wohlstandproblem nicht vermittel. Schon gar nicht die Absicht fruchtbare Böden in Ihrer Bewirtschaftung so einzuschränken, das die Erträge sinken und Mann sich aus dem Ausland die Versorgungssicherheit holt, schließlich ist Mann ja Zahlungskräftig.

    Dazu Vanessa Nakate, die ugandische Fridays for Future-Aktivistin in Davos:
    „Es ist wichtig für uns Afrikaner, dass unsere Geschichten gehört werden. Nur wir wissen, was wir durchmachen müssen. Die größte Bedrohung durch die Klimakrise ist für uns, dass die Nahrung nicht mehr reichen könnte.
    Die Regenzeiten sind anders verteilt und teils sehr extrem. Felder und auch die Häuser der Leute werden durch Überflutungen zerstört. Dann gibt es wieder Dürren, die Ernten vernichten.“

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    • Karl Timme sagt

      Dazu past auch diese Meldung:
      Eine Heuschreckenplage ist über Pakistan hereingebrochen. Die Schäden sind derart massiv, dass die Regierung um die Ernährungssicherheit des Landes fürchtet. Sie hat deshalb den Notstand ausgerufen.

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      • brouss sagt

        In Ostafrika gibt’s auch ne Heuschreckenplage. Soll vom vielen Regen kommen.
        Da soll sich mal Greenpeace drum kümmern. Oder der BÖLW.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Schuld daran ist die Klimakrise, ausgelöst von der Agrarindustrie ……😎

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ihre Meinung kann ich so nicht stehen lassen,

          von der deutschen Agrarindustrie, wäre die richtige Bezeichnung. 😉

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Das nenn mal prima,
        die haben kein Problem mit dem Insektenschwund und jetzt ist es auch nicht recht.

        Ps:
        Selbstverständlich habe ich Mitleid mit der Bevölkerung.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wenn ich mal etwas nicht kapiere………
            Ich gehöre zu den Bildungsfernen, nur Volksschule. 😉

            Weiß jetzt nur noch nicht, reihe ich mich in die heutigen Hauptschüler, oder zu den Realschülern ein.
            Realschulen gab es zu meiner Zeit noch nicht. 🙂

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            • Ferkelhebamme sagt

              Ehemaliger, Haupt- und Realschulen waren gestern, jetzt gibt‘s Sekundar- u. Gesamtschulen. 😉

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  5. Einfacher Bürger sagt

    Die Trockenheit stellt doch kein Problem dar zumindest war Landwirtschaft 4.0 hat. Nitrat aus den Wohngebieten kann’s auch nicht mehr geben denn bei manchen sind die Köpfe als Speicher genutzt

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  6. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Zu trocken, Mäuseplage, Vernalisation, Corona-Virus, ….ach, alles doch überhaupt kein Problem, keine Anlass zur Sorge.

    Laut IGC stehen in einer frühen Prognose schon im Januar 2020 heuer steigende Erntemengen in Erwartung; alles läuft in überaus geordneten Bahnen: Überhänge (auf Papier und Bildschirmen) sichergestellt – Erzeugerpreise am Boden. – Oh, nein ich vergaß -wie undankbar- unsere deutschen Bauernkonten werden ja bald mit der alles rettenden Bauern-Milliarde aufgehübscht.

    Friede, Freude, Sonnenschein und milde Temperaturen im heute beginnenden Februar, wo bereits die 5. Jahreszeit mit ihrem kunterbunten Faschingstreiben eingeläutet ist; die Narren übernehmen einstweilen die Regentschaft; wäre man böse, würde man dahingehend im Bauernumfeld worüber „hirnen“, wie es die Schweizer so nett auszudrücken wissen…!? ;-))

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  7. oberländer sagt

    Das Wetter können wir nicht machen , wir können nur darauf reagieren oder
    Vorsorge treffen.
    Das wir darauf oftmals schneller reagieren müssen als wir dürfen liegt in der
    Natur unserer Bürokraten die ihre ausgeprägte Behäbigkeit nur zum durchsetzen
    der eigenen Interessen überwinden wollen.

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  8. Reinhard Seevers sagt

    In den Grünlandregionen haben sich die Feldmäuse aufgrund der Trockenheit extrem vermehrt. Jetzt muss der Umbruch und die Neuansaat aufwendig beantragt werden…..

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  9. bauerhans sagt

    ab heute darf wieder gülle gedüngt werden,aber auf den flächen fahren kann man wegen der feuchtigkeit hier nicht.

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    • Schmeckt gut sagt

      Bauerhans, wir reden immer über „die Landwirtschaft „, aber genau hier beginnen die Argumentationskonflikte. Es gibt diese eine LW nicht. In unserer Region sind im Januar nicht einmal 20 mm Regen gefallen. Alle Gräben sind wieder trocken gefallen. Uns fehlen aus 2019 und 2020 immer noch 250 bis 300 mm. Bis etwa 1 m ist bei unserem leichten Boden alles durchfeuchtet, aber 1 m leidet noch unter Trockenheit. Und der Wald leidet extrem. Es würde sehr helfen, wenn alle Einwohner in D sich zusammenreißen könnten und über wirklich existenzielle Themen angemessen diskutieren würden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Zitat Schmeckt gut:“Es würde sehr helfen, wenn alle Einwohner in D sich zusammenreißen könnten und über wirklich existenzielle Themen angemessen diskutieren würden.“

        Das tun sie doch, sie haben Angst vor Nitrat im Grundwasser, Glyphosat in der Nahrung und den Verlust der Insekten….so what? Jedem seine existenziellen Ängste. Die Briten sind nun von der EU befreit und haben keine Angst mehr, die Amis behalten Donald, Israel ist gerettet….alles in Butter! Ok, war jetzt OT.

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        • firedragon sagt

          Verlust der Insekten…
          gestern bei uns im Radio war das Dauerthema – Ihr werded es nicht glauben – Insektenplage in Deutschland befürchtet. Der Winter ist so mild, wenn es weiterhin so mild bleibt, so die Befürchtung, können Schädlinge (so werden doch tatsächlich die Insekten benannt – unerhört!), wie bspw. die Blattlaus als adultes Tier sofort mit dem Gebären von Jundtieren beginnen.
          Desweiteren werden große Stechmückenplagen, bei für sie günstige Wetterlagen, prognostiziert.
          Also was jetzt – Insektenschwund oder Insektenplagen ? Wäre schön man könnte sich mal einigen, als Landwirt kommst du nämlich langsam ins Schlingern bei dem Thema.

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