Bauer Willi
Kommentare 97

Die „Bauern-Milliarde“…

Heute ging es richtig rund. Selten habe ich an einem Tag so viele WhatsApp, SMS, Mails bekommen wie am 30.1.2020.

Was ist passiert?

Die Groko tagte bis in den frühen Morgen und heraus kam eine Milliarde für die Bauern.

Gegen 8:30 Uhr berichtet RP Online kurz und knapp:

https://rp-online.de/politik/deutschland/spd-und-union-milliardenhilfen-fuer-landwirte-und-laengeres-kurzarbeitergeld_aid-4864118

Das nächste, was ich bekommen habe, war ein Video vom bayrischen Bauernpräsidenten Heidl mit kernigen Worten. (Dauer 1:18 min)

 

Kurze Zeit später dann ein Video von Dirk Andresen, einer der Sprecher von „Land schafft Verbindung Deutschland“ mit ähnlichem Tenor. (Dauer 1:24 min) Nur das Güllefass hätte er besser weggelassen, um niemand auf dumme Ideen zu bringen. Und er sollte das Datum richtig angeben… (bin halt ein Klugscheißer…)

Gegen 12 Uhr dann ein deutlicher Kommentar in der FAZ:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/hilfe-fuer-landwirte-ein-ganz-fauler-kuhhandel-16608292.html

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes meldet sich zu Wort. Hier sein Statement:

Wenig später dann ein Video des Generalsekretär des DBV, Krüsken mit einer Videobotschaft: (Dauer 0:47 min)

 

Am Abend fasst top agrar die Geschehnisse des Tages und die vielen verschiedenen Stellungnahmen diverser Parteien sehr gut zusammen.

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/bundesregierung-muss-kritik-an-der-bauernmilliarde-einstecken-11966357.html

Tja, den Tag hätte sich so mancher sicher ganz anders vorgestellt.

Wie meine Meinung zur „Bauern-Milliarde“ ist? Ein guter Bekannter schrieb mir: „Diese Milliarde ist nichts anderes als ein Schuldeingeständnis für jahrzehntelange fehlerhafte Gesetzgebung und Politikgestaltung im Agrarbereich“. Eines eint schließlich alle Landwirte: Sie wollen in Ruhe arbeiten.

Bauer Willi

 

(Aufrufe 6.138 gesamt, 1 heute)
6

97 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Die Bauern-Milliarde wurde umbenannt in Zukunfts-Milliarde, ob’s das besser macht….?

    0
  2. Reinhard Seevers sagt

    Ich hab ihn nicht mit einem Kind verglichen. Lesen heißt nicht immer, dass man alles versteht.

    0
  3. Altbauer Jochen sagt

    Die Milliarde ist schnell „verplempert“
    der ungute Beigeschmack bleibt und wird uns
    anhängen. Die Demonstrationen galten doch
    anderen Zielen ? und nicht einer durchsichtigen
    Beruhigungsspritze !

    3
  4. firedragon sagt

    Wir müssen aufpassen …

    …was uns die Medien präsentieren. Warum ?
    Sie präsentieren uns Schlagworte mit zu wenig Hintergrundinformationen. Je weniger Informationen ich über ein Thema habe, oder eher einseite Informationen, bin ich in meiner Objektivität stark eingeschränkt.

    Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich durch die Nachricht im Radio eher unsanft geweckt wurde. So ging es wahrscheinlich allen „Betroffenen“.
    In allen Medien wurde diese eine Milliarde für die Landwirtschaft ziemlioch aufgebauscht und die ausserlandwirtscahftliche Bevölkerung hat das eher negativ kommentiert – warum auch nicht.

    Nach meinem Hintergurndwissen, welches ich leider erst jetzt besitze, finde ich Herrn Stegemanns Videoauftritt katastrophal. Warum ?
    Auch er hat das vergessen das Wichtigste zu benennen, um diese eine Milliarde mit der nötigen Gelassenheit betrachten zu können.

    Im Haushaltsetat befindet sich eine Summe von etwa 16 Milliarden „Überschuß“. Geld, welches nicht „verbraten“ wurde und nun auf verschiedene Bereiche verteilt werden kann. So ist meine Info. Von diesem übriggebliebenen Geld wurden nur eine Milliarde der LW zugestanden. Wer rechnenn kann – jetzt sind da noch 15 Milliarden.
    Zurück zur Objektivität – wieso hat man davon nichts in den Medien gehört ? Welche Bereiche haben noch Milliarden erhalten ?

    Vielleicht sollten wir alle erst auf mehr Infos warten, um etwas besser betrachten zu können (ich schließe mich da nicht aus). Deswegen: passt höllisch auf, was Euch die Medien vorsetzen !

    2
    • Reinhard Seevers sagt

      Feuerdrachen, die Autoindustrie hat eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 24Monate erhalten. Das ist eine Absicherung der Arbeitnehmer aufgrund falscher Managerentscheidungen zu Lasten des Steuerzahlers. To big to fail ist die Maxime. Die Unternehmen müssen nur groß genug sein, dann kann man das Druckmittel Arbeitsplätze nutzen, um sich über Wasser zu halten. ..

      0
    • Bäuerin sagt

      Eine Milliarde , ja …für die Bevölkerung klingt das wieder nach “ die Bauern kriegen schon wieder a haufn Geld “
      Für die Bauern …auf 4 Jahre verteilt , sind es im Jahr keine 1000€ .
      Damit kann man dann mal anfangen die Landwirtschaft umzuändern !!!!
      Aber ….Fakt ist doch , wir wollten nie Geld , wir wollen kostendeckend Preise , AnErkennung unserer Arbeit und ganz wichtig….endlich mal richtig arbeiten können !!! Seit Jahren müssen wir uns nach Vorschriften, Auflagen und Bestimmungen der Politik richten ..viele Vorschriften sind .hirnrissig, unlogisch , falsch , weil die Herrschaften , denen der Schmarrn einfällt, von nichts eine Ahnung haben, und der BBV unterstützt das noch !!
      Wir Bauern sind hervorragend ausgebildet , wur brauchen keine Bevormundung !

      2
  5. Paulus sagt

    Ehrlich gesagt ist mir Bauer Willis Blog für meinen Geschmack mittlerweile etwas zu einseitig dominiert, um es mal zurückhaltend auszudrücken. Aber wie das nun mal so ist, es gibt halt Zeitgenossen die auf alles und jedes eine vermeintlich kompetente Antwort haben. Damit meine ich einen speziellen Blogteilnehmer.
    Für die LW Außerirdische, sprich Nichtlandwirte sind hier doch kaum noch vertreten. Selbst der Blogbetreiber bezeichnete die Nichtlandwirte schon mal als Zivilbevölkerung, da habe ich mir schon verwundert die Augen gerieben. Ja, und wenn er mir dann sagt: das verstehst du nicht und wirst es nie verstehen, signalisiert er mit, dass ich ihn gar nicht verstehen soll.
    Das Kommunikationsdefizit ist nicht nur der Vergangenheit zu suchen sondern auch derzeit desaströs. Glaubt mir von den Bauern zwar keiner, ist aber so.

    Solange keine einheitliche Strategie zu erkennen ist und diese nicht durch einen starken Verband vertreten wird, bleibt auch LsV eine Totgeburt.
    Fragt doch mal jemand, egal ob in einem bergischen oder Eifeler Dorf oder in Köln oder D‘-dorf nach LsV. „Ach dat sind doch die, die immer Treckerdemos machen. Jou die wollen doch wie immer mehr Geld.“
    Um erfolgreich zu kommunizieren muss man zwingend auch mal das eigene Terrain verlassen. Alles andere ist aussichtslos.

    2
    • Reinhard Seevers sagt

      Paulus, dass du so wenig verstehst, das kannst du ja nicht anderen vorhalten. Kinder müssen auch viel lernen, auch wenn sie nicht immer Spaß dran haben.
      Achja, ich bin kein Bauer…..

      0
      • firedragon sagt

        Herr Seevers,

        ich glaube, Paulus vesteht mehr, als Sie denken.
        Und ihn mit einem Kind zu vergleich, würde ich tunlichst unterlassen.

        2
    • Lady sagt

      „Damit meine ich einen speziellen Blogteilnehmer.“

      Paulus, du bist doch sonst nicht so zurückhaltend!
      Ich denke schon, dass auch wir Nicht-Landwirte hier gerne gesehen werden. Mag sein, dass unsere Äußerungen nicht immer gefallen. Aber wer sich nur in die kuschelige Filterblase einigelt,kommt sicher auch nicht weiter. Und das kann man dann kaum den Medien vorwerfen.

      3
      • bauerhans sagt

        ja,hier fehlen die verbraucher!
        aber wenn ich das auf zeitonline lese,was verbraucher da über landwirtschaft so „rauslassen“,ich weiss nicht……

        2
    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      dann sag mir mal, was Dich so interessiert. Ist ja gut, wenn Du sagst, was Dir nicht gefällt. Was sagst Du eigentlich Deiner Frau (weiß nicht ob Du verheiratet bist) beim Essen? Heute schmeckts mir nicht…?
      Tja, da musst Du Dich nicht wundern…
      Ich wähle die Themen so aus, wie sie mir gefallen und von denen ich annehme, dass sie vielen gefallen. Wenn ich so die Zahl der Kommentare pro Artikel lese, muss ich annehmen, dass ich das halbwegs treffe.
      Aber bitte korrigiere mich.

      Willi

      4
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Zitat Paulus

      „Für die LW Außerirdische, sprich Nichtlandwirte sind hier doch kaum noch vertreten.“

      Bürger außerhalb landwirtschaftlicher Praxis stellen kaum Fragen, sondern kommen mit vorgefertigter Meinung die sie irgendwann mal gelesen, oder gehört haben und verlassen diesen Block, weil das Fachwissen der Praktiker nicht in ihr Weltbild passt.

      Paulus,
      wenn ich in meiner Hütte einen Schaltkreis zu installieren habe, dann gehe ich nicht zu Tante Google und frage auch nicht den Straßenbauer von nebenan, sondern beauftrage einen Elektriker, der das kann.

      0
    • Bäuerin sagt

      Paulus ich muss da bezüglich Deines Schlusssatzes energisch widersprechen.
      Der LsV hat es geschafft ALLE Bauern zu motivieren, egal ob Milchbauern, Schweinebauern , Obstbauern u.v.m.
      NUR , WEIL ER VERBANDS UNABHÄNGIG IST !
      Bei den letzten Demos stand relativ oft was vom BBV , der uns nicht gut vertreten hat und vertritt , sonst gäbe es keinen AbL , BDM u.v.m.
      Der ist zu nahe an den Konzernen und der Politik!!

      0
      • Bäuerin sagt

        Sollte der LsV zu nahe am BBV stehen , manchmal sieht es fast so aus ….wäre die Gemeinsamkeit schneller als gedacht in Frage gestellt

        1
    • Karl Timme sagt

      Paulus, den Blockteilnehmer, den Sie im Blick haben kann ich nicht ausmachen. Eine Diskusion ohne Hintergrundwissen ist nicht Zielführend.
      „Zeitgenossen die auf alles und jedes eine vermeintlich kompetente Antwort haben“
      Es liegt an Ihnen, wenn dies nicht der Fall ist, denjenigen eines besseren zu belehren.
      Niemand ist allwissend, eine Meinung ist nur so gut wie die Quellen derer Mann sich Bedient. Wenn diese zu Einseitig sind, dann erhellen Sie uns mit anderslautenden Quellen.

      0
  6. Brötchen sagt

    Unser Chef vom LBV hat gesagt“ mit Geld allein lassen sich keine fachlichen Widersinnigkeiten beheben“

    7
    • Brötchen sagt

      „Ich hoffe, das die Bauern mit der Aussicht auf geld nicht ruhig gestellt werden sollen.“ “ Es gehe nicht um kurzfristige Finanzspritzen , sondern um die Zukunft der LW in d. Schweigegeld ist mit uns nicht zu machen“

      H. Wendorff

      3
    • Elisabeth Ertl sagt

      Und jetzt versetzen Sie sich mal in die Rolle eines Politikers, der wieder gewählt werden will ….

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Ein Politiker sollte eine Politik der Zukunft maschen und nicht immer an den eigenen Mamon denken.

        0
        • Inga sagt

          Warum machen das die Politiker von heute nicht mehr? Regieren die wirklich nur dir Eregungsbewirtschaftung?

          0
  7. Friedrich sagt

    @Brötchen.Warte ab bis es zu regionalen Stromabschaltungen kommt . Das habe ich von meinen Freunden aus der Energiebranche gehört , daß wir kurz davor sind . Im Juni 2019 standen wir dreimal vor einem bundesweiten Blackout und es werden immer mehr Kraftwerke abgestellt. Die Politik in Bund und Ländern ordert ohne Ende Notstromaggregate, warum wohl ? Das Kaos wurde in Gutachten auch vom Bundesrechnungshof und Mc Kinsay untermauert. — Mit dem Stromausfall wird auch unsere ideologische Regierung untergehen und mit ihr die linksgrüne Politik. Hier müßen wir nur abwarten und uns mit Notstromaggregaten und Vorräten vorbereiten. Übrigens wurde der Blackout gut im Januarheft von „Tichys Einblick“ dargestellt und beruht auf dem Mc Kinsay-Gutachten.

    2
  8. Friedrich sagt

    Die Politik in Berlin und die Medien allgemein merken nicht , was wir wollen. Die wollen es auch nicht merken , sondern wollen nur die täglich erscheinenden schlechten Bilder mit den Bauerndemos weghaben. Sachlichkeit und Realität ist bei denen in dieser Sache ein Fremdwort. Wir werden also weiter mit unseren Schleppern losfahren. Das haben wir ja gezeigt , daß unsere Vorlaufzeit nur bei wenigen Stunden liegt. Im hannoverschen Landtag konnten wir noch einige Politiker erwischen , während in der CDU-Zentrale alle schnell die Flucht ergriffen haben und wir vor verschlossenen Türen standen. Den Besuch werden wir dann wohl besser ohne Anmeldung nachholen. Kann nur alle Bauern auffordern weiter zu machen und nicht nach zu geben. Frau Merkel braucht doch nur in Brüssel anrufen und mitteilen , daß Deutschland das Nitratmeßnetz nach durchschnitllichen Werten von allen Brunnen neu aufstellt und das Thema ist durch. Dazu ist sie aber zu feige , wie alle Politiker die mit den Grünen im Bett liegen. Lieber die Bauern opfern , als einen Fehler zuzugeben. — Wenn ich mir die Aussagen von zwei ehemaligen Verfassungsrichtern so anhöre (Papier in Videos und Kirchhoff im Buch“Berherzte Freiheit) dann habe ich sowieso große Probleme mit den Vorgaben aus Brüssel, denn die Kommision ist nicht vom Souvären , dem Wähler , gewählt und somit eine Diktatur für mich. Unsere Bundesregierung hat inzwischen dermaßen viele Gesetze unserer Freiheitlich demokratischen Grundordnung gebrochen , daß das ganze etwas für den Staatsanwalt ist. Dazu kommt noch das Durchwinken unseres Verfassungsgerichtes, was auch sehr nach Rechtsbeugung aussieht. Warum sollen wir dann noch das Agrarpaket überhaupt akzeptieren.

    8
    • Brötchen sagt

      Friedrich bisher wurde noch nie zugegeben, dass Fehler gemacht wurden.
      Siehe:
      Dieselproblematik
      Klimaschutzmaßnahmen
      Einwanderungspolitik
      Verteidigungspolitik
      LW Politik

      Es gibt höchstens durch die Hintertür Eingeständnisse.

      7
      • Reinhard Seevers sagt

        Ich glaube, dass die Definition eines Fehlers immer mind. 50% andere Meinungen hervorrufen wird. Das hat etwas von „Verschwörungstheorie“, finde ich.
        Solche Aussagen rufen bei mir immer pauschal Widerstand hervor.

        0
        • Brötchen sagt

          Reinhard das ist die Gefahr mit der Verschwörungstheorie.

          Beim Nitratproblem war ich auch erst der Meinung, das wurde verschlampt.
          Das irgend jemand was gemeldet hat, wo die Leute die es dann betraf nicht bescheid wusste, welche Auswirkungen das hat.

          Es ist auch der Umgang oder eine gewisse Kultur des Umganges miteinander, wo man Unsicherheiten auch zugegeben kann.
          Diese Kultur ist total abhanden gekommen.

          Ab und an wird ja versucht sie wieder einzuführen.
          Scheitert aus welchen Gründen auch immer.

          1
    • Lady sagt

      „Dazu kommt noch das Durchwinken unseres Verfassungsgerichtes, was auch sehr nach Rechtsbeugung aussieht. “

      Lieber Friedrich, ich schätze es sehr, dass du meine Zunft, die Volkswirte, hier so oft lobend erwähnst. Selbst wenn es Kollegen sind, die ich nicht mag. Aber bei allem verständlichen Zorn: Unser Verfassungsgericht beugt nicht das Recht. Wer das behauptet, hat von Rechtsstaatlichkeit keine Ahnung. Sorry. Das ist ein ungeheuerlicher Vorwurf.Vor Gericht geht es um das, was im Gesetz steht, nicht um das, was jemand für Recht hält. Das, was wir als Rechtsempfinden bezeichnen. Das ist nichts anderes als Willkür.
      Und gerade die Landwirte sollten den Unterschied kennen und tun sie ja auch.
      Und dafür solltet ihr auch weiterhin mit euren Schleppern auf die Straße gehen.
      Die Milliarde würde ich trotzdem nehmen, sie ist eh da, von uns allen aus Steuermitteln aufgebracht.

      3
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Lady,
        ein inzwischen in Deutschland sehr bekannter Wirtschaftsanwalt, hat als ganz junger Anwalt (er hat mich in einer altrechtlichen Angelegenheit vertreten), hat mir seine Meinung so übermittelt:

        Wir müssten eigentlich gewinnen, aber wie Gott und ein Richter entscheidet wissen wir alle nicht.

        Habe gewonnen , vor dem Amtsgericht und dem Landgericht. 🙂

        0
    • Reinhard Seevers sagt

      Der Schmitz ist dauerverblendet und ideologieverseucht…..solche Interviewpartner reißen mit dem Ar.ch das ein, was andere aufgebaut haben.

      0
      • Obstbäuerin sagt

        Das sehe ich nicht so, Reinhard, es ist die Strategie der AbL und dazu gehört auch die Rede des AbL Vorsitzenden auf der Traktordemo am 17. Januar in Berlin. Der wdr hätte seriöserweise einen Vertreter von LsV interviewen müssen und keinen von der AbL, die ja Mitinitiator der »Wir haben es satt« sind und diese wiederum hinter den wissenschaftlich nicht belegten Forderungen (Düngeverordnung und Insektenpaket) von UBA und Svenja stehen.

        1
          • Obstbäuerin sagt

            So, wie Du es dargestellt hast, scheint es nur eine persönliche Fehlleistung zu sein, weil er verblendet ist. Das schließt ein bewusstes strategisches Handeln quasi aus. Es geht aber um die Umverteilung von sehr viel Geld und das soll möglichst in eine bestimmte Richtung fließen.

            1
            • Reinhard Seevers sagt

              Neee, nee, ich schere schon alle ABLer über einen Kamm…:-)
              Ich kenne die Leute schon seit 30 Jahren, ich bin nicht blauäugig.

              0
    • Ottmar Ilchmann sagt

      Ja zum Glück bekommt die AbL diese Plattform immer wieder, denn sie hat ja auch im Gegensatz zu vielen anderen Konzepte anzubieten, die über ein „Weiter so“ hinausgehen.

      1
      • Obstbäuerin sagt

        Leider sind diese Konzepte nur für weniger als 20 % der Bauern eine gute Lösung und das auf Kosten der restlichen 80 %. Mit den Bauernprotesten haben diese Konzepte allerdings 0 (Null) zu tun.

        2
      • Reinhard Seevers sagt

        Hat denn ABL die Nitratlüge auch als solche erkannt? Oder folgt sie eher den Bauernbashern?
        Hab dazu noch nichts gelesen.

        2
  9. Thomas Apfel sagt

    Ich will noch sagen, ich bin im Grundsatz nicht dagegen diese 1 Mrd. €, die offensichtlich freigeschaufelt werden konnten in der Landwirtschaft ankommen zu lassen. Aber eben nicht pauschal als Bauernmilliarde“, sondern z.B. als 80%-ige Förderung über „verlorene Zuschüsse“ beim Bau von Güllelagern und dichten Dungplatten und ev. noch Wasserspeichern wo es gebraucht wird. Das würde genau in Richtung der Behebung der Vorwürfe zielen und wäre tatsächlich sinnvoll, natürlich nicht für die Aktiven, die das Problem auf eigene Kosten gelöst haben.

    3
    • Reinhard Seevers sagt

      Ich würde erstmal eine Harmonisierung der Daten der Düngeverordnung anstreben. Wie kann es sein, dass z.B. für eine 8000kg Milchkuh in Stallhaltung, ohne Weidehaltung gem. Tabelle 1 DÜVO 20m³ Gülle/Jahr/Tier angerechnet werden und Niedersachsen hierfür 28m³ annimmt. Wenn also bereits die Auslegung der DÜVO Ländersache ist, wie will man dann über eine einheitliche Regelung diskutieren?

      8
  10. Reinhard Seevers sagt

    https://www.tagesschau.de/sendung/tagesschau/index.html

    Gesetrn abend in der Tagesschau…..Bauern sind gegen die Verschärfung der Düngeverordnung, …..es landet zu viel Nitrat im Grundwasser…..1 Milliarde als ‚Umstellungshilfe…..Bauern sind aber immer noch unzufrieden…..wenn sich nichts ändert muss Deutschland jeden Tag 850 Millionen Euro Strafe zahlen….

    Botschaft ist klar: Bauern sind Umweltsäue, Geld nehmen sie, ändern wollen sie aber nichts, also muss der arme Steuerzahler für die Sünden der dummen Bauern auch noch bluten….DAS will Frau Schulze stoppen: SPD will wieder Stimmen gewinnen!

    0
    • Schmeckt gut sagt

      Ganz so krass sehe ich es nicht. Die „verblendeten Macher der Tagesschau“ werden auch irgendwann erkennen, dass sie falsch liegen (spätestens, wenn erkennbar wird, dass Strukturbrüche stattfinden – siehe Sauenhaltung). Tagsüber wird/wurde sehr differenziert über unsere Anliegen und auch unsere Ablehnung der „Bauernmilliarde“ berichtet. Und das „unkontrollierbare“ Netz verbreitet die geballte Wut der Bauern über dies „Schweigegeld“ und gibt die Möglichkeit mit nur wenigen Klicks auch unsere Argumente zu finden. Den Leuten, die nicht erkennen wollen, worum es uns geht, müssen wir nicht hinterherlaufen. Hierzu gehören auch viele Politiker. Effektiver ist es, zu hinterfragen, warum sie so handeln.

      5
    • Bauer Willi sagt

      Es sind pro Tag 850.000 €. und nicht 850 Millionen. Kleiner Einschub eines Klugscheißers…

      Von der Tonalität aber genau so getroffen. „Die Bauern bekommen immer alles. Auf unsere Kosten“. Ist aber nicht neu und wurde so von unseren Interesssensverbänden auch immer bedient. Und wird es noch heute.

      3
      • Reinhard Seevers sagt

        Es gibt auch noch keine Unterstützung von Seiten wichtiger politischer Größen oder Wissenschaftler, die öffentlich die Seite der Landwirtschaft bestärken oder belegen.
        Da wirkt jede Äußerung von landwirtschaftlicher Seite wie eine Ausrede, um die Düngeverordnung zu verhindern.
        Auch in den Medien kommt dazu nichts…..

        0
      • Reinhard Seevers sagt

        Gäbe es die Möglichkeit Texte nachträglich korrigieren zu können, würden etliche Flüchtigkeitsfehler und Missverständnisse ausgeräumt werden. 🙂

        0
  11. Christian Bothe sagt

    Ohne auf die Notwendigkeit der Zahlung des Geldes und dessen Wirkung im Einzelnen einzugehen, finde ich die Formulierung von Söder von einer „Bauernmilliarde“ zu sprechen ziemlich dreist und zeugt nicht gerade von diplomatischem Geschick. Das Ganze wird in der Gesellschaft wieder zu einer unsinnigen inkompetenten Diskussion in Sachen Subventionierung der LW führen. Bin gespannt,wann es losgeht…

    1
    • Stefan sagt

      Allein schon die Wortwahl: Früher hieß es KohlePFENNING, aber mit solchen Almosen geben sich die Bauern natürlich nicht zufrieden, die brauchen gleich MILLIARDEN

      0
      • Thomas Apfel sagt

        So geht Framing. Während der Kohlepfennig suggerieren sollte „Die par Pfennige sollte es uns schon wert sein“, suggeriert Bauernmilliarde „Die werden sowieso schon mit Milliarden zugesch…, und wollen immer mehr“. Schlimmer gehts nimmer, und ein Schelm, der keine Absicht dahinter erkennen will.

        4
  12. Andreas sagt

    Ich finde das schon fast genial:
    Der Deutsche Bauernverbandchef Ruchwied sagt artig Danke und kassiert die Bauernmilliarde für seine Mitglieder, nämlich die hier:
    http://www.bauernverband.de/der-verband/assoziierte-mitglieder
    Gleichzeigig kämpfen die aktiven (echten) Bauern weiter gegen die teils sinnlosen Auflagen in der Düngeverordnung.
    So sieht eine richtig gute Aufgabebverteilung aus.

    1
    • Reinhard Seevers sagt

      Schöner Versuch, ist aber nonsens….die Kammern z.B. bekommen von diesen Geldern nichts, es sind Körperschaften öffentlichen Rechts und hängen bereits am Tropf der Länder.
      Und die Mitglieder der assoziierten Verbände sind gleichzeitig auch „Kämpfende“…..

      1
    • Arnold Krämer sagt

      Andreas, da können Sie mal sehen, wie vielseitig und komplex der Agrarsektor ist. Und ebenso vielseitig und komplex sind die Interessen. Und dann maßt die Politik sich an, den Sektor immer weiter im Detail zu regulieren (strangulieren). Oberstes Ziele: absolute Sicherheit und absolute Gerechtigkeit. Nebenziel: Machterhalt
      Das Schlimme ist, dass dabei die Glaubwürdigkeit immer mehr verloren geht, bzw. schon verloren gegangen ist. Auch den Landwirten kann man kann X mehr für ein U vormachen.

      0
  13. Elisabeth Ertl sagt

    Diese Bauernmilliarde ist so ein typischer Ausdruck materialistisch-kapitalistischer Gesinnung: Das Geld steht über allem, ihm wird alles geopfert.
    Es macht Hoffnung, dass jetzt die Bauern sich in ein Denken in dieser Reihenfolge nicht mehr hinein ziehen lassen. Das ist ein Signal an die ganze Gesellschaft.
    Es gibt Werte, die vor dem Geld kommen müssen: Ehrlichkeit, Sinnhaftigkeit, Verantwortung, Fachkompetenz, Würde etc.
    Das gilt ja nicht nur in der Landwirtschaft. Aber wir alle haben uns von diesem Denken in Geldkategorien immer wieder die Daumenschrauben anziehen lassen. Was haben wir nicht alles mitgemacht an moralisch Zwielichtigem, nur weil man uns gesagt hat: Das rechnet sich aber nicht.

    3
    • bauerhans sagt

      Geld regiert die Welt!
      stimmt gerade nicht so ganz,der Coronavirus regiert gerade die Welt.

      0
    • Elisabeth Ertl sagt

      Noch so ein Beispiel für das übergeordnete Thema: https://orf.at/stories/3152692/
      Schon klar, dass das Corona-Virus AUCH ein wirtschaftliches Problem ist. Aber in einer Situation, wo man noch nicht weiß, ob dieses Schicksal auf wenige Menschen begrenzt bleiben wird oder ein Menschheitsschicksal zu werden droht, in dieser Situation schon wieder isoliert den Geldaspekt zu betrachten, das ist pietätlos und zynisch – aber typisch für diese neoliberale Welt, wo die Freiheit sich vom Feld des Geistigen (Suche nach Wahrheit und Erfahrung, Ethik) auf das Feld des Profits verirrt hat. Bravo Bauern, dass ihr dieses Tabu brecht!

      1
    • Ulfrid sagt

      Geld spaltet die Gesellschaft.
      Es wird sicherlich darauf spekuliert, dass mancher gern das Geld mitnimmt, und sich über die Folgen keine Gedanken macht.
      Das dies ein „Schweigegeld“ ist, um die Proteste, gegen die verfehlte Agrarpolitik, einzudemmen bzw. ins Leere laufen zu lassen, sollte jedem bewusst sein.
      Falschmeldungen an die EU, die ja in den Berichten des Bundes sogar eingeräumt werden, bilden die Grundlage der Verschärfung des Düngerechts.
      Dies ist hochgradig kriminell.

      3
    • Thomas Apfel sagt

      Die wollen die Strafzahlungen abwenden, weil die sich politisch ganz schlecht verkaufen lassen. Wenn die schon eine Milliarde locker machen, dann sollte dieses Geld für eine seriöse und nachvollziehbare Revision der bisher verbreiteten Halbwahrheiten und Datenmanipulationen genutzt werden. Davor müssen alle dafür Verantwortlichen, nämlich die Mitarbeiter der Ministerien und Ämter, die in Spitzenpositionen von WWF, Greenpeace, NABU, BUND waren suspendiert werden. Es ist wie im Mittelalter, es muß eine Trennung von „Staat und Kirche“ erzwungen werden.

      9
        • Thomas Apfel sagt

          Wenn jetzt im Frühjahr die Bauern „im Märzen ihre Rösser anspannen“ braucht es das Hauptamt um die Forderungen der Bauern kontinuierlich in die Politik und Öffentlichkeit zu bringen. Der DBV ist eine vom Berufsstand geschaffene Lobbyorganisation der Landwirtschaft mit gewählten Führungsspitzen. Der Berufsstand, also wir, können und müssen diese Spitzen, wie wir es auch in der Politik verlangen, bei Fehlleistung suspendieren und austauschen. Vom Verfahren her, muß der Druck von den Landesverbänden auf die Spitze in Berlin ausgeübt werden. Das passiert ja auch gerade. Völlig falsch ist es, den Bauernverband insgesamt in Frage zu stellen, es sei denn aus LsV entsteht eine neue wirksamere Struktur (aber bitte mit der erforderlichen Kontinuität). Ich kann nur sagen „Leute lasst das Morden sein, nehmt den Besen und macht rein“!

          4
          • Mark sagt

            Mein Verhältniss zum Bauernverband ist ambivalent. Einerseits sehe ich auch, dass die Bauern eine geeinte, starke Interessenvertretung brauchen. Andererseits ist es eben so, dass monopolistische Strukturen immer zu Fehlentwicklungen und Auswüchsen führen. Man braucht also eine Konkurrenz als Korrektiv. Die AbL nannte sich mal Agraropposition und hätte diese Funktion wahrnehmen können. Leider ist diese in die links-grüne Ecke abgedriftet und wird für den Durchschnittsbauern immer weniger akzeptabel. Alle Hoffnung ruht nun auf der LsV. Die müssen allerdings höllisch aufpassen, um vom Monopolisten nicht über den Tisch gezogen zu werden! Es blebt spannend.

            1
          • Brötchen sagt

            „Völlig falsch ist es, den Bauernverband insgesamt in Frage zu stellen,..“

            Sehe ich auch so. Der Verband ist nur so gut, wie die Mitglieder!

            1
    • firedragon sagt

      Zum Auftritt Stegemann :
      (da rügt ein Vater seine Kinder)
      Vielleicht sollte man nachts schlafen, als Schnapsideen (im wahrsten Sinne des Wortes) in den frühen Morgenstunden verlauten lassen.
      Nein, Geld für „Freunde“ locker machen, um sie gefügig zu machen, ist keine tolle Idee. Freunden hilft man da, wo sie Hilfe brauchen.
      Für Freunde steht man ein und stärkt ihnen den Rücken, Freunde versteht man.
      Herr Stegemann ist empört über unsere Empörung, die er shitstorm nennt, so so.
      Hätte man beschlossen, eine Milliarde zu verwenden, um der Nitratproblematik auf den Grund zu gehen, dann wäre die LW sicher gewesen, dass man sie ernst nimmt und keiner wäre empört gewesen.

      2
      • Reinhard Seevers sagt

        „Bei der Bundestagswahl 2013 gewann Stegemann mit 59,0 Prozent der Erststimmen das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Mittelems. Im Rahmen seiner Nebentätigkeiten verdient er neben seiner Abgeordnetendiät in der Stufe 10 oberhalb von € 250.000 jährlich.[1] Laut Berechnungen von Abgeordnetenwatch verdiente Stegemann in der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages neben seinen Einkünften aus seiner Abgeordnetentätigkeit bis zum Juli 2015 mindestens 878.500 Euro zusätzlich. Damit ist er nach Philipp Graf Lerchenfeld der Abgeordnete mit den meisten Nebeneinkünften.“

        Quelle Wikipedia

        Alles klar?

        0
        • Arnold Krämer sagt

          Nichts ist klar, Herr Seevers!
          Herr Stegemann betreibt in der Grafschaft Bentheim einen größeren Milchviehbetrieb mit 500-600 Kuhplätzen. Da die Arbeiten von Fremdarbeitskräften erledigt werden, er einen hohem Pachtanteil und Pachtpreise von rund 1000 €/ha in der Region zu zahlen hat, wird er nie und nimmer damit 800.000 € verdienen. Vielleicht muss er seinen landwirtschaftlichen Betrieb sogar mit den Abgeordnetendiäten quer subventionieren. Manche Statistiken sind das Papier nicht wert auf dem sie ausgedruckt werden.

          3
          • Reinhard Seevers sagt

            Da steht nichts von Einkommen aus Landwirtschaft, sondern aus Abgeordnetentätigkeit. Abgeordnetenwatch hat ja keinen Einblick in die Jahresabrechnung des Betriebes….ich verstehe es so, dass er das Geld auschließlich aus Außerlandwirtschaftlicher Tätigkeit erhalten hat.

            0
            • Arnold Krämer sagt

              Gehen Sie mal davon aus, dass die 878. 500 € nicht zu den 7 Einkunftsarten nach deutschen Einkommensteuerrecht gehören.

              Aber abgesehen davon: Abgeordnete muss man nach ihrer Leistung beurteilen und nicht nach Einkommen und Vermögen. Punkt!!!!

              0
              • Reinhard Seevers sagt

                Müssen ja nicht gleich so laut werden….ich kann seine Leistung nicht einschätzen…höchstens die aus dem fazzebuck-Beitrag, und die war unterirdisch. Ich kann aber seine monetären Nebeneinkünfte sehen, das nennt sich transparent. Die Wertung scheint ja auslegungsfähig zu sein…:-)

                0
            • firedragon sagt

              Herr Seevers,
              was bitteschön haben die Nebenverdienste von Politik hier zu suchen?
              Ist doch jetzt Kinderkram, hm.

              2
              • Reinhard Seevers sagt

                Es untermauert eine bestimmte Haltung. Wer abgesichert aus einer Gruppe heraus für eine Gruppe Stellung beziehen muss, der tut es anders, als jemand der existenziell von der Arbeit abhängig ist. Ein Betrieb, wie der von Stegemann ist in der Regel so aufgestellt, dass er den kommenden Auflagen gelassener entgegenblickt, als derjenige, der seinem Nachfolger noch kein gemachtes Bett hinterlassen kann.
                Ich finde es genauso legitim es offenzulegen, wie man anderen Politikern solche Dinge vorhält.

                0
      • Ferkelhebamme sagt

        Bei „ da haben wir die ganze Nacht durchgearbeitet“ ist mir ein spontanes „Wow“ mit gelupfter Augenbraue rausgerutscht…

        2
    • Reinhard Seevers sagt

      Den Stegemann hatte ich ja im Interview mit Will schon auf dem Schirm. Er ist Bauer und merkt nicht, worum es geht? Evtl. hat er noch höhere Ambitionen und merkt selbst nicht, wie man ihn als Vorzeigepraktiker innerhalb der CDU missbraucht.
      Man muss dankbar sein über das Rausverhandelte? Ich glaub es nicht….
      Er offenbart ja geradezu die Schuldanerkenntnis des Gewässerverschmutzers und des Untergebenen der EU- Kommission.

      0
      • firedragon sagt

        Ich wusste gar nicht, dass er Bauer ist… da wundert mich ja dann noch mehr sein „gutes Gefühl“, welches er noch am Morgen hatte.
        Als ich in der Früh mit der Nachricht geweckt wurde, hab ich nur gedacht – was für’n Mist haben die da jetzt schon wieder verzapft – und ich hatte schlagartig gar kein gutes Gefühl mehr… war aber hellwach – danke nochmal.

        0
    • Thomas Apfel sagt

      Danke, Pollmer ist wirklich Spitze. Interessant ist, wenn ich das richtig gelesen habe, die Schlusssequenz. „Im Auftrag der Europäischen Behörde für Lebensmittel- und Ernährungsforschung“. Offensichtlich ist Pollmer keineswegs ein „Solitär“, sondern auch andere Ernährungswissenschaftlern und Lebensmittelchemikern beginnen sich gegen die Panikmache und die damit verbundene Diskreditierung seriöser Wissenschaft zu wehren.
      Aber wie schon mal gesagt, das wird wohl eher wie „Der Prozess“ bei Kafka ablaufen.

      2
    • Elisabeth Ertl sagt

      Die SPÖ wollte Glyphosat den österreichischen Landwirten verbieten mit dem Argument, es würde bereits in Babywindeln gefunden. Da staunt der Laie: Seit wann wächst Baumwolle in Österreich?

      2
      • Ein Privatier sagt

        @Thomas Apfel & Elisabeth Ertl

        Hier ist der Link zu Pollmers YT-Seite:
        https://www.youtube.com/user/fuerdaseule

        Pollmer beschäftigt sich in vielen seiner Videos mit der Landwirtschaft. Fast alle Videos dauern nur etwa 7 Minuten und sind oft mit neuesten bzw. aktuellen Informationen gespickt.

        0
  14. Thomas Apfel sagt

    Gerade, wenn so ein vergiftetes Angebot kommt, muß man es ausschlagen und Klagen gegen die Zahlenmanipulationen des UBA und des BMU organisieren. Bei denen ist die K… am dampfen, denn im Rahmen eines solchen Verfahrens würde offengelegt wie manipulativ hier zu Lasten der Steuerzahler und der Bauern Ideologien bedient werden.
    Es wäre ein kapitaler Glaubwürdigkeitsverlust für die ganze Bande von dem sie sich freikaufen wollen. Bitte stur bei der Forderung bleiben: Die Milliarde soll eher für die von BMU, UBA und Landwirtschaftsministerium selbst verursachten Strafzahlungen verwendet werden als als Beschwichtigungsgeld angenommen werden.

    8
  15. Mark sagt

    Beim Bauernverband brennt die Hütte, anders ist das Video mit Krüsken nicht zu erklären. Die Äusserung von Ruckwied kommt nicht von ungefähr, ich bin davon überzeugt, dass der DBV bei der „Entstehung“ der Bauernmilliarde mit involviert war. https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/rukwied-wir-brauchen-frisches-geld-fuer-die-landwirtschaft-11889400.html In der Vergangenheit wurde solcher Geldsegen für die Landwirtschaft immer als Erfolg des BV gefeiert. Doch die Zeiten haben sich geändert….

    3
    • Bauer Willi sagt

      Ja, das hat System. Der DBV in Berlin hat als Forderung immer nur „mehr Geld“. Und das fällt uns – auch imagemäßig – immer mehr auf die Füsse.
      Da können wir alle Öffentlichkeitsarbeit „in die Tonne kloppen“.

      3
  16. Moin,

    wenn ich die Zusammenhänge richtig verstehe, hätte die „Bauernmilliarde“ ohnehin kommen müssen. Ich stecke da nicht so tief in der rechtlichen Materie, doch mit Blick auf die GAP sehe ich da womöglich ein Risiko, was ich vielleicht etwas zu eng sehen mag, angesprochen haben wollte ich es dennoch:

    Soweit ich weiß, soll die GAP stärker auf Ökologisierung ausgerichtet werden, was bedeutet, daß Betriebe sich ERST umstellen müßten, um DANN Ausgleichszahlungen zu erhalten, wenn man es genau betrachtet, oder? Die GAP versteht sich meines Wissens nicht als Investitionsinstrument, sondern wie gesagt … Ausgleichszahlungen, eher ein Belohnungssystem für denjenigen, der im Sinne der Regierung spurt (schon auf Öko umgestellt hat u.ä.).

    Die Betriebe wie der vom Fremdinvestor Günther Fielmann (Biohof in Lütjensee, über 600.000 € an „Subventionen“) sind schon umgestellt. Doch viele Betriebe hätten nicht das Kapital, sich zu ökologisieren. Mit der reformierten GAP nochmal deutlich weniger, und das würde wie ein Grillanzünder fürs Höfesterben wirken. Insofern hat man aus der Not eine Tugend gemacht, so wirkt es eher auf mich.

    Ändert am System jedoch nichts. Man hätte lieber in strukturelle Dinge investieren sollen, zum Beispiel ein Nährstoffnetzwerk (Gülletourismus), Innovationskonzepte (ob Anbau oder Vermarktung) und höhere Kontrollen flankiert von marktregulierenden Maßnahmen (Stichwort Edeka, Verkauf unter Einstandspreis, unfaire Geschäftspraktiken, Kartellabsprachen). Die Munich RE oder Südzucker, ALDI-Erben und Co. dürften sich freuen mit ihren Flächen, wenn jetzt Milliarden auch über ihnen ausgeschüttet werden.

    No Fun Fact: Was machen Verarbeiter und Handel wohl, wenn sie wissen, Landwirte bekommen mehr Geld … heißt es nicht, Subventionen werden auf lange Sicht eh immer eingepreist? Deswegen bringen weder Produktivitätssteigerung noch höhere Sozialisierung der Kosten was (das Geld fehlt dann wieder an anderer Stelle nebenbei).

    Das ist wie eine außergerichtliche Einigung, wenn der Angeklagte versucht, sich freizukaufen!

    Noch ein no Fun Fact: Die Strafzahlungen in Höhe von 857.000 €/Tag für Nitrat sollten aus den Ausgleichszahlungen genommen werden meines Wissens, aber jetzt auf einmal hat man gleich ’ne Milliarde übrig? Nachtigall, ick hör Dir trapsen!

    0
    • Brötchen sagt

      Herr Suhr!

      Das kommt aus unterschiedlichen Töpfen.
      Sie dürfen bestimmte Dinge nur für einen bestimmten Zweck ausgeben. Dafür gibt es Regeln.
      Auch nationale Hilfsprogramme müssen EU notifiziert werden.
      Der Staat kann nicht so einfach Mittel an einen Wirtschaftszweig geben, das geht alles nur über die Eu.

      Investitionen werden über sogenannte AFP Mittel ausgreicht

      z.B. https://www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/laendlicherraum/investition/afp.htm

      diese sind schon auf „Ökologisierung“und Tierwohl ausgerichtet, schon Jahre eigentlich.

      0
      • Brötchen sagt

        Das ist ja auch ein Grund warum GB aus der EU raus ist.
        Dann können die mit ihrem Geld machen was sie wollen und müssen keinen Letten oder Polen in der EU fragen, ob sie ihr Geld ausgeben dürfen. Der Rattenschwanz kommt ja auch noch hinterher, weil dann geprüft wird, ob das alles richtig gelaufen ist.
        Anträge, Angebote, was ist tatsächlich gebaut worden usw.
        Sie müssen vor dem Bau genau wissen wie es gebaut wird und was es genau kostet.
        Jede Änderung macht hinterher Probleme. Z.B. wenn sie während das Baues merken, es muss in der Ausführung etwas geändert werden.
        In der Invest sind ja 60 % eigenes Geld drin und mit dem können sie dann nicht so einfach machen, was sie wollen. Neben Baurecht usw…..
        Diese Regeln gehören gewaltig entschlackt.

        0
        • bauerhans sagt

          GB lebt hauptsächlich von Börsengeschäften in London und das recht gut.
          die wollten deshalb keine EU mehr.
          die paar grossbauern dort zählen nicht und der rest der nationalistischen bevölkerung dort hatte einfach gepennt.
          ob die jetzt mit USA besser zurechtkommen werden,wird man sehen müssen.
          Schottland und Nordirland haben ihren eigenen kopf.

          0
  17. Heinrich. Krüger sagt

    Lieber die Milliarde als Strafe für die Untätigkeit bezahlen,als diese Düngeverordnung so zu beschließen.

    4

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.