Bauer Willi
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Das Davos der Landwirtschaft

Nun ist sie vorbei, die Grüne Woche in Berlin, die – wie auch die  GFFA-Tagung (Global Forum for Food and Agriculture) – als das „Davos der Landwirtschaft“ bezeichnet wurde.

Ja, da ist was dran. Auch in Davos waren einige Redner, die sich vor allem selbst lobten. Politiker wie Trump und andere wirkten, als wären sie aus der Zeit gefallen und als hätten sie vom Thema Klimawandel noch nie etwas gehört. Entsprechend isoliert blieben sie, was sie aber  selbst wohl nicht bemerkten. Andere wiederum wollten zeigen, dass sie ja schon viel weiter als alle anderen sind. Die Vertreter der Wirtschaft wurden nicht müde, sich gegenseitig zu erklären, wie nachhaltig sie schon seien. Fridays for Future erklärten zum wiederholten Male, dass das alles nicht reicht und nicht schnell genug geht. Auch so wie immer. Jeder in seiner Blase, kaum Kontakte untereinander.

Gewisse Parallelen

So ähnlich verlief auch die Grüne Woche. Von den Demonstrationen der Bauern bzw. der Umwelt-Aktivisten im Vorfeld war dort nichts zu sehen, zu hören oder zu spüren. So, als hätten sie überhaupt nicht stattgefunden. In den politischen Stellungnahmen oder auch auf den Ständen der Branche war das kein Thema. Wie in Davos auch hier natürlich Klimawandel und Nachhaltigkeit. Folglich auch hier auf allen Flyern, Transparenten und Plakaten die entsprechenden Vokabeln. Sogar McDonalds, Nestle und Rewe warben damit. Von der Alltagsrealität vieler Bauern war die Grüne Woche weit entfernt. Statt dessen wurde überwiegend Bullerbü 4.0 inszeniert um den urbanen Besuchern zu gefallen. Jeder in seiner Blase, wenig Kontakte untereinander.

Außerhalb der Hallen

Etwas war dieses Jahr doch anders: Auf der Demo „Wir haben es satt“ (WHES) durfte wieder ein Vertreter der konventionellen Landwirtschaft und bei LsV (Land schafft Verbindung) engagiert, reden. Und auch ein Vertreter von WHES sprach auf der Demo von LsV. Dirk Andresen sprach mit Anton Hofreiter und überhaupt wurden an vielen Stellen die unterschiedlichen Standpunkte ausgetauscht und festgestellt, dass man nicht so weit auseinander liegt. Aber für eine gemeinsame Demo reichte es (noch?) nicht. Eigentlich auch logisch, denn auf der einen Seite demonstrierten Landwirte wegen ihrer Existenzsorgen, auf der anderen Demo Menschen, denen die Agrarindustrie ein Dorn im Auge ist. Bis die Blase platzt, braucht es wohl noch etwas Zeit.

Erste Annäherung

Was beide Gruppierungen eint ist jedoch die Wut. Die Wut auf eine Politik, die meint, mit einer Charme-Offensive die Probleme weglächeln zu können. Oder – so die Kanzlerin – das Heil in der Digitalisierung sucht, die nun für alles herhalten muss. Dass 50% der deutschen Landwirte ihren Betrieb im Nebenerwerb führen und sich diese Technik gar nicht (mehr) leisten können, kümmert sie nicht. Das hat sie mir zumindest persönlich so gesagt. „Die Nebenerwerbslandwirte werden sich halt anpassen müssen.“ Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass der Agrargipfel im Dezember eine reine Show-Veranstaltung war, um die Gemüter zu beruhigen. Bei den diversen Interessensvertretern scheint das auch gelungen zu sein, dann von dort ist nichts zu hören.

Und das Agrarpaket?

Davon ist nichts mehr zu sehen. Die Düngeverordnung ist aktuell zwar wieder im Gespräch, aber vom Insektenschutzprogramm des BMU wird seit dem Agrargipfel nicht mehr gesprochen. Die CDU Niedersachsen will überhaupt eine ganz andere Politik in Berlin und postet auf Facebook „Agrarpaket – nein danke“.

Und auch andere Bundesländern künden ihren Widerstand an. Söder liebt jetzt – neben den Bienen – auch wieder die Bauern. Das BMU wäre ja jetzt in der Pflicht, die entsprechenden Gesetzesvorschläge für das Insektenschutzprogramm zu schreiben. Wenn Herr Flasbarth – der eigentliche Chef – die formuliert hat, dürfte es wohl in der GroKo noch mal hoch hergehen. Mein Tipp: Mutti Merkel zieht das durch und lässt die SPD gewähren. Der Koalitionsfrieden ist ihr wichtiger.

Und wie reagieren die Bauern?

Den meisten Bauern ist wohl so langsam klar, dass die Zeit für´s Treckerfahren so langsam zu Ende geht. Mit der Bevölkerung will man es sich dann doch nicht verderben. Bisher waren die Sympathien im Großen und Ganzen noch da, aber das könnte jetzt kippen. Diverse Medien versuchen, die Bauern in die rechte Ecke zu schreiben, nur weil zwei Traktoren in Nürnberg mit entsprechenden Symbolen herumfuhren. Nur gut, dass sich „Land schafft Verbindung“ sofort von diesen Deppen distanziert hat. Aber die Bilder sind da.

Klar ist vielen auch, dass es jetzt in die politischen Gespräche gehen muss und dass man dafür Argumente braucht. Und nicht nur Argumente, sondern auch Personen, die diese an den richtigen Stellen wortgewandt anwenden. Die wissen, wo diese richtigen Stellen sind, die die Zeit dafür aufbringen, entsprechende Termine wahrzunehmen. Das können zwei Sprecher alleine nicht leisten. Dazu braucht es Strukturen, die in der kurzen Zeit seit Oktober nicht geschaffen werden konnten.

Nach meiner Auffassung wird sich in den nächsten Wochen,  bis etwa Mitte März, entscheiden, ob der Bauernaufstand, der wohl in dieser Größenordnung einmalig war, seine Ziele erreicht. Wenn die Arbeit im Feld wieder beginnt, haben auch die Ehrenamtlichen von LsV nicht mehr die Zeit, die oben genannten Aufgaben wahrzunehmen. Mit der Mobilisierung der Massen wird es auch schwieriger, denn die Feldarbeit geht dann den vielen Bauern vor.

Fazit: Jetzt gilt es, die Bundestags-Abgeordneten persönlich anzusprechen. Wer ansonsten für Rente, Arbeit, Verkehr oder Soziales zuständig ist, wird vermutlich vom Agrarpaket kaum was gehört haben. Das sollte er/sie aber, wenn darüber im Bundestag abgestimmt wird. Das könnte schon bald sein. Diese Arbeit kann man nicht delegieren, dass muss jeder tun, damit die Botschaft auch von vielen gesendet wird. Den entsprechenden Abgeordneten für euren Wahlkreis findet ihr hier:

https://www.bundestag.de/abgeordnete/wahlkreise/

Oder habt ihr noch andere Ideen?  Aber kommt mir jetzt nicht mit der tollen Idee, mal eine Woche lang nichts zu liefern. Und die Güllefässer könnt ihr auch zuhause lassen.

Euer Bauer Willi

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146 Kommentare

  1. Thomas Apfel sagt

    Ich hatte gerade ein interessantes Gespräch mit einem privaten Obstbauberater. Wir reaktivieren gerade unsere Lehr- und Versuchsanstalt, daher hatte ich seinen Rat hinsichtlich der Ausrichtung gesucht. Fazit: Der allgemeine Extensivierungswahn fährt die Betriebe gegen die Wand und ist der falsche Weg (als genereller Weg). Allein die regional abnehmende Verfügbarkeit von Wasser und die Kosten der notwendigen Schutzeinrichtungen (Frostschutzberegnung, Hagelnetz, Regenschutz) zwingen dazu im Bereich der reinen Produktionsflächen so intensiv wie möglich zu arbeiten. Genau das ist Klimaanpassung und nicht die pauschale Extensivierung. Dies gilt für Bio-Betriebe, die für den Massenmarkt des LEH produzieren, im Übrigen genauso. Für die Biodiversität brauchen wir extensivere Flächen, die bekommen wir aber nur frei, wenn wir die Hauptproduktion intensivieren. Erfolgreiche produktive Bio-Betriebe, die tatsächlich auch den Anspruch haben nicht nur Nischen zu bedienen, entstehen fast immer aus hochproduktiven IP-Betrieben. Ich will damit nur sagen, beides, extensiv und intensiv, hat seine Berechtigung, muß aber jeweils als Weg zu unterschiedlichen Zielen betrachtet werden. Nur so kommuniziert, kann vermieden werden, dass Bio und Konvi im dauernden Kampfmodus sind. Bio ist eine im Einkommen zu 100 % alimentierte Produktionsweise, die auf Flächen mit potentieller Neigung zu Gewässerbelastung auch absolut sinnvoll ist. Auf das jeweilige Produkt bezogen (also nicht auf die Fläche) schneidet hinsichtlich Klima- und Ressourcennutzung IP besser ab. Wir entwickeln hier bei uns gerade so ein gemischtes System aus einerseits intensiven IP Betrieben. Intensivem Bio- Betrieb, und extensiven Verfahren (Bio-vegan und Streuobst ohne PSM) und in den Auswirkungen in ökonomischer wie auch ökologischer Aspekte Daten zu erfassen. Schlussendlich auch um eine friedliche Koexistenz zu organisieren. Voraussetzung ist der offene und ehrliche Umgang miteinander. Bis dahin ist es aber noch ein weiter und sicherlich steiniger Weg.

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    • Reinhard Seevers sagt

      :-)….da wird es interessant, welchen Namen das daraus entstehende Produkt haben wird, bzw. wie es deklariert werden wird. Wenn gut und böse gemischt werden, kommt „fast gut“ oder „nicht ganz böse“ raus, oder?

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      • Thomas Apfel sagt

        Gut erkannt! Genau da liegt das Problem. Wenn gleich gut oder schlecht, fällt die Richtungsentscheidung nach der Glaubensrichtung des Umfeldes des Probanden. Das dürfte den „Anti Konvi Hype“ allerdings etwas ausbremsen.

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        • Thomas Apfel sagt

          Ach so, noch ergänzend: Um gemeinsames Vermarkten geht es nicht. Maximal um gemeinsame Beregnungssysteme und gemeinsame Technikpools und vor allem ehrlichen Datenaustausch und ehrliche Kommunikation der Ergebnisse.

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  2. Elisabeth Ertl sagt

    Ich möchte den letzten Absatz dieses Beitrags ganz ausdrücklich unterstreichen. Im Gefolge des EuGH – Urteils vom 3. Oktober bezüglich Nitrat arbeiten bei uns die Vertreter der Wasserwirtschaft bereits detaillierte Forderungskataloge an das Ministerium aus: https://www.voewg.at/wp-content/191004-PRIN-Beilage-Forderungskatalog-Grundwasserschutz-2019.pdf
    Darin macht man z.B. unmissverständlich deutlich, dass man nicht bereit ist, Bauern für Einkommensverluste, welche sich aus den Maßnahmen zum Grundwasserschutz ergeben, zu entschädigen. Da braucht es jetzt entsprechende Gegenforderungen der Landwirtschaftsvertreter. Denn das Urteil muss noch in nationales Recht gegossen werden.

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  3. Thomas Apfel sagt

    Timmermans hat französische Literatur studiert. Er seit über 20 Jahren in Brüssel und war lange im Europäischen Parlament und ist seit 2014 Kommissar in der EU-Komission.
    Der hat von Landwirtschaft und den Zusammenhängen derselben aus eigener Erfahrung und Anschauung Null Ahnung. Was hier zum Ausbruch kommt ist der Erfolg der „Verbildung“ des Europäischen Parlamentes über die Grünen. Bis vor einigen Jahren war das EU Parlament ja von den politischen Gestaltungsmöglichkeiten eher ein Papiertiger. Das ändert sich gerade. Timmermans als Sozialdemokrat steht den Ansichten eines Häusling sehr nahe. Häusling und die Grünen nutzen die Möglichkeiten des Parlaments äusserst erfolgreich für ihre Agenda. Sie waren darin über 20 Jahre völlig unbeachtet/ beobachtet. Die Taktik der Landwirtschafts- näheren Volksparteien und der Agrarlobby, über Dinge wie Pflanzenschutz, der ja definitiv erklärungsbedürftig ist, nicht inhaltlich zu reden, war ein großer Fehler. Im Gegensatz dazu hat die Grüne Truppe Jahrzehntelang am pro Bio-Framing gearbeitet. Man möge sich dazu mal allein den von Häusling veröffentlichten Wust an Broschüren ansehen. Im Gegensatz zu anderen im Parlament behandelten Themen, haben seine (deren) Ansichten über mediale Vernetzung die gesamte Europäische Politik unterwandert. Sein Material wird auf allen Öko-nahen Veranstaltungen in großer Stückzahl verbreitet. Wir werden diese Schlacht verlieren, weil das was hätte erklärt werden müssen nicht nachzuholen ist. Zumal uns und unseren Vertretungen eher kaum oder völlig unproportional medialer Zugang zu den Medien gewährt wird. Als spezalisierter Sonderkulturbetrieb bleibt mir und vielen Anderen nur der Weg auf Bio umzustellen, weil der dort ebenso intensiver Pflanzenschutz (noch) öffentliche Zustimmung erfährt. Die Erträge sind niedriger, die Stückkosten höher und der Preis wird definitiv fallen. Wenn das so kommt, finden wir uns alle mit ähnlicher wirtschaftlicher Lage wie jetzt, dann aber zu 100 %alimentiert wieder. Weil es eigentlich um eine Subventionierung der Bio Einzelhandels über noch stärker gestützte Preise als jetzt geht, und um sonst nichts.

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    • Karl Timme sagt

      Thomas, meine volle Zustimmung. Insbesondere die Einschätzung der verlorenen Schlacht. Es ist wie bei dem säumigen Grundschüler, dem die Grundlagen für weitere Lerninhalte fehlen, das ist nicht mehr nachzuholen, viel schlimmer die falsch gelernten Grundlagen ermöglichen kein Umdenken mehr , es fehlen dazu die Grundlagen!

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      • firedragon sagt

        Quatsch, strengt Euch an – man lernt immer dazu und werft bitte nicht die Flinte ins Korn.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Naja, die neue Sau wird ja schon durchs Dorf getrieben…nach dem Nitrat und dem neuen EU- Gesetz sind nun die Pflanzenschutzmittel auf dem Plan. Die Trinkwasserunternehmen setzen nach dem Nitratproblem noch mal eins drauf schieben der Agrarbranche schon mal eine bis zu 50%tige Preiserhöhung bei der Trinkwasserbereitstellung zu. Ich gebe Karl recht, die Schlacht ist verloren. Wenn das kein System hat:
          https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/pestizide-im-wasser—wie-stehts-um-die-wasserqualitaet-im-trinkwasser-100.html

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          • sonnenblume sagt

            Frau Kaniber stellt jetzt die Düngeverordnung in Frage. Das Thema Nitrat “ könnte “ sich nun anders entwickeln wie erwartet. Also muss man schnellstens ein neues Thema anschieben. Sie wollen eine Preiserhöhung, komme was da wolle. Welchen Grund gibt man als nächstes an?

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          • sonnenblume sagt

            Die Landesregierung in NRW hat 2016 eine Bewertung der Messstellen in Auftrag gegeben. In SUS wird jetzt berichtet, das laut einem Gutachten zweidrittel der 300 geprüften Brunnen in NRW erhebliche Mängel aufweisen und das sich relevante chemische Kennwerte, auch Nitatgehalte, bei solchen Messstellen nicht repräsentativ ermitteln lassen. Kann leider den Artikel hier nicht einstellen.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Auch meine Meinung. Klar ist das Volk verbildet. Aber die meisten Bauern würden immer noch am liebsten Einsiedler bleiben und die mühsame Aufklärungs-Politik anderen überlassen. Das spielt es nicht in dieser medial hochvernetzten Gesellschaft. Ich habe so einen kleinen Newsletter für meine Kreise in der Stadt, wo ich eine differenziertere Sichtweise verbreite. Nur einer von denen hat sich abgemeldet, weil er so etwas gegen sein Bioweltbild Verstoßendes nicht hören will. Von den anderen kriege ich viel positive Rückmeldung. Die Städter sind zwar verbildet, aber nicht unbedingt bildungsresistent.

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  4. Obstbäuerin sagt

    Ungemach droht von der EU nicht nur was die Düngeverordnung betrifft.
    »….Mit dem Projekt des Green Deals für einen klimaneutralen Kontinent bis 2050 können wird den Bürgern Europas und dem Rest der Welt zeigen, ob wir fähig zum Wandel sind“, sagte Timmermans.
    Angesichts des dramatisch voranschreitenden Klimawandels auf der Erde würde dies für die Landwirtschaft bedeuten, „den Einsatz von Pestiziden drastisch zu senken und die Qualität der Lebensmittel zu verbessern“, …«
    Die Fragen, die sich mir stellen sind:
    WER IST WIR ❓
    WELCHE »PESTIZIDE« SIND FÜR DEN WEITEREN KLIMAWANDEL VERANTWORTLICH ❓
    WIE VERBESSERT SICH DIE QUALITÄT DER LEBENSMITTEL OHNE »PESTIZIDE« IN EUROPA, WENN SIE DANN VON IRGENDWO AUS ALLER WELT KOMMEN ❓

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    • Ein Privatier sagt

      Mit Ihren häretischen Fragen stellen Sie sich Merkels gigantischen Weltrettungsplänen in den Weg.
      Demut sieht anders aus.
      Wir alle sollten lernen „Unser täglich Grün gib uns heute“ zu beten!

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  5. bauerhans sagt

    laut zon sind aldi und lidl zum gespräch über „billigfleischpreise“ ins kanzleramt geladen worden.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Da wir ja nicht in Russland leben, und wir keinen Putin haben, deshalb ist diesed Gespräch wohl für die Tonne…..oder wird dort das Wirtschaftssystem geändert?

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  6. Ein Privatier sagt

    https://philosophia-perennis.com/2020/01/26/wenn-klimaschutz-zum-klimakiller-wird/

    „Erklärung für die Dürre 2018/19

    Das ist ein unerwartet großer Unterschied und lässt aufhorchen. Erstmals konnten die beiden Wissenschaftler nachweisen, dass Windturbinen die atmosphärischen Strömungen auch in großer Höhe verändern. Dementsprechend werden die klimatischen Auswirkungen zunehmen, je mehr Anlagen installiert werden, so die Prognose.“ (…)

    „(…) Je höher die Turbinentürme und je größer die Rotordurchmesser, desto stärker sei ihre niederschlagsreduzierende Wirkung, wird Archer in einem Online-Artikel des „Renewable Energy Magazine“ vom 18. März 2019 zitiert. (…)“

    „„Wir wünschen keine Hindernisse“

    Die Forscher hätten die Regierungen in aller Welt dazu aufgerufen, sich ernsthaft um diese Thematik zu kümmern. Bevor die Windkraft weiter ausgebaut werde, müsse der Klima-Effekt der Windräder auf regionale und globale Klimasysteme genau verstanden werden: „Ansonsten könnte diese Entwicklung zu einer unerwarteten Katastrophe führen.“ Von der chinesischen Regierung kam jedoch eine Absage.

    Man habe noch nie von dieser Thematik gehört und würde keine Forschungen finanzieren. „‚Jeder möchte eine schnelle Entwicklung der Windenergie‘“, erklärte ein hoher Staatsbeamter, „‚wir wünschen keine Hindernisse auf diesem Weg “.“

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  7. Ein Privatier sagt

    https://philosophia-perennis.com/2020/01/26/wenn-klimaschutz-zum-klimakiller-wird/

    „Erklärung für die Dürre 2018/19

    Das ist ein unerwartet großer Unterschied und lässt aufhorchen. Erstmals konnten die beiden Wissenschaftler nachweisen, dass Windturbinen die atmosphärischen Strömungen auch in großer Höhe verändern. Dementsprechend werden die klimatischen Auswirkungen zunehmen, je mehr Anlagen installiert werden, so die Prognose.“ (…)

    „(…) Je höher die Turbinentürme und je größer die Rotordurchmesser, desto stärker sei ihre niederschlagsreduzierende Wirkung, wird Archer in einem Online-Artikel des „Renewable Energy Magazine“ vom 18. März 2019 zitiert. (…)“

    „„Wir wünschen keine Hindernisse“

    Die Forscher hätten die Regierungen in aller Welt dazu aufgerufen, sich ernsthaft um diese Thematik zu kümmern. Bevor die Windkraft weiter ausgebaut werde, müsse der Klima-Effekt der Windräder auf regionale und globale Klimasysteme genau verstanden werden: „Ansonsten könnte diese Entwicklung zu einer unerwarteten Katastrophe führen.“ Von der chinesischen Regierung kam jedoch eine Absage.

    Man habe noch nie von dieser Thematik gehört und würde keine Forschungen finanzieren. „‚Jeder möchte eine schnelle Entwicklung der Windenergie‘“, erklärte ein hoher Staatsbeamter, „‚wir wünschen keine Hindernisse auf diesem Weg “.“

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  8. Reinhard Seevers sagt
  9. Thomas Apfel sagt

    Nochmal für Dieter,
    Köche bestimmen (anteilig) den Mainstream (in der Oberschicht).
    „Gutes“ Essen gilt gerade in der Politik als Ersatzbefriedigung für den Stress der täglichen Arbeit.
    Gut ist: Bio, vegetarisch und vegan.
    Essgewohnheiten bilden sich inzwischen in konkreter Politik ab.
    In Summe führt diese Entwicklung, gepaart mit Mangel an Kenntnissen landwirtschaftlicher/wirtschaftlicher Kausalketten zu politischen Fehlsteuerungen.

    Auch die Köche sind aber nur Teil einer Bewegung, deren Gemeinsamkeit die Aufgabe des Solidarprinzips gegenüber den deutschen Bauern ist. Zu dieser Bewegung zählen inzwischen auch fast die gesamte Politik und Verwaltung.
    Öffentlicher Dient, Politik und Verwaltung haben sich in ihrem Umfeld mit Steuermitteln einen „Sozialismus“ im „Kapitalismus“ geschaffen.
    Der Planwirtschaftliche Ansatz einer „Ökologischen Agrarwende“ ist in dieser Gesellschaftsschicht offen und latent weit verbreitet.
    Wegen der guten Einkommen, der sozialen Sicherheit und der Macht und den Multiplikatorfunktionen ist diese Gruppe Hauptziel der Aktivitäten der Bio-Branche.
    Die Grundeinstellung der Akteure dieser Branche und ihrer Unterstützer (BÖLW, UBA und Medien) ist: „Alles was der konventionellen Landwirtschaft schadet, nützt der Bio-Branche“
    Was hier stattfindet, lieber Dieter, ist ein Verteilungskampf um Marktanteile und Fördermittel und der wird in aller Härte und vielen Halbwahrheiten gegen die konventionellen Betriebe geführt. Und genau das macht die Bauern so wütend.

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    • Brötchen sagt

      Thomas das nun der ganze öffentliche Dienst links grün ist, würde ich bestreiten.
      Umsonst wählen Polizisten nicht AFD.

      Ich würde mal die These aufstellen, wenn das stimmen würde, was Du sagst wäre es noch viel viel schlimmer!

      Auch in den Medien die kleinen Redakteure, wissen genau was los ist, die haben bloss keinen Einfluss.

      Meine Erfahrung!

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      • Gerda Scheips sagt

        Brötchen das liegt nicht nur am mangelnden Einfluss, die trauen sich auch nicht. Meine Erfahrung!

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      • sonnenblume sagt

        Ob jetzt alle im öffentlichen Dienst und auch in den landwirtschaftlichen Ämtern linksgrün sind mag man bezweifeln, aber grün, zu mindest nach außen, schon. Man schwimmt im großen Strom mit und sichert sich so den Arbeitsplatz. So jedenfalls unsere Wahrnehmung vor Ort. Konträre Äußerungen bergen immer die Gefahr von Repressalien.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Multiplikatoren der Medien ist wohl die stärkste Einflussgröße. Man wird medial stündlich daraufhingewiesen, dass bio „gut und besser „ist.
      Und wenn man die Hipp- Werbung anschaut, dann geht es noch besser: „Hipp geht weit über Bio hinaus!“
      Signal: Es geht so einfach und es geht sogar noch mehr!
      In Talkshows, Dokusoaps, sogar in Krimis wie den Tatort werden „Bio“ = gut und „konvi“ = böse eingeflochten, täglich. Das ist wirklich eine Gehirnwäsche, auch wenn es unkoordiniert ist.

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    • Dieter sagt

      Guten Tag Herr Apfel,
      wenn wenig Geld zur Verfügung steht, sollte man überlegen, ob viermal Fleisch in der Woche, die fünfte Zigarette, das neuste elektronische Gerät oder der 3. Urlaub sein müssen. Vielleicht von Allem etwas weniger und dafür mehr Qualität. Aber, was sie sonst schreiben, war für mich sehr informativ.
      Wenn wir uns mal treffen, koche ich für sie: Saisonal, regional und frisch, mit Produkten – alternativ vom Hof. Sie wissen doch, es gibt drei Wahrheiten: ihre Wahrheit, meine Wahrheit und die Wahrheit.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das Fleisch darf der gerne essen, der sonst keines bekommt. Es ernährt immer Menschen, das elektronische Gerät und die Zigarette eben nicht…,aber den Unterschied erkennen wirklich nur ganz Wenige.

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      • bauerhans sagt

        „Sie wissen doch, es gibt drei Wahrheiten“

        bei bauern auch:eine für den nachbarn,eine fürs finanzamt und eine aufem konto.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        @ Dieter

        Zurückstecken bei wenig Geld ist manchmal notwendig.

        Ich würde beim Rauchen anfangen,
        dann der Urlaub,
        dann das neueste elektronische Gerät,
        am wenigsten beim Fleisch, weil Fleisch auch in guter Qualität am billigsten ist.

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  10. Thomas Apfel sagt

    Hallo @Privatier
    Habe mich gerade mit einem passionierten polnischen Segelflieger unterhalten. Er fliegt sehr viel Im Raum Gorzow (Landsberg an der Wahrte), Poznan (Posen), Zielona Gora (Grünberg) und Frankfurt (Oder). Seine Beobachtung ist, dass in den letzten 5 Jahren die Temperatur in den oberen Flughorizonten angestiegen ist, und die Feuchtigkeit erst in größerer Höhe kondensiert, und im Gebiet kaum noch abregnet. Wir sind auf beiden Seiten der Grenze schon ein Gebiet mit sehr viel Windrädern. Andererseits ist das Gebiet eine sogenannte „Kontinentalzunge“, d.h. es gab schon immer mal eine Abfolge von trockenen Jahren mit höherer Temperatur. Wahrscheinlich hängt das Wetter soviel von den Windrädern ab wie die Geburtenzahl von der Häufigkeit der Weißstörche.

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    • Brötchen sagt

      Thomas ich hatte mir dazu auch schon Gedanken gemacht und ich fahre ab und an schon übers Land.
      Es gibt eine Menge Windräder in BB, was aber wenigstens gut gemacht wurde, die sind recht konzentriert auf bestimmte Standorte, dazwischen sind Luftschneisen.

      Anders herum gedacht Großstädte wie New York, Tokio oder Frankfurt müßten mit ihren Hochhäusern auch einen nachweisbaren Einfluss haben.
      Den ja auch Gebirge wie die Alpen oder der Harz haben.

      Jedenfalls ist das bestimmt nicht einfach nachzuweisen.

      Was schon auch bedeutend ist und noch dazu kommt ist der starke Luftverkehr in den oberen Luftschichten, der auch verwirbelt.

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      • Ein Privatier sagt

        @Brötchen
        https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtklima

        „Das Stadtklima ist von der World Meteorological Organization (WMO) als gegenüber dem Umland verändertes Lokalklima definiert. Sehr dichte Bebauung und fehlende Vegetation sowie die Emission von Luftschadstoffen und Abwärme können in Städten zu einer höheren Durchschnittstemperatur und Schadstoffkonzentration sowie zu niedrigeren Luftfeuchtigkeiten und Windgeschwindigkeiten führen, als im ländlichen Umland vorherrschen. (…)“

        „Städtisches Windfeld
        Die Rauheit der Oberfläche ist in bebauten Gebieten größer als in unbebauten. Dadurch ist die Windgeschwindigkeit in Städten im Mittel niedriger als in freiem Gelände. An Gebäuden entstehen je nach Windrichtung Leewirbel, die kleinräumig starke Böen hervorrufen können. Zudem können an Bebauungslücken Düseneffekte auftreten, welche die Windgeschwindigkeit ebenfalls räumlich und zeitlich begrenzt stark erhöhen können. Hochhäuser, die weit über das mittlere Dachniveau einer Stadt hinausragen, können unter Umständen das (stärkere) Windfeld aus höheren Luftschichten ablenken und am Fuß des Gebäudes heftige Böen und Verwirbelungen hervorrufen.“

        Mikroklima
        https://de.wikipedia.org/wiki/Klima#Mikroklima_(oder_Kleinklima)

        „Mikroklima (oder Kleinklima)

        Mikroklima bezeichnet das Klima im Bereich der bodennahen Luftschichten bis etwa zwei Meter Höhe oder das Klima, das sich in einem kleinen, klar umrissenen Bereich ausbildet (zum Beispiel an Hanglagen oder in einer urbanen Umgebung).

        Das Mikroklima wird entscheidend durch die Oberflächenstruktur und die dort auftretende Bodenreibung des Windes geprägt. In diesem Umfeld treten schwächere Luftströmungen, aber größere Temperaturdifferenzen auf. Die Verschiedenheit der Böden, der Geländeformen und der Pflanzengesellschaft kann auf engem Raum große Klimagegensätze hervorrufen. Das Mikroklima ist besonders für niedrig wachsende Pflanzen von Bedeutung, da diese ihr klimaempfindlichstes Lebensstadium in der bodennahen Luftschicht durchlaufen, und spielt zum Beispiel bei den Eigenschaften einer Weinbergslage im Qualitätsweinbau eine wichtige Rolle.

        Auch der Mensch ist dem Mikroklima direkt ausgesetzt. Besonders im Lebensraum einer Stadt weicht das Mikroklima durch unterschiedliche Baustoffe, architektonische Gestaltung, Sonneneinstrahlung oder Beschattung oftmals von den natürlichen Gegebenheiten ab und kann sich durch Eingriffe in die jeweilige Bausubstanz oder deren Umgebung rasch und nachhaltig ändern.“

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Hochhäuser haben de facto einen Einfluss auf die Luftströmung, und Windräder natürlich auch. Aber das spielt sich ja alles bodennah ab, kann das Kleinklima beeinflussen, aber das große Wettergeschehen (Niederschläge etc.) nicht.

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        • Ein Privatier sagt

          @Elisabeth Ertl
          https://meinstein.ch/geo/wolken-und-wolkenarten/

          „3. Tiefe Wolken

          In 0 – 2 Kilometern Höhe findet man die „tiefen Wolken“ mit den Namen Stratocumulus und Stratus. Hier beträgt die Lufttemperatur zwischen +15°C und 0°C. Die Wolken bestehen also aus Wasser und eventuell Schneesternen.
          4. Wolken, die sich über alle drei Höhen erstrecken

          Die Wolken Nimbostratus, Cumulus und Cumulonimbus können in Höhen von 0 –13 Kilometer vorkommen. Die Temperaturen können also auch ganz unterschiedlich sein: nämlich zwischen +15°C bis –60°C. So sind die Wolken auch unterschiedlich beschaffen: aus Eiskristallen, Schneesternen, unterkühlten Wassertröpfchen, Hagelkörnern oder einfach Wasser.“

          Ist es nicht erstaunlich, dass die 20ppm CO2, die von Menschen in die Atmosphäre (0 – 90km Höhe) emittiert wurden, die Erde in die Apokalypse führen?

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    • Ein Privatier sagt

      @Thomas Apfel
      „Wahrscheinlich hängt das Wetter soviel von den Windrädern ab wie die Geburtenzahl von der Häufigkeit der Weißstörche.“

      Ja, aber Sie müssen auch berücksichtigen, dass es nachts kälter ist als draußen.

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  11. Ein Privatier sagt

    Ein Foto von Windrädern und ihren Wirbelschleppen in denen Luftfeuchtigkeit kondensiert bzw. verwirbelt wird:
    https://www.fotohits.de/news/artikel/die-natur-im-fokus-licher-fotopreis-mensch-und-natur-2011-vergeben/

    Eine Fragestellung:
    „Windkraft und trockene Böden: Kommt zusammen, was zusammengehört?“
    https://sciencefiles.org/2019/06/25/windkraft-und-trockene-boden-kommt-zusammen-was-zusammengehort/

    Auf den Karten kann man leicht erkennen, dass trockene Böden verstärkt dort vorkommen, wo Windräder stehen.

    Drei Antworten:

    – 1. https://www.goldseiten.de/artikel/426773–US-Studie~-Windraeder-erwaermen-ihre-Umgebung-und-trocknen-Boeden-aus.html

    „Im Hinblick auf den eingangs erwähnten „Kartenvergleich“ und die Ergebnisse der US-Studie sind die nachfolgenden Feststellungen durchaus erlaubt:

    1. Für Deutschland mag es in den letzten Jahren tatsächlich zu einer von den Menschen verursachten, leichten Erwärmung gekommen sein. Allerdings nicht, wie offiziell immer wieder verlautbart wird, durch den menschenverursachten (und im Vergleich zur Natur wohl zu vernachlässigenden) CO2-Ausstoß, sondern durch den Ausbau der Windenergie.

    2. Zweitens dürfte die durch den „Kartenvergleich“ dargestellte, höhere Austrocknung der Böden im Bereich von Windkraftanlagen zumindest anteilig zu der in manchen deutschen Regionen aktuell herrschenden Trockenheit beigetragen haben.“

    – 2. https://www.cell.com/joule/fulltext/S2542-4351(18)30446-X

    „Highlights


    Wind power reduces emissions while causing climatic impacts such as warmer temperatures

    Warming effect strongest at night when temperatures increase with height

    Nighttime warming effect observed at 28 operational US wind farms

    Wind’s warming can exceed avoided warming from reduced emissions for a century“

    – 3. https://www.sciencedaily.com/releases/2018/10/181004112553.htm

    „Summary:
    Extracting energy from the wind causes climatic impacts that are small compared to current projections of 21st century warming, but large compared to the effect of reducing US electricity emissions to zero with solar. Researchers report the most accurate modelling yet of how increasing wind power would affect climate, finding that large-scale wind power generation would warm the Continental United States 0.24 degrees Celsius because wind turbines redistribute heat in the atmosphere.“

    0
      • Ein Privatier sagt

        Verloren ist, wer dem linksgrünen Narrativ vom anthropogenen Klimawandel glauben schenkt oder schenken muss (CO2-Zertifikatehandel).

        Wie schmeckt Ihnen meine Meinung?

        0
        • Lady sagt

          Privatier, ich nehme ihr Meinung zur Kenntnis.
          Mich meinten Sie wohl kaum, mit dem angesprochenen Personenkreis.

          0
          • Ein Privatier sagt

            Und was ist nun Ihre „persönliche“ Meinung?

            Seien Sie bitte rücksichtslos. Ich werd’s genießen können …

            0
            • Lady sagt

              Zu welchem Thema möchten Sie denn meine persönliche Meinung hören?
              Zu Ihrem Keulen-Quartett? Ich weiß, es waren nur drei … Das große Latinum habe ich, wollten Sie aber vermutlich nicht wissen.

              0
              • Ein Privatier sagt

                Nun, hier nochmals meine „persönliche“ Meinung zum Thema CO2 bzw. Klimawandel:
                „Verloren ist, wer dem linksgrünen Narrativ vom anthropogenen Klimawandel glauben schenkt oder schenken muss (CO2-Zertifikatehandel).“

                0
                • Lady sagt

                  Hier ging es aber um die Grüne Woche!
                  Ich kann nicht beurteilen, wer oder was genau für die Erwärmung der Erde verantwortlich ist. Mein persönliches Empfinden ist, es wird wärmer!

                  0
  12. Dieter sagt

    Nun, nicht wenige Bauern haben lange auf das falsche Pferd gesetzt: Auf Massendüngung, Massenproduktion, Massentierhaltung und massenweise Einsatz von Insektiziden. Mit dieser bisherigen Landwirtschaft, ist das Artensterben ebenso verbunden, wie eine enorme Feinstaub.-Boden. und Wasserverschmutzung. Das zu ändern, wird weh tun. Unsere Bauern werden deshalb unsere aktive Hilfe brauchen.

    0
    • Christian Bothe sagt

      @Dieter,was Sie da von sich geben, entspricht zwar dem heutigen Zeitgeist ist aber Unfug!Ich kann mir nicht vorstellen, das Sie aktiv LW betreiben bei diesen von Ihnen gemachten Äußerungen eben?Die LW braucht keine Hilfe von „Ausserirdischen“sondern vernünftige Rahmenbedingungen und Regularien, um effektiv wirtschaften zu können und das wie gewohnt nach guter landwirtschaftlicher Praxis.Die Demonstrationen von LsV,WMES,Aktion „Grüne Kreuze“haben das noch einmal verdeutlicht!Das viel strapazierte Wort einer „Agrarwende“ hat schon längst stattgefunden.

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          • Dieter sagt

            Selbstkritik ist bei den Protagonisten, die hier ständig schreiben, ein Fremdwort!

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            • Thomas Apfel sagt

              Doch Dieter, kannst Du haben:
              Wir haben den Wust aus konstruierten Scheinwahrheiten und die Macht der Medien grandios unterschätzt. Wir haben uns in gewohnter Manier darauf verlassen, dass es so etwas wie unabhängige Wissenschaft und Lehrmeinung gibt. Wir haben uns darauf verlassen, dass Staatsbedienstete zum Wohle des Staates, der sie bezahlt, arbeiten. Wir haben den Scharlatanen und Weltuntergangspredigern viel zu lange die Meinungshoheit überlassen und im Vertrauen darauf, dass sich Wahrheit durchsetzt, gehofft, dass es nicht so schlimm kommen wird und sich in aufgeklärten Zeiten und in Demokratien Dogmen nicht derart über die Medien breitmachen und letztlich politische Macht gewinnen konnten. Soviel Selbstkritik muß sein! Ich hoffe, dass sich Wahrheit durchsetzt und wir die Chanche haben jenseits von gehypten Scheinlösungen mit Freude und Elan an allen prophezeiten Weltuntergängen vorbei für unsere FFF-Enkel ebenso wie für unseren Nicht FFF Enkel an Lösungen arbeiten werden. Und wie sagte die Schwangere: Ich bin guter Hoffnung!

              8
              • Brötchen sagt

                was schönes zur Medienarbeit auf „den rechtsextremen Plattformen“ gelesen…
                „Man kann eine Geschichte schließlich auch kaputtrecherchieren – ein journalistischer Fachbegriff, der auf Klardeutsch heißt: Wenn das eigene Vorurteil oder die Ansage des Ressortleiters dooferweise unzureichend durch Fakten gestützt wird, gräbt man besser nicht zu tief. Entgegen landläufiger Meinung gilt im Medienbusiness die goldene Regel: Zu viel Recherche kann schnell die Story killen.“

                Oh wie klingeln einem Landwirt die Ohren.

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                • firedragon sagt

                  Guten Morgen Brötchen,

                  ist sehr bedenklich, wenn ein journalistischer Fachbegriff in die Politik Einzug erhält.

                  Da klingeln mir dann nicht nur die Ohren, da sträuben sich mir zusätzlich sämtliche Haare.

                  0
      • Henning Ahrens sagt

        Zitat: „…und das wie gewohnt nach guter landwirtschaftlicher Praxis.“

        Nee – eben genau DAS ist jetzt vorbei! Mit „wie gewohnt“ kann man vielleicht demonstrieren gehen, aber jetzt muss langsam was substantielles dazu kommen – nämlich VERÄNDERUNG.

        0
        • Thomas Apfel sagt

          Machen Sie doch mal eine klare Ansage, wie nach Ihrer Meinung VERÄNDERUNG gegenüber der guten landwirtschaftlichen Praxis aussehen soll.
          Ansonsten ist das nämlich genau so ein flacher Spruch wie: „Ein Weiterso geht nicht!“.

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    • Ein Privatier sagt

      @Dieter
      „(…) Massendüngung, Massenproduktion, Massentierhaltung und massenweise Einsatz von Insektiziden.(…)“

      Sie haben „Menschenmassen“ vergessen.
      Fällt Ihnen was auf?

      0
      • firedragon sagt

        So was, wie Massenbaustellen.
        Hauptsache zwei Wörter zusammen gefasst, damit möglichst was Schlimmes bei rauskommt – das tut der Aufregung gut.

        0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      @ Dieter
      „“Massendüngung, Massenproduktion, Massentierhaltung und massenweise Einsatz von Insektiziden.““

      Die Menschenmassen verlangen eine Massentierhaltung, weil die Masse an Menschen keine Tiere mehr halten.

      Wenn die Menschenmassen was zu Futtern brauchen, geht das nur mit Massenproduktion,
      es sei denn, mann lässt Massen von Menschen verhungern, bei welchen der Menschenmassen fangen wir an?

      Da die Menschenmassen, Massen von Obst und Gemüse mit einer äußerlichen Qualität verlangen, welche die Natur von sich aus nicht bringt, müssen Pflanzenschutzmittel verwendet werden, das wiederum verstehen die Massen von Menschen nicht.

      Dann kommen wir zur Massendüngung, da gebe ich ihnen Recht. Früher habe ich den Dünger in den Steillagen der Reben von Hand ausgebracht, von Hand war das schon eine gewaltige Masse.

      6
      • Elisabeth Ertl sagt

        Die Massen an nachwachsenden Rohstoffen hast Du vergessen, die Massen an verwöhnten Menschen statt Plastik brauchen und die massen an Bioenergie.

        0
    • bauerhans sagt

      Dieter,wir produzieren,was wir verkaufen können bzw. wofür wir unterstützung bekommen z.b. eine kiebitzfläche,wo die letzten ihrer art sich erholen können oder ne crowdfundingblühfläche,die sehr gut unterstützt wurde.
      das artensterben,feinstaub,boden oder wasserbelastung haben alle weltweit verursacht!
      gestern abend hatte ich eine junge zukünftige dipl.ing.agrar kennen gelernt,die mir sagte,dass der weltweite modewahnsinn den höchsten co2 ausstoss verursacht,weil wir laufend klamotten kaufen,die wir aber schnell wieder wegwerfen.

      2
      • Reinhard Seevers sagt

        Man muss doch nur die ganzen Spaßveranstltungen nehmen….zur Zeit die Vierschanzentournee und die Weltcups, sind eine einzige Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung. Das wird niemals nachhaltig…aber es wird niemals in Frage gestellt, dann lieber die Erzeugung von Nahrung. Ich kann nicht verstehen, wie die Menschen das nicht erkennen? Oder ist das einfach ein Selbstschutz, weil einem sonst der Sinn des Lebens verloren geht? Kein Spaß, kein Leben?

        1
  13. Christian Bothe sagt

    @Buchner,und was bekommt der Bauer dafür, das er in der LW als einzigem Volkswirtschaftszweig CO2 mittels Grünmasse und Ertragssteigerung saldiert verbraucht!!!(was sich bei Ernährung von einmal ~10 Milliarden Menschen noch erhöhen wird) während die Industrie in Größenordnungen CO2 emittiert? Hat das schon mal jemand berechnet?Im Klimaschutzplan der BRD und beim Green Deal der EU kann ich nichts erkennen.Wie gesagt ich rede nur von dem für die LW wichtigen CO2!

    1
    • Henning Ahrens sagt

      LW wurde aus dem Handel ausgenommen.
      Würde vermutlich eh nur eine eigens zu schaffende Bundesbehörde provozieren, die dann – mit entsprechend „Manpower“ – Humus- und CO2- Bilanzen hin und herrechnet, solange bis die LW wieder mal als Verlierer dasteht. Ist ja gelebte Berliner Praxis.

      1
  14. Johannes Buchner sagt

    @Reinhard Seevers
    über das Kulap bekomme ich meine Leistungen für die Natur zumindest entschädigt und damit ja auch bezahlt. ein freier Markt wäre natürlich besser. Zur Evaluation gibt es bereits eine Firma (CarboCert) die Humusgehalt Veränderung im Boden misst und daraufhin CO2 Zertifikate an z. B. die Stahlindustrie verkauft. Das ist ein freier Handel und darf meines Erachtens auch nicht von der Politik gesteuert werden. Wenn viel Co2 verbraucht wird, werden die Zertifakte teurer. wenn genug eingespart wird oder zuviel eingespeichert, dann eben billiger. Das ist das Gesetz der Marktwirtschaft.

    Und Nawaro kann man nach nach Biomasseertrag errechnen.

    1
  15. Christian Bothe sagt

    @Bauer Willi, zu Davos habe ich eine etwas andere Position.Fakt ist, das Trump unserem „Möchtegernkanzler“Habeck und seinem Gefolge einschließlich der Jugendorganisation FFF klar aufgezeigt hat, das nur eine entwickelte Wirtschaft Umweltprobleme lösen kann.Ob das der Green Deal von der EU bringt, bezweifle ich .Nur mit Ideologie und Phrasendrescherei kann man der Klimaerwärmung nicht Einhalt gebieten.Habeck hat ja gestern in der „Zeit“ nochmal nachgelegt in einer ziemlich arroganten unverschämten Art und Weise!
    Was die Grüne Woche und das Drumherum betrifft, habe ich mich ja schon mehrfach geäußert und kann dem oben Gesagten zustimmen.

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  16. Ein Privatier sagt

    Was uns angekündigt wurde:

    https://www.tagesschau.de/ausland/merkel-davos-123.html

    „Transformationen von gigantischem historischem Ausmaß“

    „Der Auftrag, unter 1,5 Grad zu bleiben, bedeute „nicht mehr und nicht weniger“ für Europa, als dass man bis 2050 klimaneutral sein müsse. Das bedeute „natürlich Transformationen von gigantischem historischem Ausmaß“, sagte Merkel. „Diese Transformation heißt im Grunde, die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen.“ Man müsse zu neuen Wertschöpfungsformen kommen. Die Industrieländer hätten eine „Bringschuld“.“


    Die Klimakeule* hat sich etabliert und wird nun systematisch angewendet, um die linken grünen Träume Wirklichkeit werden zu lassen.
    Rationales Denken, Debattieren und Argumentieren werden als Unterdrückungsmittel alter weißer Männer betrachtet.

    Die Hässlichkeiten dieser gigantischen Transformationen zu zeigen, kann helfen, wenigstens diejenigen zu erreichen, die einige Jahrzehnte zurückblicken können.
    Nur eine politische Kehrtwende um 180 Grad kann uns vor irreversiblen Schäden auf allen Ebenen bewahren.

    *Rassismuskeule, Nazikeule, Sexismuskeule etc.

    2
  17. Obstbäuerin sagt

    Auf der LsV Demo hat der Mit-Organisator von Whs von der AbL gesprochen, den ich live erlebt habe. Ein geschickter sehr lauter Redner, der ganz bewusst eigene Forderungen gegen die moderne Landwirtschaft nicht thematisiert und das Mercosur-Abkommen als das Hauptproblem, welches gemeinsam bekämpft werden muss, dargestellt hat verbunden mit der Botschaft – wir wollen doch alle das Gleiche. Der Wolf im Schafspelz par exellence. Auf der Whs-Demo hat ein Nebenerwerbsbauer gesprochen, der weder von der Düngeverordnung als auch vom Insektenschutzpaket in seiner Existenz bedroht ist. Seine Botschaft war ähnlich – uns trennt doch eigentlich nicht so viel, da muss es doch auch gemeinsam gehen. Er bekam sehr viel Applaus von all denen, die der Ansicht sind, das Agrarpaket gehe noch nicht weit genug, moderne Tierproduktion und Pflanzenschutz muss abgeschafft werden und Gülle vergiftet das Trinkwasser. Das ist für mich kein Fortschritt – das ist der falsche Weg.

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  18. Andreas sagt

    Für das Zusammengehörigkeitsgefühl der Landwirte sind die gewaltigen Schlepperaufmärsche sicher sehr förderlich. Langfristig ist der Aufbau einer Drohkulisse gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung aber nicht sehr zielführend.
    Je mehr Klöckner, Kaniber und Co. vor der „Verbindung die das Land schafft“ einknicken, um so stärker werden die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl.
    Ob eine Kanzlerschaft von Baerbock/Habeck für eine Agrarindustriell ausgerichtete Landwirtschaft so erstrebenswert ist, wage ich zu bezweifeln.

    2
    • Bauer Willi sagt

      Die CDU wird nicht „einknicken“. Frau Merkel will die GroKo bis zum Ende führen.

      Wie sich das anhört: “ bis zum Ende führen“. Aber passt irgendwie. Was wird nach Merkel kommen? AKK?? Sicher nicht. Die SPD? Ganz sicher nicht. In der aktuellen Sonntagsfrage liegt die CDU bei 26%, die Grünen bei 23%. Wer das Ressort Landwirtschaft bekommt dürfte klar sein.

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      • bauerhans sagt

        Habeck und Hofreiter werden die agrarpolitik dominieren,aber schnell erkennen,dass sie auch nur „mit wasser kochen“ können.

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      • firedragon sagt

        gewisse Ratlosigkeit – man macht sich so seine Gedanken und es gib einen Spruch:
        -lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende-

        Wählen wir alle grün, wissen wir, wenn von dieser Seite her die Hauptrichtung bestimmt wird, dass die Wirtschaftlichkeit von Deutschland nicht garntiert werden kann. Warum lassen wir es nicht einfach zu, vielleicht muss erst alles „platt“ sein, um einigen die Augen zu öffnen und vielleicht braucht es einen „Neustart“, nachdem alles „platt“ ist. Vielleicht wird erst dann erkannt, dass eben nicht alles so selbstverständlich ist, wie es scheint. Vielleicht ist das aber auch zu riskant.

        Ihr kennt meine Haltung, was Selbstverständlichkeit bzgl. der LW betrifft.
        So lange wir noch die Möglichkeit haben Angebot und Nachfrage in das für uns überlebensfähige Geleichgewicht zu setzen, wäre uns allen, glaube ich, wohler.

        bischen Geschichte:
        war 2007, da ging es der LW recht gut. Die Preise waren so, dass man damit gut hätte wirtschaften können, wären sie in dieser Höhe konstant geblieben.
        Bei einer damaligen Bauernversammlung hatte der damalige Bauernpräsi Ziele formuliert. Er hat die Bauern aufgerufen, die Produktion von Grundnahrungsmittel aufzustocken. Aus heutiger Sicht war das falsch, es war das verkehrte Ziel.
        Anstatt mehr vom Acker zu holen, mehr Vieh einzustallen, mehr Milch zu melken und die Stilllegung zu reduzieren, hätte genau das Gegenteil erfolgen müssen.
        Um den damaligen Preis zu halten, hätte der DBV dahin gehend zu Weniger aufrufen müssen. Reduzierung der Milch, weg von anfälligen Ackerfrüchten (schon damals war zu erkennen, das PSM in der Bevölkerung nicht wirklich gut ankommt), mehr Stilllegung von unrentablen Landfetzen.
        Aber nein, es wurde/wird aus jeder „Krücke“ Milch gemolken, es müssen Tonnen auf die Straße (bei fb gibt’s ja schon fast „Wettbewerbe“) und Ihr da draussen kloppt Euch um jeden cm² und bietet Euch mit der Pacht in die Höhe.
        Meine Meinung – kompletter Irrweg.

        Ihr wollt, dass man Euch schätzt? Eure Arbeit, Eure Produkte ?
        Dann hebt sie in den Status der Begehrlichkeit.
        Das entscheidet natürlich jeder alleine – allerdings zeigt sich in der Einigkeit Größe und noch was anderes (hatte ich schon geschrieben).

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        • Obstbäuerin sagt

          Solange die Begehrlichkeiten mit Billigware aus Billiglohnländern bedient werden können, bleibt auch Dein Vorschlag ein Irrweg. Obwohl wir in 2019 nur
          5 % unserer Durchschnittsproduktion beim Apfel liefern konnten, hat sich der Preis um 0 verändert. Wir haben aber 95 % weniger Einnahmen und das ist nicht lustig.

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          • firedragon sagt

            Guten Abend Obstbäuerin,
            nein, es ist nicht lustig auf benötigtes Einkommen verzichten zu müssen – ich weiß das.
            Die LW kann im Bereich Ackerbau, Viehhaltung und Milch selbstbestimmt korrigieren.

            0
          • firedragon sagt

            Obstbäuerin,
            Du hast, glaube ich, mal geschrieben, der Verlust ist durch Frostschaden entstanden – gibt es im Obstbau keine Versicherung?

            0
            • Obstbäuerin sagt

              Diese Versicherungen sind sehr teuer (deshalb werden sie in anderen EU-Ländern auch bis zu 80% gestützt) und gelten nur in Bezug auf eine konkrete Fläche, die z.B. durch Hagel vernichtet wird. So einen Totalausfall hatten wir noch nie, auch wenn es schon mal über 60% war. Den ganzen Betrieb zu versichern, weil in 100 Jahren 1 oder 2 x die Ernte erfriert, bringt nur der Versicherung Gewinn.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Bei uns werden 2 Hagelflieger eingesetzt, die Kosten trägt die Landwirtschaft. Leider macht die Versicherungswirtschaft finanziell nicht mit, obwohl durch Hagel in einer Nachbarstadt bereits ein Millionenschaden entstanden war.

                Die Wirksamkeit ist zwar umstritten, jedoch ist seit dem Einsatz kein größerer Schaden mehr entstanden.

                0
                • firedragon sagt

                  Ehemaliger Landwirt
                  dem Verein zur Hagelabwehr gehören zudem über vierzig Kommunen, sowie landwirtschaftsferne Firmen an.

                  0
        • Lady sagt

          „Ihr wollt, dass man Euch schätzt? Eure Arbeit, Eure Produkte ?
          Dann hebt sie in den Status der Begehrlichkeit.“

          Feuerdrachen, das funktioniert doch nur , wenn eure Produkte „etwas haben“, was Produkte der Konkurrenz – aus welchem Land auch immer- nicht bieten können. Was soll das denn bei Agrarrohstoffen sein?
          Klar kannst du sagen, dass Regionalität oder auch hohe Standards in diversen Bereichen etwas „Exklusives“ haben. Angeblich wollen dafür auch viele Verbraucher mehr bezahlen, aber eben lieber theoretisch. Und sie sind doch auch gar nicht der Hauptabnehmer, sondern die verarbeitende Bereiche oder Zwischenhändler.
          Irgendwer hatte doch hier die Story zum Bioroggen 2018 geschrieben. In der Hoffnung auf steigende Preise blieb der Roggen im Silo und es wurde signalisiert, es würde kaum welchen geben. Und dann war das Erstauen groß, dass die Vermarkter tatsächlich woanders eingekauft hatten. Dumm gelaufen,

          2
          • firedragon sagt

            Lady,
            ja, das war Bio Roggen.
            Jeder weiß, dass EU Bio nicht den hohen Standard erfüllen muss, wie bspw Demeter. Natürlich benötigt deutsches Bio ein mehr an Geld.
            Bei konvi Produkten liegen wir beim Kostenaufwand in der EU relativ gleich auf.
            Die Frage ist doch, muss ich den letzten dz vom Acker holen, koste es was es wolle?
            Oder sage ich „nein“, da der Erlös den Mehraufwand nicht deckt.

            0
            • Brötchen sagt

              Drachen, Roggen in Bioqualität geht glaube ich am einfachsten.
              Da der Fleischmarkt ein sehr strenger reiner Vertragsmarkt ist, kann man diesen Roggen sehr schwer unterzubekommen.

              Verwenden kann man den sehr gut zur Schweinefütterung.
              Geflügel sehr schwierig,
              Wiederkäuer in geringen Mengen.

              Das ist das Problem!

              Da man bioware nicht einfach konv. verkaufen kann, dann kann man es gleich verschenken, besteht da ein Problem.
              Ich wüsste auch nicht, was Bio bei schlechten Böden anbauen könnte als Roggen, Gerste, Hafer, Mais und Futterpflanzen.
              Jetzt Ackerbaufrüchte.
              Beziehe mich auf 20 – 30 siger Böden.

              0
            • Thomas Apfel sagt

              Auf unseren Böden mit 35-iger Durchschnitt kannst du dich bei Roggen entscheiden, ob du Populationssorten mit Low-Input oder Hybridroggen mit höheren Erträgen, aber auch mehr Aufwand anbaust. Das Geld was übrigbleibt ist am Ende oft Dasselbe, insbesondere in Trockenjahren. Da aber, wenn es mit der Witterung gut läuft, Hybrid doch meist besser abschneidet, wird der auch vorrangig angebaut.
              Da gibts dann doch ein par mehr Pimperlinge auf die Hand.
              Das weißt du dummerweise aber immer erst nach der Ernte!

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          @ Feuerdrache

          Der Selbstversorgungsgrad in Deutschland liegt bei Gemüse bei 37 %
          bei Obst 21,7 %

          Paradiesische Zustände, finanziell gesehen, hat dies nicht ausgelöst.

          Viele male war der Preis für Zwetschen (Tafelobst) bei 30 bis 35 Cent je Kg, weil die Osteuropäer zu jedem Preis lieferten.

          Frostschäden, wie die Obstbäuerin erlebte, selbst wenn es ein ganzes Bundesland betrifft, führen bei anderen Obsterzeugern kaum zu höheren Erzeugerpreisen.

          0
      • Einfacher Bürger sagt

        Hallo Willi da Du bei Frau Merkel zum Gespräch warst wüsste ich schon gern ob und wie diese Gebäude beheizt sind. Wie sparen unsere großen Politiker CO 2 ein?
        Nach meiner Ansicht wird Wasser gepredigt und Wein gesoffen oder gar darin gebadet. Der kleine Mann oder Frau wird zur Kasse gebeten . Mit Oeko-Auflagen werden wir handlungsunfähig. Langsam bekomme ich Angst vor einer Radikalisierung in der Bevölkerung. Es gab da mal so eine Zeit…
        Je geringer der Nahrungsmittelversorgungsgrad in Deutschland wird desto eher sind wir vom Ausland erpressbar.

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    • bauerhans sagt

      „das Zusammengehörigkeitsgefühl der Landwirte“

      betriebliche zusammenarbeit wird immer noch mit grossen vorbehalten betrachtet,obwohl nur positiv,insbesondere der wissensaustausch und die kosteneinsparungen!!

      1
  19. Friedrich sagt

    Ja Willi , du hast natürlich Recht mit deiner Aussage zu den Demos , aber eines sollte auch klar sein , daß die Politik keine unschönen Bilder in den Medien sehen will. Über ein halbes Jahr hat man das auch verhindern können, denn von der ersten Riesendemo in Münster hat man die Fernsehinformation verhindern können, im „Staatsfernsehen“. Mit den weiteren Demos ab Oktober war das nicht mehr möglich. Deshalb bin ich der festen Meinung , daß wir weitere Schlepperdemos machen müßen , um diese“ unschönen Bilder“ weiter in den Medien zu Sehen. Nur das hilft bei der Diskussion. Wir haben ja beim Gipfel in Berlin gesehen , wie die Kanzlerin uns abgebügelt hat und die Düngeverordnung als „Durch“ bezeichnet hat. Typische Ideologie- und Machterhaltungspolitik. Eine Kanzlerin die so menschenverachtend regiert , ist eine absolute Katastrophe für unser Land. Laut führenden Volkswirtschaftlern sollen so schon 10 Billionen Euro Schaden an unserer Volkswirtschaft entstanden sein. Diese Kanzlerin hat so 2 Mrd. Euro/Tag Schaden angerichtet und die großen zu erwartenden Schäden werden erst noch kommen. Nämlich Energie und Währung. — Der Druck auf die Regierung , aber auch auf die DBV-Leute in Berlin muß weiter aufrecht erhalten bleiben. Es nützt uns nichts den Landespolitikern zu glauben , wenn Berlin auf stur stellt und die Bundestagswahl erst in knapp zwei Jahren ansteht. Merkel ist das dann eh egal. Auch unser DBV in Berlin ist medial überhaupt nicht vorhanden. Da gibt es keine Kontakte zu den NGOs, LEHs usw. . Die DBV-Leute haben sich zu lange auf die CDU verlassen und die andere Welt vergessen. In Zukunft muß die DBV-Spitze von der Basis gewählt werden , damit diese Kungelei um Macht, Geld ,Posten usw . aufhört. Nur so wird der DBV zu Retten sein. Ansonsten werden die jungen Bauern eine eigene Organisation aufbauen. Der DBV muß sich entscheiden ?

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    • Thomas Apfel sagt

      Ich würde im Moment die Baumpflanzaktion in den Vordergrund rücken. Diese ist ein positives Signal das vorerst als Begleitmusik zu den notwendigen Verhandlungen sinnvoller ist. Die Musik muß natürlich dann auch stark genug orchestriert sein, um bei dem Bild zu bleiben. Da vertut sich auch Keiner, wenn er wenigstens 3 – 5 Bäume einstellt. Macht das bitte Alle, dann kann das aus den Medien nicht ausgeblendet werden.

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      • Einfacher Bürger sagt

        Habe meine Meinung zum Bäume pflanzen geändert. Wenn wie hier mehrfach schon geschrieben viele Landwirte das tun würde ich vorschlagen das bei der Pflanzung die Presse oder der Bürgermeister, Kreisräte Landtagsabgeordnete und Bundestagsabgeordnete eingeladen werden sollten. Könnte mir vorstellen die frische Luft fördert das Denken der Bürgervertreter. Hat noch Niemandem geschadet.

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    • Mark sagt

      @Friedrich
      Ich teile Deine Meinung weitestgehend. Was fehlt, ist eine starke, kompetente, nur den Bauern verpflichtete Interessenvertretung. LsV hat sehr viel auf den Weg gebracht, besonders im Bereich der Mobilisierung der Bauern. Aber das reicht eben nicht. Beim Kanzlerintermin hat man die LsV in die Falle geführt, in dem man sie in die völlig sinnbefreite Endlosschleife „Zukunftskommission“ gelockt und damit quasi kaltgestellt hat. Der Schlüssel liegt in der Tat beim DBV, aber dort ist „tote Hose“.

      3
      • Obstbäuerin sagt

        »…Was fehlt, ist eine starke, kompetente, nur den Bauern verpflichtete Interessenvertretung. …«
        Mark, da bin ich total auf Deiner Seite und aktiviere meinen Vorschlag, eine Bauernpartei zu gründen, auch wenn Du vielleicht was anderes gemeint hast ⁉️

        0
        • Mark sagt

          @Obstbäuerin
          Als „Bauernpartei“ die nur den Bauern verpflichtet wäre, würden wir rein rechnerisch permanent an der 5% Hürde scheitern, leider. Als Intertessenvertrtetung, die nur den Bauern verpflichtet ist, wären wir voll handlungsfähig.

          0
          • firedragon sagt

            Mark,
            angenommenen Bauer Partei

            Was ist LW? – Mittelstand!
            Wer trägt Deutschland? – Der Mittelstand!

            Richtig organisiert mit klaren Zielen und vor allem gangbaren Lösungswegen…
            Eine Partei ist doch nicht nur für eine Berufsgruppe ausgelegt…

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            • firedragon sagt

              Ich muss allerdings sagen, mit Parteigedös kenne ich mich nicht aus, habe ich noch nie verstanden, werde ich auch nie… aus dem einfachen Grund, jeder verfolgt seine eigenen Ziele, anstatt zu versuchen gemeinsam das Bestmögliche für die Bevölkerung zu verbessern – fängt ja schon bei den Dorfmauscheleien an.

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          • Obstbäuerin sagt

            Damit hast Du natürlich recht und deshalb würde ich den Kreis erweitern:
            Partei der Bauern und (Otto) Normalverbraucher. Damit hätten wir ein Wählerpotenzial von mindestens 75%, das wir uns mit CDU, SPD, Linken, FDP und AfD teilen müssten.

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    • Bauer Willi sagt

      Wow!Tolle Reaktion! Wobei bei der Auswahl der Bücher eines fehlt. Sauerei…😉

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    • Reinhard Seevers sagt

      Da sehe ich keine Verbesserung, eher eine Verschlechterung. Die Haltung des Einzeltieres ist kein Thema, es ist eine Darstellung von Gebäudekomplexen. Außerdem wird das Thema mit Filmen und Beiträgen alter Coloeur unterfüttert. Ich frage mich auch, warum das Thema Tierhaltung in der Art und Weise dokumentiert werden muss, vom Miniaturwunderland. Kommt demnächst eine Sonderausstellung über Flugreisen und Kreuzfahrten? Oder über den Konsumwahnsinn?

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    • Thomas Apfel sagt

      Ich finde es sinnvoll die Produktionsvarianten so darzustellen. Immerhin steht der Preis der für die einzelnen Varianten zu löhnen ist ja auch daneben. Frage an den Stallbaufachmann Seevers: Wie steht es eigentlich um die Emissionen und die Vermeidung derselben in der Auslaufvariante bei Bio?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Alle Offenstallvarianten erhöhen die Emissionsflächen und damit die Emissionen. Deshalb gibt es auch riesige Probleme Ställe umzubauen, oder neue zu errichten.
        In der pipeline sind Stallsysteme mit Trennung von Kot und Harn, was die Emissionen erheblich verringern kann. Ist aber baulich schwierig umsetzbar und rechtlich noch nicht fixiert bzw. anerkannt.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Der Ansatz ist gut, die Ausführung ist schlecht, da von Fehlern gespickt! Wachstums- u.Leistungsförderer erlaubt-aha, Zähneabkneifen-soso, keine Einschränkungen bei Futter und Spaltenboden- darum rutschen die Prüfer mit einer Schieblehre auf dem Boden rum…. Und bei der Visualisierung der Belegdichte den üblichen Denkfehler begangen, usw. Das passiert, wenn Städter ihr Internet-„Wissen“ präsentieren. Oder was war deren Quelle? Leider ist Hamburg etwas zu weit weg, sonst würde ich mal den Rotstift ansetzen

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  20. Sabine sagt

    Ohwei, ja, aber ich versuch die Seite jetzt nicht ganz vollzumüllen.
    Digitalisierung ist verdammt wichtig für den ländlichen Raum. Mit vernünftiger Netzanbindung, kann man nämlich nicht nur Netflix auf dem Land besser schauen, sondern auch besser arbeiten. Vieles was in der Landwirtschaft die Arbeit erleichtern kann, von Gesundheitsdaten beim Vieh bis zur Messung von Befallsschwellenwerten im Feld geht da einiges. Eigentlich muss niemand mehr zwingend seinen Internet-Shop in Köln bauen, der könnte auch in Rommerskirchen ans Netz. Das Internet könnte auch Dörfer beleben und Pendler und Straßen entlasten. Fehlende Infrastruktur nicht nur die digitale, hemmt dort zu viel. Hier sieht man auch, wo unsere Regelwut hinführt, und dass selbst die öffentliche Hand in ihren eigenen Vorschriften gefangen ist und kaum noch in der Lage ist Projekte zeitnah und kostengünstig zu realisieren.
    Statt immer noch ein Gesetz obendrauf und noch ein Vorschrift dazu, sollte da vllt. mal entrümpelt werden.
    Auch sieht man, wie sehr wir einen Fachkräftemangel an der Spitze der Politik haben. Nicht nur wenn es um Meldungen von Nitratwerten nach Brüssel geht. Das ewige Hüh und Hott aus den Ministerien nicht nur beim Klima- und Naturschutz erschüttert unsere Demokratie und verprellt Unternehmer und Investoren.
    Ich frag mich auch, wie sich die jungen Polizisten der Bereitschaftspolizei NRW jetzt fühlen, wo feststeht, dass der Hambi doch bleibt. Da hat die Politik, m.M. ganz ohne Not Leute verheizt, das mach wenig Lust auf Staatsdienst.
    Und während man hier jetzt jedes Brötchen mit Bon versieht, verkaufen internationale Riesen wie Amazon fröhlich nicht nur nicht zugelassene Himmelslaternen, sondern auch fröhlich rechtes Propagandamaterial, Koppelschlösser mit Gmu drauf, aber auch so tolle Dinge wie Stromschockhalsbänder für Hunde und Hühnerbrillen, PSM oder Rattengifte, die hier so nicht angewendet werden dürfen bzw. nur mit Sachkundeschein. Na, denen können wir ja schlecht sagen, was sie bei uns verkaufen dürfen, dem Raiffeisenmärkten schon. Da möchte man echt mal mit so einem illegalen Viehtreiber….. aber nein, Dummheit prügelt man zwar einfach in Menschen rein, aber rausprügeln hat noch nie geklappt.
    So, schöne Dinge: Die grüne Woche scheint außerhalb der Hallen doch ein Anlass für Freude gewesen zu sein. Viele Bauern berichten, dass sie dort gute Gespräche hatten, Leute kennen lernen konnten, die sie sonst nur von WhatsApp kennen und ja, die Lager nähern sich an. Dusselige Aktionen wie das Honigverschütten, die doch sehr dazu geeignet sind konv. und bio auseinander zu treiben, hatten nicht die gewünschte Wirkung. Auch dass Treckerdemos sehr wohl Eindruck machen, man da aber nicht bei stehen bleiben will, wurde wohl erkannt. Der Bauer muss wieder mehr und öfters in die Stadt, wenn auch nicht mit Treckern in Kolonne, so doch wenigstens via Insta, Facebook und Tube. Eine Gegenöffentlichkeit schaffen ist jetzt nicht einfach, aber wichtig.
    Ich hab mich gefreut, dass es jemanden wie Michael Reber gibt, der heftig für Bodengesundheit wirbt.

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  21. Thomas Apfel sagt

    Im Grunde genommen muss man zur Kenntnis nehmen, dass die Aufmerksamkeit im Moment den Bauern gehört, die Konfrontationslinien aber nur in den Hintergrund gerückt sind. Die sind nicht weg, die sind im Moment nur leiser. Deshalb müssen sich jetzt die Bauernverbände UND LsV zusammenfinden und die notwendigen Dinge gemeinsam angehen. Die Sache mit den Abgeordneten ist auch richtig und wichtig, allerdings ist meine Erfahrung dass sich so grundsätzliche Dinge wie Änderung des Agrarpaketes auf diesem Weg nicht durchsetzen lassen. Wurde ja in den Kommentaren zum vohergehenden Beitrag auch so beschrieben: Vor Ort alles aufsaugen, in den Parlamenten kommt nichts davon an.

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  22. Schmeckt gut sagt

    Moin Willi. Toller Kommentar. Bringt auch meine Stimmung auf den Punkt. Eigentlich haben wir nur wenige Gründe, resigniert zu sein – wir leben schließlich in einer von Natur aus bevorteilten Region, aber die Politik schafft es tatsächlich, eines der leistungsfähigsten und nachhaltigsten Wirtschaftssysteme der Landwirtschaft weltweit, an die Wand zu fahren. Bei dieser Kritik ist es wichtig zu erwähnen, dass wir nur durch diese Leistungsfähigkeit überhaupt in der Lage sind, die jetztige Vielfalt an selbsterzeugten Lebensmitteln zu liefern und auch noch zusätzliche Forderungen in Umweltschutz zu erfüllen. Unser Problem bleibt, dass wir Bauern immer schon die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit ausgelotet haben, zu oft darüber hinausgehen (es leiden Familie und Lebensfreude) und der Politik nichts besseres einfällt, als uns weitere Knüppel zwischen die Beine zu schmeißen. Und das Schlimmste, was passieren kann: Überhaupt keine Ansätze einer Lösung der Probleme aufzuzeigen. „Digitalisierung soll das Können des Bauern ersetzten“ kann man doch nur Galgenhumor nennen. Noch spannender wird es, wenn dann noch die Lösungssuche auf die Bauern abgewälzt wird, nach dem Motto: Es gibt diverse Zielkonflikte, die wir als Politik so nicht sehen „konnten“, aber die Lösung kann dann doch nur aus der Branche kommen. Da kann ich nur eins sagen: Schämt euch, liebe Politiker. Sucht euch andere Blödmänner. Mit mir nicht. (Zu dick aufgetragen??? Hmmmh)

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    • Paulus sagt

      @ Schmeckt gut
      „…aber die Lösung kann dann doch nur aus der Branche kommen.“ Ich frage mich schon länger – von wem denn sonst? Sinnvolle und praktikable Lösungen können doch nur von den Experten der Branche selbst kommen, genauso wie in anderen Bereichen der Wirtschaft. Es reicht allerdings nicht, nur gegen gewünschte, mehr oder weniger sinnvolle Forderungen zu sein ohne mögliche Lösungen oder Kompromisse zu kommunizieren. Ansatzweise geschieht das ja schon, aber mir scheint, es ist da noch viel Luft nach oben. In der öffentlichen Wahrnehmung existieren z.Zt. grüne Kreuze und eine LsV. Das sind Bewegungen aber keine schlagkräftigen und somit durchsetzungsfähigen berufsständigen Organisationen im eigentlichen Sinn. Ein DBV, von dem man annehmen sollte, dass er im Stande ist die LW in all ihren Facetten wirkungsvoll zu vertreten kommt in den Medien gar nicht vor. Sollte dieser Verband eher im Hintergrund zu kungeln versuchen, was ich für wahrscheinlich halte, ist das ganz offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt.
      Anlässlich des sogen. Agrargipfels, zu dem selbst die Pfadfinder eingeladen waren, hätte ich mich als Bauernvertreter mit freundlichen aber deutlichen Worten schon zu Beginn der Veranstaltung verabschiedet, ohne die Pfadfinder, Imker und was da sonst noch alles versammelt war zu diskreditieren. Stattdessen habt ihr mit einem gewissen Stolz berichtet, dass euch die Kanzlerin eingeladen hat – um euch danach bitterlich zu beklagen. Immerhin durften alle brav ihr Sprüchlein aufsagen und eine Ministerin hat im Schatten ihrer Chefin wie immer gegrinst. Das was ihr gezeigt habt war mehr als eine unglückliche Art der Kommunikation.
      Wie man das richtig macht lernt man aber nicht in den Workshops irgendwelcher Seminaranbieter, deren schwach bemittelte Dozentinnen sich einbilden eine bäuerlich-ländliche Bevölkerung beglücken zu müssen und bei denen man bunte Zettelchen auf ein Flipchart klebt und sich dabei noch ganz toll findet. Da sind schon andere Qualitäten gefragt, nennt man auch Durchsetzungsvermögen gegen den Strich. Ja, und jetzt steht ihr mal wieder ziemlich dumm da und ereifert euch.

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  23. Landwirtschaft als Klimabauer. Das Thema scheint mir mehr als sinnvoll. Im Bodel Deutschöands sind laut BMLE mehr als 2 Milliarden t Co2 gespeichert. Durch einen Humusaufbau von 1 % würden weitere 800 Millionen t CO2 im Boden fixiert werden. Das heißt, durch Methoden wie z. B. in der regenerativen Landwirtschaft wo pro Jahr ca 0,1 % Humusaufbau realistisch sind, könnte Deutschland in 10 Jahren CO2 neutral sein.
    Das geht aber nur, wenn die Kosten für den Humusaufbau den Bauern vernünftig bezahlt werden.
    Warum also nicht ZUSAMMEN mit Fridays For Future auf die Straße gehen und für eine anständige Bepreisung von CO2 demonstrieren, die dem zugute kommt, der das Klimagas einspeichert oder durch regenerative Energien vermeidet!

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    • Bauer Klaus sagt

      Johannes Buchner,
      erster Schritt: FfF fordert unmissverständlich, dass die Leistung der Bauern beim Humusaufbau zu wirtschaftsüblichen Kostensätzen bezahlt wird. Dann dürfte einer Übereinstimmung nicht mehr viel im Wege stehen.
      Gemeinsame Sache mit FfF und danach drauf warten wie die ökonomishce Seite sich regeln lässt ist keine Alternative.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Idee hatte ich auch schon Mal. Es ist aber so, dass die jetzigen Leistungen schon nicht anerkannt werden. Wie soll eine Evaluationen erfolgen,? Was passiert, wenn das Ziel aus irgendwelchen Gründen nicht erreicht wird?

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    • Bauer Willi sagt

      Eine Art Ratlosigkeit trifft es besser. Denn statt die Politik auf die Sorgen der Bauern eingeht, zeigt sich die EU z.B. bei der Düngeverordnung noch unnachgiebiger.

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      • Ludwig sagt

        Ich sehe da eher einen Wink mit dem Zaunpfahl aus Brüssel.
        In D muss ein Reset der Düngverordnung durchgeführt werden. Die Grundlagen für eine ordnungsgemäße Düngung müssen durch Neufassung des Messnetzes geschaffen werden.
        Dazu muss natürlich das BMU und deren Behörden die Manipulationen zugeben. Da müssten dann einige über ihren eigenen Schatten springen.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Das glaube ich nicht. Wir haben in Ö. ein repräsentatives Messnetz. Und was haben wir davon?
          https://kurier.at/chronik/burgenland/nitratbelastung-grundwasser-muss-laut-eugh-geschuetzt-werden/400639031 :
          Beim Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland (WLV) herrscht dieser Tage Jubelstimmung. „Uns ist ein epochaler Durchbruch im Bezug auf den Schutz des Grundwassers gelungen“, sagt WLV-Obmann Gerhard Zapfl.
          Grund für die Euphorie ist ein dieser Tage ergangenes Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH). Dieses kommt zum Entschluss, dass öffentliche Wasserversorger den Schutz des Grundwassers einfordern können. Wie das Urteil nun umgesetzt wird, sei die Frage, sagt Zapfl zum KURIER.
          „Bisher haben wir die Grenzwerte NOCH NICHT ÜBERSCHRITTEN. Aber wenn die hohe Nitratbelastung sich so weiterentwickelt, könnte das bald der Fall sein“, sagt Zapfl. Er fordert nun vom zuständigen Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (bmnt) Verbesserungen der gesetzlichen Regelungen. Dazu müsse es „entsprechende Maßnahmen bei der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung“ geben …
          Auch die Landesräte Christian Illedits und Astrid Eisenkopf (beide SPÖ) begrüßten die Entscheidung. Sie habe „Auswirkungen für ganz Europa. Im Sinne der Bevölkerung bringt das Urteil viel Sicherheit für die Zukunft“, sagte Illedits.

          Die SPÖ, die das erstritten hat, hat gerade im Burgenland einen fulminanten Wahlsieg errungen. Man wil die gesamte Landwirtschaft auf Bio umstellen. (jetzt schon 27%)
          https://www.meinbezirk.at/burgenland/c-politik/bio-fuer-alle-ja-das-geht_a3385485

          Was nicht dazu gesagt wird: Es wird für alle teurer, und das wird nun spannend.

          Allerdings hat man den Mindestlohn bei den Landesangestellten auf 1.700 im Monat netto angehoben und meint, das könne man nun auch in der Privatwirtschaft durchsetzen. Das wird auch spannend …

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      • Brötchen sagt

        D. ist ja nun nicht klein. Der Brexit wurde auch hundertmal verschoben und über Dublin 3 reden wir mal nicht.

        Jedenfalls wenn das BUA sich schon zu einer Stellungnahme genötigt sieht, muss der Druck ja Wirkung hinterlassen haben.

        Also wenn D. wirklich wollte, denke dann würde schon was gehen.

        Was macht denn Malta bezüglich seiner Werte?

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        • Bauer Willi sagt

          Ja, wer weiß was über Malta? Wäre doch mal interessant, das herauszufinden. Wird zwar jeder sagen „och, das ist doch so ein kleines Land“, aber das heißt doch nichts…

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      • Elisabeth Ertl sagt

        http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=218620&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1

        Im neuesten EUGH – Urteil betreffend Nitrat vom 3. Oktober 2019 heißt es:

        „Art. 288 AEUV sowie Art. 5 Abs. 4 und 5 und Anhang I Punkt A Nr. 2 der Richtlinie 91/676/EWG des Rates vom 12. Dezember 1991 zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen SIND DAHIN AUSZULEGEN, dass, sofern die Ableitung von Stickstoffverbindungen aus LANDWIRTSCHAFTLICHEN Quellen ERHEBLICH zur Verunreinigung des betroffenen Grundwassers BEITRÄGT, NATÜRLICHE UND JURISTISCHE PERSONEN wie die Beschwerdeführer des Ausgangsverfahrens VON DEN zuständigen NATIONALEN BEHÖRDEN VERLANGEN können müssen, dass diese ein BESTEHENDES AKTIONSPROGRAMM ÄNDERN oder ZUSÄTZLICHE MASSNAHMEN oder VERSTÄRKTE AKTIONEN gemäß Art. 5 Abs. 5 dieser Richtlinie erlassen, solange der Nitratgehalt im Grundwasser ohne solche Maßnahmen an einer oder mehreren Messstellen im Sinne des Art. 5 Abs. 6 der Richtlinie 50 mg/l überschreitet ODER ZU ÜBERSCHREITEN DROHT.“

        Diese Verschärfung hat nichts mit den Bauernprotesten in Deutschland zu tun, sie wurde von einem österreichischen Wasserwerk plus einem einzelnen Biobauern erstritten und gilt jetzt für die ganze EU. Jeder einzelne Brunnenbesitzer, dessen Nitratwerte steigen, kann eine Verschärfung der behördlichen Aktionen in dem betroffenen Gebiet erzwingen, auch wenn der Grenzwert noch gar nicht erreicht ist. Bundesweite ausgeklügelte Messnetze helfen dagegen gar nichts.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Wichtig ist jetzt nur, die außerlandwirtschaftlichen Nitrat-Emittenten dingfest zu machen. Denn wenn man nachweisen kann, dass das Nitrat nicht oder zumindest in nur unerheblichen Mengen aus der Landwirtschaft stammt, dann gilt dieses Klagsrecht nicht.
          Grundsätzlich ist so eine Regelung auch sinnvoller als ein flächendeckendes Messnetz. Wo niemand wohnt und Wasser trinkt, ist ja der Nitratgehalt nicht so wichtig.

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          • Lady sagt

            Elisabeth,
            ich finde das Urteil gar nicht verkehrt. Würde mir aber als Ergänzung wünschen, dass auch eine Klage gegen Nitrat aus nicht landwirtschaftlicher Ursache möglich wäre. Aber das gab jetzt die Klage nicht her.
            Die Messnetze sind die eine Sache, aber wenn ich als privater Hausbrunnenbesitzer tatsächlich ein Nitratproblem im Grundwasser habe, nützt es mir herzlich wenig, dass nun 2 Kilometer weiter die Pflanzen hungern müssen oder eine andere Messstelle sagt, alles bestens.
            Ich bin auch nicht sicher, ob dieses Gesetz wirklich den Landwirten weiteren Ärger bringen wird. Ob nicht diese pauschale „Verurteilung“ viel schlechter ist. Und wenn es ein Problem gibt, sollte man auch was machen. Vielleicht macht es dann auch bei manchem Politiker mal „Klick“ und es wird versucht, wirklich die Sache ursächlich anzugehen.

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            • Ostbauer sagt

              Die Ursache zu ermitteln ist die eine Seite und schon kompliziert genug.Punktuell dananach handeln noch komplizierter.
              Und es wird den Landwirten weiteren Ärger einbringen.
              Nur mal dein Beispiel auf unsere Gegend angewendet:
              Bei unseren geologischen Bedingungen , dem durchschnittlichen Niederschlag und der Anströmgeschwindigkeit des Grundwassers dauert es in etwa 100 Jahre,um eine Strecke von 2 km zurück zulegen. Ich weiß nicht was in der Historie passiert ist.
              Wenn jetzt die Werte ansteigend sind; muss ich dann die nächsten 100 Jahre meine Planzen hungern lassen?
              Die Auflagen werden pauschal gemacht; aber dann kann man sich hinstellen und sagen: „wir haben ja was gemacht“.
              Weitegehende Untersuchungen werden nicht gemacht-zu teuer.
              Das Gegenteil zu beweisen würde voll auf meine Kosten gehen. Kann sich ein Landwirtschaftsbetrieb gar nicht leisten.
              In einigen Fällen kann man sicherlich gezielt handen.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Das ist aber schon ein Totschlagargument! Es gibt ja auch Gesetze, die nicht landwirtschaftliche Emittenten betreffen. Solche dürfen ja auch nicht den Boden und das Wasser belasten. Das ist eine Frage der Kontrollen. Und die muss man jetzt von Seiten der Bauern einfordern. Es müssen die Verursacher richtig zugeordnet werden. Dass es da nicht hundertprozentig gerecht zugehen wird, damit muss man halt auch leben lernen.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Bin ganz Deiner Meinung!
              Dieses Urteil muss ja jetzt noch in nationales Recht implementiert werden, die Länder müssen auf dieser Basis Gesetze formulieren. Und die müssen von den Parlamenten beschlossen werden. Da können die Landwirtschaftsvertreter mitreden. Und ich würde eben auf diesen Passus pochen, dass Bewirtschaftungsänderungen nur dann eingefordert werden müssen, wenn der Nitratgehalt von der Landwirtschaft allein verursacht oder erheblich mit verursacht wird. Deshalb meine ich, man soll jetzt nicht über repräsentative Messnetze philosophieren, sondern aufzeigen, welche anderen Verursacher es gibt, und von der Politik einfordern, dass die auch entsprechend erfasst und beim Setzen der Maßnahmen mitberücksichtigt werden. Diese zwei Filme übers Nitrat haben da ohnehin schon erste Arbeit geleistet. Natürlich setzt das auch ausreichende Kontrollen bei den Landwirten voraus. Und gerade wenn 2 Kilometer weiter alles in Ordnung ist, dann liegt der Verdacht nahe, dass es da einen einzelnen Emittenten gibt, ob nun Landwirt oder nicht. Und die Richtlinie wird ja schon erfüllt, wenn dieser eine ausgeschaltet wird. Es geht ausschließlich darum, dass das Wasser sauber wird, auf welchem Weg immer. Die EU will sagen, dass es nichts nützt, wenn formale Vorgaben erfüllt werden und das Wasser immer noch zu viel Nitrat enthält, und das stimmt ja auch.
              Man kann sich natürlich fragen, warum die nationalen Politiker diese Geschichte den Landwirten gegenüber so kryptisch formulieren. Vermutlich deshalb, weil man nicht jetzt schon mit Forderungen aus der Bevölkerung zugemüllt werden will, bevor noch ein Prozedere gesetzlich festgeschrieben ist.

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