Alle Artikel in: Bauer Willi

Bildung heute: Der Lössboden

Weil hier auch jüngere Menschen mitlesen (und manchmal auch Pädagogen) heute einen Artikel, den ich sehr interessant finde. Er ist vollkommen unpolitisch. Und ich habe selber wieder was gelernt. Gut, die Pädagogen wussten das sicher schon… 🙂 Wir haben das große Glück, dass unser gesamter Acker aus Löss besteht. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Heute noch Bauer werden?

Ich kenne Susanne Günther seit vielen Jahren. Sie ist mit im Praktikernetzwerk des BMEL und publiziert in ihrem Blog schillipaeppa.net .  Das Ergebnis ihres Artikels ist ernüchternd. Ich mag ihre Texte sehr. Schaut euch einfach mal um. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Steigende Preise

Ich habe kürzlich für einen Teil der Rapsernte 2021 einen zweiten Vorkontrakt gemacht. Den ersten Vorkontrakt vor ein paar Wochen für 380 €/t, jetzt für 420 €/t. In den letzten Jahren habe ich Preise von um 350 €/t erzielt. Ich habe jetzt etwas mehr als die Hälfte des zu erwartenden Ertrages (rund 4,5 t/ha) preislich abgesichert. Mehr will ich nicht fixieren, damit auch sicher bin, dass ich die vorverkaufte Ware auch tatsächlich liefern kann. Kann ich das nicht, so muss ich Ersatz leisten und das kann teuer werden. Die Preise für alle Pflanzenöle gehen derzeit durch die Decke. Dies zeigt sich im FAO Food Price Index, wo der Index auf 147 gestiegen ist. Das letzte Mal, dass der Index so hoch lag, war im Jahr 2011. http://www.fao.org/worldfoodsituation/foodpricesindex/en/ Der Index für Getreide steigt ebenfalls und liegt derzeit bei rund 126. Er lag in den letzten Jahren schon höher, aber es könnte durchaus sein, dass er 2021 diese Höhen wieder erreicht. Bei Fleisch ist aktuell keine Preissteigerung im Index erkennbar, allerdings notieren in den letzten Tagen die …

Alle satt? von Urs Niggli (Buchbesprechung)

Am Samstag morgen habe ich das Buch bekommen, am Sonntag mittag hatte ich es gelesen. Das sagt eigentlich schon alles. Urs Niggli war von 1990 bis 2020 Leiter des Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in der Schweiz. Wer sich für Bio-Landbau interessiert, muss ihn eigentlich kennen, denn er hat diesen, zumindest in Europa, entscheidend mit geprägt. Was mir an dem Buch  sehr gut gefällt und warum ich es allen, Landwirten und Nicht-Landwirten uneingeschränkt ans Herz legen möchte: Urs Niggli ist zuerst Agrar-Wissenschaftler. Als solcher interessieren ihn die Fakten, dann erst redet er über Machbares oder auch Unmögliches. Zu Beginn schon dieser Satz: „Mich interessieren vielmehr die zahlreichen Widersprüche, die wir scheinbar nicht erklären können.Die Menschen kaufen und essen zum Beispiel nicht so, wie sie es der Theorie und dem normalen Menschenverstand zufolge tun müssten.“ Dass er Wissenschaftler ist, belegt seine Meinung zu bestimmten Strömungen in der der Bio-Landwirtschaft: „Manche ihrer Vertreter führen nicht erklärbare Phänomene auf eine metaphysische Kraft zurück oder sehen paranormale Phänomene als Teil ihres Berufes“. In 50 Jahren Forschung konnten keine signifikanten …

Gefährliche Agrarblogger

Mehrfach sind Agrarblogger schon von Redakteuren „unter Beschuss“ genommen worden. Jedesmal hat man versucht, sie unglaubwürdig zu machen. Meist mit dem einfachen und erfundenen Argument, dass „die Agrarblogger ja von der Agrarindustrie bezahlt würde“. Ich habe mich gefragt, warum z.B. der Spiegel oder die TAZ solche Artikel schreiben? Ein paar Gründe dazu sind mir (und anderen) eingefallen. Auf den ersten Grund hat mich ein Freund aufmerksam gemacht: wir konsumieren pro Tag immer eine bestimmte Zeit für Nachrichtenaufnahme und Lektüre. Das kann mal mehr, mal weniger sein, das kommt auch auf den Wochentag an. Wir haben Medien, die uns gefallen und denen wir trauen. Für den einen ist das die FAZ, für den anderen die NZZ, wieder andere lesen gerne das Handelsblatt, Spiegel oder Focus. Wie wir alle wissen, haben alle Zeitungen ein Problem: den Verlust von Lesern, und das nicht nur in der gedruckten Version sondern auch digital. Deshalb auch die Bezahlsperre, über die man versucht, die Finanzierung abzusichern und damit die Redakteure bezahlen zu können. Und jetzt kommen die Agrarblogger ins Spiel: wenn es …

Die Sahara wird grüner

Das Klima ändert sich. Der Kohlendioxidgehalt in der Atmossphäre steigt, was wie eine Düngung wirkt. Das wiederum wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum aus. Zitat aus wissenschaft.de : „Einem Bericht des Weltklimarats zufolge zeigen Satellitenbeobachtungen ein Ergrünen der Vegetation über die vergangenen drei Jahrzehnte hinweg in Teilen Asiens, Europas, Südamerikas, Zentral-Nordamerikas und Südost-Australiens. Es gebe zwar Regionen, die brauner würden, aber unterm Strich ist eine größere Fläche auf unserem Planeten ergrünt als verbraunt, so lautet das Fazit.“ Dazu unten mehrere Links, die den Effekt näher erläutern. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen https://theconversation.com/despite-decades-of-deforestation-the-earth-is-getting-greener-38226 https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/dem-seltsamen-ergruenen-der-welt-auf-der-spur/ Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen https://www.deutschlandfunk.de/ueberraschender-klimaeffekt-pflanzen-reagieren-auf-mehr-co2.676.de.html?dram:article_id=416145

Greenwashing oder ernst gemeint?

Zitat:“Die Food-Konzerne Rewe Group, Kaufland, Lidl und Nestlé wollen helfen, die deutsche Flora und Fauna vielfältiger zu machen. In einem neuen Verein setzen sich die Unternehmen künftig gemeinsam mit Organisationen wie Fairtrade und Nabu für Biodiversität ein.“ https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/Biodiversitaet-Rewe-Schwarz-Gruppe-und-Nestl-wollen-mehr-Vielfalt-151208?crefresh=1 Der vollständige Artikel ist leider hinter der Bezahlschranke. So viel noch: Mit dabei sind auch Organisationen wie Fairtrade Deutschland, Rainforest Alliance und Naturland, die Umweltverbände Global Nature Fund, NABU – Naturschutzbund Deutschland, Bodensee-Stiftung und das Forschungsinstitut FiBL sowie weitere. Wie seht ihr einen solchen Verbund? Ich habe dazu eine Meinung, will mich damit vorerst aber noch zurückhalten.

Frauen in der Landwirtschaft

Ehrlich gesagt weiß ich wenig über die Situation der Frauen in der Landwirtschaft. Die meiner Mutter und die meiner Frau kenne ich natürlich und ich bin auch im rheinischen Landfrauenverband, als zahlendes Ehrenmitglied. Von daher bekomme ich schon etwas mit. Im nachfolgenden Link gibt es mehr Informationen dazu. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Bis April findet noch eine Umfrage zu dieser Studie statt. https://www.frauenlebenlandwirtschaft.de/uc/2020/ Was ich an dieser Stelle aber einmal los werden muss: ich finde, dass die Arbeit der Frauen in der Landwirtschaft viel mehr Anerkennung verdient. Was ich eben noch geschickt bekommen habe: https://www.fsr.de/media/listen.php?id=11222&no=1&fbclid=IwAR2TmrAOkZ4GJoOrtACXRqrWYDW1Crr_Q0eCv2O6XKPJ0FDjGadYoTStGEM Passt!

SPD: Ernsthaft? Keine genetische Veränderung?

Gestern hat die SPD ihr Bundestagswahlprogramm 2021 vorgelegt. Den Link findet ihr am Ende des Artikels. Auf Seite 50 wird auf Natur, Landwirtschaft und Lebensmittel eingegangen. Eine Seite ist nicht viel. Viel Ahnung von der Natur scheint diese Partei nicht zu haben, denn dort steht: „Wir bleiben beim Nein zu genetisch veränderten Pflanzenzüchtungen.“ Das bedeutet das Ende jeglicher Pflanzenzüchtung! Jede Form der Züchtung führt dazu, dass Gene verändert werden. Nur so wurden in den letzten 11.000 Jahren die Fortschritte im Ackerbau überhaupt erreicht. Wenn, was zu vermuten ist, der Begriff „genetisch“ eigentlich „gentechnisch“ heißen soll, muss ich feststellen, dass die SPD offensichtliche Fehler in ihrem Wahlprogramm zulässt. Schaut denn da keiner mehr drüber? Und an welchen Stellen im Programm meint die SPD auch noch etwas anderes als sie schreibt? Schaut mal auf Seite 50 ins Programm und erklärt mir dann, wie das mit der aktuellen Politik von Svenja Schulze (SPD) zusammenpasst. Denn im Programm stehen auch ein paar gute Sachen! Wenn sie denn so gemeint sind…   https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Beschluesse/20210301_SPD_Zukunftsprogramm.pdf

Geplante De-Industriealisierung?

Einige Dinge wurden bei der Energiewende nicht bedacht. Große Stromverbraucher bezahlen für den Strom mehr, wenn er aus weiterer Entfernung kommt. Dies könnte demnächst in Hamburg ein Problem für die Aluhütte der Fa. Trimet sein, die derzeit den Strom aus dem Werk Hamburg-Moorburg bezieht. Wenn dieses Kraftwerk geschlossen wird, was für das nächste Jahr in Aussicht steht, würde der Strom deutlich teurer und die Produktion zur Disposition stehen. https://www.welt.de/wirtschaft/article226534875/Energiewende-Die-deutsche-Industrie-bekommt-ihr-naechstes-Problem.html Eine ähnliche Situation gibt sich im Rheinland mit den Werken Grevenbroich und Norf von Norsk Hydro, die dort Aluminium erzeugen bzw. verarbeiten. Beide Standorte bedienen sich der Nähe zu den Kohlekraftwerken von RWE im rheinischen Revier.  Bei Schließung der Kraftwerke ohne Ersatz dürfte die Verlagerung der Produktion ins Ausland vorprogrammiert sein. Auf den Arbeitsmarkt drängen dann nicht nur die Mitarbeiter der Energiewirtschaft sondern auch der Bereiche, die indirekt mit ihr verbunden sind. Was das mit Landwirtschaft zu tun hat? Auf den ersten Blick nichts. Fakt ist aber, dass bei deutlichen Veränderungen der Rahmenbedingungen oft die Folgenabschätzung vergessen wird.