Bauer Willi
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Frauen in der Landwirtschaft

Ehrlich gesagt weiß ich wenig über die Situation der Frauen in der Landwirtschaft. Die meiner Mutter und die meiner Frau kenne ich natürlich und ich bin auch im rheinischen Landfrauenverband, als zahlendes Ehrenmitglied. Von daher bekomme ich schon etwas mit. Im nachfolgenden Link gibt es mehr Informationen dazu.

Feldbericht aus der laufenden Studie zur Lebenssituation von Frauen in der Landwirtschaft

Bis April findet noch eine Umfrage zu dieser Studie statt.

https://www.frauenlebenlandwirtschaft.de/uc/2020/

Was ich an dieser Stelle aber einmal los werden muss: ich finde, dass die Arbeit der Frauen in der Landwirtschaft viel mehr Anerkennung verdient.

Was ich eben noch geschickt bekommen habe:

https://www.fsr.de/media/listen.php?id=11222&no=1&fbclid=IwAR2TmrAOkZ4GJoOrtACXRqrWYDW1Crr_Q0eCv2O6XKPJ0FDjGadYoTStGEM

Passt!

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65 Kommentare

  1. Karl Timme sagt

    Ich habe mich zunächst nicht entscheiden können, mich hier mit einzubringen. Aber wie Herr Krämer schon bemerkt hat, es gibt sehr viele Varianten der Landwirtschaftlichen Betriebsführung. Damit auch sehr unterschiedliche Rollen der Frauen in derselben.
    Inga meine Planung bei der Entscheidung und das war eine gemeinsame mit meiner Frau, war nicht der Einmannbetrieb. Leider wurde „er“ es in der Folgezeit.
    Aber von vorne.
    Ich habe einen jüngeren Bruder der auch zur Landwirtschaft Lust hat, meine Eltern ließen Ihn eine Ldw-Ausbildung machen. „ Wenn du nicht willst macht das …..“
    Da ich auch sehr gerne den Hof übernommen hätte „aber nicht um jeden Preis“ Habe ich vor ein Landwirtschafts fremdes Studium den Soldat auf Zeit (hat meine heutige Rente einen ordentlichen Aufschub gegeben) (auch Beamter auf Zeit) geschaltet.
    Die Entscheidung fiel 1975, ich war Verheirate, meine Tochter und jetzige Chefin war unterwegs.
    Wir hatten eine Wohnung in einem Vorort von Celle.
    Die Planung war, den Gemischtbetrieb zu einem MiKumiNaZu- (Futterbaubetrieb) umzubauen.
    Meine Frau wollte bis zur Betriebsübergabe (-übernahme) weiter in Ihrem gelernten Beruf Kinderkrankenschwester mit Intensivpflege (Frühchenstation) arbeiten. Ein Boxenlaufstall wurde geplant und gebaut (Bauernsiedlung; für Herrn Kraemer und Herrn Seevers).
    Bei der Übergabe gab es 1983 75 Milchkühe mit Nachzucht und 500 Schweinemastplätze.
    Gemolken wurde in einem doppel5 er Fischgräten-unterflur Melkstand.
    Die sich abzeichnenden Politischen Entscheidungen (Milchquote), Härtefallregelung ab 1978, höchste Quotenkürzung (Steigerung der Milchanlieferung in den Referenzjahren) Steigerung des Fettgehalts bei Fettquoteneinführung u.s.w. waren aber nicht die Grundlage des Übergabevertrags.
    Es waren 3 Geschwister abzufinden und 2 Altenteiler-Generationen zu Unterhalten, auf Grundlage der letzten Jahresabschlüsse.
    Die Anzahl der Milchkühe mußte auf 40 reduziert werden, die übrigen Bedingungen blieben aber gleich (Tilgung, Altenteilszahlung u.a.)
    Meine Frau entschied (ich durfte zustimmen) weiter in Ihrem Beruf zu arbeiten und machte bis zu Ihrer Rente Kariere (Stationsleitung; Praxisanleitung Krankenpflegeschule, Nebenberuflich Pädagogikstudium zur Diplompädagogin; Lehrerin an der Krankenpflegeschule).
    Anfangs (Bis zur Aufgabe der Schweinemast 1988) hat sie mich tgl Unterstützt in der Kälberaufzucht und beim Schweinefüttern. Ihre Anforderungen im Beruf wurden wuchsen mit den steigenden Tarifgruppen. Kinderaufzucht und Haushalt waren Ihr Finanzieller Part meiner der Rest.
    Das führte dazu das ein Betriebsprüfer das Absetzen der Dieselausgaben bemängelte Betrieblich (Hoftankstelle) und km Geld als Arbeitnehmer. Er wollte noch mehr finden, aber im Gegensatz zur Betrieblichen Aufzeichnungspflicht braucht der Arbeitnehmer seine Unterlagen „nur“ 2 Jahre aufbewahren (da ist schon was möglich). Abschweiße!
    Meine Frau und auch meine Kinder : Mädchen, Mädchen,Junge (3) haben mich alle in Arbeitsspitzen unterstützt. Habe noch das Bild vor Augen: Meine Frau mit Wender und 2.Tochter auf dem Schoß beim Wenden. Rübenfahren 2 Schlepperzüge 35 km Mutter und Tochter!
    Meine Kinder haben alle Ihren 1. Führerschein bei der Deula mit einem Schlepperlehrgang gemacht.
    Die Älteste Dipl. Architektin und Dipl. Betriebwirtschaft. Projektmanagerin; Landwirtin seit 2020 (Ausbildung) und Hofübernehmerin 01.07.2019. Und Willi, sie hat 2 Jahre in deinem Nachbarort Stommeln bis zu Ihrer Heirat gewohnt, danach Recklinghausen, als Witwe wieder mit meinen 2 Enkeln zu Hause.
    Die 2. Großhandelskauffrau und Dipl. Informatikerin (+Enkelin) Hat auch noch Rüben gefahren und fiel Silogewalzt.
    Mein Sohn Mechatroniker Bachelor (Hannover) Master (Braunschweig) Informatik (Programmiert intelligente Bohrstränge, Baker Hughes); fahren des 2. Ladewagens beim silieren, Hilfe in Arbeitsspitzen.

    In 2014 wurde die Frage nach der Hofnachfolge Diskutiert. Von mir wurden alle Unterlagen zur verfügung gestellt. Meine 2. Tochter schloß gleich eine Hofnachfolge aus.
    Nach vielen Treffen, Beratungen Ldw-, Steuer-, hat meine älteste Tochter mir mitgeteilt den Hof im Nebenerwerb ohne Vieh (das hatte mein Sohn auch ausgeschlossen) weiterzuführen, und eine Ldw-Ausbildung zu machen.
    Ich hatte als Alternative, den Betrieb in eine GmbH als KG einzubringen, ca. 700 ha.

    Jetzt nach 2 Jahren unter einer weiblichen Leitung (Ist schwer zu erkennen das Mann nicht mehr die Zügel in den Händen hält) Frauen entscheiden anders, betrachten einiges aus einem unerwarteten Blickwinkel, habe ich mittlerweile soviel Abstand (auch Krankheitsbedingt), bleibe ich bei solchen Entscheidungen gelassen und warte die Ergebnisse ab.

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  2. Paulus sagt

    Ich hatte spontan die Idee mir „Bäuerin sucht Mann“ und „Bäuerin sucht Knecht“ schützen zu lassen. Mal sehen was dabei herauskommt. 😉

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Meine Frau hat diesen Knecht.

      Meine Frau hat einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb, bei dem Betrieb bin ich Geschäftsführer und Knecht in Personalunion und das mit ganz mieser Bezahlung, nix bekomm ich.😉

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Was glaubst Du, wer für mich das Essen zubereitet, wenn sie im Heim arbeitet?
          Ich😉

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          • Inga sagt

            Hallo Herr Angestellter,
            bilde dir mal nicht so viel ein,

            was ist wichtiger,
            das Weiterverarbeiten der gesunden Rohstoffe aus dem Betrieb deiner Frau, die bestimmt für guten Boden sorgt

            oder die Weiterverarbeitung zu tollen Gerichten?

            Wenn wir den Rohstoff aus dem gesunden Boden nicht holen würden, brauchten wir ja gar nicht erst zu kochen oder weiterverarbeiten.
            Dann bräuchten wir noch nicht mal eine Küche,
            dann könnten wir im Wald bleiben wie in der Steinzeit!

            Was ist nun mehr wert,
            der Rohstoff oder die Zubereitung?
            Wovon hängt unser Leben mehr ab?
            Wovon ist die Ökologie abhängiger?
            Was ist ethisch wichtiger?
            Was müßte teurer sein?

            Ach, wieder ein Beweis, dass unserer Kultur beim Ackerbau angefangen und sich daraus weiterentwickelt hat!

            Und die Verarbeiter und der Handel nehmen sich das Recht zu fast einer Weltherrschaft raus und diktieren unsere Kultur.
            Geld regiert die Welt.

            Ist das ökologisch und ethisch gerechtfertigt?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Inga,
              ich bin nicht nur Angestellter, habe ja auch noch einen landwirtschaftlichen Betrieb, da bin ich der Cheffe und meine Frau kann mich nur anstellen, weil ich ihr Flächen verpachtet habe, aber alles ein bisschen kompliziert. 😎

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              • Inga sagt

                Ich weiß doch,
                ich wollte das Beispiel nur nutzen, um zu erörtern, fragen oder beweisen,

                wem der größere Anteil des Preises, z.B. des Brötchens zusteht,
                dem Bäcker oder dem Rohstofflierferanten, bzw -produzenten, der es las Korn aus der Erde oder der Natur holt?

                Ist es gerechtfertigt, dass dieVerareiter und Handel sihc mehr an dem Brötchen(Kuchen) abschneiten, als etisch geboten?

                Erstmal kostet es sehr Mühe und es ist das ein Kunststück, das nicht jeder kann. Darin enthalten ist auch die Erhaltung der Natur und Kulturlandschaft!

                Haben die nicht einen Fairen Preis verdient, auch ethisch gesehen?

                Was würde der Koch oder Bäcker, eben die Verarbeitende Indusrie machen, wenn der Bauer es nicht in der gewohnten Qualtät liefertn würde?

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          • Inga sagt

            Aber dann kochst du doch für sie mit,
            damit ihr das gute Essen bei einer Flasche Wein gemeinsam am Abend genießen könnt, oder?

            Ja,
            ein Bauer muss alles können, sogar die Waschmaschine bedienen!

            Das war früher in den 60igern so, die Bauern hatten viele verschiedene Maschinen, jedes Jahr kam eine hinzu, die sie bedienen mußten (auch auf DEULA gelernt, wenn ich mich nicht irre)
            und wenn die dann eine alte Mutter hatten, die technisch nicht so versiert war, dann mußten sie die Waschmaschine auch bedienen!

            Wenn die Frau mal krank ist, müssen sie das ja auch können.
            ist doch kein Problem!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Nein, ich koche für sie nicht mit, Sonntags manchmal, wenn ich Lust dazu habe.

              Manche Frauen neigen dazu, den Ehemann zu erpressen – wenn ich die neuen hochhackigen Treter nicht kaufen dar, bekommst Du kein Mittagessen – , deshalb habe ich frühzeitig gelernt, selbst Essen zubereiten zu können. 🤣

              So jetzt genug geblödelt.

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              • Inga sagt

                Ich dache das machst du aus Lust an der Freud,
                Gesundes aus dem eigenen Garten usw.

                Die kann sich das Modekram doch selber kaufen, dazu braucht sie doch keinen Ehemann, sie ist doch emanzipiert, oder?

                Dass der Bauer die Waschmaschine bedienen können muß, ist nur wenn seine Frau mal krank ist, oder sonst wie verhindert.

                Oder wenn er vor über 55 Jahren in der Landwirtschaftsschule war und eine Lehrerin aus der Mädchenklasse mal Vertretungsunterricht bei denen hatte.

                Dann hat sie ihnen eben die Funktion der Waschmaschine und Waschpulvers erklärt,

                war sie nur da wegen Vertretung oder weil die Junges von damals es können mußten, damit sie es ihrer alten Mutter, die noch alles mit der Hand wusch erklären konnten?

                Die Frauen waren damals ja noch nicht so technisch visiert wie heute, oder?
                Führerschein hatten sie auch nicht.

                Wenn so ein Betrieb dann einen Hof in Außenlage er Stadt oder Ortschaft bauten, mußte eine Waschmaschine her, weil die Mutter mit der Dreckwäsche auch nicht mehr einfach so in den Waschsalon im Ort gehen konnte, um die Kochwäsche zu waschen.

                Sohn war ja moderne Landwirtschaftsschulabsolvent!
                Ein Bauer mußte alles können! Er mußte ihr die Waschmaschine erklären!

                Die anderen modernen Maschinen auf dem Hof konnte er ja auch als einziges Familienmitglied bedienen!

                Wer hatte den ersten Mähdrescher im Dorf?
                Die Jungbauern unter 20, wer den bezahlt hat geht ja keinen etwas an!

                Diese Jungbauern hatten auch die größten Autos, fuhren sogar damit in die Schule wer sie bezahlt hat und auf wessen Namen sie zugelassen waren, ging auch keinen etwas an.

                Aber ihre Gleichaltrigen Nichtlandwirte, die ihr Geld selber verdienten und auch behalten konnten, die konnten sich selber ein Auto kaufen, das viel dann etwas kleiner aus, war eben ein Käfer oder R4.
                Die haben ihrer Mutter vielleicht auch die Waschmaschine erklärt, aber sie mußten sie nicht immer fahren, weil das Auto den Eltern gehörte.
                Deren Eltern hatten selber ein und wenn es nur ein Goggo (wegen Führerschein des Vaters) war.
                Die konnten sich so wie so mehr Konsum kaufen, genau wie heute noch!

                Der Bauernhof brachte keine 2 Autos hervor, dafür hätte man sich ja vielleicht eine neue Maschine kaufen können.

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            • Paulus sagt

              @Inga
              „Ja, ein Bauer muss alles können, sogar die Waschmaschine bedienen!“
              Was bin ich froh, dass ich kein Bauer bin der alles können muss. Bei so vielen Waschprogrammen und den Zettelchen in den Wäscheteilen ist selbst so mancher Ingenieur überfordert. Mit der Behauptung bin ich bis jetzt immer ganz gut gefahren. 😉
              Und wenn ich dann noch an derart anspruchsvolle Tätigkeiten wie z.B.
              bügeln oder Betten beziehen denke, genießen die Bauern als Alleskönner nicht nur meine Hochachtung sondern auch mein vollstes und tiefes Mitgefühl.
              Ich beschäftige mich derweil mit den elementaren Dingen des Lebens; begebe mich in den tiefen Tann, erlege eine Sau und schleppe sie in die gemeintschaftliche Höhle.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Jetzt mal gang ehrlich, wir leben doch nicht mehr in der Steinzeit, wo der Höhlenherr das Fleisch in die Höhle bringen muss. Der Bauer von heutzutage verwöhnt seine Frau, indem er die Schlafstätte herrichtet und die Hemden bügelt, während die Ehefrau im Nagelstudio ihre Krallen veredeln lässt. Für das Essen braucht man keine Sau erlegen, das bringt Lieferando.😉

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                • Inga sagt

                  Und ein Jäger braucht für die steinzeitliche Tätigkeit auch ein modernen Gewehr.
                  Nachher ist da auch Elektonik dran oder es funktioniert digital?
                  Die
                  Jägerei ist eine Kultur, sie dient dem Wald, sie hat schon seinen Sinn, sonst würde es sie nicht mehr geben.

                  Oder soll das der Wolf erledigen?
                  also muß es auch Leute geben, die das können!

                  man kann sich ja trotzdem vom Lieferando was bringen lassen, den es kann ja nicht jeden Tag Wild geben!

                  Die Jagd hat sich bestimmt von der Steinzeit bis jetzt auch modernisiert!
                  Besonders die Gerätschaften wie Gewehr oder Fernglas!

                  Industrie will ja verkaufen!

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              • Inga sagt

                Na, nun mach dich aber nicht kleiner als du bist.

                In der Industrie gibt es doch auch so Elektronisch gesteuerte Maschinen wie auch auf dem Bauernhof.
                Ich habe die Geschichte von vor 55 Jahren eben aufgeschrieben, sie ist innerbetrieblich nach Familienkonstellation gemeint.
                Damals konnten die alten Eltern keine modernen Maschinen bedienen, denn die sind in einem anderen Zertalter aufgewachsen, das mußten die 20 jährigen Kinder unentgeltlich machen.
                Egal wem sie gehörten, der Betrieb mußte in die Zukunft geführt werden.

                Alles was der Maschinenbau hergab hat er auch für Haus-, Stall- u. Landwirtschaft gebaut.
                Gerade in den 50 u. 60igern war der große Fortschritt von einfachen mechanischen Geräten mit Mechanik, Elektrik und Hydraulik bis Elektronik, da kamen die damaligen alten Leute nicht so mit.

                Und heutzutage kommt das Digitale noch hinzu!
                Setzt dich mal auf so einen Mähdrescher oder Trecker und arbeite damit.
                Was muß man da alles einstellen wie viel Programme gibt es da?
                Wie bei einer Waschmaschine.
                Ein einfacher Bauer muß das können.

                Er ist ein Biologe, Viehalter, Züchter Mäster, Acker- u. Pflanzenbauer, Pflanzenschützer
                Kaufmann

                Mechaniker, Elektriker usw, ach, weil das aber zu Anspruchsvoll ist, gibt es Werkstätten dafür!
                Aber bedienen muß er die Technik schon!

                In der Imndustire ist vielelicht alles arbeitsteiliger, deswegen braucht man nicht alles zu können.

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                • Paulus sagt

                  Inga, Arbeitsteilung war ein gutes Stichwort. Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht, was meine Abneigung gegen gewisse haushaltsübliche Aktivitäten betrifft.
                  Ich übernehme selbstverständlich die niederen Arbeiten im Haushalt, z.B. als Küchen HiWi. Das beginnt mit dem filetieren von Fischen, Gemüseschnippeln, Spülen von Kochpötten, bis hin zum Müllraustragen. Mit der Aufgabe einen erlegten Hasen küchenfertig zuzubereiten wäre meine Gattin wahrscheinlich ähnlich begeistert wie ich mit der Bedienung einer Waschmaschine. Und noch etwas – meine Fähigkeiten als Schuhputzer sind unerreicht! Da nehme ich es mit allen Profis in Manhatten auf. 😉

                  Und speziell für dich noch etwas, es gibt auch Stadtfrauen, die stehen im Job ihren Mann (ich meine ihre Frau), können ganz toll kochen und haben auch sonst noch so einiges drauf. Rot lackierte Fingernägel haben die allerdings eher selten.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Paulus

                  Der letzte Absatz, ging der an die Inga?🤷‍♂️

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              • Inga sagt

                Ja Paulus,
                Die Frauen sind eher multitask als Männer,
                Vielleicht braucht ein Mann deswegen auch eine Frau, um einen Betrieb zu führen,
                Warum ist das eigentlich noch nicht untersucht, weshalb das so ist. Im Krieg haben auch viele Frauen den Männer ihrer Betriebe erfolgreich weitergeführt.
                Deswegen können die auch einen Haushalt mit Kindern und ev. Schwiegereltern + einer zu pflegenden Person managen als die Männer.
                Deswegen können Sie auch noch eine Arbeitsstelle nebenher begleiten, oder eher den Haushalt nebenbei!
                Man hat ja heutzutage einwandfreie digital elektronisch technisch gesteuerte Haushaltsgeräte.

                Und heutzutage

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    • Inga sagt

      Das wäre eine Beleidigung, Paulus

      Die Bäueinnen, bzw, Landfaeuen auch ohne Landwirtchaft beeinflussen den ländlichen Raum positiv.

      Die Stadtfauen haben das nicht nötig, sie lassen ihre anonyme Umwelt von der Werbung und den Massenmedien beeinflussen!

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  3. Manuela sagt

    Ich finde es trifft schon zu, dass „Frauen keine Höfe erben“. Es muss ja die Kombination „gut ausgebildet“, „motiviert“, „unternehmertyp“ und „die Vorgängergeneration ist bereit an eine Frau zu übergeben“ zusammenkommen. Wieviele sind das schon mal? (Ich glaube bei männlichen Nachfolgern drückt man eher ein Auge zu bzw ist optimistischer das alles klappt).

    Im zweiten Schritt kommt es wahrscheinlich so, dass Sie heiratet. Wenn Er schon mal den größeren Betrieb hat, wird ihrer einkassiert (ohne es so gemein sagen zu wollen, wie es klingt).

    Auch wenn Er ohne Betrieb ist, dann kommen auch Kinder irgendwann, dann ist ohnehin Teilzeit angesagt (und dann muss es ja auch körperlich gut gehen). Da können die Männer noch so modern sein, schwanger und stillen können nur Frauen. Ich vermute mal, dass Frauen mit Kindern oft auch gern Mütter sind (was ja auch sehr schön ist). Jedenfalls rückt der Mann ja immer weiter in den betrieblichen Vordergrund.

    Ich will das alles gar nicht werten, das kommt halt meistens einfach so (denke ich).

    Interessanterweise sind die Bäuerinnen/Ehefrauen oft ein ganz wesentlicher Grundstein eines erfolgreichen Betriebes, sei es im eigenen Betätigungsfeld (LW, FeWo, Hofladen, Büro und was es alles gibt) oder im Familienmanagement. Und wer weiss, was Sie noch im Hintergrund alles entscheidet 😉

    Herzliche Grüsse an alle Powerfrauen!

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    • firedragon sagt

      Es gibt auch Männer, die gern Väter sind und stillen ist nicht zwingend nötig. Es gibt Milchpulver, außerdem Flaschenwärmer, die in landwirtschaftliche Maschinen angeschlossen werden können. Dann hat auch der Mann rund um die Uhr was von seinem Kind.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich bin ja der Meinung, dass die Frauen der eigentliche Motor des Kapitalismus sind. Ohne ihre Motivation des männl. Luschen, ohne ihre Gebärfähigkeit, ohne ihr Gespühr für Einnahmequellen, ohne ihre Kraft und ihre Ideenflut wären die meisten Männer vor dem Dielentor sitzende und grübelnde Himmelsgucker…glaub ich.😎

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  4. Smarti sagt

    Vor zwanzig Jahren habe ich meinen Mann ( Landwirt mit Hof ) kennen und lieben gelernt. Wir haben beide gewusst was wir wollen 🙂 und sehr schnell geheiratet. Was mich vor der Hochzeit aber echt „geschockt“ hat, war das schlechte Image einer Bauersfrau hier in der Gegend. Von „stinkende Arbeiten von früh bis spät“ bis …. hat man mich im Dorf gewarnt, wirklich eindringlich und von verschiedenen Seiten, nicht nur so zum Spass.
    Als Mutter mit vier Kindern war für mich immer jemand da um auf die Kleinen aufzupassen. Eines auf dem Traktor beim Mann (das haben alle geliebt, jetzt fahren sie selber), eines bei der Oma und zwei immer in der Nähe im Kinderwagen, tief schlafend, während ich mit Pferden arbeitete oder die Kälber betreute. Eine wunderschöne Zeit, die ich wirklich sehr genossen habe. Meine Freundinnen waren alleine in der Wohnung mit den Kindern, ihnen ist oft die Decke auf den Kopf gefallen.
    Auch später noch: im Traumberuf arbeiten zu dürfen und trotzdem rund um die Uhr mit der Familie zusammen zu sein, wer hat das schon ?

    Wir haben beide unseren Bereich wo wir Chef sein dürfen und das ist gut so. Zur Not kann ich auch melken und mein Mann kümmert sich um die Pferde. Wir könnten auch Urlaub machen, haben aber hier unser kleines Paradies und sind nur den Kindern zuliebe ein paar Tage weggefahren. Auch die Kinder könnten jetzt die Arbeiten übernehmen damit wir Urlaub machen können. Für uns ist es normal, dass „der Hof“ mit all seinen Sorgen und Freuden mit am Esstisch sitzt. Das stört uns und die Kinder nicht, es ist einfach normal, dass man sich über kranke Kühe, süsse kleine Kälber ( behalten oder verkaufen ) oder doofe Pferdebesitzer unterhält.
    Ohne Partner der voll mitzieht wollte und könnte ich so einen Hof nicht bewirtschaften. Man braucht doch jemanden, der dich wieder aufmuntert, der zusammen mit dir rummotzt ( meist Politik oder Bürokratie ) oder mit dir herzhaft über andere lästert. Es gibt bei uns auch viele Arbeiten, die zu zweit besser zu machen sind oder bei denen man zwingend ein paar Leute sein sollte. Zum Beispiel die Rinderherde mit dem Bullen von einer Weide zu Nächsten führen oder Rinder auf den Hänger laden.
    Eine Arbeit die alleine ewig dauert ist mit ein paar Leuten schnell gemacht, zum Beispiel Weiden stellen, und davor Gebüsche am Waldrand zurückschneiden.
    Wir haben immer mal wieder Praktikanten, meist Mädchen. Wenn sie Pferdepflegerin werden wollen so rate ich von dringend von diesem Knochenjob ab. Für einen Hungerlohn 50 Stunden die Woche den anderen Leuten die Pferde misten, dafür braucht man keine Ausbildung.
    Aber Landwirtschaft ist was anderes, es ist eine Lebenseinstellung, eine Berufung. Und wenn ich junge Menschen kennen lernen darf, für die Landwirt ein Traumberuf ist, dann freue ich mich und helfe gerne weiter. Auch wenns Anfangs noch nicht der eigene Hof ist, Erfahrungen kann man auch als Angestelle sammeln.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Unsere Geschichte ist sehr ähnlich 😊
      Unser Trauspruch war: wir sind Engel mit nur einem Flügel, doch wenn wir uns umarmen, können wir fliegen.
      Sonst wären wir schon längst abgeschmiert.

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      • Smarti sagt

        Durchhalten, glücklich sein – so nervst Du Deine „Feinde“ am meisten :).
        Es kommen auch wieder andere Zeiten.

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    • Paulus sagt

      Wenn mich eine Bäuerin die angeblich 60 Pferde unterstellt und einen Teil ihres Einkommens von mir bezieht, als doofer Pferdebesitzer bezeichnet, würde ich mein Pferd postwendend woanders unterstellen. Ich denke auch , die Pferdepflegerinnen die für einen Hungerlohn arbeiten, werden von den Stallbesitzern bezahlt, nicht von den Einstellern. Wie kann man nur so bescheuert sein?

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      • Smarti sagt

        Ein doofer Pferdebesitzer ist jemand, der zum Beispiel abends um neun das Stalltor nicht richtig schliesst, sodass um Mitternacht 30 Pferde über den Hof spazieren. Oder einer (meist ich) der vergisst den Strom wieder anzumachen, dann gehen nur die Esel stiften. Mich nerven auch Pferdebesitzer, die bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühling mit ihrem Pferd umziehen wollen und deshalb ( natürlich unangemeldet ) mittags um 12 eine Hofbesichtigung möchten.
        Pferdepfleger haben wir keine angestellt, wir misten mit dem Trecker. Mein Mann besitzt nur ein Pferd, doof ist er bestimmt nicht – oder nur ganz selten, wenn er nicht meiner Meinung ist 🙂 .

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  5. Arnold Krämer sagt

    Mich wundert das geringe Diskussionsinteresse. Ist das Thema ein „vermintes“ Feld?

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    • Bauer Willi sagt

      Mich wundert es auch. Die Männer sind wohl überwiegend Eremiten…oder trauen sich nicht, weil ihre Frauen mitlesen… 🙂

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    • Ferkelhebamme sagt

      Vielleicht, weil es nicht „die“ Rolle der Frau in der Landwirtschaft gibt? Wenn ich mich im landwirtschaftlichen Bekannten- und Verwandtenumfeld so umschaue, ist alles dabei: eingeheiratete Frauen, die weiter ihrem Beruf Vollzeit nachgehen und nichts mit dem Betrieb zu tun haben; die, die Teilzeit weiterarbeiten und auf dem Betrieb helfen, im Stall, auf dem Feld, und/oder im Büro; die, die komplett mit eingestiegen sind; die, die die Direktvermarktung pushen; die, die vom Hof geflüchtet sind; die studierte Hoferbin, deren Mann anderweitig arbeiten geht; die, die den Hof aufgegeben hat und der Mann weggelaufen ist; die, die plötzlich Betriebsleiterinnen sind, weil der Mann früh verstorben ist (gleich drei, erschreckend…)
      Alles sehr unterschiedliche Lebensumstände.
      Mein persönlicher Eindruck ist, dass sie im Schnitt zufriedener mit ihrem Leben sind, als Nicht-Landwirtinnen, trotz überdurchschnittlich viel Arbeit. Auch in der aktuellen Situation mit Homeschooling und Kinderbetreuung höre ich aus diesen Kreisen weniger Gestöhne als von den Städterinnen (bin Klassenpflegschaftsvorsitzende).
      Aber das ist wie gesagt nur mein persönlicher Eindruck.

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      • Arnold Krämer sagt

        Landwirte und ihre Frauen und umgekehrt sind offensichtlich ganz normale Menschen, die allerdings einen ganz besonderen Beruf mit den Merkmalen einer Doppelrolle von Knecht und Herr bzw. Magd und Herrin (man beachte: bei dem Wort Knecht müssen wir nicht gendern, was für die besondere Rolle der Magd in früheren Zeiten spricht) ausüben und trotz vielfacher beruflicher Gebundenheit auch viele Freiheitsgrade zu schätzen wissen.

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        • Lady sagt

          „Landwirte und ihre Frauen und umgekehrt sind offensichtlich ganz normale Menschen, “
          Da gibt es bestimmt Widerspruch von den üblichen Verdächtigen. 😉 Das ist doch eher eine kriminelle Vereinigung. 😀

          In der studentischen Reiterei in Kiel gab es viele , die Landwirtschaft studiert haben. Aber ich habe jetzt kein Mädel in Erinnerung, das den Hof zu Hause übernehmen wollte. Die Frauen sind eher in die Verwaltung und Forschung gegangen .Und in diesem Fall eben auch ganz besonders in die Zuchtverbände/(Land)Gestüte.
          Ich hätte durchaus gerne einen Hoferben mit einem Faible für Pferde „genommen“. Es passte aber nicht.
          Gefühlt gibt es hier im Osten mehr Frauen, die auch große Betriebe leiten. Ich weiß aber nicht, ob das auch wirklich stimmt. Das mag auch daran liegen, dass mir aus dem Westen kaum Betriebe in Form von Genossenschaften etc, bekannt waren. Das waren typische Familienbetreibe, wenn auch durchaus nicht unbedingt „klein“. Hier ist das aufgrund der Eigentumsverhältnisse häufig anders .

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      • Paulus sagt

        Ferkelhebamme, Hofeigentümerinnen denen der Mann weggelaufen ist kenne ich jetzt nicht. Dazu sind die Knechte viel zu feige; sonst hätten die sich nicht auf ein derartiges Abenteuer eingelassen.

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        • Ferkelhebamme sagt

          Oh doch, mit hässlichem Rosenkrieg, Gerichten, Jugendamt, Psychatrie. Wie bei den Normalos 😉
          Und mitten drin mein 80 jähriger Onkel, der daran zerbricht, dass sein Lebenswerk dabei komplett zerstört wurde. Sehr traurige Geschichte

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        • Inga sagt

          Knechte sind/waren Angtestellte vom Hof,
          die haben mehr Rechte wie Ringeheiratete!

          für kultivierte Leute von Land wissen, dass die Ausdrücke
          De Ausdrücke
          Knecht und Magd

          sind in unserer Gesellschaft genauso beleidigend wie
          Neger oder Krüppel!

          Ist das in der Anonymität der Großstadt noch nicht angekommen?
          Oder nur bei den ewig gestrigen nicht?

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      • Smarti sagt

        Ja, in diesen C-Zeiten empfinde ich es auch so, dass unsere Familie dies alles irgendwie „lockerer“ nimmt als viele andere um uns herum. Klar, mit der Arbeit und der Natur direkt vor der Haustüre sind wir ja auch privilegiert. Für uns hat sich ausser dem Homeschooling kaum etwas verändert.
        Dass das Geld manchmal sehr knapp wird, daran konnten wir uns die Jahre vorher ja schon gewöhnen – erstaunlicherweise macht das uns auch keine Sorgen. Hauptsache wir bleiben gesund.

        +1
      • Smarti sagt

        Ferkelhebamme, ja ich habe mir die Familien unserer Kollegen angeschaut und überlegt, was die Frauen beruflich machen. Es ist auch „alles“ dabei – als Besonderheit vielleicht dies: er Biogas und ca. 50 Fleckvieh, sie 150 Schwarzbunte. Haben zusammen eine neue Stallanlage gebaut mit Karusell, etwa 250 Kühe plus Biogas. Die Jungen haben ein Haus neu gebaut, oft sind auch die Eltern der Frau vor Ort zum Kinder hüten.

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  6. Arnold Krämer sagt

    „Die Eigentumsverhältnisse sind nach wie vor patriarchal geprägt. Da häufig noch an der Tradition der männlichen Hofnachfolge festgehalten wird, haben Frauen kaum Chancen, (ererbten) Zugang zu Hofstellen und Land zu erhalten.“

    Diese Eingangsbehauptung kann ich aus meiner Berufserfahrung heraus nicht bzw nur eingeschränkt bestätigen. Mit dem Kinderkriegen sind die Landwirtsfamilien seit etwa 30-40 Jahren schon viel zurückhaltender als ihre Vorfahren. Und wenn dann „nur“ zwei Mädchen da sind, ist die Frage, ob man diese früh genug an den Beruf heran führt und sie für den Beruf des Landwirts interessiert. Das hat viel mit Haltung, Selbstverständnis, Wirtschaftskraft, Vorbild etc zu tun. Meine Beobachtung ist die, dass sich viele selbstbewusste junge Frauen mit guter Bildung und landw. Ausbildung, die den elterlichen Hof übernehmen, heutzutage schwer tun, einen adäquaten Partner zu finden. Und das ist schade. Denn wo keine Familie gegründet wird, gibt’s irgendwann auch keinen Familienbetrieb mehr.

    +7
    • Paulus sagt

      Arnold Krämer “ … heutzutage schwer tun, einen adäquaten Partner zu finden.“
      Das war schon vor 40 oder 50 Jahren so. Ich erinnere mich noch an die Anzeigen im LW- Wochenblatt „Einheirat geboten“.
      Für einen männlichen Bauern war es möglich eine Außerirdische zu ehelichen. Für die größeren galt als Mindestanforderung Grundschullehrerin; die Krauter nahmen auch einfache Mädels, Hauptsache die konnten arbeiten.
      Es war für Außerirdische männliche Kandidaten allerdings nicht möglich eine Hoferbin zu heiraten, selbst wenn sie ein deutlich höheres außerlandwirtschaftliches Einkommen mit nach Hause gebracht hätten. An einer westfälischen Landvolkshochschule (Anton Heinen oder so in Hardehausen) gab es eine Kartei, wer mit wem nach Anzahl der ha zusammenpassen könnte. Da wurde das schon passend und richtig ausgekungelt.
      Und jetzt mal ganz ehrlich, einer der ohne eigene ha eingeheiratet hatte war doch nicht mehr als ein besserer Knecht.
      Schade, dass die Studie schon im Ansatz etwas einseitig ausfällt.

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      • Arnold Krämer sagt

        Paulus, heute zählt nur Liebe……
        Spaß beiseite, Ich hatte jetzt vor allem diejenigen Hoferbinnen im Auge, die bewusst eine land. Ausbildung evtl. incl. Studium absolvieren. Da müssen die „Jungs“ heute schon „auf Augenhöhe unterwegs“ sein und ein starkes Selbstbewußtsein mitbringen. Aber es gibt auch viele positive Beispiele. Problematisch sind fast immer die Konstellationen, wo hinterher „Mangel“ zu verteilen ist, wo also nur die Liebe zählt.

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        • Paulus sagt

          Arnold Krämer, ich kenne in meiner Verwandschaft einen Fall, da hatte der Mann einer Cousine zeitlebens nix zu melden, obwohl er ihr fachlich wahrscheinlich haushoch überlegen war.
          Die Tochter des letzten Kuhbauern in meinem ehem. Dorf ist irgendwie Mitte-Ende 30 und ledig. Die schafft das nur mit Hilfe der Altenteiler und einer Teilzeitkraft, stellt aber exorbitant hohe Ansprüche an einen möglichen Partner. Die muss man sich auf dem Schützenfest nun wirklich nicht schön saufen, und trotzdem schein es da zu klemmen.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ich kann da nicht mitreden, aber die mit über 35 ( Nicht nur Landmädels) haben so viel Erfahrungen gemacht und all die guten Seiten sollen vereint beim Zukünftigen vorhanden sein und das schafft keiner. Deshalb wird kurz vor Toresschluss geheiratet, dann ein Kind gezeugt und nach 5 Jahren kommt die Scheidung.

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        • firedragon sagt

          Naja, Paulus hat da schon ein wenig recht.
          Vor 40-50 Jahren wurden bspw“verarmte“ Jungbauern aus der Hinterpfalz in die Vorderpfalz mit weiblichen Hoferben verheiratet. In dem Fall hatte immer die Frau die Hosen an.
          Genauso traf es auch im umgekehrten Fall zu, also männlicher Hoferbe in der Vorderpfalz, Ehefrau von der Hinterpfalz und das Sagen hatte in dem Fall der Mann.
          Heute wird das so nicht mehr gemacht.
          Dazu hat Herr Krämer schon gute Kommentare geschrieben.

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          • Ostbauer sagt

            Hallo Drachen,
            das liest sich für mich wie „Märchen aus einer anderen Zeit“.
            Solche Geschichten kennen wir im Osten eigendlich nach der Wende nicht (noch nicht).
            Als ich 1990 meinen Betrieb aubgebaut habe, arbeite meine Frau noch wo anders. Sicherlich haben wir uns auch ausgetauscht, aber Prämisse war immer, dass keiner vom anderen abhängig ist.
            Nach 10 Jahren ist sie dann in den Betrieb eingestiegen; mit eigenem Kompetenzbereich, eigenem Gehalt und vernünftigen Sozialleistungen.
            Meine Frau als „Magd“ zu sehen, wäre mir nie in den Sinn gekommen.
            Aber wir sind ja hier die aufbauende Generation, kann sich ja noch ändern, was ich nicht glaube und hoffe.
            Allerdings habe ich meinen Kindern eingetrichtert: Heirat nur mit Ehevertrag.
            🙂

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            • firedragon sagt

              Ostbauer, das sind keine Märchen.
              Beide Fälle bei uns im Ort vorhanden.
              Der eine Betrieb ist aufgelöst, der andere hat einen Nachfolger.

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          • Inga sagt

            Eben Familienbande,
            aber vor 50ig Jahren oder noch länger, wo hihg-tech noch nicht sooo war!!

            Wir haben uns doch weiterentwickelt oder?

            und Beratungsstellen gibt es bestimmt auch dafür!

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      • Inga sagt

        Wer mit landwirtschaftlicher Ausbildung oder Studium einheiratet ist kein besserer Knecht. Seine Arbeitskraft wird ja gebraucht, sonst muß er ja für sein eigenes Einkommen selber wo anders sorgen.
        Die Zeiten sind seit den 70igern vorbei, wo man sich unterdrücken lässt!
        Für beide Geschlechter!

        Ansonsten ist es so wie in jedem Familienbetrieb,
        dass der Betreib im der Familie gewachsen ist, seine eigenen Traditionen hat,
        da muß man sich als Außenstehender erst mal eingewöhnen.
        Der Ehepartner sollte dabei vermittelnd helfen.
        Vielleicht bringt ja der Eingeheiratete neue Innovationen für den Betrieb mit.

        so war es auch früher, als noch Jung und Alt in einem Haushalt gelebt haben, egal ob Stadt oder Land!

        Aber mit dem Problem hat man sich beschäftigt!
        Und die Zeit hat sich gewandelt!

        Bei uns geht es ja nicht mehr so zu wie in unterentwickelten Ländern, oder?
        Wo die junge Frau von der Schwiegermutter traditionell unterdrückt wird!

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  7. Lieschen Müller sagt

    Das ist ein sehr schöner und interessanter Artikel. Am Interessantesten fand ich die Zusammenfassung: Frauen erben keine Höfe. Sie kommen zu einem Hof durch Heirat. Sie haben noch größere Probleme als Männer einen Kredit zu bekommen. Wieviele Frauen studieren denn Landwirtschaft, im Vergleich zu Männern?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Auch Frauen erben Höfe, zb. wenn keine männlichen Nachkommen in der Familie vorhanden sind und die Frauen den Betrieb übernehmen wollen.

      Oder die männlichen Nachkommen ihr Heil in anderen Berufen sehen und eine der Schwestern meint, den Hof übernehmen zu müssen.

      +4
        • sonnenblume sagt

          Den Hof übernehmen müssen ist heute wohl nicht mehr der Fall. Aber wenn sie es machen, dann mit sehr viel Herzblut. Sehr gut ausgebildet, viele Ideen und sehr viel Einsatz für die Sache. Damit unterscheiden sie sich nicht mehr von den männlichen Kollegen. Eher sind sie noch engagierter.

          +2
    • Bauer Willi sagt

      @Lieschen
      Ich habe mal im Netz gesurft. Es ist so, wie es zu meiner Zeit (vor vierzig Jahren) auch schon war: in etwa Halbe: Halbe

      Ich kenne nur ein Paar, dass sich im Studium kennengelernt und geheiratet hat. Falls das interessiert.

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      • Lieschen Müller sagt

        Was setzt sich denn jetzt eher durch: beide Ehepartner im Betrieb tätig, oder nur einer und der andere Angestellter? Bisher gibt es ja oft die Variante, der Mann ist Landwirt, die Frau vielleicht in der Buchhaltung oder Pflege tätig. Mit dem vielen Homeoffice ist die Variante, sie Hofinhaber, er vielleicht Programmierer, vielleicht auch gut machbar. Wie schon oben gesagt, einen lieben Partner will man ja auch finden.

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        • Inga sagt

          Kommt auf den Betrieb drauf an,

          im allgemeinen muß die Ehefrau als Lehrerin, Sekretärin oder Pflegerin, eben berufstätig, sein,
          um den Betrieb finanziell zu entlasten.

          Dann kann man den Betreib in die nächste Generation führen.

          Wofür wird sie sich entscheiden?

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        • Obstbäuerin sagt

          Von unseren 12 Obstbaubetrieben war ich die einzige Frau, die voll im Betrieb mitgearbeitet hat. Wir hatten auch einen großen Anteil Direktvermarktung und da habe ich neben Buchhaltung und Öffentlichkeitsarbeit mindestens 30 Stunden im Verkauf mitgearbeitet. Das ist aber Vergangenheit, denn unsere Direktvermarktungsschiene haben wir, trotz guter Umsätze, aufgeben müssen.
          Es gab aber auch einen Betrieb, der von zwei Frauen geführt wurde (hat aber auch vor zwei Jahren aufgehört).

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        • Arnold Krämer sagt

          Frau Müller: In den westdeutschen Familienbetrieben gibt es alle Varianten. Da die jungen Mädchen heute alle einen Beruf erlernen außerhalb von Hauswirtschaft und Landwirtschaft (abgesehen von den Hoferbinnen, die den Beruf Landwirt aktiv ausüben wollen) haben sie immer die Chance, in der Ehe mit einem Landwirt „eigenes“ Einkommen zu erzielen. Wirtschaftlich notwendig ist es längst nicht immer. Viele möchten auch die außerlandw., sozialen Kontakte im angestammten Beruf behalten. Das Verhältnis zu den Schwiegereltern spielt eine Rolle bei der Entscheidung, sich im Haushalt und dem Hof arbeitswirtschaftlich voll einzubringen. Manche jungen Frauen übernehmen gerne eigenverantwortlich wichtige Bereiche auch in der Produktion, nicht nur in der internen und externen Verwaltung. Oft können sie damit mehr verdienen als im erlernten Beruf. Bei Landwirten sind Lehrerinnen nicht unbeliebt als Ehepartner, weil damit sicheres Einkommen und die soziale Sicherheit des öffentlichen Dienstes verbunden sind.
          Was der Familie, den Menschen und dem Betrieb „guttut“, kann man kaum verallgemeinern. Nur eins ist elementar, aber unabhängig vom Ehepartner und seinem (außerlandwirtschaftlichen) Beruf: Ein Landwirt hat es schwer, wenn er „beruflich einsam“ ist. Er braucht den „Sparringspartner“, denjenigen, der (wenn auch nur teilweise und grundsätzlich) mitdenkt, mitredet, Fragen stellt. Wenn die Ehefrau gar kein Interesse am Beruf ihres Ehemannes zeigt, ist das fast immer ein großer Nachteil. Ausnahmen bestätigen auch hier (wie immer im Leben) die Regel.

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          • Inga sagt

            Das die Mädchen auch alle ihren Beruf erlernen und da drin bleiben wollen, hat sich in den 60igern etabliert, genau zu der Zeit,
            als der Einmannbetrieb propagiert wurde.

            Wenn man einen Betrieb hat, den ein Mann alleine bearbeiten kann, kann die Ehefrau ihren Interessen und Beruf nachgehen.
            Das ist meinst ein reiner Ackerbaubetrieb eventuell mit Schweinemast dabei.
            Für Zucht bräuchte man schon einen geländegängigen Opa, der nichts kostet dazu.
            Könnte Ehefrau Sekretärin au der Stadt den Opa ersetzen?
            Das hat sie doch gar nicht gelernt!

            In einem Rindviehbetrieb mit Nachzucht ist/war es schwieriger!
            Wie es im Obst- und Weinbau aussieht, weiß ich nicht.

            Die Zeiten sind ja vorbei, wo man unter sozialem Druck stand, wenn man einen Bauern heiratete und dann nicht alles konnte,
            von Haushalt, Küche, Kinder, Kirche, Stall, Garten
            Das lernte man früher auf der Landwirtschaftsschule für Mädchen und wenn ein Bauer nicht so ein Mädchen mit der Ausbildung heiratete, war die Sozialkontrolle groß! Zu leiden hatte die junge Frau!

            2.) Wenn die jungen Leute mit 25 Jahren heiraten und die Eltern sind erst 50, dann brauchen die ja noch selber die Einnahmen von dem Hof, außer sie machen noch einen Wirtschaftszweig dazu!
            Aber ist das wirklich eine Alternative zu dem Beruf und Arbeitsstelle der jungen Frau?

            Umgedreht geht es ja auch, dass der junge Mann bei der Jungbäuerin einheiratet!

            Jetzt würde mich mal interessieren, wer gibt seinen Beruf eher für den landw. Familienbetrieb auf, die eingehratet junge Frau oder der eingeheiratet junge Mann!

            Es spielen eben viel Faktoren da eine Rolle mit, nicht nur familiäre sondern betriebliche.

            +1
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es kommt immer darauf an, was das beste ist.
          Meine Frau ist in ihrem Beruf geblieben und hat immer ihr eigenes Geld verdient und das war für mich auch wichtig.

          Außerdem war und ist sie noch Altenpflegerin, man weiß es nicht genau, aber eine Altenpflegerin könnte man mal besser gebrauchen, als eine wo gut melken kann.😉

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          • Inga sagt

            Wie war denn dein Betrieb strukturiert?
            Haben Deine Eltern noch mitgearbeitet!

            Oder war es ein echt Einmannbetrieb?

            Früher konnte man sich nur einen Bilderbuchbuchbauernhof vorstellen das war eben ein Gemischtbetrieb und da hatte eine junge Frau melken zu können, am besten noch mit der Hand!
            Da fing das Bauernbashing doch schon an!

            Altenpflegern mußte sie auch sein,
            denn sie mußte ja die Eltern oder Schwiegereltern pflegen können.

            Meine Schwiegermutter sagte belustigend dazu „totpflegen“!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Inga,
              mein Betrieb war recht klein, aber die Pachtpreise waren damals außerirdisch. Dazu kam, dass meine Frau von Landwirtschaft keine Ahnung hatte und mein Vater war noch topp fit. Die meisten meiner Kollegen meinten die Bäume wachsen in den Himmel, mir jedoch war damals schon klar, dass die Mengenzuwächse ein Ende haben.
              Ich glaube keiner hat das Gut befunden, was wir beide da machten. Heute sehen die das anders. Aber jeder muss seinen Weg finden und der Weg kann, oder wird bei jedem Betrieb anders sein.

              Da meine Frau 10 Jahre jünger ist, kann ihr Beruf für mich mal von Vorteil sein, hoffe natürlich, dass das an mir vorüber geht.😊

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    • Smarti sagt

      Frau Müller, in der Berufsschule unserer Tochter waren es drei Mädchen auf 14 Jungs. Etwa die Hälfte der Schüler hatten zuhause einen Hof. Zu meinem Erstaunen – ich habe vorher nicht darauf geachtet – haben fast alle mir bekannten Ehefrauen, die einen Landwirt geheiratet haben zumindest eine Teilzeitbeschäftigung.

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