Bauer Willi
Kommentare 38

Greenwashing oder ernst gemeint?

Zitat:“Die Food-Konzerne Rewe Group, Kaufland, Lidl und Nestlé wollen helfen, die deutsche Flora und Fauna vielfältiger zu machen. In einem neuen Verein setzen sich die Unternehmen künftig gemeinsam mit Organisationen wie Fairtrade und Nabu für Biodiversität ein.“

https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/Biodiversitaet-Rewe-Schwarz-Gruppe-und-Nestl-wollen-mehr-Vielfalt-151208?crefresh=1

Der vollständige Artikel ist leider hinter der Bezahlschranke. So viel noch:

Mit dabei sind auch Organisationen wie Fairtrade Deutschland, Rainforest Alliance und Naturland, die Umweltverbände Global Nature Fund, NABU – Naturschutzbund Deutschland, Bodensee-Stiftung und das Forschungsinstitut FiBL sowie weitere.

Wie seht ihr einen solchen Verbund?

Ich habe dazu eine Meinung, will mich damit vorerst aber noch zurückhalten.

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38 Kommentare

  1. Wilhelm Harms sagt

    @ Smarti
    Ja, ja, und nochmals ja !
    Vor 4 Jahren hast du ein Kreuz gemacht und was ist bei rausgekommen ?
    Dies 2 Sekunden (1 für den Diagonalstrich nach oben und 1 für den Diagonalstrich nach unten – oder auch andersrum) waren deine, waren unsere einzige Chance etwas zu bewirken oder zu ändern !
    Man kann uns nicht verscheißern – man tut es !
    Im September haben wir wieder eine Chance – soon bisschen wie Geburtstag am 29. Februar – aber wofür ?
    Allesamt biedern sie sich den Grünen an und haben selbst nichts in ihre Programmsuppe zu krümmeln. Die die das Maul aufmachen zerlegen sich selbst als Partei.
    Wir haben keine Köpfe mehr ! Nur noch lollilutschende weichgespülte Pudelmützen mit Ohrenfutter. Geldgeil, machtgeil, meinungsbefreit !

    Und du glaubst / wünschst / hoffst das der LEH da besser ist ?

    Aus Greenwashing folgt Nongreenbasching !

    Sorry, ist nicht persönlich aber ich glaube ich habe heute meine 120mg Diazepam vergessen

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  2. Wilhelm Harms sagt

    Gute Nacht deutsche Landwirtschaft !
    Goliath hat sich formiert und Rückendeckung geholt – wie soll David da rauskommen ?

    Der LEH, diese monopolistische Brut, zieht sich jetzt auch noch grüne Unterwäsche an und kann über den kleinen Umweg über die NGO’s noch besser Handelsabsprachen (legal) treffen.

    Nicht genug das in jedem 2. Warenetikett irgendein grünes Logo ist oder Jeans als vegan deklariert sind . . . um dem Mainstream gerecht zu werden . . ., nein jetzt auch noch eine klassische Zwickmühle !

    Der letzte macht das Licht aus

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  3. Reinhard Seevers sagt

    Der LEH handelt mit Erzeugnissen von Anbietern, die sich ebenfalls Richtung „Nachhaltigkeit“ bewegen. Sie werden zunehmend diejenigen auslisten, die sich nicht dem Weltbild unterordnen. Die Verarbeiter und Produzenten lassen sich derweil von Organisationen zertifizieren, wie z.B. diese:
    https://www.zukunftswerk.org/genossenschaft.html
    Die haben u.a. auch Beckers Fruchtsäfte zertifiziert, die nun mit dem label „klimaneutral“ ihre Produkte bewerben.
    Im Umkehrschluss wird sich die Landwirtschaftliche Urproduktion diesem Diktum über kurz oder lang unterwerfen (siehe Nachhaltigkeitszertifikatione Schwein, https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/was-ist-die-modellregion-nachhaltige-nutztierhaltung-191218.html )
    Der Schnelle wird im System wieder die Gruppe anführen. Das Wirtschaftssystem ist der Motor und lässt sich nicht stoppen….
    Der Verbraucher sieht das „Klimaneutral-Label“ auf der Flasche und greift, paternalistisch geframt, und ohne Alternative zu dem Produkt. Die NGOs unterstützen und werden unterstützt (Kompensationsgewinner!)

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  4. Meier sagt

    Die LEHs hängen ihr Fähnchen immer in den Wind .Als die Bauern die Zentrallager blockiert haben , da hat LIDL sofort Geld für für die Schweinehalter gezahlt . Jetzt ist das vorbei und jetzt zahlt man wieder an die NGOs um dort Ruhe zu halten. So kann man in Ruhe weiter seinen Geschäften nachgehen. Kloppen können sich ja die Anderen. Die Politik läst es laufen und zittert dem Superwahljahr entgegen. Alle Entscheidungen oder die Wirksamkeit der Gesetze sind nach den Wahlen datiert. Nur keinem wehtun und die Wahl gewinnen. Nur ob das diesmal gelingen wird ?

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  5. Smarti sagt

    Prädikat: der unglaubwürdigste Verein aller Zeiten :). Glauben die wirklich, dass „man“ die Gesellschaft so verscheissern kann ( finde gerade kein passenderes Wort ). Diese Idee ist eigentlich so absurd, dass ich niemals auf so eine Idee kommen würde. Dürfen da eigentlich auch Parteien eintreten ?
    Meiner Meinung nach verlieren dabei doch alle Mitglieder gleichermassen an Glaubwürdigkeit. Für den Handel ist es klar gekauftes Greenwashing und für die Schützer auf einen Schlag viel mehr Macht, um ihr perfides Spiel gegen die Landwirtschaft zu intensivieren.
    Steht dann auf der Verpackung mit dem Rindergulasch „vom Tierschutzverein geprüft und empfohlen“ ? Steht dann auf den spanischen Erdbeeren das gleiche wie auf den deutschen Früchten ? Oder verteilen sie Flyer, wo Sachen drinstehen wie – wir, der NABU kann Alles – erst neue moderne Tierställe verhindern, dann nach und nach den vorhandenen Schweineställen mit immer schärferen Gesetzen (und unseren eigenen Anwälten) die Luft abwürgen und jetzt sogar im Lidl Schweinefleisch verkaufen…
    Der Ablasshandel ist wiederauferstanden.

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    • Brötchen sagt

      @Smarti
      Hinweis

      „Steht dann auf der Verpackung mit dem Rindergulasch „vom Tierschutzverein geprüft und empfohlen“ ? “

      verschiedene Tierwohllabel sind von Tierschutzorganisationen „geprüft“ bzw. unter deren Mitarbeit erstellt worden. Diese Arbeitsweise ist schon länger üblich.

      Der LEH arbeitet extrem effizient! und prüft genau was mit welchem Aufwand geht.
      Wenn sich das nicht rechnet, wird das sofort eingestellt!

      Im Bereich LW ist das teilweise nicht so, liegt auch an der Arbeitsbedingungen.
      Der LEH kann das ganz anders organisieren, weil die einzelnen Geschäftspartner eindeutig zugeordnet werden können.

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      • Brötchen sagt

        Die Krux bzw. Lösung wäre:

        Genau definieren, was wie produziert wird, für welche Preisbasis und nicht mehr und weniger. Sonderwünsche kosten Geld und Sondermehr!

        Mit so Allgemeinplätze, wir machen was für Natur usw…..kann man sich für Null
        Euro Tod arbeiten und es ist immer noch nicht genug.

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    • Zu Deiner Frage: „Glauben die wirklich, dass „man“ die Gesellschaft so verscheissern kann“ – die Antwort: JA! Die „Gesellschaft“ goutiert alles, was ihr konstant schlechtes Gewissen in irgendeiner Form entlastet.

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  6. Von wem hat sich der kleine, brave Krämer schon alles als Mitläufer, wie ein „Handelnder“, mitfiebernd und mitleidend für ein größeres D. und für das Weltgeschehen, einspannen lassen.
    Bei Sanella Bilder waren vor den Vögeln, Pflanzen, Wehrmachtsbildersammlungen, Kolonien und fremde Kontinente dran. Am meisten gewannen Hersteller von Ersatzstoffen, wie der chemische Margarine, Karokaffee aus Zichorien und die Antiwerber gegen gesundheitsschädliche Butter. Aber Rauchen und Alkohol, Bäckereien, LME -die Ernährungsbranche im Ganzen- haben, abgesehen von Corona immer noch Winterspeck. Landwirtschaft ist Unternehmertum und auf Selbsterhaltung bedacht. Gib, damit ich dir gebe.
    Brauchbares der „Nachkriegswirtschaft“, wie einen Reformofen, gab ich erst unlängst in Zahlung für einen „gescheiten“ Backofen. Diese Werbeprofis verschenkten lange schon Blumensamen und davor Kresse. Nichts Neues unter der Sonne.

    Ernährungspäbste bekamen in Östereich, wie Udo Jürgens (Bitte mit Sahne), vom Präsidenten einen Professorentitel. Hat man Thomas Apfel in Berlin vergessen oder geht das nur über den öffentlich rechlichen Rundfunk direkt ohne Umwege?

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  7. oberländer sagt

    Wer glaubt das die die benannten Konzerne da freiwillig
    mitmachen , der glaubt auch an den Osterhasen.

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  8. Mark sagt

    Der neue Verein hat mit Natur- und Umweltschutz oder Nachhaltigkeit etc.pp. herzlich wenig zu tun. Der Verein hat einzig die Aufgabe, Ablasszahlungen des Handels an die sog. Umweltverbände (NGO´s) verdeckt weiter zu leiten. Die Stakeholder a´la Frau Dittmars (oder so ähnlich, die auch mal hier im Forum herum gehüpft ist) haben gute Arbeit geleistet. Es wurde eine Win-Win Situation für die Beteiligten auf Kosten „Dritter“ geschaffen. Der Handel erhält den Ökoheiligenschein, die NGO´s die Kohle ohne sich dem Vorwurf aussetzen zu müssen, käuflich oder gar korrupt zu sein. Die Frage ist, was machen die „Dritten“? Wenn die „Dritten“ ebenfalls einen Verein gründen mit dem selben Zweck/Ziel, so ficht das den ersten nicht an, im Gegenteil, es macht den ersten eher noch stärker (nach dem Motto, nur gute Produkte werden imitiert). Der Lösungsvorschlag von T.A. mit der Gründung eines ähnlichen Vereins ist daher m.E. wenig zielführend. Zielführend ist m.E. eher, das plume Spielchen des Handels mit den NGO´s zu enttarnen und öffentlich bloszustellen. Gleichzeitig dürfen wir nicht müde werden, unsere bisherigen Leistungen permanent herauszustellen und den angeblichen Handlungsbedarf als stupiden Aktionsimus zu kennzeichnen.

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    • Obstbäuerin sagt

      Mark, denkst Du wirklich, wir können da noch Aufklärungsarbeit leisten? Es gibt das Video, das schon alles aufzeigt aber interessiert kaum jemanden. Die Vernetzung der NGO´s der Initiativen, Stiftungen und Verbände ist in dem Segment so durchsichtig, egal ob man die Unterstützer von fff oder whs oder „Bienen retten“ oder Kampagnen gegen die konventionelle Landwirtschaft nimmt – es sind immer die Gleichen, die sich da tummeln. Jetzt kommen die LHE-Ketten dazu und das ist mehr als gefährlich.

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      • Mark sagt

        „Es gibt das Video, das schon alles aufzeigt aber interessiert kaum jemanden.“ Welches Video meinst Du denn?
        Ich gebe Dir absolut recht, dass Grüne Seilschaften mittlerweile bedenkliche Aussmaße annehmen, der Grüne Filz ist fürstlich ausgestattet mit Kapital und menpower(NABU Baden-Württemberg hat 40 Hauptamtliche in der Geschäftstelle plus eine Hauptamtlichen Präsidenten). Die Frage ist, was kann man dagegen nocht tun. Eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit wird am Ende des Tages von denen schamlos ausgenutzt, und sei es nur, dass man als Kronzeuge missbraucht wird. das sind jedenfalls meine bisherigen Erfahrungen.

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  9. Thomas Apfel sagt

    Ich habe mich seit 2015 für unsere Genossenschaft um ProPlanet gekümmert.
    Das Geld bekommt der NABU. Die zahlen dir Saatgut, Bäume für Streuobst und Ähnliches.
    Deren Ansinnen ist es, mit möglichst wenig Geld möglichst viel Flächen zu belegen. Da hast du als Betrieb nix davon. Wir haben uns nur auf sowieso vorhandenen Stilllegungen bewegt und aus deren Sicht „verbessernde Maßnahmen“ umgesetzt (Kleingewässer, Trockenrasen, Heckenpflanzung, Strukturumwandlung vorhandener Windschutzpflanzungen). Amliebsten sind denen Strassennahe Blühstreifen mit NABU Schild, das haben wir bislang vermieden. Bei den Freiwilligen NABU´s hier vor Ort (Regionalverband) ist schon sehr viel Engagement und Herzblut mit dabei.
    In Summe bleibt die Landwirtschaftsfeindlichkeit aber dominant, da haben Die einfach schon zu lange dran gearbeitet. Ich durfte einige Vorträge bei Veranstaltungen hier und in Berlin halten. Unmittelbar danch bekommst Du Dankesmitteilungen, weil viele aus allen Wolken fallen, was Landwirtschaft tatsächlich ist und tut. Die Oberstrukturen verhindern aber nach kurzer Zeit, dass du Gelegenheit bekommst dich zu äussern, um wirkliche Zusammenarbeit gehts da nicht.
    Solch einem Verein, wie der Handel ihn jetzt gründen will, muss man mit einem eigenen Naturschutzverein entgegentreten und denen den Zugriff auf Flächen verwehren.
    Naturschutz müssen die Bauern auf ihren Flächen selbst umsetzen und dafür dauerhaft bezahlt werden (Naturschutz als Betriebszweig). Das wird sicherlich eine harte Auseinandersetzung, aber nur so können wir auch die Deutungshoheit wiedergewinnen.
    Die Frage ist, wo das angesiedelt wird und wie finanziert.

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    • Bauer Willi sagt

      Ich habe die gleiche Idee. Ein Verein nur von Bauern betrieben. Ich hätte auch schon einen Namen: BUNA – Bund für Umwelt-, Natur- und Artenschutz e.V.
      Spenden Sie jetzt!

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      • Reinhard Seevers sagt

        Na Willi, wenn das mal nicht nach hinten losgeht für den Chemielobbyisten Bauer Willi. Buna die Schwester von Leuna…..😁

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      • Thomas Apfel sagt

        Da hat der Ossi gleich die Assoziation BUNA-Werke Schkopau im Kopf. Die sind 1936 zur Produktion von Synthtetischem Kautschuk gegründet worden und waren zu DDR Zeiten eine der bekanntesten Dreckschleudern der Chemieindustrie.
        Vielleicht doch keine do glückliche Namenswahl.

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      • Edakteur sagt

        @ Bauer Willi: BUNA ist ein Name aus dem dritten Reich für Kunstgummi. Schlechtes Image!

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    • Elisabeth Ertl sagt

      „Ich durfte einige Vorträge bei Veranstaltungen hier und in Berlin halten. Unmittelbar danch bekommst Du Dankesmitteilungen, weil viele aus allen Wolken fallen, was Landwirtschaft tatsächlich ist und tut. Die Oberstrukturen verhindern aber nach kurzer Zeit, dass du Gelegenheit bekommst dich zu äussern, um wirkliche Zusammenarbeit gehts da nicht.“
      Das ist das Gefährliche an dieser Entwicklung. Dass die NGOs Geschäfte machen auf Kosten der Versorgungssicherheit der Bevölkerung. Ich glaube schon, dass Info-Offensiven trotzdem das Wichtigste sind.

      +1
    • Paulus sagt

      Thomas Apfel, dass die Bauern für gesellschaftlich erwünschte Naturschutzmaßnahmen gerecht entlohnt werden müssen hatte ich hier schon mehrfach geäußert. Ich bilde mir ein das dies auch ohne irgendwelche NGO’s möglich wäre, und die Mittel (meinetwegen auch Spenden) da ankommen wo sie hingehören.
      Mir sträuben sich aber die Nackenhaare wenn ein Großteil der Mittel, welcher Art auch immer, zunächst mal in aufwändigen Kampagnen und im Personalhaushalt irgendwelcher
      nicht demokratisch legitimisierter Organisationen versickern.
      Ich wage es ja kaum zu sagen, aber ein kompetentes staatliches Management wäre da evtl. hilfreicher.
      Insofern halte ich diesen Verein für eine unglückliche Lösung; es ist nichts anders als krampfhaftes Greenwashing, und damit kann mir der LEH nicht imponieren.
      Diese BUNA-Idee von Bauer Willi ist natürlich genau so unglücklich wie sein Gummistiefel-Voodoo, nennt es beim Namen, sonst blickt ja gar keiner mehr durch.

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      • Thomas Apfel sagt

        Wir haben hier so einen „Gegenentwurf“ zu NABU und Co., das nennt sich „Forum Natur“. Da sind Landnutzer, also Schäfer, Imker, Fischer, Jäger, Angler, Bauern bzw deren Verbände Mitglied. Bislang haben die auch nur anbiederndes Zeug hervorgebracht. Die hatten vor dem NABU eine Volksinitiative „Insektenschutz“ initiert und erfolgreich abgeschlossen. Der NABU war mit seiner parallel laufenden Volksinitiative aus formellen Gründen gescheitert (trotz sehr viel mehr Unterschriften). Nach kurzer Drohgebärde des NABU eine neue Initiative mit noch deutlich verschärften Forderungen zu starten, hat man sich auf ein gemeinsames Papier geeinigt, das im Wesentlichen dem NABU Begehren entsprach.
        Das hängt auch mit dem „im Geiste“ NABU -nahen Führungspersonal zusammen.
        Trotzdem denke ich, mit dem richtigen Personal könnte man diesen Verein etwas umkrempeln und zu einem eigenen Naturschutzverein umgestalten, der die Naturschutzfragen aus der Sicht der notwenigen Landnutzung betrachtet und gestaltet. Etwas völlig neues zu etablieren scheint mir bei der derzeitigen Stimmungslage der Bauern aussichtslos, obwohl eine Bauernpartei und solch ein Verein für Naturschutz schon erhebliches politisches Störpotential hätte.

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    • Inga sagt

      Eigentlich müßte das doch als Abteilung des Bauernverbandes eingerichtet werden, oder?

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  10. Wilfried Dannheim sagt

    Na, da sind ja alle zusammen, die ein völlig konträres Verhältnis zur hiesigen Landwirtschaft haben. Deren Vorstellung ist ein allumfassendes Naturschutzgebiet für ganz Deutschland.
    Die landwirtschaftliche Nutzfläche soll der Natur zurückgegeben werden, die Wälder der Entnahme entnommen werden, und wenn ich mir einmal im Geiste z. B. PETA dazu denke, ist auch die Tierhaltung ethisch nicht mehr vertretbar.
    Den Food Konzernen kann es egal oder recht sein, andere Länder springen mit Freuden mit der Belieferung ein.
    Hauptsache ist doch, hier in Deutschland ist alles so, wie es im Sinne dieser NGO’s sein sollte. Nebenbei schreiten wir voran und zeigen den anderen Staaten, wie schon bei der Energiewende, wie man es machen sollte.
    Dies sind meine Überlegungen, die eines unwissenden, unwichtigen Verbrauchers und Landwirte.
    Vielleicht kommt ja auch alles ganz anders

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  11. Reinhard Seevers sagt

    Bei so wenig Info ist eine Meinungsbildung schwierig. Man könnte zukünftig auch titeln: Der deutsche Verbraucher will mehr für die Biodiversität tun!….er kauft nur noch bei LIDL und REWE ein!
    😎

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    • Friedhelm Hamhuis sagt

      Richtig, für die einen ist es positives Marketing und kann behaupten man tue doch was für die Natur. Gleichzeitig aber braucht man an seinem Geschäftsgebaren nichts ändern und keiner pfuscht rein von aussen. Die anderen gewinnen an Macht, Einfluss und Kapital um Ihren ideologischen Krieg verschärft voran zu treiben. Der Handel vergisst dabei eins, wenn die Verbände sich am jetzigen Feindbild abgearbeitet haben, was dann? Siehe DUH und Automobilindustrie. Ich sehe es wie Herr Apfel, da muss mit eigenen Ideen gegen gearbeitet werden um Einfluss zu behalten. Ansonsten sind wir in Zukunft nur mehr Erfüllungsgehilfen.

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      • Smarti sagt

        Der Handel ist schlau, berechnend und knallhart. Das wird deren Strategie sein, erstmal versuchen, die Schützer an die Kandare zu nehmen. Vielleicht gelingt es dem Handel ja auch, die Verbände mit „Taschengeld“ abhängig zu machen ? Und wenn nicht, dann gilt zumindest der alte Spruch: mitgegangen ist mitgefangen.

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        • Brötchen sagt

          Smarti, mir fällt ein Umweltschutz z.B. im Automobilbau kostet richtig Geld für den Kunden.
          Zur Zeit werden bei uns Katalysatoren geklaut.
          Glaube so ein Ding kostet über 1000 Euro. Für manche ältere Autos = Totalschaden.

          In der LW gibt es alles umsonst.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die Verwirrung für den Kunden wird jedenfalls steigen….Jeder Händler andere Werbekampagnen, jede Marke ein anderes Umweltlabeling, jedes Stück Fleisch eine andere Sünde. Was für ein Desaster.
          Ich stelle mich mit einem Verkaufswagen vor die Tür des LEh und verkaufe unter dem Titel:
          „Echtes deutsches Rindfleisch, von echten deutschen Landwirten, gelebt und gestorben für euch! Gelobt sei der Herr!“

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        • Lady sagt

          „Der Handel ist schlau, berechnend und knallhart. “
          Stimmt, positiv ausgedrückt könnte man es auch vorausschauend nennen. Überall einen Fuß in der Tür und je nach Lage der Dinge wird dann die passende Tür aufgemacht.
          Eine gewisse Bedrohung für die Bauern würde ich aber nicht von der Hand weisen wollen. Diese Allianz kann fatale Auswirkungen haben.

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          • Smarti sagt

            Lady, ja, das hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. Schwarz sehen ist nicht gut, Angst haben schon gar nicht – aber die Auswirkungen ? Ojeh, das erfüllt doch den Tatbestand des Mobbing ?
            Zynisches Spässchen : noch eine Weile warten und dann die Landwirte als vom aussterben bedrohte Minderheit schützen lassen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Habe das Gefühl,
              dass Bauern in Deutschland schon lange zu einer vom aussterben bedrohte Minderheit gehört.

              Zumindest werden die jetzigen nicht in der Lage sein, die Forderung nach kleineren Betrieben erfüllen zu können.

              Möglicherweise könnte man ein paar aus der Rasterlockenliga rekrutieren, aber was genaues ist mir nicht bekannt.

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              • Smarti sagt

                Ehemaliger Landwirt, in der „Rastalockenliga“ sind sehr interessante Menschen dabei mit denen man sich stundenlang über Gott und die Welt unterhalten kann. Ihre Work-Life-Balance ist ihnen aber oft sehr wichtig, sodass sie dir zwar ganz genau sagen können was „man“ jetzt dringend machen sollte, aber jetzt leider Feierabend ist. Die drei längeren Schwätzchen vorher mit der „Kundschaft“ waren keine Pausen sondern Kundenbindung. Wirklich, als empathische, hochintelligente, weitgereiste Freunde immer gerne, als Hofnachfolger äh, nöh – dafür habe ich schon zuviele zu gut kennen gelernt. Klar, auf einem Mini-Hof medienwirksam Vorträge halten- das ginge schon.
                Ich glaube, dass in halb Europa die Bauern einen schweren Stand haben. Jetzt werden weltweit die Vorräte knapp – bzw. werden „künstlich“ verringert, da viele Länder hamstern. Spannend was bald passiert und ob es mit dem Bild des Landwirts was ändert. Mir schwant nichts Gutes – sicher sind wir Bauern wieder Schuld daran.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  1760, als Johann Kehding aus Hüll sich um eine Kolonisten -Stelle im Teufelsmoor bewarb, da musste er als Zweitgeborener Zwilling von seinem Bruder ein Zeugnis ausstellen lassen, damit man ihn als Kolonisten anerkannte.
                  Er erhielt 50Calenberger Morgen Moor zur Kultivierung, 9 Jahre Abgabenfrei, keine Lehnspflichten oder Soldatischen Pflichten. Material wurde gestellt. Er wanderte aus dem Stader Raum mit seiner schwangeren Frau und einem Kind ins Moor. Er musst sich eine Hütte aus Torfsoden bauen, Torfstechen von Morgens bis Abends….Die Geschichte ist in dem Film „Teufelsmoor“ von Elke Loewe eindrücklich dargestellt.
                  Der Sinn der Moorkolonisierung war Mehreinnahmen für den Landesherrn und Nahrung für die wachsende Bevölkerung.
                  Heute stehen die Nachfahren der damaligen Kolonisten vor dem Aus. Moorschutzprogramm, Vogelschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet, Wasserschutzgebiet, Wiedervernässung, fehlende Nachfolge, fehlende wirtschaftliche Perspektive….
                  Das Verschwinden der Bauern ist täglich spürbar. Die Gesellschaft wird sich auf hochtechnisierte, gut informierte, nachhaltig wirtschaftende, große Betriebe einstellen müssen. Eine verschwindend geringe Zahl von Agrarunternehmen wird die Erzeugung von Nahrung übernehmen. Evtl. wird fehlender Wissenstransfer, fehlende Traditionsüberlieferung, fehlende regionale Bezüge zur Nahrungsgewinnung und fehlende Wirtschaftskraft zu neuen Problemen führen….es wird sich aber nicht abwenden lassen, in einer materialistischen Befriedigungskultur mit arbeitsteiliger Wirtschaftsform unter kapitalistischen Bedingungen ….es ist Fakt. Das Moor wird nachhaltiger regionaler sanfter Tourismus -Raum…. Und die Geschichte von Johann Kehding können die Stadtbewohner im Heimatmuseum bestaunen und wehmütig werden sie sagen: Sieh mal, damals war die Natur noch intakt und der Mensch lebte in und mit der Natur…
                  😕

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