Alle Artikel in: Bauer Willi

Fridays for future

Julia und Willy sind Agrarstudenten und Mitglieder bei Fridays for future (FfF). Sie sind die deutschlandweite Anlaufstelle für die Ortsgruppen von FfF, wenn es um das Thema Landwirtschaft geht. Am 11.3. haben wir zu Dritt eine etwa einstündige Zoom-Konferenz abgehalten, weil ich, angeregt durch einige, sehr konstruktive Konferenzen mit Extinction Rebellion, Kontakt mit FfF aufnehmen wollte, um zu erfahren, wie ihre Meinung und Einstellung zur Landwirtschaft ist. Um es kurz zu machen: es war ein sehr intensives Gespräch, dass sehr viele Übereinstimmungen erbrachte. Schwerpunkt von Fridays for Future ist der Klimaschutz und so wurden alle Themen angesprochen, die die Landwirtschaft dazu betragen kann. Einigkeit herrschte auch darüber, dass die Landwirte dass nicht zum Nulltarif machen können und von Politik und Gesellschaft die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. Es lohnt sich in jedem Fall, zu den örtlichen Gruppen von Fridays for Future aufzunehmen und sich über gemeinsame Ziele zu unterhalten. Hier findet ihr die Regionalgruppen: https://fridaysforfuture.de/regionalgruppen/ Und hier ein Video von Fridays for Future zur Landwirtschaft:   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf …

Solarstrom oder Landwirtschaft? Beides!

Im Netz bin ich auf eine interessante Idee gestossen: Photovoltaik und Landwirtschaft auf der gleichen Fläche. Das geht, wenn zwischen den Solarmodulen so viel Platz verbleibt, dass dort landwirtschaftliche oder gärtnerische Kulturen angebaut werden können. Die Module können dabei entweder senkrecht stehen oder sie werden auf nachführenden Systemen (sog. Tracker) verbaut. Ich habe mich mit Frank Albers, einem Gesellschafter der Solverde (https://www.solverde-projektentwicklung.de/) darüber unterhalten, wie Solarstrom UND Landwirtschaft funktionieren kann und der Landwirt so zwei Einkommensquellen nutzen kann. Die Solverde Projektentwicklung ist Vorreiter in Sachen Agrar-Photovoltaik (APV). Sie sind meines Wissens bislang die einzigen, die sich ausschließlich auf Agrar-PV konzentrieren, technologieoffen sind und bereits eine Referenzanlage vorweisen können. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Das Grundprinzip ist einfach: Die PV-Module werden senkrecht aufgestellt oder auf Trackern, der Raum dazwischen kann ackerbaulich oder gärtnerisch genutzt werden. Mehr als 1,5 m hoch sollten die …

Zukunftskommission – die Letzte?

Wie im Artikel von Mittwoch beschrieben, hat am vergangenen Dienstag wieder die Zukunftkommission getagt. Mit dabei war Greenpeace, die sich beim Agrargipfel im Dezember 2019 beschwert hatten, dass sie nicht dabei waren. Einen Tag später besetzen Aktivisten von Greenpeace einen Balkon des Bundeslandwirtschaftsministerium und stellen dort ein großes Kreuz auf, auf das eine überlebensgroße Biene gekreuzigt ist. Die Darstellung ist so geschmacklos, dass ich sie hier bewusst nicht zeigen mag. Wieder einen Tag später kündigte Martin Kaiser, Chef des deutschen Teils des international agierenden Protest-Konzerns die Mitarbeit in der Zukunftskommission (ZKL) auf. https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/greenpeace-verlaesst-zukunftskommission-landwirtschaft Das Ausscheiden war zu erwarten und möglicherweise schon von Anfang an eingeplant. Die vorgebrachte Begründung ist so einfach wie durchsichtig: Frau Klöckner soll auf die Forderungen von Greenpeace bezüglich nachträglicher Änderungen an den GAP-Beschlüssen nachgeben, tut dies aber nicht. Dabei war bereits zu Beginn der ZKL klargemacht worden, dass sich die Kommission nicht mit dem Tagesgeschäft, sondern mit langfristigen und strategischen Themen beschäftigen soll. Ebenfalls am Donnerstag äußert sich Martin Kaiser, Greenpeace, mit folgenden Worten zur GAP: „Aktuell werden Milliarden von Steuergeldern …

Rücksicht macht Wege breit

Eine ganz normale Bürgerin macht sich Gedanken über Spaziergänger in der Feldflur. Ein wirklich lesenswerter Beitrag, der mir persönlich gut getan hat. https://meine.rheinische-anzeigenblaetter.de/pulheim/c-panorama/der-frust-der-bauern_a9699 Eine Möglichkeit für Landwirte, auf sympathische Art um Rücksicht zu bitten, ist die nachfolgende Methode: https://www.topagrar.com/mediathek/fotos/verschiedenes/ruecksicht-macht-wege-breit-12078441.html

Günther, der Treckerfahrer

Dietmar Wischmeyer ist Günther, der Treckerfahrer. Ich habe ihn am Rande einer Veranstaltung getroffen und wollte mit ihm ein vernünftiges Gespräch führen. Das ist – zum Glück – schiefgegangen. Einfach nur ansehen und schmunzeln. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Zukunftskommission live

Gestern nachmittag habe ich mir zwei Stunden Zeit genommen, um mir den Livestream der Zukunftskommission anzusehen. Mir kam diese Veranstaltung wie eine Theater-Aufführung vor. Vorgefertigte Fragen, vorgefertigte Antworten. Standard-Ansichten, die jede Organisation nun vorzutragen hatte. So jedenfalls kam das bei mir an. In der ersten Stunde kam (ausser der Landjugend) kein einziger Praktiker zu Wort, sondern nur Organisationen außerhalb der Landwirtschaft, die ihre Themen nach vorne stellten. Irgendwie kam ich mir wie „im falschen Film“ vor. Ständig wurde darüber geredet, „was die Landwirtschaft zukünftig zu leisten hat“. Ökologie, Naturschutz, Tierschutz usw., ich kenne das alles schon. Was so gut wie nicht erwähnt wurde, war der Begriff der Ökonomie. Wie sollen all diese Ansprüche realisiert werden? Klar, es war von Zöllen, von Steuern oder von sonstigen „Abgaben“ die Rede. Auch das nichts Neues und vor allem alles sehr unkonkret. Und ja, auch von höheren Erzeugerpreisen war die Rede, aber nur ganz am Rand. Und auch hier unkonkret. Nein, liebe Leute, ich war von diesem Format sehr enttäuscht. Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Zukunftskommission irgendetwas …

Influencerin…

Nicht unbedingt was für alte, weiße Männer… (die schon alles wissen…) Eher für junge Leute, die keinen Bezug zur Landwirtschaft haben. Video ansehen! Auf YouTube sind es bisher 770 Kommentare. Boah eh Alter, echt krass… 🙂 P.S: Wenn ich mich heute und morgen nicht an der Diskussion beteilige oder ein paar Kommentare hängen bleiben: Ich bin unterwegs.  Als Influencer oder so… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Was mich interessiert: Wie findet ihr solche Videos? Mehr zu Bettina Hueske hier: https://www.bauerwilli.com/rede-einer-jungen-baeuerin-an-die-ministerinnen/  

AstraZeneca und Glyphosat

Ich tue jetzt mal so, als wäre ich Journalist bei der TAZ oder beim Spiegel und hätte gerade kein so richtiges spannendes Thema, das Quote macht. Da fällt mir eine Überschrift wie oben ein und zack, hast Du die Leser auf Deiner Seite. Habe gelernt, dass man das „Clickbaiting“ nennt. Weshalb ich auf diese Überschrift komme? Alle namhaften Virologen sagen: Der Impfstoff von AstraZeneca ist sicher, ist genauso wirksam wie alle anderen Impfmittel, ist sogar leichter zu handhaben. Es gibt, im Vergleich zu den anderen Impfstoffen, genau gleich viele Problemfälle, die außerdem nicht über der normalen Sterblichkeit (ohne Verwendung einer Impfung) liegen. Es gibt keinen faktischen oder wissenschaftlichen Grund es nicht weiterhin zu verwenden. Die Medien sagen: Der Impfstoff von AstraZeneca ist gefährlich, weil in Dänemark und Österreich jeweils ein Mensch nach der Impfung an einer Blutung gestorben ist. Auch wenn kein Zusammenhang nachgewiesen werden kann, so wird doch, wenn auch unterschwellig,  der Eindruck erweckt, dass das Unternehmen Informationen verheimlich hätte. Zusammen mit der, mittlerweile aufgehobenen Entscheidung der Ständigen Impfkommission bezüglich der Einschränkung bei älteren …

50 Jahre Tönnies

Clemens Tönnies ist eine schildernde und umstrittene Person. Sein Vater war Metzger und schlachtete in der Woche sieben Schweine. Vor 50 Jahren startete das Unternehmen, das von ihm maßgeblich entwickelt wurde. https://www.aachener-zeitung.de/wirtschaft/toennies-zur-modernen-landwirtschaft-romantik-muss-aufhoeren_aid-56728919 Im Artikel werden einige Sichtweisen von Clemens Tönnies geschildert und er kommt selber zu Wort. Es lässt sich trefflich darüber streiten, ob er ein rücksichtsloser und knallharter Unternehmer ist, oder ob er sein Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten erfolgreich weiterentwickelt. Eines ist Clemens Tönnies in jedem Fall nicht: bequem Hier noch einmal der gleiche Text, allerdings mit Bildern aus der Firmengeschichte. https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Guetersloh/Rheda-Wiedenbrueck/4382873-Mit-Fotostrecke-Rueckblick-auf-50-Jahre-Firmengeschichte-in-Rheda-Wiedenbrueck-Clemens-Toennies-zur-Fleisch-Diskussion-Diese-Romantik-muss-einfach-aufhoeren

Vertical farming

Immer wieder liest man davon, dass die Zukunft der Lebensmittelproduktion im „Vertical Farming“, also statt auf dem Feld (in der Breite) in die Höhe (Vertical) besteht. Das können nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere sein. Doch ist das wirklich so? Wird die Nahrungsmittelproduktion in die Städte ziehen? Wie viele Menschen lassen sich so ernähren? Oder ist das alles nur die Phantasie von ein paar Wenigen? Zu diesem Thema hat die KWS AG auf das „Orange Sofa“ eingeladen. Hier die Teilnehmer: Wie die Teilnahme funktioniert? Einfach hier lang: https://www.kws.com/de/de/produkte/getreide/das-orange-sofa/ oder zum Livestream hier: https://www.youtube.com/watch?v=9t6nc-6SEn0 Ich bin gespannt.Auf ein neues Thema, neue Leute, neue Erfahrungen. Und ich freue mich, endlich mal wieder etwas weiter von zuhause fortzukommen. Seit dem Jahreswechsel bin ich bisher insgesamt nur 250 km mit dem Auto gefahren. Die weiteste Entfernung war zur Zuckerfabrik, um das Rüben-Saatgut abzuholen.