Bauer Willi
Kommentare 36

Günther, der Treckerfahrer

Dietmar Wischmeyer ist Günther, der Treckerfahrer. Ich habe ihn am Rande einer Veranstaltung getroffen und wollte mit ihm ein vernünftiges Gespräch führen. Das ist – zum Glück – schiefgegangen.

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  1. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin. Dieser Blog von Willi liegt ja sicher längst im Archiv.
    Aus zeitlichen Gründen konnte ich leider meinen Standpukt auf betreffende Fragen nicht rüberbringen.
    Die Größendebatte wird aus meiner Sicht auf die Spitze getrieben.
    Weniger Geld für die Großen. Mit dieser Forderung kann man in dere Agrarpolitik viele Sympathien gewinnen. Was nicht besonderlich schwer ist wenn man die Betriebsgrößen in Deutschland betrachtet. Von 263.500 landwirtschaftlichen Betrieben die es gegen Ende des vorigen Jahres noch gab , bewirtschaften knapp über 68% höchstens 50 Hecktar. Betriebe mit weniger als 5 ha tauchen in amtlichen Landwirtschafszählungen noch nicht einmal auf. Ehemaliger Landwirt, du wirst in dieser Statistik nicht einmal erwähnt.
    Der ganze Widersinn der Klein gegen Groß Debatte lässt sich besser kaum verdeutlichen.
    Was für die einen als normal und notwendig gild, erscheint dem anderen gigantisch.
    Nach den Eckpunkten des Bundeslandwirtschaftsministeriums zählen Höfe ab 300 ha nicht mehr zu den besonders förderwürdigen Klein und Mittelbetrieben.
    Das würft Fragen auf . Auch was meine Berufskollegen im Westen dieses Landes betrifft.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Stimmt,
      bin jedoch Schuldenfrei aus der Sache gekommen, was manchem größeren Betrieb nicht gelingt. Gebe es zu, ohne Sonderkulturen und Nebeneinnahmen hätte es nicht gereicht.

  2. Der Brandenburgbauer sagt

    Willi, ersteinmal herzlichen Dank für diesen Beitrag. Ich wusste bisher nicht das der Treckerfahrer Günter und Wischmeier ein und die selbe Person ist.
    Ich war sehr lange nicht im Blog bei Willi. Gibt mehrere Ursachen, das steht auf einem anderen Blatt.
    Der Frust der Landwirte was die GAP betrifft sitzt tief. Das aus Ostdeutschland viel Geld nach
    Bayern und BW abfliesen soll um dort die kleinen Betriebe zu reten verstehen hier die meisten LW nicht mehr. Ich auch nicht. Lasse ich jetzt einmal so stehen.

    • Andi sagt

      Brandenburgbauer, und die kleinen Betriebe verstehen es nicht, dass es keine Kappungsgrenze gibt (mir ist schon klar, dass das Betriebsteilungen zur Folge hätte), wo doch die großen Betriebe eh schon Kostenvorteile haben, und doch angeblich soooo leistungsfähig sind.
      Jedem seine eigene Sichtweise.

      • Der Brandenburgbauer sagt

        Andi, nenne mir bitte die Kostenvorteile die größere Betriebe haben sollen?
        In vielen ökonomischen Betrachtungen kommt man immer und immer wieder zu dem Fazit, der bäuerliche Familienbetrieb ist das non plus ultra was Landwirtschaft betrifft. Das hat dann Zukunft????

        • Andi sagt

          Brandenburgbauer, Auslastung der Maschinen, Einkauf der Betriebsmittel, Verkauf der Erzeugnisse, sowohl pflanzlich , als auch bei Tieren. Ist schon spät, können uns aber gerne morgen weiter unterhalten.

          • Wilfried Furchert sagt

            Nehmen wir mal an, Sie bewirtschaften 1.000 ha Land. Wie wäre dann ihre Einstellung zu einer Kappung der Direktzahlungen? Oder nehmen wir an, Sie wären in Ihrer alten Heimat zu viel Geld gekommen und gehen im Osten agressiv auf landgrabbing. Nachdem Sie durch Kauf und Pacht zu mehreren hundert Hektaren gekommen sind, sich gar nicht erst mit Tierhaltung eingelassen haben und viele Arbeiten von Lohnunternehmern erledigen lassen, wird sich Ihre bis dahin für richtig gehaltene Meinung zur Kappung ändern. Also eine Münze hat immer zwei Seiten und außerdem noch einen Rand. Bevor die Neiddebatte angefacht wird, kann es nicht schaden, einen Beteiligten anzuhören, der von Ereignissen, die sich im Osten vor 30 Jahren und davor zugetragen haben, berichten kann.

            • Andi sagt

              Herr Furchert, wollen sie ernsthaft abstreiten, dass große Betriebe Kostenvorteile haben?

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Herr Furchert, es ist unbestritten, dass große Betriebe Kostenvorteile haben. Arbeiten durch Lohnunternehmen durchführen zu lassen, ist auch günstiger, als die Maschinen selbst zu kaufen. Auch der Zukauf von Betriebsmittel ist günstiger.

              Dass jeder seine Pfründe verteidigt ist auch klar, aber jeder Ackerbauer im Südwesten wäre glücklich, wenn sein Acker, statt 4 Hektar, auch 40 Hektar groß wäre.

              • Reinhard Seevers sagt

                Wieso wird hier jetzt eine Groß-Klein-Diskussion aufgemacht? Ich dachte über diese Ebene seien wir lange hinaus?
                Es gibt erfolgreiche Kleine und erfolgreiche Große…..trotz aller betriebswirtschaftlichen Vergleichsstudien, die für beide etwas anderes darlegen.
                Jetzt können wir aber auch hunderte von Statistiken gegeneinander ins Feld führen, das hilft dann auch nicht weiter, glaube ich.

    • Smarti sagt

      Hallo Brandenburgbauer, wir haben einen kleinen Betrieb in BW und sind heilfroh, dass unsere Verantwortung ( und unsere Kosten ) nicht noch höher sind. Es ist mir sehr wohl bewusst, dass die Grossen noch zusätzlich Fremdlöhne zu erwirtschaften haben und ich kann mit nicht vorstellen, wie das langfristig noch gehen soll. Mich nerven die Bauern mit 12 Kühen im Anbindestall, die gegen “grössere” wettern – glauben die im Ernst daran, dass die Abholung der paar Liter noch wirtschaftlich ist – ohne die grösseren gäbe es doch die Molkerei gar nicht mehr.
      Ganz ehrlich, ich mache mir gar nicht mehr so viele Sorgen um die meisten Landwirte – die finden doch immer irgendwie eine Lösung – wer jetzt noch mitspielt, hat nicht viel falsch gemacht – zur Not findet der auch was Anderes.
      Ich frage mich eher, was im Kopf von Leuten vorgeht, die gegen Landwirte hetzen. Beiss nicht in die Hand, die Dich füttert….
      Ein Landwirt mit Anbindehaltung in unserem Dorf versucht seit bald einem Jahr “seinen” Betrieb zu verkaufen ( auch Probleme mit Erbengemeinschaft und so ).

      • Inga sagt

        Der Betrieb gehört dem Landwirt gar nicht, der ihn bewirtschaftet, er gehört einer Erbengemeinschaft?
        Ist das nur in BW so oder wo anders auch?

        Das währe ja gerade so, als ob der Betrieb von Bauer Willi seiner Schwester auch noch gehören würde und wo geht er dann in der nächsten Generation hin? Wem gehört er dann?

        Soll oder will ihn sein Sohn dann noch übernehmen?

        Muss er dann an die Cousinen Pacht bezahlen?

        • Smarti sagt

          Sali Inga, der Betrieb gehörte seinem Onkel, und wahrscheinlich noch zwei Schwestern. Martin hat mit seinem Onkel und seiner Mutter auf dem Hof gelebt, und hatte zusammen mit seinem Onkel eine GbR. War so ein Fremdgeh – Ding lange vor meiner Zeit, jeder mit jedem zerstritten. Jedenfalls sind Mutter und Onkel letzes Jahr bei einem Autounfall gestorben ( beide über 80 ).
          Ich habe mich schon immer gewundert, warum er sich das antut, zumal er noch fast voll anderweitig gearbeitet hat.

  3. Obstbäuerin sagt

    Das ist ja mal ein lustiger Beitrag. Ich habe früher den kleinen Tierfreund wöchentlich als kurzen Radiobeitrag gehört. Allerdings weiß ich nicht, ob das auch der Wischmeyer war aber ich nehme es mal an. Als Treckerfahrer kenne ich ihn leider bisher nicht.

  4. Karl Timme sagt

    Comedy von Radio ffn ( ein früher Kollege von ffn-Urgestein Oliver Welke).
    Wikipedia:
    “Im Juli 1988 entwickelte Wischmeyer zusammen mit Andreas Liebold, Asso Richter und Sabine Bulthaup das Gesamtkonzept Comedy des Senders.”
    “Wichtige Co-Autoren und Sprecher der Serien waren Andreas Liebold, Klaus-Dieter Richter, Sabine Bulthaup, Oliver Kalkofe und Oliver Welke. Zwischen 1990 und 1996 war Wischmeyer Leiter der „Comedy-Abteilung“ von radio ffn; es folgten in den Jahren 1992 und 1993 regelmäßige Fernsehauftritte in der Fernsehsendung Up’n Swutsch (Radio Bremen) sowie Bühnenproduktionen mit den Radiokollegen von ffn (u. a. Das Grauen) als auch Soloprogramme (Der Kleine Tierfreund).”

    Hat mit Günter , der Treckerfahrer eine Marke auf gebaut die täglich einen Beitrag von ca. 2 Minuten (Mont.-Samst.) aus Politk und Gesellschaft bringt.
    Dabei benutzt er die (angebliche) Sichtweise eines Klein Bauern und seiner Mutter aus Niedersachsen. (Beiträge von 2016-Heute: https://www.fsr.de/media/ )

    Könnte die Vorlage für die Kultsendung “Neues aus Büttenwarder” gewesen sein.
    Auf Grund der Figur haben viele Themen einen Bezug zur Landwirtschaft.

    Was mich überrascht hat, war das Fachwissen (Bodenpunkt und Co.). Eine Ldw-Ausbildung hat er nicht. Gute Recherche zu seinen Sendungen? Willi, du hast Ihn doch nicht vorher Instruiert? Dann wäre das Video ja nicht Authentisch! Ein gestelltes Interview?

      • Karl Timme sagt

        Hier ein Auszug der Vita:

        Ich bin am 5. 3. 1957 in Oberholsten, einem 250 – Seelen Ort im
        Wiehengebirge geboren. Meine Mutter und mein Vater betrieben dort eine
        Tischlerei, eine Poststelle und etwas Landwirtschaft. Zum Haushalt gehörte
        neben meinem Bruder noch mein Großvater, der als Bürgermeister ( 37 Jahre
        lang) das Gemeindebureau mit Zigarrenqualm ( Handelsgold Nr. 310 ) und
        Priem ( Fischer, Bad Pyrmont ) beschickte. Mit einem 22 PS Kramer Schlepper
        war der Haushalt etwas untermotorisiert, sodass die Nachmittage der Kindheit
        beim Nachbarn zugebracht werden mussten (Lanz Großbulldog, HANOMAG
        R40 ).

    • Bauer Willi sagt

      Ich habe 15 Minuten vorher erfahren, dass er zu diesem Termin kommt. Als er kam, haben wir einen Kaffee zusammen getrunken, sind nach draußen gegangen und haben zusammen das Video gedreht. Ich wusste bis dahin nicht mal, wie er mit wirklichem Namen heißt und er kannte mich auch nur vom Namen.

      Er hat wohl einen landwirtschaftlichen Hintergrund. Ich meine, sein Bruder hätte den elterlichen Betrieb übernommen. Kann mich aber auch verhört haben.

      • Karl Timme sagt

        Habe den Link zu seiner Vita unter meinem Beitrag gepostet. Ein Interessanter Mann, der eine gute Öffentlichkeitsarbeit für uns machen “könnte”. Wenn du die Vita gelesen hast (liest sich sehr gut, im Stiehl seiner sonstigen Beiträge) wirst du zum gleichen Ergebnis kommen wie ich, er macht sein eigenes Ding und läst sich vor keine Kare spannen.

  5. Piet sagt

    moin willi, toll!!! Auf einer Veranstaltung hat er mal erzählt, wie man seinen Stuhlgang am besten zum FINANAMT schickt…
    munter bleiben

  6. Inga sagt

    Ah,
    ein Bauer, der nebenher ein Radioprogramm betreut!
    Vom NDR? Waren die schon immer bauernfreundlich oder erst seit den letzten 30 Jahren?

    • Bauer Willi sagt

      Von den regionalen Sendern fällt der NDR wirklich positiv auf. Die haben wesentlich bessere und mehr Reportagen zur Landwirtschaft als der Rotfunk (so wird hier der WDR genannt)

      • Paulus sagt

        Als ich zur Schule ging wurde der WDR als Rotfunk bezeichnet, als meine Tochter zur Schule ging als Dummfunk. Heute ist er nahezu komplett überflüssig und dient in erster Linie dazu völlig überzogene Pensionsverpflichtungen zu erfüllen und eine über alle Maßen aufgeblähte Verwaltung zu unterhalten. Gut, ein paar mehr als dämliche Kochsendungen fallen auch noch dabei ab. Und nicht zu vergessen, im Radioprogramm alle 30 Minuten die Reklame für Seitenbacher Müsli.

    • Reinhard Seevers sagt

      Wischmeyr ist kein Bauer Inga. Der hat Philosophe und Literaturwissenschaften studiert.
      Außerdem ist er nicht unkritisch gegenüber der Niedersächsischen Landwirtschaft, er verpackt es nur gut und erträglich humorvoll.

      • Inga sagt

        Deswegen hat er so eine respektlose Haltung…
        Aber er weiß, das man auf 90igern Böden keine Kartoffel anbaut…

    • Inga sagt

      Ja,

      Der eine Bauer geht nebenher in die Zuckerfabrik, der andere ins Radio!
      Aber das machen ja viele, um ihren Hof (Heimat und Geborgenheit von den Vorfahren) zu retten und ererhalten, manche machen es auch aus Spass an der Freud, gell Bauer Willi.
      So ergeht es vielen Bauern.

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