Alle Artikel in: Bauer Willi

Einfach nur Danke!

Nach dem Wochenende wollte ich nur einmal Danke sagen. Danke für die Unterstützung und die mutmachenden Worte nach dem – nun mittlerweile zweiten – wenig schönen Artikel im „Spiegel“. Es tut gut, wenn sich Menschen um einen kümmern. Auch wenn jeder, der mich kennt, weiß, dass das, was sich der Redakteur da  zusammengezimmert hat, Schwachsinn ist, so musste ich das trotzdem erst mal mental verdauen. Es ist jetzt aber durch den Darm durch… 🙂 Ich verzeihe dem oder denen, die private Daten von mir herausgegeben haben. Ich weiß nicht, wer es war. Mein ursprünglicher Verdacht wurde nicht bestätigt. Ich verzeihe auch dem Redakteur des Spiegels. Nicht nur unsere Kinder waren der Meinung, dass der Artikel journalistische Schwächen aufweist. Andere wiederum werfen ihm schlechte Recherche und eine gewisse Schnoddrigkeit vor.Daran sollte er also noch arbeiten. Oder ist das der Stil des Hauses? Lieber J.K.,  viel Glück für Ihre weitere Zukunft! Bei mir brauchen Sie sich aber nicht mehr melden. Damit ist das Thema „Versuch einer Enthüllung“ auch durch. Wir können uns wieder vernünftigen Dingen zuwenden.

Die Revolution wurde abgesagt…

Zitat aus dem Artikel:  „Alle Umfragen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es mit dem Gewissen der Konsumenten am Ende nicht weit her ist, sobald der Preis sich nachhaltig nach oben bewegt.“ Die Belege dafür und mögliche Gründe findet ihr im nachfolgenden Artikel. https://www.welt.de/wirtschaft/article225993191/Fleischkonsum-Die-deutsche-Bio-Revolution-ist-gescheitert.html Der Artikel hat 301 Kommentare. Die muss man nicht alle lesen, aber ein paar davon sollte man sich doch ansehen. Hier eine Kostprobe: „Sie Scherzkeks! Da sind sich alle immer nur in irgendwelchen Umfragen einig. Ehrlich – wenn man die Leute so reden hört, dann müssten sämtliche Lebensmittel- und Kleidungs-Discounter, Billigflieger usw. schon längst komplett pleite sein – so hochmoralisch nachhaltig und mit ökologischer Haltung wie da jeder angeblich konsumiert. Nur die Realität zeigt halt, dass es nicht so ist wie geredet wird.“

„Spiegel“-Enthüllung enttäuscht

Heute ist der gestern angekündigte Artikel erschienen: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bauer-influencer-bloggen-fuer-agrarkonzerne-a-2d93aad2-0002-0001-0000-000175912909?sara_ecid=soci_upd_j5FMWycn2aPum0F4COc40xUTUfLybp Natürlich verschwindet der Text hinter der Bezahlsperre, deshalb hier ein paar Zitate: „Die wachsende Zahl der Agrarblogger scheint da mehr Glaubwürdigkeit zu genießen als Funktionäre vom Schlage Rukwieds“ (Da sag ich jetzt nichts zu) Eine Bloggerin, deren Name natürlich nicht genannt wird, wird zitiert: „Die meisten sind Leibeigene der Industrie“ (Leibeigene? Weiß sie was das ist?) Dann kommen ein paar Zeilen über Bauer Willi: „…republikweit bekannte Ruheständler Willi Kremer-Schillings schrieb 2015 einen Wutbrief, der ihn nicht nur in Talkshows  sondern auch in Runden mit Ministern und der Kanzlerin spülte“ war nur eine Talkshow mit Günther Jauch, der Rest stimmt „…gab er den einfachen Bauern, obwohl er viele Jahre lang als Agrarchemieberater und Pestizidverkäufer gearbeitet hatte“ Berater stimmt, bis 1990. Wie lange ist das her? Und auch heute noch gibt es Menschen, die das tun. Dann wird noch darüber berichtet, dass ich einer Firma mein Imagekonzept für die Landwirtschaft vorgestellt hätte, „in dem sich Züchter, Pflanzenschutz- und Düngemittelfirmen und Verarbeiter unter einem Dach zusammenfinden. Ziel des Projektes: Verbraucheraufklärung“. …

Die „Enthüllung“…

Seit einer Woche kontaktiert ein Journalist eines wöchentlich erscheinenden Magazins diverse Agrarblogger und Firmen. Wenn man ihm glaubt, so hat er Unterlagen vorliegen, die eine Verbindung der Agrarblogger zu diesen Firmen „beweisen“ soll. Das Verhalten dieses Journalisten erinnert mich lebhaft an die „investigative Aufdeckung von Chemie-Willi“ der in seiner Jugend für ein Pflanzenschutz-Unternehmen gearbeitet hat. Auch die weiteren „Enthüllungen“  (Vorstandstätigkeit in einer Bezugs- und Absatzgenossenschaft, Mitarbeit beim Unternehmen Pfeifer & Langen) waren Dinge, die schon lange bekannt waren und die sich jeder ganz einfach aus dem Netz beschaffen konnte. Die Fakten wurden dann so abstrus dargestellt, dass Bauer Willi für alle, die nicht vom Fach sind, als düstere Gestalt geschildert wurde. Ziel: seine Glaubwürdigkeit zu untergraben. Genau das scheint jetzt auch wieder beabsichtigt zu sein. Gibt es Verbindungen der Agrarblogger zur Agrarindustrie? Ja klar, die gibt es. Fast alle Agrarblogger und Agrarbloggerinnen sind Landwirte. Und da ist es selbstverständlich, dass man Kontakte zu den Firmen im vor- und nachgelagerten Bereich hat. Und natürlich auch zum Bauernverband, zur DLG und anderen berufsständischen Organisationen. Wäre ja schlimm, …

„Was willst Du mal werden?“

Vor einigen Tagen durfte ich an dem Berufsorientierungstag des Gymasiums, an dem ich Abitur gemacht habe, das Berufsziel Landwirtschaft, Natur, Umwelt vorstellen. Im Vorfeld hatte mir der Organisator die Liste der Nennungen für alle Berufsgruppen zukommen lassen. Und weil ich das in 2020 schon mal gemacht habe, war der Vergleich interessant. Die Gruppierungen sind in beiden Jahren sehr ähnlich. In der ersten Säule stecken fast 100 Nennungen für „Berufe bei der Polizei“. Das hat mich erstaunt. Erstaunt hat mich persönlich die relativ niedrige Zahl an Interessenten für IT/Computer. Unter den 13 Interessenten für Landwirtschaft/Umwelt/Natur waren etwa die Hälfte Kinder von Landwirten. Warum ich das alles schreibe? Einfach so, als Information. Keine Wertung.  

Hat es sich ausgetreckert?

Ein Gastartikel von Franz Kinker aus Bayern „Im letzten Jahr und auch Anfang dieses Jahrs haben sich viele Landwirte(innen) mit ihren Traktoren auf den Weg gemacht in große Städte wie Hamburg, Berlin, Bonn und viele weitere. Mit ihren Corsos, Hupkonzerten und Mahnfeuern wollten sie auf die prekäre Situation auf ihren Höfen aufmerksam machen. Es waren Aktionen, die aus der Not heraus geboren sind. Desaströse Preise beim Schweinefleisch, Verschärfung der Düngeverordnung, Ausweisung roter Gebiete, ausufernde Bürokratie, Perspektivlosigkeit der Branche, öffentlicher Druck, Insektenschutzprogramm und der immerwährende Preisdruck der Discounter führten dazu, dass die Bauern sich zusammenrauften und völlig neue Aktionen starteten, die in die bäuerliche Geschichte eingehen werden.        Hat sich etwas geändert? Diese Frage kann man mit einem einfachen „nicht viel“ umschreiben. Die Landwirtschaftsministerin Klöckner rappelte sich aufgrund des bäuerlichen Drucks auf, um ein Gesetz zu schaffen, das dem Handel untersagen soll, Waren unter dem Einkaufspreis zu verkaufen. Auch Gesprächsrunden mit Vertretern des Handels gab es. Man beschwor die Systemrelevanz der Landwirtschaft, gelobte Besserung bei den Einkaufspraktiken der Discounter, hob auch kurzfristig die Preise für spezielle …

Eine Fundgrube: Statistisches Jahrbuch für Ernährung und Landwirtschaft

Soeben erschienen ist das oben genannte Buch. Den Link sollte man sich abspeichern! https://www.ble-medienservice.de/0227/statistisches-jahrbuch-fuer-ernaehrung-landwirtschaft-und-forsten-2020?c=152 Das Jahrbuch, das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)    herausgegeben wird, ist eine Fundgrube für jeden, der mit Landwirtschaft und Ernährung zu tun hat. Schadet ja auch nicht, wenn man mit belastbaren Zahlen argumentiert… 🙂

Podiumsdiskussion Zukunft Schwein

Ein Muss-Termin für Schweinehalter: 25.2.2021 um 17:00 Uhr Im Podium: Gero Hocker (FDP), Johannes Röring (CDU), Kirsten Tackmann (Linke), Friedrich Ostendorff (Grüne) und Stephan Protschka (AfD). Das kann ja heiter werden… Teilnahme kostenlos, Anmeldedaten hier unten im Link: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Urs Niggli: „Mit Bio kann man nicht die Welt ernähren“

Wer Urs Niggli nicht kennt: Er ist ein Schweizer Agrarwissenschaftler und Vordenker des biologischen Landbaus im europäischen Raum. Von 1990 bis März 2020 leitete er das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) im aargauischen Frick. In diesem Zeitraum erfolgte der Ausbau des Instituts zur international renommierten Forschungseinrichtung; so kann das FiBL heute eine Beteiligung an über 50 Projekten der Forschungsrahmenprogramme der Europäischen Union ausweisen sowie an zahlreichen weiteren Projekten. Im nachfolgenden Interview wird er gefragt, ob man alleine mit Bio-Landwirtschaft die Welt ernähren könnte. Seine überraschende Antwort: nein. Und die Begründung ist plausibel. Im Link das Interview zum Nachhören. 7 Minuten, die sich lohnen. https://www.deutschlandfunkkultur.de/landwirtschaft-der-zukunft-kann-oekolandbau-die-welt.1008.de.html?dram:article_id=492774 P.S.: So ganz nebenbei: Urs Niggli hat gerade ein Buch geschrieben. https://www.residenzverlag.com/buch/alle-satt  

Ist das die Zukunft?

Ich habe im Netz ein paar Videos gefunden, in denen man sich mit der digitalen Zukunft der Landwirtschaft beschäftigt. Hier das von John Deere, das sich mit dem Umfeld des Landwirts beschäftigt. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren In nächsten Video geht es mehr um die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung. Dieses Video, in dem es auch um die Ernährung, neue Züchtungstechniken, Laborfleisch und ähnliche Zukunftsthemen geht, hat mich nachdenklich gemacht. Was davon wird unser Sohn in den nächsten 30 Jahren nutzen? Oder wird er ganz andere Wege gehen? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Ich bin gespannt auf eure Meinung.