Bauer Willi
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Die Revolution wurde abgesagt…

Zitat aus dem Artikel:  “Alle Umfragen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es mit dem Gewissen der Konsumenten am Ende nicht weit her ist, sobald der Preis sich nachhaltig nach oben bewegt.”

Die Belege dafür und mögliche Gründe findet ihr im nachfolgenden Artikel.

https://www.welt.de/wirtschaft/article225993191/Fleischkonsum-Die-deutsche-Bio-Revolution-ist-gescheitert.html

Der Artikel hat 301 Kommentare. Die muss man nicht alle lesen, aber ein paar davon sollte man sich doch ansehen.

Hier eine Kostprobe: “Sie Scherzkeks! Da sind sich alle immer nur in irgendwelchen Umfragen einig. Ehrlich – wenn man die Leute so reden hört, dann müssten sämtliche Lebensmittel- und Kleidungs-Discounter, Billigflieger usw. schon längst komplett pleite sein – so hochmoralisch nachhaltig und mit ökologischer Haltung wie da jeder angeblich konsumiert. Nur die Realität zeigt halt, dass es nicht so ist wie geredet wird.”

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78 Kommentare

  1. Schorsch Summerer sagt

    Uns Bauern Verbraucherbashing vorzuhalten finde ich nicht richtig. Man muss auch noch Tatsachen ausprechen können wenn sie so zutreffen. Der Verbraucher kauft nun mal lieber billig. Wir tun es doch auch. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Der Verbraucher behauptet wenn wir alle Bio produzieren würden oder mit mehr Tierwohl (was für ein dämlicher Begriff, man schindet Tiere nicht) dann würde er es kaufen oder mehr bezahlen. Doch das tut er nicht oder er kann es nicht. Dann braucht uns der Verbraucher auch keine Vorwürfe machen sondern kann sich seine Vorwürfe sonstwohin stecken um es mal richtig grob zu sagen. Wir sind Teilnehmer in einem Wirtschaftssystem. Wir können nur das produzieren was auch gekauft wird. Und selbst um dieses wenige Geld werden wir dann auch noch beschissen.
    Ich kann es nur nochmal schreiben. Wenn Kinderarbeit oder Arbeitnehmerausbeutung bei uns nicht verboten wären dann gäbe es bei uns auch Kinderarbeit und Arbeitnehmerausbeutung. Wenn man beides nicht will muss man es per Gesetz verbieten und dafür sorgen dass das bei Importen genau so gehandhabt wird. (Zu oft nicht der Fall)
    So, und jetzt ersetzen sie Kinderarbeit und Arbeitnehmerausbeutung durch Lebensmittelerzeugung und verbotene Anbau- und Tierhaltungsmethoden.
    Alles andere ist vergebene Mühe.

    • Christian Suhr sagt

      Naja, es gibt nicht „der Verbraucher“. Das Pauschalisieren ist oft der Anfang von Anfeindungen.

      Wie wenig wirklich eigenverantwortlich die meisten Menschen handeln, dürfte jedem anhand von einzelnen Beispielen einfallen.

      Also man könnte es vielleicht eher so sagen:
      Bewußt einkaufen heißt viel und billig, nicht nachhaltig und fair.
      Wer hat Schuld, daß es so eine Bedeutung hat?

      Und wenn das Freiwilligkeitsprinzip nicht funktioniert, welche Stellschrauben kann man stellen, damit es wieder zu Maß und Mitte findet?

      Daß die Bäuerinnen und Bauern oftmals mit dem Rücken zur Wand stehen, wird zunehmend auch von Verbraucherorganisationen wie Greenpeace und Co. kritisiert. Die Frage ist: Kann man es schaffen, daß Erzeuger und Verbraucher wieder Hand in Hand arbeiten.

      Die Trennung zwischen Bauern und Arbeiter, Land und Stadt, Handwerker und Akademiker usw. hat vieles kaputtgemacht. Deswegen sollte man – statt pauschal in Gruppen zu denken – wieder einen Gang runterschalten, Wo will man hin, wie kommt man da hin?

      Ich sehe nur ein riesiges Problem, welches hier noch gar nicht angesprochen wurde:
      Wenn ALDI und Co. zunehmend in die Erzeugung einsteigen, dann haben die Bäuerinnen und Bauern kein Druckmittel mehr in der Hand. Das ist so, als würde man Arbeiter in der Fabrik gegen Roboter ersetzen, die nie streiken.

      Und bedenkt man die schwindende Anzahl an Höfen und in der Landwirtschaft selbständig und eigenverantwortlich Beschäftigten, ahne ich Böses.

      Aber wie gesagt, lieber lösungsorientiert rangehen nicht problemorientiert. So viele Menschen mitnehmen wie möglich!

      • Elisabeth Ertl sagt

        Wer hat Schuld, dass es so eine Bedeutung hat?
        Welche Stellschrauben kann man stellen, damit es wieder zu Maß und Mitte findet?
        Wo will man hin, wie kommt man da hin?

        Genau hier erwarte ich mir von einem Politiker Antworten, über die man dann Streitgespräche führen kann.

        • Christian Suhr sagt

          Die Frage ist:
          Führen die Streitgespräche – die es schon gibt – zu was?
          Und falls nicht, wie können Erzeuger und Verbraucher da Druck machen?!

          Ich glaube, eigentlich weiß jeder, was man machen könnte. Vom Festlegen des Verpflegungssatzes bei Sozialhilfe bis Wegwerfverbote von Lebensmitteln auf LEH-Seite, kein Verkauf unter Gestehungskosten, keine selbstgegebenen Industrielabel, Lieferkettengesetz usw.

          Streitgespräch endet sonst so:
          Ja, der arme Billiglöhner muß sich doch was zu essen leisten können. Billiges Essen für billige Arbeiter (so fing übrigens die GAP an, Römische Verträge und so). Dann spricht man aber über ALLES, und höhere Lohnkosten sind ja nicht rentabel, das schadet der Wirtschaft und den Arbeitsplätzen usw. Das ewige Lied vom Leid. Und weil es so logisch klingt – was es nicht ist – hat man entsprechende Mehrheiten für ein weiter so, selbst Gewerkschafter üben schon Lohnverzicht und entwerten ihre Jobs nur für zwei Jahre mehr Jobgarantie.

          • Elisabeth Ertl sagt

            Ich glaube eher billiges Essen für wohlhabende Arbeiter war der Beginn der GAP – billige Arbeiter war dann 1990.
            Es ist nicht rentabel, weil es Leute gibt, die abenteuerlich verdienen, und die den Zugzwang erzeugen. Die Frage ist, wer sind die Milliardäre, und wie sind sie zu Milliardären geworden? Ein Aspekt gefällt mir an Christian Felbers “Gemeinwohlökonomie”: Die Frage, wie groß der Unterschied zwischen dem Geringstverdiener und dem Höchstverdiener sein darf. Da gibt es je nach Gesellschaftsschicht unterschiedliche Antworten. Aber selbst in höchsten Kreisen hält man ein Verhältnis von 1:20 für ausreichend, um die Motivation für verantwortungsvolle Positionen aufrecht zu erhalten. Das Verhältnis geht aber heute bis zu 1: mehrere Tausend, Tendenz steigend. Norwegen hat es geschafft, die Managergehälter zu begrenzen. Das ist eine wichtige Stellschraube.

      • Inga sagt

        “Die Trennung zwischen Bauern und Arbeiter, Handwerker und Akademiker”,

        hatten wir das früher nicht schon mal?
        Wie hat es die Sozialpolitik geschafft das hinbekommen es auszumerzen, -brennen oder -brandten?

        Warum kann die Politik von heute das nicht?
        Mittel aus der Natur dürfen nicht billig sein sonst geht es auf Kosten der Natur und das können wir uns nicht leisten!

        Und billigen Ramsch, diese Mittel, die natürlichen Rohstoffe aus er
        Natur will doch keiner zu sich nehmen, oder? Aber diese dann noch in oft ungesunde billige Convenience-Food zu verwandeln und überdimensional daran zu verdienen ist Sünde in meinen Augen! Ist echt unsozial und unmenschlich!

        Einfach sagen es ist moderne Welt?
        “Handwerker und Akademiker”
        Weil bei dieser dann die ehrliche Handwerkskunst eingespart wird?
        alle wollen Häuptlinge werden, aber keiner Indianer?
        Also werden Handwerker, die z.B. gesunde Brötchen prodzieren eingespart ?
        Dafür gibt es industiell hergestellt billige Pappwecke, die sogar in der Tankstelle und sonst wo frisch aufgebacken werden?

        Ist das die Kunst der gutverdienenden Häuptlingen/Akademiker
        Wollen wir das?

    • Elisabeth Ertl sagt

      Allein, dass Menschen bei Umfragen wissen, was richtig wäre, zeigt, dass die Bewusstseinsbildung gewirkt hat. Könnte man ethisches Handeln wie eben freiwilligen Verzicht als selbstverständlich voraussetzen, bräuchte man keine Gesetze. Nur starke Persönlichkeiten handeln konsequent ohne irgeneinen Druck zu spüren. Und diese 10% hat m,an schon erreicht. Die anderen erreicht man nur über Regelungen. Dann ist das Ziel der Bewusstseinsbildung, für eine Akzeptanz solcher Regelungen zu sorgen. Wenn man davon absieht, dass jede Verschlechterung für das Individuum zunächst ein Geschrei aislöst, womit professionelle Politiker umzugehen wissen, glaube ich durchaus, dass man diese Akzeptanz bei jenen, die noch das Geld haben, erreichen kann. Das Problem ist die wachsende Armut.

    • !……, nein sie steht uns noch bevor! ”

      In der Tat sollte es uns Sorgen machen, wenn diktatorische Maßnahmen in den Bereich des Denkbaren rücken. Corona ist eine andere Sache. Aber der Klimawandel oder eben der Fleischkonsum nicht.
      Und Gesetze sind nicht das Gegenteil von Freiwilligkeit. Sie geben den Rahmen vor, in dem wir uns alle bewegen können. Und sie ziehen “eigentlich” auch für alle diktatorischen Maßnahmen eine Rote Linie. Manche scheinen mir das zu übersehen… Und ziehen die Roten Linie arg willkürlich .
      Ob abgesagt und nicht nur verschoben würde ich daher offen lassen wollen. Aber diese Zeitspanne sollten wir auch nutzen .

  2. firedragon sagt

    Im Artikel geht es ja um den halbherzigen Versuch von Lidl, den ökologischen Verbraucher herbeizuzaubern. Hat so nicht funktioniert.
    Aber wir haben ja noch Parteien, die ein “weiter so” von der Gesellschaft nicht mehr akzeptieren und einen ganzheitlichen Gesellschaftswandel umsetzen möchten.

  3. Arnold Krämer sagt

    Ernährungsgewohnheiten gehören zu den stabilsten menschlichen Gewohnheiten. Insofern könnten radikale Veränderungen nur durch massiven, politisch verordneten Druck (Versuchsballon Veggie-day) oder extreme Mangelerscheinungen herbeigeführt werden. Davon sind wir jedoch aktuell noch relativ weit entfernt. Der evolutionäre Prozess nimmt jedoch an Fahrt auf. Der Fleischverbrauch geht zurück, vegetarische Ernährung wird über Gemeinschaftsverpflegung gepusht. Das ist aber alles nicht viel, wenn man bedenkt, dass der Kampf gegen das bisher dominierende System der Agrarerzeugung und Lebensmittelherstellung bereits seit etwa 40 Jahren geführt wird. Aber die Widerstände werden immer geringer, selbst im Berufsstand.

    • Elisabeth Ertl sagt

      Was aber auch nicht zu vergessen ist: mittlerweile können sich 10% nur noch den Diskonter knapp leisten. Die Sozialmärkte wachsen wie die Pilze aus dem Boden. Die Tafeln sammeln ein, was der Tourismus nicht mehr abnimmt.
      Die Bauern sind nun einmal längst nicht mehr die einzigen, die vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen. (Auch wenn die Schnäppchenjäger nach wie vor längst nicht alle arm sind.)
      Und deshalb glaube ich nicht, dass die Probleme aus der landwirtschaftlichen Froschperspektive zu lösen sind.

        • Arnold Krämer sagt

          Das Schimpfen aus Teilen des Berufsstandes über den Verbraucher ist in erster Linie nur dumm. Sie haben einfach immer noch nicht kapiert, wie Markt funktioniert und wie komplex der Weg der Agrarrohstoffe vom Landwirt zum Verbraucher ist. Und Verbraucher ist nicht nur der Städter sondern auch der Landwirt selbst, bzw. seine Tiere.
          Das Preisniveau für Agrarerzeugnisse wird nur bestimmt über absolute oder relative Knappheit und das zunehmend sogar unabhängig von der realen Existenz der Ware. Der augenblickliche Preisanstieg für nahezu alle pflanzlichen Produkte ist ein klarer Beweis für diese These. Also Schluss mit Verbraucher-Bashing!!

          • Christian Suhr sagt

            Gut veranschaulicht! Ein Beispiel ist auch Schweinefleisch:

            Wegen Corona Stau bei Schlachthöfen. Wurden zum Nadelöhr.
            Überangebot auf Erzeugerseite, Niedrigpreise für Bauern.
            Unterangebot auf LEH-Seite. Höhere Preise für Verbraucher.

            Oder vor zwei Jahren, als die Gastronomie noch geöffnet war usw.
            Dürre führte zu mäßiger Kartoffelernte.
            Mangel führte zu steigenden Kartoffelpreisen.
            Aber hat an sich auch die Bürger nicht gekratzt, bei Quer wurde sogar darüber berichtet mit Aussagen von verständnisvollen Verbrauchern. Siehe hier:
            https://www.facebook.com/watch/?v=359319298155142

            Angebot und Nachfrage entlang der ganzen Kette sind entscheidend.

            Meines Erachtens nach werden Erzeuger und Verbraucher beide gleichermaßen am Nasenring durch die Arena geführt und es heißt immer, der Markt würde es richten im besten Sinne aller …

            • Paulus sagt

              Ich hätte kein Problem mit höheren Kartoffelpreisen, wenn sie nur nach Kartoffeln schmecken würden. Momentan bevorzugen wir die Sorte Annabelle aus Frankreich.
              Vielleicht kann der Ehemalige hier mal erklären wie man Kartoffeln “hungern” lässt, damit mehr Geschmack drankommt. Ich würde glatt wieder im eigenen Garten welche anbauen.

              • Bauer Willi sagt

                Wirklich leckere Kartoffeln zum fairen Preis gibt es beim Kartoffelhof Huthmacher in Butzheim. Der düngt auf Qualität und Geschmack, nicht auf Masse.
                Annabelle hatte er im letzten Jahr auch im Angebot. Sehr lecker.

                • Schorsch Summerer sagt

                  Oder bei uns. Sind aber nicht von uns erzeugt sondern vom Doll Alfons aus Feldgeding /Dachauer Land.

              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Hungern lassen heißt, nur sehr wenig düngen, das bedeutet, dass die Erntemenge deutlich reduziert wird. Der Kartoffelbauer kann das nur mit einem Hofladen machen, wo Verbraucher bereit sind, für eine außerordentlichen Qualität mehr zu bezahlen.

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Der Verbraucher kauft billig, oder auch nur preiswert, das letztere mache ich auch. Wenn der selbe Verbraucher, der das billigste kauft, dem Bauern vorwirft, wie er diese Lebensmittel erzeugt, dann darf man der Verbraucher auch den Spiegel hinhalten. Mit Verbraucherbashing hat das gar nichts zu tun.

            Man erwartet von den Speditionen auch nicht, dass sie den Ochsenkarren nehmen sollen, wenn sie das Gemüse zum derzeitigen Preis von Spanien her transportieren.

            • Arnold Krämer sagt

              Der Verbraucher ist doch nicht dafür verantwortlich, was dem Bauern für sein Getreide, seine Milch, seine Schweine, seine Ferkel bezahlt wird. Wenn es diesen Zusammenhang gäbe, müsste es den Bauern in Frankreich oder Italien, wo nachweislich Lebensmittel im LEH teurer sind, deutlich besser gehen als denen hier bei uns . Ist das so? Ich glaube es nicht.

            • Christian Suhr sagt

              Verbraucherbashing ist es schon, wenn man damit pauschal allen Verbrauchern unterstellt, sie hätten keine Wertschätzung für Lebensmittel. Pauschalisieren ist das Erste, was man vermeiden muß.

              Und wie gesagt bringen Verbraucherpreise nichts, wenn unten nichts ankommt. Der LEH kassiert 40% von der Wertschöpfung, wurde vom BMEL sogar schriftlich beantwortet. Dann würde er halt 50% kassieren usw.
              http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/153/1915354.pdf

              Halten Sie nicht den Spiegel hin, sondern klären Sie auf, was Essen wirklich kostet. Denn Essen ist immer teuer, es ist nur die Frage, wer dafür zahlen muß.

              Und Sie können keinen Verbrauchern die Schuld geben, die sich faktisch nichts Faires mehr leisten können, wie gesagt weniger als 3 € für den ganzen Tag an Verpflegungsgeld für Kinder in Hartz IV Haushalten. Muß das sein als Gesellschaft?! Müßte der MINDESTstandard nicht so sein, daß dieser faire wirklich regionale Ernährung wenigstens ermöglicht? Wird aber jetzt zu politisch …

              • Ehemaliger Landwirt sagt

                In der Tat, es ist erstaunlich dass die Bauern von den höheren Preisen in Frankreich nichts abbekommen.
                Aber warum mussten der Tante Emma Laden um die Ecke aufgeben? Der konnte mit den Preisen nicht mithalten und der Verbraucher kaufte dort, wo es günstiger war.
                Das kritisiere ich nicht, nur sollte man nicht die moderne Landwirtschaft kritisieren, denn mit dem Einkaufsverhalten wurde diese Entwicklung unterstützt.

                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Diese Post war eigentlich die Antwort auf die obige Post von Arnold Krämer.

                • Christian Suhr sagt

                  Ja, die Landwirtschaft ist anpassungsfähig, das hat sie mehrfach bewiesen. Doch ich sehe die Gefahr, daß die nächste Anpassungswelle die Monetarisierung ist durch Fremdinvestoren.

                  Bisher ist es oft so: Markt und Politik machen Druck auf die Landwirtschaft, die Landwirtschaft rationalisiert ihre Produktionsbedingungen, immer höher, schneller weiter dank Kunstdünger, PSM, Digitalisierung, mehr Tieren auf einer Fläche usw. (statt zurückzubeißen sozusagen).

              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Versuche durchaus aufzuklären, bin auch in anderen Foren unterwegs, aber da hat man mit viel Idioten zu tun, manchmal habe ich die Hoffnung, dass es noch Leser außerhalb der User gibt, die meine Beiträge verstehen.

          • Inga sagt

            Dann nennen wir es eben
            Selbstlauf-marketingt-bashing, oder

            Weil die Bauern dabei nicht gut wegkommen, bitten sie die Verbraucher dasraufhin bewußter einzukaufen,

            besonders kommt es wütend daher,
            wenn irgtendwelche Verbraucher an die Bauern dann auch noch unrealisierbare Ansprüche stellen, oder sie als Umweltsünder und Tierschänder oder sonst was vezeichnen, obwohl sie keine Ahnung davon haben (kann man das als Mobbing bezeichnen?),
            aber von den Bauern Antwort oder Rechtfertigung wollen!

            Und bei dieser Reaktion kommt Varbraucherbashing raus!

            Ist doch vreständlich, oder?

  4. Bitte aufhören mit Verbraucherbashing. Sonst muß man sich nicht wundern, wenn all diese sich auch einig sind von wegen „Bauern sind Giftspritzer und Tierquäler“.

    Ist es so schwer nachzuvollziehen, daß bei vermeintlich gleicher Qualität jeder zum Billigsten greift?
    Daß man mit nicht mal 3 € Verpflegungssatz pro Tag für sein Kind in einem Hartz IV Haushalt eher zu Discountern stiefelt?
    Daß Verbrauchsgüter wie Lebensmittel dann zum Luxus werden, wenn das Geld für Reisen oder Uhren etc. nicht mehr reicht, und man seinen Reichtum dann darüber definiert, wie viel man sich zu essen leisten kann (Übergewicht ist vor allem ein Problem der niedrigen Einkommen meines Wissens)?
    Daß im Dumpinglohnland Deutschland, wo die Reallöhne der Produktivitätssteigerung nicht folgen, die Mehrheit unter ihren Verhältnissen leben muß, damit die Wirtschaft mit ihren Anlegern Profite macht?

    Warum liegt Billigschei* überhaupt im Regal? Wer von den Bäuerinnen und Bauern hat sich da billig gemacht?
    Und wenn jemand über Importe jammert? Wer von den Bäuerinnen und Bauern hat die CDU gewählt, die die Regierung stellt und dafür verantwortlich ist, wie’s läuft?

    Abschließend: Erzeuger sind auch Verbraucher, wäre mal spannend zu erfahren, wer da wo einkaufen ginge. Ich rate mal: Ein wirtschaftlich gebeutelter Hof wird nicht viel Spielraum lassen für viel Geld für Lebensmittel?!

    Abschließend: Das ist die f*cking Springerpresse. Die bedienen immer die Wut der Konservativen, in diesem Fall Land gegen Urbane. Denn Wirtschaftsliberale profitieren davon, daß wütende Menschen irrational handeln und am Ende gegen ihre Interessen wählen usw.

    Wir können auch über Not in my Backyard Mentaltät und St. Florians Prinzip sprechen, aber dann müßte mans ich ja mal mit seinen Mitmenschen auseinandersetzen und anfangen, Ängste und Vorurteile abzubauen 🙁

    Schade, daß es hier nicht mehr ums Brückenbauen geht.

    Auch Verbraucher werden abgezockt, siehe hier die versteckten Preiserhöhungen:
    https://www.vzhh.de/sites/default/files/medien/171/dokumente/Versteckte_Preiserhoehungen.pdf

    Und hier wird das Phänomen auch beschrieben:
    Aldi wird in Australien für immer mehr Verbraucher zum Teil ihres Alltags. Mit seinem Konzept, gute Ware billig anzubieten, verändert das Unternehmen das Kaufverhalten der Kunden. Die Konkurrenz muss nachziehen.
    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/discounter-in-australien-wie-aldi-einen-kontinent-umkrempelt/12880730.html

    Geiz ist geil wird beigebracht. Aber es ist genauso einfach möglich, daß auch wieder zu ändern. Denn um es mal fair zu sagen: Wie soll ein Verbraucher denn wissen, was sein Essen wirklich wert ist, sagt ihm ja niemand, nur der LEH?

    • Christian Suhr sagt

      Anmerkung noch dazu:
      Das mit den Lebensmittelpreisen ist keine Kette, oben ziehen, dann hat man unten mehr. Es ist ein Gummiband, oben ziehen, dann haben die dazwischen mehr.

      Bei Bio hat sich vielen eingetrichtert, daß es ein Abzockemodell des Handels ist, das kommt auch noch hinzu. Unter anderem deswegen, weil auch viele Bauern gegen Bio wettern. Oder weil es ein Geschmäckle hat, wenn da jemand wie Günther Fielmann mit seinem 2.000ha Biohof in Lütjensee über 600.000 € Ausgleichszahlungen abgreift.

      Und ein zweiter Fehler der wirklichen Bioanbieter war es, zu meinen, wenn man in den Supermarkt ginge, hätte man mehr Reichweite. Konventionalisierung läßt grüßen (damit ist Bio nur am Ende kein Bio mehr).

      • Arnold Krämer sagt

        Wenn man meint, dass nur 100 % Bio das Ziel sein kann, um die Welt, die Natur, die Insekten oder wer weiß was sonst noch zu retten, der muss zwangsläufig die allgemeinen Vertriebswege gehen.
        Mit dem Verlust der Exklusivität begibt man sich aber dann auch sehr schnell in das ökonomische Hamsterrad all derer, die “nur” austauschbare Agrarohstoffe liefern.

        • Christian Suhr sagt

          Bio ist nur eine Nische und auch nur ein … sagen wir … Feigenblatt für eine in toto verfehlte Agrarpolitik meines Erachtens. Die Landwirtschaft muß in sich nachhaltig sein statt auf Verschleiß zu fahren. Stichwort Bodendegradation, Höfesterben, höher, schneller, weiter, Digitalisierung, dann kann man noch mehr, noch größer wirtschaften als Einzelner usw. Da macht man sich doch kaputt wie der Hamster im Laufrad!

          Und daß viele auch keine Direktvermarkter sein können, sondern wie Sie sagten Rohstoffe liefern, ist vielen nicht bewußt. Ich rege mich immer auf, wenn es überall heißt, Direktvermarktung wäre die Lösung. Man muß dann immer mit Getreide – Mehl – Brot kommen, um zu zeigen, daß es nicht so einfach ist.

            • Christian Suhr sagt

              Vielleicht schreibe ich oft zu lang und belehrend wie der letzte Klugschei*er, zugegeben 😀
              Da macht das Lesen meines Sermons dann den Wenigsten Spaß! Aber ich versuche mich zu bessern 😉

              Doch Kritik gibt es von mir immer in alle Richtungen, wo ich sie angebracht finde. Man gewinnt nur so keine Freunde, wenn man jedem vor den Koffer schei*t, aber vielleicht hilft es in der Sache – lieber sind alle auf mich wütend als aufeinander sozusagen, mir tut’s nicht weh 😉

              Danke für den Daumen hoch!

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Direktvermarktung reicht nicht, man muss noch weitere Standbeine haben, wie Ferienwohnungen und eine Anstellung in einem Altenheim.
            Das alles macht eine Arbeitskollegin meiner Frau. Geldmangel hat die Frau keinen, die hat keine Zeit es auszugeben.

          • Ferkelhebamme sagt

            Ein Schnitzel, an dem der Rest des Schweines noch hängt, wollen die auch alle nicht 😉

            • Christian Suhr sagt

              Ja, Themen wie Nose to Tail Verwertung, Wertschätzung für tierische Produkte (daß Fleisch wieder ein Gesicht bekommt) usw. kommen auch noch alle hinzu. Aber es hat alles System.

              Warum werben Verarbeiter bzw. Handel zum Beispiel mit Logos, die Bauernhofidyll versprechen (Gut Ponholz) usw.

              Rohstofflieferanten sind wie Verbraucher die Gelackmeierten.

              Oder noch provokanter:
              Unsere Bäuerinnen und Bauern bekommen die gleiche Wertschätzung zu spüren wie Afrika.

              • Ferkelhebamme sagt

                „Ja, Themen wie Nose to Tail Verwertung,“
                Ich meinte das lebende Schwein, s. Rohstofflieferant
                „ Warum werben Verarbeiter bzw. Handel zum Beispiel mit Logos, die Bauernhofidyll versprechen (Gut Ponholz) usw.“
                Weil sie es können und dürfen, und weil es wunderbar funktioniert. Jeder weiß, dass das Fake ist, niemanden stört es, es ist beim Kauf trotzdem mit positiven Emotionen besetzt, wenn auch sehr unterbewusst

                • Christian Suhr sagt

                  Kennen Sie das zu beobachende Phänomen der Selbsttäuschung? Da gibt es ja mehrere Ausprägungen, Bio findet jeder gut, aber kauft es trotz genug Geld nicht; Greenwashing reicht fürs Wohlbefinden; wenn Bäume irgendwo gepflanzt werden, paßt das schon; wenn nur einer anfängt, ändert das ja nichts usw.

                  Auch gefahrlaufend, daß es jetzt etwas bekloppt klingt im Zusammenhang mit Schweinen. Aber der innere Schweinehund wird wunderbar vom Markt bedient.

                  Wie bekommt man da Wertschätzung wieder rein? Die paar Ökos und Veganer bzw. Genußmenschen und Lebensmittelretter können keine Wende hinbekommen.

                  Jeder, der Veränderung fordert, wird immer wie ein Verbrecher angefeindet von wegen Veggie-Day, Raserverbot auf Autobahnen, weniger Einfamilienhäuser und lieber höher Bauen für viele Wohneinheiten usw.

                  Was ich nur weiß: Erzeuger GEGEN Verbraucher funktioniert nicht!

      • Arnold Krämer sagt

        Gummibandeffekt ist ein sehr gutes Bild. Die Bauern halten “unten” lange, oft zulange fest

    • Paulus sagt

      Christian Suhr, Deutschland ist mitnichten ein Dumpinglohnland. Was die Industrie betrifft ist das Gegenteil der Fall, dort werden die höchsten Löhne seit Menschengedenken gezahlt.
      Versuchen sie mal einen Mitarbeiter von Porsche in Leipzig oder VW in werweißwo zu Tesla in die brandenburgischen Pampa zu bewegen.
      Dumpinglöhne gibt es seit eh und ja, das betrifft aber eher eher die Unqualifizierten. Selbst die Fähigkeit Mülltonnen zu entleeren wird heutzutage hoch bezahlt. Wie heißt es in der Mitarbeiterwerbung so schön, “Orange ist die neue Trendfarbe.”

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Herr Suhr,
      sicherlich gibt es Familien, die jeden Cent umdrehen müssen, es gibt viel mehr die ihr Geld für unnötige Dinge ausgeben und dann am Monatsende knapp bei Kasse sind.

      • Christian Suhr sagt

        Ja und nein! Sie können nicht – weil manche nicht mit Geld umgehen können – kategorisch weniger Geld für alle fordern, so wie es mit Hartz IV gemacht wurde.

        Alle sprechen nur über die „Sozialschmarotzer“, diesen dienen als Legitimation dazu, auch all den anderen den Hahn abzudrehen. Und dann sagt man den Sozialhilfe empfängern, sie sollen „bewußt einkaufen“ (viel und billig.

        So rum läuft es die ganze Zeit.

        Wenn man sich Krempel wie jährlich ein neues Smartphone leistet aber keine fair gehandelten Lebensmittel, dann liegt es auch an Selbstverständlichkeiten, Marketing usw. Deswegen ja auch meine Meinung, daß der Markt es allein nicht richten wird. Bedenken Sie: Die Ausgleichszahlungen sind der größte Posten des EU-Budgets,

        Für den Handel ist nur Umsatz wichtig, möglichst VIEL kaufen. Ein voller Einkaufswagen triggert das Belohnungssystem auch eher als ein halbvoller (selbst wenn man beim vollen die Hälfte nachher wegwerfen müßte) usw.

        • Reinhard Seevers sagt

          Das Grundproblem ist die fehlende Alternative zur materiellen Befriedigungskultur. Was soll anstatt Reisen, und Konsum ohne Grenzen Menschen befriedigen und gleichzeitig den Wirtschaftskreislauf und den Wohlstand aufrechterhalten????

          • Christian Suhr sagt

            Hört sich jetzt super-esoterisch und schwurbelig an. Aber jemandem geholfen zu haben, etwas mit jemandem zu teilen. Anerkennung fürs Mithelfen und -wirken, fände ich nicht schlecht. Also Anerkennung statt Materialismus sozusagen. (Und Computerspiele oder so 😀 )

            Der Wirtschaftskreislauf ist übrigens schon jetzt kein Kreislauf. Von unten nach oben schaufeln, alles geht über die Wupper, dann das ganze Spiel wieder von vorn. Wirtschaftsliberale rechtfertigen es mit einer zyklischen Entwicklung, aber eigentlich horten die einen oben alles, bis sie ‘nem nackten Mann in die Taschen greifen und dann alles um die Ohren fliegt.

            • Reinhard Seevers sagt

              Herr Suhr, Ihre altruistische Weltsicht ist schon ein wenig naiv oder?
              Wenn die Basisversorgung (Wohnen, Essen, Kleidung) erfüllt ist, dann kommt die durch Neid, Werbung, Egoismus usw. hervorgerufene materielle Befriedigung.
              Weshalb muss man 50 Paar Schuhe, 30 Handtaschen, einen Rasenroboter, ein E-Bike, zwei Fernosturlaube usw, usw. haben und/oder machen?
              Konsum ist der Motor unseres Wirtschaftssystems und die Basis des bisherigen Wohlstandes. Niemand wird diese Energie- und Ressourcenverschwendenden Handlungen eindämmen, ohne Menschen dazu zu zwingen oder zu gängeln, ihr Verhalten zu ändern. Man hat es bereits jahrelang mit dem Fleischkonsum versucht, um den Weg nicht zu schwer zu gestalten und den Grundkonsum und das Reisen wenigstens erlaubt zu lassen.
              Eigentlich weiß jeder um die Problematik, aber niemand traut sich an den Kern des Problems – Umweltzerstörung aufgrund materiellen Konsums – in Frage zu stellen…..bis auf die Diskussion im Bereich der Nahrungsversorgung im eigenen Land….das muss man sich mal vorstellen.
              Es gibt schlicht in unserer Vorstellungswelt keine allgemeingültige Alternative, die vergleichbar wäre mit dem erfolgreichen kapitalistischen System in Verbindung mit demokratischen Grundregeln…..glauben wir.
              Man könne auch ketzerisch fragen: Wann sind die Menschen aus Burkina Faso (ein Beispiel) in der Lage und dürfen auch ihren verdienten Urlaub in St. Moritz beim Skifahren verbringen?
              Hier setzt dann Ihre Weltsicht an Herr Suhr: Ermöglichen wir den Menschen weltweit die gleichen Chancen, die gleichen Ansprüche, Fehler und Freuden zu bereiten, wie wir sie haben und machen!
              Wollen wir das wirklich?

              • Christian Suhr sagt

                Schade, wenn Sie gleich alles abtun als naiv. Und schon wieder pauschalisieren Sie. Beschäftigen Sie sich mal mit Milieustudien: Gerade diejenigen, die Wohlstand kennen, zählen oft zu den Postmaterialisten usw. Wo Kinder in ärmeren Haushalten vor allem zu Materialismus tendieren, eben weil sie aus der Armut kommen und dann gern genau das Gegenteil darstellen wollen usw. Einfach formuliert.

                Ein Beispiel: Das mit der Überbevölkerung wird oft als Argument mißbraucht, um immer mehr und schneller zu produzieren. Fakt ist: Deutschland und Japan, wo wir genug zu essen haben, erleben einen Bevölkerungsrückgang, weil Selbstverwirklichung und Streben nach Anerkennung die Jagd nach Essen und Dach über dem Kopf, die für viele normal sind, abgelöst haben (Maslowsche Bedürfnispyramide usw.). Die beste Lösung gegen Überbevölkerung ist Wohlstand für alle.

                Und es gibt viele, die die Umweltzerstörung durch Konsum in Frage stellen. Die Frage ist: Tun sie es auch oder kritisieren Sie lieber Linke und Grüne, die sagen, Rasen auf Autobahnen ist doof und man sollte lieber höher bauen statt in die Breite, nicht ganz so viel Fleisch konsumieren?

                Was ist denn Ihre Logik? Den Rest der Menschen in Armut halten, damit diese überhaupt nicht die Möglichkeit haben, zu viel zu konsumieren usw.

                Und ökologisch sind vor allem die sehr Reichen eine Katastrophe, siehe Oxfam-Studie, die Vielflieger und Dekadenten (nicht alle, aber sehr viele von ihnen).

                Sagen wir es mal rein logisch: Mehr als das zu verbrauchen, was der Planet in einem Jahr regenerieren kann, wird uns allen die Lebensgrundlage entziehen. Eni weiter so ist nicht! Es sei denn, Sie schei*en auf nächste Generationen. Also fangen Sie bei sich selbst an und machen Sie nicht diejenigen runter, die vielleicht etwas idealistischer und optimistischer als Sie sind!

                • Reinhard Seevers sagt

                  Herr Suhr, Sie sollten nicht immer gleich in jedem Wort eine persönliche Anfeindung finden….wenn ich frage, ob es nicht ein wenig naiv sei, dann ist das eine unpersönliche Formulierung einer Sichtweise.
                  Ich stelle ja gerade in Frage, ob die Gleichheit der Menschheit nach unseren Maßstäben das Ziel sein kann. Ich sehe aber die Menschen als Menschen. Mit den Bedürfnissen, dem Egoismus und dem Neid gegenüber denen, die mehr haben. Die Triebfeder des Menschlichen können Sie ja nicht weg verordnen. Dass Wohlstand den Bevölkerungsdruck mindert, ist auch nur ein schöner Wunschgedanke, den hatte ich auch einmal. Der Begriff wird dann sehr schnell wieder eingehegt, in dem man sagt: “Aber nicht der Wohlstand, den wir vorleben”….ja was denn sonst. Wir – die westliche Wertegemeinschaft – sind der Maßstab für diejenigen, die hierher flüchten. Sogar streng Gläubige ordnen sich dem Kapital unter.
                  Ich will nicht den Rest der Welt in Armut halten, ich möchte wissen, was die Alternative zur materiellen Bedürfniskultur ist, und wie sie überwunden werden soll. Denn wenn das nicht klappt, klappt auch alles andere an Wunschdenken nicht.

              • Christian Suhr sagt

                Eigentlich wollte ich Ihnen eher zeigen, daß es sich lohnt, selbst etwas … naiv zu sein.

                Sie sprechen von Wohlstand, den alle haben wollten. Wenn Sie sich mit Migration beschäftigen, werden sie feststellen, daß der Push-Effekt immer größer als der Pull-Effekt sein muß. Niemand verläßt wirklich gern seine Heimat, sondern jeder hätte gern den Wohlstand von uns bei sich. Die Chinesen zeigen es doch, die produzieren mit zunehmendem Wohlstand jetzt selbst viel Fleisch sozusagen.

                Eigentlich ist unser Vorteil hier, daß wir schon verhältnismäßig hohen Wohlstand haben, wir können den nächsten Gang einschalten. Man ist mit Blick auf die Mehrheit natürlich schnell gefrustet, doch ich glaube, wenn da mehr Menschen zusammenhalten (z.B. Erzeuger und Verbraucher), dann kann man Berge versetzen.

                Umgekehrt bin ich auch bei den Linken jemand, der die Fundis wegbeißt, die Lenin-Spinner usw. (v.a. alte Garde, könnte man sagen). Die Jugend – wie die Jugend oft – ist schnell eher aktionistisch und wütend, aber der Mix macht’s. Da Sie hier ja auch sehr engagiert schreiben, wären wir zumindest schon mal zwei, die sehen, daß es so wie bisher nicht weitergehen kann und Anfeindungen nichts bringen. Insofern wäre meine Hoffnung, daß Sie auch ein wenig mehr Optimismus ausstrahlen, wenn ich frech sein darf 😉

                Ich könnte auch regelmäßig meine Mitmenschen schütteln. Und bei all den Ecken, wo es überall brennt, weiß man manchmal nicht, wo man zuerst anfangen soll. Aber überzeugen Sie Menschen, selbstkritischer zu werden. Sie müssen ja auch niemanden direkt überzeugen, manchmal reicht es nur, selbstkritisches Vorbild zu sein und Ideen in den Raum zu werfen.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Ok, ich bin in weiten Teilen bei Ihnen…leider bin ich ein Pessimist, was das menschliche Verhalten angeht. Außerdem wäre es mir lieb, wenn man nicht in Lagerdenken verfallen würde, wenn es ganz ohne Parteien und damit vorgefassten Schubladen ginge.
                  Ich möchte auch gar nicht andere Menschen überzeugen. Deshalb bin ich weder in einer Partei, noch missioniere ich eine Lebenseinstellung. Ich habe täglich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun und behaupte, dass die Mehrheit sich keine grundsätzlichen Gedanken über Gesellschaft und gesellschaftliches Handeln macht. Das eigene Leben ist den meisten am nächsten und die Mehrheit denkt auch eher über die nächstmögliche Urlaubsdestination nach, als über die Folgen, die die Reise haben könnte.
                  Ok, beim Grillen kommt schon mal der eine oder andere und möchte veggy oder bio, aber das sind hier die Ausnahme….und wenn sie mit ihrem SUV oder dem E-Bike nach Hause fahren, ist das auch gegessen – im wahrsten Sinne des Wortes. 🙄

  5. Ferkelhebamme sagt

    Mir macht Sorgen, dass die Einsichten jetzt gehäuft auftreten, NACHDEM die Gesetze (Insektenschutzgesetz, TierschutznutztierhaltungsVerordnung) nun im Namen des Volkes festgezurrt wurden und einen sehr strammen Zeitplan vorgeben. Nun, wo erst im Anschluss über die Finanzierung debattiert wird, fällt dem Volk plötzlich auf, dass das ganz schön teuer wird? Kommt jetzt: “Das haben wir doch gar nicht gewollt, also zahlen wir auch nicht dafür?”
    Die ich rief, die Geister…
    Alternativ wird man halt die Bauern los.

    • Elisabeth Ertl sagt

      Dort wo es darum geht, etwas zu fordern und eine Unterschrift unter eine Petition zu setzen, ist die Revolution noch lange nicht abgesagt. Denn noch hat man Sündenböcke, die für das Schieflaufen verantwortlich gemacht werden können. Wenn es schon nicht mehr die Bauern sind, die aus existenzieller Not auf die Barrikaden gegangen sind und reihenweise zusperren, dann hat man noch immer die Politik. Die Politik ist dazu da, ein Schlaffenland zu schaffen: eines, das den Bauern mehr Geld gibt, aber bitte nicht aus unserem Steuergeld. Das Corona-Füllhorn beweist ja, dass irgendwo wundersam Geld zu generieren ist, obwohl Steuerschulden und Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden.
      Irgendwann aber kommt dann der Punkt, wo die Politiker so auf die Barrikaden steigen werden wie zuletzt die Bauern. Die Befindlichkeit von Julia Klöckner zuletzt deutet schon darauf hin. Gegen wen werden sie auf die Barrikaden steigen. Das wird spannend.

  6. Wolfgang sagt

    Immerhin haben bisher bei der Frage “Teilen Sie die Meinung des Autors” 90 % der auf der Webseite angemeldeten Leser zugestimmt. Das erweckt den Eindruck, dass es doch einige Leute verstanden haben.

    Wenn ich allerdings die Kommentare zu dem dort ebenfalls verlinkten Artikel vom Januar über eine gerechtere Bezahlung der Bauern für national höhere Anforderungen lese ( https://www.welt.de/wirtschaft/article224725615/Deutschland-Bonus-Verbraucher-sollen-mehr-fuer-heimische-Lebensmittel-zahlen.html#Comments ), kommt mir das kalte Grauen angesichts der dort zu lesenden Neiddiskussion um die Agrarsubentionen.
    Beispiel: “Der Bauer in meinem Golfclub, der mit seinem BMW X5 vorfährt, wird es freuen.”
    … Ich fahre keinen BMW, bin da also sicherlich nicht gemeint. Und “meinem Golfclub” hätte die Schreiberin vielleicht auch nicht formulieren sollen.

  7. Meier sagt

    Wir Bauern wußten das doch schon lange , aber unsere Ideologieeliten wollten es nicht wahr haben und haben immer das Gegenteil behauptet. Auch die Verbraucher haben aus Eigenschutz vor der Mainstreammeinung das nachgeplappert , aber im Einkaufswagen das Gegenteil eingekauft. Wenn meine Kinder jede Woche die Regionalkäseblätter mit einem Stoß Werbeblättern verteilen , dann warten die Leute schon darauf und machen ihren Sonderangebotsfahrplan. Wehe , wenn die Zeitung mal nicht kommt , dann klingelt sich aber unser Telefon heiß. Man erhebt ja einen regelrechten Rechtsanspruch auf diese Käsewerbeblätter. Das ist eben der Unterschied zwischen Ideologie und Realität , aber ob das unsere “Ideologieeliten ” schon gemerkt haben ?

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei uns flattern wöchentlich ca. 1 Kg Werbung ins Haus.

      Sicherlich belasten diese Werbeblätter nicht die Umwelt, oder haben sie schon mal davon gehört, das damit die Umwelt belastet wird?

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Von einer Bergbäuerin geht man aus, dass sie Selbstversorger ist, als keine Prospekte.😉

      • Das nennt man heutzutage Analogspam!
        Das ist ja umweltschädlich, denn wer weiß aus welchen Bäumen das viele Papier gemacht wurde und wie giftig die Farbe und andere Beschichtung da drauf ist,
        abgesehen von der Plastikhülle, die keiner angebracht, bevor er den A-Spam in der Papiertonne entsorgt.
        Da haben dann die Papierecycler auch wieder ihre Sorgen mit.

        Ich habe an meinem Briefkasten so ein Zettelchen angebracht, wo drauf steht:

        Keine Werbung

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wen die Werbung in der Tagezeitung liegt, dann nützt das Schildchen nichts.

  8. Die vielbeschworene “Revolution” war/ist doch lediglich eine “akustische Täuschung”. Wenige lautstarke Schreihälse suggerieren die Mehrheitsmeinung zu vertreten. Wenns zum Schwur kommt sieht die Lage dann halt doch anders aus. Das Problem ist, dass sich unbedarfte Wähler (das Kreuz kostet ja nichts), die Politik und immer mehr (Pseudo-)Wissenschaftler von den Schreihälsen treiben lassen und damit gewaltigen Druck in den Kessel bringen. Dieser Druck trifft die Landwirtschaft mit voller Wucht.

  9. Jochen Böhrer sagt

    Bemerkenswert ist DIESER Abschnitt:

    “Sind wir uns nicht alle einig, dass die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten werden, dringend verbessert werden müssen? Offenbar nicht. Es ist eine verzerrte Wahrnehmung der Mittel- und Oberschicht, für die es nicht darauf ankommt, was ein Kilo Fleisch kostet. ”

    Hier steckt der Kern des Problems. Mittlerweile herrscht ein breiter politischer und gesellschaftlicher Konsens darüber, dass die Tiere schlecht gehalten werden. Bis hinein in den wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung herrschen Ideologie und Verunglimpfung vor. NGOs und Medien schüren Hass und treiben die Politik vor sich her. Einzelne Schwarze Schafe werden als repräsentativ für die ganze Branche dargestellt. Geschürt werden solche Phrasen auch von Tierrechtsorganisationen, denen es im Grund nicht um die Verbesserung, sondern um die Abschaffung der Tierhaltung geht. Man rennt den immer schärfer werdenden Vorschriften ständig hinterher und kein Eingehen auf irgendwelche Forderungen wurde jemals gewürdigt. Keine 10 Jahre ist es her, dass man die Gruppenhaltung bei Schweinen eingeführt hat. Viele stiegen aus, die anderen investrierten hunderttausende. Ohne dass der Preis für Ferkel und Fleisch stieg. Und bevor man die Investitionen abbezahlt hat, kommt das Kastenstandverbot.
    Man hat den Antibiotikaeinsatz mehr als halbiert. Die Dreckshetze geht unvermindert weiter.
    Und was machen Teile unserer Kollegen? Anstatt das grundsätzliche Problem zu benennen, schütten sie sich Asche übers Haupt und gestehen quasi ihr garstiges Tun ein und verbinden es mit einer Preisjammerei. Der unbedarfte Außenstehende liest daraus. “Der Verbraucher ist schuld, dass man die Tiere so unwürdig hält”.
    In der Folge werden Versprechen für 1 Euro mehr Geld mit Forderungen für Umstellungen verbunden, die einen 95 cent kosten. Und am Schluss bekommt man statt dem einen Euro nur 10 cent mehr.

    • Thomas Apfel sagt

      “”Anstatt die grundsätzlichen Probleme zu benennen, schütten sie sich Asche übers Haupt und gestehen ihr garstiges Tun ein und verbinden es mit einer Preisjammerei”

      Genau das ist eins der großen Probleme, dass wir nicht stolz zu dem stehen, was wir tun.
      Statt zu erklären was wie und warum gemacht wird, dienen sich Einzelne Gruppen und Verbände bei dieser Gesellschaftsschicht an. Das Grundsatzproblem ist, dass diese Truppenteile nicht aufhören werden mit ihren Versuchen entweder überall ein BIO- davor stehen zu haben oder aber die Tierhaltung abzuschaffen.
      Im Bereich der “eh da Flächen” und Landschaftsstrukturen kann man eine ganze Menge Sinnvolles tun und sollte das auch ordentlich kommunizieren. Zu unseren modernen und anpassungsfähigen Produktionsstrukturen sollten wir stehen – Jeder Einzelne – und Alle zusammen !!

      • Reinhard Seevers sagt

        Die kapitalistische Wirtschaftsform führt nun dazu, dass etliche Kollegen dem Anspruch der Gesellschaft folgen und Tierwohlställe bauen und diese in der gewünschten website bestens zum Nachteil der Kollegen bewerben. Das ist doch im Sinne aller, die sich von DLG über QS und argrar-blogs hinweg für eine bessere Positionierung einsetzen…..es ist ein systemisch bedingter Kreislauf.

        • Jochen Böhrer sagt

          Tierwohlställe zu bauen und zu bewerben muss nicht unbedingt schlecht sein. Solange es ohne Verunglinpfung der anderen stattfindet. Tierwohlställe sind nicht die Alternative zu “SCHLECHTER” Haltung, sonderen BESSER als GUT. Quasi das 4 – 5 -Sterne -Hotel statt der einfachen Herberge. Wenn es so kommunizert wird, ist das auch in Ordnung.

          • Reinhard Seevers sagt

            Besser als “Gut” gibt es nicht in der Werbung. Der Standard wird von den “Besseren” definiert und alles, was dann kommt ist schlechter und damit raus…..
            Deshalb schaffen es doch die Reifenhersteller auch, dem Kunden jedes Jahr immer “bessere” Reifen zu verkaufen, als die guten des letzten Jahres.
            In der Kosmetikbranche klappt das sogar halbjährlich.

          • fingerphilosoph sagt

            In den Mainstream-Medien ist der Tierwohlstall bzw. das 5-Sterne-Hotel für ausnahmslos ALLE Nutztiere die MINDESTFORDERUNG. Besser als Tierwohlställe ist es, Tiere überhaupt nicht mehr zu nutzen. Ein Tier zu schlachten und zu essen wird mit “Leid” gleichgesetzt, und einem Tier darf man kein Leid zufügen. Also ist jede Tierhaltung unterhalb der Mindestforderung per se schon schlecht, weil der Tierwohlstall nur die Notlösung dafür ist, dass der barbarische Otto Normalo das Fleischessen (noch) nicht lassen kann.
            Der als “Tierwohlstall” beworbene Stall setzt damit die sonstigen Haltungsformen automatisch in ein schlechtes Licht.

            • “Der als „Tierwohlstall“ beworbene Stall setzt damit die sonstigen Haltungsformen automatisch in ein schlechtes Licht” und verstärkt gleichzeitig den Trend gegen die Nutzung (Essen) der Tiere. Ist ja auch logisch, es ist doch noch verwerflicher, gückliche Tiere abzumurksen und und zu (fr)essen (wer mag schon Bambi am Spies). So wird der Tierwohlstall am Ende des Tages zum Gnadenwohlstall.

        • Wolfgang sagt

          und der Kreis dreht sich so schnell, dass auch diese Investitionen nicht abbezahlt sein werden, bevor sie längst nicht mehr den neuen Anforderungen nachkommen können.

      • Bravo Thomas Apfel!

        „Im Bereich der „eh da Flächen“ und Landschaftsstrukturen kann man eine ganze Menge Sinnvolles tun und sollte das auch ordentlich kommunizieren.“

        Genau so funktioniert das meiner Meinung nach.
        Die öffentlich geäußerten Kritikpunkte an die Landwirtschaft, auch wenn sie aus Sicht der Landwirte überzogen dargestellt werden, sollten freiwillig angegangen und dann professionell kommuniziert werden.

        Stellt die Säume, Hecken, Ackerrandstreifen und eh-da-Flächen die im Laufe der letzten Jahrzehnte verschwunden sind so gut es geht wieder her.
        Unterbrecht die riesigen, monotonen Flächen wo es geht.
        Ab Besten mit mehreren Landwirten zusammen umsetzen und plakativ öffentlich machen.

        • Reinhard Seevers sagt

          Problematisch ist nur, dass Naturschutzbehörden freiwillig angelegte Flächen nur bedingt anerkennen und weiterhin Kompensationsflächen fordern, obwohl man ja schon derartige Maßnahmen umgesetzt hatte.
          Es herrscht ein bürokratischer Wildwuchs dokumentarischer und ordnungspolitischer Art, da sind freiwillige Leistungen häufig kontraproduktiv. Im Ackerbau mag das noch umsetzbar sein.

          • Ferkelhebamme sagt

            Ja, das ist so. Gerade die Erfahrung gemacht, dass eine freiwillig angelegte große Heckenpflanzung nicht als Kompensation anerkannt wird. Wäre sie erst als Kompensation angegeben und dann angelegt worden, wäre sie anerkannt worden. Bescheuert der, der in D noch etwas freiwillig macht…

        • Wolfgang sagt

          Das mag ja regional recht unterschiedlich sein. Bei uns kenne ich allerdings keine “ausgeräumten” Landschaften. Mein größter Acker hat 6 ha (nachdem ich 3 nebeneinander liegende Grundstücke quer zur ursprünglichen Richtung bewirtschaften kann). Im Schnitt liege ich aber unter 2 ha. Flurbereinigung war zu einer Zeit, als ein Schlepper keine 50 PS hatte, und ein Miststreuer vielleicht 2 – 3 t fasste.
          Aber da, wo einzelne Flächen mit Unterstützung des Staates seither für die Natur zusätzlich extensiviert wurden, werden daraus jetzt plötzlich verpflichtende Vorgaben für diese und weitere Flächen. Pacht muss ich dafür weiterhin bezahlen, auch wenn ich vom Staat für die Einbußen bei der Bewirtschaftung nichts mehr bekomme. (Und künftige weitergehende freiwillige Maßnahmen nimmt man als “Eco Schemes” aus dem Topf, der uns bisher gerade noch das Überleben möglich gemacht hat.)

          • Ferkelhebamme sagt

            Und die ZAs werden dann nach zwei Jahren Nicht-Beanspruchung auch noch eingezogen! Doppelt gekniffen

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Prima,
          pflanzt Streuobstbäume damit unsere Gesellschaft die sofort vor den bösen Bauern schützen können, also von denen die sie im letzten Jahr gepflanzt haben.
          So lenkt man den Hass absichtlich auf Richtung Landwirtschaft.

          • Die Städter können doch ihre eigenen Obstbäume auf ihren Zierrasen Pflanzen, damit sie auch mitreden können.

            Dann bildet sich kein naiver Mainstream
            Dann gibt es mehrere Meinungen, eine ganz andere Meinungsvielfalt brauchen wir.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Richtig, eigene Äpfel im Garten, ganz ohne Pflanzenschutz, aber mit Schorf und Mehltau und fleischlicher Beilage.

    • Paulus sagt

      @Jochen Böhrer, es bedarf keiner Tierrechtsorganisationen um Zweifel an der modernen Massentierhaltung aufkommen zu lassen. Ich hatte hier vor kurzem geschildert, dass ich einen von elf Putenmastställen eines ehem. Klassenkameraden besichtigen durfte. Der verstößt ganz sicher weder gegen Tierrechte noch gegen sonstige Vorschriften. Ich bin nicht gerade zart besaitet, trotzdem ist mir beim Anblick der schlachtreifen Tiere der Appetit auf Putenfleisch ein für alle Mal vergangen. Er bedient aber nun mal einen Markt der wohl relativ stabil und wahrscheinlich auch zukunftsfähig ist.
      Was ich ihm zugute halten muss, er beschäftigt Mitarbeiter die auf dem Arbeitsmarkt sonst kaum eine Chance hätten, und das zu deutlich mehr als den Mindestlohn.

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