Nicht nur in Deutschland, sondern auch in der EU gibt es derzeit einen Streit darüber, wie die zukünftige Agrarpolitik aussehen soll. Angesichts des Krieges in der Ukraine ist jedem klar, dass eine nennenswerte Menge an Nahrungsmittel fehlen wird. Wieviel genau weiß niemand, aber es dürfte als sicher gelten, dass die Ukraine als Exporteur von Nahrungsmitteln ausfällt. Dieses Jahr bestimmt, vielleicht auch für länger. Doch sowohl die EU-Kommission, allen voran Frans Timmermans, als auch der deutsche Agrarminister Cem Özdemir halten an ihren alten Plänen von Green Deal und Farm to Fork fest. Und nicht nur das: Sie greifen auch alle an, die anderer Meinung sind. https://www.euractiv.de/section/landwirtschaft-und-ernahrung/news/timmermans-warnt-vor-lockerung-der-green-deal-ziele-wegen-ernaehrungssicherheit/ „Ich will, dass ihr in Panik geratet“ Dieser Satz stammt von Greta Thunberg. Er bezog sich auf die mangelnde Bereitschaft der politischen Entscheidungsträger, Maßnahmen zu Bewältigung des Klimawandels zu ergreifen. Trifft dieser Satz auch für die gegenwärtige Situation der Welternährung zu? Von Seiten der Bundesregierung wird versichert, dass wir über genügend Getreide zur eigenen Versorgung verfügen. Diese Aussage ist etwas voreilig, denn die neue Ernte 2022 ist noch lange nicht …