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100 Tage Landwirtschaftsminister Cem Özdemir

Heute mache ich es mir sehr einfach. Ich möchte von Euch/Ihnen wissen, wie ihr/Sie die ersten 100 Tage des Landwirtschaftsminister Özdemir bewertet. Schreibt es in die Kommentare. Was ist euch besonders in Erinnerung geblieben? Was macht er gut, was gefällt euch nicht?  Aktuelle Meldung: https://www.welt.de/politik/deutschland/article237615687/Folgen-des-Kriegs-Oezdemir-regt-Entlastung-bei-Lebensmittelpreisen-an.html? Ältere Meldung: https://www.stern.de/politik/deutschland/cem-oezdemir–agrarminister-fordert-hoehere-lebensmittelpreise-31455080.html

Nachhaltigkeit – mit Augenzwinkern

Zitat: „Wissen Sie, was vor 150 Jahren von den führenden Fachleuten als das größte Umweltproblem der Zukunft angesehen wurde? Der Pferdemist in den Großstädten. Halten Sie mich für verrückt, aber Pferdemist ist derzeit nicht unser größtes Problem.“ Eine etwas humorvolle Betrachtung des Begriffes „Nachhaltigkeit“ und wie sich die Probleme wandeln. https://www.spektrum.de/kolumne/was-waere-wenn-wir-alle-nachhaltig-leben-wuerden/1462655 Vielleicht hilft es, die heutigen Probleme besser zu meistern.

Bericht aus der ukrainischen Landwirtschaft

Alex Lissitsa, Präsident der Vertretung der ukrainischen Agrarwirtschaft, beschreibt dem Bayerischen Rundfunk die prekäre Lage auf seinem Milchviehbetrieb. Ich habe Herrn Lissitsa vor einigen Jahren getroffen. Er hat einen sehr guten Überblick über die Situation im Land. https://www.agrarheute.com/tier/landwirt-ukraine-zwei-tage-koennen-noch-melken-591379? Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren    

Nahrungsmittelkrise – wie (kurzfristig) reagieren?

Die Nachrichten melden, dass Getreide knapp wird und es eine weltweite Nahrungsmittelkrise geben könnte. Und schon geht sie los, die Suche nach dem Schuldigen. Das scheint so ein menschlicher Reflex zu sein. Im Falle der Nahrungsmittelkrise scheint man sich jetzt schnell einig zu sein. Es ist die Tierhaltung! Viel zu viel Getreide gehe in den Futtertrog, für unseren Fleischverzehr müssten in Afrika Menschen sterben und die Erderwärmung würde befördert. So monokausal sehen das Grüne, NGO´s und die ihnen folgende Schar der Journaille. Kurzum: die Bauern sind schuld. Sogar die sonst eher moderate Süddeutsche Zeitung bläst ins gleiche Horn. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ukraine-landwirtschaft-klimaschutz-1.5546016 Bei aller Aufgeregtheit sollten wir die Sache mal realistisch angehen: Wie können zusätzliche Nahrungsmittel verfügbar gemacht werden? Treibstoff: Es gibt in der Tat Konkurrenz zu menschlichen Nahrungsmitteln. Da wäre der Energiesektor zu nennen. Dem Diesel wird in Deutschland 7% Biodiesel (Pflanzenöle) beigemischt. Beim normalen Super sind es 5%, 10% im Super E10. Das heißt, dass alle unsere Fahrzeuge mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden. Diese Beimischung könnte von heute auf morgen beendet werden. Man hat es mit …

Es soll später niemand sagen, dass man es nicht hätte wissen können

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in der EU gibt es derzeit einen Streit darüber, wie die zukünftige Agrarpolitik aussehen soll. Angesichts des Krieges in der Ukraine ist jedem klar, dass eine nennenswerte Menge an Nahrungsmittel fehlen wird. Wieviel genau weiß niemand, aber es dürfte als sicher gelten, dass die Ukraine als Exporteur von Nahrungsmitteln ausfällt. Dieses Jahr bestimmt, vielleicht auch für länger. Doch sowohl die EU-Kommission, allen voran Frans Timmermans, als auch der deutsche Agrarminister Cem Özdemir halten an ihren alten Plänen von Green Deal und Farm to Fork fest. Und nicht nur das: Sie greifen auch alle an, die anderer Meinung sind. https://www.euractiv.de/section/landwirtschaft-und-ernahrung/news/timmermans-warnt-vor-lockerung-der-green-deal-ziele-wegen-ernaehrungssicherheit/ „Ich will, dass ihr in Panik geratet“ Dieser Satz stammt von Greta Thunberg. Er bezog sich auf die mangelnde Bereitschaft der politischen Entscheidungsträger, Maßnahmen zu Bewältigung des Klimawandels zu ergreifen. Trifft dieser Satz auch für die gegenwärtige Situation der Welternährung zu? Von Seiten der Bundesregierung wird versichert, dass wir über genügend Getreide zur eigenen Versorgung verfügen. Diese Aussage ist etwas voreilig, denn die neue Ernte 2022 ist noch lange nicht …

Lobbyistin als Diplomatin – Greenpeace am Kabinettstisch

Ein Gastkommentar von Horst Hermannsen Wenn Jennifer Morgan nun ins Bundesaußenministerium geht, betritt sie kein ganz unbekanntes Terrain. Schon 1993 war die US-Bürgerin im Umweltministerium tätig und schrieb für dessen damalige Chefin, Angela Merkel, Reden. Auf einer Veranstaltung der European Environmental 2018 sorgte sie mit Aussagen wie: „Unser Ernährungssystem ist kaputt,“ für Aufmerksamkeit. Bei dieser Gelegenheit rief die Vegetarierin dazu auf, weniger Fleisch- und Milchprodukte zu konsumieren. Die Einigung zwischen Agrar- und Umweltseite, welche 2021 der Zukunftskommission Landwirtschaft hierzulande gelang, wird von Morgan abgelehnt. Jedenfalls verließ Greenpeace Deutschland die Zukunftskommission. Lieber zeigt sich die professionelle Endzeit-Klimafanatikerin im Schulterschluss mit Greta Thunberg und deren Entourage. Morgan war nie in einem Unternehmen tätig, dass sich im Markt behaupten muss. Sie lebte stattdessen von Spenden und Alarmismus. So war sie bei der NGO „Climate Action Network“, dann beim WWF für das „Global Climate Change Program“ zuständig. Seit 2016 steht sie zusammen mit Bunny McDiarmid an der Spitze von Greenpeace, der bekanntesten und militantesten Nichtregierungsorganisation. Dort lernte sie, wie man mit Nötigung und Vandalismus zur mächtigen NGO wird.  Greenpeace …

G 7-Agrarminister-Sondertreffen: die Ergebnisse

Im nachfolgenden Link die ausführliche Erklärung (Protokoll) der heutigen Sitzung. g7-sondertreffen-erklaerung In Kürze: (die Markierungen in fett stammen von mir) Wir alle sind entsetzt und verurteilen die großangelegte militärische Aggression Wir streben an, nationale, bilaterale und internationale Unterstützung zu leisten, um zur Ermöglichung von Ernten in der Ukraine beizutragen und die Fähigkeit der ukrainischen Landwirtinnen und Landwirte zu gewährleisten, ihre Bevölkerung zu ernähren und zur globalen Ernährungssicherheit beizutragen Wir sind zutiefst besorgt über die Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit. Mit tiefer Besorgnis beobachten wir die schwerwiegenden Auswirkungen auf globale Lebensmittelversorgungsketten und den starken Anstieg der bereits hohen Preisen für landwirtschaftliche Grunderzeugnisse und Betriebsmittel wie z.B. Düngemittel, sowie deren Auswirkungen auf die Ernährung und Ernährungssicherheit für die am stärksten gefährdeten Länder und Bevölkerungen. Wir verurteilen den Angriff Russlands auf die Ukraine scharf. Wir verpflichten uns zu enger Zusammenarbeit und konkreten Maßnahmen zur Gewährleistung der globalen Ernährung und Ernährungssicherheit Wir fordern alle Länder auf, ihre Nahrungsmittel- und Agrarmärkte offen zu halten und Vorkehrungen gegen ungerechtfertigte, restriktive Exportmaßnahmen zu treffen. Wir werden keine künstlich aufgeblähten Preise dulden, die die …

Das Problem mit der Realität…

Aktuell kosten 1000 kg Harnstoff ziemlich exakt 1000 €. Auch ohne Mathematikstudium lässt sich schnell errechnen, dass ein 1 kg Harnstoff 1 € kostet. Bei diesen Preisen für Dünger überlegt sich jeder Landwirt drei Mal, wie viel er nun düngt. Doch ohne Dünger geht es nicht, auch nicht in der Bio-Landwirtschaft. Doch mich bewegt heute etwas anderes: Ich hatte gestern ein (digitales)  Zoom-Meeting mit Martin Häusling, Die Grünen und Mitglied des Europa-Parlamentes, zusammen mit Ophelia Nick, Die Grünen, Staatssekretärin im BMEL und zwei weiteren Gästen. Der Inhalt der 90 Minuten ist schnell erzählt: Man hat sich innerhalb der Veranstalter darin bestätigt, dass die geplanten Ziele von Farm to Fork auf  jeden Fall unverändert fortgeführt werden müssen. Also: 30% Bio und 50% weniger „Pestizide“, weniger Fleisch essen und Tierzahlen runter. Und jeder, der einen Zweifel daran hegt, ist des Teufels. Man durfte auch Fragen stellen. Die ganz überwiegende Zahl der über 100 Fragen waren fachlich sehr fundiert und hegten eben genau diese Zweifel. Es wurde gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre, angesichts der bevorstehenden Knappheit die …

Systemvergleich Nitratgehalt bio – konvi

Diese Nitratgehalte von 36 Jahren hat mir ein Betrieb aus Bayern geschickt. Es sind die Werte eines offiziell gemessenen Brunnens, dessen Einzugsgebiet zu 90% unter den Flächen des Betriebes liegen. Der Betrieb bewirtschaftet etwa 40 ha Ackerfläche und 40 ha Grünland. Der Betrieb war 25 Jahre lang ein Bio-Betrieb (Naturland).  Vorher und hinterher wurde er konventionell bewirtschaftet. Und nun die Preisfrage: in welchem Zeitraum wurde der Betrieb ökologisch bewirtschaftet?

Nur zur Erinnerung, Frau von der Leyen….

Der Auszug aus dem nachfolgenden Vertrag ist die Fortentwicklung des Vertrages zu  Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EG-Vertrag) Im § 39 https://dejure.org/gesetze/AEUV/39.html   finden sich die unten genannten Punkte, die übrigens für die gesamte europopäische Gemeinschaft gelten. 1) Ziel der gemeinsamen Agrarpolitik ist es, a) die Produktivität der Landwirtschaft durch Förderung des technischen Fortschritts, Rationalisierung der landwirtschaftlichen Erzeugung und den bestmöglichen Einsatz der Produktionsfaktoren, insbesondere der Arbeitskräfte, zu steigern; b) auf diese Weise der landwirtschaftlichen Bevölkerung, insbesondere durch Erhöhung des Pro-Kopf-Einkommens der in der Landwirtschaft tätigen Personen, eine angemessene Lebenshaltung zu gewährleisten; c) die Märkte zu stabilisieren; d) die Versorgung sicherzustellen; e) für die Belieferung der Verbraucher zu angemessenen Preisen Sorge zu tragen. (2) Bei der Gestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik und der hierfür anzuwendenden besonderen Methoden ist Folgendes zu berücksichtigen: a) die besondere Eigenart der landwirtschaftlichen Tätigkeit, die sich aus dem sozialen Aufbau der Landwirtschaft und den strukturellen und naturbedingten Unterschieden der verschiedenen landwirtschaftlichen Gebiete ergibt; b) die Notwendigkeit, die geeigneten Anpassungen stufenweise durchzuführen; c) die Tatsache, dass die Landwirtschaft in den Mitgliedstaaten einen mit der …