Alle Artikel in: Bauer Willi

Warum wir uns Sorgen machen müssen – und trotzdem Lösungen haben

Wie sieht es mit der Versorgung mit Lebensmitteln aus? Müssen wir uns Sorgen machen? Werden wir auch in Zukunft alles kaufen können? Und wie werden sich die Preise für Lebensmittel entwickeln?  Hier der Versuch einer möglichst objektiven Darstellung der Fakten und einer subjektiven Prognose für 2023. Und Lösungen, den Hunger in der Welt nicht zu groß werden zu lassen. Selbstversorgung Die Selbstversorgung in Deutschland liegt über 100% bei den Grundnahrungsmitteln Milch, Fleisch, Kartoffeln, Zucker. Demnach sollten/könnten wir möglichst viel Fleisch, Pommes und Süßigkeiten essen. Bei Getreide liegt der Selbstversorgungsgrad in den meisten Jahren knapp über 100%, in 2018 lag er aber – aufgrund der Trockenheit und Hitze – nur bei 91%. Wir mussten also selbst Getreide importieren. Von daher ist es grob fahrlässig, wenn aktuell die Aussage getroffen wird, dass wir in 2022 genügend eigenes Getreide haben werden. Kein Mensch kann heute, im März, eine seriöse Aussage über die Erntemenge dieses Jahres treffen. Übrigens: der,  wie beispielsweise Renate Künast fordert, die Tierhaltung in Deutschland zu halbieren, sollte sich im Klaren darüber sein, dass dann auch …

Aktuelle Situation in der Landwirtschaft in der Ukraine (24. März 2022)

Markus Wipperführt hat zusammen mit Anthony Lee und Christian Lohmeyer ein Gespräch mit Alex Lissitsa in der Ukraine geführt. Es geht um die aktuelle Situation am 24. März 2022. Unbedingt die ersten 40 Minuten anschauen oder hören. https://www.facebook.com/wippitv/videos/1153610525409161 Es werden einige Aspekte genannt, die mir bisher nicht bekannt waren. Ein Beispiel: verminte Äcker. Es wird lange dauern, bis diese wieder befahrbar sind. Weitere Aspekte: Verfügbarkeit von Treibstoff, Dünger. Pflanzenschutz. Und vor allem von Menschen. die die Maschinen bedienen können. Herr Lissitsa hofft, dass die Ukraine in 2022 zumindest 40% einer normalen Ernte einfahren kann. In den derzeit russisch besetzten Gebieten ruht sämtliche Feldarbeit. PS: Das Titelbild habe ich 2008 in der Ukraine aufgenommen. Das Zuckerrübenfeld ist 2400 ha groß.

Ida ist da!

Gestern hat unser Hof eine neue Erdenbürgerin dazu bekommen. Sie heißt Ida, wiegt 3700 g und ist 52 cm groß. Mutter und Kind sind wohlauf, der Vater (unser Sohn) auch. Wir alle sind froh und glücklich. Und die Ur-Oma (99) ist besonders stolz. Das Leben ist schön! Wir müssen uns das nur täglich bewusst machen.  

Die Sache mit dem Minimum…

Ein Gastbeitrag von Bauer Fritz Das Minimumgesetz von Justus von Liebig (1803-1873, Deutscher, Chemiker, Mann, weiß) besagt, dass das Wachstum von Pflanzen durch die im Verhältnis knappste Ressource (Nährstoffe wie Kohlenstoffdioxid, Wasser, Licht etc.) eingeschränkt wird. Diese Ressource wird auch als Minimumfaktor bezeichnet. Bei Vorliegen eines solchen Mangelfaktors gibt es keinen Einfluss auf das Wachstum, wenn eine Ressource hinzugegeben wird, die bereits im benötigten Umfang vorhanden ist. Das Minimumgesetz ist unter anderem eine wichtige Grundlage bei der Düngung. Als Modell des Gesetzes fungiert die „Minimum-Tonne“: Eine Tonne mit unterschiedlich langen Dauben lässt sich nur bis zur Höhe der kürzesten Daube füllen. Genauso kann ein Organismus sich nur so weit entwickeln, wie es die knappste Ressource erlaubt. Jeder Bauer lernt das in seiner Ausbildung. Seit Generationen. Es ist so ziemlich das Gegenteil dessen, was „Absolventen der Google-Universität“ mit „Viel hilft viel“ den Bauern immer unterstellen. Dass sich dadurch gerade bei den Bauern von früh auf ein anderes Verständnis entwickelt hat  für das Minimum (also das was zu wenig ist oder knapp werden kann oder begrenzt vorhanden …

Pressemitteilung BMEL zu Ukraine und Zukunftskommission (23.3.2020)

Diese Pressemitteilung kam soeben aus dem BMEL. Kann mir das mal jemand übersetzen? Meine Fragen: Was wurde besprochen, was wurde erreicht? Was sind die nächsten Schritte? Was bedeutet das für uns Landwirte? Ändert sich was oder bleibt alles bei den alten Sprechzetteln? https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/36-oezdemir-zkl-treffen.html  

Wo sind sie alle?

Ein Gastkommentar von Klaus und Birgit aus Unterfranken. Und wie immer: Der Text stellt die Meinung des Autors/der Autoren dar. DIE BAUERN sehen sich JETZT(!) mitmenschlich -moralisch und ethisch in jedweder Hinsicht- in der VERANTWORTUNG!!! Worin erkennt sich derzeit unser DBV, Herr Rukwied & Co., die DLG mit ihrem eloquent philosophischen Präsidenten Paetow, usw. usw. usw. wieder !? Wo steht unsere Politik in der Thematik „Nahrungsmittelgrundversorgung“ – hier in Deutschland, europa-/weltweit!? Wo bleiben die Stimmen unserer wissenschaftlichen Eliten, die medial stets vorzugeben wissen, Expertise in Sachen „Landwirtschaft“ absolut zu beherrschen!? Wann vernehmen wir endlich die wütend laut mahnenden Stimmen unserer christlichen Kirchen hierzulande, die infolge dieses Hungers, der in Bälde an unseren Toren anklopfen wird, uns Bauern zur Seite stehen!? Noch immer ist man medial in bloßem Schweigen erstarrt. Es reicht nicht, wenn Papst Franziskus im Ukraine-Krieg von einem unmenschlichen Sakrileg spricht. – Beten hilft vielleicht vielen Seelen, jetzt gilt es aber auch die Menschen vor einer Hungerkrise bewahren zu helfen!!! STILLE, unendlich schmerzhafte STILLE allenortens!!! Kann, darf das wahr sein!? WIRKLICH!? – ZUM absoluten …

Erste Reaktionen #grueneVier

Hier ein Video von Anthony Lee, Sprecher von LSV Deutschland Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Hier spricht Dirk Andresen, ehemaliger Sprecher von LSV Deutschland   Hier der Aufruf von Biobauer Franz (Kinker) aus dem Allgäu: CDYX3936[1] Hier die Pressemitteilung von Land schafft Verbindung e.V. Erwähnung in top agrar online: https://www.topagrar.com/panorama/news/landwirte-starten-protestaktion-gegen-4-flaechenstilllegung-der-gap-13055766.html Gestern, Montag gab es ein Gespräch mit ZEIT online sowie Filmaufnahmen mit SAT 1 Fernsehen. (Dienstag 17:30 Uhr im Regionalprogramm NRW) Die Heinrich-Böll-Stiftung hat sich auch zur Flächenstilllegung geäußert. Die Streichung der Stilllegung hätte keinen Effekt… https://www.boell.de/de/2022/03/17/auswirkungen-aenderung-der-flaechenstilllegung-der-eu-auf-den-globalen-getreidemarkt

Désobéissance civile – Faire à manger – Sauver des vies

Die #grueneVier jetzt auch in Frankreich Désobéissance civile – Faire à manger – Sauver des vies https://seppi.over-blog.com/2022/03/desobeissance-civile-faire-a-manger-sauver-des-vies.html Danke an Andre. Nach einem Tag Kommentare lesen auf dem Blog, Facebook, Twitter und Instagram habe ich den Eindruck, dass die Solidarität und der Zusammenhalt von 2018 zwischen den Landwirten und in der Agrarbranche langsam wieder zurückkehrt. Gemeinsam sind wir stark.    

Ziviler Ungehorsam – Essen machen – Leben retten

Ziviler Ungehorsam – Essen machen – Leben retten Die EU-Kommission hat beschlossen, dass ab dem Anbaujahr 2023 in ganz Europa auf mindestens 4% der Ackerfläche nichts mehr wachsen soll. Wir Landwirte sollen diese Flächen ab dem Herbst 2022 einfach nicht mehr beackern und besäen. Das ist angesichts der kommenden vorhersehbaren Hungerkrise in vielen armen Ländern der Welt ein nicht erklärbarer Wahnsinn. Ungehorsam und Widerstand Wir Landwirte kündigen hiermit öffentlich den zivilen Ungehorsam an, indem wir uns an diese Vorschrift nicht halten werden. Wir werden gegen das Gesetz auf all unseren Ackerflächen somit illegal Lebensmittel anbauen. So lange, bis sich die Ernährungssituation wieder normalisiert hat. Wir Landwirte haben Lösungen Wir Landwirte nehmen unsere Verantwortung wahr, die aufziehende Hungersnot, die vor allem die Ärmsten betrifft, so weit wie möglich abzumildern. Verhindern werden wir es wohl nicht können. Wir werden für jeden Hektar, den wir vorsätzlich und ungesetzlich für Lebensmittel und Nahrung bearbeiten, den Betrag der zukünftigen EU-„Einkommensgrundstützung“ von 150 € an das Konto des UN World Food Programme spenden. https://donatenow.wfp.org/mae/~spenden Das Symbol – #grueneVier Die teilnehmenden Landwirte …

100 Tage Landwirtschaftsminister Cem Özdemir

Heute mache ich es mir sehr einfach. Ich möchte von Euch/Ihnen wissen, wie ihr/Sie die ersten 100 Tage des Landwirtschaftsminister Özdemir bewertet. Schreibt es in die Kommentare. Was ist euch besonders in Erinnerung geblieben? Was macht er gut, was gefällt euch nicht?  Aktuelle Meldung: https://www.welt.de/politik/deutschland/article237615687/Folgen-des-Kriegs-Oezdemir-regt-Entlastung-bei-Lebensmittelpreisen-an.html? Ältere Meldung: https://www.stern.de/politik/deutschland/cem-oezdemir–agrarminister-fordert-hoehere-lebensmittelpreise-31455080.html