Bauer Willi
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Warum wir uns Sorgen machen müssen – und trotzdem Lösungen haben

Wie sieht es mit der Versorgung mit Lebensmitteln aus? Müssen wir uns Sorgen machen? Werden wir auch in Zukunft alles kaufen können? Und wie werden sich die Preise für Lebensmittel entwickeln?  Hier der Versuch einer möglichst objektiven Darstellung der Fakten und einer subjektiven Prognose für 2023. Und Lösungen, den Hunger in der Welt nicht zu groß werden zu lassen.

  • Selbstversorgung

Die Selbstversorgung in Deutschland liegt über 100% bei den Grundnahrungsmitteln Milch, Fleisch, Kartoffeln, Zucker. Demnach sollten/könnten wir möglichst viel Fleisch, Pommes und Süßigkeiten essen.

Bei Getreide liegt der Selbstversorgungsgrad in den meisten Jahren knapp über 100%, in 2018 lag er aber – aufgrund der Trockenheit und Hitze – nur bei 91%. Wir mussten also selbst Getreide importieren. Von daher ist es grob fahrlässig, wenn aktuell die Aussage getroffen wird, dass wir in 2022 genügend eigenes Getreide haben werden. Kein Mensch kann heute, im März, eine seriöse Aussage über die Erntemenge dieses Jahres treffen.

Übrigens: der,  wie beispielsweise Renate Künast fordert, die Tierhaltung in Deutschland zu halbieren, sollte sich im Klaren darüber sein, dass dann auch die Selbstversorgung von Milch und Fleisch der Geschichte angehört. Wir würden auch hier zum Importland.

  • Warum die Ukraine für die Welternährung so wichtig ist

Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, dass Russland und die Ukraine ganz wesentlich für die Welternährung sind. Weizen, Gerste, Sonnenblumen, aber auch GVO-freies Soja und viele Bio-Produkte kommen aus der Ukraine. Was besonders kritisch ist: Viele Länder Nordafrikas beziehen ihr Getreide aus der Ukraine oder Russland. Diese Versorgung ist jetzt schon unterbrochen. Noch können sich Länder wie Ägypten (104 Mio. Einwohner) aus den Lagerbeständen bedienen, die aber je nach Land nur noch eine bedingte Zeit zur Verfügung stehen. Unklar ist, inwieweit die Lager und Verladeeinrichtungen in den Schwarzmeerhäfen durch den Krieg beschädigt sind und noch genutzt werden können. Sollten ernsthafte Schäden entstanden sein, würde es Monate dauern, bis die Schiffe wieder für den Export beladen werden können.

  • Mehr als nur Getreide und Sonnenblumen

Die Ukraine ist nicht nur ein großer und wichtiger Exporteur für Getreide, Sonnenblumen oder Raps. Auch bei Sonderkulturen und vielen Bio-Produkten führt mittlerweile an der Ukraine kein Weg mehr vorbei. Produkte wie Senf, Linsen, Walnüsse oder auch Obstsaftkonzentrate gehören auch dazu.

Hier einige Links: https://www.importpromotiondesk.de/laender/ukraine/ 

https://www.trademap.org/Bilateral_TS.aspx?nvpm=1%7c276%7c%7c804%7c%7cTOTAL%7c%7c%7c2%7c1%7c1%7c1%7c2%7c1%7c1%7c1%7c1%7c1

https://www.oesterreich-isst-informiert.at/industrie/wie-trifft-der-ukraine-krieg-unsere-lebensmittelindustrie/

  • Warum Mitte April ein wichtiges Datum ist

Für die Aussaat der Sommerungen wird es langsam Zeit. Die wichtigen Sommerungen, die aus der Ukraine auf den Weltmarkt gehen, sind Sonnenblumen (Saat und Öl), Mais, Soja, Sommergerste (Braugerste) und Zucker. Für die heimische Ernährung sind Kartoffeln eine wichtige Kultur. Das Aussaatfenster endet für alle Kulturen spätestens Mitte bis Ende April. Jeden Tag, jede Woche später ist mit Ertragseinbußen zu rechnen. Dieser Termin ist -, und dass lässt sich derzeit mit Sicherheit sagen – nicht mehr zu halten, weil zum einen die Arbeiter und  zum anderen der Diesel auf den Betrieben fehlen. Beides wird im Krieg gebraucht. Wie hoch die Ertragsausfälle am Ende des Jahres wirklich ausfallen, lässt sich derzeit nicht seriös sagen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Ukraine demnächst schlimmstenfalls nicht mehr selbst ernähren kann, ist sehr hoch. Das würde bedeuten, dass nicht nur die Exportmengen komplett ausfallen sondern der Rest der Welt Nahrungsmittel in die Ukraine liefern muss. Geld alleine ist keine Lösung, denn Geld kann man nicht essen. Nicht zu vergessen ist, dass die Flüchtlinge, die zu uns kommen, zusätzlich mit versorgt werden müssen. Bislang ist von 10 Millionnen Kriegsflüchtlingen die Rede

  • Pflanzen und Tiere müssen ernährt werden

Aktuell sind die Preise für Dünger aller Art in noch nie gekannte Höhen geschossen, teils um 300%. Ein üblicher Stickstoffdünger ist Kalkammonsalpeter (KAS) der heute (24.3.) über 1000 € pro Tonne kostet. Ein Ende ist nicht in Sicht. Die Preise sind so extrem, dass es sich trotz der deutlichen gestiegenen gegenwärtigen Erzeugerpreisen wohl kaum lohnen wird, nennenswerte Mengen an Mineral-Dünger einzusetzen. Der Rat von Minister Özdemir, man solle “doch statt Kunstdünger mehr Mist und Gülle verwenden” empfinde ich als zynisch. Es klingt wie die Aussage “Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen”. Auch der Düngerwert der Gülle ist extrem teuer geworden und wenn, wie geplant, die Tierhaltung in Deutschland deutlich reduziert werden soll, wird die Menge an organischem Dünger zwangsläufig noch weiter zurückgehen. Woher die ministerielle Mehrgülle kommen soll bleibt rätselhaft. Ob diese Widersprüche  im BMEL bisher noch niemandem aufgefallen sind?

Was aber so bedeutend am Düngermangel ist: dieser gilt für alle Landwirte weltweit! Und damit bekommt die Ernährungskrise eine ganz andere Dimension. Die Vorräte an Lebensmitteln weltweit sind “auf Kante genäht” und reichen, je nach Kultur, nur wenige Wochen. Von daher wäre eine voraussschauende Vorratshaltung jetzt angebracht.

  • Hohe Preise für Diesel

Die Preise für Benzin und Diesel sind für alle Menschen gestiegen. Die Regierung hat reagiert und wird die Preise für alle senken. Zwar ist der Treibstoff für Traktoren und Erntemaschinen ein wichtiger Faktor, aber wichtiger als der Preis ist die Verfügbarkeit. Forderungen, den Diesel für Landwirte nochmals zu verbilligen, sehe ich persönlich als nicht dringlich an. Es gibt Wichtigeres.

  • Die Versorgunglage

Es wird an den oben gemachten Ausführungen hoffentlich klar, dass es mit der Versorgung an Lebensmitteln im Verlaufe des Jahres, mit Sicherheit aber im kommenden Jahr zu gravierenden Störungen in der Versorgung mit Lebensmitteln kommen wird. Das wird auch Deutschland betreffen, allerdings werden wir die wichtigsten Lebensmittel noch kaufen können. Weil wir hier in Europa reich sind. Viel kritischer ist jedoch die Verknappung für die Ärmsten der Armen. Hier wird es zu Hungersnöten kommen. Und auch hier gilt: Geld allein reicht nicht, die Lebensmittel müssen auch zu kaufen sein! Und was machen Menschen, denen vor Ort die Nahrungsmittel fehlen? Sie können sich die Antwort vermutlich selbst geben. Oder lesen, was das Entwicklungsministerium sagt:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/schulze-hungersnot-brotaufstaende-ukraine-krieg-russland-100.html

  • Die Preisentwicklung

Die derzeitigen Erzeugerpreise für Agrarrohstoffe sind zum Teil um das Doppelte bis Dreifache angestiegen. Dieser Preisanstieg wird erst im Verlauf des Jahres auch in den Supermärkten ankommen. Da durch den höheren Dieselpreis auch die Logistik teurer wird,  kann man grob annehmen, dass Lebensmittel zum Ende des Jahres etwa doppelt so teuer sein werden wie heute. Statt derzeit rund 12% wären es dann ein Viertel des verfügbaren Einkommens, die für den Durchschnittshaushalt ausgegeben werden müssen. Für den Niedriglohnempfänger werden bestimmte Produkte unerschwinglich. So werden Fleisch und Wurst zum Luxusgut. https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/wirtschaft/konsumverhalten-gespart-wird-an-fleisch-und-wurst-100368?

Wie stark auch Bioprodukte durch Lieferausfälle bei Importfuttermitteln und Import-Rohstoffen betroffen sein werden und wie sich dies auf die Preise von Biowaren auswirkt, kann selbst die Branche noch nicht wirklich abschätzen. Einzelne Produktlinien werden schon eingestellt:

https://kurier.at/leben/essen-trinken/ukraine-krieg-veggie-marke-hermann-wird-eingestellt/401950840

Das Ziel der grünen Politik und vieler NGO´s wird somit auch ohne politische Einflussnahme erreicht. Dass damit auch die Existenz vieler Bauernhöfe auf dem Spiel steht, wird billigend in Kauf genommen. Folgenabschätzungen scheinen in der Politik irgendwie zunehmend aus der Mode zu kommen.

  • Ernährungssicherheit

Ich persönlich finde es unverantwortlich, wie politische Entscheidungsträger und sonstige Meinungsbildner derzeit den Eindruck erwecken, dass die Ernährungssicherheit für Deutschland gegeben ist. Dies stimmt zwar für 2022, aber ab 2023 ist auch bei uns mit Rationierungen zu rechnen. Wir werden eine deutliche Einschränkung der Produktvielfalt erleben. Die Preisentwicklung für Lebensmittel wird – mit Verzögerung – eine ähnliche Entwicklung nehmen wie im Energiebereich. Kriegsgewinnler werden wieder der LEH sein.

Im Gegensatz zu Cem Özdemir stellt der amerikanische Präsident seine Bevölkerung schon mal auf die neue Situation ein:

“We did talk about food shortages,” Biden said. “And it’s going to be real. The price of these sanctions is not just imposed upon Russia, it’s imposed upon an awful lot of countries as well, including European countries and our country as well.”

https://www.tastingtable.com/811314/everything-you-need-to-know-about-president-bidens-food-shortage-warning/?

https://www.dailymail.co.uk/news/article-10649439/Biden-warns-food-shortages-going-real-Ukraine-invasion.html

https://townhall.com/tipsheet/katiepavlich/2022/03/24/biden-warns-america-a-food-shortage-is-coming-n2605004

 

Lösungen (in Stichworten und sicher nicht vollständig)

  • Alles unternehmen, dass die Landwirte ihre Ackerflächen optimal nutzen können. Dazu gehört unter anderem, dass die ab 2023 geplante Flächenstilllegung  von 4% vorübergehend auszusetzen ist (Aktion #grueneVier)
  • Zeitliches Aussetzen der Beimischung von Biodiesel und Bioethanol zu Diesel und Benzin (ist mit wenigen Firmen schnell umsetzbar)
  • Biogas statt Putin-Gas (dazu bedarf es kurzfristig gesetzlicher Anpassungen), möglichst ohne lebensmitteltaugliche Rohstoffe (Zielkonflikt)
  • Solarparks nur auf versiegelten Flächen wie Parkplätzen, Supermärkten, Logistikzentren, Baumärkten, Lagerhallen und entlang von Autobahnen. Nicht auf wertvollen Ackerflächen! Wir brauchen jeden Quadratmeter!
  • Lebensmittelverschwendung wirksam angehen: Mindesthaltbarkeitsdatum abschaffen, Normen für Gurken, unschönes Obst oder unschöne Kartoffeln abschaffen. Mehr Lebensmitteln für die Tafeln. LEH verpflichten (siehe Frankreich)
  • Deutliche Reduzierung der Haustierhaltung. Derzeit werden alleine in Deutschland  11 Mio. Hunde und 16 Mio. Katzen mit Fleisch gefüttert.

Das Narrativ, dass man ja “nur” das Getreide den Nutztieren wegnehmen muss, damit mehr für die Menschen übrig bleibt, ist eine typische eindimensionale Schein-Lösung im medienverdaulichen NGO-Sprech für ein komplexes Problem.

Warum? Landwirte produzieren das, was der Markt abnimmt. Wenn dieses Ziel der Umwandlung von Futter für den menschlichen Verzehr erreicht werden soll, muss die Initiative vom Verbrauch kommen. Dann werden in Folge die Tierbestände sinken und somit auch der Futterverbrauch. Pläne, die Tierbestände durch gesetzliche Maßnahmen zu reduzieren, wird dazu führen, dass  noch mehr vom Konsumenten bevorzugten Edelteile-Fleisch aus dem Ausland importiert wird. Wem ist damit gedient?

Erinnerung an “Landwirtschafts”minister Cem Özdemir:

“Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.”

  • Seinen Nutzen mehren…
  • Schaden von ihm wenden…
  • Pflichten gewissenhaft erfüllen…

 

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87 Kommentare

  1. WF Beck sagt

    Den größten geistigen Mist, produziert der Minister selbst. Unfähige ideologisch verbrannte Parteigänger ohne Verantwortung sbewusstsein!!! Gruene Ideologie ist Religion und somit sakrosankt.

  2. Elisabeth Ertl sagt

    “Übrigens: der, wie beispielsweise Renate Künast fordert, die Tierhaltung in Deutschland zu halbieren, sollte sich im Klaren darüber sein, dass dann auch die Selbstversorgung von Milch und Fleisch der Geschichte angehört. Wir würden auch hier zum Importland.”
    Da muss man aber fairer Weise dazu sagen, dass diese Leute auch den Konsum tierischer Produkte zu Gunsten von pflanzlicher Nahrung ändern wollen!

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  3. Klemens Minn sagt

    Schön dass Minister Ozdemir dafür sorgt, dass es auch nach der Reduktion des Viehbestandes um 50 % genug Mist gibt.

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    • Thorens sagt

      Der Rinderbestand in den 1950er Jahren in D war höher als heute.
      Der Schweinebestand ist heute knapp oberhalb des Wertes von 1960.
      Die Bevölkerungszahl ist gewachsen, Mineraldünger knapp und wir wollen nur noch halb so viele Tiere, damit wir noch mehr wegschmeißen, womit auch ein Schwein hätte sattwerden können. Ich gebe mir wirklich Mühe, aber die Logik davon ist mir bislang verbrogen geblieben.

      Die Sache mit dem Mist hat Herrn Ö. vielleicht noch niemand so richtig erklärt und, dass er den nicht selber machen muss.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Tierzahl bei Zählung bildet ja nicht die wirkliche Menge ab. Futterverwertung 1960 und heute ist ein großer Unterschied.
        Die Antwort auf die Nachfragesteigerung war doch gerade eine Steigerung der Leistung. Wenn früher ein Schwein sein Geburtstag erlebte, werden heute in der gleichen Zeit 3 gemästet.

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        • Inga sagt

          Früher wurde auch anders gefüttert, z.B. mit Kartoffel und Schrot und heute mit Schrot und Soja .

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        • Thorens sagt

          “Wenn früher ein Schwein sein Geburtstag erlebte, werden heute in der gleichen Zeit 3 gemästet.”

          Du magst zwar grundsätzlich Recht haben, aber die Mastdauer ist etwas Anderes als die Lebenszeit von einem Schwein. Auch weiß ich nicht, wie lange es her ist, dass Schweine überwiegend ihren 1. Geburtstag begehen konnten. Heute werden sie gut ein halbes Jahr alt bei vielleicht 5 Monaten Mastdauer.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Dann sollte man die Tiere aber wenigstens gleichmäßiger über das Land verteilen, denn Sprit, um Mist und Gülle herum zu karren, wird es womöglich auch nicht mehr in benötigtem Ausmaß geben.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Im badischen Offenburg wurde der Schlachthof geschlossen, jetzt findet in dem Gebäude Kultur statt, man muss halt Prioritäten setzen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Die Österreicher verteilen demnächst auch 1,9 Millionen Wiener übers Land, damit alle sich regional mit dem Lastenrad versorgen können…..

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      • WF Beck sagt

        Den größten geistigen Mist, produziert der Minister selbst. Unfähige ideologisch verbrannte Parteigänger ohne Verantwortung sbewusstsein!!! Gruene Ideologie ist Religion und somit sakrosankt.

    • Smarti sagt

      Hi, hi, ja wenn man mit dem Mist, welcher einige Politiker verzapfen, den Acker düngen könnte…. die Welt wäre gerettet :).

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  4. Ferkelhebamme sagt

    Was die realitätsferne Politik übersieht: wir befinden uns in einem gewaltigen Strukturbrch, die kleinbäuerlichen Strukturen , finanziell ausgeblutet und frustiert, verschwinden leise von der Bildfläche. Die Schlachtzahlen und Preise zeigen den Mangel ganz klar, die Reduktion der Tierbestände, die eh schon seit Jahren stattfindet, hat sich stark beschleunigt. Was ist der Break Even Point? Auch Nebenprodukte (Ja, die Viecher liefern nicht nur Fleisch) und organischen Dünger betrachtend? Was ist konkret das Bestandsziel der Politik? Wie sind die ganz aktuellen Zahlen? Ahnungslosigkeit.
    Und wer glaubt, dass der gedrehte Markt die Bestandszahlen stabilisieren lässt, der irrt. Vor acht Wochen war an einen Schweineschlachtpreis von 1,85€ im Traum nicht zu denken. Eigentlich müssten die Mäster in Goldgräberstimmung wie bekloppt aufstallen; tun sie aber nicht. Sie werden weiterhin von den stark gestiegenen Kosten aufgefressen.

    Die Gewinner der frappiernden Ahnungslosigkeit: die Agrarholdings der Superreichen, die aufgrund der Inflation Land kaufen und pachten, was geht. Da kann kein Bäuerlein mehr mithalten.

    Aufgabe der Politik wäre also eigentlich erstmal, die aussterbende Art der deutschen Bauern zu retten. Leider wird die Lage mal wieder unterschätzt.
    Folgeabschätzungen? Gibt’s nicht.

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    • Arnold Krämer sagt

      Für die Folgenabschätzung der Agrarpolitik fehlen die Fachleute in den obersten Bundesbehörden/Ministerien bzw. sitzen an den falschen Stellen oder werden nicht gehört oder wahrgenommen.

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  5. Ostbauer sagt

    Es brodelt in mir!
    Seit dem Herbst 2019, dem Beitrag über die grünen Kreuze, bin ich hier unterwegs.
    Es wurde versucht mit Sachargumenten, emotionalen Beiträgen, faktembasiertem Wissen,ein für mich eigentlich klares Agieren der zuständigen Politik herbei zu führen.
    Dann kam Corona. Wir waren plötzlich systemrelevant; musste der Lerneffekt so schmerzvoll sein?; das hab ich mich damals wirklich gefragt und verneint.
    Nach einem knappen halben Jahr hat die Ernährungssicherheit in Deutschland keine Sau mehr interessiert.
    Wir wollten bessere und vor allen Dingen angemessene Preise! Was haben wir uns hier die Köpfe eingehauen. Mindestpreis, Marktwirtschaft; Kartellrecht, UTP- Richtlinie!
    Jetzt steht die Welt vor einem viel größeren Problem, nämlich der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln, vor allen Dingen flächendeckend. Wir sind mal wieder systemrelevant! Da glaub ich nicht mehr dran.
    Durch die Politk der letzten 25 Jahre ist vieles auf “Just and Time” ausgelegt worden. Man hat viele systemrelevante Sparten ausgelagert, nicht nur Ernährung oder Energie.
    Warum soll ich als Betrieb ohne klares Bekentnis der Politk in Vorleistung gehen?
    Ich werde nächstes Jahr nicht 4%, sondern 6% stilllegen.Einfach, weil es sich nach den jetzigen Gesetzen und Verordnungen rechnet!
    Ich wünschte mir auch, ich könnte einfach in Ruhe arbeiten!

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Dann kam Corona. Wir waren plötzlich systemrelevant; musste der Lerneffekt so schmerzvoll sein”

      Der Begriff Systmrelevanz ist hier bereits häufiger in Verbindung mit Corona gefallen. Ich habe das nie wahrgenommen, wer hat das verlautet?
      Politiker haben der Kunst und der Kultur eine Systemrelevant zuerkannt, aber über die Landwirtschaft hab ich das nie vernommen. Und wenn, welche Konsequenzen sollte es gehabt haben?

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      • Arnold Krämer sagt

        Die Systemrelevanz haben Landwirte für sich unterstellt oder “herbeigewünscht” um daraus eine andere Politik und entsprechende staatliche Unterstützung abzuleiten. Darauf ist auch die Vorgängerregierung jedoch nie eingegangen.

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      • Smarti sagt

        Für die Impfreihenfolge gab es eine Liste. Landwirte waren mit Polizisten gleichauf.

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        • Bauer Fritz sagt

          Fage: Ist das postiv oder nicht ?.
          sollte wohl positiv gemeint sein.

          Nicht so in Österreich: Bauern waren nach dem Baugewerbe an vorletzter Stelle mit über 30% Ungeimpften. Beim Baugewerbe wurde hinzugefügt, daß hier der Ausländeranteil sehr hoch ist. Bei den Bauern hat eigentlich keiner eine Erklärung. Schon gar nicht wenn man in Betracht zieht, daß gerade sie ihre Tiere und Pflanzen nach Maßgabe schützen.
          Am schlimmsten ist es zu sehen, wenn Bauern mit ihren Traktoren an vorderster Front bei der hiesigen Impfverweigererpartei mitfahren – ein gleich doppelter Schuß ( einer ins Knie der andere ins Hirn). Aber den Arsch nicht hochbekommen, wenn es mal gilt für das eine oder andere wirkliche Bauernanliegen zu demonstrieren.
          Aber das ist jetzt am Thema vorbei.

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          • Smarti sagt

            Bauer Fritz, ich meinte eine erste Liste, die angefertigt wurde als es noch zuwenig Impfstoff gab. Erst die über 80-jährigen, dann…
            wie viele Bauern sich dann impfen liessen… keine Ahnung ob es solche Informationen gibt für Deutschland.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Das war, weil man gesagt hat: der Bauer maxelt eh allein auf seinem Grund herum und trifft niemanden. Christian Bachler wurde vorgereiht, weil er auch bei der Bergrettung ist.

      • Ferkelhebamme sagt

        Bauern-Kinder hätten weiter in die Kita/ in die Schule zur Betreuung gehen können.
        Wollten unsere aber nicht 😉

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    • Thomas Bröcker sagt

      Mache ich genauso! Ich lege 7 % still und versuche das den Insektensterben-Gläubigen als positiv zu verkaufen. Die Stilllegung von 4 % ist nicht das Thema, sondern das Ziel endlich wieder vernünftig und planbar arbeiten zu können. Für mich stehen die Themen Pflanzenschutz und Düngung ganz vorn. Da haben wir nämlich wesentlich mehr zu verlieren, als bei 4 % Stilllegung. Und : – ehrlich – es gibt in Nord-Ost Deutschland, wie auch in Sachsen Anhalt wahrlich genug ausgeräumte Landschaften, denen bei etwas mehr gestalteter Landschaftsstruktur ein Plus von deutlich mehr als 4 % an Ertrag zufallen würde.

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  6. Sabine sagt

    Ich hab hier ja mal von der Familien-Kuh in der Garage geschrieben, die demnächst der absolute Mega-Trent wird. Ich hatte da eher so an einen Lifestyl-Trent gedacht, aber Putin hat jetzt ein anderes Licht drauf geworfen. Seien wir doch mal ganz ehrlich: Die 20l+x Kuh braucht den Laufstall, den Melkrobby und die bestmögliche Fütterung, sonst haut es die von den Klauen. Genauso die Hochleistungs-Hybriden in der Geflügelzucht und die Turbo-Schweine. Die können nur so schnell, so viel, weil ihre Umgebung und ihr Futter exakt auf ihre Leistung abgestimmt sind. Um diese Mengen dann auch just-in-time verarbeiten zu können, braucht es die Großschlachthöfe, die Mokereiriesen… damit die dann auch genauso just-in-time die Lebensmittel-Giganten beliefern zu können, braucht es ein Heer an billigsten Arbeitskräften und eine störungsfreie Logistik. Solche Strukturen sind nicht nur störungsanfällig, sie sind auch ein Nährboden für mafiöse Strukturen und Menschen mit besonderen Energien und müssen daher ständig überwacht und stark reglementiert werden. Selbst wenns nur eine Fehler, eine Nachlässigkeit ist, wird es schon gefährlich. Wenn ich ein kleiner Schlachter bin, der 1000 Tiere im Jahr schlachte und ich mach bei 0.1% Murks, dann ist das für 1 Schwein sehr unangenehm und ich verpfusche vllt. 100 Leuten das Essen, die dann vllt. die Scheißerei kriegen, aber wahrscheinlicher bekomm ich Streit mit einem Metzger, der mir die Ware nicht abnimmt. Wenn ich Tönnis bin, kann ich beider Quote eine ganze Großstadt ins Krankenhaus verfrachten und einen Katastrophenfall auslösen. Daher müssen da Kontrolletties dran. Das ganze System ist auf diese Groß-Strukturen ausgelegt und das lief ja bisher auch ganz hervorragend. Die Leute waren billig satt. Ja, da gab es dann die, die es gerne tiergerechter, umweltschonender etc. gehabt hätten, aber die waren ja eigentlich nur ein Nischenmarkt. Jetzt bröckelt das System an allen Ecken und Enden. Vom Futtermittel über die Logistik bis zum Zeitarbeiter aus dem Osten, der plötzlich nicht mehr anreisen konnte/kann. Die Frage an die Bauern lautet: Wollt ihr dieses System jetzt wirklich retten? Ich mein, was hat Euch das gebracht? Ja, es wird Hungersnöte in vielen Ländern geben und das ein oder andere Land, wird sich dann vllt. überlegen, ob es so eine wahnsinnig clevere Idee war z.B. für Europa nur die billige Arbeitsvorbereitung zu sein. Ja, Ägypten braucht Weizen, aber vllt. werden die dann ihre Bio-Frühkartoffeln auch selber essen, wenn der Transport nach Europa zu teuer und zu unsicher geworden ist. Und vllt. reißt der ein oder andere Deutsche demnächst auch seinen teuren Schottergarten ein und pflanzt seine Tomaten wieder selber. Vllt. werden demnächst die unseligen Kirschlorbeerhecken durch Johannisbeeren oder Stachelbeeren ersetzt und da wo im Moment noch die Garage für den Riesenroboter steht, gibt es vllt. bald wieder einen Kaninchenstall. Das muss dann nicht zwangsläufig wieder so aussehen wie Ende der 60iger bei uns damals in der Siedlung mit den kinderreichen Familien. Das kann chic sein, das kann auch Spaß machen und vllt. trifft man sich demnächst dann in der Stadt nicht mehr abends an der Hundewiese, sondern holt nach der Arbeit das Kind aus der Kita und die Ziege von der Gemeinschaftsweide. Vllt. werden dann Magazine wie Landlust eingestampft und die Leute holen sich die neuste SmallHolder vom Kiosk… äh… aufs Tablet von VW. Man weiß es nicht. Aber man kann ja hoffen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Die Bereitschaft ehemaliger selbständiger Landwirte erneut eine kleinbäuerliche Landwirtschaft zu betreiben, wird sich noch lange in Grenzen halten, es sei denn, es kommt wirklich knüppeldick. Wir haben ja jetzt eher noch einen Strukturbruch in der entgegengesetzten Richtung zu konstatieren.

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    • Tobias Bokeloh sagt

      Liebe Sabine, bitte nicht böse sein: Bitte gliedere deine Texte ein wenig besser in Absätzen. Das macht das Lesen leichter, und vor allen Dingen wird es auch vollständig gelesen und nicht weiter gescrollt, denn dein Text ist es wert, gelesen zu werden 😃

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  7. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Lieber Willi,

    vielleicht bisweilen bei Deinen vorgeschlagenen Lösungsansätzen gedanklich etwas zu kurz gesprungen:

    1. Wenn kurzfristig kein Diesel mehr verfügbar sein sollte -wie Du selbst bereits einmal thematisiertest- stehen unsere Schlepper sofort auch still. Sofern Pflanzenöle sodann eingesetzt werden könnten, wäre zumindest einem solchen gefährlichen Notstand ggf. jeweils eigenbetrieblich Abhilfe zu schaffen; dies widerspiegelte wahrlich keine bäuerlichen Egoismen sondern weit eher eine situationsbedingt dringend notwendige Flexibilität, die selbstredend die vorhandene Technik allerdings auch erst einmal verdauen können muss (Thema: AdBlue-Einsatz in der „modernsten“ Motorentechnik).

    2. Heute ist Energie kaum zu verleugnen ebenso unverzichtbar wie die Nahrungsmittelversorgung auch. – In die alternative Energieerzeugung müssen im Zuge dessen doch keine hochwertigen Getreidepartien fließen, denken wir da an unsere unverwertbaren Partien wg. fehlender Fallzahlen, mit Fusarium bzw. Mutterkorn jenseits der Toleranzgrenze unbrauchbar gewordene Partien für den Futtertrog u. die menschliche Ernährung etc.pp.. Strohverbrennung bzw. die Pelletsproduktion beim Dinkelspelz u.a. wird einer Neubewertung unterstehen, Stroh wird bereits viel teurer…

    3. Im Sinne einer zunächst prinzipiellen Ertragssicherheit -denken wir hier einmal an immer wieder denkbare katastrophale Wetterkapriolen- sollte man auch gegenüber mehreren Kulturen auf einer Fläche ernsthaft jetzt endlich aufgeschlossener denken wollen; so ließe sich mit größerer Wahrscheinlichkeit das Risiko eines Totalausfalls erheblich reduzieren. Noch immer wartet man dahingehend geistig verkappt, vollkommen unflexibel auf; entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

    Die unselige Leidenschaft, unseres übersatten Dornröschenschlafes zu frönen, sollten wir schleunigst abschaffen. Ein nachweislicher Krisenmodus lässt das einfach nicht mehr zu…

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    • Bauer Willi sagt

      zu 1. wenn im April der Import von russischem Öl und Gas realisiert werden sollte, fallen wir zurück in die Steinzeit. Dann Gnade uns Gott…

      zu 2. das sind doch Mikromengen. Ich kann mich nicht erinnern, dass in unserem Betrieb jemals Getreide wegen Fusarium verweigert worden wäre. Ausserdem ist es für die Ethanol-Industrie nicht planbar. Bei Dieselbeimischung ist der Fall noch klarer. Stroh brauche ich für den Erhalt des Humus.

      zu 3. Ich bitte um Nachhilfe: was konkret ist damit gemeint? Gemisch von Linsen und Hafer?

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        zu Ziff. 1:
        Mit der Pflanzenölerzeugung setze ich mich betreits seit mehreren Jahrzehnten auseinander, habe davon problemfrei bereits mehrere 10.000 Liter in meinem Betrieb eingesetzt in den verschiedensten Schleppertypen. Wir produzieren auch Strom mittels eines BHKW. Alles absolut praxistauglich, die NON-Akzeptanz-Grenze scheitert wohl immer wieder an staatlichen Einrichtungen, die genau das systematisch zu verhindern wissen.

        Über den Flaschenhals der Zapfsäule kann man doch genial abgreifen was geht, ohne einen Finger krumm machen zu müssen. – Das wird sich nun vielleicht aber ändern, wer weiß…!?

        zu Ziff. 2:
        Das lässt ggf. den Rückschluss zu, dass in deiner Fruchtfolge Mais, in erster Linie Körnermais, und der Durumanbau überhaupt keine Rolle spielt/e. Minimalbodenbearbeitung ist wohl auch weniger “dein Ding”!?
        Seit mittlerweile 30 Jahren wirtschaften wir -erfolgreich übrigens- pfluglos, diese Zeit nähert sich jetzt allerdings dem Ende, politisch forciert. Die Politik nimmt uns hierfür unser wichtigstes Werkzeug.

        zu Ziff. 3:
        Hier gibt es eine Summe von Pflanzen, die gegenseitig bestens verträglich wären. Das Pamphlet der “Allgemeinen Bedingungen des Deutschen Getreidehandels” ist hier einer unser größten Hemmschuhe.

        Wir selbst haben Toperfahrungen mit Leindotter-/Sojabohnen-Mischkulturen gemacht, danach E-Weizen angebaut mit super Eiweißwerten bei weitaus geringerem Düngereinsatz, der beim Verkauf gerade mal 50 Cent pro Dezitonne mehr erzielte als B-Weizen, man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Diesen Anbau habe ich komplett eingestellt. Die Sorte “Monopol” ist heiß begehrt in der Edel-Patisserie, der meiste ist aber in der Nudelherstellung verschwunden. Ich kann das gut und gerne behaupten, nachdem ich eben diese Sorte 25 Jahre lang als Exot angebaut habe bei sehr hohem Risiko infolge hohen Krankheitsdruckes (Fusarium, niedrigeres Ertragsniveau). Physiologisch hat diese Sorte generell einen sehr hohen Eiweißgehalt, welches generell sehr wertvoll ist für den Menschen. Obgleich es sich hier um eine uralte Sorte handelt, reichen andere da nicht ran… Nur in schlechten Jahren bezahlte man dafür sehr gut, weil man sich diesen als Aufmischweizen förmlichst aus den Händen gerissen hat.

        Mischkultur Mais- u. Sonnenblumen funktionieren auch bestens, steigerte die Akzeptanz von Biogas in früheren Zeiten enorm und unsere Bienchen hätte es auch glückselig gemacht. Bei entsprechender Sätechnik problemlos umsetzbar.

        Weitere Beispiele gäbe es zuhauf, …so man denn wollte!!!

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  8. Arnold Krämer sagt

    @Bauer Willi: “Das Narrativ, dass man ja “nur” das Getreide den Nutztieren wegnehmen muss, damit mehr für die Menschen übrig bleibt, ist eine typische eindimensionale Schein-Lösung im medienverdaulichen NGO-Sprech für ein komplexes Problem.”

    NGO’s, Medien und und viele Politiker argumentieren im Agrarbereich fast ausschließlich mit eindimensionalen (An-)Schein-Lösungen, weil sie
    1) keine Ahnung davon haben, wie Landwirtschaft funktioniert, sie deshalb auch
    2) die Hebel nicht kennen, die wirksam für bestimmte (durchaus notwendige) Problemlösungen eingesetzt werden könnten,
    3) kein Vertrauen in marktwirtschaftliche Lösungen haben, weil sie Marktwirtschaft nicht verstehen oder diese ohnehin abschaffen und durch zentrale Verwaltungsvorschriften ersetzen wollen.

    Wenn diese Art (Agrar-) Politik zu gestalten, weiter um sich greift, werden wir noch (schneller) ärmer, als das nach den kriegs- und coronabedingten Verwerfungen in der Volkswirtschaft ohnehin der Fall sein wird.

    Der Agrarsektor braucht dringend eine “Entfesselung” in vielen Bereichen, weil nur so die im Berufsstand immer vorhandenen positiven Kräfte und Ideen sinnvoll genutzt werden können und nicht durch noch mehr Betriebsaufgaben verloren gehen. Leider sind schon viele Landwirte und ihre Familienangehörigen mürbe gemacht und entsprechende Entscheidungen eingeleitet worden.

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    • Marian E. Finger sagt

      Ist der Unterschied zwischen Brot- und Futtergetreide wirklich so groß, dass sich Futtergetreide überhaupt nicht für den menschlichen Verzehr eignet? Vielleicht kann man mit Futtergetreide kein Brot backen, aber es als Flocken für Frühstücksmüsli verwenden, oder Nudeln daraus machen oder was weiß ich.

      Die Argumentation der Landwirte, dass Futtergetreide sich nur für Tiere eignet, erscheint mir in diesem Punkt schon etwas verkürzt. Fleisch ist sicher ein hochwertigeres Nahrungsmittel als Nudeln, aber im Falle einer extremen Verknappung kommt man mit Nudeln, Kartoffeln und Kohl doch ziemlich weit. Es ist heute auch nicht mehr so, dass Tiere den “Nahrungsspeicher” für die Zeiten bilden, wenn auf den Feldern nichts geerntet werden kann.

      Unverständlich ist mir schon seit Langem, dass die Abfälle, die bei der Verarbeitung von Lebensmitteln anfallen, nicht an Tiere verfüttert werden. Das wäre doch das adäquate Mittel, um der Lebensmittelverschwendung schnell ein Ende zu setzen. Problematisch ist hier natürlich, dass in Deutschland über 80% der Menschen in Städten wohnen. Ich stelle es mir schwierig vor, die noch als Tierfutter verwertbaren Abfälle aus den Städten dorthin zu bringen, wo die Schweine und Hühner sind. Trotzdem dürfte es schneller gehen, hier ein entsprechendes System zu etablieren, als LNG-Terminals oder Atomreaktoren zu bauen.

      Wenn es dabei bleiben sollte, dass die Krise “nur” dazu führt, dass sich die Lebensmittelpreise verdoppeln, würden wir noch mit einem blauen Auge davon kommen.

      Putin hat jedoch gar keinen Grund mehr, den Gashahn nächste Woche nicht abzudrehen, wenn Habeck großmundig verkündet, dass wir dieses Jahr noch aus russischer Steinkohle und russischem Öl aussteigen und spätestens 2024 aus russischem Gas. Putin hat also nichts mehr zu verlieren. Und deshalb werden wir vielleicht noch froh um Kartoffeln und Kohl sein und von Fleisch nur noch träumen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        “Ist der Unterschied zwischen Brot- und Futtergetreide wirklich so groß, dass sich Futtergetreide überhaupt nicht für den menschlichen Verzehr eignet?”

        Gute Frage. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gesamte Getreide aus der Ukraine und aus Russland qualitativ so hochwertig ist, dass es ausschließlich Brotgetreide ist. Die Importländer Afrikas füttern sicher keine Schweine damit……irgendetwas kann da nicht stimmen, oder die Menschen haben einen anderen Anspruch an die Backqualitäten.

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      • Reinhard Seevers sagt

        “Unverständlich ist mir schon seit Langem, dass die Abfälle, die bei der Verarbeitung von Lebensmitteln anfallen, nicht an Tiere verfüttert werden.”

        Die Reste gehen doch bereits in die professionelle Verarbeitung für Kompost, Biogas etc. Die Kette ist eigentlich bereits geschlossen. Man müsste die Reste thermisch aufwendig sterilisieren und dann noch in die Fütterung der Schweinställe integrieren, das ist möglich, aber kostet Geld und bringt in meinen Augen keinen großen Effekt. Der logistische Aufwand steht in keinem Verhältnis, behaupte ich mal.

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      • Arnold Krämer sagt

        Teil-Antwort:
        Es wird nur sehr wenig wirklich weggeworfen: Altbrot und -kuchen wird zu hochwertigem Futtermittel aufgearbeitet, da durch den Backprozess die Stärke weitgehend aufgeschlossen ist und deshalb z.B. für kleine Ferkel hochverdaulich ist.

        Hier ein Link, um sich zu informieren:
        https://www.dalumer-trocknungswerk.de/leistungen/trocknen

        Das Werk arbeitet schon seit Jahrzehnten und war eine Gründung weitsichtiger Landwirte in der Region.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich habe schon vor 30 Jahren Betriebe beraten, die Keksbruch und Chipsreste verarbeitet haben, das ist ja nichts Neues. Es ging aber um die Reste, die die Menschen in die Tonne kloppen oder die im Container des LEH landen. So hatte ich Marian verstanden.
          Die Humuswerke haben ausreichend Probleme Fremdstoffe so weit aus dem Biomüll zu entfernen, dass sie auch wirklich verkauft werden können/dürfen.

      • Bauer Willi sagt

        @Marian

        Ich habe mich tatsächlich in den letzten Tagen bei Mühlen erkundigt. Fakt ist stark vereinfacht: es geht auch mit Futtergetreide. Auch mit Protein von 10,5%. Entscheidend ist vielmehr die Kleber-Qualität, die man aber nicht so einfach messen kann.

        Abfälle: es gibt keine Abfälle! Zuckerrübenschnitzel, Kartoffelschlempe, Rapsschrot etc. sind alles wertvolle Futtermittel, die in großen Mengen eingesetzt werden. Essensreste gehen in Biogasanlagen. Sie könnten auch an Schweine verfüttert werden, allerdings sind die Vorschriften an die Hygienisierung prohibitiv.

        Was ich nicht verstehe: Warum bunkern die Leute immer zuerst Mehl? Wer backt denn heute noch selbst? Ich denke, dass ist eine typische Übersprunghandlung “man muss doch was tun”.

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        • Inga sagt

          Ein paar Leute werden dann auch noch backen.
          Man kann davon auch Nudeln machen.

          In er letzten Krise waren nicht nur Cloopapier und Mehl knapp, sondern auch die Hülsenfrüchte.

          Vielleicht ist es das Ausländeranteil, die diese Artikel kaufen.
          In dieser Krise kommt ja noch die Krise mit Zulieferung dazu, also wenn zu wenig LKW-Fahrer da sind, kann nicht mehr so pünktlich geliefert werden, da wird schon deswegen mal ein Regal von einer Ware leer sein.

          Seid den 90iger, als die Russlanddeutschen kamen, liegt in der Billigwurstabteilung verpackter Speck.
          Das hat man vorher hier nie gesehen.
          Denn der wahr verpönt, das war tierischen Fett und das war böse, wegen dem hohen Cholesterinanteil.

          Aber die Nachfrage ändert die Warenauslage und die die Bestellung beim Zwischenhändler für Nahrungsmittel und der die Bestellung beim Verarbeitendem Betrieb für Nahrungsmittel und der bestellt beim Bauern.

          So kam es doch aus zu den magern Muskelfleischanteil bei den Schweinen, Die Speckschicht wurde nicht mehr bezahlt.

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        • Thorens sagt

          “Wer backt denn heute noch selbst? ”

          Hier, ich. Seit ein paar Jahren backe ich mein eigenes Roggenmischbrot mit selbstgezogenem Vollkornsauerteig und Mehlen meist aus der nahen Mühle. Ich wollte das mal aus “ernährungsphysiologischen” Gründen ausprobieren (weniger Backhefe), es hat mir gutgetan und ich bin dabei geblieben. Auch mein Verhältnis zu Brot hat sich dabei geändert. – Schon deswegen habe ich immer einen Mehlvorrat.

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          • Inga sagt

            Der Weizenanteil im Brot braucht bestimmt auch nicht so hohe Backeigenschaften (Kleberanteil) wie Biskuit, oder?

            Und beim Selbstbbacken läst man den Teig bestimmt länger gehen. Braucht man deswegen weniger Backhefe?

            Aber durch das länger Gehenlassen entfaltet sich das Klebereiweiß, bzw. Gluten, besser und das Brot (auch anderes Backwerk) ist dadurch bekömmlicher.

            Was kann man alles spontan backen, wenn man genügend im Haus hat.

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            • Thorens sagt

              “Und beim Selbstbbacken läst man den Teig bestimmt länger gehen. Braucht man deswegen weniger Backhefe?”

              Nein Inga, die Sauerteiggärung übernimmt die Hefegärung ganz oder teilweise. Es geht auch ohne Hefe, das Brot ist dann allerdings dichter mit feineren Poren. Selbst nehme ich ein wenig Hefe dazu. Ein Hefewürfel (40 g) reicht dabei aus für 5 – 6 Brote á 750 g. Hinzu kommt, dass während der Sauerteiggärung Hemmstoffe in der Schale vom Getreidevollkorn abgebaut werden, die Allergien auslösen können und ihren eigentlichen Sinn im Schutz vor Fraß- oder pilzlichen Feinden haben. Zu viel Hefe in der Ernährung ist schlecht für die Darmflora, wodurch der Dünndarm Stoffe in den Körper aufnimmt, die besser draußen blieben. Weil ich eine Autoimmunerkrankung habe, die mit dem Vorgesagten in Verbindung gebracht wird, begann ich, mich damit zu befassen.

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        • Marian E. Finger sagt

          @Bauer Willi

          Ich kenne mich mit dem Thema nicht aus. Gibt es hier schon einen Artikel über das Thema? Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Endverbraucher wirklich für 2/3 der Verschwendung verantwortlich sein soll, schließlich geht es um den eigenen Geldbeutel. So viel lässt man da doch nicht verderben.

          Es sei denn, es geht um frische Artischocken. Da kommt das mit den Abfällen vielleicht hin. Aber da ist es wie mit den Kartoffelschalen. Als Lebensmittelverschwendung kann man diese Art von Abfällen ja nicht bezeichnen.

          • Thorens sagt

            ” Als Lebensmittelverschwendung kann man diese Art von Abfällen ja nicht bezeichnen.”

            Aus unterschiedlichen Quellen glaube ich zu wissen, dass Schäl- und Putzabfälle von Obst, Gemüse, Salat bei der “Verschwendung” enthalten sind. In der Ertragserfassung und auch in den Handelsstatistiken sind diese gewichtsmäßig enthalten. Mich würde daher interessieren, wie die publizierten Zahlen ermittelt worden sind. Auch sollte man unterscheiden zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Verlusten.

            Unsere Nachbarn gehören so einem Lebensmittelretter-Kreis an. Es ist unglaublich, welche Mengen an abgelaufenen oder nicht mehr verkäuflichen, aber noch genießbaren Lebensmitteln sich Woche für Woche dort zur Weiterverteilung einfinden. Wir müssen weg davon, alles zu jeder Zeit in rauen Mengen und frisch haben zu wollen. Auch und gerade in der Stadt.

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            • Reinhard Seevers sagt

              ‘Mich würde daher interessieren, wie die publizierten Zahlen ermittelt worden sind. Auch sollte man unterscheiden zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Verlusten.”

              Gute Frage! Ich glaube die ganzen Zahlen sowieso nicht, wie beim Wasserverbrauch, beim Nitrat uvm. auch schon gelogen wurde, bzw
              falsch interpretiert wurde. Ich glaube da haben sich etliche Gruppen ihre eigenen Daten selbst gestrickt.

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              • Inga sagt

                Das sieht nach Lüge aus:
                Im Handel entstehen 4 Prozent (0,5 Mio. Tonnen) der gesamten Lebensmittelabfälle in Deutschland.

                Ich schätze mal da wird genau so viel weggeworfen wie im verarbeitenden Gewerbe, obwohl, da fallen naturgemäß Abfälle an.
                Im Handel könnte man viel vermeiden.

                In der Landwirtschaft fällt auch naturgemäß viel an, aber vermeidbar wären die krummen Gurken, Kartoffel und Möhren.
                Wenn es der Verbraucher die akzeptgieren würde, wie sie gewachsen sind!

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            • Marian E. Finger sagt

              75 kg Küchenabfälle pro Kopf und Jahr ist doch durchaus im Bereich des Vertretbaren, wenn man Knochen, Fischabfälle, Schalen von Schalentieren, Kohlstrünke, Artischocken, Orangenschalen, Kaffeesatz und all das zusammenrechnet. Gut, Kaffeesatz kann man als Dünger verwenden, aber auch nur, wenn man einen Garten hat. Wenn so was in die Berechnungen miteinfließt, die als Grundlage für das Geschrei um die Lebensmittelverschwendung dienen, wäre das schon unseriös.

              Das Wegwerfen von abgelaufenen Lebensmitteln durch Supermärkte kann man nicht dem Endverbraucher anlasten. Das ist ein systemischer Effekt, der von der Politik mit der Einführung des Mindesthaltbarkeitsdatums verursacht wurde. Andererseits kann man dieses nicht einfach wieder streichen, nachdem der Verbraucher jahrelang dazu erzogen wurde, auf dieses Datum zu achten.
              Und ja: ich will weder saure Milch kaufen noch Nudeln, die schon seit 10 Jahren irgendwo rumgelegen haben.

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              • Bauer Willi sagt

                Wenn drauf steht, wann es hergestellt wurde, reicht das meines Erachtens. Und Nudeln halten sich auch 20 Jahre.

                In den Pyramiden hat man auch noch Getreide gefunden. Gut, gekeimt hat das nicht mehr… 🙂

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                • Marian E. Finger sagt

                  In meiner Bio-Phase habe ich, beeinflusst von einem gewissen Georg Schnitzer aus dem Schwarzwald, Getreide selbst geschrotet bzw. gemahlen. Habe es in 2,5 kg Säcken von einer Mühle bezogen. Nach einem Jahr Lagerung an einem dunklen, so weit wie möglich kühlen Ort haben sich durch den original verschlossenen Papiersack Maden herausgebohrt. So viel zu den Pyramiden. Es hat schon seinen konkreten Grund, wenn ich auf dem Blog in der Regel gegen Bio Stellung beziehe.

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                • Smarti sagt

                  Die Getreidekäferlarven sind auch der Grund, weshalb ich unser gelagertes Getreide nicht für den Haushalt nehmen möchte. Es ist auch in den Lagerhallen sehr anspruchsvoll, das Getreide vor Schädlingen zu schützen. Ich denke, dass muss schon vor dem Einlagern ( mit einer Art Gesteinsmehl gegen Insekten ) behandelt werden.

            • Marian E. Finger sagt

              Danke, das ist interessant. Aus der Studie geht nämlich hervor, dass Küchenabfälle wie Knochen, Strünke und Schalen in der “Lebensmittelverschwendung” des Privatverbrauchers enthalten sind. Und dann sieht das mit den 75 kg pro Kopf und Jahr “verschwendeter Lebensmittel” eben schon ganz anders aus. Die großen Verschwender sind dann diejenigen, die hauptsächlich frische Lebensmittel in ihrer Küche verwenden. So gesehen, darf man direkt stolz drauf sein, zu den “Verschwendern” zu gehören.

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              • Thorens sagt

                Wie auch schon in anderen Fällen wird einmal wird mit Zahlen für Stimmungen gesorgt, die zwar vielleicht nicht gänzlich falsch sind, aber, bewusst oder unbewusst, ein nicht realistisches Bild erzeugen.

                Weil man immer auch auf eigene Erfahrungswerte blickt, wenn solche Zahlen in den Raum gestellt werden, habe ich mich angesichts der genannten Menge der privaten Lebensmittelverschwendung stets gewundert. Denn das konnte ich nie mit dem eigenen Haushalt in Übereinstimmung bringen, wo geschätzt höchstens 5 – 10 kg/a an ursprünglich verzehrbaren Lebensmitteln ungenutzt weggeworfen werden müssen, weil sie trotz Umsicht verdorben sind.

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        • Tobias Bokeloh sagt

          Wir backen selbst, in einem Holzofen, die ganze Ofensaison. Brote aller Art, von Ciabatta für den Grillabend bis Schwarzbrot für die Woche. Abgesehen vom Backen kochen wir auch in der Ofensaison komplett auf dem Gerät: La Nordica Rosa L. Das Holz kommt quasi von direkt nebenan aus dem Elm. Pasta machen wir auch selbst. Geht alles, man muss es nur wollen und die Zeit, die dafür nötig ist, priorisieren. Statt Tennis oder Reiten – Holz hacken, Vorteige vorbereiten usw.. Winston Churchill hat gesagt: Mehr als Essen können wir nicht. Er hatte Recht. Man muss priorisieren. Essen ist wichtig! Und wertvoll, tolle Lebensmittel sind wertvoll!

          Viele Mitmenschen, auch hier bei uns im 300-Seelen-Dorf am Elm, priorisieren inzwischen unwichtige Dinge, die Zeit schlucken, die sie angeblich nicht haben, um sich um regionale Wertschöpfung und vernünftige Lebensmittel und deren Herstellung zu kümmern. Interessant ist, dass diejenigen, die ihren Schwerpunkt auf Freizeit und Konsum legen, zugezogene Leute sind, die bei VW arbeiten und trotz der exorbitanten Gehälter dort von Wolfsburg aufs Land fliehen…

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Das Holz kommt quasi von direkt nebenan aus dem Elm.”

            Wie lange würde der Elm wohl ausreichen, wenn allein die 300 Dorfbewohner ihre Heiz- und Kochenergie daraus rekrutieren würden?

      • Inga sagt

        Zu den Kartoffeln und Kohl muß mindestens eine Mehlsoße mit Geschmack, etwas Fett wäre auch gut, aber das bekommt man ja auch aus Pflanzen.
        Jetzt braucht man noch etwas Eiwiß für das Denkvermögen, das kann man ja aus Soja und anderen Leguminosen holen.
        Echte Ernährungsfachleute wissen das besser!
        Vielleicht braucht unser Denkapparat ja tierisches Eiweiß.

        “Ist der Unterschied zwischen Brot- und Futtergetreide wirklich so groß, dass sich Futtergetreide überhaupt nicht für den menschlichen Verzehr eignet? Vielleicht kann man mit Futtergetreide kein Brot backen, aber es als Flocken für Frühstücksmüsli verwenden, oder Nudeln daraus machen oder was weiß ich.”

        Erst so kurz bei Bauer Willi, der doch behauptet, wir bauen an, was gewünscht ist, auf dem Markt verlangt wird.
        Wenn die Backindustrie nur Backgetreide verlangt, wo höhere Anteile von , Clevereiweiß hat, damit das Backwerk schön fluffig wird, besonders Biskuit, dann man kann da kein Futtergetreide hin verkaufen, denn davon kann man nur Fladen backen.
        Wenn die Backindustrie anstatt fluffige Brötchen Fladen backen darf und diese dann auch nachgefragt werden, dann nehmen die den Bauern auch Futtergetreide mit weniger angezüchtetes Clever drin ab.

        “Unverständlich ist mir schon seit Langem, dass die Abfälle,”
        Die Abfälle müssen abgekocht werden. Das ist ein Gesetz.
        2.
        Um das Fleisch im Discounter bilig zu halten, braucht das Schwein, der Schlachtkörper eine tägl Mindestzunahme, und die bekommt man nur mit Getreide und Soja hin. Naja die geeigneten Mineralstoffe noch dazu.

        3. Wenn ein Supermarkt Toastbrot vernichtet, dann kann das noch mal in eine Biogasanlege, weil die zu faul sind, es aus der Plastikverpackung zu nehmen.
        aus dem gleichen Grund ist es für den Futtertrog auch nicht geeignet.

        Vielleicht dauert die Mast dann auch länger, ist auch ein Kostenfaktor.

        “Wenn es dabei bleiben sollte, dass die Krise “nur” dazu führt, dass sich die Lebensmittelpreise verdoppeln, würden wir noch mit einem blauen Auge davon kommen.”

        Ja,
        und die Lebensmittel wurden wieder mehr geschätzt werden.
        Wir würden auch Fladenbrot essen
        und
        die Schweine dürften langer im Stall stehen, weil sie ja mit Essenresten und -abfällen gefüttert werden, deswegen wird das Fleisch vom Schlachtkörper älter und ausgereifter (gut für Dauerwurst). Und der Muskelanteil je Schlachtkörper darf niedriger sein, auch gut für Dauerwurst.

        Und um wie viel teurere wird dann 1kg Schlachtkörper?

      • Smarti sagt

        Herr Finger, jedes Getreide, egal ob für Futter, Biogas, Bier oder Lebensmittel angebaut geht dahin, wo der Preis stimmt. Niemand wird Getreide an Tiere verfüttern, wenn es für die menschliche Ernährung gebraucht wird.
        Es ist aber “sicherer” für den Ackerbauern, wenn er seine Ackerfrüchte an mehrere Interessenten anbieten kann.
        Wenn es wirklich hart auf hart kommt, kann man Schweine auch mit Silomais oder Kleegras füttern, Kühe sowiso.

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  9. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Lebensmittelkrise: Mehr als nur Luxus
    Wegen des Krieges wird Getreide knapp. Aber das ist kein Grund, die konventionelle Landwirtschaft wieder auszuweiten.
    Ein Kommentar von Merlind Theile
    Aktualisiert am 27. März 2022, 8:24 Uhr
    22 Kommentare
    Aus der ZEIT Nr. 13/2022

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    • Thorens sagt

      Wenn man sich die Kommentare zu diesem fragwürdigen Artikel so durchliest, könnte man mutlos werden.

      Wir bekommen aktuell im Energiesektor vorgeführt, wohin ideologischer Aktionismus im Krisenfall führen kann, und wollen in dieser Situation das vergleichbare Experiment auch noch bei der Ernährung wagen. Dazu fehlen mir die Worte.

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  10. Smarti sagt

    Weil wahrscheinlich noch keine aktuelleren Zahlen veröffentlicht werden ( nur Gott weiss warum..) rechnen “wir” immer noch mit Selbstversorgungsgraden, die längst überholt sind. Putin hat Fakten geschaffen, da können wir mit unseren zweijährigen Tabellen einpacken.
    Bei Fleisch gehen die Preise durch die Decke, weil es zuwenig Schlachttiere gibt. Auch in Zukunft, denn durch die hohen Produktionskosten und die Signale aus der Politik wird kaum ein Betrieb aufstocken. Es hat jetzt schon zuwenig Fleisch, obwohl immer mehr Fleischersatz verkauft wird und noch gar keine Grillsaison ist. Der LEH sucht bereits intensiv nach günstigeren Tieren in Polen und Irland, doch das ändert nichts daran, dass im Schnitt in ganz Europa die Bestände stetig sinken.
    Gerade jetzt sind wir bei Fleisch wohl eher bei 100 als bei 120 Prozent ( von welcher Seite auch immer..). Milch ebenso, nicht umsonst ist der freie Handelspreis noch immer kräftig am Steigen, noch nie war er so hoch wie heute. Trotzdem hören in nächster Zeit nochmals viele Rinder-und Schweinehalter in ganz Europa auf – denn auch höhere Auszahlungpreise können die immens gestiegenen Kosten nicht ausgleichen. Kommt dann noch die Aussage “Eure Tiere fressen den Armen das Brot weg” hinzu – ja dann kann man ja selbst fast nur noch abstocken… ( diese Aussage ist falsch – ich weiss das- aber sie tut trotzdem weh !). Konnte man in der Bevölkerung die “Schuld am Artensterben” jemals richtig stellen ?
    Eier: auch da wird schon gewarnt, dass Futtergetreide unbezahlbar wird ( oder gar nicht geliefert werden kann ) – hinzu kommen noch die ganzen Tierwohlhähne, die fürs gute Gefühl mit aufgezogen werden müssen, aber dann keine Abnehmer finden.
    Der Selbstversogungsgrad für Gemüse und Obst ist nur so grottenschlecht, weil hier in D die Arbeit unbezahlbar ist. Im Vergleich zum Mindestlohn müsste der Kilopreis mindestens verdoppelt werden. Wir sind das Land mit den niedrigsten Lebensmittelpreisen und gleichzeitig den höchsten Mindestlöhnen. Doch “Schweizerpreise” im Discounter wird sich hier niemand leisten…was der Mindestlohn von 12.- Euro noch nicht schafft, wird der steigende Energie- und Wasserpreis und der fehlende Dünger töten.
    Für jedes landwirtschaftliche Produkt braucht es erstmal genug Regen, für Zucker noch die ganze Industrie…
    Energie: damit immer weniger Landwirte immer mehr Menschen versorgen, setzt man auf Energie – Melkroboter, Mistschieber, automatische Fütterung und Klimaanlagen bei Schweinen und Hühnern, Gewächshäuser mit immensem Energiehunger… diese Strompreise steigen stetig- trotzdem steigen die Erzeugerpreise nicht gleich mit, und Putin hat noch nichtmal am Gashahn gedreht.

    Wenn die Politk ( sonst kenne ich leider niemanden, der helfen könnte…) nicht schnellstens aufwacht, sehe ich das Ganze nicht so positiv. Weil ja vordergründig die Lebensmittelpreise überall steigen, denkt man, die Landwirte “seien aus dem Schneider” – doch das stimmt so nicht. Die Probleme waren wohl seil langer Zeit noch nie so gross. Eine Landwirtschaft wieder aufzubauen, ist um ein Vielfaches teurer, als “die Reste” von jetzt zu unterstützen.

    Und wenn schon unterstützen zu viel verlangt ist, dann doch wenigstens mal Druck aus dem Kessel nehmen und die ärgsten Bauernvernichtungsgesetze rückgängig machen.

    Klar, man kann sich selbst versorgen – aber wohl nur, wenn man einen Bauernhof hat. Dann braucht es aber Hunde, denn ohne diese Wächter wären die Felder schnell geräumt…
    Ohne Katzen würden die Wühlmäuse noch viel mehr Schaden auf dem Gemüseacker und im Gewächshaus anrichten. Auch die vielen Milane und Käuzchen ändern da nichts daran.

    Es ist richtig, ein verängstigtes Kind nicht zu sehr mit Problemen zu belasten, Doch ich denke, man darf die Zukunft der Landwirtschaft nicht zu positiv malen. Es kommt sowiso raus…

    Wenn wir ( auf unserem Gunststandort ) es nichtmal schaffen, die ganzen Futter -und Lebensmittelimporte gegen Lebensmittelexporte auszugleichen… dann sind wir ( als Bevölkerung gesehen ) nichts Anderes als fiese Schmarotzer. Dann klebt auch an unseren Händen Blut. Die Zeit für dieses Jahr läuft ab… und nichts passiert. Das ist nicht gut.

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  11. Einfacher Bürger sagt

    Nachdem diese Personen demokratisch gewählt wurden und das von mündigen Bürgern ( Verbraucher) ist es voll in Ordnung keine günstigen Nahrungsmittel und auch teurer an unsere Energie zu kommen. Somit weniger in Urlaub gehen auch kaum Luxusgüter können gekauft werden. Das ist doch in Ordnung und vieles war vor der Wahl bekannt. Selbst der Krieg war für Experten klar. Nicht nur frieren auch einschränken für den Frieden. Zumindest für den kleinen Mann/Frau

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    • Reinhard Seevers sagt

      Einfacher, ließ noch Mal deinen Text durch…..ist irgendwie selbstgerecht, findest du nicht? Hast du auch schon eine Glaskugel für die nächsten Dekaden? Oder immer hinterher den Klugen raushängen?

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      • Einfacher Bürger sagt

        Ich habe keine Ahnung wie es wird. Aber ich denke wenn immer das kleine Bäuerlein der dumme sein soll stimmt was nicht. Das die Vorgaben der Politik in keinster Weise zur Nahrungsmittelsicherheit beitragen wissen wir schon lange. Ein wenig selbstgerecht stimmt denn unsere Weltretter würde ich gern bei der Verteilung unserer Produkte gern hinten anstellen. Nachdem diese so ungesund sein sollen. Ich bin keinem böse wenn er sich für wesentlich intelligenter hält und halte es für mich weiter so ” mit den Dummen treibt man die Welt um” .

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        • Reinhard Seevers sagt

          Man trifft aber lediglich den einfachen Bürger mit solchen Wünschen der Verknappung.
          Und es ist immer erst die eigene Haut, die jeder zu retten sucht, am Ende gibt es nur Verlierer.
          Weltuntergang ist wie die Weltrettung nicht angesagt…..kühlen Kopf bewahren und sachlich argumentieren, dann kommt man evtl. zueinander.

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  12. Thomas Bröcker sagt

    Wenn es noch 2 – 3 Wochen so trocken bleibt, wird wohl sogar eine Selbstversorgung mit Getreide bei 91 %, wie 2018, eine Illusion sein. Auf den leichten Böden bei uns, sehen die Bestände teils gruselig aus. Ohne Wasser nützt die ausgeklügelste Düngung nichts.
    Die Vielfalt der Probleme könnte sich zu einer mittleren Katastrophe kumulieren.

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    • Arnold Krämer sagt

      Im Nordwesten ist bis jetzt noch nichts verloren, aber auch hier muss es für eine passable Ernte ab Juli jetzt regelmäßig ausreichend regnen. Die Nährstoffversorgung ist in diesem Jahr bei Getreide und Mais kein großes Problem, da ausreichend organischer Dünger vorhanden ist. Der knappste Faktor ist (und war schon seit vielen Jahren) das Wasser oder besser die Niederschlagsverteilung ab April/Mai.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Früher hieß es immer, dass eine Prognose erst nach der Ernte möglich sei ….😎deshalb würde ich sowohl auf der einen, wie auf der anderen Seite mal das Feuer eindämmen.
        Niemand kennt die Zukunft, aber etliche prognostizieren bereits ein Drama….niemand eine Hoffnung oder eine Zuversicht. Das ist symptomatisch für unsere Gesellschaft, unsere Zeit, unsere Ansprüche….wie es scheint.

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        • Arnold Krämer sagt

          Es ist noch nichts verloren im Nordwesten, hatte ich geschrieben.
          In der Vergangenheit war die Getreideernte hier nach einem trockenen Frühjahr oft besser als nach einem nassen Frühjahr, weil sich das Wurzelwerk anders entwickelte. Bei Mais und Kartoffeln, die anderen Hauptackerkulturen im Nordwesten, sieht das aber auch schon wieder anders aus, weil bei diesen Kulturen die wichtigsten Wachstums- und Ertragsphasen später als beim Getreide datiert sind.

  13. Gerhard sagt

    Eine schöne und meiner Meinung auch sachliche Aufstellung des aktuellen Status von Willi.
    Wenn Politiker jetzt vollmundig verkünden die Versorgungslage ist gesichert, dann sind das in meinen Augen nur Beruhigungspillen.

    Wie schon oft geschrieben “leben” wir immer noch in großen Teilen von der Ernte 2021 mit den Preisen von 2021. Das Problem ist (naja Problem kann man das nicht nennen, es ist halt so Naturgegeben) das das ganze erst mit erheblicher Zeitverzögerung durchschlägt. Schnelles reagiern ist da nicht.
    Bei der Energie oder Rohstoffen ist das ganz anders. Der Krieg fängt an, und die Preise gehen durch die Decke, bzw maches ist über Nacht nicht mehr Lieferbar.
    Bei Landwirtschaftlichen Gütern hat man hier einen Zeitversatz von mindestens eines halben Jahres, auch wenn schon jetzt die ersten tief schwarzen Wolken über den Himmel ziehen, mit unbezahlbaren Preisen für Getreide für die dritte Welt.
    Und für die ganz klugen Köpfe: Nein es hilft nicht wenn wir unser Futtergetreide hier nicht den Tieren geben. Aus Wintergerste kann man kein Brot backen. Die Grannen bleiben immer so in den Zähnen hängen 😉 Und mit Triticale wird das auch nichts.

    Und wie die Ernte 2022 wird. Hier bei uns und auf der ganzen Nordhalbkugel. Das kann kein Mensch sagen der seriös ist, ausser er ist Politiker. Die sagen ja jetzt schon alles ist sicher, es könnte nur vielleicht etwas teuerer werden.

    Wie siehts hier bei uns aus:
    Mal ein kleiner Zwischenstand. Wir hatten das Glück das um 15 März Regen fiel (16 mm) und den Stickstoff an die Wurzeln brachte. Seitdem hat doch alles deutlich an Farbe gewonnen, der Raps geht jetzt mit den Langtagen auch in die Höhe. Mann sieht hier bei uns in Franken aber auch sehr viele schlechte Rapsbestände durch Auswinterung jetzt im März.
    Weizen, Triticale, Roggen und Dinkel sehen ganz vernüftig aus, Gerste ist immer noch total Gelb. Der ist es zu kalt und zu trocken. Die ganze Gülle die seit dem Regen hier im großen Stil gefahren wurde mit Schleppschläuchen, liegt jetzt auch seit 14 Tagen in der Sonne und im Ostwind (Putins Rache). Wie effizent die noch ist lasse ich mal dahin gestellt.
    Viele werden für die 2 Stickstoffgabe für´s Getreide wohl keinen Dünger verfügbar haben, was man so aus den Gesprächen mit den Kollegen erfährt.

    Ich habe für heuer noch Mais, Sonnenblumen und etwas Hanf in der Plannung. Aber das Zeug ist ja noch nicht mal im Boden. Die Ernte des ganzen beginnt irgendwann in 4 Monaten. Bis dahin kann noch viel passieren. Von wegen keine Probleme bei der Versorgungsicherheit. Das wissen wir so ungfähr in einem Jahr. Und in Norditalien herrscht zur Zeit wohl schon schwere Dürre.

    Ändern werde ich aber in meiner Anbauplanung heuer nichts mehr.

    Viele Grüße
    Gerhard

    PS
    Ich baue für den Eigenbedarf immer ein paar Ar Kartoffeln an. Ich werde die Fläche heuer mal verdoppeln. Ich traue den Aussagen der Politik keinen Millimeter.
    Und wenn Kartoffeln übrig bleiben, die krieg ich schon weiter. Weggeworfen werden die mit Sicherheit nicht.

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    • Bauer Willi sagt

      Danke für den Hinweis. Ich kenne Hannes sehr gut. Ich ruf ihn mal an, wie er das hinbekommen hat.

  14. Bauer Fritz sagt

    Ich hab mich heuer entschieden – nach langem Scharren in den Startlöchern – doch keinen Hanf anzubauen. Ich dachte mir, die Menschheit will vermutlich doch im kommenden Jahr eher was zum Essen denn zum Rauchen. 🙂

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  15. Heinrich Steggemann sagt

    Wir Landwirte brauchen jetzt Armfreiheit. Wer genug Wirtschaftsdünger vor Ort hat wird keine ertragsschwachen Leguminosen anbauen. Anstatt Gründüngungszwischenfrüchte werden wir als Sauenhalter Zwischenfruchtmischungen anbauen zur Silierung oder Mobgrazing mit Jungrindern vom Nachbarn (Problem dabei ist: Wir sind Wolfserwartungsland von Glorias Nachkommen) . Meine Hoffnung ist, das so der ein oder andere Hektar Silomais bei passender Sorte im Herbst doch als Körnermais gedroschen wird.
    Wer keinen Wirtschaftsdünger zur Verfügung hat, wird intensiver über den Solo bzw. Gemengeanbau von Leguminosen innerhalb seiner Fruchtfolge nachdenken, soweit Saatgut verfügbar ist. Bedeutet zwar geringere Ernteerträge, aber wenn die volle Menge Stickstoffdüünger nicht zur Verfügung steht , ist es noch das kleinere Übel. Die aufnehmende Hand tut gut daran, sich jetzt schon intensiver mit deren Annahme und Verwertung auseinanderzusetzen.

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  16. Gurkenhobel sagt

    Lieber Willi,

    vielen Dank für diesen Beitrag, gut verständlich auch für Lieschen Müller aus dem agrarfernen Leben. Überhaupt vielen Dank für deine unermüdliche, wichtige Arbeit! Es wird noch ein wenig dauern, bis die konsumverwöhnten Menschen merken, dass das Problem auch hier bei uns wirklich hart ankommt.

    Ich fand die Aussage von Christian Lohmeyer sehr passend, dass an den Händen von Cem Özdemir beim Durchziehen der Politik von gestern genau so Blut klebt wie an Putins Händen. Das muss ihm jeden Tag klar gemacht werden. Ich bin sicher, dass er hier mitliest, oder zumindest seine Schergen. Die Stimmung in der Bevölkerung kippt, erst langsam, dann aber gewaltig. Hoffe ich.

    In diesem Sinne… Keep on pushing!

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  17. Dorfmensch sagt

    Cem und die Grünen*innen konnten ja nicht erwarten, dass es in der Politik außer Wahlkampfreden und Ideologien noch eine Tagespolitik gibt.
    Hinsichtlich der Versorgungssicherheit wird sich immer noch mit Daten aus 2020 ereifert. Wo sind Daten aus 2021 und eine halbwegs realistische Abschätzung für 2022 oder sogar 2023 (wohl in ferner Zukunft gelegen?)?
    Kann eine Partei, die von einer Mehrheit von 14,9% der Wähler*innen (m/w/d) gewählt wurde, so weltfremd agieren? Die anderen Bürger (Verbraucher) werden sich mit den Sonntagsreden nicht mehr lange zufrieden geben. Cem hatte doch gesagt, dass die Versorgung in D gesichert ist und Hamsterkäufe nicht notwendig sind. Das Vertrauen in grüne Versorgungspolitik befindet sich offensichtlich im Tiefflug. Warum hat der Verbraucher nur kein Vertrauen?
    Ein Teil der Medien hat es schon begriffen, dass nicht mehr alles im Supermarktregal stehen wird. Auch gibt es schon erste Erklärungsversuche durch einige Journalisten, dass man Landwirte braucht und diese dann auch produzieren müssen.
    Irgendwie Irsinn: An exotischen Früchten, die aus dem entfernten Ausland mit hochsubventioniertem Kerosin nach Deutschland geflogen werden, stört sich niemand. Das Gleiche trifft auch auf die Frage, ob in den Erzeugerländern die gleichen Vorschriften wie in D zu beachten sind, zu.

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  18. Sebastian Schaffner sagt

    Weniger Tierhaltung bedeutet auch, dass noch weniger landw. Fläche für die menschliche Ernährung genutzt werden kann: Das Grünland. Grassilage und Heu sind für den menschlichen Verzehr eher ungeeignet. *Es sei denn natürlich die Heumilch*
    *Achtung Ironie.

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  19. oberländer sagt

    Das Frau Entwicklungsministerin Schulze will mehr Geld
    für ihr Resort. Weis sie nicht das sie mehr Verstand braucht ?

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    • Inga sagt

      Weil sie von anderen Resorts keine Ahnung hat!
      Oder will sie die Landwirtschaft in Afrika damit weiter entwickeln?

      Man muß Prioritäten setzen.

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