Bauer Willi
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Hier ein Video von Anthony Lee, Sprecher von LSV Deutschland

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Hier spricht Dirk Andresen, ehemaliger Sprecher von LSV Deutschland

 

Hier der Aufruf von Biobauer Franz (Kinker) aus dem Allgäu:

CDYX3936[1]

Hier die Pressemitteilung von Land schafft Verbindung e.V.

Erwähnung in top agrar online:

https://www.topagrar.com/panorama/news/landwirte-starten-protestaktion-gegen-4-flaechenstilllegung-der-gap-13055766.html

Gestern, Montag gab es ein Gespräch mit ZEIT online sowie Filmaufnahmen mit SAT 1 Fernsehen. (Dienstag 17:30 Uhr im Regionalprogramm NRW)

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat sich auch zur Flächenstilllegung geäußert. Die Streichung der Stilllegung hätte keinen Effekt…

https://www.boell.de/de/2022/03/17/auswirkungen-aenderung-der-flaechenstilllegung-der-eu-auf-den-globalen-getreidemarkt

(Aufrufe 4.861 gesamt, 1 heute)

35 Kommentare

  1. Roman Herre sagt

    Mal ein kritischer Kommentar: Ich finde es schon eine absurd-traurige Historie und Kontinuität, dass wir meinen, wir würden im Sinne der ländlichen Nahrungsmittel produzierenden Bevölkerung Afrika agieren, wenn wir für sie die Nahrung anbauen.
    Welche Antworten gibt es denn aus der hiesigen Bauernschaft, die Landwirtschaft und Ernährungssysteme in afrikanischen Ländern zu stärken? Im Sinne des Prinzips dass wir auch hier (zu recht) großen Wert darauf legen, dass wir genügend für uns anbauen und unsere Bevölkerung ernähren?
    Ich frage mich, wo bei der Diskussion die Solidarität mit den Nahrungsmittelproduzent:innen in den Ländern, die mit der Initiative angesprochen sind, bleibt… fällt bei den gefälligen Zahlenzauberein um 4% Brachfäche wohl unter den Tisch?

    • Schmeckt gut sagt

      Es freut mich zu hören, dass der böse, böse Bauer also jetzt auch noch für die Ausbildung und Einrichtung der Landwirtschaft in den hungergefährdeten Regionen zuständig ist. Also neben der vielen Aufgaben in der Klimarettung, in der Tierwohlverbesserung, im Erhalt der Artenvielfalt, insgesamt in der kompletten Transformation der deutschen Landwirtschaft sollen wir uns noch um unsere Kollegen in Afrika und Asien kümmern. Lieber Herr Herre, unser “allseits” geschätzter Landwirtschaftsminister (selbsternannter Weltenretter) Özdemir hat uns gestern mitgeteilt, dass Schluß ist, mit lustig. Es gibt nicht nur “keine” zusätzlichen Gelder für die Landwirtschaft, nein, es werden sogar bei der sozialen Absicherung Gelder gestrichen. So schaut es aus. Und genau darauf haben wir uns einzustellen. Herr Herre, und die Führung des DBV nehme ich schon lange nicht mehr ernst – wenn sie damit die “Bauernschaft” meinen. Die Äußerungen von Rukwied zur erwartbaren Teuerung beim Brot waren nur noch peinlich. Eine Äußerung zur Selbstversorgung mit LM in Afrika sollte sich niemand wünschen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Richtig Schmeckt gut! Ist doch lustig, wenn die Russen und Ukrainer sich bekriegen, Millionen Menschen nichts zu Beißen haben und daraus eine Schuld für unsere Landwirtschaft abgeleitet wird….ich finde das erbärmlich dumm.
        Es gibt Gründe, warum etliche Länder keine ausreichende Nahrung erzeugen können oder wollen. Sämtliche Wüstenstaaten können das nicht, einige haben aber genügend Geld sich einzudecken, andere nicht.
        Komisch, dass die Moslems unter sich nicht handeln und sich gegenseitig helfen…das würde mir mal zu denken geben. Unsere Dauerschuldschleife wird aber weiter betrieben und nun wieder einmal auf die Bauern übertragen….z.K….
        Übrigens, wie konnte sich das world-food-programm so einseitig auf die Weizenlieferung aus der Ukraine verlassen, dass nun 50% fehlen? Heuchelbande!

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        • Smarti sagt

          “wie konnte sich das world-food-programm so einseitig auf die Weizenlieferungen aus der Ukraine verlassen, dass nun 50 % fehlen ?” – ich schätze, die haben beim “Billigsten” eingekauft…. etwa so wie “wir” das Erdgas….

    • Inga sagt

      Von unseren Steuergeldern werden genügend für Entwicklungshilfe bereitgestellt, um da mit Berücksichtigung auf Ökologie die regionale Landwirtschaft zu fördern.
      Da hat der einzelne Bauer von hier weniger zu tun.
      Und in Nordafrica in den Wüstenstaaten gibt es eben nur Eröl.
      Die müssen ihre Nahrungsmittel hältauf dem Weltmarkt kaufen, wie die Leute bei uns in der Stadt.

      Und die 4% Mehranbau kommt auch auf den Weltmarkt, können diese afrikanischen Staaten dann kaufen.

      Vielleicht liefern sie uns dafür mhr Erdöl, damit wir von Putin uabhängiger werden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Heute morgen die neue Chrismon aufgeschlagen…Hamster und Wildbienen vom Aussterben bedroht! Warum: Intensive Landwirtschaft, zu viel Pestizide und zu viel Dünger! Autoren, wie immer Betroffenheitsfrauen.

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        • Inga sagt

          Die sollen erstmal ihren Kenntnisstand und Fachwissen darüber nachweisen.
          Sonst wird das nicht anerkannt.
          Wo kommen wir den hin, wenn das jeder Hinz und Kunz behauptet.
          Die Bauern, die das ausbringen müssen es jedenfalls haben.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Mauerbienen schwrirren massenweise um die Bienenhotels meiner Frau und dann habe ich heute gelesen, die Mauereidechsen seien auch vom Aussterben bedroht.
          Wir müssen darauf achten, dass die Viecher nicht in unser Haus kriechen.

          In 10 Meter Entfernung spritzt ein pööser Bauer (also Ich) PSM und die blöden Viecher interessiert das nicht.😉

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    • Smarti sagt

      Herr Herre, haben Sie das gestern verlinkte Video von Bauer Willi gesehen ? “Aktuelle Situation….”. Da sichern die deutschen Kollengen den ukrainischen Landwirten jede Hilfe zu – und das sind keine leeren Worte. Diese Landwirte haben mit ihren Freunden im Aartal gezeigt, zu was sie fähig sind.

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    • Inga sagt

      Normalerweise können die für sich selber nach deren Ökologie pausende Pflanzen und Anbauart anbauen. Und wenn es Hirse und Maniok ist.

      Oder wie meinen sie das.
      Es gibt doch Entwicklungshilfe und Internationale Landwirtschaft.

      wo z.B. Hirse besser und ökologischer wächst und in deren Küchen traditionell angewendet wird, brauchen die internationalen Saatgutfirmen keinen Weizen zu liefern, denn das wäre sehr unökologisch..

      Natürlich versuchen Internationale Verarbeitungsfirmen für Ernährung dort unsere Weizenprodukte anzubieten, damit sie weltweit expandieren können. Das selbe gilt für Milchpulver.

  2. Limes sagt

    heute Hr Häusling in der Rheinischen Post: “Es ärgere ihn, dass sich die EU-Agrarpolitiker fast ausschließlich mit den Auswirkungen auf die Lebensmittelsituation in Europa befassten und kaum mit Möglichkeiten, den afrikanischen Ländern kurzfristig zu helfen.” und „Man kann Schweine und Hühner auch mal weniger intensiv mästen“, meint der Europa-Abgeordnete der Grünen. Zudem seien die aus der Bewirtschaftung genommenen Öko-Flächen kaum für den Getreideanbau geeignet.”
    zynisch, sachlich falsch, bezüglich Getreideanbau sogar gelogen
    https://rp-online.de/politik/eu/hinter-dem-krieg-lauert-eine-gigantische-hungersnot_aid-67323085

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    • Reinhard Seevers sagt

      …..man könnte auch mit Zynismus fragen, wie es sein kann, dass so viele Menschen sich von Nahrungsmittelimporten abhängig machen konnten.
      Die gleiche Fragestellung, wie die zu unserer Energieabhängigkeit. Am Ende stehen immer Bevölkerungswachstum und Wohlstand, die beide lediglich global gestützt werden und werden können. Wer das ändern möchte, der muss den Wohlstand reduzieren oder die Zahl der Menschen reduzieren…oder beides zusammen.

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  3. Schiedel Sabine sagt

    Ich hoffe dass dann alle Bauer mitmachen und nicht nur ein kleiner Teil.Eigentlich ist das Enteignung von unserem Feldbesitz.

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  4. Reinhard Seevers sagt

    “Daher wäre es besser, den bedrängten Ländern des globalen Südens Finanzhilfen zukommen zu lassen, um ihnen kurzfristig Nahrungsmittelimporte zu ermöglichen.”

    Die Verantwortlichen in den betroffenen Ländern werden das Geld bestimmt 1:1 für Nahrung ausgeben……einige werden es sicher auch direkt per Überweisung an die Armen senden. 👍😎 Die Böllstiftung besteht anscheinend aus Traumtänzern oder möchte im Auftrag der Regierung eine finanzielle Abhängigkeit festigen.

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    • Bauer Fritz sagt

      Schon lustig das von jenen zu lesen, die doch immer tröteten, daß man Geld nicht essen kann.
      Was sollen die Länder denn wo kaufen, wenn das Getreide für die Importe gar nicht da ist – wie absehbar.

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  5. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    zon,zeitonline am 22.3.22

    “Krieg in der Ukraine: EU-Landwirtschaftsminister wollen Produktion steigern”

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  6. Marian E. Finger sagt

    Immanuel Kant hat einen schlauen Spruch aufgestellt, der da lautet: “Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.”

    Das ist die erste Formulierung des “kategorischen Imperativs”, der als Prüfung dafür dient, ob ein Grundsatz bzw. ein Verhalten moralisch ist oder nicht. Das wird im Philosophieunterricht gerne am Beispiel des Schwarzfahrens erläutert: Wenn einer mal schwarz fährt, hat das nur einen geringen oder gar keinen Effekt auf die Gesamtsituation der Bahn. Würden jedoch alle schwarz fahren, würde die Bahn alsbald pleite gehen und müsste den Betrieb einstellen.

    In ihrem 10seitigen Traktat argumentiert die Heinrich-Böll-Stiftung gerade so wie der Schwarzfahrer: “Es macht der Bahn doch nichts, wenn ich schwarz fahre.” Es ändert an der Gesamtsituation kaum etwas, wenn wir in der EU 4% Flächen stilllegen, so das Argument.

    Wenn also Deutschland oder die EU eine Flächenstilllegung von 4% durchsetzen, müssen sich die Verantwortlichen die Frage stellen, ob sie wollen können, dass weltweit alle Länder 4% ihrer Ackerflächen stillegen. Wenn die Verantwortlichen das nicht wollen können, weil weltweit 4% Flächenstillegung dann doch einen nicht zu vernachlässigenden Effekt auf die globale Ernährungssituation hätten, dann ist die Entscheidung zur Flächenstilllegung unmoralisch. So einfach ist das.

    Bauer Willi hat also Kant auf seiner Seite 🙂

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      • Bina von StepsToSelfSufficiency sagt

        Ihr wart eigentlich die die Bösen. Nur: die Medien stellen es wie dar? Menschen und Berufszweige werden in Schubladen gesteckt. Ich denke es ist Zeit in Gemeinsamkeiten zu denken und nicht was “anders” ist. Grundlage: wir sind MENSCHEN.

    • Reinhard Seevers sagt

      Welche Antwort habt ihr eigentlich gegenüber denjenigen, die sagen, dass die Stilllegung eine freiwillige Angelegenheit ist? Also, wer keine Prämie haben möchte, muss ja nicht stilllegen, oder?

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      • Ferkelhebamme sagt

        Bisher waren die Prämien für uns überlebenswichtig. Bei dem momentanen Markt sind sie das villeicht nicht mehr, dann werden wir den Antrag auch lassen und nicht stilllegen. Du kannst aber davon ausgehen, dass das dann ganz schnell ins Ordnungsrecht überführt wird. Dann werden wir unter Strafandrohungen, ohne Ausgleich dazu gezwungen.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          …Ich wurde jüngst kontrolliert und habe zunächst in nur subjektiver Einschätzung Dritter gegen die Gewährung von Ausgleichsleistungen verstoßen, die ich in meinem Prämienantrag überhaupt nicht beanspruche.

          Man kann mir demnach diese Leistung zwar nicht kürzen, ggf. verstoße ich allerdings gg. geltendes Ordnungsrecht und muss -sofern es zu dieser amtlichen Einschätzung kommen sollte- ein Bußgeld bezahlen. Rechtsmittel kann ich natürlich einlegen (Zeit/Geld/Ärger).

          Prämienfreiheit schützt jedenfalls vor Bußgeldern, die verhängt werden können, grundsätzlich nicht.

          Der Bauer bleibt selbst dann immer der Dumme!!!…

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      • Bauer Fritz sagt

        Die gleiche Antwort die viele andere dafür Organisationen und auch Staaten geben angesichts des Krieges selbst oder seiner Folgen.

        Für Flüchtlinge gibt es Einreise- und Arbeitsgenehmigungen die es sonst so nicht gegeben hätte. Weil es humanitär und moralisch geboten ist. Und dafür werden Gesetze, Verordnungen und Regelungen befristet außer Kraft gesetzt oder Ausnahmen eingeführt.

        Für die Ukraine gibt es militärische Hilfen die es sonst so nicht gegeben hätte. Weil es humanitär und moralisch geboten ist. Und dafür werden Gesetze, Verordnungen und Regelungen befristet außer Kraft gesetzt oder Ausnahmen eingeführt.

        Für Rußland gibt es wirtschaftliche Sanktionen die es sonst so nicht gegeben hätte. Weil es humanitär und moralisch geboten ist. Und dafür werden Gesetze, Verordnungen und Regelungen befristet außer Kraft gesetzt oder Ausnahmen eingeführt.

        Und daher muß es auch für jene Menschen, die absehbar in der Welt an Hunger als Kriegsfolge leiden werden, die Möglichkeit geben RECHTZEITIG das zu tun was humanitär und moralisch geboten ist. UND IN DIESEM SPEZIELLEN FALL DER NAHRUNGSMITTELBEREITSTELLUNG KÖNNEN DAS NUR WIR LANDWIRTE LEISTEN. Und dafür SOLLTEN Gesetze, Verordnungen und Regelungen befristet außer Kraft gesetzt oder Ausnahmen eingeführt werden.
        Wenn das nicht geschieht (oder zu spät) kann nur ZIVILER UNGEHORSAM helfen.

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      • Andreas sagt

        Kleinerzeuger bis 10 Hektar sind von der Stilllegungspflicht befreit.
        Wer also nicht mehr als 10 Hektar beantragt, bekommt das Geld auch ohne Stilllegung.
        Bei mehr als 10 Hektar ist die 4 %ige Stilllegung die Voraussetzung, dass man überhaupt einen Euro EU-Subvention bekommt.

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        • E. Dörmann sagt

          Dann muss ich aber eine Betriebsteilung vornehmen, ich kann z.B. von einem 100 ha Betrieb nicht einfach nur 10 ha im Antrag angeben.

      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Wichtiger als der Anbau dieser Stilllegungsflächen -bei diesen 4% sprechen wir ja nicht von unseren besten Böden mit höchsten Bodenpunkten nach der Reichsbodenschätzung und mithin parallel auch nicht von 4% mehr Ertragspotential- wäre die Aussetzung von GREAN DEAL und FARM TO FOLK, da eine solche Produktion unter allenfalls Halblast auf den Äckern schon geradezu einer sträflichen Verletzung der Menschenrechte gleichkäme unter den gegenwärtigen Voraussetzungen.

        Auch das Projekt “BAUERN-GAS” darf jetzt nicht ins Stocken geraten.

        Für uns Menschlein ist heute Energie annähernd genauso wichtig wie eine gesicherte Nahrungsmittelversorgung.

        Das politisch wohlüberlegt situationsangepasst steuern zu wollen, sehe ich als die grandioseste politische Herausforderung dieser Zeitenwende.

        Wer hätte sich vor einem Monat noch Pressebilder vorstellen wollen, wo der gründe Minister für Wirtschaft und Energie den Kotau in Katar vollziehen muss. Die nächste fatale Dauerabhängigkeit!? – Das kann und darf doch wohl nur eine Übergangslösung sein…!?

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        • Limes sagt

          “bei diesen 4% sprechen wir ja nicht von unseren besten Böden mit höchsten Bodenpunkten nach der Reichsbodenschätzung” soweit ich die 4% verstehe betrifft dies Ackerflächen in allen Regionen in DEU auch ertragreiche 80er Bodenpunkte Börde Gebiete wie z.B im Raum Magdeburg, Hildesheim, Soest, Rheinland, Wetterau, Franken, Niederbayern…. als auch in die hochertragreichen Ackerflächen in den Küstenregionen

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      • Inga sagt

        Ja, Marian E. Finger
        weltweit 4%
        um wieviel kompensiert das die
        30% Getreide aus Russland u. Ukraine?

        Trotzdem sollte es nicht nur dieses, sondern auch andere Programme, wie Ackerrand- und Blühsteifen überdacht werden.
        Wenigstens auf den fruchtbarsten Böden?
        Vielleicht kommen wir dann dahin.

    • Elisabeth Ertl sagt

      4% der Agrarfläche der Welt, das ist Nahrung für 300 Millionen Menschen. Sind 300 Millionen Tote wurscht?

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