Alle Artikel in: Bauer Willi

Wo kommt unser Essen her?

Was glauben Sie, aus welchem Land wir Deutschen die meisten Lebensmittel beziehen? Aus welchen Ländern kommt unser Kaffee? Einige überraschende Erkenntnisse bringt der nachfolgende Artikel. Wieder was gelernt. https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/von-reis-bis-schokolade-von-diesen-laendern-haengt-die-deutsche-lebensmittelversorgung-ab/?

Prädikat: empfehlenswert!

Geschenkte Bücher kann man sich ja nicht aussuchen. So auch das Buch von Marietta Slomka, das ich von meinem ältesten und wohl auch besten Studienfreund geschenkt bekommen habe. Und weil ich immer ehrlich bin, habe ich ihm gesagt, dass ich „die Slomka“ nicht leiden kann. Das Buch habe ich natürlich trotzdem genommen. Und jetzt die Überraschung: das Buch liest sich sehr gut, es ist in lockerer Sprache geschrieben und erläutert mit praktischen Beispielen und auch Anekdoten, wie Politik funktioniert. Dabei schreibt Frau Slomka parteipolitisch tatsächlich völlig neutral. Ich habe durch das Buch auch gelernt. Viele Insider-Begriffe, die ich schon häufiger gehört habe, werden verständlich erklärt. Man findet diese auch noch mal im Register am Ende des Buches, zum Nachschlagen. Wussten Sie, was genau eine False Balance ist? Oder was einen Hinterbänkler eigentlich zum Hinterbänkler macht? Was ist eine Morgenlage und wer nimmt daran teil? Was hat Microtargeting mit Wahlen zu tun? Und was wird in einer Trollfabrik produziert? Sie merken schon, das Buch ist breit angelegt und besonders für Klugscheisser gedacht. Vielleicht hat mir mein …

Misereor: wir ändern unsere Meinung nicht!

Ich hatte ja die stille Hoffnung, dass Misereor von der gemeinsamen Diskussion gelernt hätte. Der nachfolgende Beitrag des Deutschlandfunk zeigt, dass dies ein Irrtum war. https://www.deutschlandfunk.de/freie-bauern-protestieren-gegen-kirchliche-appelle-zum-fleischverzicht-dlf-c34cecdf-100.html Doch es gibt auch kirchliche Einrichtungen, die die gemeinsame Petition von Misereor und Greenpeace kritisieren. Überschrift: „Polarisieren spaltet“. https://blogagrar.de/kirche/katholiken-kritisieren-misereor/ Der Hauptgeschäftsführer von Misereor gibt folgende Stellungnahme ab: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren   Die Bildquelle Kathrin Harms @Misereor ist angegeben

Sparen, verzichten, einschränken….

Wir Menschen sind geneigt, uns selbst etwas vorzumachen. Im Bereich Landwirtschaft und Ernährung kennen wir das. Bürger und Verbraucher sind zwei unterschiedliche Wesen. Jetzt geht es um den kommenden Winter, es geht um steigende Preise, es geht um die Frage, ob wir eine gespaltene Gesellschaft bekommen. Meine Frage an euch/Sie: Schränken Sie sich irgendwo ein? Sparen Sie an etwas? Wenn Sie jetzt an etwas sparen oder sich einschränken, wo ist das? Gibt es etwas, bei dem Sie sich definitiv nicht einschränken? Für meine Person: wir haben die Heizkörper noch zugedreht. Nur bei unserer Mutter (99 Jahre) ist es so warm wie immer. Beim Essen können wir uns nicht einschränken, weil wir bis auf Fleisch alles aus dem eigenen Garten/Feld auf dem Tisch haben. Wir fahren mehr mit dem Fahrrad, allerdings erwische ich mich dann doch, auch kurze Strecken wieder mit dem Auto zu fahren. Was Kleidung angeht haben wir in den letzten Jahren ohnehin nur Ersatzbeschaffungen gemacht. Wenn die Arbeitsjeans durch ist, wird die Jeans „für gut“ eben zur Arbeitsjeans umfunktioniert. Wo wir nicht gespart …

Blackout…

Wer einen Blackout oder auch einen tagelangen Stromausfall für absoluten Blödsinn und unmöglich hält, braucht diesen Artikel nicht zu lesen. Ich habe mir jedenfalls Gedanken gemacht, an was wir auf unserem Hof denken müssten und womit wir uns ohne größere Probleme und Investitionen vorbereiten können. Was wir derzeit auch tun. Was mir etwas Sorgen macht: Derzeit wird ein solches Szenario bei uns in Deutschland nicht öffentlich diskutiert. Das ist in anderen Ländern anders. https://efahrer.chip.de/news/12-stunden-strom-ausfall-pro-tag-reiches-nachbarland-wappnet-sich_109654 Mit einer gezielten Stromabschaltung lässt sich ja umgehen. Wenn die Gefriertruhe mal 4 Stunden ohne Strom ist, passiert nicht viel. So schnell taut da nichts auf. Kochen oder waschen kann man auch in den verbleibenden 20 Stunden. Auch kann man sich untereinander aushelfen. Ob aber in Krisenzeiten die Solidarität wirklich noch funktioniert? Hier ein sehr lesenswerter Artikel, der keine Panik verbreitet, sondern einige reale Gefahren beschreibt. https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_100054506/blackout-bestseller-autor-elsberg-groesste-gefahr-ist-nicht-ein-stromausfall-.html Die Supermärkte bereiten sich auch auf einen Stromausfall größeren Ausmaßes vor und schulen sogar ihre Mitarbeiter. Unter anderem mit dem Hinweis, sich Plünderern nicht in den Weg zu stellen. https://vorarlberg.orf.at/stories/3164439/ Wie die Chronologie des …

Wenn Ärzte über Fleisch reden – und über fragwürdige Studien

Es gilt in den Medien ja als normal, dass Fleisch essen ungesund ist. Aber ist diese Aussage auch wissenschaftlich belegt?  Das Ärzteblatt hat dies untersucht und kommt zu interessanten Ergebnissen: https://www.aerzteblatt.de/archiv/214649/Ernaehrung-und-Klima-Fleischfrei-gesund-und-klimafreundlich-essen-die-Evidenz-fehlt Ein bedeutsamer Satz des Artikels: Die fachliche Kritik kann zwar aufdecken, warum solche Analysen auf derart wackeligen Füßen stehen. Doch solche wissenschaftliche Fachkritik findet keinen Eingang in die öffentliche Debatte. Das ist wohl ein weit verbreitetes Problem, das auch bei Diskussionen um die Landwirtschaft existiert.    

Irgendwie beklemmend…

Wir sind noch in Frankreich, fahren aber bald nach Hause. Am Samstag  haben wir auf einer  Fahrt rund um unseren Urlaubsort Arles die Beobachtung gemacht, dass viele Tankstellen geschlossen waren. Nur wenige Tankstellen hatten geöffnet und so bildeten sich lange Schlangen, zum Teil in 8 Reihen vor den Zapfsäulen. Es war am Mittag nur noch Super und Diesel verfügbar, abends nur noch Diesel. Das macht nachdenklich. Zum Glück haben wir von einem Bekannten reichtzeitig erfahren, dass es eine Knappheit mit Treibstoffen geben wird und haben vollgetankt. Für die Fahrt nach Hause müsste es reichen, denn bei den hier herrschenden Tempolimits ist der Verbrauch in der Tat sehr niedrig. Bei Überlandfahrten (Tempo 80 auf Landstrassen) blieben wir regelmäßig deutlich unter 5 l/100 km). Das ist für einen Touran Baujahr 2009 nicht schlecht. Was wir am Samstag im Supermarkt erlebten, war ähnlich beklemmend wie die Schlangen vor den Tankstellen. Die Einkaufswagen waren bis zum Bersten gefüllt, gerade so, als gäbe es morgen nichts mehr zu kaufen. Wenn ein Herr über 60 in seinem Einkaufwagen geschätzt 70 Liter …

So wird der Winter….

Es kann sein, dass es meine ganz subjektive Empfindung ist, dass die Wettervorhersage in diesem Sommer nicht mal die kommenden 48 Stunden richtig abgedeckt hat. Jetzt ist mir durch Zufall die folgende Meldung angezeigt worden, die prognostiziert, wie der kommende Winter wird: Rekord! https://www.daswetter.com/nachrichten/vorhersage/so-wird-der-winter-in-deutschland-wetter-wetterprognose-jahrhunderwinter-schwachpunkt-unserioes.html Wenn man dann aber den Text liest, so wird die Prognose relativiert. Es „könnte“ ein warmer und milder Winter werden. Zu behaupten, dass ein sehr kalter Winter ausgeschlossen werden kann, ist nicht nur mutig sondern auch unseriös. Wetter ist ein chaotisches System und da ist jetzt, im Oktober, noch alles drin. Der Artikel reicht lediglich, um wieder eine Seite im Online-Portal zu füllen. Und das ist mir jetzt auch gelungen… 🙂  

30% Bio bis 2030 – ein Holzweg?

Leserbrief zu Özdemir´s bekräftigtem Festhalten am 30% Ausbauziel von Bio: Offenbar bekommt Herr Özdemir von der Realität schon lange nichts mehr mit. AUFWACHEN HERR ÖZDEMIR! ES REICHT! ⫸ 1. Der Verbraucher will keine 30% Bio. Schon gut 10% sind zu viel für den Markt und führen zu Insolvenzen. ⫸ 2. Wir haben eine globale Ernährungskrise, die nicht so schnell zu beenden ist. Da passt Bio nicht rein. Jede weitere Nahrungsverknappung (Hat eigentlich jemals jemand Özdemir mitgeteilt, dass man mit Bio nur etwa die Hälfte erntet, oder weiß er das einfach noch nicht?) bedeutet am Ende noch mehr Hunger und mehr Hungertote. ⫸ 3. Global sind die Anbauflächen so knapp, dass Regenwald im Rekordtempo gerodet wird zur Schaffung neuer Anbauflächen. Je mehr Bio, also je ineffizienter der Anbau auf den schon vorhandenen Flächen ist, desto mehr wird das Roden vorangetrieben. ⫸ 4. Die Verlagerungseffekte (Weniger Erzeugung auf den vorhandenen Flächen, dafür Umwandlung von unberührter artenreicher Natur zu neuen Anbauflächen, um die aufgerissenen Produktionslücken zu stopfen) Kostet unterm Strich in der Gesamtbetrachtung weit mehr Artenvielfalt, als es …