Bauer Willi
Kommentare 95

Misereor: wir ändern unsere Meinung nicht!

Ich hatte ja die stille Hoffnung, dass Misereor von der gemeinsamen Diskussion gelernt hätte. Der nachfolgende Beitrag des Deutschlandfunk zeigt, dass dies ein Irrtum war.

https://www.deutschlandfunk.de/freie-bauern-protestieren-gegen-kirchliche-appelle-zum-fleischverzicht-dlf-c34cecdf-100.html

Doch es gibt auch kirchliche Einrichtungen, die die gemeinsame Petition von Misereor und Greenpeace kritisieren. Überschrift: “Polarisieren spaltet”.

https://blogagrar.de/kirche/katholiken-kritisieren-misereor/

Der Hauptgeschäftsführer von Misereor gibt folgende Stellungnahme ab:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Die Bildquelle Kathrin Harms @Misereor ist angegeben

(Aufrufe 2.538 gesamt, 1 heute)

95 Kommentare

  1. Pierre Fall sagt

    Toller Erklärung des Hauptgeschäftsführer von Misereor. Tierzahlen sind ein Problem beim Hunger und beim Klima. Nur weil Greeenpeace und Misereor die Überbringer der Nachricht sind, sie zu defermieren ist einfach nur scheuklappendenken. Die Krise ist da, einfach vor die Tür oder auf dem Acker gehen und über den Tellerrand schauen. Mit es soll alles so bleiben wie gestern, haben wir verloren. Übrigens Landwirtschaft ohne Kühe ist auch entspannter. :-). Meine Eltern konnten kein Urlaub machen oder mal übers Wochenende wegfahren.

    https://www.bauernverband.de/themendossiers/themendossier/die-auswirkungen-des-klimawandels-auf-die-landwirtschaft

    1
    • Reinhard Seevers sagt

      “Die Krise ist da, einfach vor die Tür oder auf dem Acker gehen und über den Tellerrand schauen”
      Ich schaue und schaue und schaue und sehe nur Krisen. Aber keine dieser Krisen bekomme ich in eine Verbindung mit einer Tierhaltung in Deutschland verknüpft. Entweder hab ich eine falsche Brille auf, oder ein anderer hat eine falsche auf…..🙄

      1
    • Bauer Willi sagt

      Entschuldigung, aber so schreibt jemand, der sich viel mit Kampagnen aber wenig mit der Realität beschäftigt. Ich bin fast jeden Tag auf dem Acker, mache seit 2015 diesen Blog, habe ein Buch geschrieben.
      Sie machen es sich sehr einfach, indem Sie das nachbeten, was Mainstream ist. Für eine profunde Diskussion reicht das nicht.
      Gewogen und für zu leicht befunden. Sie können aber gerne – mit mehr Inhalt – nachlegen 😉

      2
    • Was haben ihre Eltern mit dem natürlichen Grünland gemacht?

      Wenn das jeder Bauer machen würde, dann hätten wir keine Molkereien und Käsereien mehr!
      Wollen wir das?
      alles aus dem Ausland holen?

      • Pierre Fall sagt

        Das wurde zu Bauland und Obstbau umgewandelt.

        Kleine Rechnung
        etwa 12 Millionen Rinder leben auf Bauernhöfen in Deutschland.
        4,7 Millionen Grünland haben wir

        Als müsste drei Kühe von einem Hekta leben. Das haut nicht hin oder.
        Als Tierzahlen runter und wir bekommen das passend, gut fürs Klima, Biodiversität und die Gesundheit.

        1
        • Reinhard Seevers sagt

          Die Anzahl Rinder bezieht alle mit ein, so auch Kälber. Wenn man also GV/ha benennen möchte, muss man eine Durchschnitts-GV – Größe ermitteln. Wenn man dann auf 2GV/ha kommt, was auch nach Ökoregeln akzeptiert wird, dann dürfte man 9,4 Millionen Rinder = GV halten, was ja bedeuten würde, alle Rinder sind 500kg schwer. Schon Unfug gelle Peter. Und Rinder MÜSSEN ja nicht ausschließlich von Gras leben, sie dürfen in einem freien Land auch noch viel mehr fressen, so dass sie gar nicht alles Grünland nutzen müssen….aber ideologisch kann man sicher auch alle Rinder so aufs Land verteilen, dass auf jedem ha. Grasland/Weide ein Rind steht. 😎

          1
        • Das haut nicht weil ein Bauer von 50 Kühen nicht leben kann. Das gibt unsere Volkswirtschaft nicht her, schade!

        • Das Bauland ist für immer versiegelt und man kann es den Kühen nie wieder gegeben, bzw. kein Rind kann mehr darauf grasen.
          Es ist dem natürlichen Kreislauf entzogen, das schadet der Biodiversität und so Ökologie.
          Man kann noch nicht mal Hafer für Hafermilch da anbauen.

          Aber auch keine natürliche Milch davon produzieren, also muß diese von außen, wo mit anderen Auflagen produziert wird, geholt werden.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      ” Übrigens Landwirtschaft ohne Kühe ist auch entspannter. :-)”

      Ohne Kühe kein Rindfleisch, keine Milch und kein Käse.
      Milch ist derzeit Mangelware, wollen sie den Menschen Milch verwehren?

      1
    • Reinhard Seevers sagt

      Elisabeth, vielleicht musst du endlich mal wegkommen vom ständigen Bild der Weltrettung durch Fleischverzicht oder Reduzierung. Wie kann man so narrenhaft an dieser Sicht hängen?
      Warum nicht Verzicht auf den Rasenroboter, den 3. Webergrill, die Terrassenüberdachung, das Zweitauto, das Vierthandy, die 9Kg Waschmaschine für den Singlehaushalt, die 2. Urlaubsreise, die Alufelgen, den Flachbildfernseher, den Konzertbesuch, usw, usw.

      Wie kann ein Gehirn nur ständig die Ernährung als Maßstab der ungebremsten Ressourcenverschwendung an die erste Stelle stellen? Ist die Angst vor Wohlstandsverlust so groß, dass man seine Nahrung zur Kompensation des Winterurlaubs haben muss?

      2
        • Reinhard Seevers sagt

          Das ist eben kein whataboutismus sondern eine Relativierung der Relevanz ökologischen Handelns. Wer sich über Jahre an einem einzigen Thema abarbeitet, um sein übriges Handeln aufrecht zu erhalten (ich meine all diejenigen, die ihre Missionierung vollziehen) der ist für mich kein Gesprächspartner.

          3
      • evo.... sagt

        Ähnlich denke ich auch. “Am Essen spart man nicht!” soll doch eine Volksweisheit sein. Auf die Klima-Debatte hieße das:

        Überall sparen, aber am Essen zuletzt.

        An allem anderen sparen wäre aber auch schlecht für die Konjunktur und das will nun auch niemand.

        1
    • Bauer Willi sagt

      Dass ein Tempolimit her muss, ist aber nun wirklich Konsens.
      Der Krieg gegen den Fleischkonsum wird nur in den westlichen europäischen Staaten geführt. Aber nicht mehr lange, denn dann fehlt das Geld für täglichen Fleischkonsum.

      1
  2. macht euch mal gedanken, wem das alles wirklich nutzt. bei welchen firmen bleibt die kohle am ende haengen. wer sind die eigentuemer?

    cui bono? das fragten schon die alten roemer, um den schuldigen zu finden.

    seht euch das bild an und macht euch gedanken darueber.

    diese sachlage muss, ich wiederhole, muss gravierende politische, wirtschaftliche und militaerische konsequenzen haben.

    https://brilliantmaps.com/population-circle/

    und wer es noch nicht gemerkt hat, wir befinden uns bereits im 3. weltkrieg.

    1
  3. “Das weltweite Ernährungssystem führt dazu, dass über 800 Mio Menschen hungern…”

    Starke Aussage ! Und da wundert sich der Mann, dass ihm wenig freundliche Kommentare entgegen schallen?
    Was ist eigentlich ein weltweites Ernährungssystem, kann mir das jemand sagen?
    Auch Herr Spiegel sollte mitbekommen haben, dass der weltweite Hunger bei steigender Weltbevölkerung gesunken ist. Und zwar seit etwa 30 Jahren so dynamisch wie noch nie zuvor. Warum wird da immer eine furchtbar verdrehte Geschichte draus gemacht? Wir sind sehr erfolgreich in der Hungerbekämpfung gewesen, jetzt stockt der Prozess. Aus diversen Gründen, die vorwiegend in einem Rückgang der Globalisierung zusammenlaufen. Das wollen viele nicht wahrhaben , aber deswegen muss man sich doch nicht solche wirren Geschichten über die deutsche Tierhaltung ausdenken.
    Das hilft den Menschen in den betroffenen Ländern nicht. Egal wie oft es wiederholt wird.

    11
    • Wie blind will man sein, wenn man kein weltumspannendes System erkennen mag? Letztlich bestimmen doch nur eine handvoll Konzerne, wie Landwirtschaft betrieben werden soll, also, welche Produkte und Maschinen der Landwirt kaufen soll, um mitmachen zu können.

      3
      • Reinhard Seevers sagt

        Genau Nils, da stimme ich dir mal zu! Das Gleiche passiert in der Digitalisierung in noch größerem Ausmaß und die Menschen laufen diesem Heilsversprechen wie dem Rattenfänger hinterher und die Politik ebnet ihnen den Weg.

        4
  4. Jürgen Donhauser sagt

    Herr Spiegel, also Misereor widerspricht sich (was Willi übrigens in seinem Interview schon richtig herausgearbeitet hat). Auf der einen Seite wurde uns immer vorgeworfen wir sollen keine Überschüsse produzieren die den Weltmarkt belasten. Nun aber sagt Herr Spiegel, dass die Ägypter so viel mehr für die Weizenimporte zahlen müssen, da die Ukraine als Billigproduzent wegfiel. Nun heißt es wieder von Misereor “kein Getreide in Trog oder Tank” – ja was denn nun? Sollen wir jetzt wieder billiges Getreide für den Weltmarkt produzieren (was übrigens mit unseren hohen Auflagen schon gar nicht mehr möglich ist), oder nicht?

    15
    • sonnenblume sagt

      Man spricht immer so wie es gerade passt! Es ist in dem Moment leider niemand anwesend, der auf diesen Widerspruch aufmerksam macht und eine Antwort einfordert.
      Dann könnte evtl. eine Situation vergleichbar mit Harbeck´s Aussage zum Bäcker entstehen.
      Aber selbst dann würden sie sicher noch eine Ausrede finden.

      2
    • Das muss man differenzierte sehen,
      Ich habe auch schon mal gedacht, wenn wir alle Bioanbau machen, gobt es keinen Überschuss aber die Nahrungsmittel kosten den ehrlichen Preis, sie werden teurer und der Bauer braucht keine Subventionen mehr.

        • Reinhard Seevers sagt

          Ägypten hat schon seit Jahrzehnten ein Getreideproblem, weil sie ein riesiges Bevölkerungswachstum haben und den fruchtbaren winzigen Ackerboden für Exporte nutzen, die mehr einbringen, als der billige Weizen…..auch Ägypten hat eine Eigenverantwortung!

          5
    • Und kein Getreideanbau für Trog und Tank,
      ist die logische Folgerung für die Bewältigung der Welternährung für Ottonormalverbraucher ,
      ohne jegliches Fachwissen.

      Und ich finde es wertvoll, darüber zu diskutieren.
      Aber dann muss Ottonormalverbraucher da auch zuhören und nicht auf seinem Standpunkt verharren.
      Oder er interessiert sich gar nicht dafür, sondern will sich nur wichtig machen.
      Da muss man bestimmt auch differenzieren.
      Aber wie geht man mit der Meinung der Wichtigmachern um?

      • Reinhard Seevers sagt

        Otto-Normalo ist es schlicht wumpe…..es sind Politik, Medien und NGOs, die sich hierzu äußern und Meinungen bilden.
        Heute in der Regionalprawda wieder ein Leitartikel zur “richtigen” Ernährung…..Fleisch und Milch sind böse, was gut ist, wird nicht geschrieben. Auf der Landesseite dann der Bericht über eine Neuorientierung des “Agrarbündnisses Niedersachsen”, das weniger Pestizide, mehr Bio, weniger Dünger fordert. Die einzigen agrarischen Mitglieder des Bündnisses sind Bioland und BDM….es bleibt dämlich, dümmlich und indoktrinierend.

        2
        • Ferkelhebamme sagt

          Bei uns heute auch wieder ein halbseitiger Bericht über eine Studie vom Hautarzt und selbsternannten Milchforscher Melnik: Kuh-Milchkonsum macht Diabetes.
          Dessen Studien (Milch macht Akne, Milch macht Kinder dick,…) wurden durch andere Studien schon mehrfach widerlegt, trotzdem schafft er es immer wieder in die Öffentlichkeit. Es passt gerade so schön in den Mainstream.

          6
            • Ferkelhebamme sagt

              Und die armen Köter bekommen bestimmt auch nur güllefreien Salat 😁
              Das Video ist schon fünf Jahre alt. Trotzdem ein guter Spiegel dessen, was in D derzeit passiert. Es ist alles so unfassbar offensichtlich dämlich, aber nicht aufzuhalten. Laufen lassen, der Absturz kommt

              6
              • Reinhard Seevers sagt

                Man liest täglich Leserbriefe gleicher Form. Das mediale Dauerfeuer hat es geschafft, dass auch in der Krise noch auf Bauern eingedroschen wird. Am Ende werden Bauern noch beschimpft werden, weil sie ja auch in der Krise noch “Subventionen” bekommen und mit ihren großen Schleppern auf “unseren” Wegen rumfahren dürfen. Der arme Städter aber muss Lebensmittel teuer bezahlen, wegen der jammernden Subventionsempfänger, so die Botschaft. Und dazu quälen sie auch noch die Tiere und verpesten die Umwelt, zerstören den Artenreichtum und vergrößern den Klimawandel. Weg mit dem Pack! 🙄

                5
                • Ferkelhebamme sagt

                  Man muss ein dickes Fell haben, um noch weiter zu machen. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Und ganz ungeniert werden wir alles abgreifen, was irgendwie möglich ist. Ohne schlechtes Gewissen

                  5
                • sonnenblume sagt

                  Und was ist mit der Erweiterung des Kanzleramt? Mal so locker 777 Mio. Sind doch Peanuts? Den Waschlappen nehmen, Fleisch sparen, Temperatur sparen, Strom sparen.
                  Es ist wirklich schade, dass wir unsere Arbeit nicht so einfach für einige Monate auf Eis legen können.

                  3
          • ist ja soo bequem, wenn das alle glauben und man im Mainstream mitfährt, und das gute Gewissen, was man dabei hat.

            Der Herr hat Recht:
            ” Melnik: Kuh-Milchkonsum macht Diabetes.”

            Die Kolostrum (Biestmilch) macht bestimmt Diabetes, weil sie zu viel Zucker enthält.
            Das können wir uns aber mit übersüßtem Joghurt antun.
            Es geht doch nicht nur um flüssige Milch trinken,
            wir konsumieren doch viel mehr Milchprodukte wie Joghurt Quark, Butter und Käse.

            1
  5. Smarti sagt

    Hier im Blog wurde schon öfters angeregt, dass die Regierung ( oder die EU, Misereor oder andere ) doch den Weizen der deutschen Landwirte – gerne auch Futterweizen – aufkaufen könne und notleidenden Gegenden in Afrika zur Verfügung stellen. Bestimmt würden die Landwirte da mitmachen und unser lieber Herr Özdemir darf sich ebenfalls profilieren. Wer startet eine Petition ? Oder erstmal einen Aufruf zur Hilfe ?
    Mich würde schon interessieren, mit welcher Begründung Misereor, Ötzi und Co. sowas nicht machen können.

    13
  6. evo.... sagt

    Der Mann in dem Video sieht kaputt aus. Wow, wow wow. Der braucht mir nix von gesundem Essen erzählen.

    Ich würde den raus schmeißen, weil er in dem Zustand keine gute Politik machen wird.

    Allgemein glaube ich, dass der Glaube auch leichtgläubig macht und man den Glauben kritisch betrachten muss.

    3
  7. Also muß sich Kirche mehr um Gottes Schöpfung und die Ökologie, wo die Landwirtschaft drin eingebunden ist, kümmern.
    Und dann kann sie erzählen.

    Weil sie sich viel zu weit von der Landwirtschaft entfernt hat.
    Wie ihre Glieder auch!
    Jesus ist noch beim Kleinbauern, der nur eine Kuh hatte, im Stall geboren.
    Wie ist das Erntedankfest in der Kirche entstanden?

    2
    • Reinhard Seevers sagt

      Theisen:” Wohlstand und Sicherheit haben den Sinn für Notwendigkeit und Selbstbehauptung verkümmern lassen. Das gute Leben wurde als voraussetzungsloses Recht wahrgenommen, wodurch die Pflicht des Bewahrens des von Vorfahren mühsam Erreichten vergessen wurde. ”

      Wohl wahr!

      7
      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        “…..wodurch die Pflicht des Bewahrens des von Vorfahren mühsam Erreichten vergessen wurde. ”

        nein,sogar infrage gestellt und abgelehnt wird!

        6
  8. Klemens Minn sagt

    Das liegt an der heute häufig vorkommenden flachen Lernkurve: Es dauert bis man erkennt: Besser wissen ist keine Steigerung von gut wissen. Hinzu kommt: Andere sollen sich ändern und machen. Das man andere Strategien braucht, wenn man gemeinsam miteinander etwas ändern will, hat sich auch noch nicht rumgesprochen.

    8
  9. Pälzer Buh sagt

    Für eventuelle Erntedankfeste dieses und die nächsten Jahre folgender Vorschlag: Die Erntekrone nur halbbestückt mit Fusarium krankem Weizen und Roggen übersät mit Mutterkorn den Verantwortlichen (BMEL, Bundesregierung, Kirchen,EU- Palament, usw) überreichen.

    “Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!”

    12
  10. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Eine Gedankenanregung an den hochverehrten Herrn Spiegel:

    Ein tief verwurzelter christlicher Glaube wächst und gedeiht in den Herzen der Menschen und ist nicht zwingend an die Prunkprotzbauten der Institution „Kirche“ gekoppelt, wo man sich ohnehin grundehrlich fragen muss, wie eben ein solch überbordender Reichtum in der Vergangenheit, im Verlauf der Kirchengeschichte, überhaupt geschaffen werden konnte, mit welchen Mitteln, mit welchen Waffen!? Nicht doch eher vielfach geraubtes bzw. „ererbtes“ Vermögen, das schon gar nicht mittels harter händischer Arbeit geschaffen wurde!?

    Herr Spiegel, warum gelingt es Ihnen, warum gelingt es Miserior in seinem überaus hehren, medial zur Schau getragenen christlichen Ansinnen bis heute nicht, sich zunächst einmal reuig an die eigene Nase fassen zu wollen!? Sie delegieren unmissverständlich wiederholt eine Schuldhaftigkeit in einer schon geradezu perfiden Art und Weise, wo man sich die Äuglein reiben muss, um zur berechtigten Frage erstarken zu wollen, woraus man eine solche in Richtung Bauernstand überhaupt herauszukristallisieren vermag!? Mit welchem Recht!?

    „Ein schwerer, verhängnisvoller Irrtum ist es, wenn man Religion mit Gefühlsduselei verwechselt. Religion ist Arbeit. Und vielleicht die schwerste und gewiß die heiligste Arbeit, die ein Mensch tun kann.“ (Dietrich Bonhoeffer)

    Wie und worin sehen Sie/sieht Misereor gerade in Zeiten wie diesen den Sinn der eigenen Arbeit, werter Herr Spiegel!? Können Sie eine solche Sinnhaftigkeit in Ihrem Tun und Treiben eigentlichen überhaupt noch rechtfertigen!? Ich jedenfalls erkenne allenfalls eine rethorische Kriegserklärung gegenüber jedem gemeinen Bauern, wo der Zweck schlussendlich nahezu sämtliche Mittel heiligt…!!! – Kommt dabei bei Ihnen kein äußerst unangenehmes Bauchgefühl auf, Herr Spiegel!?

    17
  11. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    Am Gendern sollt ihr sie erkennen!
    Der Hauptgeschäftsführer:In* von Misereor gendert marxistisch-politisch korrekt das Wort “Ägypter:Innen”, indem er den Glottisschlag hörbar durchführt. An diesem uns aufgezwungenen grammatik-, sprach-und sprechverhunzenden Verhalten kann man schon erkennen, dass diese Person:In* nicht den Mut hat, ihren eigenen Verstand zu benutzen.

    *Obwohl der Hauptgeschäftsführer:In für mich wie ein alter weißer Mann aussieht, kann ich mir natürlich nicht sicher sein, ob er/sie/es (m/w/d) nicht tief in sich ein außerordentlich anderes Geschlecht fühlt oder sogar heimlich lebt – ein bisschen mehr Farbe im Gesicht würde dieser grauen Eminenz sicherlich blendend stehen. Heutzutage kann man sich gar nicht vorsichtig genug auf dem staatlich geförderten Minenfeld der stets inklusiven und ubiquitären geil-priapistischen-Frontloch-Sexsprache bewegen.

    7
  12. Christoph aus der Stadt sagt

    Im verlinkten Beitrag vom Deutschlandfunkt wird gesagt, dass 60% des in Deutschland geernteten Getreides als Tierfutter Verwendung findet. Stimmt die Zahl? Und wieviel Prozent dieser verfütterten Menge sind denn nun backfähiges Getreide oder anderweitig für den menschlichen Verzehr geeignet? Diese Zahlen müsste man doch nennen, um zu erkennen, ob hier vielleicht irgendetwas in Schräglage geraten ist. Ebenso müsste man – neben der geernteten Gesamtmenge – wissen, wie sich diese Anteile historisch entwickelt haben. Wie sah es vor 20, 40 oder 60 Jahren aus?

    3
    • evo.... sagt

      Nach dem was mit so liest, sollen bei Bio 82 % der Feldfrüchte im Tiermagen landen. Und dann darf man noch 20 % billige konventionelle Ware zukaufen. Da müssen sich die allerlöblichsten hohen Herrschaften mal drum kümmern, dass Bio da besser wird wird als die seriöse Landwirtschaft.

      Ich schlage vor, bei Bio max. 0,5 GV/ha und keinen Zukauf konventioneller Ware mehr.

      7
    • Smarti sagt

      Frau Ertl, meine Vermutung ist, dass dieses Getreide, das ja jetzt schon über ein Jahr in den teils beschädigten Lagern “vor sich hingammelt”, gar nicht mehr als Nahrung verwendet werden kann – Geruch, Pilze… Einwandfreie Ware wurde für die eigene ukrainische Bevölkerung genommen oder in Mengen von Putin gestohlen.
      Dass trotzdem noch so viel verschifft wird, beweist mir, dass weltweit grosse Mengen fehlen.

      Soll man lieber das Vieh schlachten und das Getreide verstromen, als Dünger verwenden oder gleich ins Meer verklappen ? In Europa ist ja das anbauen von Getreide zu Futterzwecken schon fast ein Kapitalverbrechen – wird also stark abnehmen zugunsten von Schmetterlingswiesen.

      6
    • Brötchen sagt

      Frau Ertl!

      Zur Erklärung.

      Das physische Geschäft läuft doch nicht so, das eine staatl. Stelle beschliesst Mais zu importieren.
      Ein Ukrainischer Händler oder ein Händler hier, hat die Mengen und Preis als Offerte.
      Und dann läuft das über den Händler.

      Mais war zur Jahresmitte knapp und teuer!
      Mais ist notwenig für Jungtier und Geflügelfütterung.

      Wenn der hier sonst 435 € kostet und Dir macht einer ein Angebot für 350 € wird letzteres genommen.
      So einfach läuft das.

      Ansonsten ist Mais für die Stärkeproduktion wichtig….glaub aus Mais wird auch Rohzucker gemacht und und und…..da spielt auch der Einkaufspreis eine Rolle.
      Zur Zeit macht in Dt. kaum jemand Körnermais, weil die Trocknung viel zu teuer wird.

      6
  13. Obstbäuerin sagt

    Mich würde ja mal interessieren, wie hoch das Jahresgehalt eines Hauptgeschäftsführers so ausfällt. Gibt es vielleicht Parallelen zu den Gehältern des ÖRR? Wenn man in diesen Sphären unterwegs ist und die Propaganda weitere Spenden am Horizont erleuchten lässt, ist jeder Pakt willkommen. Betroffenheit kann ich in den Gesichtern der drei Protagonisten nicht erkennen. Eher dezent unterdrückte Freude über den medialen Schachzug.

    7
  14. Günter sagt

    Alle wissen heutzutage wie einfach es ist über die Medien Meinung und Spenden zu generieren.
    Für viele ist es leicht verdientes Geld.
    Dies gilt auch und besonders für Institutionen die
    Sich die Weltrettung durch ” alternative ” Landwirtschaft auf die Fahnen geschrieben haben.
    Dagegen hilft nur eine Verknappung von Lebensmittel und Resourcen damit die Menschen wieder merken auf was es ankommt.
    Und noch zum gestrigen Blog: Wir waren jetzt 2 Tage ohne Strom auf unseren Berg, es geht.
    Einzig der Sohn hat gemault weil kein Internet war.

    6
  15. Ferkelhebamme sagt

    Rattenfänger!
    Aber der Versuch, Fame über das Auftreten an der Seite von Greenpeace zu generieren, wird zum Bumerang werden.
    Kurze wohlwollende Aufmerksamkeit der jüngeren Generation, aber verprellen der noch kirchenzugeneigten Klientel.
    Geduld.

    5
  16. Brötchen sagt

    Ich hab ja die Idee, das Futtergetreide und auch andere FM in Tüten abzupacken, so 500 g .
    Geeignet wäre diese Überschrift auf dem Bild.

    Jedem in die Hand drücken, der meint, das wäre so einfach.

    7
    • Smarti sagt

      Aber zusätzlich auch mal ein paar Tage den Zugang zu tierischen Produkten verwehren. Damit die Tüte dann auch verarbeitet und gegessen wird.
      Vielleicht an der Kasse: alle tierischen Produkte werden der Tafel gespendet, dafür dann der Gegenwert in Futtergetreide.

      1
    • Och, ist doch einfach,
      für Müsli wird es reichen, oder?
      Kauft man sich eben eine Quetsche, eine Haferquetsche für das Getreide.

  17. Bei der ganzen scheinheiligen Diskussion geht es nur ums Geld/Preise. Die derzeit hohen Getreidepreise müssen schnellst möglich nach unten gedrückt werden. Hohe Getreidepreise helfen nur den Bauern, niedrige allen anderen! Man sieht dies sehr deutlich an den Weizenexporten der Ukraine, das allerwenigste geht in Hungerregionen, das meiste nach Europa um den europäischen Getreidemarkt zu “konsolidieren”. Die Zustimmung Özis zur Streichung der Flächenstillegung geht auf das selbe Ansinnen zurück – die Hungernden sind dazu lediglich der nützliche Idiot!
    Das scheinheiligste an dem Thema ist das verlogene Gerede um die Wertschätzung von Nahrungsmitteln. In Tiefpreisphasen wird lamentiert, gerade auch von diesem LW-Ministerheini, Lebensmittel müssten ihren Preis haben und dürfen nicht verramscht werden etc.pp. Steigen dann dann die Preise, werden sofort massive Gegenmassnahmen getroffen!! Hier zeigt sich das wahre Gesicht der angeblichen Bauerfreunde! Und das sollten sich die Bauern endlich merken!!!

    14
    • Brötchen sagt

      “Steigen dann dann die Preise”

      Vor allem die Preise sind erst moderat gestiegen!

      Wir dümpeln beim Schweinepreis bei 2 Euro rum und der Eierpreis ist auch nicht da, wo er sein müßte um die Kosten zu decken!
      Normalerweise müßten diese Preise bei mind. 2,70 besser über 3 Euro liegen und der Eierpreis nahe 4 Euro die 10 er.

      Heute früh kam ein Bericht über die neu gegründeten Berliner Stadtwerke und sie kommen nicht nach mit der Installation bei Solar auf Dächern. Ja und in diesem Jahr machen sie wohl das erste mal Plus.

      Dachte ich, ja bei den Stroimpreisen, logo.

      Wir sind echt doof, das wir uns die Hacken abrennen, wir solche Leute.
      Ich wird alles runterfahren, auf ein Eigenüberlebensniveau und die erwähnten Tüten verteilen. Geeignet der Parteitag der Grünen.

      4
    • sonnenblume sagt

      Ist der Transport von Weizen in die EU eigentlich in den Hauptnachrichten der ÖR erwähnt worden? Oder ist das unter den Tisch gefallen? Bin leider, was die Berichterstattung in den ÖR angeht, nicht immer so auf dem Laufenden. Sicher wäre der ein oder andere erstaunt gewesen, oder man hätte es sogar befürwortet?

      2
  18. Pälzer Buh sagt

    Zu dem heutigen Thema habe ich klare Stellung: Bauern, tretet aus der Römisch-katholischen Kirche aus und gebt ihr die gepachteten Ländereien zurück! Sollen doch die NGO’s diese Bewirtschaften.

    8
  19. Reinhard Seevers sagt

    Ich kann gar nicht sagen, wie mich dieses Bild der drei Weltretter aufwühlt…..da kommt richtig Hass hoch. Ich muss mich zügeln….da muss erstmal eine Marlboro dran glauben, denke ich.😣

    5
      • Reinhard Seevers sagt

        Einer weniger kann zur Weltenrettung beitragen Hans! Corona hilft auch ein wenig…ansonsten sterben erstmal die Hungernden, die keinen Futterweizen bekommen. Warum kauft die Regierung nicht sämtliches Getreide deutscher Bauern auf (meinetwegen können das auch Greenpiss und Misserrior tun) und schickt es in die Hungerregionen der Welt? WARUM nicht?

        8
        • Smarti sagt

          Das geht nicht, dann wäre ja das moralische Würgehalsband der Landwirte weg.
          Nur Landwirte sind so doof, und denken, sie seien für die Ernährung der Welt verantwortlich. “das macht doch längst Amazon” !

          7
    • ReinerStoff sagt

      Geht mir genauso, aber untermauert einfach sein Image als Stockschildkröte….

      Es ist doch keiner Bäckerei, Backwarenhersteller, etc. verboten “Futtergetreide” für ihre Mehl zu verwenden, am besten sollten beide oben genannte Organisationen in ihren Kantinen mit gutem Beispiel voran gehen…

      Hat eig. bisher schon eine dieser Schlaumeierorgas erklärt, wie es ermöglicht wird, dass die Ärmsten der Armen mit weniger als 2€ am Tage oder noch weniger sich europäisches teuer produziertes Getreide leisten können und gleichzeitig auch die europäischen Landwirte davon leben können…. oder wird diesen übermorgen wieder vorgeworfen, die subventionierte europäische Landwirtschaft macht den afrikanischen Markt kaputt?

      6
  20. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Unsere großen Landeskirchen müssen ihr Bauernbashing in dieser Art und Weise nur ignorant derart weiterbetreiben, dann verlieren Sie auch noch die letzten wirklich hartgesottenen Gläubigen in den eigenen Reihen. Die Kirchen leeren sich heute zusehends, geht das immer noch nicht schnell genug!?

    Neben unserem Vater Staat sind dieselben jedenfalls nachweislich unsere größten Landeigentümer. – Ist Herrn Spiegel realiter nicht geläufig, wie effizient die dortigen Schatzmeister von den Bauern Kapital abzupressen und einzutreiben wissen. In diesem Bereich rangiert die Philanthropie ganz weit hinten. Sie, werter Herr Spiegel, argumentieren hier beängstigend scheinheilig gegen das gemeine Bauerntum – Jesus aber war kein Scheinheiliger!!!

    Fingerzeig!!! – Wenn Misereor jetzt seit 60 Jahren „Gutes“ tut für unsere zunehmend aus den Fugen geratende Welt, warum gibt es heute noch mehr als 800 Mio. Hungernde weltweit, Tendenz wieder steigend!? Eindruckvoller kann ein solches Konzept doch nicht als komplett gescheitert beurteilt werden. Pharisäer, die hier mit solchen Lügen aufzuwarten wissen, um den „Schwarzen Peter“ anderen in die Schuhe schieben zu wollen.

    Miserior muss sich aber zwischenzeitlich wohl nur bedingt Sorgen machen: Aktuell sterben unsere Metzger innerhalb der ländlichen Räume noch schneller weg als unsere Tierhalter mit ihren Familienbauernhöfen.

    17
  21. Christian Bothe sagt

    In Top agrar dazu gestern von mir: “dummes Gerede von Greenpeace und Misereor!Bedauerlich, das sich der Verein mit Greenpeace abbilden lässt! Das sage ich als Katholik und Dipl.Agr.Ing.Hatte mich ja schon mal dazu geäußert und belasse es bei meinem Statement von damals.”

    4
  22. Schmeckt gut sagt

    Passende Bilder mit nem Brot und nachdenklichen Gesichtern, um den Ernst der Lage zu unterstreichen, aber Folgenabschätzungen kosten Zeit und behindern die schnelle Umsetzung der Ziele. Schämt euch. Es wird euch vor die Füße fallen. Brauereien reduzieren schon die Produktion bzw. schließen – sind ja ebenfalls überflüssig, wie das Pflanzenöl für den Tank. Bin mal gespannt, was passiert, wenn immer mehr Genussmittel “ausfallen”. Vielleicht kommt das Bier dann auch aus Brasilien. Prost!

    4
  23. Smarti sagt

    Die Landwirtschaft ist schon sehr lange ( so lange wie es sesshafte Menschen gibt ), ziemlich erfolgreich daran, selber zu (über)leben und zusätzlich noch vielen weiteren Menschen mit Nahrung, Kleidung, Heizmaterial, Baumaterial und Energie das Überleben zu sichern.
    Wie in einer erfolgreichen Gesellschaft üblich, teilt sich auch die Landwirtschaft die Arbeit. Dort wo Futter am Besten wächst, da gibt es Futter, wer Tiere halten will/kann…. macht dies.
    Wir Landwirte wurden von der Gesellschaft und der Politik dazu ermutigt, teils gezwungen uns zu spezialisieren. Nur so kam man zu Fördermitteln, lange Zeit musste man jeweils die Tierzahl mindestens verdoppeln. Fördermittel sind fast unumgänglich um einen Hof zukunftsfähig zu lassen, um ihn der nächsten Generation zu übergeben.

    In dieses “geschlossene System der Landwirtschaft” wollen immer mehr Hände greifen und einzelne Kettenglieder raussprengen – ohne sich um den Rest dieser Kette zu kümmern. Das endet in einer Katastrophe. Macht die Landwirte kaputt ( ja, mehr geht immer…) und Ihr werdet es merken, dass dies dumm war. Leider wahrscheinlich erst wenn es fast zu spät ist.

    Dann wäre dann noch die spannende Frage zu klären: was gibts länger, Kirche oder Landwirtschaft ? Und wer überlebt länger ?

    9
  24. oberländer sagt

    Herr Spiegel würde wohl auch bei SOKO Tierschutz einen Posten bekommen , bei anderen
    Spendenabzockern wie Kriihnpiss oder Peta natürlich auch .

    6
  25. Reinhard Seevers sagt

    Herr Spiegel stellt seine Behauptung als unumstößliche Tatsache dar. Die Sicht der Bauern ist ihm egal, weil ja falsch. Er hat die Wahrheit gefunden, nichts kann ihn abbringen von seiner Meinung. Hätte Jesus damals einen Hammelbraten geteilt, sähe es heute anders aus? 🤔
    Erinnert mich irgendwie an den Streit darum, ob Jesus eine Geldbörse hatte oder nicht, wie es im Film ” Der Name der Rose” diskutiert wurde.😎

    6

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert