Bauer Willi
Kommentare 217

30% Bio bis 2030 – ein Holzweg?

Leserbrief zu Özdemir´s bekräftigtem Festhalten am 30% Ausbauziel von Bio:

Offenbar bekommt Herr Özdemir von der Realität schon lange nichts mehr mit.
AUFWACHEN HERR ÖZDEMIR! ES REICHT!

⫸ 1. Der Verbraucher will keine 30% Bio. Schon gut 10% sind zu viel für den Markt und führen zu Insolvenzen.

⫸ 2. Wir haben eine globale Ernährungskrise, die nicht so schnell zu beenden ist. Da passt Bio nicht rein. Jede weitere Nahrungsverknappung (Hat eigentlich jemals jemand Özdemir mitgeteilt, dass man mit Bio nur etwa die Hälfte erntet, oder weiß er das einfach noch nicht?) bedeutet am Ende noch mehr Hunger und mehr Hungertote.

⫸ 3. Global sind die Anbauflächen so knapp, dass Regenwald im Rekordtempo gerodet wird zur Schaffung neuer Anbauflächen. Je mehr Bio, also je ineffizienter der Anbau auf den schon vorhandenen Flächen ist, desto mehr wird das Roden vorangetrieben.

⫸ 4. Die Verlagerungseffekte (Weniger Erzeugung auf den vorhandenen Flächen, dafür Umwandlung von unberührter artenreicher Natur zu neuen Anbauflächen, um die aufgerissenen Produktionslücken zu stopfen) Kostet unterm Strich in der Gesamtbetrachtung weit mehr Artenvielfalt, als es lokal bringt bzw. rettet.

⫸ 5. Die Klimakrise verschlimmert sich schneller, als die Prognosen das erwarten ließen. Die Landwirtschaft muss effizienter werden und einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz (Fläche sparen, Viel Photosynthese, also CO2-Bindung pro ha durch viel Massenaufwuchs, Energie und Treibstoffe vom Acker) leisten. Bio tut das Gegenteil.

⫸ 6. Immer mehr trockene Jahre zwingen dazu, den Anbau auf Wassereffizienz (Möglichst viel Ernte pro l Regen- bzw. Beregnungswasser) auszurichten. Bio ist mit seinen bei gleicher Wassermenge nur halb so hohen Erntemengen das Gegenteil.

⫸ 7. Deutschland ist gefährlich abhängig von Importen. Haben wir bei Rohstoffen, Medizinprodukten, Bauteilen, Solarmodulen, und Energie schmerzlich feststellen müssen. Nicht auch noch so dumm sein, und die Nahrungsimportabhängigkeit weiter verschärfen. Schon heute (nur 80% SVG) essen rechnerisch 17 Mio Menschen im Land nur Import. Mit Bio wird das noch viel mehr und wir werden für Bolsonaro so erpressbar wie für Putin.

⫸ 8. Wir müssen weg vom Öl. Die Landwirtschaft muss mehr Rohstoffe für die Industrie liefern. Ob Stärke, Fasern, Glycerin, Paraffin, Ethylen, Ethanol oder sonst was. Bio kann dazu keinen nennenswerten Beitrag leisten.

⫸ 9. Es gibt zu wenig Getreide (Potentiell ja Nahrung), um damit ineffizient Bruderhähne (doppelter Futterverbrauch pro kg Fleischerzeugung) zu füttern, nur um dann ein Produkt (zähes Fleisch) zu haben, das in Europa keiner essen will, also in Westafrika landet und dort den Geflügelhaltern den Markt kaputt macht.

⫸ 10. Wir haben 2022 und 11% Bio Anteil, für die es trotz Fördermilliarden, Werbekampagnen und systematischem Schlechtreden der konventionellen Konkurrenz über 40 Jahre gebraucht hat. in nur noch 8 Jahren die Landwirtschaft im Land derart umkrempeln, dass weiter 19% dazu kommen, ist vollkommen utopisch.

⫸ ⫸ ⫸ Herr Özdemir, werfen Sie endlich Ihren alten überholten Sprechzettel weg, verlassen Sie endlich den Holzweg und hören Sie endlich auf, Krisen gegeneinander auszuspielen!
Weg mit dem 30% Ziel ! Her mit der Vernunft !

Gastartikel stellen die Meinung des Autors dar.

(Aufrufe 6.546 gesamt, 1 heute)

217 Kommentare

  1. Peter sagt

    @Anna Hope: „…Ich unterstütze Kitas- und Schulen beim Aufbau von Küchen, in welchen frisch vor Ort gekocht wird…“ ?

    (dieser Teil des Beitrages wurde aufgrund der hier gültigen Regeln weggelassen…)…Job zur gezielten Wettbewerbsverzerrung.
    /
    https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock-lk/bad-doberan/landkreis-rostock-so-soll-schul-und-kitaessen-bio-und-regional-werden-ULHSNVVZUAEW66LICPGLKJEFEE.html
    /
    https://projekthof-karnitz.de/anna-hope/
    /
    http://kmgne.de/wir-sind/ein-team-liste/anna-hope/

    Vielleicht liege ich auch völlig falsch, aber was hier heute geschrieben wurde, ist schon sehr grenzwertig und damit gehe ich von einer hohen Trefferquote bei den links aus.

    5
    • Reinhard Seevers sagt

      “Wie entstehen resiliente Netzwerke, die lustbetontes und kreatives nachhaltiges Verhalten hervorbringen, ungeahnte Synergieeffekte auslösen und Akteure bereichern, anstatt bei ihnen ein Gefühl des vernunftgesteuerten individuellen Verzichtes auszulösen?”

      Wovon leben diese Menschen? Von anderer Menschen Arbeit?😳

      1
      • Peter sagt

        Ich habe da auch einiges “weitergelesen” und mir wird nur noch übel…allles nur noch Forscher, Netzwerker und Einflüsterer…ganz, ganz “oben” ist dann die “Bali-Urlauberin” mit Scheinprogramm zur Nahrungsrettung für die ganze Welt…

        3
        • Stadtmensch sagt

          Ja, vollkommen abgehoben. Ich lese mich da auch gerade durch.
          Da rummst es natürlich, wenn “ganzheitliche Synergisten” auf Praktiker treffen 😉

          Wenn ich Bauer wäre und seit Generationen der gleichen Fläche immer wieder einen mehr oder weniger stetig zunehmenden Etrag abringen könnte, würde ich auch nicht verstehen, dass andere Menschen andere Vorstellungen von “Nachhaltigkeit” haben.

          Bei uns an der Schule funktioniert das jedenfalls marktvermittelt ohne “Bio-Narrativ-Mediator”: https://www.dls-gmbh.biz/qualitaet/nachhaltig-und-regional

          Weil “BIO” doch so tierlastig ist…
          was könnten wir da für ein Fleischlos-Narrativ draus machen?

          So, jetzt habe ich aber genug geätzt. Sicher macht die Frau Hope eine gute Arbeit, aber bei dem Wortschatz (Akteure, Aktivisten, resiliente Lust in den Pamphleten krieg ich mittlerweile auch Schreikrämpfe)

          4
          • Super Beispiel – die DLS GmbH – kannte ich noch garnicht, danke dafür, ich bin immer auf der Suche nach Best-Practice-Modellen. Da es leider nicht so viele Typen wie Alexander Schletter gibt, die aus eigener Intiative ein Unternehmen gründen und die Kitas und Schulen hier Bedarf laut und deutlich formulieren, kann es nicht schaden, hier eine Beratung anzubieten.

      • Reinhard Seevers sagt

        Wozu muss man etwas fördern, dass sich marktwirtschaftlich nicht bewährt? Kann es sein, dass es hier, wie auch bei Beschäftigungsprogrammen, nur um das Abgreifen von Staatsknete geht?

        4
        • Die Schulverpflegung bewährt sich marktwirtschaftlich sehr wohl.

          Ich halte es jedoch für sinnvoll, dass dort der Staat eingreift, wo durch freie Wirtschaft Schaden angerichtet wird: Unternehmen transportieren 30.000 Portionen und mehr stundenlang durch die Gegend (verschimmelte Erdbeeren aus China haben vor ein paar Jahren einen Skandal ausgelöst). Das Essen wird immer weniger angenommen, oft kaufen sich die Kinder dann im nächsten Supermarkt einen ungesunden Snack.

          Mein Auftrag ist es, dafür zu sorgen, dass die Schulverpflegung nachhaltiger wird, also mehr Bioprodukte aus der Region verarbeitet werden. Damit dieses Angebot angenommen wird, sollen Frischeküchen vor Ort eingerichtet werden, damit wieder eine Verbindung zwischen Köchen und Kindern hergestellt wird und auch Kochkurse angeboten werden können, da in vielen Familien nicht mehr gekocht wird.

          Wie hoch ist denn der Anteil Agrarsubventionen die Sie mit Ihrem landwirtschaftlichen Betrieb erhalten an Ihren Gewinnen durch Verkauf Ihrer Produkte, wenn ich fragen darf?

          • Peter sagt

            Wie ich schon geschrieben hatte: grenzwertig…nun mit Nachdruck durch Bestätigung…
            Schulverpflegung/Kita-Essen soll und kann gar nicht marktwirtschaftlich bewährt sein: …sondern muss für alle, gleich, altersgerecht und mit einem gewissen Auswahl-Spielraum verfügbar sein. (fragen Sie mal einen 8-Jährigen, was er mittwochs in 3 Wochen essen will! (;-)) ) das geht m.E. nur über generell kostenlos für alle…; Sie bezeichnen den Blog als selbstgerecht und ignorant…autsch (ich hatte heute im harten Arbeitsalltag viel wieder gelöscht und bin froh, dass der Ball mit angemessener Formulierung weitergespielt wurde) ; „die Freie Wirtschaft richtet in dem Bereich Schaden an…und der Staat muss eingreifen…“ …gehts noch? Der Staat hat genau den Rahmen erzeugt, unter welchem gewirtschaftet wird. „Mein Auftrag ist…“ …hört sich an wie fff…Wer hat Ihnen wann, zu welchem Preis, welchen Auftrag erteilt? Wenn etwa handfest sein soll, dann kochen Sie für die Kinder oder Arbeiten Sie in Ackerbau/Viehzucht oder im Schlachtbetrieb…nix bla, bla, bla…

            3
            • …genau, die Frischeküchen wurden platt gemacht und deshalb müssen sie wieder aufgebaut werden, nicht neu erfunden natürlich. Aber wer soll das machen Ihrer Meinung nach? Die Lehrer in der Pause?! Das ist echte Knochenarbeit, mit vielen Verwaltungsgremien, Bauanträge etc…irgendjemand muss das ja machen. Dafür wurde die Stabstelle Rekommunalisierung u.a. eingerichtet.
              Und raten Sie mal, wie die Küche ihre Karotten haben will: ja, geschält und gewürfelt. Ja und wer soll das machen? Genau, ein Verarbeitungsbetrieb. Ab welchem Volumen lohnt sich das für den? Jetzt können sie sich ungefähr vorstellen was meine Arbeit als Wertschöpfungskettenenmanagerin ist.
              Ihre Polemik können Sie sich sparen.

              • Stadtmensch sagt

                Soweit ich mich erinnern kann, wurden die Frischeküchen in den Einrichtungen “wegrationalisiert”.
                Das konnte sich unsere reiche Gesellschaft einfach nicht leisten.
                Vielleicht war der Reichtum auch schlecht verteilt – weiß nicht.
                Alle wollten Marktwirtschaft und die haben sie dann auch bekommen. Fraß von Ultimo…
                Wünsche Ihnen gutes Gelingen!

                1
                • genau so ist es und ja, danke – endlich auch mal ein konstruktiver Kommentar : ). Die Arbeit macht Spaß, weil wir wirklich was auf die Straße bringen bzw. auf die Teller.

                  1
                • Arnold Krämer sagt

                  In bestimmten Bereichen der Daseinsvorsorge kann Marktwirtschaft offensichtlich keine positiven Effekte hervorbringen. Das haben viele Politstrategen in der Vergangenheit, insbesondere nach 1990 übersehen. Marktwirtschaft kann immer nur da wirklich punkten, wo nennenswerte Prozessinnovationen oder/und Produktinnovationen durch die Kreativität und Leidenschaft von Unternehmern zu erwarten sind.

                  1
      • Arnold Krämer sagt

        Dieses Fördern ist unehrlich und ineffizient. Erst wird dem Bürger das Geld aus der Tasche gezogen, um es dann mit großem bürokratischem Aufwand neu zu verteilen.
        Wenn Bio wirklich so gut wäre, würde es sich am Markt durchsetzen, so wie sich auch gute Autos teurer verkaufen lassen als die “Einfachmodelle mit 4 Rädern”. Schließlich ist auch Individual-Mobilität genauso wie gesunde Ernährung ein Grundrecht.
        Und wenn der Markt nicht “taugt”, dann muss man 100 % Bio verordnen ohne “Wenn und Aber”.

        3
      • Schmeckt gut sagt

        Und ich bin fassungslos über ihre Kommentare. Es gibt schon einen deutlichen Unterschied im Denken von Leuten, die von ihrer Hände Arbeit leben müssen (neben Bürotätigkeiten, die uns aufgezwungen werden) und zunehmend gezwungen werden, längst überwundene körperliche Belastungen wieder in den Arbeitsalltag aufzunehmen (z.B. Unkraut jäten). Und Leuten, die meinen, durch Gedankenspiele wird die sie umgebende Welt von einer “bösen, gefährenden” Umgebung in eine “lustbetonte” WohlfühlUmgebung “transformiert”. Der Weg dorthin kann/sollte/würde “idealerweise” durch Projekte unterstützt. Komischerweise wird hierbei viel begutachtet, be- und zerredet, im Diskurs beleuchtet – nur nicht angepackt, weil sich eben niemand findet, der diesen “Weg” mitgeht und erst recht nicht mit (Risiko)Kapital “unterfüttert”. Liebe Frau Hoppe, sie sollten sich fragen, woran das liegt. Das Problem bei uns Bauern ist: Wir sind “unverbesserliche” Realisten. Ansonsten könnten wir unseren Hof nicht am Leben halten. Vielleicht sollten sie versuchen, unsere “Überlebenskampf” zu hinterfragen. Kein könnte, würde, möchte, sollte – sondern umsetzbare Wege finden, die nicht nur in der Nische funktionieren, sondern machbare Lösungen für den Massenmarkt/die Rohstoffversorgung aufzeigt. Denn genau davon lebt die deutsche Landwirtschaft. Nicht von Ideen.

        6
        • Meine Arbeit ist sowas von handfest, das können Sie sich offenbar nicht vorstellen: ich begleite Kitas und Schulen beim Aufbau von Küchen, vermittle ihnen Köchinnen oder Köche und dann wird an den Schulen frisch gekocht, und zwar das Gemüse, das in der Region angebaut wird. Das ist eine Kommunikationsleistung mit klar erkennbarem Ergebnis und ich halte es für legitim dafür bezahlt zu werden.

          1
          • Schmeckt gut sagt

            Ihre hiermit geleistete Arbeit finde ich auch mehr als in Ordnung und so kommen alle auch weiter. Was mich stört: das ewige “Gelaber” von dem einfachen Weg. Die LW sollte sich so transformieren und schwupps ist die Welt gerettet und die Bauern verdienen so ganz nebenbei auch “genug”. Es wird nicht funktionieren, weil der große Batzen Geld an der LW verdient wird und nicht in der LW. Und die üblichen Verdächtigen werden daran arbeiten, dass dies so bleibt. Ach, und neue “Mitspieler” gibt es ja auch noch.

            4
            • Es gibt auch keine einfache Lösung – für keines unserer Probleme. Vielleicht hört sich der Satz den ich als Motto für meine Arbeit aufführe, so an – ist aber nicht so gemeint.
              Ja, und gerade weil die Bauern eben die höchsten Risiken tragen und die höchsten Investitionen (und die meisten Gewinne vom Einzelhandel abgeschöpft werden), ist ja das Regionalwert AG Modell entstanden: wir brauchen privates Kapital. das auf die gesamte Wertschöpfungskette verteilt wird, um ein kooperatives Netzwerk anzulegen, mit dem die Wertschöpfung relokalisiert wird.
              Die Küchen – sowohl in privaten Haushalten als auch in der Gemeinschaftsverpflegung spielen hier eine zentrale Rolle. Was hier zubereitet wird, wird auch nachgefragt. In der GV liegt der Bioregionalanteil derzeit bei max. 2%, da ist also noch viel Luft nach oben.
              Der Umstellungsprozess ist mühsam und langwierig, da braucht man sich nichts vormachen: zum Beispiel begleite ich auch den Prozess der Rekommunalisierung der Schulküche in Rostock. Hier habe ich eine Exkursion zu Gemüseanbauetrieben aus der direkten Umgebung organisiert. Als nächstes steht an, die Mengen zu ermitteln, die in der Küche mit 5.000-10.000 Portionen pro Tag verarbeitet werden. Zum Beispiel Karotten, Kürbisse, Zwiebeln. Langfristig sollen die Küchen in den einzelnen Schulen wieder so ausgestattet werden, dass sie selbst kochen können. Das wird viele Jahre dauern – aber irgendwo muss man ja anfangen.

                • …genau, die Frischeküchen wurden platt gemacht und deshalb müssen sie wieder aufgebaut werden, nicht neu erfunden natürlich. Aber wer soll das machen Ihrer Meinung nach? Die Lehrer in der Pause?! Das ist echte Knochenarbeit, mit vielen Verwaltungsgremien, Bauanträge etc…irgendjemand muss das ja machen. Dafür wurde die Stabstelle Rekommunalisierung u.a. eingerichtet.
                  Und raten Sie mal, wie die Küche ihre Karotten haben will: ja, geschält und gewürfelt. Ja und wer soll das machen? Genau, ein Verarbeitungsbetrieb. Ab welchem Volumen lohnt sich das für den? Jetzt können sie sich ungefähr vorstellen was meine Arbeit als Wertschöpfungskettenenmanagerin ist.
                  Ihre Polemik können Sie sich sparen.

          • firedragon sagt

            Frau Hope,
            in diesem Zusammenhang gefällt mir Ihr Name.

            Wie viele landwirtschaftliche Betriebe haben sich bisher von Ihnen “zertifizieren” lassen und können diese Betriebe durch diese verbriefte (Auf)Wertung einen Mehrerlös bei ihren Produkten erlösen?

            1
          • “ich begleite Kitas und Schulen beim Aufbau von Küchen, vermittle ihnen Köchinnen oder Köche und dann wird an den Schulen frisch gekocht, und zwar das Gemüse, das in der Region angebaut wird. ”
            Frau Hope, die meisten Schulen finanzieren sich aus Steuergeld. Da müssen sie es schon ertragen, dass jeder Steuerzahler, also wir alle, nachfragt, ob auch ihre Tätigkeit nachhaltig ist. Warum diskriminieren sie den konventionell arbeitenden Landwirt? Warum tragen Sie zur Verschwendung von Steuergeldern bei ? Gerade hier in MV finde ich das übrigens wenig angemessen. Welches Biogemüse wächst denn so bei ihnen und ist preislich und tatsächlich konkurrenzfähig? Apropos: Fleisch bekommen die Kinder nicht?
            Auch ihre Einstellung zu den Agrarsubventionen finde ich befremdlich. Kenne sie den Hintergrund ? Nachhaltigkeit war da noch kein Thema, aber die Begründung von “damals” ist nicht entfallen. Und grundsätzlich wird auch heute noch eine Lösung gesucht, die am wenigsten Verzerrungen verursacht. Ihre Vorschlägen wirken hingegen genau gegenteilig.
            Natürlich ist es völlig legitim, wenn Betrieben “Nachhaltigkeitsanalysen ” angeboten werden. Wer es kaufen möchte, tut es, wer nicht, lässt es. Aber damit ist die Geschichte dann für mich auch beendet. Lassen sie die Menschen doch selbst entscheiden, was sie essen möchten. Ich bin ganz sicher , dass das funktioniert.

            2
            • Reinhard Seevers sagt

              Was mich extrem stört, ist dieser inflationär benutzte, undefinierte Begriff der Nachhaltigkeit.
              Ich kenne mind. 3 Betriebe, die bei Bioboden Mitglied sind. Einer ist seit Jahren ein guter Kunde. Ich kann aber keinen Unterschied zu den konventionellen Kollegen und deren Wirtschaften erkennen….
              Warum man denen mehr Nachhaltigkeit zuerkennt erschließt sich mir nicht. Es sei denn man verbindet automatisch BIO mit mehr Nachhaltigkeit, dann wiederum sind wir wieder beim Streit zwischen konventionell und bio…..

              2
              • Ich verstehe das – der Begriff Nachhaltigkeit wird auch inflationär und ungenau eingesetzt.

                Gute Frage: nämlich genau das finden Sie durch eine Analyse der Regionalwert Leistungsrechnung heraus, und möglicherweise bestätigt sich Ihre Vermutung und die Betriebe haben Bilanzen die ganz ähnlich ausfallen. Das ist das was ich meine mit weg von bio versus konventionell.

                Lassen Sie uns doch gerne Nägel mit Köpfen machen: Sie sprechen die Betriebe darauf an, dieses lassen sich bilanzieren und sobald das Ergebnis da ist, treffen wir uns und schauen uns gemeinsam das Ergebnis an : ).

            • Mit der Empfehlung einer Analyse durch die Regionalwert Leistungsrechnung sage ich doch eindeutig: ich diskriminiere keine konventionellen Betriebe, für mich zählen nur Fakten.
              Und damit haben wir auch für den (Sie haben Recht!) inflationär benutzten Begriff Nachhaltigkeit eine differenzierte Grundlage.
              Von mir aus können Biozertifikate abgeschafft werden, wenn als allgemeingültiger Maßstab die Leistungsrechnung zählt. Das Ergebnis kann wie die Nährwerttabelle auf den Produkten angezeigt werden.

              Zum Thema Fleisch: laut DGE Empfehlungen und WHO max. 1 x pro Woche.

              Einstellung zu Agrarsubventionen: als diese ursprünglich eingeführt wurden, für Erhaltung bäuerlicher Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit war noch nicht klar, wie sich der globale Handel entwickeln würde. Heute gibt es keine bäuerliche LWS mehr bzw. kaum noch, dafür große Industriebetriebe, die Nahrungsmittelsicherheit ist durch einen relativ geringen Selbstversorgungsgrad z.B. bei Gemüse nicht sicher gestellt (was wenn der Transport zu teuer wird / zusammenbricht – siehe Kriege/ Coronakrise?). Es wurde zu wenig in klimaanpassende Maßnahmen investiert. Jetzt weiß man das, aber die Subventionen werden nicht entsprechend angepasst, weil diejenigen, die davon profitieren, ihre Privilegien nicht aufgeben wollen. Was finden Sie daran befremdlich?

  2. Wann hört ihr endlich auf bio gegen konventionell auszuspielen? wenn jeder in seinem eigenen in sich geschlossenen Wertegebäude argumentiert, kommen wir nicht weiter.
    Meiner Ansicht nach sollten Agrarsubventionen auf der Grundlage einer ausdifferenzierten Datenbasis vergeben werden. Dann erübrigen sich diese (ich kann’s echt nicht mehr ernst nehmen!) polarisierende Debatten – denn hier geht es um wissenschaftlich fundierte Fakten. Die Regionalwert Leistungsrechnung ist gutes Beispiel und wird bereits auf Praktikabilität erprobt:
    http://www.regionalwert-leistungsrechnung.de

    1
    • Bauer Willi sagt

      Sagen Sie das auch Felix zu Löwenstein? Ich habe mehrfach mit ihm in Diskussionen gesessen. So kommen wir wirklich nicht weiter.
      Regionalwert ist vom Denkansatz eine gute Sache, kommt aber auch nicht aus der Nische.

      2
    • Reinhard Seevers sagt

      “Das Ergebnis der Regionalwert-Leistungsrechnung kann als Regionalwert-Prämie bezahlt werden. Sie wird entweder von Händler*innen und Verarbeiter*innen bezahlt, oder von der Politik im Rahmen der Regionalwert-Prämie ausgeschüttet.”

      Echt jetzt? Wer schüttet und bezahlt denn wohl? Ich lach mich schlapp…..
      Warum gibt es diese Art der Nachhaltigkeitsbetrachtung nicht für die überwiegende Mehrzahl industrieller und gewerblicher Unternehmen? Warum muss die einzige nachhaltig produzierende Branche sich auch noch rechtfertigen?

      2
      • Tatsächlich ist dass Ziel der Regionalwert-Leistungsrechnung die Gleichbehandlung aller produzierenden Betriebe. Aus der Nische kommt sie erst, wenn von der Regierung als Grundlage für die Ausschüttung der Agrarsubventionen anerkannt wird.
        Die Regionalwert Leistungen GmbH, die das Tool in Kooperation mit der SAP entwickelt hat, steht auch mit dem KTBL in Verbindung und arbeitet in relevanten Gremien in Brüssel daran, dass das Analyseinstrument, das bisher von einzelnen Betrieben auf seine Praktikabilität hin überprüft wird, in die EU-Förderstrukturen aufgenommen wird.

        • Reinhard Seevers sagt

          Super, dann haben wir ja noch eine weitere bürokratische nie evaluierbare Zahlenkolonne und die AG ist der Gewinner, weil sie ihe Aktien als greenwashing-Produkt auf dem Markt der Finanzwelt anpreisen kann….Jippiee….es lebe der digitale Schwachismus!

          3
              • Arnold Krämer sagt

                Herr Seevers, Sie sind mal wieder zu hart (weil vorschnell) in Ihrem Urteil. So kommt man nicht weiter. Die Berechnungen haben offensichtlich den südwestdeutschen Raum im Auge. Für ostdeutsche und nordwestdeutsche Betriebe ist da vermutlich nicht viel drin.
                Am besten wäre es allerdings, wenn sich der Staat auf einen SINNVOLLEN Ordnungsrahmen beschränken würde und den Rest durch die Landwirte, deren Kunden und die Märkte erledigen ließe. Aber mittlerweile leben schon viel zu viele “Mitesser” im Umfeld der immer weniger werdenden Landwirte von der schuldenfinanzierten “Staatsknete”. Die Hoffnung wird nach der gestrigen Niedersachsenwahl auch immer geringer.

                3
                • Brötchen sagt

                  Herr Krämer das ist nicht gesagt.

                  “Für ostdeutsche und nordwestdeutsche Betriebe ist da vermutlich nicht viel drin.”
                  Große Buden können manche Sachen viel einfacher und schneller umsetzen, wenn es denn wirklich wirtschaftlich was bringt. Da sind bei mir die größten Fragezeichen.

                  1
                • Reinhard Seevers sagt

                  Herr Krämer, Max Verstappen ist gestern Formel 1 Weltmeister geworden….wo bitte sind die ganzen Weltretter und Nachhaltigkeitszertifizierer, die dem Erzeuger von Nahrungsmittel bis zur Toilette folgen, aber bei der gesamten Spaßindustrie die Augen verschließen und nicht einmal ansprechen?
                  Ich kann es nicht mehr ertragen, mit wie vielen schlauen, wie Sie sie nennen “Mitesser”, man sich noch rumschlagen soll, derweil sich das Volk vergnügt und mit dem Grundeinkommen demnächst das Ticket zum Grand prix löst. Die Komplexität der Landwirtschaft und die Verknüpfung mit sämtlichen etisch moralischen Forderungen ist mit Zertifizierungswahn nicht geholfen.
                  Das ist eine “never ending story”……

                  4
                • Arnold Krämer sagt

                  Herr Seevers, das mit der Bespaßungsindustrie sehe ich genauso wie Sie. Es ist einfach unerträglich, wie das Themna Landwirtschaft medial und politisch behandelt wird. Wenn man die Agrarproduktion doch nur einmal für einen kurzen Zeitraum aussetzen könnte.

                  3
                • @Reinhard,

                  ” aber bei der gesamten Spaßindustrie die Augen verschließen und nicht einmal ansprechen?”

                  Woraus generiert die Spaßindustire ihren Lebensunterhalt und bezahlt Steuern?
                  Dazu braucht sie Energie!

                  Voraus generieren die Bauern ihren Lebensunterhalt ?
                  Und dazu brauchen sie Energie?

                  Welches hat im Sinn der Grünen eher eine Berechtigung?

      • Brötchen sagt

        Inga musste auf den Namen gehen, dann kommt die Webseite.
        Alles was fett angezeigt wird, ist mit Webseite hinterlegt.

        1
          • Die Idee ist, die EU-Prämien umzuverteilen. Für den Flächenanteil wird der Sockelbetrag sinken, für die Leistungen werden die Prämien erhöht. Wenn also ein Betrieb z.B. Ausbildungsplätze anbietet oder regenerative Methoden zum Einsatz kommen wie z.B. Agroforst, Moorwiedervernässung (die keine kurzfristigen Gewinne auf dem Markt einbringen), dann werden diese Leistungen entsprechend dem Wert, der damit geschaffen wird (Diversität, Humusbildung), prämiert.

            • firedragon sagt

              Frau Hope,
              wir sprechen hier von Agrarausgleichszahlungen.
              Wie passt da eine Prämie für Ausbildungsplätze hinein, die jeder nichtagraischer Betrieb hat?

              1
              • Da muss dann eben die Richtlinie entsprechend angepasst werden. Wenn Prämien für Ausbildungsplätze aus einem anderen Topf finanziert werden spricht auch nichts dagegen. Hauptsache es werden Ausbildungsplätze geschaffen.

                • firedragon sagt

                  Frau Hope,
                  kann es sein, dass Sie (bzw Ihr Geschäftsmodell) Ihren Gewinn aus dem Erstellen und Handeln von Zertifikaten beziehen?

                  4
                • Wenn sie es genau wissen wollen: nein, ich verdiene kein Geld mit dem Ausstellen von Zertifikaten. Ich unterstütze Kitas- und Schulen beim Aufbau von Küchen, in welchen frisch vor Ort gekocht wird. Mein Engagement für die Regionalwert AG`s ist ehrenamtlich.

                • übrigens handelt es sich bei Regionalwert-Aktien wie der Name schon sagt, nicht um Zertifikate sondern um eine spezielle Form von Aktien, mit denen nicht an der Börse spekuliert werden kann: vinkulierte Namensaktien. Die Wirkung ist im Prinzip ähnlich wie ein Genossenschaftsanteil z.B. bei http://www.bioboden.de: es geht nicht um monetäre Rendite, sondern einfach darum, dass das Geld sinnvoll investiert werden kann, anstatt au dem Sparkonto herumzuliegen oder in zweifelhaften ETF`S eingesetzt zu werden.
                  Da ist niemand dabei, dem es um Geld geht. Es geht wirklich um die Sache.

                • Brötchen sagt

                  Ich habe mir die Unterlagen auf der Webseite angesehen.
                  Das ganze ist schon sehr biolastig bzw. setzt bestimmte Maßnahmen als fix=gut, die es im Biolandbau so gibt.
                  Leider ist das in Praxi eben nicht ganz so einfach, wie z.B. viel Fläche pro Tier ist nicht immer gut ist, oder wie Stroh bis unter das Dach.

                  Hat was von dem Sozial score, was die Chinesen machen.
                  Aber bei denen klappen wohl auch nur die Türen.

                  An sich gäbe es den Aspekt, das für seine Firma zu machen und hat das dann als Waschzettel für einen Kunden, das der sich darauf berufen kann. Damit könnte ich noch mitgehen.
                  In der Industrie ist sowas ja schon Standard. Man muss nur sehen, die verdienen da richtig Geld und da fällt das ab.

                  Das ganze für eine Förderung, die wirtschaftlich relevant ist, einzusetzen, halte ich für sehr gewagt.

                  Das Bewertungsschema ist schwer nachzuvollziehen.
                  Kann auch verstehen, wenn man das aus geschäftlichen Gründen nicht offen legt.

                  3
                • Reinhard Seevers sagt

                  Anna Hope:
                  …”Die Wirkung ist im Prinzip ähnlich wie ein Genossenschaftsanteil z.B. bei http://www.bioboden.de: es geht nicht um monetäre Rendite, sondern einfach darum, dass das Geld sinnvoll investiert werden kann, anstatt au dem Sparkonto herumzuliegen oder in zweifelhaften ETF`S eingesetzt zu werden…”

                  Wenn man in den Jahresbericht “bioboden” 2021 schaut, dann beinhaltet er einen Einnahme-Anteil aus Landwirtschaft von sagenhaften 34%!! 25% sind Pachteinnahmen….😏
                  Dafür muss man ja eigentlich keine Landwirtschaft betreiben, da kann man sich auch Bespaßungsverein auf Spendenbasis nennen. Der landw. Anstrich und der ökologische Anspruch sind schon sehr zweifelhaft.

                  2
                • firedragon sagt

                  Brötchen,
                  ich denke da ähnlich, wie Du.

                  “… Das ganze für eine Förderung, die wirtschaftlich relevant ist, einzusetzen, halte ich für sehr gewagt. …”
                  Ist nicht nur dieser Satz … die Börse interessiert sich nicht dafür, welches Brimborium ich veranstalte, um ne Tonne Weizen auf den Markt zu bringen.

                  1
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Wann endlich schaffen Sie diesen wettbewerbsverzerrenden Prämienmoloch rigoros ab!?

      Alle Landwirte -die konventionellen Betriebe wie gleichermaßen auch der BIO-Landbau- sollten schlussendlich ihre Erlöse am Markt erzielen.

      Im konventionellen Bereich bildet diese intensivmedizinisch verabreichte alljährliche Staatsknete allenfalls einen durchlaufenden Posten in der jeweiligen Bilanz ab, die jeden reich macht, der nicht auf der Fläche ackert. Wäre der BIO-Landbau ohne dieselbe überhaupt eigenständig überlebensfähig!? – Was, wenn erst einmal diese Kasse leer ist!?

      Wie verlogen ist demnach ein solches agrarpolitisches Erfolgsmodell einstiger Zeiten heute überhaupt noch…, werte Frau Hope.

      In einem bin ich sofort bei Ihnen: Ich kann Ihre dahingehenden Lobeshymnen einfach nicht mehr hören, denn diese forcieren vor allem Dingen eines:

      Ein Bauernsterben dato in kaum mehr begreiflichen Ausmaß angesichts der aktuell massiven Herausforderungen, denen sich die LW stellen muss. Sie und Ihresgleichen schaffen es tatsächlich, widerläufig anstelle einer dringend notwendigen Stärkung dieses Sektors eben genau denselben heute massiv zu schwächen, was Sie natürlich nicht hören, geschweige denn intensiv darüber nachdenken möchten.

      Heulen Sie also weiter mit den Wölfen, denen Sie Schutz gewähren, während Sie die gemeinen Bauern beim Umtanzen des GOLDENEN KALBES zum Opferaltar führen. – Schämen Sie sich!

      6
      • Pro Person betragen die EU-Subventionen pro Jahr ca. 125 Euro. Ich bin auch dafür, dass sie abgeschafft werden und jeder einzelne von uns dafür 10 Euro pro Monat mehr für Lebensmittel ausgibt.
        Allerdings wird eine solche Regelung von genau den Betrieben torpediert werden, bei welchen die Agrarsubventionen bis zu 40% ihrer Einnahmen darstellen.
        Deshalb halte ich den Ansatz mit der Regionalwert Leistungsrechnung für realistischer.
        Zum Thema Greenwashing: vergleichen Sie mal die Werte, die von den Regionalwert AG´s bisher geschaffen wurden mit jenen irgendwelcher “grünen” ETF`s.

    • Brötchen sagt

      “Allerdings wird eine solche Regelung von genau den Betrieben torpediert werden, bei welchen die Agrarsubventionen bis zu 40% ihrer Einnahmen darstellen.”

      “Wann hört ihr endlich auf bio gegen konventionell auszuspielen? wenn jeder in seinem eigenen in sich geschlossenen Wertegebäude argumentiert, kommen wir nicht weiter.”

      2
    • Smarti sagt

      Hallo Frau Hope, es sind so gut wie nie Biolandwirte, die gegen Konvis hetzen.
      Es sind fast immer “schlaue Leute mit guten Geschäftsideen” welche die Landwirte ausnutzen. Weil diese Leute im Gegensatz zu Landwirten nicht viel zu verlieren haben, dürfen sie Behauptungen und Lügen aufstellen, gerade wie es ihnen beliebt. Anders als ein Landwirt haben sie auch nicht auf dem Feld oder im Stall ihre 70 h Woche.
      Der Konvi muss sich dann jeweils gegen die Schlimmsten “Leute”, Behauptungen etc. wehren und so entsteht der Eindruck von Streit in Endlosschleife.
      Die Alternative ist aufhören. Nicht umstellen, nicht den Betriebszweig wechseln, nicht noch mehr Wölfe ( in Politik, Medien und Wirtschaft ) füttern.
      Was dann passiert wollen Sie sich nicht ausmalen, das wird wirklich beklemmend. Das ist dann was ganz anderes als ein paar Zapfsäulen oder ein paar Monate stark steigende Nebenkosten.

      4
    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      Anna Hope, 10. Oktober 2022 – “Wann hört ihr endlich auf bio gegen konventionell auszuspielen? (…)” – Hört, hört!

  3. Andreas sagt

    Herzlichen Glückwunsch an die Niedersachsen zu ihrer hervorragenden Wahl !
    Die Grünen mit den bundesweit beliebtesten Politiker Cem Ozdemir haben wohl alles richtig gemacht, sie haben ihren Stimmenanteil in Niedersachsen fast verdoppelt.
    Ich hoffe, Christian Meyer wird wieder Agrarminister.

    1
    • Mark sagt

      Das verstehen die Grünen unter Demokratie: da haben sie gerade mal 14% der Stimmen geholt und verstehen dies als klaren Regierungsauftrag (O-Ton Nuripur). Da verliert man den Glauben an die Demokratie!

      4
      • Lady sagt

        Die Bemerkung von Nouripour fand ich auch seltsam. Aber unsere individualisierte Gesellschaft lässt sich kaum anders abbilden.Das ist auch gut so. Aber die Antworten passen dann nicht. Sie tragen dem nicht genug Rechnung.

        1
      • Reinhard Seevers sagt

        Und das bei einer Wahlbeteiligung von 60%….wow, da muss man schon irgendwie an Realitätsverlust leiden.
        Gestern in einem Interview aus Einbeck: Ein SPD – Mitglied hat öffentlich zugegeben, dass er nicht wählen gegangen ist, weil er keine wirkliche politische Alternative zur Lösung der Probleme sehe….was für ein Demokratieverständnis. Evtl. war auch er nur zu ängstlich sein Kreuzchen bei einer gesellschaftlich geächteten Partei zu machen…dann lieber gar nicht wählen. 😎

        1
    • Arnold Krämer sagt

      Meyer ist zu Höherem berufen. Der weiß, wie unergiebig das Agrarressort ist. Der Gestaltungsspielraum eines Landes-Agrarministers geht gegen Null. Nur atmosphärisch wird er seine Wirkungt nicht verfehlen, noch mehr Betriebsaufgaben. Die ländlichen Räume werden, wenn sie es nicht schon sind, arm gemacht. Aber die Landbevölkerung wählt auch zunehmend grün und letztlich bekommt jeder das, was er verdient.

      6
      • Karl Timme sagt

        Habe heute den ganzen Tag im Wahllokal gesessen, die Landbevölkerung wählt Protest (AfD). Die große, bisherige Koalition hat Verluste auf dem Land, die dem Zuwachs der AfD entsprechen. In den Großgemeinden sind es die Grünen die überpropertional, auch aufkosten der FDP zugelegt haben (einzelne Wahllokale sagen hier viel aus).

        2
        • Mark sagt

          Allerdings muss man feststellen, dass sich die Grünen auf dem Weg nach unten befinden. Noch vor wenigen Monaten wurden diese bei 20%plus X verortet, dann ihrer “Stars” Habeck und Bärbock. Habeck ist schon abgestürtzt, Bärbock ist dabei, abzustürzen. Herr Özdemir ist nun an der Spitze des Dreigestirns, was eigentlich alles sagt. Die grün-ideologischen Phantastereien sind dabei, an der realität zu zerbrechen und dies wird die Grünen stark zurückwerfen. Solche Wahlen sind halt immer auch nur eine Momentaufnahme, im Falle der Niedersachsenwahl kam diese für die Grünen gerade noch rechtzeitig, in 2-3 Monaten sehen die Ergebnisse ganz anders aus. Das Schlimme an der Wahl wird sein, dass andere Parteien, allen voran die CDU meinen, das angebliche Erfolgsmodell der Grünen kopieren zu müssen und dabei natürlich noch schneller als die Grünen Schiffbruch erleiden (werden).

          4
      • Andreas sagt

        Ich hatte 2013 bei der Agrarministerkonferenz auf den Obersalzberg ein längeres Gespräch (im kleinen Kreis) mit den AgrarministerInnen der Grünen Ulrike Höfken (Rheinland-Pfalz), Robert Habeck (Schleswig-Holstein), Christian Meyer (Niedersachsen) und Johannes Remmel (Nordrhein-Westfalen) .
        Dabei hat Christian Meyer am Meisten kapiert, mit ihm konnten wir unsere Vorschläge sehr gut diskutieren.

        • Reinhard Seevers sagt

          Christian Meyer ist ein Meister der Heuchelei, das stimmt. Er hat sich immer geschickt aus Diskussionen mit Landwirten rausgeschummelt. Ich habe ihn in den Jahren 2012 und 2013 auf mind. 3 Veranstaltungen in Göttingen, Oldenburg und Stade erleben dürfen. Nie hat er sich direkt mit Bauern auseinandergesetzt. In Stade ist er sogar heimlich durch die Hintertür des Hotels in den Tagungssaal gehuscht, um nicht mit den protestierenden Bauern zusammenzutreffen….er hat es wirklich kapiert, wie man es nicht machen sollte. Was er natürlich im Kaffeekränzchen alles zugesteht, das entzieht sich dann der Öffentlichkeit, ist ja auch normal.😎

          3
  4. Elisabeth Ertl sagt

    Man kann sich bei diesem Thema an der üblichen Polarisierung festbeißen, wenn man will: Man kann genüsslich den Neidkomplex ausleben, dass die Biolandwirte trotz Minderertrages, fehlenden Marktes und teilweisen Verrats an den eigenen Prinzipien (z.B. oft fehlender Flächenbindung) mehr Förderungen bekommen. Man könnte umgekehrt als Biolandwirt diese Hängematte nützen, um sich jedes weitere Nachdenken und jegliche Art von Weiterentwicklung zu sparen.
    Man könnte die Themenvorgabe aber auch nützen für differenziertere Betrachtungen. Man könnte z. B. fragen, warum es Bio immer noch gibt und auch Kunden, die es nachfragen. Man muss sich als Konvi bei Urs Niggli nicht unbedingt nur die Rosinen herauspicken, nämlich, dass er von den Biolandwirten mehr Anstrengungen zur Ertragssteigerung einfordert. Man könnte auch im Blick behalten, dass er von den Konventionellen mehr ökologischen Ehrgeiz einfordert. Immerhin macht Bio tatsächlich manches besser als Konvi: beim Tierwohl (auch wenn Herr Donhauser auf Basis subjektiver Erfahrung das wieder nicht gelten lassen wird) und (in begrenztem Umfang) bei Artenvielfalt und Nährstoffgehalt der Produkte.
    Ich finde auch, dass Bio keine zeitgemäße Zielvorgabe mehr ist – was es in den 70ern und 80ern durchaus noch war – sondern dass es heute passendere Zielvorgaben gäbe, z.B. standortgerechte Landwirtschaft. Aber so lange Bios und Konvis so verfeindet sind, dass von ihnen keine Entwicklung einer gemeinsamen Perspektiven zu erwarten ist, so lange werden Konvis aushalten müssen, dass es Bio weiterhin gibt, teilweise nachgefragt wird und auch von Teilen der verarmenden Bevölkerungsschichten und von Geizkrägen, somit auch von der Politik, gut geheißen wird.

    • Ostbauer sagt

      Hallo Elisabeth;
      mit dem Kommentar kann ich größtenteils(?) mitgehen!
      Eben nicht polarisieren und festbeißen; und Du wirst es kaum glauben; diese Probleme haben wir als Praktiker auch fast nicht. Einige meiner Nachbarn sind Biobauern und wir begegnen uns mit gegenseitigem Respekt, einer lernt vom anderen. Den Stress machen Leute die keine Ahnung haben, aber an bestimmenden Stellen sitzen.
      Es ist totzdem nicht so, dass Bio manches besser macht; manches macht auch Konvi besser!!- Auch beim Tierwohl, Artenvielfalt und Nährstoffgehalt; muss ich mir nur meinen Betrieb anschauen.
      Wir haben uns schon vor 30 Jahren entschieden unser Milchvieh auf Tiefstreu zu halten, trotz der hohen Kosten für Strohbergung und Lagerung, Technik für die Mistausbringung und Lagerung. Für Humusaufbau auf dem Acker gibt es nichts Besseres als gut verrotteten Festmist. Wir erfüllen seit 30 Jahren die heutige Haltungsform 3.( 4 geht nicht wegen fehlender Tagesweide obwohl unsere tragenden Färsen ,Trockensteher und Jungvieh auf der Weide stehen.)
      Unsere Biogasanlage wird mit Festmist, Gülle und Grassilage vom letzten Schnitt beschickt( nix Mais), die Gärreste gehen wieder auf unsere Flächen und totzdem reicht der organische Dünger nicht aus. Der Tierbesatz liegt bei 0, 35 GV/ha !!- Soll ich jetzt mehr Tiere halten oder die Fläche abstocken? Du hast ja was gegen “Kunstdünger)
      Thema Artenvielfalt:
      Eigentlich sehe ich in meinem Umfeld kaum Probleme. Wir haben Tierhaltung, damit haben wir Insekten und dementsprechend die ganze Vogelschar. Hier wird “gefühlt” alles mehr.Für empirische Untersuchungen fehlt mir die Zeit.
      Wir lassen die Sölle in unserer Gemeinde renaturieren, legen Windschutzhecken an, pflanzen Baumalleen, haben um jeden wasserführenden Söll einen 20m breiten begrünten Schutzstreifen, ehda Flächen, arbeiten wassersparend fast pfluglos, unsere Nährstoffe werden mit NIRS-verfahren ausgebracht. Für viele dieser Maßnahmen hab ich mein Eigentum zur Verfügung gestellt( auch wenn ich die direkten Maßnahmen nicht selber bezahlt habe); was heute ein ha Ackerland kostet weißt Du selber.
      Warum zum Teufel muss ich mir sagen lassen, dass Konvi gleich Mist ist?

      8
      • Reinhard Seevers sagt

        Wer nicht anerkennt, dass Bio ausschließlich ein marktwirkendes Alleinstellungsmerkmal zur Abgrenzung ist, der hat auch nicht gemerkt, dass das Merkmal eben nicht ausreicht, um dem Erzeuger eine ausreichende Entlohnung zu ermöglichen. Das ist eine Parallele zur konventionellen Landwirtschaft und verdeutlicht doch schön, dass es eben nicht ausreicht den anderen schlecht zu reden und jahrelang Geld ins System zu pumpen sowie parallel moralinsaure Brühe über die Mehrheit der konventionellen Erzeuger auszuschütten.

        5
      • Elisabeth Ertl sagt

        Das ist halt auch eine Frage der Definition. Man könnte es so nennen, dass du zu einem großen Teil ein Biobauer bist, und nur weil du die althergebrachten Kriterien nicht zu 100% erfüllst, um die Förderung umfällst. Das ist ja genau der Grund, warum ich sage, dass es realitätsnähere Zieldefinitionen braucht als das, was vor 50 Jahren “bio” genannt wurde und noch immer ausschließlich gilt. Ich lass mich ja auch nicht zertifizieren, weil ich nicht alles erfüllen WILL. Ich füttere z.B in der Laktation lieber konventionelle Rübenschnitzel plus Kürbispresskuchen aus der Umgebung (keine Menschennahrung) als Bio-Milchschafpellets ( mit Getreide) unbekannter Herkunft (“EU-Ausland”), von denen meine Tiere Suchtsymptome entwickeln. Weil es hier gar keine Bio-Rübenschnitzel gibt. Flächengebunden ist diese Fütterung zwischen Jänner und März natürlich auch nicht, ich baue selber weder Zuckerrüben noch Kürbisse an. Mein Glück ist im Unterschied zu dir, dass es mir als kleiner Hobbybäurin wurscht sein kann, wenn ich keine Förderung krieg.
        Deine Frage zur Düngung habe ich schon beantwortet. Ich bin der Meinung, dass es ein politisches Ziel sein muss, Abwässer von problematischen Stoffen frei zu bekommen, um sämtlichen Klärschlamm (auch aus den Städten) für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Mag utopisch sein, aber Vieles, was heute Standard ist, war in den 1970ern auch noch Utopie.

        1
        • Ostbauer sagt

          Es geht überhaupt nicht um die Förderung, es geht um Chancengleichheit!
          Klärschlamm fass ich in meinem Leben nicht mehr an, zu oft wurden wir Landwirte da schon verarscht., trotzdem weiß ich immer noch nicht wo der ganze benötigte Sickstoff herkommen soll ohne Haber/Bosch!

          4
        • Reinhard Seevers sagt

          Elisabeth, am Wichtigsten ist die Phosphatrückgewinnung aus dem Klärschlamm. Diese ist gesetzlich zukünftig den Betreibern vorgeschrieben. Es wird das Phosphat als Granulat aus der Asche gewonnen und der Landwirtschaft als Dünger zur Verfügung gestellt. Der Rest der Inhaltsstoffe wird verbrannt werden, weil ein Recycling zu teuer oder nicht machbar ist. Alles gut!

          1
  5. Rudolf Weishaupt sagt

    Ach, sehr geschätzter Bauer Willi, manchmal brauche ich ein wenig Zeit, um zu antworten. Erst einmal finde ich Ihre Argumente sehr schlüssig und wichtig, wenn auch einem Denkmodell entsprechend, das ich so nicht teile. Ich wünsche mir, dass Ihr „Leserbrief“ (Wo? An welche Publikation?) von den politisch Verantwortlichen zur Kenntnis genommen und beantwortet wird. Ein offener Austausch von Argumenten wäre für mich sehr lehrreich.

    Ich habe mich gestern ein wenig schlau gemacht. Tatsächlich ist Deutschland in der Bilanz ein Land, das mehr Lebensmittel importiert als exportiert. Ich denke aber, dass es bei den Importen im wesentlichen um Genussmittel (Kaffee, Kakao), Trendnahrungsmittel (Avokado, Quinoa etc.) und Ergänzungsmittel zur Viehhaltung geht. Deutschland könnte also, wenn es hart auf hart käme, nahrungsmitteltechnisch autark wirtschaften. Am wenigsten verzichtbar wären wahrscheinlich die Genussmittel.

    Was nun die 30-%-Projektion für die Biolandwirtschaft angeht: Das sehe ich eher als so einen Slogan, 30 % bis 2030. Klingt irgendwie rund. Ist aber weit entfernt von einem Gesetz, über das im Bundestag irgendwie gestritten werden müsste. Und – leider – auch weit entfernt von der wirtschaftlichen Realität. Gerade hat hier in meiner Gegend ein Bio-Bäcker Insolvenz anmelden müssen. Auch in dem Bioladen, in dem ich gern einkaufe, ist man besorgt.

    Da greift das Bild von der Kette: Man kann an der Kette ziehen, aber man kann sie nicht schieben. 30 % Bio erzwingen, hieße vom Ende der Kette, also vom Erzeuger her, die Kette zu schieben. Funktioniert nicht.

    Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist der Anteil des Einkommens, das für den Erwerb von Lebensmitteln ausgegeben wird, in Deutschland sehr gering. Das ist zum Beispiel in Frankreich ganz anders. Die Franzosen geben anteilmäßig wesentlich mehr ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Übrigens sind dort zum Beispiel die Erzeuger von regional geschützten Käsesorten zurzeit in Problemen, weil sie die Schutzkriterien nicht mehr erfüllen können.

    Nein, ich glaube, diese 30 % sind wirklich nur ein Label, haben keine konkrete wirtschaftliche Auswirkung. Da müssen wir beide sehen, wie die Verbraucher und wie die Wähler bei der nächsten Bundestagswahl entscheiden. Was ich betonen möchte: Klima-, Boden- und Artenschutz müssen in zukünftigen Planungen berücksichtigt werden!

    2
  6. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    Noch etwas zur Schönen Neuen Welt …

    https://www.welt.de/wirtschaft/article241474213/Ruegenwalder-Wursthersteller-finanziert-Projekt-fuer-Kunstfleisch.html

    Wirtschaft
    Wursthersteller
    Rügenwalder finanziert Projekt für Kunstfleisch

    “Mit vegetarischen Alternativen für herkömmliche Wurst ist der Hersteller Rügenwalder stark gewachsen. Jetzt wagt er sich an ein Projekt, mit dem echtes Fleisch in Bioreaktoren entstehen soll – auf dem Bauernhof.

    Der niedersächsische Wursthersteller Rügenwalder beteiligt sich an der Finanzierung eines deutsch-niederländischen Projekts für Fleisch aus dem Bioreaktor. Das Unternehmen gebe einen „sechsstelligen Betrag“ an die Stiftung Respect Farms, sagte Rügenwalder-Forschungschef Patrick Bühr WELT AM SONNTAG.
    „Wir signalisieren so, dass die Industrie ein starkes Interesse an der Technologie hat – weil diese Probleme löst“, sagte er. Rügenwalder sei davon überzeugt, dass die Fleischwirtschaft „eine Überholung“ brauche.
    Die Stiftung Respect Farms will ein Konzept entwickeln, um konventionelle Bauernhöfe mit Bioreaktoren auszustatten, in denen Fleisch aus Zellen heranwächst. Als erster Schritt soll dazu eine Machbarkeitsstudie entstehen. Fällt diese positiv aus, will die Stiftung einen Testhof aufbauen. Ziel ist, die bestehende Landwirtschaft auf die neue Technologie umzustellen.”


    Rügenwalder kommt mir nicht mehr in die Tüte!

    2
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Warum werden die Worte “Fleisch” und “Wurst” bei der heute vorzugsweise in entsprechenden Kreisen gehypten “FLEISCHLOS-KULTUR” immer missbräuchlich gekupfert und mit einer vollkommen irreleitenden Suggestion medienwirksam demgemäß in riesigen Lettern beworben.

      Diese Worte sollte man eigentlich endlich patentieren lassen in direkter Verbindung mit dem jeweiligen Produkt in seiner Ursprünglichkeit, um den aufgeklärten Verbraucher bei sämtlichen veganen kulinarischen Genüssen nicht fortwährend belügen zu wollen. – Alles eine Frage der WÜRZE, oder was!?

      Wer heute auf Fleisch und Wurst bewusst verzichtet, sollte schon gar nicht in den eigenen Hirnwindungen einem absolut verlogenen manipulatorischen Gaumengenuss aufsitzen wollen. Wer meint, nichtsdestotrotz das unverfälschte Geschmackserlebnis insbesondere von qualitativ hochwertigem Fleisch eines Bauern des eigenen Vertrauens nicht missen zu müssen auf einem veganen Teller, der setzt auf das BIO-Labor der extrem umsatzfreudig orientierten BIO-Fleischloskost-Hersteller in Summe. Wird hier nicht ganz tief in die “Trickkiste” gegriffen, um dem ganzen das erwünschte Geschmackskrönchen aufzusetzen was als Sinnestäuschung auf dem jeweils eigenen Teller vollen Zuspruch findet. Lecker, lecker, super gesund – einfach der WAAAHNSINN – Mann/Frau schreien mithin förmlichst danach, in einer derart perversen Sinnestäuschung vorgeführt zu werden…!?

      Ich setze dann doch mal lieber auf das ausgewählt unverfälschte “gute Stück Lebenkraft” auf meinem eigenen Teller, vom Bauer und Metzger meines Vertrauens. – Allseits guten Hunger!!!

      15
  7. Schmeckt gut sagt

    Herr Becker, hören Sie auf, Wunschträume als “rettende Wahrheit” zu verkaufen. Wir leben in der EU und müssen (oft leider) mit dem “unausgegorenen” EU-Rechtsrahmen umgehen. Dazu gehört, dass man nicht einfach versteckte Subventionen in Wirtschaftsbereiche streut. 0% Umsatzsteuer für Lebensmittel wäre eine solche Subvention, denn die pauschalierenden (von den Kritikern der LW-Branche ja geforderten), umsatzschwächeren Betriebe müssten durch einen staatlichen Ausgleich der fehlenden UmsSt-Einnahmen unterstützt werden. Ansonsten bleiben nur die optierenden Höfe über 600Tsd Euro Jahresumsatz übrig. Wollen Sie das erreichen? Dann vermitteln sie es auch genau so an die bäuerlichen Biobetriebe (gilt selbstverständlich auch für die Forderung nach 0% für O&G im Allgemeinen). Und noch eine Anmerkung zur Internalisierung der externen Kosten: Schauen sie sich die kleinen Betriebsstrukturen in D an und vergleichen sie mit dem Rest der Welt. Sie können davon ausgehen, dass nach Umsetzung aller “Pläne” der Konvi-kritischen Strategen, nur noch ein sehr geringer Anteil von Lebensmitteln arbeitsintensiver O&G-Kulturen aus D kommen wird. Zur Zeit sind es schon weniger als 30 % mit einem Anteil von 10% Bio. Erklären sie bitte, Herr Becker, einem “Unwissenden” wie es nach der “Transformation” laufen soll? Weltweiter Einkauf und die damit verbundene Abhängigkeit? Eins kann ich ihnen versprechen. Wir erzeugen mit viel Herzblut seit den 70er Jahren Obst, aber diese unausgegorenen “Pläne” machen wir nicht mit. Kaufen sie ihre “leckeren”, unaromatischen Pflaumen doch in Zukunft in der südafrikanischen “Saison”. PS: wir haben unseren Bestand an doppelte Hauszwetsche (die schmecken!!) schon vor Jahren aus wirtschaftlichen Gründen gerodet und es ist in der Zwischenzeit viel schlimmer geworden.

    7
    • Becker sagt

      Hallo, vielen Dank für das Kommentar. Sie haben natürlich recht, dass die EU-Subventionen Flächenbetriebe fördern und das die Senkung der MwSt. dem nicht direkt entgegen wirken würde. Das war aber auch gar nicht Ziel. Es geht darum, den Anteil an Bio-Fläche zu vergrößern, was – im Gegensatz zur Meinung vieler hier – sehr wohl möglich ist, wenn der Nutztierbestand reduziert wird. Von daher handelt es sich nicht, wie sie meinen um einen “Wunschtraum”, sondern um reale Veränderung. Natürlich wäre es mir auch lieber, dass bäuerliche Kleinbetriebe, die seit Generationen existieren, nicht zu machen müssten, aber sie werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass man (v.a. als kleiner Verein) nicht an jeder Baustelle gleichzeitig arbeiten kann – das wäre Wunschdenken!

      “Sie können davon ausgehen, dass nach Umsetzung aller “Pläne” der Konvi-kritischen Strategen, nur noch ein sehr geringer Anteil von Lebensmitteln arbeitsintensiver O&G-Kulturen aus D kommen wird. Zur Zeit sind es schon weniger als 30 % mit einem Anteil von 10% Bio. Erklären sie bitte, Herr Becker, einem “Unwissenden” wie es nach der “Transformation” laufen soll?”
      1. Das Grundproblem hat ja, genau wie bei dem Untergehen von kleinen Betrieben, erstmal nichts mit Bio zu tun. Klar ist Bio-LW noch arbeitsintensiver und würde daher eine Verlagerung ins Ausland fördern. Allerdings: Durch die Senkung der MwSt. wurde durch Substitutionseffekte Bio zweifelslos attraktiver werden und mehr nachgefragt und damit 1. diese Transformation ökonomisch ermöglichen und 2. die LW in Deutschland eher stärken. Denn der Anteil der Bioimporte ist wesentlich kleiner als der Anteil der konvi-importe.

      Letztlich verstehe ich ihren Frust angesichts der eigenen Obstwiesen. Ich verstehe das auch nicht. Ob die unaromatischen Früchte aber nun BIO oder konventionell sind, macht keinen Unterschied. Das Problem liegt da woanders. Ich würde übrigens aber trotzdem noch behaupten wollen, dass die Akzeptanz für “imperfektes” O&G bei Bio-Käufern höher ist als im restlichen Kosumententeil.
      LG

      1
      • Reinhard Seevers sagt

        Herr Becker, Sie unterliegen einer unter Ökos weit verbreiteten Fehleinschätzung. Nämlich der, dass der Kunde in Bio einen “Mehrwert” erkennen soll oder gar tut, und bei Absenkung der Mehrwertsteuer plötzlich erkennt, dass er durch sein Verhalten die Welt retten werde.
        Die Ökoszene inkl. Medien und Politik haben es in Jahrzehnten der Denunziation der konventionellen Landwirtschaft, inkl. Fehlinformationen und Lügen nicht vermocht den Anteil an der Erzeugung zielführend zu erhöhen. Nun wird das letzte Instrument versucht: Das “Billigmachen”! Was einst als Gegenargument gegen konventionelle billige Ware galt, wird nun selbst genutzt…..billig kann doch nur Schrott sein, so wurde es jahrelang kommuniziert.
        Man könnte laut lachen, wenn es nicht so haarstäubend dämlich wäre.

        9
      • evo.... sagt

        Mehrwertsteuer auf Bio weg? Ja wie viel Subvention will die Bio-Szene denn noch?

        Eher gehört die Mehrwertsteuer auf die Grundnahrungsmittel (konvi) weg. Für Bio eine Luxussteuer.

        3
      • Reinhard Seevers sagt

        Becker schrieb: “Denn der Anteil der Bioimporte ist wesentlich kleiner als der Anteil der konvi-importe.”

        30% von 10% sind weniger als 10% von 30% ??? ….. 😎jetzt muss man nur noch wissen, von welcher Gesamtmenge man spricht.

        1
  8. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Werter Herr Becker,
    Sie bleiben Antworten schuldig, maßgebliche Antworten, um in einer objektiven Betrachtung punkten zu können, warten hier wiederum mit verschleiernden Bio-Allgemeinpositionen auf, die längst bestens bekannt und im eigentlichen auch widerlegt sind, schaltete man endlich einmal das eigene Cerebra wieder auf Empfang. Ein bloßes Bashing der konventionellen LW entspricht heute wahrlich nicht mehr dem Nachhaltigkeits-Mainstream, dem Sie hier erneut das Wort reden wollen:

    – Sie bleiben eindeutig Antworten schuldig, welche sinnvolle Nutzung(!) der Bio-Landbau für immerhin ein Drittel seiner Flächen im jeweiligen Vegetationsverlauf vorzuweisen weiß, auf dem mehrjähriges Kleegras angebaut wird.

    – Der exorbitante Energieverbrauch -Sie wollen hier doch bitte niemandem weiß machen, dass BIO-Flächen alleinig mittels Muskelkraft beackert werden- bei mehrfachen unverzichtbaren Überfahrten durch die mechanische Bodenbearbeitung im Vegetationsverlauf, wird von Ihnen wie schöngeredet bzw. erst einmal komplett ignoriert!? Und das ganze allenfalls für den halben Ertrag. – Ein super Erfolgsmodell!

    Anmerkung: In Regionen, wo das Nass von oben über mehrere Monate hinweg zum Totalausfall mutierte, wurde auf nicht wenigen BIO-Flächen in 2022 NIX geerntet, Sie fordern mithin 0% Umsatzsteuer auf NIX, das entspricht einer grundsoliden Agrarökonomie in ihrem schönsten Purismus.

    Der Muskelkraft-Arbeitseinsatz bei BIO-Zuckerrüben fordert im übrigen ca. 100 Std. pro Hektar im gesamtenVegetationsverlauf, um dann in Dürrejahren wie diesem allenfalls Rübchen in Karottengröße einfahren zu können. Wer soll ein solches nachweisliches „Zuschussgeschäft“ als Biobauer auf Dauer schultern können!?

    – Mit keinem Wort erwähnen Sie, dass mittlerweile auch die Energieversorgung zur absoluten Problembaustelle mutiert ist. Energie vom Acker ist deshalb ein wirklich vordringliches Thema, um Deutschland aus dem Würgegriff fataler Abhängigkeiten befreien zu können; selbst Sie können sich dieser Thematik generell argumentativ nicht entziehen wollen. – Sie aber, werter Herr Becker, in Ihrem vollkommen abgehobenen Bio-Wolkenkuckucksheim maßen sich eine dahingehende Ignoranz nichtsdestotrotz in einem erheblich starrköpfigen Ideologiedenken nach wie vor an. Nach Ihrer Meinung ist es offensichtlich die Pflicht eines guten deutschen Bürgers selbstquälend auch mal hungern und frieren zu müssen. Wie weltfremd positionieren Sie sich mit einer solch unverhohlenen Forderung an die Allgemeinheit!? Und kommen Sie jetzt bitte nicht mehr mit Ihrer Fleischlos-Ernährungsdiktatur; wir leben noch immer in einer freiheitlichen Demokratie, an deren Grundpfeilern der BIO-Landbau augenscheinlich extrem schmerzbefreit heute massiv zu rütteln gedenkt. – Wachen Sie doch bitte auf!!! BIO ist alles andere als die eierlegende Wollmilchsau, die Sie hier absolut dürftig, ganz nebenbei, zu rechtfertigen versuchen.

    Aber zum Trost, auch in der konventionellen Landwirtschaft verändert sich ohne Ihr Zutun in
    Bälde sehr viel, wenn Dünger für die Bauern schlichtweg unbezahlbar wird. Nehmen Sie dabei einfach endlich zur Kenntnis, wie rasant sich die geopolitische Lage von heute auf morgen ganz brutal verändert hat.

    Wie scheinheilig mutet Ihre Diskussion an, wenn BIO nach wie vor sehr endliche Ressourcen auf den BIO-Flächen extrem schmerzbefreit in die Luft bläst. Warum nutzen nicht gerade Sie die Vielfalt unserer Pflanzenöle vom Acker in einer direkten Wertschöpfung im energetischen Umfeld!? Nachhaltig im Sinne von BIO wäre, wieder zurück zu Ochs und Esel, diese Flächen zu bewirtschaften. Aber nein ich vergaß, unsere Tiere sind ja allesamt Klimakiller, bleibt für BIO also nur noch die Handhacke… Bei nur 100 Std. Arbeitszeit, wie vorstehend dargetan, sind infolge des Mindestlohnes immerhin schon 1.200 Euronen bei nur einer Kultur zur Auszahlung fällig. Diese Stunden sind übrigens sehr genau dokumentiert.

    Empirische Erfahrungen der letzten 2-3 Wochen: Fragen Sie einen Bäcker, wie der Absatz von Brötchen von heute auf morgen eingebrochen ist, der Kunde bewusst verstärkt zum Brot greift, da dieses schneller satt macht. Der Automatismus des bislang eher sorglosen Einkaufens hat sich gewandelt, die Verbraucher kaufen bewusst sparsamer ein, schon deshalb steht Luxus-BIO auf der Streichliste.

    Abschließend noch die berechtigte Frage an Sie, werter Herr Becker:

    Der BIO-Landbau greift bei unserem Vater Staat ohnehin weitaus beherzter ins Staatssäckel als dies die konventionellen Landwirte jemals tat. Jetzt fordern Sie unverschämterweise auch noch 0% (NULL!!!) Umsatzsteuer auf Bioprodukte, um diese konkurrenzfähig machen zu können gegenüber dem Verbraucher, möchten Sie die Steuer gestrichen wissen, die an den deutschen Staat wieder zurückfließt.

    FAZIT:
    Wieviel Staatsgeld mehr gedenkt der BIO-Landbau künftig also noch vereinnahmen zu dürfen, damit man selbst überlebensfähig bleibt, um in Folge dafür die Verbraucher notfalls hungern und frieren zu lassen!?

    20
    • Becker sagt

      Hey danke für ihre Antwort.

      Bevor ich inhaltlich auf ihre (teilweise) berechtigten Punkte eingehen will, verbitte ich mir diesen Satz:
      “Sie aber, werter Herr Becker, in Ihrem vollkommen abgehobenen Bio-Wolkenkuckucksheim maßen sich eine dahingehende Ignoranz nichtsdestotrotz in einem erheblich starrköpfigen Ideologiedenken nach wie vor an. Nach Ihrer Meinung ist es offensichtlich die Pflicht eines guten deutschen Bürgers selbstquälend auch mal hungern und frieren zu müssen. Wie weltfremd positionieren Sie sich mit einer solch unverhohlenen Forderung an die Allgemeinheit!? Und kommen Sie jetzt bitte nicht mehr mit Ihrer Fleischlos-Ernährungsdiktatur; wir leben noch immer in einer freiheitlichen Demokratie, an deren Grundpfeilern der BIO-Landbau augenscheinlich extrem schmerzbefreit heute massiv zu rütteln gedenkt.”

      Wenn das kein persönlicher Angriff ist, weiß ich auch nicht. Ganz abgesehen davon, dass ich nie eine “Fleischlos-Ernährungsdiktatur, und frierende und hungernde” Menschen gefordert habe. Der ganze Abschnitt ist einfach polemisch und trieft voll defamierenden Ausdrücken ohne jede Objektivität.

      Anmerkung: Wahrscheinlich wird mir das jetzt wieder als “Gutmenschentum” und vom hohen moralischen Ross herunter belehrend gedeutet. Ist mir aber auch egal, ist auf jedenfall nicht so gemeint.

      Und ansonsten meinen sie ja, dass ich diese Punkte alle weggelassen habe, aus bösem Willen oder was auch immer. Ich frage: Wie soll man den ein so komplexes Thema in einem Kommentar bearbeiten? Ich kann und möchte hier keine Abhandlung schreiben.

      Gut, zum Inhaltlichen:
      – Fruchtfolgen mit Klee dienen logischerweise der Bodenerholung. Das ist in sich schon sinnvoll, wenn man auf Unmengen von Dünger verzichten will (Sie die extrem energieintensive Produktion von Dünger). Natürlich dienen diese Flächen nicht direkt der Ernährung. Langfristig durch Bodengesundheit aber schon. Mit dem Wissen, dass aber 60% der Pflanzen für Nutztiere gepflanzt werden, lassen sich die entsprechenden Flächen freigeben. Und NEIN, ich fordere keine Fleischlos-Diktatur, sondern eine Senkung des Konsums. Es ist ja wohl ohne Zweifel, dass Fleischkonsum in den aktuellen Ausmaßen nicht gesund ist, weder für Körper noch für Umwelt. (Laut Experten wäre ein Anteil tiereischer Ernährung von 5-10% sozial und ökologisch gesund. So haben wir übrigens früher gelebt: Den Käse beim Abendbrot und sonntags den Sonntagsbraten. Hier wird viel (und zu recht) die Konsummentalität kritisiert, dann aber bitte auch den enormen Fleischkonsum der letzten 60 Jahre kritisieren lassen).

      – Exorbitanter Energieverbrauch: Bei der Bewirtschaftung muss ich Ihnen da (teilweise) zustimmen. Bitte bedenken sie aber auch die Düng- und Spritzfahrten, die nicht gemacht werden müssen, sowie den Dünger an sich, der in der Produktion extrem viel Energie (und im speziellen Gas) kostet. Im gesamten Lebenszyklus sind die Umweltschäden immer noch deutlich geringer. Das sage nicht ich, sondern die Wissenschaft.

      – Ich sehe ihren Punkt mit Energie aus der Landwirtschaft. Da muss sich die Politik fragen, inwiefern Energie aus einer flächenmäßig begrenzten Ressource sinnvoll ist. Hier muss dringend ein Umdenken auf andere regenerative Energien erfolgen, kurzfristig bietet sich zur Überbrückung der aktuellen Situation Kernkraft an (ich weiß, sehr kontrovers).

      – Zum Punkt Finanzierung: Eine MwSt. Senkung würde den Staat auf lange Sicht nichts kosten. Natürlich ist in einer Milchmädchenrechnung erstmal ein fiskalisches Loch, aber letztendlich trägt die ganze Gesellschaft und damit der Staat die Kosten von Umweltschäden durch Überdüngung und gesundheitliche Schäden durch ungesunde Ernährung (siehe das enorm erhöhte Risiko von Herz-Kreislauf-, und Krebserkrankungen durch Verzehr von zu viel Fleisch). Wer das nicht mit einpreist, denkt auch nicht für fünf Pfennige mit. Eine andere Möglichkeit, die übrigens dem Staat unterm Strich noch Geld einbringen würde, wäre stattdessen die Besteuerung von Fleisch mit 19%. Aber da stoße ich hier wohl auf taube Ohren.

      Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin kein Ökofantast, der Fleisch verbieten will. Aber Bio sollte eben kein Luxus sein (aus oben genannten Gründen), Fleisch aber schon (wie es früher schonmal war).

      LG

      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Sie ignorieren Fakten, sofern diese nicht geschmeidig in Ihre Argumentatioslethargie der in weiten Bereichen ideologischen BIO-Landbaustrategien passen und das macht eine Diskussion schwierig bis nahezu unmöglich.

        Und dabei umtanzen Sie jetzt erkennbar hilflos auch noch das “goldene Kalb” der Atomstromenergie, während im Gegenzug die Sonnenkraft vom Acker aus für meine Begriffe recht scheinheiligen Gründen keine Akzeptanz findet, die brandgefährlichen Hinterlassenschaften von Atomkraft aber wohl. – Na ja, zahlen auch nicht Sie dafür sondern viele Generationen nach Ihnen: feige Vogelstrausstaktik, meiner Meinung nach.

        Gerade damit haben Sie sich selbst für meine Begriffe als ernstzunehmender Philantroph gerade eben disqualifiziert.

        Die Bioproduktion, die in eine Sackgasse mündet, kann ich jedenfalls nicht als zukunftsweisendes Erfolgsmodell adeln wollen – dahingehend haben Sie mich nicht mitgenommen in Ihren Gedankengängen, werter Herr Becker. Tut mir leid…

        10
        • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

          Die “brandgefährlichen Hinterlassenschaften von Atomkraft” der älteren Generationen von KKW können von modernsten KKW als Brennstoff derartig verwendet werden, dass die daraus entstehenden Hinterlassenschaften in ihrer Gefährlichkeit extrem gemindert wurden. Bitte informieren Sie sich.

          1
          • Karl Timme sagt

            Forschung und Entwicklung in dieser Richtung wird schon seit langem in Deutschland behindert. Dabei waren wir dort schon mal führend.

            • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

              Das ist leider wahr. Merkel hat uns das eingebrockt. Ich vermute, dass der Great Reset schon lange vor 2020 geplant war. Leute wie z.B. Schäuble kamen dann während der sog. “Pandemie” mit Sätzen wie “Never let a crisis go to waste” … es ist alles unglaublich skrupellos, verbrecherisch, suizidal und irre.

          • Inga sagt

            Das ist erfreulich zu lesen, warum wird das dem Otto Normalverbraucher nicht nahegebracht, sodass er adäquat mitdenken und entscheiden kann.
            Sonst verhält er sich doch da genau so falsch wie in landw. Angelegenheiten.
            Und wie stehen die NGOs demgegenüber?

          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Aha – zunächst prinzipiell: Wie definieren Sie in dieser Thematik “extrem geminderte Hinterlassenschaften”!? …

            Eine Dezentralisierung unserer Energieversorgung steht für Sie mithin überhaupt nicht zur Diskussion.

            Sabotageakte wären in letzterem Falle z.B. auch weniger verheerend, weil generell schon mal wesentlich engere örtliche Begrenzungen greifen würden – schon mal in diese Richtung nachgedacht!?

            4
            • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

              “Aha – zunächst prinzipiell: Wie definieren Sie in dieser Thematik “extrem geminderte Hinterlassenschaften”!? …” — Nun, die modernsten geplanten KKW benutzen den Atommüll von KKW älterer Bauart als Brennstoff. Dieser Brennstoff ist nach der (Wieder-) Verwendung so stark abgereichert, dass er nach etwa 150 Jahren zusätzlicher Lagerung eine so geringe Strahlungslast emittiert, dass man ihn theoretisch in der Natur verteilen könnte.

              1
  9. Angesichts des Leserbriefes und der Kommentare unter dem Artikel und dem Thema mit dem wir uns bei truecosteconomy beschäftigen, würde ich gerne antworten und etwas gegen die Frustration und Pessimismus unter den Kommentierenden wirken.

    Vorweg: Ich bin von einem Verein, der sich für die Internalisierung der externen Kosten in der Landwirtschaft einsetzt. Daher haben wir aktuell eine Petition (https://chng.it/Zcg4SM66Qk), die 0% MwSt. auf Bio-Lebensmittel fordert. Wir wissen, dass das nicht ein Allheil-Mittel ist, aber Biokonsum sehr viel attraktiver machen würde. Wir forschen übrigens in Kooperation mit der Uni Greifswald, der TH Nürnberg und der Uni Augsburg. Unsere Forderungen sind wissenschaftlich gedeckt: homabile.de

    ⫸ 1. Der Verbraucher will keine 30% Bio. Schon gut 10% sind zu viel für den Markt und führen zu Insolvenzen.
    -> Bei 0% MwSt. nicht. Ist übrigens insofern rentabel für den Staat, weil er ökologische und gesundheitliche Folgekosten der konventionellen Landwirtschaft nicht bezahlen muss.

    ⫸ 2. Wir haben eine globale Ernährungskrise, die nicht so schnell zu beenden ist. Da passt Bio nicht rein. Jede weitere Nahrungsverknappung (Hat eigentlich jemals jemand Özdemir mitgeteilt, dass man mit Bio nur etwa die Hälfte erntet, oder weiß er das einfach noch nicht?) bedeutet am Ende noch mehr Hunger und mehr Hungertote.
    -> Ganz klares Argument: Weniger Fleischkonsum. In Deutschland werden 60% der Anbauflächen von Fleischkonsum genutzt. Wenn nur ein Teil davon frei werden würde, wäre Bio sehr wohl möglich.

    ⫸ 3. Global sind die Anbauflächen so knapp, dass Regenwald im Rekordtempo gerodet wird zur Schaffung neuer Anbauflächen. Je mehr Bio, also je ineffizienter der Anbau auf den schon vorhandenen Flächen ist, desto mehr wird das Roden vorangetrieben.
    -> siehe 2

    ⫸ 4. Die Verlagerungseffekte (Weniger Erzeugung auf den vorhandenen Flächen, dafür Umwandlung von unberührter artenreicher Natur zu neuen Anbauflächen, um die aufgerissenen Produktionslücken zu stopfen) Kostet unterm Strich in der Gesamtbetrachtung weit mehr Artenvielfalt, als es lokal bringt bzw. rettet.
    -> siehe 2. Keine neuen Flächen, sondern Umwandlung und Renaturierung alter Flächen.

    ⫸ 5. Die Klimakrise verschlimmert sich schneller, als die Prognosen das erwarten ließen. Die Landwirtschaft muss effizienter werden und einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz (Fläche sparen, Viel Photosynthese, also CO2-Bindung pro ha durch viel Massenaufwuchs, Energie und Treibstoffe vom Acker) leisten. Bio tut das Gegenteil.
    -> Absoluter Schmarn. Bio-Anbau ist wesentlich umweltschonender. Das ist wissenschaftlich bewiesen (siehe oben)

    ⫸ 6. Immer mehr trockene Jahre zwingen dazu, den Anbau auf Wassereffizienz (Möglichst viel Ernte pro l Regen- bzw. Beregnungswasser) auszurichten. Bio ist mit seinen bei gleicher Wassermenge nur halb so hohen Erntemengen das Gegenteil.
    -> Bio braucht nicht weniger oder mehr Wasser als konventionelle LW. Renaturierte Böden können aber sehr wohl das Wasser länger halten.

    ⫸ 7. Deutschland ist gefährlich abhängig von Importen. Haben wir bei Rohstoffen, Medizinprodukten, Bauteilen, Solarmodulen, und Energie schmerzlich feststellen müssen. Nicht auch noch so dumm sein, und die Nahrungsimportabhängigkeit weiter verschärfen. Schon heute (nur 80% SVG) essen rechnerisch 17 Mio Menschen im Land nur Import. Mit Bio wird das noch viel mehr und wir werden für Bolsonaro so erpressbar wie für Putin.
    -> Redundant nach 2.

    ⫸ 8. Wir müssen weg vom Öl. Die Landwirtschaft muss mehr Rohstoffe für die Industrie liefern. Ob Stärke, Fasern, Glycerin, Paraffin, Ethylen, Ethanol oder sonst was. Bio kann dazu keinen nennenswerten Beitrag leisten.
    -> ??? Was ist das für ein Argument für oder gegen Bio? Normale LW genauso wenig?

    ⫸ 9. Es gibt zu wenig Getreide (Potentiell ja Nahrung), um damit ineffizient Bruderhähne (doppelter Futterverbrauch pro kg Fleischerzeugung) zu füttern, nur um dann ein Produkt (zähes Fleisch) zu haben, das in Europa keiner essen will, also in Westafrika landet und dort den Geflügelhaltern den Markt kaputt macht.
    -> Deshalb gibt es ja Screening-Verfahren um vorher die Eier zu scannen. Männliche Küken werden dann gar nicht erst geboren

    ⫸ 10. Wir haben 2022 und 11% Bio Anteil, für die es trotz Fördermilliarden, Werbekampagnen und systematischem Schlechtreden der konventionellen Konkurrenz über 40 Jahre gebraucht hat. in nur noch 8 Jahren die Landwirtschaft im Land derart umkrempeln, dass weiter 19% dazu kommen, ist vollkommen utopisch.
    -> Vielleicht. Den Kopf in den Sand zu stecken aber auch.

    Denn wie vorhin gesagt wurde: Die Klimakrise kommt und es muss schnell gehandelt werden. Und LW trägt zu 25% der globalen Emissionen bei.
    Es geht übrigens nicht darum, irgendjemand etwas zu verbieten oder wie hier Leute süffisant meinen, den Import von nicht saisonalen Erzeugnissen zu verbieten. Man muss sich den Umweltfolgekosten bewusst sein, die Fleischkonsum und nicht konventioneller Konsum mit sich bringen. Und die betragen nunmal bis zu 170% des aktuellen Kaufpreises.

    Daher: Den Biokauf attraktiver machen, und konventionelle Lebensmittel, insbesondere Fleisch weniger attraktiv. Spart dem Staat letztendlich sogar Geld, lässt uns gesünder leben und lässt eine Chance auf 30% bis 2030.

    homabile.de
    https://chng.it/Zcg4SM66Qk

    2
    • Stadtmensch sagt

      …ökologische Folgekosten der Landwirtschaft?

      Furchtbar! Wenn ihr doch wenigstens mal die Kraft aufbringen würdet, zuzuhören!
      Immer nur Sendung! Immer nur irgendwelche gesponserten Wegbseiten mit Statistik-Schwachsinn!

      Das Nutztier ist ein integraler Bestandteil bei 60% Grünland. Ohne das Nutztier könnten wir uns indirekt von den Flächen nicht ernähren. Das wurde hier in den letzten 5 Jahren lang und breit von Leuten die sich damit auskennen (weil sie die Arbeit machen und weil sie es gelernt haben und weil sie Fachkräfte sind) erläutert!

      Nur MIT Nutztier kommt man auf die Formel: Getreideeinheit (Ernährungsäquivalent) pro Fläche. Das meiste was hier wächst ist für den menschlichen Verdauungsapparat nicht unmittelbar verwertbar. Bei der industriellen Lebensmittelverarbeitung fallen ebenfalls viele Nahrungskalorien als “Abfall” an, die man über Nutztiere auf natürliche Weise in eine für Menschen verwertbare Nahrung umwandeln kann.

      Dafür gibt es ganz konkrete Zahlen. Ich möchte EINMAL eine Statistik sehen, wo nachweislich durch ökologischen Landbau Kohlenstoff dauerhaft im Boden gebunden wurde (Weltrettung) und man trotzdem noch die erforderliche landwirtschaftliche Nutzung betreiben kann!

      14
      • Elisabeth Ertl sagt

        Es gibt ein vernünftiges Maß an Nutztieren, aber die gegenwärtige Zahl ist immer noch zu hoch. Ein Großteil des “Futtergetreides” ist sehr wohl backfähig. Und schaut doch in die Statistiken, wie viele Futtermittel aus der Ukraine jetzt nach Europa kommen statt in die Hungerländer zu gehen. Ich finde, dass es zur globalen Fairness gehört, mit jenen Futtermitteln auszukommen, die im eigenen Land wachsen.

        3
        • Inga sagt

          Wie kann man aus den Statistiken lesen, ob das Futtergetreide ist?
          Die Afrikaner können vielleicht aus dem Futtergetreide mit weniger Klebereiweiss ihre traditionellen Gebäck mit ihrer traditionellen Knettechnik machen, aber für unsere Ansprüche reicht das wohl nicht aus.
          Wird es eben als Futtergetreide deklariert.

          • Elisabeth Ertl sagt

            Umso empörender, dass das, was in Afrika von Menschen gegessen werden könnte, an unsere Tiere verfüttert wird.
            Was für ein Weizen das ist, der da aus der Ukraine kommt, weiß ich nicht. Aber dass der ganze Mais zu Maisstärkesackerln verarbeitet wird, das wage ich zu bezweifeln.

        • Stadtmensch sagt

          “wie viele Futtermittel aus der Ukraine jetzt nach Europa kommen statt in die Hungerländer zu gehen”

          Das ist einzig unserer verheuchelten Politik geschuldet. Normalerweise hätten sie die Konsequenzen der Naivität von Kunstturnerinnen und Kinderbuchautoren an ihrer Spitze sofort tragen müssen. Durch Verlust der Tierhaltung. So haben sie es klammheimlich auf “Kosten der Ärmsten” um ein Jahr hinausgezögert.

          Und auch beim minderwertigen Getreide sind nur 8% des Aufwuchses als menschliche Nahrung verwertbar. Was machen wir mit dem Rest? Nicht vergessen: im Osten 0,3 GVE. Die Konzentration der Tierhaltung in einigen wenigen Landesteilen (spreche nur für D) sind die Folge von politischen Fehlentscheidungen.

          5
        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Werte Frau Ertl,

          das von Ihnen thematisierte Futtergetreide fließt “irregeleitet” aus dem kriegsgebeutelten Ukrainegebiet als Hehlerware gem. dem offiziell natürlich widerläufig medial kommunizierten Gutmenschengelaber mit Löwenanteil auf den EU-BINNENMARKT um -wie es ein Agrar-Starökonom Quaim selbst erst dieser Tage bei TA-online als Wissenschaftler-Witzposition unumwunden verkündete- das Erzeugermarktpreisgefüge nachhaltig stabilisieren zu wollen, was nichts anderes bedeutet, als dass die ohnehin von der heurigen Dürre gebeutelten Bauern mit möglichst desaströsen Erzeugerpreisen abgespeist werden sollen. Das aktuelle Preisniveau sei derzeit viel zu hoch und das, obgleich die EU-Kommission die Ernteergebnisse 2022 jüngst erst nach unten korrigierte, weil man wohl befürchten muss, dass der Kremlherrscher Putin einen derzeit gewissermaßen noch florierenden Abtransport aus dem Kriegsgebiet schon im Oktober rigoros stoppen könnte.

          Wie lange noch will die Ampel das eigene Wahlvolk belügen nach Strich und Faden!?

          Wenn erst einmal eine hungrige und frierende wutentbrannte Masse auf die Straßen geht, wird’s hart, sehr hart – eine ehrlich aufrichtige Schadensbegrenzung wird im Worst-Case-Szenario wohl kaum mehr greifen, geschweige denn will sodann überhaupt zur Kenntnis genommen werden.

          Jedes Kleinkind weiß: LÜGEN haben KURZE BEINE!!! Unser “Intellekt” fühlt sich daran nicht gebunden!? – FATAL!!!

          9
        • Stadtmensch sagt

          “Es gibt ein vernünftiges Maß an Nutztieren”

          Sicher gibt es auch ein vernünftiges Maß bei der Einwohnerdichte. Wir haben hier 230 pro km². Tendenz steigend, wegen Militärisch-Industriellem Komplex und den daraus resultierenden Kriegsflüchtlingen. Musst du dich mal an Frau Stracks Zimmermann wenden. Fest verzahnt mit der Rüstungslobby hat sie auch ihre eigene Definition von Vernunft.

          Dummerweise ist das hier ein Industrieland (bisher jedenfalls) und gleichzeitig ein Land mit guten klimatischen Bedingungen für Landwirtschaft.
          Das sieht nicht immer schön aus, wenn man alle Forderungen an die Biokapazität dieser Region befriedigen will und muss. Aber daran kann man arbeiten, statt alles einfach zu canceln.

          5
        • Smarti sagt

          Frau Ertl, solange Sie auf ihrer Wiese Schafe halten und darauf nicht Gemüse und Hülsenfrüchte anbauen, finde ich Ihre Aussage ( Entschuldigen sie die direkte Art ) verlogen !
          Selber nicht vorangehen und den Anderen vorschreiben, wie sie zu arbeiten haben ? Das geht nicht. Ich habe sehr wohl eine halbe ha Weideland in Gemüseacker umgewandelt – mit viel Mist ist auch viel gewachsen 4 Jahre lang, ein wunderschöner Garten… aber fragen Sie nicht nach der Arbeitszeit, fragen Sie lieber nicht, wer wie viel mitgeholfen hat… sie würden erschrecken.

          2
          • Elisabeth Ertl sagt

            Immerhin habe ich einen großen Gemüsegarten und weiß, wie viel Arbeit das ist.
            Aber ich verstehe nicht, was das mit der Düngerfrage und der politischen Verlogenheit bezüglich Ukraine-Exporten zu tun hat.
            Almwirtschaft ist auch viel Arbeit und wird durch den Wolf verunmöglicht, was ich schrecklich finde. Da geht 10% der österreichischen Landwirtschaftsproduktion verloren. Und ich will nicht, dass das dann mit Ukraine-Importen ausgeglichen wird. Kein Mensch braucht einen Wolf in der ökologischsten Kulturlandschaft Österreichs, nur die geldschweren Großwildjäger des WWF brauchen ihn.

            1
      • Inga sagt

        Ja.
        und wenn Südzucker Pizzen herstellt, wie umwelt- oder gesundheitschädlich ist das?
        Weil da mehr Zucker drin ist?

        • Smarti sagt

          Inga, Achtung Ironie: Du kannst ja eine Biopizza kaufen, da isst Du automatisch weniger, weil sie kleiner ist. Das ist dann gesünder als eine grosse Pizza.

          1
          • Inga sagt

            Dann backe uic sue egher selber!

            Ich meinte das doch eher aus ethischer Sicht.

            Das sind Billigpizzen für die Eigenmarke eines Discounters.

    • Reinhard Seevers sagt

      “Ich bin von einem Verein……

      ….Den Biokauf attraktiver machen, und konventionelle Lebensmittel, insbesondere Fleisch weniger attraktiv. Spart dem Staat letztendlich sogar Geld, lässt uns gesünder leben und lässt eine Chance auf 30% bis 2030.”

      Kein weiterer Kommentar…..die Grünen senden nun schon die examinierten Experten aus, um den Rest verbliebener Vernunftbegabter auch noch zu verblöden…..😳

      9
    • Stadtmensch sagt

      War gerade bei homabile.de: Sponsor dieser Groteske sind (wiedermal) landwirtschaftsferne Truppen: “Tollwood Gesellschaft für Kulturveranstaltungen und Umweltaktivitäten mbH”

      Künstler und Kulturschaffende?

      Es nervt nur noch! Wenn euch die Sache mit der Biodiversität, den ökologischen Kosten, der “schönen Landwirtschaft” am Herzen läge, würdet ihr nicht solchen Mist fabrizieren! Hier, etwas Lesestoff: Eberhard Schulze: “Kann der etablierte ökologische Landbau die Ernährung sichern und Nachhaltigkeit gewähleisten?”

      7
      • Becker sagt

        Danke für die Leseempfehlung am Ende.

        Tollwood ist übrigens nicht der Sponsor und hat inhaltlich keinen Einfluss. Praxispartner ungleich Sponsor.

    • Rolf Sieling sagt

      Sehr geehrter Herr Becker, die Mehrwertsteuer abzuschaffen wird nicht dazu beitragen Bio Konsum zu fördern. Sie könnten sich auf die Straße stellen und versuchen Lebensmittel zu verschenken. Es wird ihnen nicht gelingen, sofern sie nicht top Ware haben. Genau dort liegt der Fehler in der Kalkulation der Menge. Wenn Sie keine Veredlung der Reste über Tiere oder ldw Energie Produktion wünschen, sind Sie ganz schnell im Grenzkostenbereich. Den Humus im Boden erkauft sich jeder Landwirt quasi mit ungenutzter Biomasse, der Humusaufbau kommt nicht von allein. Weltweit sind dazu nicht viele Landwirte finanziell in der Lage. Wir leben nirgendwo auf der Welt im Paradies. Zu den allgemeinen Kostensteigerungen brauche ich hier nicht mehr kommentieren. Sie haben überhaupt nicht verstanden, das hier bei den Kommentaren keine Pessimisten schreiben. Die Unternehmer arbeiten seid Generationen auf ihren eigenen Betrieben und bestellen trotz aller Widrigkeiten ihre Felder und freuen sich über eine gute Ernte. Sollte sich das ändern, reden wir von Subsistenzlandwirtschaft. Gibt’s
      auch weltweit und dann ist auch die Mehrwertsteuer egal.

      5
      • Elisabeth Ertl sagt

        Das mit dem Verschenken stimmt leider. Ich habe versucht, unsere Restlagerbestände an zweijährigem Apfelsaft (aus ungespritzten Äpfeln), den wir und unsere Freunde noch immer mit Genuss getrunken haben, an eine Tafel (Markt für Bedürftige) zu verschenken – keine Chance! Man hat mich nicht einmal einer Antwort gewürdigt. Die nehmen nur absolute Top-Qualität.

        2
        • firedragon sagt

          Muss ein harter Schlag für Sie gewesen sein, wenn noch nicht mal ‘die Tafel’ Ihren Apfelsaft aus ungespritzten Äpfeln, als Top-Qualität ansieht.

          • Elisabeth Ertl sagt

            War kein Etikett drauf, das wäre denen sehr wichtig gewesen. Das war wichtiger, als das Produkt einmal zu kosten.

    • Reinhard Seevers sagt

      Ich finde es gut, die Mehrwertsteuer auf Null zu senken weil:

      ……..sich die BIO-Nahrung vor den falschen Erzeugern abheben sollte.

      schreibt ein Kommentator in der Petition.
      💪

      2
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Die BIO-Nahrung hebt sich mit dem Exklusiv-Siegel “Verbraucher-Verdummungs-Prädikatsprodukt” heute bereits eindrucksvoll vom Rest ab!?

        Geht da wirklich noch mehr, lieber Reinhard!?

        8
    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      “⫸ 5. Die Klimakrise verschlimmert sich schneller, als die Prognosen das erwarten ließen. Die Landwirtschaft muss effizienter werden und einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz (Fläche sparen, Viel Photosynthese, also CO2-Bindung pro ha durch viel Massenaufwuchs, Energie und Treibstoffe vom Acker) leisten. Bio tut das Gegenteil.
      -> Absoluter Schmarn. Bio-Anbau ist wesentlich umweltschonender. Das ist wissenschaftlich bewiesen (siehe oben)”

      “Absoluter Schmarn” ist der Glaube, an die Lüge vom sog. “anthropogenen Klimawandel”. Eignen Sie sich mal ein bisschen Wissen an und beschäftigen Sie sich mit dem “Kambrium” und der “Kambrischen Explosion” und den Konzentrationen der sog. “Treibhausgase” zu der Zeit.

      1
        • evo.... sagt

          Man sollte den den Leuten Klimawandel auch realistisch darstellen:

          In der Realität wird die Welt grüner! So ist das ja auch zu erwarten, denn bei höheren Temperaturen verdampft mehr Wasser aus den diversen Oberflächen und das kommt als Regen wieder herunter. Es mag sein, dass in Regionen mit ungünstigen Windsystemen es erst mal noch heißer wird, aber diese Regionen werden weniger werden.

          Nur die Europäer machen sich aus Dummheit ihren halben Kontinent zur Wüste.

          1
        • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

          https://www.achgut.com/artikel/rwe_wahlkampfhilfe_fuer_die_gruenen_und_nix_wie_weg

          “Die Abweichung der globalen Temperatur vom 30-jährigen Mittel der satellitengestützten Messungen der University of Alabama (UAH) ist im September 2022 gegenüber dem August geringfügig von 0,28 Grad auf 0,24 Grad Celsius gefallen. Die durchschnittliche Temperatursteigerung pro Jahrzehnt beträgt seit 1979 etwa 0,13 Grad Celsius, eine wenig besorgniserregende Entwicklung.”

          • Becker sagt

            Was wollen Sie jetzt mit ihrem Whataboutism?

            Wenn man bedenkt, welche enorme Folgen eine Temperaturerhöhung um wenige Grad hat, dann sind 0,13 Grad pro Jahrzehnt extrem besorgniserregend, es sei denn ie sind 70 und kümmern sich nicht um die nachsten Generationen

            1
    • Lady sagt

      “Vorweg: Ich bin von einem Verein, der sich für die Internalisierung der externen Kosten in der Landwirtschaft einsetzt. ”
      Ihre Vorstellung finde ich wirklich sehr mutig oder doch naiv oder vielleicht sogar doch unsozial, Herr Becker. In mehrfacher Hinsicht,
      Zunächst mal kann man sich natürlich fragen, was ein privater xy-Verein in der Preisbildung von Nahrungsmittel verloren hat. Oder auch in der Steuerhoheit. Aber vielleicht fehlen ihnen auch einfach Grundkenntnisse über Preisbildungsprozesse in einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Da sind sie leider in “guter” Gesellschaft.
      Sie stellen sich also hin und fordern höhere Lebensmittelpreise. Wow, das ist aktuell sicher der perfekte Moment. Und noch besser: Insbesondere die eher gutsituierten Verbraucher , die Bioprodukte kaufen, möchten Sie durch eine Änderung der Umsatzsteuer entlasten. Toll.
      Biofleisch soll auch günstiger werden? Das finde ich prima, dann wird der Absatz ja rasant durch die Decke gehen. Und den 30 % gefährlich nahe kommen *Ironie off*

      Aber gut, nun zum Inhalt . Externe Kosten setzen voraus , dass zunächst die externen Effekte genau festgelegt werden und dann auch quantifiziert werden. Anschließend wird ein Preis zugeordnet, der natürlich auch auf einer seriösen Grundlage ermittelt werden muss. Davon finde ich bei ihnen aber nichts. Stattdessen angebliche “Schäden durch Überdüngung und ungesunder Ernährung”. Sorry, aber das ist blabla .
      Außerdem scheint für sie der Verursacher dieser externen Effekte auch klar festzustehen , nämlich die Landwirtschaft. Umweltprobleme haben aber keinen eindeutigen Verursacher , das ist eine arg naive Vorstellung, die der Komplexität überhaupt nicht gerecht wird. Vielleicht ist es ja doch der Verbraucher oder auch der LEH oder der Weltmarkt oder Herr Putin. Oder alle zusammen.

      4
      • Arnold Krämer sagt

        Wenn der Staat, beauftragt durch die Mehrheit seiner Bürger, keine externen Kosten – bei was auch immer – haben will, dann muss er deren Entstehung unterbinden. Punkt. Das geht nur über das Ordnungsrecht, sprich Verbote bestimmter Handlungen. Punkt.
        Wenn er dazu den Mut nicht hat, weil er die Konsequenzen fürchtet, Verlagerung der Produktion ins Ausland, Glaubwürdigkeitsproblem, (andere Form von Externalisierung, schon viel praktiziert in D), steigende Kostenbelastung der Bürger, muss er dies auch sagen. Es gibt nun einmal erhebliche Zielkonflikte auf allen Ebenen insbesondere landwirtschaftlicher sowie Lebensmittel-Erzeugung. Ich vermisse im Politik- aber auch Wissenschaftsbetrieb den dazu gehörigen Mut, die Ehrlichkeit und Standfestigkeit. Der “gute, alte” Köhne (Betriebswirtschaftlern bekannt) sprach immerhin schon mal von unvermeidbaren Kollateralschäden. Jetzt dürfen Wissenschaftler, offensichtlich der 2. oder 3. Klasse, einfach mal jährliche externe Kosten der Landwirtschaft in D von 80 Mrd (= 40% vom “Doppel-Wumms”) behaupten und finden dann “Nachbeter” selbst im Berufsstand. Alles nicht mehr zu fassen!

        3
        • Stadtmensch sagt

          “Wenn der Staat, beauftragt durch die Mehrheit seiner Bürger, keine externen Kosten – bei was auch immer – haben will, dann muss er deren Entstehung unterbinden.”

          Warum wird Spekulation mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energie zugelassen?
          Soll sich da ein “Preis bilden”?
          Jetzt stehen wir armen doofen Bürgerlein da und und müssen mit Wumms und Doppelwumms Steuergeld ins System schießen, damit die Spekulation unangetastet bleibt. Die “Finanzwirtschaft” ist in der Lage, Geld an den Zentralbanken vorbei zu “schöpfen”, das dann gehebelt wird über Futures und Optionen und letztendlich von den Zentralbanken wieder als wertloser Plunder zurück genommen werden muss.

          Wenn dann mal wieder alles zusammenbricht in der Blasenökonomie, darf der Steuerzahler ran und Banken retten. Gefragt wird er natürlich nicht, ob er das will. So weit geht die vielgepriesene Demokratie dann doch nicht.

          Fast bin ich froh, dass dieses giergetriebene Wirtschaftssystem auch wieder nur auf Armut für (fast) alle hinausläuft. Bei Zinserhöhung trifft es zuerst die Volkswirtschaften mit dem Schuldendienst, der fast so hoch ist wie deren BIP. Mit etwas Verzögerung leiden dann auch die Malocher im Maschinenraum der Exportweltmeister. Hauptsache man erzählt was von freier Preisbildung.

          3
      • Becker sagt

        Hallo Lady,

        Das sich Bürger in Vereinen organisieren, um etwas in der (Steuer-)politik zu bewegen, sollte nichts per se schlechtes sein.

        Zum Inhaltlichen: Die externen Kosten wurden sehr wohl genau quantifiziert und aufgeteilt, zum Beispiel in Stickstoff-Derivate (Überdüngung), Landnutzugsänderungen und Treibhausgasemissionen.

        Die Forschung dazu ist nachzulesen hier: homabile.de

    • So?
      Hat denn noch niemand ausgerechnet wieviel Energie die Energiewirte vom Land holen, für Biogasanlagen, Diesel oder Ethanole? Neben den Flächen für Fotovoltaik oder Windkraft, alles Leistungen aus der konventionellen Landwirtschaft.

  10. Dieter sagt

    Der Gesundheitsterrorismus geht um. In denen Fitness-Ayatollahs darauf bestehen, dass wir gesund sterben, ganz und gar unversehrt. Zeiten, in denen jeder Bürger beim Gang in den Supermarkt sein eigenes Labor mitschleppen soll. Um zu checken, wie viel Teufelswerk, wie viel Pestizide, Farbstoffe, Zucker, Kalorien in jedem Nahrungsmittel stecken. Zeiten, in denen Bio-Stalinisten jeden Nichtraucher zum Opfer massenmordender Raucher erklären, ja, Ökospießer uns mit ihren heillosen Leichenbitter-Slogans-„Viel Obst! Viel Gemüse!“ – die Lebensfreude vergällen. Ahnen diese Erlösungsjünger nicht, wie viel Stress sie unters Volk bringen? Mit ihren himmlisch faden Geleier. Ein Gang in die Gesundheitsläden zeigt, wie jene aussehen, die sich sündenlos und sieben Tage die Woche von „vielen Hülsenfrüchten!“ und „vielen Milchprodukten!“ und „viel geschrotetem Leinsamen!“ ernähren. Sie sehen irgendwie grün aus. Blassgrün.
    Irgendwann werden uns diese Hysteriker mit einer Fleischsteuer bestrafen, dann mit einer Sexsteuer, dann wird das Lachen verboten, kurz darauf das Gekicher, irgendwann stürmen sie unsere Wohnungen auf der Suche nach zerwühlten Bettlaken, zuletzt rationieren sie uns den Atem. Der Körper will leben, bersten, tanzen, schreien, sündigen, in der Welt sein. Fehlt das, rettet ihn kein Gemüse zwischen Himmel und Erde. Haha.

    11
    • Stadtmensch sagt

      Michael Lüders auf youtube: “Wir sind die Guten! Über Macht und Moral am Beispiel der Grünen” ab Minute 13 großes Kino!

      1
        • Stadtmensch sagt

          …ist der jüngste Beitrag auf seinem Kanal:
          https://www.youtube.com/channel/UCOpHmpW57dYcY8-4pj5-Zpw

          ab Minute 29 nochmal gut zusammengefasst.

          Ich halte nicht viel vom Herrn Söder, aber er hat es mit “Gott bewahre uns vor den Grünen” ganz gut getroffen. Ich bekomme die Spaltung der Gesellschaft hautnah mit. Bei uns ist die AfD mittlerweile bei 30%. Da ist man als Jogger (“Selbstoptimierer”) und Fahrradfahrer Freiwild.

          4
          • Smarti sagt

            Hui, 30 % AfD in der Stadt ? Hätte die jetzt mehr so ländlich abgelegen vermutet und in der Stadt Links-Grün ver.. äh Du weisst schon…
            Nicht mal mehr die Vorurteile halten, was sie versprechen.

            1
          • Ach deswegen wissen die so genau, dsss Gift in unser Pflanzenschutzspritze ist!
            Und lassen keine Aufklärung darüber zu, denn sie sond ja die Guten.

  11. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Özdemir hat in seinem Ministeramt offensichtlich keinen blassen Schimmer davon, wo(!) jeder Verbraucher, ob reich oder arm, heute sofort seinen Rotstift ansetzt.

    Fakt ist demnach, hinter die Kulissen im jeweils eigenen Wohnumfeld, auf die dortigen Teller, kann man von außen nicht blicken. – Auch fernerhin nicht!

    „Geiz ist geil“ erlebt dabei heute keine Renaissance, denn viele Verbraucher in großen Massen haben schlichtweg heute schon noch so viel Monat und kein Geld mehr auf dem eigenen Konto. BIO wird damit einfach zur in weite Ferne gerückter grünen „Traumtänzer-Ideologie“ mit dem Stempfel „unbezahlbar“!

    24
  12. Smarti sagt

    “Die Kunstdüngerproduktion verursacht weltweit 7 % der Treibhausgase”.
    1. stimmt das überhaupt ? Wer hat das errechnet ?
    2. stimmt das für die nächsten Jahre immer noch ? – das müsste deutlich weniger sein.
    3. wird das Eine Nebenprodukt Kohlensäure ( = Kohlendioxid ) herausgerechnet ? Immerhin fehlt das ja gerade recht deutlich – ist also wichtig und nicht bloß Beiwerk.
    4. Wie steht es mit Ammoniak – das ja als Ad blue die Kohlendioxidemissionen bei den ganzen Dieselfahrzeugen sehr stark verringern. Wird das irgendwie gegen gerechnet ?
    5. Wenn durch mehr Dünger auch mehr Pflanzenwachstum stattfindet, wird ja auch mehr Kohlendioxid durch die Pflanzen verstoffwechselt – ( wieder in Sauerstoff umgewandelt ) auch dieses gehört rausgerechnet !

    22
    • Reinhard Seevers sagt

      Das mit der Zuweisung der Emissionen unterliegt der gleichen Willkür und Ungenauigkeit, wie die anschließende Evaluierung.
      Wer als zweiter mit Zahlen daherkommt, hat das Problem, ideologisch gefärbte Grundlagen widerlegen zu können, und zu dürfen.

      6
      • Smarti sagt

        Ja, das stimmt. Warum nehmen die “Biobefürworter” eigentlich immer 7 % weltweit -und nicht der Prozentsatz von Deutschland ? Lass mich raten…
        Der Düngerverbrauch ( und damit der Prozentsatz ) liesse sich doch für D berechnen.
        Also ich fände das mal interessant.

        3
    • Roland Frei sagt

      Das kohlendioxyd, welches für Verpackungen und in Getränken gebracht wird gelangt früher oder später auch in die Luft, nähmlich sobald eine Verpackung oder Getränkeflasche geöffnet wird.
      Ad Blue reduziert nicht CO2 sondern Stickoxide NOx im Abgasstrom des Dieselmotors. Diese entstehen bei hohen Verbrennungstemperaturen.

      6
      • Smarti sagt

        Herr Frei, danke für die Antwort. Ja, richtig, das Kohlendioxid gelangt mit dem Öffnen einer Verpackung oder dem Verbrauch ( z.B. im Schlachthof oder am Zapfhahn ) in die Luft. Trotzdem: man wird darauf kaum verzichten können als “eigenständiges Gut” und muss – auch wenn überhaupt kein Dünger mehr hergestellt werden würde – irgendwie produziert werden. Oder wie sehen Sie das ? Also ist nicht der Dünger ( = Landwirtschaft ) zu 100% an den Düngeremissionen “Schuld”.
        Ebenso bei Dieselmotoren… auch Stickoxide sind Abgase und werden klimawirksam sein – sonst müsste man sie ja nicht reduzieren.

        • Roland Frei sagt

          Hallo Smarti

          Ich oute mich jetzt mal als Biolandwirt. Bin jedoch auch der Meinung dass mit Bio die Welt nicht ernährt werden kann. Vor allem nicht, wenn die Bevölkerung wächst und wächst. Alles andere ist illusorisch.
          Die ” 7% Treibhausgase aus der Düngerproduktion” sollten wir uns leisten, wenn man nicht hungern will, zumal dad CO2 ja nicht einfach verpufft sondern nützlich verwendet wird.
          NOx werden auch für Atemwegserkrankungen, sauren Regen ect. pp. verantwortlich gemacht. Mit Ad Blue werden diese eigentlich auf null reduziert. Zusammen mit Partikelfilter ist die Luft, welche beim Diesel hinten raus kommt sauberer als jene die er ansaugt. Was es für mich unverständlich macht, den Verbrenner abzuschaffen zumal das den Chinesen einen feuchten interessiert…

          6
          • Smarti sagt

            Guten Morgen Herr Frei

            Auch unser Hof ist bei Bioland mit dabei und ich bin Ihrer Meinung: solange man die Düngerproduktion zwingend braucht für die Ernährung der Menschheit, müssen wir sie uns einfach leisten.
            Ich bin mittlerweile von den Aussagen “Bio versus Konvi”, diesen Lügen und Übertreibungen so gefrustet, dass ich unser “Bio-Hofschild” nie montiert habe.
            Bioanhänger ( keine Biobauern ! ) die Meinen dass nur Bio die Welt retten kann, macht in Europa erst die konventionelle und danach die Biolandwirtschaft gleich mit kaputt.

            4
      • Reinhard Seevers sagt

        Genau Elisabeth, so schaut’s aus. Sieh Mal auf der Seite des Umweltbundesamtes nach den Emissionsäquivalenten aus dem militärischen Bereich…..gibt’s nicht, wird einfach anderen Bereichen zugeordnet. Dafür weiß man ganz exakt, was Moore emitieren und was man dort kompensieren kann. Das ist alles politisch und ideologisch geframt. Wir wissen doch seit Corona, was Statistiken bedeuten und wer sie wie deuten kann und darf. Wenn dann noch internationale Bezüge hergestellt werden, wird’s noch lustiger.😄

        6
      • Smarti sagt

        Frau Ertl, ja das ist geradezu peinlich, aber trotzdem irgendwie verständlich, dass sie sich gegen ihren Untergang wehren.
        Was aber die Düngerproduktion und vor Alle der Einsatz desselben betrifft:
        Ja, es sind (zu ?) viele Menschen auf dieser Welt. Aber nun sind sie da und in meinen Augen ist es die wichtigste Pflicht der reicher Länder: dafür Sorge zu tragen, dass ALLE MENSCHEN NICHT HUNGERN !

        Und dann denn Dünger schlecht reden ?!
        Ich versteh´s nicht.

        Es ist erwiesen, dass die Geburtenrate der Menschheit zurück geht, da aber gleichzeitig viele Menschen ( z.B. wegen Impfungen ) immer älter werden, steigt momentan die Bevölkerungszahl noch. Spätestens in 50 Jahren ( bin kein Wissenschaftler – ist als von mir nur angenommen ) wird die Zahl der Erdenbewohner sinken.

        2
        • Peter sagt

          Es ist immer wieder schön, wie Menschen manipuliert werden können. Mit immer den selben kleinen Nebensätzen kommen dann selbst Nichtwissenschaftler auf gleiche Zahlen.

          https://www.klimareporter.de/gesellschaft/die-weltbevoelkerung-wird-schrumpfen

          Den rund 2700 Milliardären, nebst Gefolge und nachgelagerten Staatsblasen gehen schlichtweg die Sklaven mit Vorbildung aus. Na logisch muss Digitalisierung, KI, Robotik usw. vorangetrieben werden. Die ohne Bildung dürfen (ver-) hungern und die Restlichen, solange sie noch gebraucht werden, dürfen selbst dafür sorgen, dass irgendwas aus dem Chemiebaukasten noch für ein (Über-) Leben vorrätig ist. Schöne Neue Welt…

          6
          • Smarti sagt

            Peter, danke für den Link, das sind doch sehr gute Nachrichten in einem Topf voller Probleme.
            Dann müssen halt wir Restlichen dafür kämpfen, dass Alle Menschen Bildung erhalten. Dann werden wir Restlichen stärker…
            Die rund 2700 Milliardäre sind erst zu diesen geworden, weil “wir Restliche” sie dazu gemacht haben, das kann auch mal ganz schnell kippen.

            3
            • Peter sagt

              Habe ich bis vor kurzem erst probiert: mit meinen Steuergeldern wurden Schulen für Mädchen in Afghanistan gebaut…diese werden nun wieder geschlossen…

              3
        • Elisabeth Ertl sagt

          Smarti, ich habe den Stickstoffdünger nicht schlecht geredet. Ich bin überzeugt, dass wir zu viele Tiere halten, und dass bei angemessener Reduktion auch noch Wirtschaftsdünger fehlt.
          Daher: Die menschlichen Fäkalien müssen zurück auf die Felder – das allein ist nachhaltig. 7 jährige Lagerung befreit von hygiemisch bedenklichen Substanzen. Biologisch nicht abbaubare Haushaltschemikalien müssen verboten werden. Auch die Medizin muss umdenken. Wir brauchen unbedenklichen Klärschlamm. Ich mache also einen konstruktiven Gegenvorschlag. Die vielen Menschen müssen sich halt ihrer vielen Scheiße einmal bewusst werden und mit ihren großen Haufen leben.

          4
          • Jürgen Donhauser sagt

            Frau Ertl, da muss ich mal kurz einhaken. Derzeit können Kläranlagen nicht einmal das Phosphat entfernen da ihnen die chemischen Fällmittel aufgrund der unterbrochenen Lieferketten fehlen. Dies bedeutet, dass das Phosphat zum großen Teil ungeklärt in die Oberflächengewässer abgeleitet werden. Eine 7 jährige Lagerung zu fordern (!!!) ist gelinde gesagt naiv. Um wie viel Tonnen handelt es sich dabei in Deutschland oder Österreich? Wir werden keinen unbedenklichen Klärschlamm bekommen, und dies nicht nur wegen Haushaltschemikalien. Unsere Krankenhäuser verfügen alle nicht über eigene Klärsysteme sondern entsorgen sich alle über die kommunale Kläranlage mit all ihren Medikamentenrückständen, plus den Hormonpräparaten die sich annährend jede dritte Frau im gebärfähigen Alter täglich einwirft, plus den Medikamenten im Haushalt usw. usw. Als Landwirt wäre es unverantwortlich Klärschlamm auszubringen und damit den Boden anzureichern. Es soll ja entlang der großen Flüsse (Rhein, usw.) Kommunen geben, die ihr Trinkwasser daraus aufbereiten – Prost Mahlzeit.

            7
            • Smarti sagt

              Herr Donhauser, ich musste jetzt gerade schmunzeln :). Nach Ihrem Verständnis müssten also die homöopathisch angehauchten Frauen zur Verhütung nur täglich ein Glas Rhein- oder Bodenseewasser trinken ?
              Bei der hormonellen Verhütung wird dem weiblichen Körper durch künstliche Schwangerschaftshormone lediglich eine Schwangerschaft vorgetäuscht – und deshalb wird man nicht schwanger.
              Im Urin ausgeschieden sind es “ganz normale” Stoffe, welche auch von allen “ganz normalen” trächtigen Tieren und schwangeren Frauen tagtäglich ausgeschieden werden.
              Würden Medikamente so giftig sein wie sie vermuten, dann gäbe es entweder keine Medis oder keine Patienten mehr 🙂 .

              Wer Kunstdünger ablehnt, sollte seine Fäkalien in einem Tank sammeln und von einem Biogasanlagenbetreiber ( der dann nur solchen Dünger verstromt ) abholen lassen. Die Gärreste in der gleichen Anlage trocknen lassen und dann verbrennen und somit nochmals Strom und Wärme produzieren.
              Diese etwa 1800 Euro Mehrkosten pro Person ( bei 2000 Leuten pro Anlage) wären dann das Ticket für eine Kunstdüngerfreie Produktion seiner Nahrung.
              Umwelt, Industrie, Arbeitsplatz, gutes Gewissen… alles geeint, alle glücklich.
              Kleiner Haken, nicht mal Oezdemir würde mitmachen.

              1
            • Elisabeth Ertl sagt

              Herr Donhauser, abgesehen von dem, was Smarti Ihnen erklärt hat, kommen Sie gerne mit Totschlagargumenten. Sollen wir also so weiter machen und der jungen Generation einen unbewohnbaren Planeten hinterlassen? https://app.datawrapper.de/river/_/EpLOp
              Jede private Pflanzenkläranlage (und davon gibt es in unserer Gegend gar nicht wenige) arbeitet genau so, wie ich es beschrieben habe – seit Jahrzehnten. Da darf man eben nichts in den Ausguss leeren, was biologisch nicht abbaubar ist. Wenn der Dünger im eigenen Garten gelagert werden muss und schließlich im Gemüsebeet landet, dann halten sich die Leute auch dran. Und wir werden uns wundern, woran wir uns noch gewöhnen müssen in den nächsten Jahren!

              2
              • Reinhard Seevers sagt

                Elisabeth, Pflanzenkläranlagen entziehen dem Abwasser nullkomma null Schadstoffe. Wir hatten auch eine in der Nachbarschaft, wir selbst eine Nachklärumg mit Tropfkörper (Lavagestein)
                Wenn daa Pumpinterval der Zufuhrpumpe falsch eingestellt ist, schafft die Anlage nicht einmal die gesetzlichen Vorgaben.
                Jeder Umweltschutz ist so gut, wie sein Betreiber.

                3
                • Elisabeth Ertl sagt

                  Bei uns werden die jährlich überprüft. Die müssen das ändern, wenn es nicht passt.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Ja Elisabeth, der Servicedienst ist jährlich…der bestimmt, die Temperatur, der ph-Wert, der Trübungsgrad, der Biochemische Sauerstoffbedarf, die Schlammtiefe…..
                  und keine Schadstoffe
                  Dazu sind die gar nicht in der Lage.

                  1
  13. Arnold Krämer sagt

    Das beste Argument in dem ganzen Zusammenhang um 30% Bio hat Bauer Willi selbst “erfunden”, weil es als Bild wirkmächtiger ist als Worte.
    Eine Kette kann KEINE sinnvolle ökonomische Wirkung (nur Verwerfungen) entfalten, wenn man sie schieben will.
    Landwirtschaft ist das erste Glied in einer meist langen, selten weniger langen Kette. Der Handel (LEH aber auch Großhandel sowie die Betreiber von Großküchen (Mensen, Kantinen, Gaststätten etc.) sind das vorletzte Glied in der Kette bis zum Endverbraucher. Mit Ausnahme subventionierter Großküchen der öffentlichen Hand zählt überall und zukünftig besonders die Wirtschaftlichkeit. Und wenn der Endverbraucher nicht bereit ist, für “behauptete” Qualität deutlich mehr zu zahlen, werden alle in der Kette zwischen Landwirt und Endverbraucher nicht bereit, aber auch nicht in der Lage sein, dem Landwirt mehr Geld für seine deutlich teurer erzeugten Produkte zu bezahlen. Das lässt sich tagein, tagaus beobachten und auch beweisen. Über einen gewissen Verzicht auf Gewinnmargen bei einzelnen Akteuren in der Kette müssen wir hier nicht reden.
    Lange Rede kurzer Sinn: Politiker und NGO’s, die 30 % Bio als politische Ziele ausgeben, haben:
    1. keinen marktwirtschaftlichen Kompass
    2. keine Ahnung vom Wirtschaftsgeschehen
    3. kein Einfühlungsvermögen für die breite Masse der Bevölkerung und die breite Masse der Landwirte
    4. machen sich und den Wählern ein X für ein U vor
    5. stellen sich dümmer als sie sind oder
    6. …….

    16
    • Bauer Willi sagt

      Bei Punkt 5 habe ich so meine Zweifel. Ich glaube mittlerweile, dass sie zwar nicht dumm, aber unwissend sind…

      3
    • Smarti sagt

      Sali Moni, erst wollte ich Dir darauf erwidern, dass es doch gut ist, wenn erst die grösseren die KI in der Landwirtschaft “bezahlen”, so dass dann die Maschinen und Programme massentauglich und damit auch für Familienbetriebe bezahlbar werden. Doch dann kam mir in den Sinn, dass es ja nicht gleich ist wie mit den PC, Tablet und Handy… das sind ja fast 100 mal mehr potentielle Kunden… ob die Landwirte als Kundschaft wirklich noch rentieren so dass bei den Produkten eine Konkurrenz entsteht und der Preis runter geht ? Wohl eher nicht.
      Also ist die 30 % Bio auch eine Durch – die – Hintertür – Bezahlung der IT-Landwirtschaftsindustrie. Die großen Betriebe ( die kleinen gingen Pleite ) können sich eher solche Dinge leisten.

      3
      • Reinhard Seevers sagt

        Stimmt Smarti, nicht umsonst wird uns die Digitalisierung als Heilsbringer zum Preis der Ökologisierung versprochen.
        Damit verdienen die big five zweimal……😉

        3
        • Schmeckt gut sagt

          Und ein guter (erwünschter??) Nebeneffekt ist die Tatsache, dass die Betriebe, die bleiben und sich das antun, weiter investieren und “am Ball” bleiben müssen. Millioneninvestitionen inklusive und so “erzwungene” Abhängigkeit vom Handel/LEH. Das Gelaber über wir “könnten/sollte” die Direktvermarktung fördern, um eine “Unabhängigkeit” der Erzeuger zu erreichen, geht mir mittlerweile gehörig auf die Nerven. Leute – der LEH bestimmt den Weg und in der Krise umso mehr. Die Politik wird auf gar keinen Fall einschreiten, warum auch – die Kassen sind leer.

          3
          • Smarti sagt

            Heute in den Nachrichten. Der Lebensmittelhandel hat gewonnen und Mars raus geschmissen. Natürlich wird es umgekehrt erklärt – Mars hat zu viel verlangt :).
            Ja, klar…
            Aber was soll´s es gibt ja Eigenmarken, einer lässt sich drücken bis er tot ist.
            Wenn schon so riesige Marken wie Mars ( gehört zu Nestle ) das Handtuch werfen, kann man sich in etwas raus rechnen, wie es den viel kleineren Obst-und Milchgenossenschaften geht…
            Auch Fleischhändler sind immer auf langjährige Lieferverträge scharf, alles will wachsen… um dem LEH irgendwie Paroli zu bieten.

            7
  14. Pälzer Buh sagt

    “Die Heuchelei kennt keine Grenzen. Wann kommt das Einweckglas zurück, damit der Teutsche endlich wieder seine eigenen Zwetschgen und Birnen für den Winter einkochen kann?”

    Habe vor kurzem einen Fachartikel für Weinwirtschaft gelesen. Da wollen die Schweden (alte Regierung) weg vom (Einweg)Glas (sogar von einem Verbot soll die Rede für den Einfuhr gewesen sein), hin zu Tetra Pack, weil dies “angeblich” viel weniger CO2/Müll verursacht als Glas.
    Maximale Lagerdauer (nach meinem jetztigen Wissensstand) für Wein: 3-6 Monate.

    2
    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      Auch die Schweden wurde jahrzehntelang einer sozialistischen/kommunistischen Gehirnwäsche unterzogen. Ich vermute, dass das mit dem roten Olof Palme losging.

      3
  15. Pälzer Buh sagt

    Achtung Parodie!!!
    Habe einen alten Liedtext aus der “NS- Zeit”gefunden:
    https://youtu.be/RaNOjglsCB8

    mein Vater hat damals als Kind die Parodie gesungen:” Es geht alles vorbei vorüber,es geht alles vorbei, zuerst geht der Führer und dann die Partei……”

    Man könnte auch singen:”…..,zuerst gehen unsere Führer und dann ihre Partei’n,….”

    Nachzulesen unter http://www.hf-uni-koeln.de von Wilhelm Schepping (ab Seite 7-9)

    4
  16. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    “Die Klimakrise verschlimmert sich schneller, als die Prognosen das erwarten ließen. Die Landwirtschaft muss effizienter werden und einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz (Fläche sparen, Viel Photosynthese, also CO2-Bindung pro ha durch viel Massenaufwuchs, Energie und Treibstoffe vom Acker) leisten. (…)”.

    Die sogenannte “Klimakrise” ist eine Lüge Grün denkender Sozialisten und Kommunisten! Es geht um knallharte Machtpolitik!
    CO2 ist das Gas des Lebens! Wer die Lüge vom anthropogenen Klimawandel glaubt, spielt Kriminellen in die Hände. Das sogenannte “Klima” ist ein modellierter Datensatz auf Festplatten! Real ist nur das Wetter.

    18
    • Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

      “Klimakriese”
      Trotz angeblicher “Klimakriese” ernte ich auf unserem Hof das 4-5 Fache wie mein Uhr-Opa zu Kaiser Willhelms Zeiten, finde den Fehler.

      Googeln Sie doch ” Das ergrühnen der Sahahra”, höhere Temperaturen = mehr Verdunstung `= mehr Regen.
      Vor grob 6000-8000 Jahren wat trotz HÖHERE Temperaturen wie Heute große Teile der Sahara GRÜN vor Pflanzen.

      2
      • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

        Da habe ich etwas sehr Erstaunliches für Sie:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Kambrium
        https://de.wikipedia.org/wiki/Kambrische_Explosion

        “Das Kambrium ist eine Zeitspanne der Erdgeschichte, die dem Zeitraum von vor 541 bis vor 485,4 Millionen Jahren entspricht. Diese Periode ist durch eine explosionsartige Zunahme der Lebensformen gekennzeichnet, die sogenannte „Kambrische Explosion“. Während dieser Zeit entstanden, vermutlich infolge veränderter Umweltbedingungen im Meer (u. a. die Überschreitung eines bis dahin nicht erreichten kritischen Schwellwertes des Sauerstoff-Anteils im Wasser der Schelfmeere), fast alle heutigen Tierstämme. ”

        Und das alles bei CO2-Konzentrationen, die teilweise 6000ppm überstiegen!

  17. Frikadellen piet sagt

    sehr viel Ideologie hoffentlich passiert bald was bevor zu viele Landwirte untergehen und und ganz schön dramatisch die Sache finde ich

    4
    • Inga sagt

      Man muss die Pflegemassnahmen des Landes/der Landschaft dem Landwirt auch honorieren.

      Oder soll alles zuwachsen, wie om Urwald?

  18. Pälzer Buh sagt

    “⫸ 1. Der Verbraucher will keine 30% Bio. Schon gut 10% sind zu viel für den Markt und führen zu Insolvenzen.”

    Für eine Umstellung zu “Konventionellem Bioanbau”,entscheidend immer noch der Betriebsleiter und nicht die Politik.

    Eine Rückumstellung auf “moderne Landwirtschaft” ist immer möglich, dies muss nicht immer zur Insolvenz führen. Was viel schlimmer ist, ist die Tatsache dass BMEL und das BMU die Schutzgebiete Intransparent derart vergrößert haben(interne Absprachen?),wo nach dem Vorschlag der EU in “ALLEN” Schutz,- Nitrat,- Phosphat,- Gebieten “KEINE (sogenannten) PESTIZIDE (Pflanzenschutzmittel)” eingesetzt werden dürfen. Was einem Berufsverbot (das gilt für konv. Bio. als auch moderne LW gleichermaßen) gleich kommt.

    All dies ist bei unserer Gesellschaft (gewollt?) noch nicht angekommen.

    Alles Halbwahrheiten, Lügen und Propaganda, wenn man mich fragt.

    9
    • Brötchen sagt

      Eigentlich könnte man dagegen eine Verfassungsklage einreichen.

      Sind die angestrebten Maßnahmen zielführend und rechtfertigen diese die starken Eingriffe in Eigentumsrechte.

      Begründung:……

      6
    • Reinhard Seevers sagt

      Wenn man Millionen Menschen verhungern lassen möchte, dann hat man eben mehr Co2 – Äquivalente für Verkehr und Spaß zur Verfügung….gute Idee Elisabeth.
      Wer den Luxuskonsum abschafft, hätte genug Energie übrig, für die Herstellung von Nahrung. Wir reden über 7% für 100% Menschen. Was machen die übrigen geringen Mengen von 93% eigentlich aus, gar nichts?

      9
    • Brötchen sagt

      Wir haben im Osten einen Tierbesatz von 0,3 GV/ha weiter sinkend.

      Welchen Treibhausgasaustoss hat eigentlich der Wintersport in den Alpen und wie rechtfertigen die Österreicher das?

      10
    • sonnenblume sagt

      Hier schließen konv. Tierhalter reihenweise die Hoftore und zwar für immer. Keiner von denen stellt auf Bio um. So sieht es aus. Demnächst werden die noch verbliebenen Betriebe mit Flächen überhäuft, sofern überhaupt noch Interesse an Pachtfläche besteht. Alle Betriebe halten sich sehr, sehr bedeckt was ihre Aktivitäten angeht.

      3
    • sonnenblume sagt

      Unser Landkreis möchte Freiflächen-PV voran treiben. Sicher für den ein oder anderen Kollegen interessant. Vielleicht besser und weniger nervtötend, als sich weiterhin mit LW und den kuriosen Vorstellungen von Politik und Gesellschaft auseinander zu setzten.

      6
    • Bauer Willi sagt

      @Elisabeth, überlege mal, was passiert, wenn es den Kunstdünger nicht mehr gibt. Es sind geschätzt 4 Milliarden Menschen die nur deshalb auf der Welt sind, weil Haber/Bosch so findig waren…

      4
      • Elisabeth Ertl sagt

        Irgendwann wirds gar kein Erdgas mehr geben. Ist es da nicht angemessen, rechtzeitig über Alternativen nachzudenken, noch dazu wenn sie nachhaltiger sind?

    • firedragon sagt

      “… Wie rechtfertigt ihr das? …”

      Gar nicht, Frau Ertl.

      Wenn Pflanzen, Tiere und somit der Mensch optimal versorgt sein soll, wird der Mensch wohl mit den angeblichen 7%, von immerhin 100% – davon 93% andere Quellen, leben (müssen) wollen.

      Ich könnten Ihnen Ihre Frage auch anders stellen – wie rechtfertigen Sie Ihr Dasein?

      4
  19. Ludwig sagt

    Ich weis es nicht , aber wenn der Chem es genauso mit dem Ministeriumspersonal gemacht hat wie sein Kollege Habeck und alle Fachleute entlassen hat und mit lauter Leuten von NABU, BUND, Greenpaece, usw. heute aufgestellt ist , dann “Gute Nacht”. Habeck hat von Überlastung seiner Leute gesprochen. Ist doch klar bei Leuten die noch nie gearbeitet haben, ist doch schon ein Vierstundentag eine Herausforderung. Dazu kommt noch , daß alle in Ideologie , Realitätsverlust , Dummheit , Faulheit , usw. gefangen sind. Bin gespannt wie das jetzt nach der Niedersachsenwahl weitergeht , denn das Schielen auf den Wahltag läst alle Regierenden keine großen Entscheidungen mehr treffen. Ein Trauerspiel. Bei denen kommt erst die Partei und viel später das Land und die Bürger. Da könnte man wohl von Meineiden der Verantwortlichen bei der Vereidigung sprechen und dann wundern sich diese Leute , daß die Wähler in ihrer Not die ungewünschte AFD wählen um diesen Versagern die Rote Karte zu zeigen. Armes Deutschland .

    16
  20. Rolf Sieling sagt

    Es war 2022 pures Glück, daß allgemein die Erträge in Deutschland gut waren. Damit fehlt jetzt noch wieder etwas mehr im Boden Düngerdepot. Wasser gibt es auch erst nur in Pflugtiefe. Bei dem Ausblick auf die nächste Ernte werden ohnehin wenig teure Betriebsmittel eingesetzt. Der Humus wächst auch nicht ohne 💰

    6
  21. Arnold Krämer sagt

    In einer Planwirtschaft kann der Staat Ziele formulieren und für deren Realisierung sorgen. In einer Marktwirtschaft kann der Staat nur über Gesetze (Ordnungsrecht) oder finanzielle Anreize die Akteure zu Änderungen ihrer Wirtschaftstätigkeit zwingen/bewegen.
    Das bisherige Ordnungsrecht hat in Richtung Bio-Landwirtschaft wenig bis nichts bewirkt, wenn man davon absieht, dass konventionelle Landwirtschaft immer ökologischer geworden ist (Stichworte Düngerecht, Pflanzenschutzrecht).
    Die finanziellen Anreize haben dagegen vielfach (überwiegend?) Mitnahmeeffekte insbesondere bei Grünland erzeugt. Das Bild ist allerdings je nach Region sehr unterschiedlich, weil Landwirtschaft immer Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen braucht, die sich in den letzten Jahrzehnten nicht oder nicht einheitlich entwickelt haben.

    30% (wovon eigentlich?) sind ein frommer, politischer Wunsch und “Girlande” eines abgehobenenen Politikbetriebs, der jetzt wieder (hoffentlich) völlig geerdet wird/werden muss.

    16
    • Reinhard Seevers sagt

      Sehe ich genauso Herr Krämer. Hinzu kommt aber eine entscheidende Komponente, die gesellschaftlich-soziologische. Man muss sich doch fragen, was Teile der Gesellschaft und Politiker so vehement antreibt, dass sie über Jahrzehnte schon versuchen die Welt in eine bessere zu verwandeln, in dem man lediglich 30% seiner Landwirtschaft ökologisch aufstellt.
      Im Gegenzug aber nicht schafft, die Gesellschaft von umweltschädlichen und ressourcenverbrauchenden Aktivitäten und Konsum abzubringen. Es MUSS sich um einen psychologischen Ablasshandel handeln, der dem Einzelnen vermittelt, dass er mit dem Konsum eines einzigen Bausteins in seinem Lebenswerk, alle anderen Handlungen entschuldigt bekommt.
      Die “doppelte Überbevölkerung” als Diskussionsgrundlage hatte ich ja bereits verlinkt, hier noch einmal…..daraus wird in meinen Augen sehr deutlich, worum es geht. Wer sich dem allein durch Bioverkostung zu entziehen glaubt, der wird wohl hart aufschlagen.
      https://www.youtube.com/watch?v=nam0DCFTh_8

      3
    • Inga sagt

      ” dass konventionelle Landwirtschaft immer ökologischer geworden ist (Stichworte Düngerecht, Pflanzenschutzrecht).”

      Das müßte zur Allgemeinbilidung gehören
      war ja früher nach dem Krieg auch Allgemeinbildung. als alle noch in der Landwirtschaft mitgeholfen haben.

      (Rechenaufgabe fürs 2. Schuiljahr 1962):
      Hat ein Bauer 20 Säcke Kartoffeln auf dem Wagen,
      7 Säcke läd er beim Nachbarn ab und 5 bei den Verwandten in der Stadt,
      wieviel Säcke bringt er wieder mit nach nach Hause.

      Kann sich das ein 2. Schuljahrkind in der Stadt heute noch vorstellen?
      Die Kartoffeln waren schmutzig von dere Erde von Acker, sie mußten im kruselig dunkeln kalten Keller lager, damit sie haltbar blieben und nicht grüen wurden, denn das ist giftig.

      Das wissen wird den heutige Kindern vorenthalen.

      oder jeder ist verpflichtet der in der Hinsucht was behauptenwill, darim etwas kompetent zu sien.

      5
    • Inga sagt

      Nee, die wonne, das Bio genauso bilig ist, wie Konvi,

      da sorgt der lieber Onkel Özdemir shcon, deswegen ist er so beliebt.

      1
  22. Michael sagt

    Nicht nur Özdemir hält stur an ideologischen, willkürlichen Zielen fest: Nicht besser bei der bayerischen Staatsregierung, bekanntlich CSU-geführt:

    Mit dem Programm BioRegio 2030 wird das erfolgreiche Landesprogramm BioRegio Bayern 2020 fortgesetzt. Ziel von BioRegio 2030 ist es, dass 30 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Bayern im Jahr 2030 ökologisch bewirtschaftet werden. Gleichzeitig setzt das neue Landesprogramm auf eine Stärkung von Absatz und Nachfrage, um Marktverwerfungen zu vermeiden.

    Das sollte man fairerweise erwähnen…

    5
    • Reinhard Seevers sagt

      Da wir ja im Föderalismus leben, kann jedes Bundesland eigene Ziele formulieren….aber das ist dann noch keine allgemeingültige Forderung für alle Bauern im Reich. Wenn Bayern sich gerne einen grünen Anstrich geben möchte, dann ist das auch aus Sicht der Wirtschaft zu betrachten….Heimat-Bio-Oktoberfest-Berge, Urlaub, Heile Welt-Image ist gut für den Umsatz. Und nur aus diesem Blickwinkel ist der “bayrische Weg” nach meiner Ansicht zu betrachten. Mir san mir!

      4
  23. Inga sagt

    “3. Global sind die Anbauflächen so knapp, dass Regenwald im Rekordtempo gerodet wird zur Schaffung neuer Anbauflächen. Je mehr Bio, also je ineffizienter der Anbau auf den schon vorhandenen Flächen ist, desto mehr wird das Roden vorangetrieben.”

    Das ist gut.
    Das muß auch jeder Grüne, sogar die Künast verstehen.
    Stehen die alle unter Künasts Fuchtel?

    3
    • Reinhard Seevers sagt

      Gerade dieses Argument ist nicht gut vermittelbar, finde ich. Denn im Moment steht die Regenwaldrodung ausschließlich im Fadenkreuz des Fleischkonsums. Den zu reduzieren würde die Schonung des Regenwaldes bedeuten, so die Argumentation.
      Deshalb würde ich das Argument der Ausweitung der Rodung gar nicht aufgreifen, weil es als erstes zum Zankapfel und zur weiteren ideologischen Auseinandersetzung führt.
      Was die Welt macht ist da egal, der Deutsche sieht nur seinen Anteil…..

      1
      • Inga sagt

        Aber Özdemir denkt international

        hier bei uns können wir auch Soja anbauen. Wird auch gemacht.

        Das müssen die Grünen nur realisieren, wie auch, dass das Soja, was wir für die Tiere kaufen, ja nur Abfall von der Sojaölgewinnung ist.
        Das muß jeder GrüneInnen, wo sein grünes Symbol ja mit Planzen, besonders Sonnenblume und Umwelt zu tun hat und sich damit identifiziert , verstehen und ein Landwirtschaftsminister so wie so.

        3
  24. Brötchen sagt

    Wenn der jetzige Stand gehalten werden kann, wäre das schon gut.
    Ich denke eher das geht zurück, wie generell die Nischen schwieriger werden.
    Gerade Meldung gelesen, dass in Hofläden verstärkt geklaut wird.
    Selbst im Lidl sind bestimmte Waren gechipt.

    4
  25. Dominik Paßmann sagt

    Gestern Abend, 3Sat, 20:15 Uhr, Sendung „magere Jahre“. Da wurde teilweise wieder mit Halbwahrheiten rumgeschmissen, aber im Großen und Ganzen vernünftig berichtet. Darf sie der Schwabenötzi auch mal anschauen, damit er in die Realität zurück kommt.

    3
  26. Brötchen sagt

    Wollte nur anmerken, die erwähnten Bruderhähne hab ich getestet.
    Muss sagen wachsen sehr schnell und ist schon meines Erachtens eine Option.
    Ich schlachte pro Jahr auch einiges und hab einige Abnehmer.
    Meine stehen gerade kurz vor der Schlachtung, Legeleistung kann ich noch nichts sagen.
    Ist natürlich nur begrenzt, der Absatz und spezielle Kundschaft.
    Preislich muss man gucken.

    Meine Meinung zum Futtergetreide:

    Da sehr viele Tierhalter aufhören, rechne ich mit einem Preissturz von Futtergetreide. Denke nicht, das das knapp wird.

    4
  27. Reinhard Seevers sagt

    Aus dem Branchen-Report 2022 des BÖLW:

    Auszug:…”
    Was Landwirtschaft und Ernährung angeht, verhält es sich genauso:
    Das bestehende System ein bisschen grüner zu machen, genügt nicht.
    Ein klimafreundliches System muss her. Bio bietet sich hier an. Weil mit Bio
    Öko Erträge im Einklang mit der Natur und nicht auf Kosten der Natur
    erwirtschaftet werden. Weil Bio wissensbasiert ist. Weil Öko-Flächen
    weltweit besser an Klimaschwankungen und Extremwetterereignisse
    angepasst sind.
    Bio-Böden schützen unser Klima – von Natur aus. Jährlich erbringen
    Bio-Böden eine Klimaschutzleistung von 1.082 kg CO2 -Äquivalenten
    pro ha. Die geplante Ausweitung auf 30 % Öko-Fläche bis 2030
    verringert die Treibhausgase um 3,1 Mio. Tonnen jährlich. Würden
    die Öko-Flächen in der Europäischen Union bis dahin auf die Hälfte
    steigen, könnten die Treibhausgasemissionen sogar um bis zu 8,5 %
    zurückgehen. Dafür gibt es fünf Gründe: 1. Bio-Höfe brauchen Humus und der hat eine Superkraft: Er speichert Kohlenstoff. Ein BioHektar enthält im Schnitt 10 % mehr davon als ein konventionellerAcker.
    2. Öko-Landbau verringert Emissionen: Der Ausstoß von
    Lachgas, dem gefährlichsten aller Klimagase, ist durchschnittlich um
    24 % geringer, bei langfristiger Betrachtung sogar um bis zu 40 %.
    3. Bio-Höfe sind sparsam: Sie kommen mit 50 % weniger Energie pro
    Hektar aus und sind Meister darin, eine gute Ernte daraus zu machen.
    4. Klimavorteil Bio-Tierhaltung: Herde und Fläche bilden ein Gleichgewicht, was man
    flächengebundene Tierhaltung nennt. Ein Großteil
    der Futtermittel kommt aus der Region oder vom eigenen Hof. Auf
    der Weide wächst den Tieren das Futter sogar direkt ins Maul. Bio-Futter hat also kurze Wege und deshalb eine bessere Klimabilanz zu
    gegenüber leider sonst üblichen, hohen Futtermittelimporten. 5. Die
    Art und Weise wie wir essen. Wer Bio wählt, isst tendenziell weniger
    Fleisch, wirft weniger weg und schützt so auch das Klima.
    Kurz gesagt: Bio ist der Top-Runner, wenn es um wirksamen, nachhaltigen und günstigen Klimaschutz geht, und ist damit ein System,
    mit dem auch in Zukunft Essen produziert werden kann. Von einem
    Klima-Top-Runner profitieren alle, wenn die Regierenden ihn zum
    Standard machen – und gleichzeitig weiter in Innovation investieren,
    damit das aktuell klimafreundlichste System noch besser werden
    kann. Und damit Klimaschutz beim Essen einfacher wird, muss das,
    was klimafreundlich ist, am günstigsten und gut verfügbar sein. Die
    30 % Bio im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sind ein guter
    Anfang. Die Ernährungswende muss jetzt der Energiewende folgen.
    Dann wird es etwas mit dem Klimaschutz. “

    2
    • Jürgen Donhauser sagt

      Das ist die größte Falschannahme: “3. Bio-Höfe sind sparsam: Sie kommen mit 50 % weniger Energie pro
      Hektar aus und sind Meister darin, eine gute Ernte daraus zu machen.”
      Denn man darf nicht nur den Energieinput (Energieverbrauch bei der Produktion) ansehen, sondern auch den Energieoutput (wie viel ernte ich mehr Megajoule durch bessere konventionelle Ernte). Diese Bilanz schlägt eindeutig in Richtung intensive, konventionelle Landwirtschaft.

      2
      • evo.... sagt

        Mich würde es in dem Zusammenhang interessieren, ob der Aufwand zur Produktion für zugekaufte konventionelle Produkte mit eingerechnet wird. Z, B, wenn der Biobauer konventionelles Stroh einstreut oder Mist zukauft.

        2
        • Smarti sagt

          Dieser ganze Branchenreport ist von A bis Z ein zusammengeschusterter Mist. Einfach irgendwelche aus der Luft gegriffene Behauptungen. Es gibt Biobetriebe die hart an der oberen Grenze der Grossvieh-Einheiten pro Hektar arbeiten und dann gibt es Konvibetriebe, die sehr extensiv wirtschaften. Wie soll man das vergleichen können ?
          Es gibt Biobetriebe mit Schweinemast im Stall und es gibt Konvi-Betriebe mit Mutterkühen auf der Weide… wer sagt jetzt dem Boden wann er klimaneutraler werden soll ?

          1
            • Reinhard Seevers sagt

              Aus “über uns ” der Regionalwert AG (Achtung, Qui bono!) :

              ..” Im ersten Bericht wird auf Basis von 63 Indikatoren unter anderem erfasst, wie sauber das Grund­wasser ist…”

              Welche Messdaten bestimmen die Grundwasserqualität und wie ermittelt man, dass der landw. Betrieb darauf überhaupt einen Einfluss hat oder gar welchen qualitativen Einfluss er hat? Ich glaube hier hat mal wieder einer eine lukrative Nische zur Abschöpfung agrarischer Gelder gefunden! Glückwunsch!

              2
  28. Reinhard Seevers sagt

    Man muss endlich auch mal die Wahrheit über “superfood” und deren Verkoster sagen…ganz laut!
    Avocados aus Chile und Heidelbeeren aus Peru für den deutschen Verbraucher, ganzjährig. Der Boom in den Ländern führt zur Wasserverknappung für die Bevölkerung.
    Hier schimpfen alle über den Fleischkonsum und auf dem Teller liegen Avocados und Heidelbeeren aus Südamerika.
    Die Heuchelei kennt keine Grenzen. Wann kommt das Einweckglas zurück, damit der Teutsche endlich wieder seine eigenen Zwetschgen und Birnen für den Winter einkochen kann? Ich fordere : Verbot der Einfuhr von nicht saisonalen Obst und Gemüse! Mal sehen, ob das alle gut finden? 😎
    Cem, was sagst du dazu ?

    16

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert