Alle Artikel in: Bauer Willi

Wissenschaftskommunikation I

Vor einigen Wochen bin ich auf eine sehr interessante Seite aufmerksam geworden, auf der Wissenschaftler außerhalb ihres Berufes Themen aufgreifen und diskutieren. www.biowisskomm.de Laut eigener Aussage „ist BioWissKomm ist ein kleines, aber gut vernetztes Unternehmen, das sich der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit in den Biowissenschaften verschrieben hat. Wir sind praxisorientierte „Streetworker“ für Wissenschaft, d.h. wir wollen helfen, Wissenschaft „unters Volk“ zu bringen.“ Es lohnt sich, sich auf der Seite einmal umzusehen. Hier ein erster Artikel über Golden Rice, der mit tollen Grafiken, sehr sachlich-wissenschaftlichen Erläuterungen aufwartet und so zum Verständnis beiträgt. Tolle Bilder gibt es auch. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Termine am 23. – 25.- und 27. Februar

In den nächsten Tagen bin ich unterwegs. Am Donnerstag abend um 19:00 Uhr bin ich abends in Frankfurt, lese aus meinem Buch und diskutiere mit den Zuhörern über Landwirtschaft. Hier die Einladung, für alle, die sich noch anmelden wollen: https://genusskomplizen.net/veranstaltungen/ Genusskomplizen. An der Kleinmarkthalle 7-9, 60311 Frankfurt Am Freitag morgen geht es dann weiter in die Schweiz. Wahrscheinlich bin ich am Samstag morgen in St. Gallen  auf der Messe „Tier & Technik“, der internationalen Fachmesse für Nutztierhaltung, landwirtschaftliche Produktion, Spezialkulturen und Landtechnik. Samstag nachmittag und Sonntag ist dann der Erholung vorbehalten. Am Montag bin ich in Arenenberg zum 2. Profi-Milktag,  einem Workshop, auf dem ich über kreative Kommunikation referieren darf. Es sind nur noch wenige Plätze frei. Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung –> https://www.milchthurgau.ch/veranstaltungen

De kölsche Buur…

Ich weis jo nit ob ihr dat wisst: de kölsche Buur im kölsche Dreijestirn is e Simbol für de Wehrhaftigkeit vun Kölle. Doröm hät der och de Schlüssel vum Stadttor an singem Jürtel und ene Dreschflejel in dr Hand. Dä Schlüssel kriet dä bei de Proklamation, jenau esu wie dä Prinz die Pritsch. De Buur wor für de Stadt Kölle immer wechteg un he is et hück och noch. Ävver nur noch im Fasteleer. Do kannse nix mache. Et es wie et es. Un et bliev nix wie et wor. Dat is halt esu, die Zick bliev nit stonn. Ävver ech bliev Optimis. Un jläuv janz fes an dat dritte kölsche Jrundjesez un dat heis: „Et hät noch immer jod jejange.“ Denn mir ächte Buure sorjen ja döfür, dat die Jecke och an Karneval jett zu käue un ze drenke han. Solang et dat jitt, is alles im Lot. Aff un zo künnte die Minsche och ens daran denke. Et jitt jo jenoch, die von nix en Ahnung hann, ävver su dunn als ob. Losse mer die …

Gleiche Standards bei Agrar-Importen!

Ein Gastbeitrag von Jürgen Donhauser, der jüngst ein sehr interessantes Papier erhalten hat, das nicht nur den derzeitigen Bundeslandwirtschaftsminister interessieren sollte. Hier seine Ausführungen: Immer wieder wird die Forderung aufgeworfen, warum andere Länder mit geringeren Produktionsstandards im Bereich Arbeitsschutz, Entlohnung, Umwelt, Tierschutz etc. ungehindert ihre dadurch billigeren Waren in die EU liefern dürfen. Mit diesem Vorwurf konfrontierte ich unlängst den ehemaligen Europaabgeordneten Albert Deß. Zu meiner Überraschung teilte er mir mit: „Wir demokratisch gewählten EU-Abgeordneten haben unsere Hausaufgabe diesbezüglich gemacht und dies auch so beschlossen!“ – und übermittelte mir folgende Unterlagen: In Vorbereitung auf die GAP-Reform hat das Europäischen Parlaments am 23. Juni 2011 beschlossen (Nr. P7_TA-PROV(2011)0297 unter : R: in der Erwägung, dass die Aufnahme neuer und ehrgeiziger Ziele in die GAP, insbesondere in Bezug auf Verbraucher-, Umwelt- und Tierschutz sowie territoriale Kohärenz, zu befürworten ist und dass diese anspruchsvollen Standards auf internationaler Ebene verteidigt werden sollten, um die Existenzfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirte zu sichern, deren Erzeugerkosten auf einem hohen Niveau liegen, und dass die langfristige Produktivität und Ernährungssicherheit, insbesondere im Hinblick …

Entzauberte Mythen über Landwirtschaft

Wer ihn nicht kennt: Urs Niggli ist der ehemalige Leiter des Forschungsinstitut für biologischen Landbau und so etwas wie der europäische „Bio-Papst“. Sein Vortrag, den er vor kurzem in Wien gehalten hat, entzaubert viele Mythen und erläutert einige Gesetze rund um Landwirtschaft und Ernährung in gut verständlicher Form. Biologisch-dynamische Landwirtschaft kommt nicht so gut weg, bei der Pflanzenzüchtung hat er eine andere Meinung als die Bio-Organisationen und auch sonst passt einiges nicht so richtig in die Bio-Schublade. Anhören sollte man sich das Video unbedingt ab etwa Minute 28, die Zeit davor ist eher Geschichtliches. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Warum wir (auch) in Zukunft Fleisch essen müssen

Nach aktueller Prognose werden wir vor dem Jahr 2040 die Grenze von 9 Milliarden Menschen überschritten haben. Aktuell sind es bereits 8 Milliarden. http://pdwb.de/nd02.htm Es entsteht die Frage, wie es überhaupt möglich war, so viele Menschen zu ernähren, denn die Entwicklung der Acker- und Weideflächen weltweit hat seit 1961 nur geringfügig zugenommen und sinkt seit dem Jahr 2000. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1196555/umfrage/anbauflaechen-und-weideflaechen-weltweit/ Die ganz einfache Aufgabe, die sich stellt: wie kann bei sinkender landwirtschaftlicher Fläche und steigender Weltbevölkerung das Mehr an notwendiger Nahrung bereitgestellt werden? Pro Kopf der Weltbevölkerung wird die nutzbare Fläche immer weniger. Wir brauchen Nutztiere und wir müssen Fleisch essen Über zwei Drittel der nutzbaren Fläche weltweit sind Grasland, dass für den Menschen nicht nutzbar ist. Somit geht an der Nutztierhaltung kein Weg vorbei und es ist undenkbar, dass wir auf das Essen tierischer Produkte verzichten könnten.  

Drei Pressemeldungen des BMEL an einem Tag

Ich habe gestern, 15. Februar 2023, drei Pressemeldungen des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bekommen. 12:01 Uhr Kabinett stellt Weichen für mehr Bio in der Außer-Haus-Verpflegung Bundesregierung beschließt Änderungen im Öko-Landbau- und -Kennzeichnungsgesetz Die Regelung zur Übertragung von Kontrollaufgaben der Länder an private Kontrollstellen (§ 3 Absatz 1 ÖLG) im Bereich EU-rechtlicher Kontrollen sollen sinngemäß auf den nationalen AHV-Bereich übertragen werden. Ebenso sollen einige Detailregelungen des ÖLG zu den EU-rechtlichen Kontrollen für die Kontrollen nach nationaler Bio-AHVV anwendbar gemacht werden. Die Tatbestände des § 13 ÖLG gelten für die AHV nicht, da der AHV-Bereich mit Erlass der Bio-AHVV nicht mehr der EU-Öko-Verordnung (Verordnung (EU) 848/2018 des Europäischen Parlaments und des Rates) unterliegt. Mit der Einführung des § 13 Absatz 5 ÖLG (Blankettverweisung) wird die Möglichkeit geschaffen, Bußgeldtatbestände in der Bio-AHVV zu regeln. Auch das ÖkoKennzG muss auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden, denn Erzeugnisse aus Arbeitsgängen der AHV dürfen zukünftig nicht mehr generell mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet werden. Des Weiteren werden wenige redaktionelle Änderungen vorgenommen Alles klar? 12:21 Uhr Höherer THC-Grenzwert für Nutzhanf Kabinett …

Klimaneutral für kleines Geld…

Im Internet ist zu lesen, dass ein Mensch pro Kopf etwa 7 Tonnen CO2 im Jahr produziert. Nun gibt es ja die pfiffige Erfindung der CO2-Zertifikate. Was ich nicht wusste: diese werden auch über die Vereinten Nationen (UN) gehandelt und kosten dort je nach Projekt nur 2 € to. https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/klimazertifikate-macht-baeume-pflanzen-ein-kohlekraftwerk-klimaneutral/28958634-all.html Wie die Recherche der „Wirtschaftswoche“ herausfand, sind diese Zertifikate nicht nur konkurrenzlos billig, sie sind zum Teil auch vollkommen sinnlos, weil sie für Projekte herausgegeben werden, die auch ohne Zertifikate realisiert worden wären. Auch die „ZEIT“ hegt große Zweifel an der Wirksamkeit der Zertifikate: https://www.zeit.de/2023/04/co2-zertifikate-betrug-emissionshandel-klimaschutz Und auch anderen fällt es auf: https://www.klimareporter.de/international/der-grosse-schwindel-mit-den-co2-zertifikaten Bauer Fritz hat das mal für eine klimaneutrale Kuh durchgerechnet: Wie wird deine Kuh klimaneutral ? oder Mach deine Kuh klimaneutral! Annahme: 100 kg Methan pro Kuh pro Jahr. Schädlichkeitsfaktor Methan zu CO2: 20-28; für die Berechnung wird Faktor 25 angesetzt Somit: 100 kg Methan x 25 = 2500 kg CO2 pro Kuh pro Jahr = 2,5 Tonnen CO2 https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Die-Kuh-als-Klimakiller,klimakiller102.html UN-Zertifikatspreis: 2 Dollar je Tonne Kosten für UN-Zertifikat: 2,5 to x 2 Dollar …

Es ist wieder Zeit für #Grüne Kreuze!!!

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber ich bin mit der augenblicklichen Situation absolut unzufrieden. Der Gesellschaftsvertrag, den wir Landwirte mit 30 gesellschaftlichen Gruppen geschlossen haben, wird von der gegenwärtigen Regierung nicht umgesetzt, obwohl sie ihn zur Grundlage ihres Handels erklärt hatte. In der Zwischenzeit verlieren jeden Tag viele landwirtschaftliche Betriebe ihre Existenz, allen voran die Schweinehalter. Die Stimmung ist auf einem Tiefpunkt, viele sind frustriert und ziehen sich in ihr privates Schneckenhaus zurück. Sie sind mutlos geworden. Ich nicht ! Ich will nicht weiter mit ansehen, wie die deutsche Landwirtschaft vor die Wand gefahren wird Ich will nicht weiter mit ansehen, wie die Leitung des Landwirtschafts-ministeriums plan- und sinnlose Politik macht, ohne die Realität wahrzunehmen Ich will mir nicht weiter ansehen, wie unsere Jugend die Höfe verlässt, weil sie keine Perspektive mehr sieht Ich will nicht weiter ansehen, wie die ländlichen Räume ausbluten Ich will mir nicht mit ansehen, wie Deutschland seine Selbstversorgung verliert und noch mehr von Importen abhängig wird. Deshalb stelle ich in der kommenden Woche wieder #GrüneKreuze auf. Aber nicht …