Ernte 2023 – Du kannst nur essen, was Du erntest
Die Ernte ist für uns Bauern erst beendet, wenn das Erntegut eingefahren ist. Und da sieht es im Moment in unserer Region kritisch aus, weil wir gerade jetzt kühles und nasses Wetter haben. Hier ein Bericht aus der Praxis. Aktuell haben wir in unserem Betrieb im Rheinland die Weizenernte beendet. Der Ertrag lag im Durchschnitt der Jahre, die Qualität war deutlich unterdurchschnittlich. Etwa die Hälfte der Erntemenge erreichte Backqualität. Dort, wo wir mit der Stickstoffdüngung zurückfahren mussten, lag der Proteingehalt bei etwa 10,5 %. Damit kann dieser Weizen nur noch als Futterweizen vermarktet werden. Von unserem Weizen gehen also zwangsläufig und ungewollt 50% in den Futtertrog! Leider. Dass Futterweizen einen geringeren Erlös einbringt als Brotweizen ist auch logisch. Ohnehin sind die Preise für Weizen wegen der Exporte aus der Ukraine abgestürzt. In Verbindung mit hohen Preisen für Dünger, den wir im letzten Jahr eingekauft haben, wird es wirtschaftlich gesehen ein schlechtes Jahr. Das Jahr davor war allerdings auch sehr gut! Nun dürfen wir persönlich nicht klagen. In unserer Region stehen geschätzt noch rund 40% Weizen …










