Autor: Bauer Willi

Landwirt/in für Fernsehreportage gesucht

Landwirte bemängeln oft die mediale Berichterstattung. Doch das Interesse der Medien ist da. Was es braucht, sind Landwirte die bereit sind, da auch mitzumischen. Redakteure und Filmstudios kontaktieren uns immer wieder, weil sie bei uns einen guten Draht in die landwirtschaftliche „Szene“  vermuten. Am Freitag ist wieder eine Film-Produktionsfirma an uns herangetreten und bittet um Mithilfe für einen Dreh für eine Sendung mit dem Titel „Armes Deutschland“. Hier werden Menschen gezeigt, die nicht zu den Reichen im Lande gehören, die aber trotzdem nicht resignieren und versuchen in Ihrer Lage das Beste zu machen. Die Redaktion möchte nun erstmals auch über die Landwirtschaft berichten, da doch offensichtlich viele landwirtschaftlich Betriebe um ihre Existenz kämpfen. Was machen Landwirte in der Krise? Wie versuchen Sie zu überleben? Es soll die Situation dokumentiert, aber nicht gewertet werden. Es soll um die Menschen und ihre Ansichten, ihre Probleme und Perspektiven, ihre Sorgen und aber auch um Mut und neue Ideen gehen. Gesucht wird ein Landwirt oder eine Landwirtin, die über einen längeren Zeitraum begleitet werden kann. Insgesamt wird von 10 Drehtagen ausgegangen. Mit Interessenten wird …

Weltmarktpreis für alle

Der Handel mit agrarischen Rohstoffen orientiert sich in der Regel am Weltmarktpreis. Das ist, nach dem Wegfall der letzten Quoten auch bei Milch und Zucker, jetzt in allen Bereichen so. In allen Bereichen? Nein, nur bei Agrarrohstoffen, und zwar unabhängig davon, wie die Kaufkraft im jeweiligen Land ist, unabhängig davon, welche Lohn- und Lohnnebenkosten dort normal sind unabhängig von den Sozialstandards (Kranken-, Rentenversicherung) unabhängig welche Umweltstandards im jeweiligen Land gelten unabhängig von den Steuergesetzen Ein Englisch-Lehrer leistet in allen Ländern dieser Erde das Gleiche: Er bringt seinen Mitmenschen die englische Sprache bei, egal ob er das in Deutschland oder Indien macht. Wie wäre es, wenn alle Englisch-Lehrer nach dem Weltmarktpreis entlohnt würden? Und wie könnte man den ermitteln? Ich bin gespannt auf eure Kommentare. Und ich kann mir schon denken, was jetzt kommt… 😉 Euer Bauer Willi

Not? Strom vom Landwirt!

„Herzlichen Glückwunsch!“ sagte der Elektro-Prüfer vom TÜV-Südbayern als er meine Schalter an der Hauptleitung zum Umschalten in den Notstrombetrieb sah. Ich schaute ihn fragend an. Dann lobte er mich: „Sie sind ein vorausschauender Mann!“ Danach berichtete er mir von seiner Arbeit beim TÜV. Eigentlich klagte er mehr an. Aber nicht über Mängel der Anlagen, sondern über fehlende Weitsicht vieler Entscheider, die zwar perfekte Elektro-Anlagen wollten, aber einen Stromausfall nicht als reale Gefahr begreifen würden. Ob nun Telekommunikationsanlagen oder Lebensmittelmärkte, überall würden Notstromversorgungen aus Kostengründen verweigert. Das sei einfach nur „dumm“, meinte er, denn bei dem hohen Technisierungsgrad gingen die einfachsten Sachen nicht mehr, sollte einmal der Strom großräumiger ausfallen. Er war sich sicher: ein zweitägiger Stromausfall in einer Großstadt wie München würde die Lebensmittelversorgung lahmlegen, weil die Märkte heute nur noch digital bestellen könnten und die vorhandenen Lebensmittel ohne Kühlung innerhalb weniger Stunden verderben würden. Mich hat dieses Gespräch darin bestätigt, wie richtig meine Entscheidung war ein Zapfwellen-Stromaggregat anzuschaffen. Ich habe mir sogar den Luxus geleistet, direkt an der ankommenden Hauptleitung die besagte zentrale Schaltung …

Ungleiche Geschäftsbeziehungen

Agrarexporte: Was ist richtig, was falsch? Ein sicherlich strittiges Thema, für das es auch kein Allheilmittel gibt. Exporte generell zu verbieten ist ja keine Lösung. Doch was soll man mit Hühnerbeinen machen, die in Deutschland nicht verzehrt werden. Wie ist eure Meinung? http://www.deutschlandfunk.de/agrarexporte-in-schwache-maerkte-ungleiche.724.de.html?dram%3Aarticle_id=327412

Erlebnisbauernhof mit Wolf

„Artgerecht ist nur die Freiheit“ Über einen solchen Satz können sich Landwirte und Schäfer in Millau nur aufregen. Millau ist ein kleines Städtchen in Südfrankreich, nordwestlich von Nimes, in den Cevennen. Auch dort gibt es Wölfe, die Schafe reissen. Um die Bevölkerung für das strittige Thema zu sensibilisieren, haben sich die Landwirte/Schäfer etwas besonderes einfallen lassen. So eine Art Erlebnisbauernhof: „Wenn ihr schon nicht zu uns kommt, dann kommen wir halt zu euch“. Alles andere seht ihr in dem kurzen Video.  Übrigens „Loup“ heißt übersetzt „Wolf“. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Spendensammelverein

Heute wollen wir uns einmal ganz herzlich bedanken. Und zwar bei den vielen Menschen, die unseren Artikel „Bauer Willi – die Organisation“ richtig verstanden und uns mit Geld zugeworfen haben. Ihnen ist offensichtlich unsere Zeit und unsere Arbeit etwas wert. Nochmals DANKE! Gespendet haben zwei „normale“ Menschen und ein Bauer (aus Westfalen!) So konnte der stolze  Betrag von 210 €  „eingesammelt“ werden.  Den werden wir jetzt in einer Steueroase in der Karibik bunkern.  Werden aber vorher noch mal mit Ronaldo reden… 😉 Willi und Alois  

Ethik, Moral und die Ökonomie

Wir haben auf unserem Hof eine Holzpellet- Heizung.  Nachdem die Ölheizung lange Jahre ihren Dienst getan hat, haben wir uns vor vier Jahren zu Holz als Brennstoff entschlossen, weil auch Frau und Kinder  der Meinung waren, wir sollten etwas für die Umwelt tun. Die Anlage war mehr als dreimal so teuer war wie der Ersatz der Ölheizung. Schließlich mussten wir ja eine neue Lagermöglichkeit für die Pellets schaffen, während der Öltank ja schon da war. Einen neuen Kamin mussten wir auch bauen und die passende Infrastruktur. Zwar sind die Ölpreise seitdem gewaltig gefallen, aber jedenfalls haben wir jetzt ein gutes Gewissen. Am 2.12.2016 habe ich dann mal die Preise für verschiedene Energieträger berechnet. Das Ergebnis seht ihr im Titelbild. Heizöl und Holzpellets muss ich kaufen, den Weizen haben ich selbst. Mit einer LKW-Ladung Brotweizen käme ich gut über den Winter….und hätte bares Geld gespart. Im Vergleich zu Holzpellets rund 1.100 €, zu Heizöl ca. 2.600 €. Ihr versteht, was ich damit sagen will? Aber der Lagerraum ist noch gut mit Pellets gefüllt und so steht einen Entscheidung nicht an. Was …

Ohnmächtig und wütend…

..war ich, als ich den Kommentar gehört habe, den wir hier als Podcast zum Nachhören bringen. Es geht um die aktuelle Situation in Aleppo. Wütend bin ich auf mich, weil auch ich manchmal so denke wie die Entscheidungsträger im UN-Sicherheitsrat. Und ohnmächtig, weil mir nichts wirklich Wirksames einfällt, wie man die Situation der Menschen vor Ort verbessern kann. Angesichts dieser humanitären Katastrophe rücken doch unsere Diskussion hier in den Hintergrund…   Euer Bauer Willi