Autor: Bauer Willi

Der gordische Knoten…

Ich habe mal versucht, die Zusammenhänge rund um Lebensmittel anschaulich zu machen. Wer spielt da mit und wer hat welche Argumente? Je häufiger man sich das Video anschaut, um so klarer wird, wie schwierig es ist, den „gordischen Knoten“ zu lösen. Wo anfangen? Danke an Bauer Fritz (aus Ober-Österreich), der mir beim Erstellen geholfen hat. Ich war nämlich heute in den Zuckerrüben, um Unkraut zu hacken. Mit Holz und Eisen. Fast schon bio… 🙂 Tipp für Freunde:  Zum Vergrößern unten rechts auf den Kasten klicken… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Kuhmilch macht größer…

…ist das Ergebnis einer Studie der American Society for Nutrition, die am 6. Juni veröffentlicht wurde und  die ihr hier nachlesen könnt: http://ajcn.nutrition.org/content/early/2017/06/07/ajcn.117.156877 Und für die, die kein englisch verstehen, hier die Erläuterung aus der Tageszeitung „Welt“: https://www.welt.de/gesundheit/article165308769/Pflanzliche-Milch-laesst-Kinder-weniger-wachsen.html Drei Tassen Milch macht 1,5 cm Unterschied. Ob 6 Tassen 3 cm mehr bringen, wurde nicht untersucht. 🙂  Die Vergleichsgruppe konsumierte kuh-freie Milchersatz-Drinks. Euer Bauer Willi      

Bauer fordern statt fördern

Was meint ihr dazu? Eine ganz andere Sichtweise… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren  

Aussteigen – nicht absteigen

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Elfenbein-Türme

Hier geht es nicht um Elfenbein, sondern um Bildung und Ausbildung. Was mich in letzter Zeit zunehmend nervt und ärgert, ist die Tatsache, dass es gerade die Agrar-Professoren in die Medien schaffen, die sich besonders kritisch über die Landwirtschaft äußern. Besonders dann, wenn ein Teil davon Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung ist und diese berät. Nun möchte ich nicht in Abrede stellen, dass einiges von dem, was kritisiert wird, nicht auch kritikwürdig ist.  Wenn aber beispielsweise ein Göttinger Professor „verdeckte Ermittlungen“ bei den Tierhaltern fordert, muss man sich schon fragen, ob man seinen Nachwuchs nun ausgerechnet dort studieren lassen sollte. Andere Herren halten die Landwirtschaft insgesamt für nicht zukunftsfähig und auch eine Halbierung des Fleischkonsums für unvermeidlich. Wie die konkreten Maßnahmen aussehen und wie sich das auf die Struktur der Landwirtschaft auswirkt, wird medial nicht erläutert. Aber wahrscheinlich hört man das in der Vorlesung. Nun ist es ja nicht so, dass alle deutschen Agrar-Professoren und -professorinnen solche agrarkritischen Äußerungen machen würden. Aber wo sind denn all die Anderen? Sollten sich nicht alle Inhaber eines hohen Lehramtes in die politische …

Was ist Wahrheit?

Inspiriert durch einen Mail von Bauer Fritz, der hier auch schon geschrieben hat, habe ich mir jetzt ein paar eher philosophische Gedanken dazu gemacht, wie es um die Wahrheit bestellt ist. Hat jetzt nicht nur was mit Landwirtschaft zu tun, aber irgendwie doch auch. Wer es mit geistiger Arbeit nicht so hat, kann ja gleich wieder wegklicken. Unsere Welt ist komplex. Viele, zu viele Informationen stürmen auf uns ein, ob wir es wollen oder nicht. Überschrift lesen und die Meinung steht. Komplexität ist eher unerwünscht, weil es uns zwingt, in Zusammenhängen zu denken, den Grund dahinter herauszufinden. Viele suchen einfache und schnelle Erklärungen für Dinge, die man weder schnell noch einfach erklären kann. In der Landwirtschaft gibt es dazu viele Beispiele: Monokulturen, Nitrat, Gentechnik, Subventionen. Alles keine Themen, die man in fünf Minuten umfassend darstellen kann. Von verständlich machen erst gar nicht zu reden. Das gilt auch für Flüchtlingskrise, Brexit und das Phänomen Trump, Erdogan oder Victor Orban. Mir geht das jedenfalls so. Wir lesen, hören oder schauen oft nur noch, was unsere bereits vorhandene Meinung …

Beim Einkauf bitte lächeln…

Gesichter-Erkennung bei REAL. Ob ich das will? Schöne neue Einkaufswelt…. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen    

Zurück auf Los…

Stellen Sie sich einfach mal vor, wir würden morgen eine Reset-Taste drücken und unsere Ernährung neu organisieren! Mit ist klar, dass das Utopie ist, aber als Gedankenspiel vielleicht ganz hilfreich. Ab morgen könnten 80 Millionen Deutsche frei über die gesamte Acker- und Grünlandfläche entscheiden. Auch die Verteilung der Lebensmittel würde neu organisiert werden. Was würden wir, nein, wie würden Sie es machen? Hier mal zwei Modelle zur Auswahl: Modell A Individuell: Rein rechnerisch bekommt jetzt jeder von Ihnen 1454 qm Acker und 616 qm Grünland. (Übrigens: ein Fußballfeld  ist 7.140 qm groß). Die können Sie jetzt so bewirtschaften, wie es Ihnen gefällt.  Das hätte den Vorteil, dass Sie sich nicht mehr darüber aufregen müssen, dass die Lebensmittelproduktion nicht ihren persönlichen Normen bezüglich Umwelt, Artenschutz, Tierschutz, Rückständen usw.  entspricht. Der Handel würde wegfallen, denn sie bringen ja ihre selbsterzeugten Lebensmittel von ihrem Acker direkt in ihre Küche. Ist doch praktisch. Modell B staatliche Vorsorge: Wir könnten es aber alle zusammen auch anders organisieren. Der Staat, also eine noch zu schaffende Verwaltung, übernimmt die Bewirtschaftung aller Flächen. In einer großen Volksabstimmung (siehe Schweiz) wird festgelegt, in …

40% und die journalistische Sorgfalt

In fast jedem Bericht über einen chemisch-synthetischen Wirkstoff taucht der Begriff 40% auf, allerdings mit unterschiedlicher Bezugsbasis. Mal wird dieser Wirkstoff auf 40% der Ackerfläche, mal auf 40% der landwirtschaftlichen Nutzfläche eingesetzt. Ich bin der Sache mal nachgegangen, denn wenn Zahlen genannt werden, sollten diese auch den Fakten entsprechen. Woher stammen diese unterschiedlichen Angaben und aus welcher Quelle stammen diese? Bei dem hier genannten Wirkstoff handelt es sich um das umstrittene Glyphosat. Unter anderem auf folgenden Seiten habe ich als Bezug die Ackerfläche (rund 11 Mio. Hektar) gefunden: https://www.bund.net/umweltgifte/glyphosat/ https://www.welt.de/wirtschaft/article155465971/Darum-ist-Glyphosat-das-wichtigste-Gift-der-Welt.html http://www.abl-ev.de/fileadmin/Dokumente/AbL_ev/Agrarpolitik/16-02-Glyphosat_-_AbL_Positionspapier.pdf Andere Medien, darunter auch die renommierte Wochenzeitung „Zeit“ veröffentlichen hingegen, dass es auf 40% der landwirtschaftlichen Fläche (rund 16 Mio. Hektar) eingesetzt wird. http://www.deutschlandfunk.de/glyphosat-in-der-landwirtschaft-da-wird-jaehrlich-wirklich.697.de.html?dram:article_id=357713 http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/gift-und-gentechnik/glyphosat-roundup-herbizide/fakten-zu-roundup-und-glyphosat/ http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/glyphosat-landwirtschaft-unkrautvernichter-alternativen Auf der Suche nach diesen Unterschieden bin ich auf eine Arbeit der Uni Göttingen gestoßen, die im Jahr 2009 einen Fragebogen auf verschiedenen Wegen (Online, Post, Fax) an landwirtschaftliche Betriebe gegeben haben , von denen 896 ausgewertet werden konnten. Die Daten dieser 896 Betriebe wurden auf das Bundesgebiet hochgerechnet und ergab, dass Glyphosat auf 39% der Ackerfläche und 27,5 der landwirtschaftlichen Fläche (LF) eingesetzt wurde. …

Selbstkritik…

„Irgendwas läuft schief“ titelte neulich ein Kommentator eines landwirtschaftlichen Wochenblattes. Gemeint war die nachlassende gesellschaftliche Akzeptanz der Landwirtschaft. Und so kommt er auch zu dem Schluss, dass es nicht mehr reicht, den Mitbürgern nur zu erklären, was wir Landwirte machen und warum wir es so machen, wie wir es machen. Fakten allein genügen nicht mehr, weil wir eines damit nicht erreichen: fehlendes Vertrauen wieder aufzubauen. Und auf mediale Angriffe nur mit bloßer Verteidigung zu reagieren, bestätigt unsere Kritiker nur in ihrer Wahrnehmung. So geschehen bei den Bauernregeln von Frau Hendricks. Die Kritik seitens der Landwirte wurde in den Medien quittiert mit „getroffene Hunde bellen“. Machen wir alles richtig? Machen wir Bauern eigentlich alles richtig? Können Sie einem normalen Mitbürger ohne landwirtschaftlichen Hintergrund erklären, warum wir die Sau für Wochen in einen Kastenstand sperren? Warum männliche Küken getötet werden? Warum Ringelschwänze abgeschnitten gehören und Hörner ausgebrannt? Ja, wir Bauern wissen, warum wir das machen, aber wirklich verstehen und das sogar noch gut finden werden unsere Mitbürger das nicht. Genauso ist es auch mit Glyphosat und anderen „Pestiziden“, mit …