Autor: Bauer Willi

Bauern, einst kommt der Tag…

Ein Gast-Artikel. Dirk ist kein Landwirt, sondern Unternehmensberater. Ist vielleicht mal gut, so ein (ironischer) Blick von außen… Landwirte sind zu beobachten, besonders in Nord- und Westdeutschland, die heldenhaft gegen gottähnliche unbesiegbare Wesen kämpfen, welche den Namen Strukturwandel tragen. Man sagt, diese Wesen seien kapitalkräftige Konzerne – nun, gottähnlich und unbesiegbar, wie ich bereits sagte. Aber auch in unserer Region räumen die tapferen geschlagenen Milchritter das Feld. Aber diese Helden haben doch eine Kavallerie: Den mächtigen Bauernverband. Er wird sicher helfen und diesen Menschen beistehen. Deshalb suche ich in den Medien nach dieser Kavallerie. Mit welchen cleveren ausgeklügelten Strategien und freudigem Einsatz diese wohl heranstürmen mag? Nun – nach der Suche kam es zu einer bescheidenen Erleuchtung. Der Bauernverband stellte erst einmal fest, dass der Markt schuld ist. (Blöd, dass man den nicht verklagen kann.) Warum kaufen denn diese … Chinesen nicht unsere gute Milch? Gut – die kennen Milch kaum und haben deshalb zu 80 % eine Laktoseintoleranz… …Und dann wieder mal diese Politik. Wen interessiert es, was in der Ukraine passiert? Wenn wir …

Notmaßnahme Unterblattspritze

Ihr könnt jetzt gerne von mir behaupten, dass ich ein schlechter Landwirt wäre. Damit muss ich leben. Aber in einigen Parzellen – nicht in allen – hat die Unkrautbekämpfung nicht richtig funktioniert. Normalerweise sorgen bestimmte Wirkstoffe dafür, dass keimende Unkräuter absterben und sich nicht zu Pflanzen entwickeln können. Das funktioniert aber nur, wenn der Boden feucht ist. Da wir seit über 6 Wochen keinen nennenswerten Regen bekommen haben (ich berichtete darüber bei der letzten Feldbegehung) ist der Boden so trocken, dass die erwünschte Wirkung ausgeblieben ist und nun doch Unkräuter (vor allem Melde-Plfanzen) aufgelaufen sind. Eine Flächenspritzung macht keinen Sinn, da die Rübenblätter einen Teil des Bodens (und damit auch der Unkräuter) beschatten. Ein netter Berufskollege von mir hat ein Unterblattspritzgerät und hat sich freundlicherweise bereit erklärt, diese Notmaßnahme jetzt für mich durchzuführen. In zwei Wochen wissen wir, was es gebracht hat. Alle Unkräuter werden wir damit jedenfalls nicht „erwischt“ haben und es bleibt noch genug Arbeit, den Rest von Hand mit „Holz und Eisen“ (= Handhacke) zu entfernen. Die letzte Unterblattspritzung in unserem Betrieb …

Wolkenloser Himmel und die Sonne, die brennt…

Der Petutschnig Hons ist beim Heu machen so gut aufgelegt, dass er gleich ein Liedchen singt… So macht Landwirtschaft Spaß Hochdeutsche Übersetzungen können bei „Bauer Fritz“ angefordert werden… 😉 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Sauber gemacht…

Aufregung um die Aussagen des Umweltbundesamtes zu zukünftig eventuell möglichen Preissteigerungen von Trinkwasser. Hier ein Podcast des WDR, in dem ein Wissenschaftsjournalist einige Aussagen relativiert, die Zusammenhänge erläutert und auf die neue Düngeverordnung verweist. Sauber gemacht und, wie ich finde, hörenswert! http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-profit-aktuell/audio-zu-viel-nitrat-trinkwasser-koennte-deutlich-teurer-werden-100.html

Stellenangebot – nicht nur für Umweltaktivisten…

Da Bauer Fritz und ich gerade dabei sind, durch die Erdbeeren (Fritz) oder durch die Rüben (Willi) zu laufen um Unkraut zu entfernen, haben wir uns entschlossen, folgende – sehr moderne – Stellenanzeige aufzugeben. Wir bitten um Weiterleitung an alle Interessierten.   Super Sommerjob, zeitlich befristet (2 Wochen), zum frühestmöglichen Antritt  Suchen dynamischen, aber überlegten Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung im feinmotorisch anspruchsvollen Tätigkeitsgebiet der Handhacke bei Rübe zur Erweiterung seiner Assets im Bereich Handhacke in anderen Früchten. Wir erwarten: ein verläßliches Modell, möglichst aus der legendären Bauserie BLIR (Betriebleiter in Ruhe) mit noch selbstlernender RI (real intelligence) sowie dem bislang größten und leistungsfähigsten jemals eingebautem Modul „Weed-Spy“ in der Ausbaustufe High-end (für sekundenschnelle Unkrauterkennung in jedem Wachstumsstadium). Ebenso haben sie jenen Prozessor intus mit ultraschnellster Interface-Umschaltung „Eye to Hand“ und der längsten Lebensdauer. Sie sind mit dem hocheffizienten biologischen Wirkstoff „Scher-it-all“ (dt. Zulassung unter „Hack-o-ex“) geschult und vertraut und wissen um den verantwortungsvollen Umgang damit. Wir bieten: leistungsfreundliches Umfeld, ganztätig Freilauf in schönster Umgebung und Wissensausbau in neuen agrarischen Bereichen. Wir bemühen uns im Zwei-Schicht-Betrieb (7-12.30 und 13.30 …

Reinheitsgebot für Milch

Es gibt heute schon einige Milchbauern und Molkereien, die ihre „kostbare Milch“ mit Erfolg vermarkten. Kostbarkeit hat etwas zu tun mit begrenzter Verfügbarkeit. Im Marketing spricht man von Segmentierung des Marktes. Ein Segment ist nur ein Teil des Marktes. Es ist das Gegenteil der Gleichmacherei des Weltmarktes. Da wird die Milch als massenhafter, beliebiger Rohstoff behandelt. Die Norm ist 1 Liter weisse Flüssigkeit mit standardisiertem Fett- und Eiweisgehalt. Solche standardisierte, unter Mengen- und Preisdruck austauschbare Rohstoffe braucht die Industrie. Dem haben sich leider auch die meisten bäuerlichen Milch-Genossenschaften verschrieben, die ihren Bauern erzählen, dass sie nur mit den niedrigsten Kosten im Weltmarkt bestehen können. Darum setzten die Bauern massiv auf Technik. Sie investieren und intensivieren in schlagkräftige Maschinen und High-Tech-Roboter und High-Tech-Zucht, um die Kühe auf Höchstleistung zu bringen. Die ganze Produktion wird  effizient gemanagt, um das Futter möglichst günstig zu erzeugen und selbstverständlich wird auch der Einkauf optimiert mit den günstigsten Futtermitteln. Letztlich muss die Produktionsmenge aber steigen damit sich die immensen Investitionen auf viele Millionen Stückkosteneinheiten (je Liter) verteilen lassen. Das Ergebnis ist …

In der Sackgasse…?

Ein Gastartikel von Tilman Ziegler, der sicherlich in landwirtschaftlichen Kreisen (und nicht nur da) für Diskussionsstoff sorgen wird. Eine etwas andere Sicht der Dinge, die wir aber gerne zur Diskussion stellen wollen. Schließlich ist der Kopf ja so konzipiert, dass man auch mal die Blickrichtung wechseln kann… Warum noch Bauernverbände? Für Freiheit und Selbstverantwortung! Was ist eigentlich Sinn und Aufgabe von Bauernverband oder BDM? Ist doch klar, sie sollen die Interessen der Bauern und Milcherzeuger vertreten, gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Sie sind der Ansprechpartner der Politik bei Gesetzesvorhaben und versuchen ihrerseits der Politik Geld und Zugeständnisse abzupressen. Aber liegt das im Interesse ihrer Mitglieder? Enttäuschung ist vorprogrammiert. Für Außenstehende sieht das nach Lobbyismus aus, das mag man nicht. Und für Landwirte besteht die Versuchung, mit der Vertretung ihrer Interessen auch unternehmerische Verantwortung an die Verbände abzutreten. Eigentlich muss jeder Unternehmer selbst entscheiden, was er in welcher Qualität für welchen Markt produzieren will. Das ist unternehmerische Kernkompetenz, aus der sich ganz unterschiedliche Interessen ergeben. Unternehmerische Kompetenzen dürfen nicht an Verbände oder Verarbeiter delegiert werden. Für Interessenverbände …

Feldbegehung am 11.06.2017

So langsam mache ich mir Sorgen, denn in den letzten 4 Wochen hat es keinen nennenswerten Niederschlag gegeben. Für Raps und Zuckerrüben nicht ganz so schlimm, aber bei Getreide und Kartoffeln wird es jetzt langsam eng. Der Boden ist wirklich „furztrocken“. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Der 2. Schnitt im Illertal

Im Oberallgäu – oder genauer gesagt im oberen Illertal – läuft jetzt schon der 2. Schnitt auf Hochtouren. Das Gras wächst prima im Oberallgäu. Kein Wunder, dort gab es deutlich mehr Regen als bei mir im Rheinland. Alois kann das emsige Treiben unten im Tal wunderbar von seiner Alpe aus beobachten… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Der gordische Knoten…

Ich habe mal versucht, die Zusammenhänge rund um Lebensmittel anschaulich zu machen. Wer spielt da mit und wer hat welche Argumente? Je häufiger man sich das Video anschaut, um so klarer wird, wie schwierig es ist, den „gordischen Knoten“ zu lösen. Wo anfangen? Danke an Bauer Fritz (aus Ober-Österreich), der mir beim Erstellen geholfen hat. Ich war nämlich heute in den Zuckerrüben, um Unkraut zu hacken. Mit Holz und Eisen. Fast schon bio… 🙂 Tipp für Freunde:  Zum Vergrößern unten rechts auf den Kasten klicken… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren