Selten habe ich ein Buch so schnell gelesen wie das soeben erschienene Buch von Andreas Möller. Da schreibt ein Nicht-Landwirt über Landwirtschaft. Na, dachte ich, das kann ja was werden. Ja, und es ist etwas geworden, nämlich ein Blick auf die Landwirtschaft von außen, den Landwirte normalerweise nicht akzeptieren, weil „die ja eh keine Ahnung haben“. Das ist bei diesem Buch anders. Andreas Möller hat sich wirklich in die Landwirtschaft „reingearbeitet“, lässt kein Thema aus und reflektiert mit dem Leser gemeinsam, warum die heutige Landwirtschaft so ist wie sie ist. Groß, klein, bio, konventionell, Hofladenbetreiber und Agrargenossenschaften, eben bunt. Für mich sehr spannend und lehrreich war das Kapitel 6 „Die Öffentlichkeit“. Da geht es um die unterschiedliche Sicht der Dinge, um die Schlachten, die mit Studien geschlagen werden und die Mechanismen der Mediengesellschaft. Es geht um Fakten und Moral, um Wissen und Gefühl, das mit dem Satz gut beschrieben wird, der da lautet: „Was interessieren mich Zahlen und Fakten der anderen, wenn ich trotzdem ein ungutes Gefühl habe“. (Übrigens gilt das auch für andere Lebensbereiche, nicht …