Bauer Willi
Kommentare 10

Bürgerbeteiligung Insektenschutz

Das Bundesumweltministerium hat am 10. Oktober eine Dialog-Plattform eingerichtet, auf der sich alle Bürger zu den verschiedensten Vorschlägen zum Insektenschutz äußern können.

https://dialog.bmu.de/dito/explore?action=startpage&id=90

Dazu muss man sich anmelden und kann dann sowohl kommentieren als auch die Vorschläge bewerten.

Ich habe mich angemeldet und festgestellt, dass es sehr hilfreich wäre, wenn dort auch mehr Landwirte mitreden. Auf jeden Fall (auch wenn man nicht mitmachen will) mal reinschauen, um über die Vorschläge informiert zu sein.

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 913 gesamt, 1 heute)

10 Kommentare

  1. Thomas Apfel sagt

    Ich habe mich ein wenig auf der Bürgerbeteiligungsseite des BMU umgesehen.
    Die Themenerläuterungen sind recht allgemein gefasst, so das alle die nicht tiefer in die Themen involviert sind unter den Erläuterungen erst einmal mit „Ich stimme zu“ votieren.
    Die Kommentare können auch bewertet werden. Das wird in der Endauswertung keine Rolle spielen, denn die direkte Zustimmung zu den aufgerufenen Themenblöcken wird auf Grund der weichgespülten Darstellung bei über 75 % liegen. Die Begründungen für die Forderungen an den Bund sind unter „Service“ nachzulesen und führen alle bekannten Halbwahrheiten und Klischee´s auf. Diese „Bürgerbeteiligung“ ist nur darauf aus nachher eine hohe Zustimmung der „Bürger“ zu den (im Rahmen der Bürgerinformation über die Service-Seite des BMU begründeten- ) nicht genau definierten Vorhaben proklamieren zu können.
    Ich kann daher nur raten weniger zu kommentieren sondern gleich unter den Hauptthemen und deren Erläuterung zu votieren, und zwar mit „Ich bin dagegen“. Nicht weil die Forderungen alle falsch sind, sondern weil erst bei genauerem Hinsehen zu erkennen ist, welche Maßnahmen ins Spiel gebracht werden sollen. Bevor solche gravierenden Einschnitte in die landwirtschaftliche Praxis verordnet werden, muss es erst einen echten Diskurs (1) geben.

    (1) „Unter den Stichwort „Diskurs“ führte ich die durch Argumentation gekennzeichnete Form der Kommunikation ein, in der problematisch gewordenen Geltungsansprüche zum Thema gemacht und auf ihre Berechtigung hin untersucht werden.“
    ( Jürgen Habermas „Wahrheitstheorien“)

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  2. Obstbäuerin sagt

    Ich finde den Blog dermaßen verruschelt, dass ich gar keine Lust habe, dort aktiv zu werden. Wahrscheinlich bin ich durch Bauer Willis und Alois Blog inzwischen verwöhnt.
    Beim SWR sind gestern Abend bei Odysso wieder die Bienen und Schmetterlinge gestorben und alle Kamellen, auch längst widerlegte wurden aufgewärmt. Gern aufgefahrener Gast: Prinz von und zu, der uns erklärt wies geht. Interessant war allerdings der Versuch mit der Apfelbestäubung – mit Bienen, mit Handbestäubung und ohne Bestäubung. Die Bäume ohne Bestäubung haben sehr schöne große Äpfel getragen (allerdings kernlos) und eine richtige Auswertung wurde leider nicht gemacht.

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    • Warum kernlos? Ist das doch ein Hinweis auf mangelde Bestäuberinsekten? Wenn ja, warum ist die Bienenbestäubung besser als die Wind- oder/und Handbestäubung?

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      • Obstbäuerin sagt

        An den Bäumen mit Handbestäubung hingen die meisten Äpfel – allerdings war die Mehrzahl zu kleinfrüchtig und aus meiner Einschätzung zu farblos. Die Bäume mit Insektenbestäubung (Bienen und andere) waren normal im Behang aber auch unterschiedlich große Früchte. Die Bäume, die so eingenetzt waren, dass keine Insekten an die Blüten gekommen sind, hatten schön ausgefärbte gleichgroße und ausreichend viele Äpfel. Ich hätte mir gewünscht, dass eine wissenschaftliche Auswertung des Versuches erfolgt wäre aber das Ergebnis ist anders ausgefallen als die Professorin vermutet hat und passt ja auch nicht ins Bild. Äpfel an Bäumen ohne Bienen – geht ja gar nicht.

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  3. JimBob sagt

    als erstes sollten wir unsere Biotonnen abschaffen…
    damit jeder wieder seine eigene Schei..e, ähm ich meine Komposthaufen hat. In diesen oder von diesem Komposthaufen profitieren dann wiederum die Vögel….die ihre Nahrung daraus picken…
    …auf auf…. Komposthaufen könnte der Umwelt helfen

    Oh, ich vergaß.
    Das geht heute nicht mehr….die meisten Neubauten, auf ehemaligen Äckern oder brachliegenden Flächen gebaut, sind nur so groß & STERIL, wie man mit dem Rasenmäher 3 drum herumlaufen kann.

    mehr als 70 Hektar werden jeden Tag versiegelt…

    …aber 1,5 Mio Wohneinheiten fehlen ja noch….aber Hey….wenn man das nicht will, dann ist man rechts.

    Das hat ein wenig von Sarkasmus, Ironie oder auch Wahrheit….aber glaubt ihr, das dies hier so ewig weitergeht?
    Never.

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    • Recht hast du Jimbob,

      ein großer Einschnitt in die Natur,

      da muss eben in die Höhe gebaut werden.
      die Menschheit kann sich nicht alles erlauben.

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    • „…aber 1,5 Mio Wohneinheiten fehlen ja noch….aber Hey….wenn man das nicht will, dann ist man rechts.“

      dann wären ja die Rechten Naturshcützer,

      man muß zwischen der Diktatur der Ökologie und
      der rechten Dikatur unterscheiden.
      Ob das nicht alle können?

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  4. Schmeckt gut sagt

    Mitmachen ja, allerdings stört mich schon die Art der Fragestellung. Bsp: Beim Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz wird die Reduktion des PSM-Einsatzes angesprochen und gefordert, aber kein Wort über die Festschreibung von mindestens 3 Wirkstoffen pro Indikation zur Verhinderung/Reduktion von Resistenzen verloren. Auch Biozide werden angesprochen, aber nur im Zusammenhang mit dem Einsatz in der LW, dabei ist gerade die Stoffgruppe extrem wichtig zur Desinfektion (Krankenhaus, Haushalt, Lebensmittelindustrie…). Nur eine Reduktion abzufragen ist meiner Meinung nach peinlich. Vorschläge und Aufklärung zu Alternativen wären hilfreich. Es werden auch häuptsächlich Einflußbereiche um die LW abgefragt. Was ist mit Flächenversiegelung, Glasfassaden, PSM-einsatz in den neuen Gebäudeisoliersystemen… Okay, um so wichtiger ist die Teilnahme, aber die Fragestellungen lassen kaum eine fachliche Stellungnahme zu.

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  5. Friedrich Rodewald sagt

    Es ist ja toll , daß wir Bürger uns beteiligen dürfen , aber dazu muß die Regierung erst einmal Zahlen haben und die hat sie nicht. Das ganze Gerede unserer Politik und der NGOs ist alles nur Behauptung. Keiner hat über eine längere Zeit unter wissenschaftlicher Führung jemals Zahlen erhoben. Auch der Entomologische Verein im Rheinland hat nur sporadisch mit den Insektenfallen Daten festgestellt. Diese Daten stammen alles aus ein und demselben Naturschutzgebiet. All diese Daten sind nicht repräsentativ , weil nur sporadisch ermittelt wurde. Da sind die Daten aus GB vom Institut in Rothamstadt wissenschaftlich fundiert , weil über 30 Jahre unter wissenschaftlicher Leitung rd. 2000 Personen an der Insektenerfassung in allen Gegenden des Landes an immer denselben Standorten Daten ermittelt wurden. Das Ergebnis sagt keinen Insektenrückgang aus. Warum soll das hier in Deutschland anders sein ? Die Farmer dort setzen dieselben Produkte , Düngemittel und Technik ein wie wir hier in Deutschland. Solange ist die Insektendiskussion hier zu unterlassen , bis wir in 30 Jahren vergleichbare Grundlagenergebnisse haben. Diese Diskussion hier dient nur der Angstmache unserer Grün/Links/NGO – Truppe mit dem Ziel Spenden und Wählerstimmen zu Kassieren.

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  6. Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

    Wie ich hier schon mehrmals hingewiesen wurde, wird beim Thema Umweltschutz vom Umweltbundesamt und von Öko-NGOs gelogen bis sich die Balken biegen.

    Bestes Beispiel ist die Trikserei des Umweltbundesamt ( UBA ) über angeblich 39 Ausgestorbende Wildbienenarten durch Glyphosat, obwohl seit 1980 nur eine Wildbienenart ausgestorben ist.
    Es gab sogar einen erfreulichen Artenzuwachs bei den Wildbienen seit 1980. Es wurden vier Wildbienenarten bei uns neu gesichtet und umgehend in die Rote Liste eingetragen

    https://www.novo-argumente.com/artikel/umweltministerium_fuehrt_bundestag_hinters_licht

    Wo ein falsch verstandender Umweltschutz hinfürt, sehen wir leider in Afrika.
    dort bahnt sich von der Qualitätsmedien verschwiegende Malariakatastrophe mit Hundertausenden von Toten jedes Jahr an, weil dort das insektezied DDT zur Mückenbekämpfung faktisch verboten wurde.

    https://www.novo-argumente.com/artikel/der_toedliche_kampf_gegen_ddt

    9+

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