Autor: Bauer Willi

Freie Natur… (Video)

In unserer Gemeinde gab es einst ein großes Siedlungsgebiet für Feldhamster. Über 200 Bauten wurden in einem sehr kleinen Gebiet gezählt.  Trotz aller Bemühungen durch Naturschützer und Bauern, die seit über 10 Jahren in vorbildlicher Weise zusammengearbeitet haben (ich habe auch „Hamster-Erwartungsland“)  ist die Population zurückgegangen. Jetzt wurden gezüchtete Hamster ausgewildert. Dieser Artikel dürfte – politisch gesehen –  weitestgehend unkritisch sein. 🙂 Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren  

Nichts Neues – aber neue Erkenntnisse

Viele wollen sicher wissen, wie denn das Gespräch mit Julia Klöckner in Berlin war.  Ich will gerne darüber berichten und zwar so ehrlich es nur geht. Und bitte aus 45 Minuten Gespräch keine Wunder erwarten. Es wird hoffentlich nicht das letzte gewesen sein. Zur Einführung: Wenn du vom Dorf in die Stadt kommst, wenn Du am Pförtner vorbei von den sehr netten Vorzimmer-Damen in den Konferenzraum mit Namensschildern geleitet wirst, wenn da schon der Fotograf wartet, wenn dann Frau Klöckner, wie immer charmant und redegewandt, alle (noch zwei aus dem BMEL)  in ihr Büro bittet,  dann ist das schon eine besondere Situation und dann entsteht schon so eine Art „Beiß-Hemmung“. Und man ist erst einmal auch freundlich. Das nur für diejenigen, die an der Tastatur immer so mutig sind  und dort Sprüche rauslassen wie  „mal so richtig die Meinung geigen“.  Das hatte ich ohnehin nicht vor, weil ich 1. eine anständige Erziehung genossen habe  und man 2. mit Diplomatie meist mehr erreicht als mit Lautstärke. Das zur Einstimmung, nur damit keine falschen Erwartungen geweckt werden. …

Gratulation – und noch etwas anderes…

Es ist jetzt nach 23 Uhr am 22.10.2019. Eben hat das heute-journal über die bundesweiten Bauernproteste berichtet. Es dürfte die größten Veranstaltungen sein, die Bauern in den letzten Jahrzehnten „auf die Beine gestellt“ haben. Und nachdem, was man bisher gehört hat, friedlich und ohne Zwischenfälle. Das war eine Riesenleistung des Orga-Teams und dazu herzlichen Glückwunsch. Ich denke, allen fällt jetzt ein Stein vom Herzen. Was ich am 22.10. gemacht habe, war, im Rückblick gesehen, ein Fehler. Vielleicht nur noch mal zur Historie: Frau Klöckner hatte um das Gespräch gebeten und mir  Ende September den 22.10. als Termin angeboten. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keine Organisation „Land schafft Verbindung“. Als der Termin für die Demo feststand, hätte ich den Termin bei Frau Klöckner absagen sollen. Habe ich nicht gemacht und daher Asche auf mein Haupt. Dass das ein Kommentator mein Verhalten nicht gut findet, äußert er in einer Mail: „Du bist und bleibst ein ekelhafter und selbstsüchtiger Populist. Ich bete, dass wir uns nie begegnen müssen. Schäm dich!!“ Und auch sonst ist der falsche Termin …

Trecker-Demo – aber kein „Kreuzzug“!

Eigentlich wollte ich eine Zeitlang nichts mehr schreiben. Eigentlich hatte der Arzt mir verboten, mich aufzuregen. Aber gestern und heute erreichen mich Anrufe, die genau das bewirkt haben.  Ich rege mich wieder auf. Es geht um die Trecker-Demos, die am 22.10. in ganz Deutschland stattfinden sollen. Wir alle haben mit unserer Aktion der grünen Kreuze und des stillen Protest bundesweit eine hohe mediale Aufmerksamkeit erreicht. Wir haben Verständnis und Sympathien für unsere Situation in weiten Teilen der Bevölkerung. Auch in der Politik sind unsere Belange angekommen. Das alles hätte Anfang September niemand für möglich gehalten. Nun gibt es einige Berufskolleg*innen, denen das noch nicht weit genug geht. Ermutigt durch die große Solidarität, die das Aufstellen der grünen Kreuze hervorgerufen hat, haben sie sich organisiert und werden am 22.10. an verschiedenen Orten in Deutschland mit Traktoren auffahren. Ob dies den gewünschten positiven Effekt hat, bleibt abzuwarten. Wir Graswurzler möchten an dieser Stelle klar und deutlich darauf hinweisen, dass das Symbol des grünen Kreuzes in diesen Demonstrationen nichts zu suchen hat. Es steht für stillen Protest. Ich …

Eine Herzensangelegenheit

Ich bin wieder zuhause. Gott sei Dank. Am Freitag morgen um 6 Uhr war sie wieder da: die Enge im Brustkorb, Schweißausbrüche. Und ich wusste: da ist er wieder, der Herzinfarkt. Doch diesmal heftiger als der vor 9 Jahren und begleitet von der einen Frage: wirst Du ihn überleben? Und wenn ja, wie. Ich habe ihn überlebt und so wie es derzeit aussieht, ohne größere Blessuren. Zumindest körperlich. Im Kopf bin ich damit noch nicht fertig. Das wird noch was dauern. Die letzten Wochen waren unglaublich ereignisreich. Am 7. September, als wir Graswurzler die ersten grünen Kreuze aufgestellt haben, hatte wohl niemand mit einer solchen Welle der Zustimmung und Solidarität gerechnet. Wann hat es das zum letzten Mal gegeben, dass bundesweit eine Idee von so vielen Bauern, egal ob groß oder klein, egal welche Produktionsrichtung, ob Nord oder Süd, unterstützt wurde? Und das alles ohne die Bauernverbände! Von der Basis. So kam es dann auch, dass sehr viele Anfragen der Medien zu den grünen Kreuzen von den Bauernverbänden an uns weitergeleitet wurden. Ich kann heute …

Eine Stunde mit Robert Habeck

Das hat man nicht jeden Tag: eine ganze Stunde, ganz ohne Unterbrechungen, in aller Ruhe mit einem Politiker, der, noch in der Opposition, demnächst in Regierungsverantwortung sein könnte, zu reden. Dazu noch mit einem Politiker, der Erfahrung aus dem Agrarbereich hat (vormals Landwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein) und sich dort unter Landwirten durchaus Respekt erworben hat. Obwohl er ein Grüner ist… Ich habe dieses Interview jetzt in diesem Artikel dem Sinn nach zusammengefasst. Man kann unmöglich einen offenen Dialog, in dem man auch neuen Diskussionsrichtungen Platz geben will, in all seinen Facetten und Zwischentönen wiedergeben. Mein Ziel war es möglichst viele Themen anzusprechen, wobei mir von Anfang an klar war, dass das zu Lasten der notwendigen Tiefe gehen würde. Ich habe auch auf Wertungen der Aussagen verzichtet. Dies deshalb, um das Gespräch offen zu halten, auch wenn ich in einigen Punkten natürlich eine andere Ansicht vertrete. Ich bitte deshalb darum, sich zu den Sachargumenten zu äußern. Verbale Attacken gegen die Person werde ich (soweit mir das zeitlich möglich ist) administrieren, weil sie uns in der Sache nicht …

Volksbegehren geht so nicht!

Aktuelle Meldungen vom 8.10.2019: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Ministerpraesident-positioniert-sich-erstmals-Kretschmann-kritisiert-Bienen-Volksbegehren-deutlich,kretschmann-warnt-vor-bienen-volksbegehren-100.html https://www.swp.de/suedwesten/staedte/stuttgart/bienen-volksbegehren-kretschmann-spricht-sich-gegen-volksbegehren-_rettet-die-bienen_-aus-38855747.html Auch Wissenschaftler der Uni Hohenheim sehen das so: https://www.uni-hohenheim.de/pressemitteilung?tx_ttnews%5Btt_news%5D=44682&cHash=bb8c4baafce57b4ecb3c57c82f1580a0    

Stiller Protest – lauter Protest (und was Privates)

Eine öffentliche Stellungnahme Die #grüne Kreuze stehen nach wie vor für einen stillen Protest von uns Landwirten. In den digitalen Medien wird derzeit versucht, die grünen Kreuze auf andere Zwecke zu übertragen. Wir, die Graswurzler, zu denen Nadine Henke, Gabi Mörixmann, Bernhard Barkmann, Marcus Holtkötter, Dirk Nienhaus, Ralf Paulsen, Rene Rempt und ich gehören, heißen eine solche Zweckentfremdung nicht gut und möchten uns hier klar und unmissverständlich davon distanzieren. Bei allem Verständnis für die aufgebrachte Stimmung verfolgen wir weiterhin unsere Linie des Dialogs. In einer klaren und unmissverständlichen Sprache, basierend auf Fakten und Argumenten. Die Graswurzler, hier Bauer Willi Und jetzt das Private: Ich werde ein paar Tage Auszeit nehmen. Die letzten Wochen seit der Bekanntgabe des Agrar-Paket waren sehr motivierend aber auch sehr anstrengend. Ich muss jetzt mal „mein Gehirn durchlüften“ damit da keine Sicherungen heiß werden. Ich werde Artikel aus dem Vorrat bringen. Kommentare werde ich freischalten, mich aber nicht an der Diskussion beteiligen. Eben eine Auszeit. Aber wie sagte schon Paulchen Panther: „Heute ist nicht alle Tage; ich komm wieder, keine Frage“