Bauer Willi
Kommentare 104

Eine Herzensangelegenheit

Ich bin wieder zuhause. Gott sei Dank.

Am Freitag morgen um 6 Uhr war sie wieder da: die Enge im Brustkorb, Schweißausbrüche. Und ich wusste: da ist er wieder, der Herzinfarkt. Doch diesmal heftiger als der vor 9 Jahren und begleitet von der einen Frage: wirst Du ihn überleben? Und wenn ja, wie. Ich habe ihn überlebt und so wie es derzeit aussieht, ohne größere Blessuren. Zumindest körperlich. Im Kopf bin ich damit noch nicht fertig. Das wird noch was dauern.

Die letzten Wochen waren unglaublich ereignisreich. Am 7. September, als wir Graswurzler die ersten grünen Kreuze aufgestellt haben, hatte wohl niemand mit einer solchen Welle der Zustimmung und Solidarität gerechnet. Wann hat es das zum letzten Mal gegeben, dass bundesweit eine Idee von so vielen Bauern, egal ob groß oder klein, egal welche Produktionsrichtung, ob Nord oder Süd, unterstützt wurde? Und das alles ohne die Bauernverbände! Von der Basis.

So kam es dann auch, dass sehr viele Anfragen der Medien zu den grünen Kreuzen von den Bauernverbänden an uns weitergeleitet wurden. Ich kann heute nicht mehr sagen, wie viele Interviews ich gerne gegeben habe. Fast ausnahmslos war die Berichterstattung wohlwollend und verständnisvoll. Wenn man einmal von den „Enthüllungen“ der TAZ absieht. Aber hier ging es ja nicht um die Sache, sondern nur um die Diffamierung der Person.  (Aber ich sollte mir so was nicht zu Herzen nehmen)

An so einer Welle der Zustimmung, wie sie die grünen Kreuze ausgelöst haben, beteiligt zu sein, macht unglaublich viel Freude. Sie ist mir eine Herzensangelegenheit, weil ich den Eindruck habe, dass wir Landwirte unsere Sprachlosigkeit überwunden haben. Die Zeichen des stillen Protestes haben mittlerweile auch den letzten Winkel Deutschlands erreicht. Uns Bauern wird wieder zugehört, die unzähligen Pressemeldungen belegen dies. Wir haben ja auch über 250.000 Pressesprecher, die erklären können, was es damit auf sich hat.  Dass macht uns Bauern Mut. Aber wir haben auch die Herzen vieler unser Mitbürger erreicht, dazu Sympathie  und Verständnis für unsere  Sorgen. Das lässt hoffen.

Einigen geht nun, wo die Solidarität unter den Landwirten durch die grünen Kreuze so groß geworden ist, der stille Protest nicht mehr weit genug. Es soll laut werden. Nach 1.000 km Verkehrsstau durch Traktoren in den Niederlanden wird jetzt in Deutschland genau das organisiert, was wir Graswurzler nicht wollten: Treckerkorso und Großdemo. Sogar zweimal in 8 Tagen. Wer soll das verstehen? Wer erklärt es dem Bürger? Was ist das Ziel?

Gut, dann soll das so sein. Mein Ding ist es nicht. Die Verantwortung für diese Veranstaltungen  tragen andere. Warum also aufregen? Man wird einen Tag lang berichten, am nächsten Tag über eine andere Demo. Die grünen Kreuze stehen auch noch Wochen danach. Als stiller Protest und als Möglichkeit zum Gespräch. Und ganz wichtig: Gespräche mit den Entscheidungsträger.

 

Persönliches

Gerade in den letzten zwei Wochen bestand mein Tag fast nur noch aus dem Thema „Grüne Kreuze“. 5- 10 Telefonate pro Tag, 100 bis 200 Mails, PN´s , WhatsApp oder Messenger-Nachrichten öffnen, lesen und gegebenenfalls darauf antworten: Da sind schnell 10 bis 15 Stunden pro Tag weg und man sitzt auch nach Mitternacht noch am PC.  Dazwischen noch schnell nach Berlin zu Robert Habeck, andere Termine auch noch. Damit das nicht als Jammern aufgefasst wird: ich habe das schon immer freiwillig und gerne gemacht, weil ich es von Herzen gerne mache.

Doch genau dieses blöde Herz macht nun nicht mehr mit. Der Geist will noch so viel erreichen, doch der Körper hat eine zweite Warnung abgeben. Ich werde diese erneute Warnung ernst nehmen. Und das bedeutet für euch als Leser:

  • Ich werde nicht mehr auf jede Mail, jede PN. WhatsApp oder Messenger-Nachricht reagieren. Mancher mag das als Arroganz oder Überheblichkeit deuten. Nein, es ist reiner Selbstschutz um nicht den kompletten Tag am PC oder Handy zu verbringen
  • Ich werde einige Termine in den nächsten Wochen und Monaten absagen. Ich brauche die Zeit, um das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist wieder herzustellen.
  • Ich werde die Frequenz von Post´s auf dem Blog, bei Facebook, Twitter und Instagram deutlich reduzieren. Es kann auch sein, dass das Freischalten von Kommentaren auf dem Blog etwas dauert. Auch dafür bitte ich um Verständnis.

Was mich riesig freut sind die vielen guten Wünsche, in denen ihr zum Ausdruck bringt, „dass wir Dich noch brauchen“. Ich weiß, dass es alle von Herzen so meinen. Das tut gut.

Was ich nicht machen werde

Den Mund halten! Aufgeben! Ganz im Gegenteil. Jetzt erst recht!

Es gibt da einiges, was ich noch in Angriff nehmen möchte. Und das mit dem Angriff ist durchaus ernst gemeint. Ihr wollt wissen, was damit gemeint ist? Ich fasse das mal unter dem Begriff „Gegen die Arroganz der urbanen Eliten“ zusammen. Denn eben diese Abgehobenheit und Realitätsferne geht mir zunehmend mehr auf den Zeiger.

Ich könnte mich schon wieder aufregen…soll ich aber nicht. Es macht aber einen Teil meines Lebens aus…und da hängt mein Herz dran…

Euer Bauer Willi 2.0

Ganz besonders nette Genesungswünsche habe ich vom Team „Land schafft Leben“ aus Österreich bekommen, die bei mir vorige Woche bei mir auf dem Hof zu Besuch waren.

Lieber Peter, lieber Hannes, das mit den Pflegerinnen hat was 🙂

Genesung

 

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104 Kommentare

  1. Lieschen Müller sagt

    Ich wünsche dir gute Besserung, du willst doch noch viel Zeit mit Frau und Enkeln verbringen!

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  2. Friedrich sagt

    @Obstbäuerin. Zu RBB-Aktuell. Ich habe Kontakte zu einigen Jungbauern hier im LK Hannover. Die berichteten mehr folgendes: Es gibt zwei Whatsup-Gruppen mit bis zu 250 Teilnehmern. Die haben Geld von vor Ort der Ldw. nahestehenden Betrieben, rd. 6000 Euro, eingesammelt und TShirts ,Schilder usw. bedrucken lassen. Sternförmig sammeln sich am Dienstag um Hannover die Schlepper. Die kommen teilw. von weit her. Es sollen wohl über 1500 Schlepper werden. Dafür wird die Polizei (angemeldet) ganze Straßen sperren , damit die Fahrzeuge abgestellt werden können. — In Berlin sollen wohl 3000 Schlepper den Berliner Ring lahmlegen. Auch in Rostock , Bonn usw. gehts nach dem Muster los. Warten wir es ab. Fest steht , daß der DBV da voll raus ist und alles übers Internet bundesweit von unten organisiert wird. Also auch Graswurzler wie wir hier mit den Grünen Kreuzen. Ob das die führenden Herren des DBV und Damen in Berlin überleben werden? Jetzt kommt auch Solidarität aus anderen Bereichen langsam in Gang.
    Bin über die öffentliche Berichterstattung gespannt. Bisher wurde es ja immer fast alles unterdrückt.

    5+
    • Obstbäuerin sagt

      Hauptsache es bleibt friedlich, Friedrich. Für mich ergibt sich aus der RBB-Berichterstattung die Frage, wie erreichen wir die Menschen mit sachlichen Erklärungen? Warum sind alle zutiefst erschüttert, wenn die Schmetterlinge weg sind aber kein Schwein interessiert sich dafür, wenn welche da sind? Ich glaube, wir haben den Gipfel der Heuchelei und Lügen noch nicht überschritten.

      9+
      • sonnenblume sagt

        Mittlerweile glaube ich, dass das ganze Insektendrama nur vorgeschoben ist um die Bevölkerung mitzunehmen und die Agrarwende durchzudrücken. Gegen keinen anderen Wirtschaftszweig geht man so radikal vor. Dort werden immer wieder Gespräche geführt. In unserem Fall wird versucht das ganze Volk in Aufruhr zu versetzen, um dann mit aller und vereinter Macht die konv. Landwirtschaft zu beenden, bzw. den eigenen Vorstellungen entsprechend zu formen.

        3+
      • sonnenblume sagt

        Wenn es wirklich um die Schmetterlinge und andere Insekten ginge, dann müsstest Ihr, bezüglich Nachfragen für Besichtigungen, oder auch Forschungsprojekte, ausgebucht sein.

        2+
  3. firedragon sagt

    Guten Abend Herr Dr Kremer-Schillings,

    keine Ahnung, wie ich das nett umschreiben kann. Ich versuche es…

    Wäre es möglich, dass Sie diese Welt (Ihren Blog) noch ein bisschen ausschließen, bis hier einer fertig ist und sich „ausgetobt“ hat.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      @ Feuerdrache,
      der Willi wird seine Gründe haben, warum er diesen User nicht sperrt.

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      • firedragon sagt

        Hallo Ehemaliger Landwirt,

        Dir ist „Es“ auch aufgefallen.
        Man sollte „Es“ nach Möglichkeit ignorieren.
        Gebe aber zu, bin regelrecht am Kochen.

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    • Nicht "Weiter so!" sagt

      an „Obstbäuerin“
      Sie lobpreisen die
      „hohe Biodiversität in unseren Obstanlagen“ .

      -Worauf führen Sie die zurück? Wie wirtschaften Sie?

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      • 0bstbäuerin sagt

        Schön, dass sie das ansprechen „nicht weiter so“. Wir haben einen konventionellen Obstbaubetrieb und verwenden seit 40 Jahren Glyphosat und alle notwendigen Pflanzenschutzmittel, die wir brauchen um den Schadinsektendruck soweit zu mindern, dass die Früchte madenfrei sind und keine Fraßschäden oder Fäulnis aufweisen. Die Reduzierung der Schädlinge gelingt uns nur für kurze Zeit, in der dieselben Schaden anrichten können. Danach erfreuen sie sich wieder zahlreich ihres Insektendaseins. Das gleiche gilt für Un- oder Beikräuter, die bei uns auch in sehr großer Vielfalt vorkommen. Mein Lieblingsinsekt ist jedoch der Schmetterling und dieser kommt bei uns so zahl- und artenreich vor, dass ich seit drei Jahren Schmetterlingsführungen anbiete. Anhand eines Schmetterlingsführers für das Land Brandenburg habe ich schon 5 Schmetterlingsarten bei uns gefunden, die seit Jahren nicht mehr bei uns vorkommen sollen.
        Das ist darauf zurückzuführen, dass unsere Baumbestände Lebensraum für viele Insekten sind und das wir angrenzend an unsere Obstbaumflächen Saumstrukturen und andere Lebensräume (Sandwege, Trockenrasen usw.) für Insekten und andere Tiere haben. Einen Zusammenhang von Insektensterben und Pflanzenschutz schließe ich aus Erfahrung aus.

        10+
        • sonnenblume sagt

          In topagrar gesehen, Frau Schulze nicht zum Dialog bereit. Also alles wie gehabt.

          2+
          • Obstbäuerin sagt

            Gestern habe ich eine Wahlprognose von Thüringen gesehen, da kommt die SPD gerade auf 8%. Wenn die weiter so eine unmögliche Politik betreiben, schaffen sie es unter die 5 % Hürde bei den nächsten Bundestagswahlen und dann sind wir sie los. Ob das, was dann kommt, besser wird – steht in den Sternen.

            7+
            • sonnenblume sagt

              Ich glaube eher, dass sich der Stil der Politik verändert hat und noch mehr verändern wird. Dann dürfen wir zur “ Wahl “ gehen, könnten aber genau so gut zu Hause bleiben, weil eh alles aus einem Topf kommt. Wenn nicht mehr freiheitlich demokratisch und faktenbasiert diskutiert werden kann, was soll das ganze Gerede von Demokratie dann noch. Dann können wir unsere derzeitige Staatsform doch gleich begraben.

              4+
        • sonnenblume sagt

          Haben wir überhaupt noch eine Chance auf eine faktenbasierte Diskussion? Ganz offensichtlich arbeitet man jetzt nur noch nach eigenem Gutdünken, ohne Rücksicht auf Verluste, egal wen es trifft. Und es trifft bei der Ernährung nicht nur die Landwirtschaft.

          4+
        • Nicht "Weiter so!" sagt

          an Obstbäuerin: Danke für Ihre Erklärung.

          Scheinbar haben Sie eine besondere Sensibilität und gar ans spirituelle angrenzende Feinheit in der Anwendung der „Pflanzenschutz“-Mittel entwickelt.

          Glauben Sie nicht, dass Sie darin eher eine Ausnahme sind?
          Können Sie für alle Ihre Kollegen/innen eine derart verantwortungsvolle Handlung, bedingt durch besondere Begabung, attestieren?

          Meinen Sie, der Gedanke des Insektenschutzes ist bei Ihren Fachkollegen ebenso entwickelt, wie es bei Ihnen der Fall ist?

          0
            • Obstbäuerin sagt

              Ja, ich bin davon überzeugt, dass meine Fachkollegen genauso verantwortungsvoll handeln. Wir machen das, was alle machen: sowenig wie möglich (kostet auch sehr viel) und soviel wie nötig. Spirituell bin ich ganz bestimmt nicht – eher ein wenig zu rational.

              9+
          • Elisabeth Ertl sagt

            Auch hier auf dem Blog finden Sie viele andere Beispiele dafür, was Obstbauern für den Naturschutz tun. Stöbern Sie halt einmal im Archiv und glauben Sie nicht alles, was die Medien Ihnen zutragen, weil man mit Skandalberichten nun einmal die höchsten Auflagen erreicht. Übrigens haben gerade Streuobstwiesen eine deutlich höhere Biodiversität als jede Wildnis. Wenn man weiß, wo überall keine Insekten sind, kann man sicherlich dort hingehen und sie zählen. Ich schau hier bei mir aus dem Fenster: gegen die Sonne schaut es aus wie Schneegestöber …

            6+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wann geht euch mal endlich in den Schädel, dass die Bauern die Profis sind.
            Selbstverständlich habe ich schon viele Tiere umgebracht, zb. Blattläuse, Kartoffelkäfer und grüne Blattwanzen, habe wie meine Berufskollegen dem Traubenwickler mittels Pheromon den Sex vermiest.

            Den Apfelwickler mittels Coragen bekämpft.
            Dazu braucht man ca. 220 ml je Ha, kosten 44 Euro.
            Allein von der Kostenseite her, wird keiner mehr als nötig PSM ausbringen.
            Das ganze Gewäsch, es gibt keine Insekten und Vögel mehr kann ich nicht nachvollziehen zumindest nicht bei mir.

            Wer den Tagpfauenfalter im eigenen Garten vermisst, muss die Schuld bei sich selber suchen, weil die Brennessel den Mähroboter nicht überlebt.

            3+
        • Anítya sagt

          Ich habe nur mal ne Frage an die Fachpraktiker, weil ich die über die Internetrecherche nicht lösen konnte: Glyphosat ist ein BreitbandHERBIZID. Wie hilft Glyphosat gegen Insekten? Gehen die Insekten ein, weil die Beikräuter eingehen, oder wie? Verstehe es nicht ganz…?

          0
          • Glyphosat ist ein Wirkstoff in einem Herbizid. Das Mittel heisst u.a. RoundUp.
            Weil es kein Insektizid ist kann es auch keine Insekten töten, höchstens durch sehr Grossflächige Anwendung, wenn dann die Insektenfreudliche Wildpflanzen auch alle getötet werden. Aber Insekten können fliegen, sie fliegen dann zu anderen Pflanzen, die für sie überlebenswichtig sind.
            Deswegen spritzt ein Bauer nie über den Feldrand.
            Wie es bei der DB ist weiss ich nicht.

            2+
      • Schmeckt gut sagt

        Nicht nur seltene Schmeterling- und Spinnenarten werden bei den zur Zeit stattfindenden Monitoringprogrammen gezählt, sogar empfindliche und seltene Libellenarten werden im Intensivobstanbau gefunden. Wissenschaftlich bewiesen! Passt natürlich nicht in ihr verqueres Weltbild, N“Ws“. https://www.bodenseebiene.de/

        2+
  4. Annick sagt

    Gestern, in unserer Tageszeitung, hab ich folgendes Sprüchlein gelesen
    „Theoretisch sind wir alle entschlossen, das Leben zu genießen, aber die Praxis ist schwierig“ von Charles Lamb (1775-1834)
    Damals hatten sie wohl noch andere Dinge, die ihnen die Praxis erschwerten, trotzdem passts.
    Trotzallem wünsche ich allen einen schönen Tag

    4+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, Dr. bennet Jäger . Sie haben es auf den Punkt gebracht.
      Ob Willi sich daran hält, bezweifele ich. Ich persönlich wünsche mir, das dieser Mensch,
      der soviel für den Konsens zwischen Verbrauchern ,Landwirten und der Politik in Berwegung gebracht hat, einmal sagen kann. Mein Einsatz hat sich gelohnt und ich habe unseren Berufsstand, den Stellenwert in der Gesellschaft zum Durchbruch verholfen. Willi der zur Zeit so in der Kritik steht, hat aus meiner Sicht alles richtig gemacht.

      Willi meim Freund ,nicht aufregen, bleibe ganz kuhl.

      5+
  5. Heinz Böckmann sagt

    Alles Gute und die besten Genesungswünsche auch aus dem Ruhrgebiet .Ich kann auch nur sagen lieber kürzer treten und versuchen sich nicht alles so zu Herzen zu nehmen (bestimmt nicht einfach). Vielleicht müssen die anderen im Team auch mal sagen ,so das machen wir jetzt? 20 Prozent Bauer Willi machen immer noch mehr, als 100 Prozent Verbandsarbeit.

    10+
  6. Nicht "Weiter so!" sagt

    An Bauer Willi: Nehmen Sie sich bitte nicht alles „zu Herzen“, aber denken Sie bitte auch an die, die auch Nöte und Beschwerden haben durch das oftmals rücksichtslose „Weiter so!“-Wollen der „Industriellen“. Es muss sich was ändern, auch hin zu mehr Artenschutz, im stillen Kämmerlein erkennen Sie es selbst. Leider musste ich doch in einem kürzlich veröffentlichten Interview hören (es ist wohl einer Ihrer Mitinitiatoren dieser Grünkreuz-Propaganda-Aktion), dass „ein Giftsprüh-Abstand wassergefährdender Stoffe von 10 Metern zum Gewässer quasi einer Enteignung gleich kommt“! Ja bitte geht´s noch? – Ich muss sagen, mein Nacken weitet sich dann, denn es zeigt eine völlige verantwortungsgefühl- und empathiebefreite Grundhaltung. „Enteignung“, weil Gewässerschutz verlangt wird zum Schutz der Umwelt, der Amphibien und der Fische? Enteignung, weil es Vorschriften gibt? – Falls Sie das nicht verstehen, dann kann ich es mal mit einem anderen Bild so ausdrücken: Mein PKW kann sicherlich Tempo 200 km/h fahren, keine Frage. Gibt es dann aber ein Tempolimit an einer Baustelle oder Geschwindigkeitsbegrenzung in Ortschaften, spreche ich doch auch nicht von einer Enteignung meines PKW, denn ich „hole ja nur einen Teil der möglichen Leistung aus dem Wagen raus“. Lieber Bauer Willi, bitte ruhen Sie sich etwas aus, ich möchte noch weiterhin viele Dialog hier, nutzen Sie die Pause, darüber nachzudenken, ob nicht auch „Konsumenten“ – berechtigte – Sorgen und Nöte haben, die leider sehr oft durch die „industriellen LW“ ignoriert werden. In diesem Sinne, lassen Sie sich freundschaftlich-menschlich angesichts Ihrer körperlichen Disfunktion mit einem Augenzwinkern sagen: „Trotz Roundup – Unkraut vergeht nicht!“ – In diesem Sinne noch viele gute Tage!

    0
      • Nicht "Weiter so!" sagt

        Lieber Bauer Willi, soweit ich weiß, hat man den Bauern zunächst lange Zeit angeboten, auf freiwilliger Basis die Gewässer zu schützen.

        Die Ergebnisse sind bisher wortwörtlich betrübend, wir Bürger sind durch das dauernde Spielen auf Zeit und falsche Nachsicht eine große Zahl der Arten auf Feld und Flur (wo ist die geblieben?), in Tümpeln (wo sind die geblieben?), an Fischen und Amphibien, an Rebhühnern und Feldhühnern (wo sind die geblieben?) für immer los.

        Agrar-Lobby-Arbeit hat die Aufhebung der Flächenbindung beschert, das Wachstum (die Legende vom Wachstum ohne Ende) ist bis zum heutigen Tag Ihre Antwort auf sinkende Preise und Qualität. Der wirkliche Preis für vom Bürger subventionierte Schnitzel, die ins Ausland gehen, ist viel zu hoch! Und da werden dann Gewässer zugekippt und mit aller Art Pestiziden traktiert, auf das es kein Morgen gebe. (Spielen Sie Rachegott, der Vernichter? – Wer gibt Ihnen dieses recht?)

        Da kommt dann doch in den Sinn, dass dem Bauern „Einsicht“ nur durch ganz klare Vorschriften, einhergehend mit dichten Kontrollen und exemplarischen Strafprozessen einmassiert werden kann.
        Von selber kam da sonst leider nur Hohn und Spott, es fehlt die Einsicht in das Fehlverhalten und diese Krise ist in den letzten Jahrzehnten eskaliert.

        Wenn ich in Ihren Archiven die höhnischen und völlig von oben herab platzierten Kommentare Ihrer „industriellen LW – Kollegen lese, als Antworten auf besorgte Dialogpartner, dann finde ich diese Entwicklung mit schärferen Gesetzen nur folgerichtig.

        Auch die immer noch „einverleibten“ Bankette werden nun sukzessiv ihren wahren Bestimmungen zugeführt und die Einhaltung in Zukunft stärker überwacht. Da könnten es Landschaftspatenschaften mit speziell geschulten Bürgern geben, die einen direkten Draht zum Umweltschutzamt, zur Landwirtschaftskammer, zu den Ordnungsämtern etc. aufbauen.

        Alles im Dialog mit den Bauern, selbstverständlich.

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        • firedragon sagt

          Nicht „Weiter so“,

          darf ich fragen in welcher Region Sie daheim sind?

          Vielleicht kann man Ihnen den Rückgang mancher Arten daran erklären. Sie wollen das wahrscheinlich nicht lesen, aber die LW ist nicht an allem schuld.
          Es ist das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren. Ein Faktor wird die LW sein, aber auch nur einer.
          Und selbst wenn Sie den „platt machen“, wird nicht automatisch alles wieder „wunderbar“.

          1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es koscht ja nix, was man von anderen verlangt.

      Ich habe die „Ehre“ Gewässerrandstreifen zu besitzen, diese Randstreifen wurden zusammen mit dem Grundstück von meinen Vorfahren gekauft.

      Jetzt kommen die Habenichtse endlich zum Erfolg, Grundstücke zumindest teilweise zur Vergesellschaftung zu überführen und das ohne Entschädigung. Warum soll nur der Grundstücksnachbar für den Gewässerschutz zuständig sein und andere schreiben gehässige Beiträge.

      In gewissen Kreisen ist dies Methode, wie man an den Enteignungsdebatten von Wohnungen in Berlin sieht, wenn dies auch anders gelagert ist.

      Den Erfolg kennen sie ja, die Zahl der Bauanträge für Neubauten ist um minus 3,8 Prozent zurückgegangen.

      8+
    • firedragon sagt

      Nicht „Weiter so“,

      schön, dass dieser Kommentar von Ihnen mal halbwegs vernünftig verfasst ist.

      Es gibt staatliche Programme für die LW.
      Diese Programme werden honoriert und von der LW rege in Anspruch genommen.
      So rege, dass nicht alle Flächen, die von der LW angeboten werden in diese Programme aufgenommen werden, da der) Staat nicht genügend Geld hat.

      Unter anderem gibt es die Möglichkeit Gewässerrandstreifen anzulegen und vieles mehr.

      Jeder Landwirt ist bereit etwas zu machen, aber es muss honoriert werden.

      Ist das für Sie nachvollziehbar?

      3+
  7. Elisabeth Ertl sagt

    Hab schon einmal ein Vorwort zu einem allfälligen Buch skizziert:

    Konventionelle Landwirtschaft hat einen schlechten Ruf, gilt als verantwortlich für Klimawandel, Artensterben, Tierleid, Bodenerosion, Gift in der Nahrung und verseuchtes Grundwasser.
    Die ersten Biobauern traten in den 1960er bis 1980er Jahren dagegen an, wurden aber bis in die späten 1990er Jahre hinein von der gesellschaftlichen Mehrheit gar nicht ernst genommen. Mittlerweile fordern die meisten unserer MitbürgerInnen eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur und setzen die Politik in diesem Sinn ordentlich unter Druck. Aber denkt und handelt diese Mehrheit tatsächlich so idealistisch wie die Bio-Pioniere von damals? Und ist die Situation vor 40 Jahren mit heute überhaupt noch vergleichbar?

    Unsere Supermärkte sind übervoll mit allem, was der Gaumen begehrt. Das täuscht darüber hinweg, dass diese bislang verlässliche Versorgung nicht selbstverständlich ist. Bedroht ist sie nicht nur von einer drohenden Erschöpfung der natürlichen Ressourcen durch eine unangepasste Wirtschaftsweise, sondern auch durch maßlosen Konsum. Landwirtschaft steht wie nichts sonst buchstäblich auf dem „Boden der Tatsachen“ und kann auf keine Ideologie Rücksicht nehmen. Sie verträgt weder ein brutalkapitalistisches Wirtschaftlichkeitsdenken noch eine kitschige Naturverklärung. Es geht darum, wie das Leben von bald 10 Milliarden Menschen auf einem begrenzten Planeten nachhaltig möglich sein kann.

    Den meisten MitbürgerInnen am Beginn des 21. Jahrhunderts ist die landwirtschaftliche Praxis weitestgehend fremd. Sie sind daher in ihrem Urteil angewiesen auf das, was Meinungsbildner über die Medien ihr zutragen. Dieses Buch soll landwirtschaftsferne Menschen ausgehend von ganz alltäglichen landwirtschaftlichen Erfahrungen interessieren dafür, wie komplex Bauern drinnen stehen in den Naturgrundlagen, die von Hof zu Hof verschieden sind, drinnen stehen in der Konsumgesellschaft und in der globalisierten Wirtschaft.

    Das Buch ist geschrieben aus dem Blickwinkel einer Hobbybäuerin, die ihre besondere Situation nutzt, um Landwirtschaft frei vom Denken in Geldkategorien zu betrachten, denn Nahrung hat ja zunächst einmal einen unschätzbaren Wert aus sich selber. Gleichzeitig verdient die Mehrheit all jener Bauern und Bäuerinnen Solidarität und Respekt, die von Landwirtschaft leben und entsprechend rechnen müssen, und die auf dieser Basis nicht immer so naturnah wirtschaften können, wie sie selber es sich vielleicht wünschen würden. Kritik verdient nur jene Minderheit dieser Berufsgruppe, welche sich mit der Verwirklichung moralisch fragwürdiger neuer Geschäftsideen einen finanziellen Vorteil verschafft und damit andere in Zugzwang bringt. Kritik verdient, dass diese Minderheit allzu oft politisch bevorzugt wurde – keineswegs nur aus Rücksicht auf die viel geschmähten mächtigen Lobbies, sondern ebenso sehr aus Rücksicht auf die preisbewussten KonsumentInnen, ohne die keine Wahlen zu gewinnen sind.

    8+
    • Obstbäuerin sagt

      Je nachdem aus welchem Blickwinkel man die heutigen Landwirtschaftsmodelle betrachtet, kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen. Es kommen aber immer wieder neue Ansätze ins Spiel, die überaus diskussionswürdig sind. Z.B. wie in dieser Studie:
      „….Die Ergebnisse: Die CO2-Fußabdrücke der durchschnittlichen konventionellen und Bio-Ernährung sind im Wesentlichen gleich (ca. 1250 CO2-Äquivalente pro Kopf und Jahr). Und das obwohl die durchschnittliche konventionelle Ernährung 45 Prozent mehr Fleisch als die durchschnittliche Bio-Ernährung enthält, dafür aber deutlich weniger Obst und Gemüse. Gravierende Unterschiede zeigen sich jedoch bei der Landnutzung. Die Bio-Esser brauchen 40 Prozent mehr landwirtschaftliche Fläche. Normale Esser ohne moralisches Sendungsbewusstsein benötigen pro Kopf etwa 1900 Quadratmeter Land, die Bio-Esser dagegen 2750. Da aber der entscheidende Faktor für den Rückgang der Biodiversität der Habitatverlust durch agrarische Landnutzung (egal ob bio oder konventionell) ist, ist der Bio-Esser sozusagen der natürliche Feind von Flora und Fauna…“
      Nachzulesen im Novo-Artikel.

      5+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Du sprichst v. a. von Ackerbau. Ich denke auch, dass man da in Intensivgebieten über die Sinnhaftigkeit von Bio streiten kann. Ich werde auch von meiner Gegend schreiben, wo als Folge des Neonicotinverbots und einer Bodenschutz-Initiative des Landes Steiermark unten im fruchtbaren Raabtal seit wenigen Jahren eine viel reichhaltigere Fruchtfolge und größere Vielfalt an Kulturen herrscht als früher – auf weit überwiegend konventionellen Flächen: Da findet man neben Weizen, Dinkel, Gerste und Mais jetzt auch Hirse, mit dem manche Bauern ihre Schweine füttern und direkt vermarkten, darüber hinaus neben dem lokaltypischen Kürbis, Raps und Kartoffeln auch viel Soja und neuerdings Sonnenblumen; dazwischen stellenweise Elefantengras und Kren. Dazu natürlich die Grünbrachen und auch immer öfter Blühstreifen. Auf den kleinen Schlägen, die bei uns typisch sind, ergibt das alles zusammen in Sichtweite der Raab-Auen und der Hügel mit Wein, Obst und Mischwald einfach auch ein sehr SCHÖNES diverses Bild -, und diesen Faktor soll man bei der Beurteilung durch die Städter nicht unterschätzen.
        Aber meine steile Mähwiese hat ungefähr 100 verschiedene Pflanzen, die werde ich nicht mit Kunstdünger intensivieren. Biologen haben auf einer vergleichbaren Wiese in der Nähe 1000 Schmetterlingsarten gefunden. Und dass man jetzt auf manche Almen schon Kraftfutter hinaufkarrt (das natürlich theoretisch auch bio sein könnte) und dafür mit Gülle die ganze Artenvielfalt kaputtmacht, das mag aus einer ökonomischen Not heraus verständlich sein, aber wünschenswert ist das sicher nicht. Also die Biolandwirtschaft – jedenfalls im ursprünglichen Sinn – hat durchaus ihren sinnvollen Platz, vor allem in Österreich, wo ich meinen Schwerpunkt setzen möchte.

        1+
        • Obstbäuerin sagt

          Für Sondergebiete, die ja nur einen geringen Prozentsatz ausmachen, zumindest in Deutschland, sind Sonderregelungen sicher sinnvoll. Das gesellschaftliche und inzwischen auch politische Ziel ist jedoch die Extensivierung der Landwirtschaft und damit automatisch die Vergrößerung des ökologischen Fußabdruckes der Verbraucher. Die Fläche für seine Ernährung wird größer und die für biodiverse Habitate kleiner. Der Flächenverbrauch für Importe aus dem Ausland müsste natürlich auch mitgerechnet werden, genauso der Flächenverbrauch für Exporte.

          6+
          • Elisabeth Ertl sagt

            Unsere Grünen haben ihren einzigen Landwirtschaftsexperten vor zwei Jahren hinausgeworfen, und so klangen auch ihre Ankündigungen jetzt im Wahlkampf. Die sind gerade dabei, überhaupt ein Team für die nächste Legislaturperiode und vor allem einmal für Regierungsverhandlungen zusammenzukratzen – man darf gespannt sein, ob und was da Sinnvolles aus der Landwirtschaftsecke kommt. Unsere ÖVP ist nicht so radikal wie jetzt eure CDU/CSU. Ökologisierungsschritte finde ich immer gut, die Frage ist nur, ob das heute sinnvoller Weise überall ein Uraltkonzept aus einer ganz anderen Zeit sein soll. In den 1970ern haben sie die Bodenstruktur ruiniert mit einem Übermaß an Mineraldünger und zu viel Traktorfahren, das DDT war in der Muttermilch, und es gab unbrauchbare Milchseen und Butterberge. Wenn jetzt dieses Zuckermolekul 7-desoxy-Sedoheptulose als Ersatz für Glyphosat hält, was es verspricht, dann kann man ja den NGOs ihren Erfolg gegen Glyphosat gerne lassen. Und dann wäre das eine gute Gelegenheit, dem Volk den Vorteil von Unkrautvernichtern zu erklären. Mit einer Idealisierung von Konvi den Leuten ins Gesicht fahren wäre in Österreich nicht sehr diplomatisch – Konvi heißt ja auch tatsächlich irgendwie althergebracht; denn diese Vorreiterrolle bei Bio gehört bei uns schon auch zum Nationalstolz.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Und bei uns machen die „Sondergebiete“ eben einen großen Teil der Fläche aus.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Ich meine, in den 1970ern war ein extensives Gegenkonzept zwecks Erhalt von Biodiversität ehrenwert, da war Ackerland noch nicht knapp wie heute.

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            • firedragon sagt

              Hier ist zu erwähnen,

              wie viel Ackerflächen (für die Grundnahrungsmittelsicherung)

              seit den Nachkriegszeiten bis heute verschwunden sind (und weiterhin verschwinden werden)

              Flächen für :
              Straßen (für die Allgemeinheit)
              Wohngebiete (für die finanzstarke Bevölkerung)
              Gewerbegebiete (für die Wirtschaft)
              Ausgleichsflächen (für Flora und Fauna)

              3+
              • Elisabeth Ertl sagt

                Und es gab keinen Biodiesel, keine Maisstärkesackerl etc.
                In Österreich kommt noch dazu, dass die Bevölkerung seither von 7,5 auf 8,7 Millionen gewachsen ist.

                1+
    • Stadtmensch sagt

      „Die ersten Biobauern traten in den 1960er bis 1980er Jahren dagegen an“

      was ist mit der Anthroposophie, der Lebensreformbewegung, Biologisch dynamische Landwirtschaft? Rudolf Steiner?

      Zum Flächenverbrauch dieser Wirtschaftsweise reicht als Einstieg
      https://de.wikipedia.org/wiki/2000m%C2%B2
      „Wer von Geschichte keine Ahnung hat, dem hilft aus Wikipedia nicht weiter“ (K. P. Liessmann)

      Der Schlüssel ist Handarbeit. Die ist von der Energieeffizienz her mit „Moderner LW“
      niemals erreichbar. Nur die Amish sind zu dieser kraftvollen Ideologie fähig.
      Dagegen ist der ganze Käse hier doch nur Spenglersches Rumgeningel!
      Was ist nur aus uns geworden…

      Bevor man eigene Bücher schreibt, sollte man erstmal viel gelesen haben. Novo reproduzieren braucht kein Mensch!

      Sorry. Nix gegen dein Engagement. Wenn ich „Novo“ lese „wächst mir eine Feder“, wie es der Herr Apfel so schön gesagt hat.

      2+
      • Thomas Apfel sagt

        Lieber Stadtmensch,
        erstens sind Output/Input vergleiche beim Weltacker nie getätigt und schon gar nicht veröffentlicht worden. Richtig ist , dass das was da an Handarbeit aufgewendet wurde selbst bei Bio-Preisen einen Stundenlohn von unter 10 Cent generiert hätte.
        Will sagen, mit beliebig viel unbezahlter Handarbeit kann man z.B. als Sklavenhalter viel bewegen, diese Methode hat zu mindestens das Römische Reich 1.000 Jahre am Leben gehalten.
        Dieses Projekt ist eine reine Propagandashow, schon weil auch die Ertragsfähigkeit vom jeweiligen Standort bestimmt wird. Mit der Realität in welcher Form auch immer hat das nichts zu tun. Und wer als Amish leben will, kann das doch tun, z.B. indem er eine Sekte gründet.
        Ansonsten ein kurzes aktuelles Zitat aus Ghana: „Afrika ist völlig untermechanisiert. Ein alter Traktor, der einen Pflug ziehen kann ist auf jeden Fall besser als seinen Acker wie bisher mühsam mit der Hand umzugraben“ (Traktor-Sharing Unternehmer Emmanuel Ansah).
        Warum wollen wir eigentlich denen, denen wir in der Kolonialzeit und danach jegliche Entwicklung verbaut haben (und es immer noch tun) die Handarbeit verordnen von der wir froh sind erlöst zu sein.
        Offener Brief des Kenianischen Bauern Gilbert Arab Bor an die EU (2016):
        “ Das Letzte was wir brauchen, ist eine Bande reicher Staaten, die unseren Fortschritt mißbilligen, ohne unsere schwierige Situation zu verstehen.
        Wenn es Afrika nicht gelingt moderne Anbaumethoden einzusetzen, dann erwartet meinen Erdteil ein Desaster. Wir werden weder das Potential der Grünen Revolution noch das Potential der gentechnischen Revolution ausschöpfen können.
        Die Landwirte werden mehr und mehr Pestizide verwenden und dabei unsere Einnahmen senken und die Biodiversität gefährden. Die Kosten für die Pflanzenproduktion werden steigen und somit auch die Lebensmittelpreise. Mehr Menschen werden hungern.“

        4+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Handarbeit, wenn ich das schon höre, schwillt mir der Kamm.

        Es ist ein Unterschied, ob man 3 Quadratmeter im Schrebergarten von Hand bearbeitet, oder den ganzen Tag Rüben und Kartoffeln bei 33° und 90 % Luftfeuchtigkeit hackt. Es gab Zeiten, wo man die Weinberge, die ganze Fläche mit der Handhacke vom Unkraut befreit hat.

        Wenn jetzt ein Paar Sesselfurzer mit Handarbeit daher kommen, reagiere ich allergisch.

        In einem kann ich ihnen zustimmen,
        was ist nur aus dem deutschen Volk geworden?

        4+
        • Elisabeth Ertl sagt

          Ich plane, das Buch so urteilsarm wie möglich zu schreiben. Es soll darum gehen, einfach Fakten ins Bewusstsein zu bringen. Interessant ist z.B., dass ausgerechnet die SPÖ nicht nur Bio und klein strukturierte LW will, sondern auch TRADITIONELLE ANBAUFORMEN, ohne zu definieren, was das sein soll. Dabei waren es genau die Sozialisten, die die Leute herausgeholt haben aus dem Dasein als Knecht und Magd, aus der täglichen harten lw. Arbeit rein für Kost und Logis, die es noch vor 100 Jahren gab. Allerdings gibt es durchaus Berichte von Zeitzeugen, die mit Wehmut an diese Zeit zurückdenken, das finde ich interessant. Man muss da gar nichts werten, nur zeigen, dass heute Idealbilder zusammengekleistert werden aus Elementen, die nichts miteinander zu tun haben. Die Wunsch-Landwirtschaft der SPÖ, zu der natürlich auch viel Tierwohl gehören muss und nur so viel Technik, wie Mensch, Tier und Umwelt guttut, soll nämlich zu leistbaren Preisen passieren, obwohl die Arbeit in der Landwirtschaft mit höheren Löhnen attraktiv gemacht werden soll. Das persönliche Hab und Gut der einstigen Dienstboten, mit dem sie weiterzogen, bestand aus ein paar Dutzend Gegenständen, weil das Wichtigste war, genug zu essen zu haben. Heute besitzt der Durchschnittsmensch mehrere Tausend persönliche Gegenstände, kein Wunder, dass man sich da die Produkte einer Landwirtschaft aus traditionellen Anbauformen nicht auch noch leisten kann.

          2+
        • Georg Summerer sagt

          Merke:
          Handarbeit ist nur dann gut
          wenn es nur der andre tut!

          Da frage ich mich doch, warum nimmt der Maurer Fertigbeton und Fertigmörtel wenn er das Zeug doch selbst anrühren kann,
          die Sekretärin einen Computer wenn es doch auch einen Bleistift und Füller äh Federkiel gibt
          der Dreher eine CNC Maschine und keine Feile
          der Lehrer einen Overhad oder Beamer anstatt der Tafel
          und der Arzt, na das wollen wir lieber gar nicht wissen wie es in der guten alten Zeit zugegangen ist.

          6+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Keine Angst, ich hab mich viel mit Steiner beschäftigt. Schon klar, dass es die Biodynamiker schon viel früher gab. Aber erst in den 1970ern war Bio ein öffentliches Thema im Zuge der ganzen 68er Bewegung, wo dann auch schon die Konsumkritik nach dem Wirtschaftsboom einsetzte. Das kann ich mir schon überlegen, ob ich auch die ganze Geschichte irgendwo im Buch unterbringe, ins Vorwort passt sie jedenfalls nicht.

        0
  8. Paulus sagt

    Mensch Willi, kaum wurdest du nach dem 2. Infarkt aus dem Krankenhaus entlassen, kommt von dir so ein halbherziges „etwas weniger machen.“ Gleichzeitig offenbarst du nicht nur in der Überschrift des letzten Absatzes nahezu Kampfparolen, so als wärest du noch ein junger Spund an der Uni. Anders kann ich diese Aussagen nicht werten.
    Ich denke, es gibt genügend jüngere und sehr gescheite Berufskollegen die imstande sind dein Werk weiter zu führen. Diese aufzubauen oder zu unterstützen wäre m.E. sinnvoller und der Sache zuträglicher als sich weiterhin in der eigenen Eitelkeit zu sonnen. Deine Verdienste werden schon ausreichend gewürdigt. Die Erkenntnis, dass man auch loslassen muss kommt bei manchen zu spät, und ist nach meiner Auffassung weniger der Altersweisheit sondern viel mehr einem gewissen Altersstarrsinn geschuldet. Hört sich für dich ganz sicher nicht gut an, ist aber so. Du verstehst schon wie es meine, daran ist nichts Boshaftes.

    Ich hatte mir für mein Rentnerdasein auch so manches vorgenommen, den Schneid hat mir meine Frau schon abgekauft. Am letzten Arbeitstag werde ich wohl statt mit Aktenkoffer mit einem Jutebeutel im Büro erscheinen um meine paar Habseligkeiten einzupacken. Nachdem ich meiner Sekretärin den Autoschlüssel auf den Tisch gelegt habe, werde ich erstmalig mit Bahn und Bus nach Hause fahren. Und wenn ich, was bei mir den blanken Horror hervorruft, bei dem Fahrkartenautomat nicht durchblicke, fahre ich halt schwarz oder nehme mir ein Taxi. Hauptsache ich muss keine Abschiedsreden über mich ergehen lassen. Die zur Verfügung stehenden Youngsters sind bereit und können es wahrscheinlich besser als ich.
    Zu meinem Erstaunen werde ich wohl in ein Gremium berufen, dass sich mit Zukunftsfragen beschäftigt, zwar ohne jeden exekutiven Einfluss aber immerhin mit gewissen Vorzügen. Was ich davon halten soll weiß ich noch nicht, ich muss mich in diesem erlauchten Kreis erst einmal vorstellen.

    Bleib gesund lieber Willi, genieße das Dasein vor dem Tod und schieb auch mal den Kinderwagen durch die Gegend. Aber nicht, dass du mir dabei die bekannten Kekse vergisst. Die mag zur Not auch der Opa. 🙂

    8+
    • „Es gibt da einiges, was ich noch in Angriff nehmen möchte.“

      Lieber Willi, vielleicht nimmst du erstmal gar nichts in Angriff. Sondern schaltest in den Ruhe-Modus. Wenn dir genau das natürlich Stress bereitet 😃, dann mach wenigstens halblang. In der Wirtschaft bist du ein guter Chef, wenn du delegieren und loslassen kannst. Also delegiere und lasse andere machen. Zumindest vorübergehend 😉
      Weiterhin gute Genesung !

      4+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Paulus, direkt wie immer, deine Vermutung das jüngere das Werk von Willi in unserem und seinen Sinne weiterführen könnten, wie du das hier darstellst, daran glaube ich nicht.
      Willi ist eine Instutition, die man nicht so einfach über den Haufen schiebt.

      2+
      • Paulus sagt

        Moin Brandenburgbauer, ich vertrete eine da eine andere Auffassung, was zugegeben nicht nur die LW betrifft. Ich habe geeignete Nachwuchskräfte immer nach Kräften unterstützt. Was sollte ich im Sinne meiner Company auch sonst machen? Zusehen wie die besten Leute sich ins außereuropäische Ausland verabschieden? Das haben selbst die Buchhalterseelen in der Finanz und im Controlling begriffen, wenn ich um die Flocken für das Engineering gekämpft habe. Erstaunlicherweise hat mir keiner von denen meinen Job streitig gemacht.
        Das Merkelsche Prinzip ist genauso wie das manch erfolgloser Mittelständler mit alten Knochen grandios gescheitert.
        Lasst die Jüngeren und hochqualifizierten Kräfte mal ran, irgendwann werden sie es sowieso machen (machen müssen). Die haben wir doch nicht für lau ausgebildet.
        Ja, Bauer Willi gilt als Institution, sofern er den Stab nicht weitergibt wird ist es aber irgendwann vorbei sein mit der Institution.

        6+
    • Bauer Willi sagt

      Heute bin ich mit dem Kinderwagen von 11:30 bis 12:40 Uhr mit unserem Enkel schnellen Schrittes (des Blutdruckes wegen) durch die Felder gelaufen. Für „unsere Ländereien“ hätte ich es gepasst, da wäre ich nach einer halben Stunde wieder zurück gewesen.

      Ansonsten: mach mal halblang. Vier Tage im Krankenhaus reichen nicht für eine Nachfolgeregelung. Obwohl…ich hätte da eine Idee…dem würde ich auch die Bedienung eines Fahrkartenautomaten beibringen…

      13+
    • Stadtmensch sagt

      „Ich hatte mir für mein Rentnerdasein auch so manches vorgenommen“

      Neulich im Uhrenmuseum Glashütte folgenden Spruch gelesen: „Wenn man könnte hat man keine Zeit und wenn man Zeit hat kann man nicht (mehr)“ oder so.

      Das will ich natürlich nicht hoffen für Bauer Willi. Also beste Genesungswünsche auch von mir.

      4+
  9. Friedrich sagt

    @Sonnenblume. Da fängt es jetzt an mit mit der Solidarität. Ich habe die einfach angeschrieben und der -Brandenburgbauer auch . Die Schweineleute rühren sich schon. Auch Rübentransportspeditionen solidarisieren sich bei den DEmos. Was fehlt sind Genossenschaften , Zuckerfabriken , Landmaschinenhersteller usw.

    3+
  10. Friedrich sagt

    Hallo Willi. Genügend Genesungswünsche habe ich dir ja schon auf verschiedenen Wegen zukommen lassen. Schön , daß es dir wieder besser geht . Wenn du zwei oder drei Themen in der Woche hier bringst , reicht das auch. Hast ja gesehen , daß der Habecktext kein Nachlassen in der Aktivität gebracht hat. Und denke daran (chin.Sprichwort): der Sieger hat viele Freunde , der Verlierer gute Freunde.— Du hast es geschafft unter den Bauern die verloren geglaubte Solidarität wieder herzustellen. Das macht Mut , trotz das wir die Demos nicht so gern sehen , aber das ist der Ausdruck der Kollegen auch selbst mal etwas zu tun. Überall im Lande wurden Whatsup -Gruppen gebildet und so soll der friedliche Aufstand gegen die Willkür unserer politischen Führung in Berlin und Brüssel geführt werden. Wir wollten doch mit den grünen Kreuzen aufrütteln und sind jetzt selbst erstaunt , daß unsere Kreuze so viel in Bewegung gebracht haben. Willi , du bist Spitze und alle können dir dankbar für die wiedergewonnene Solidarität sein. Jetzt warten wir ab , was die jungen Bauern daraus machen. Hier ist Kreativität gefragt und die haben unsere jungen Leute. Die Demos des DBV waren in der Vergangenheit meist kurz vor der Frühjahrsbestellung und verpufften. Jetzt ist das anders , nämlich vor dem langen Winter und man hat Zeit ,Aktion für Aktion , zu planen. Ich bin gespannt. Schön wäre es , wenn sich Berufsgruppen aus dem ldw. Umfeld solidarisieren würden und dem Aufstand mehr „Breite“ geben würden.

    9+
    • sonnenblume sagt

      Ja, es wäre schön, wenn sich Betriebe aus dem Umfeld den Protesten anschließen würden. Aber da ist es sehr ruhig. Fühlen die sich alle der Wirtschaft zugehörig und nicht zur Landwirtschaft, obwohl sie unter anderem auch von unseren Investitionen leben? Oder sind wir da auch schon abgeschrieben? Konzentriert man sich nur noch auf ausländische Märkte? Was ist mit den Warenmärkten und Lohnunternehmen? Orientieren sich alle schon von der LW weg in andere Bereiche?

      2+
  11. Ehemaliger Landwirt sagt

    Nachdem ich mich bereits in den Regen der Genesungswünsche eingereiht habe,
    noch was erfreuliches.

    Bienenfreunde wollen vorerst nicht weiter für Volksbegehren werben!

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Bienen-Volksbegehren-Kompromiss-vorgestellt,bienen-volksbegehren-kompromiss-100.html

    Der Anteil des Biolandbaus bis 2030 soll um 30 bis 40 Prozent steigen – allerdings unter Berücksichtigung der Nachfrageentwicklung, um einen Preisverfall im Biosektor zu vermeiden.

    Tumulte in den BIO Läden, Polizei musste einschreiten, Hausfrauen kloppen sich um die letzte Biomöhre, oder das letzte Bioei zu ergattern.
    Alle möchten mit ihrem Einkauf auf dieses Ziel hinarbeiten, dass dieses Ziel bereits 2021 erreicht wird. 😉

    1+
  12. Berthold Lauer sagt

    Schön, wieder gute Nachrichten von dir zu hören!
    Gut, dass du deinen Mut und Kampfgeist nicht verloren hast!
    Aber: Achte auf dich!!!

    PS: Das mit den Demos sehe ich genau so!

    4+
  13. Ines Nickolai sagt

    Mensch Willi! Gönn dir jetzt erstmal Ruhe, mache kleinere Schritte und Pausen! Ihr habt mit eurer Aktion viele Herzen bewegt (nicht nur die Herzen eures Berufsstandes, sondern auch meins), also muss dein Herz weiter schlagen!
    Ich wünsche dir gute Besserung und Genesung!

    7+
  14. bauerhans sagt

    bauer willi,“halt die ohren steif“ und fahr ab und zu mal mit dem trecker durch die felder,von oben sieht alles noch besser aus!
    später nimmste deinen enkel mit,der muss ja noch viel lernen.

    11+
    • Nicht "Weiter so!" sagt

      an „bauerhans“ Am Besten zeigt man dem kleinen Enkel die Arbeit eines industriellen Bauern, indem man ihn mit dem gemütlichen, halboffenen Trecker bei leichtem Wind zum „Kartoffeltrocknen“ mit Diquat (Diquatdibromid) mitnimmt, gerne große Flächen, da hat er mehr zu gucken. Dann passt er später in der Schule auch sicher besser auf. Ist ja alles harmlos und „zertifiziert“, da passiert ja nichts. Auch die Anrainer der Felder sind völlig sicher. https://www.praxisvita.de/giftspritzen-der-landwirtschaft-pflanzenschutzmittel-verantwortlich-fur-autismus-parkinson-und-krebs-5922.html Wir hofften, die Bauern liebten ihre Kinder und Enkel so wie wir! Tja…

      2+
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Wie kann man eigentlich so ein Ekelpaket mimen? Verschafft dies Genugtuung und Zufriedenheit so boshaft zu sein? Vielleicht ein/e (Seelen)Verwandte/r von unserem ehrenwerten Jost?
        Lassen Sie dabei unschuldige Kinder aus dem Spiel, dieses Krankhafte macht ungemein wütend 😡

        7+
        • Nicht "Weiter so!" sagt

          an „unkomplizierter Wurzelwicht“: Zitat „Lassen Sie dabei unschuldige Kinder aus dem Spiel…“

          Das Gleiche kann ich zu Ihnen sagen!

          Nicht nur Bauern haben Kinder und die kriegen das Zeug auch ab.
          Soll man das einfach alles billigen?
          Unschuldige Kinder sind die Opfer der Spritzereien, denn auch die schwangeren Mütter kriegen ihre Dosis an „Harmlosen“ ab.
          Sie nennen die Aufforderung, diese gemeinen Gifte nicht mehr in die Umwelt zu entlassen eine „Boshaftigkeit“? – Alles eine Sache der Sichtweise.
          Es gibt Leute, die Gift spritzen und es gibt Leute, die es gegen ihren Willen aufnehmen müssen. Wer dabei das „Ekelpaket“ ist, mag jeder selbst entscheiden.
          Und ja, „dieses Krankhafte macht ungemein wütend“ – jedesmal, wenn ich bei Wind einen Diquat-Spritzer sehe, der auch die Bankette mit versorgt – keine 10 Meter neben einem Garten, wo Kinder spielen! Das macht ungemein wütend!
          Ich wäre zufriedener, wenn Sie das endlich kapieren und die Spritzerei unterlassen würden! – Stecken Sie sich Ihre Grünkreuze dahin, wo keine Sonne hinscheint! (Ich denke, die kernigen, vierschrotigen und gesunden Naturburschen vom Land schätzen diese klare Sprache, den Dialog)

          Überdies habe ich Bauer Willi meine persönlichen, ehrlich empfundenen Genesungswünsche übermittelt. Wir sind uns fast nie einig, aber ich bin auch fair. Sie können doch sicher auch „Klare Kante“?

          1+
          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Werter Diskutant „nicht „Weiter so“, es sind Ihre Umgangsformen, die mitmenschlich schlichtweg abstoßend sind, versteckt hinter einem Pseudonym, was sämtliche verbalen Entgleisungen Ihnen ermöglicht !? – Meine klare Kante! Das jedenfalls macht einen fachlichen Dialog schwierig bis nahezu unmöglich!

            Sie berufen sich auf Ihre Naturnähe und vergessen dabei, wie erbarmungslos grausam die Natur per se ist. Damit offenbaren Sie jedoch unumwunden, wie urban weit weg SIE(!) tatsächlich von unserer Natur sind. In der Natur selbst übrigens existieren alle möglichen Gifte -so jedenfalls werden diese von Menschen definiert! Und die kommen sämtlichst nicht aus der Quelle „Bauer mit Spritze“ = toxisch. Heute wurde im übrigen die Impfpflicht gesetzlich eingeführt, der Einsatz der Spritze wird staatlicherseits jetzt vorgeschrieben. Was macht da den Unterschied?

            Interessant ist, verinnerlichen zu müssen, wie bereitwillig Sie die Bauern an die Wand stellen, diejenigen aber, die uns die von Ihnen als bedrohlich definierten Mittelchen entwickelten und zur Hand gereichten/reichen, lassen Sie dabei aber vollkommen außen vor. Jedes wenig eloquente tumbe Bäuerlein muss demnach zwangsläufig gesellschaftlicherseits als Boxsack für sämtliche Schlag- und Tritttechniken herhalten? – Wie armselig einfallslos!

            Augenscheinlich haben Sie keine Ahnung was Pilzgifte anzurichten vermögen… EIN KLEINSTER AUSZUG aus der gigantischen Vielfalt unserer Natur. – Ohne Basiswissen keine fruchtbare Auseinandersetzung; eine alternativ starr feste Meinung ist dabei wirklich wenig dienlich!!!

            Ohne Ihren Wortschwall erst abwarten zu müssen, ist mir durchaus vollumfänglich bewusst, dass mit Ihnen ein offener Dialog, Diskussionen in jedweder Art und Weise, bloße Zeitverschwendung sind.

            Ja -auch wenn Sie das belustigen mag- wenn ich etwas nicht habe, dann Zeit, hinreichend Zeit, um jeden Starrsinn dieser Welt aus dem Weg räumen zu müssen. Ich bin schließlich auch kein Missionar.

            Daher wünsche ich Ihnen die Zeit und Muße, mit Ihrem Dickschädel alle noch so dicken Wände einrennen zu wollen. Viel Spass – unsere Chemiegiganten verfügen auch für Sie über die entsprechenden Mittelchen, damit einhergehende Schmerzen für Sie erträglich werden zu lassen.

            Ihre Art der Konversation atmet ohnedies förmlichst davon, dass Ihr Gegenüber auf Provokationen reagiert; dabei laufen Sie als verbaler „Heißsporn“ zu Höchstform auf. Üben Sie sich ruhig gerne weiterhin darin – aber leider ohne mich.

            Ein schönes sonniges WE an dieser Stelle!
            Ihr kerniger, vierschrotiger und hoffentlich noch lange gesunder, freigeistiger Naturbursche

            PS.: Gerade und im Besonderen Bauern lieben Ihre Kinder und Enkelkinder abgöttisch – vielleicht können sie zumindest das respektieren und entsprechend reflektieren, wenn Sie Ihren nächsten verbal diffamierenden Feldzug gegen die Bauernfamilien eröffnen!

            9+
            • firedragon sagt

              Nicht „Weiter so“

              an anderer Stelle hatte ich jemanden aufgefordert selbst in der LW tätig zu sein.

              Wie wäre es, Sie würden diese Herausforderung ebenfalls annehmen?

              Ihnen würde ich allerdings verbieten weder synthetischen noch biologischen Pflanzenschutz zu betreiben (beides sind Gifte).

              Und in zwei Jahren erstatten Sie hier ebenfalls einen Zwischenbericht.
              Bevor Sie allerdings mit diesem Experiment beginnen, empfiehlt es sich, die Mosesgeschichte gut zu lesen und sich zu fragen, warum die Erstgeborenen starben.

              Ich erwarte Sie also erst in zwei Jahren wieder hier.

              Bis dahin alles Gute.

              1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Aus ihrem Link:
        „Die kürzlich veröffentlichte Untersuchung der University of California in Davis zeigt, dass die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, die auch in Deutschland von der Landwirtschaft genutzt werden, Geburtsfehler und Entwicklungsstörungen bei Neugeborenen – wie Autismus und andere Nerven- und Gehirnschäden – auslösen kann“

        Schrecklich, dass es gerade sie getroffen hat!

        0
        • „Schrecklich, dass es gerade sie getroffen hat!“
          E.L. , auch wenn die Bemerkung vielleicht nicht supersachlich ist, von mir 👍👍👍 Aber auf dem Niveau von Nicht“Weiter so“ ist auch bei allem Bemühen kein sachlicher Austausch möglich. Und hier unter Herzensangelegentheiten finde ich diese Sprüche auch echt unpassend, sonst allerdings auch.

          1+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Lady,
            in Anbetracht der schweren Krankheit vom Willi sind die Beiträge von „Nicht „Weiter so!“ Ekelhaft und Niederträchtig. Und dieser Beiträge in diesem Strang kann nur einen Grund haben, der Gesundheit vom Willi weiter zu Schaden.

            Die Frage ist, tut man diesen Mann ignorieren, oder schlägt man mit den gleichen Waffen zurück.
            Im Religionsunterricht habe ich mal gelernt, „Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“ (Matthäus 5,39).
            Ich bin da anders gestrickt, bevor die linke Wange getroffen wird, bekommt der eine Geschossen, dass er Sterne sieht.

            Nun Willi,
            das Netz wird heutzutage von vielen Idioten missbraucht, reg dich nicht auf, wenn der „Nicht „Weiter so!“ sich bei denen einreihen will.

            EL

            0
            • firedragon sagt

              Nicht „Weiter so“,

              Sie betitelt die LW als Mörder und fordern, dass wir sterben sollen…

              Und SIE wundern sich allen Erstens, dass mit Zynismus reagiert wird…

              Sie sind vielleicht ein Vogel.

              0
        • Nicht "Weiter so!" sagt

          „Ehemaliger Landwirt“, Ihr Kommentar oben – ich führe ihn hier noch mal an, denn er ist so ungeheuerlich
          (sind Sie ein Ungeheuer?) –

          —————————————————————————
          Ehemaliger Landwirt

          17. Oktober 2019

          Aus ihrem Link:
          “ „Die kürzlich veröffentlichte Untersuchung der University of California in Davis zeigt, dass die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, die auch in Deutschland von der Landwirtschaft genutzt werden, Geburtsfehler und Entwicklungsstörungen bei Neugeborenen – wie Autismus und andere Nerven- und Gehirnschäden – auslösen kann“

          Schrecklich, dass es gerade sie getroffen hat! “
          _______________________________________________

          ist an widerwärtigem Zynismus nicht zu überbieten! Die Täter verhöhnen ihre Opfer!

          -Und WENN ich solch ein Opfer wäre? – Wäre DAS Ihre Antwort auf die mir zugefügten, lebenslangen Schäden?
          Ist DAS Ihre Ethik? Hat Ihnen Ihr Vater und Ihre Mutter diese „Werte“ beigebracht, dass Sie sich über erwiesener Maßen entstandenen Schaden, der durch Pestizideinsatz resultiert, noch in derart schäbiger Weise über Ihre Opfer zu erheben?

          Können Sie das überhaupt irgendwie verstehen, kommt solch ein Gedanke an Sie ran, oder haben Sie Werte wie Empathiefähigkeit, Mitgefühl, Ehre, Verantwortungsgefühl usw. in der Diele mit Ihrer grünen Juppe aufgehängt und da vergessen?

          0
    • Thomas Apfel sagt

      Q Nicht Weiter so,
      was will man von einem Medizinportal erwarten, dessen 4 Medizin-Journalistinnen samt und sonders Germanisten sind und die Chefredaktion nach Studienabbruch Psychologie studiert hat. Wie sagt man so schön: Wer psychische Probleme hat studiert Psychologie.
      Metastudien sind deshalb in Mode, weil man sehr viel Aufwand braucht um Aufbau und Falsifizierbarkeit der Einzelstudien zu prüfen und schon wegen dieses Aufwandes der ganze Müll oft unwidersprochen stehen bleibt. Besonders schönes Beispiel war die Metastudie zur Ertragsfähigkeit des Ökolandbaus gegenüber Moderner Landwirtschaft (die sogenannte Berkeley Studie, die von Prinz Löwenherz so gern zitiert wird) die „gleich hohen oder höheren Erträge des Ökolandbaus“ wurden hier weitgehend aus dem Vergleich von Subsistenzwirtschaft auf völlig degenerierten Tropenböden mit quasi Null-Erträgen gegenüber Kompost- oder Kohlezugabe auf diesen Böden ermittelt. Mit der tatsächlichen Ertragsfähigkeit des Bio-Anbaus auf Ackerböden hat das nichts zu tun.
      Die von PraxisVita zitierte Metastudie dürfte bei genauerem Hinsehen genauso dünn sein. Aber Jeder kann sich seine Wahrheit basteln, kritisch wird´s nur wenn er es dann ohne weitere Diskussion zu Dogma erhebt.

      0
  15. Herzlichen Dank für die ehrlichen Worte und danke für all das, was du für uns Bauern gemacht hast und danke, dass du weitermachen willst (kürzer treten ist in dem Fall selbstverständlich). Ja, in solchen Situationen, wo der Körper Warnschüsse gibt, kommen einem viele Dinge in den Kopf, bei dir ists das Herz, bei mir war es vor gut 10 Jahren die Stimme. Aufgeben ist da keine Lösung, nur etwas anders denken hilft dann ganz gut weiter…

    Alles Gute und hör auf den Körper, auf kleine Anzeichen.

    Herzliche Grüße aus der Eifel Roswitha Hermeling

    12+
  16. Karl Timme sagt

    Herzlich Willkommen zurück! Der Körper sendet unmißverständliche Signale, die auch auch nicht ignoriert werden sollten. Gleichwohl können diese Aktivitäten ein Ventil sein den pers. Frust abzubauen. Es darf nur nicht in Streß übergehen. Aufgabenteilung ist hier das Schlagwort. Es gibt viele Mitstreiter der Weg um gehöhr zu bekommen ist bereitet. In diesem Sinn gute Besserung und mehr Schonung.

    8+
  17. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Lieber Willi,

    in der Ruhe liegt die Kraft! – Gönne Dir aktuell vorrangig erst einmal eine riesengroße Portion von ersterer.

    Vollkommen nachvollziehbar, dass Du in der Sturm- und Drangzeit der „Jugend Deines Alters“ noch sehr vieles voranbringen willst, aber bitte mit Bedacht. Schließlich möchtest und sollst Du die Früchte dieser zeit- und vor allen Dingen nervenaufreibenden Arbeit auch selbst mit einem berechtigt zufriedenen Lächeln genießen dürfen! 🙂

    Das läuft Dir alles nicht davon! – Einstweilen gib dich entspannt dem Charme eures kleinsten Goldstücks hin und schöpfe daraus die notwendige Kraft für deinen Körper, Geist und Seele. Gerade das glückselige Urvertrauen dieser gänzlich unverdorbenen Menschlein vollbringt die größten Wunder, um die Wahrhaftigkeit des eigentlichen Lebensglücks ganz neu begreifen zu lernen.

    Kannst Jost Maurin ja vielleicht zu einem Deiner ausgedehnt fröhlichen Spaziergänge mit der „Schese“ (Übersetzung für Herrn Maurin: Kinderwagen) einladen. Eine Durchlüftung seiner extrem einseitig festgefahrenen Hirnwindungen in absoluter Blockadehaltung mit frischer Landluft kann diesem auch nur gut tun!

    Beste Genesungswünsche – unsere Herzensangelegenheit!

    15+
  18. Georg Summerer sagt

    Willi alles gute von HERZEN! Erhol dich. Lass es dir gut gehen. Du hast schon so viel erreicht aber das Leben geht vor.

    6+
  19. Ehemaliger Landwirt sagt

    Hallo Willi,
    es freut mich dass Du wieder zuhause und auf dem Wege der Genesung bist.
    Fahre deine Aktivitäten etwas zurück, denn Du wirst noch länger bebraucht.

    Liebe Grüße EL

    8+
  20. Hallo Willi,
    auch ich schliesse mich den Genesungswünschen gerne an. Aber bitte mach eins nicht, werde um Gottes Willen nicht zur „bäuerlichen Greta Thu(m)nberg“. Das würde Dir sicherlich nicht gut tun 🙂

    4+
  21. Lieber Willi,
    gerne schliesse ich mich den Genesungswünschen an. Ich kann es gut verstehen wie es ist, wenn alle nach dir rufen und dich zu Interviews einladen wollen. Das kostet enorm viel Kraft. Achte bitte künftig auf deine innere Stimme. Du hast für uns Bäuerinnen und Bauern bislang enorm viel Gutes getan. Schon alleine dadurch, dass wir wissen, da ist einer, der für unser Ansehen kämpft und der versucht, viel hereinbrechendes Unheil von uns abzuwenden.
    Nach Möglichkeit schau bitte darum, dass du die nötigen Arbeiten und Termine etwas mehr delegieren kannst. Wir brauchen dich noch länger, Willi!
    Du bist unsere bäuerliche Greta Thumberg 🙂

    5+
  22. Michèl Wahnschaffe sagt

    Respekt Respekt Respekt
    Für diese Zeilen.
    Mein Urgroßonkel, geb. 1893 pflegte immer zu sagen, wenn es ihm schlecht ging,
    „Unkraut vergeht nicht“.
    Gute Besserung.
    Michèl Wahnschaffe

    0
  23. 0bstbäuerin sagt

    Ich schließe mich allen guten Wünschen an und freue mich, dass wir wieder komplett sind. Was in nächster Zeit auf uns zukommt, wird noch viel Aufregung und Sorgen bringen, deshalb sollte jeder versuchen für sich einen (Überlebens-) Weg zu finden.

    2+
  24. Oberländer sagt

    Eine rasche und anhaltende Genesung wünsche ich Dir.
    Auf das Du den richtigen Weg des stillen Widerstandes noch
    lange weiter gehen kannst und viele mit nimmst .

    6+
  25. Elisabeth Ertl sagt

    Lieber Willi, alles Gute, halt Deine Grenzen ein! Es hängt nicht alles an Dir, es tun auch andere was, und ohne Beistand von oben vermag man ja sowieso nichts.
    Deinen ungebrochenen Kampf gegen die arroganten urbanen Eliten werde ich weiterhin unterstützen. Habe in letzter Zeit meine städtischen Freunde immer wieder mit Landwirtschaftsinformationen versorgt. Vielleicht mache ich noch ein Buch daraus: ein unideologischer Blick auf die Grundlage des physischen Daseins als Mensch – geschrieben aus der Sicht einer Hobbybäuerin, die den Wert der Nahrung nicht in Geld messen muss, aber genau deshalb vermitteln will, dass volle Supermarktregale keine Selbstverständlichkeit sind, und warum man beispielsweise die „unrentablen“ Alpen landwirtschaftlich nicht auflassen darf.

    15+
    • Brötchen sagt

      Frau Ertl ein Buch wäre sehr gut!
      Falls Sie fachliche Unterstützung brauchen, was Veredlung betrifft, könnte ich unterstützen.

      Alles Gute Bauer Willi und das Du es schaffst, besser zu selektieren und ein Gleichgewicht zwischen Medienanfragen/Medienbedienung und den Bedürfnissen des Körpers und Deines Umfeldes zu finden!

      7+
      • Elisabeth Ertl sagt

        Danke für das Angebot! Ob ich viel über Veredelung schreiben werde, weiß ich noch nicht, aber über die Chance auf fachliches Feedback in dieser Runde freue ich mich sehr.

        0
  26. sonnenblume sagt

    Guten Morgen Bauer Willi, zunächst mal weiterhin gute Besserung. Es ist jetzt so viel in Bewegung gekommen, dass Du einfach abwarten solltest wie sich das weiter entwickelt. Das Wichtigste hast Du doch erreicht, dass die Basis nicht mehr schweigt und alles so hin nimmt, das wir bundesweit wieder im Gespräch sind. Jetzt liegt es an uns das in positivem Sinn weiter zu führen. Einer alleine kann keinen ganzen Berufsstand retten, es müssen alle mitwirken. Und es gibt doch schon viele Mitstreiter. In diesem Sinne, zieh Dich erstmal zurück und erholte Dich. Und wenn auch nicht alles nach Deinen Vorstellungen läuft, das musst Du mal einfach akzeptieren. Auch das ist ein Lernprozess. Man lernt doch nie aus.

    8+
  27. boss_marta sagt

    Zunächst die besten Wünsche für ihre Gesundheit.
    Dann möchte ich mich noch einmal für ihren unermütlichen Einsatz bedanken.
    Bevor ich auf ihren Block gestossen bin, war ich oft mutlos und aufgebracht, warum die Bauern sich Alles gefallen lassen. Man könnte ja selbst mal was auf die Beine stellen, aber es liegt halt nicht jedem. Um so dankbarer bin ich, dass es Menschen wie sie gibt, die sich die Zeit abzwacken, bei den richtigen Stellen anklopfen und unermütlich am Ball bleiben.
    Auch wenn sie kürzer treten müssen, nehmen sie Andere in die Pflicht. Aber geben sie bitte ihre Ideen weiter.
    Alles Gute

    15+
  28. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin Willi, den guten Wünschen schließe ich mich an .

    Willi herzliche Grüße “ Der Brandenburgbauer“.

    6+
  29. Jennifer Lehoux-Wädele sagt

    Danke dir Willi für deine Kraft, deine Zeit, dein Kampfgeist, deine guten Worte. Ich wünsche dir viel Kraft und Gesundheit, du wirst von vielen Menschen und Kollegen geschätzt.
    Liebe Grüße und gute Besserung,
    Jennifer Lehoux-Waeldele

    6+
  30. firedragon sagt

    Guten Morgen Herr Dr Kremer-Schillings,

    schön zu lesen, dass Sie auf gutem Wege der Genesung sind.

    Herzliche Grüße
    firedragon

    6+
  31. Hallo Willi,
    werde erst einmal richtig Gesund und vor allem bleibe es…..deine Botschaften sind wichtig für uns alle, für uns Bauern und auch für die Verbraucher.
    Auch wenn es manchmal schwer fällt, trete etwas kürzer aber bleib am Ball, das hilft uns und hauptsächlich Dir um frisch zu bleiben denn ohne deiner Aufgabe nach zu gehen und ab und zu das ein oder andere Ventil zu öffnen wird die Zeit für dich schwer.
    Noch ein mal DANKE für das was DU geleistet hast und bestimmt noch leisten wirst .
    Gruß Klaus Weber

    14+

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